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                                      CLUBTREFFEN 2005

 

„GRAND PRIX IST TRUMPF“ 

Am 26.11.2005 veranstaltete der Eurovision Club Germany e.V. sein 6. Clubtreffen, wie schon im Vorjahr im GLORIA-Theater in Köln. Trotz Schneechaos konnten wir über 250 Gäste begrüßen, ein neuer Rekord!.

Wir eröffneten das fast sechsstündige Bühnenprogramm mit einer Solo-Trommel-Show unserer eigenen „Boonika“. Eric Pereira hatte sich bereit erklärt, als moldawische Oma fast während der gesamten Show schweigend auf der Bühne im Schaukelstuhl zu sitzen!

  

Und nach unserem bewährten Mottolied „Grand Prix ist Trumpf“, dieses Mal von Rainer Nurtsch südamerikanisch arrangiert, ging es los: Zum Aufwärmen des Publikums brachten Peter Bergener, Konstantin Ohr  und Minouche eine Parodie auf die Zweitplatzierten der spanischen Vorentscheidung 2005 „Las Supremas de Mostoles“ mit ihrem Cybersex-Hit: „Eres un enfermo“, gemixt mit dem spanischen Beitrag „Brujeria“. Dabei schwang Miguel Blanco den Zauberstab!

Es gab auch wieder ein paar Mutige für den Karaokewettbewerb. Per Applausometer wurden bei annähernd gleichem Beifall zwei Sieger bestimmt: José Bourouh und Annika Jansson

Danach wurde es gefährlich!  Eine als Domina verkleidete Anke Jonschker brachte ihrem „Sklaven“ Kay bei, wie „Run & Hide“ zu verstehen ist!

Und weiter ging’s mit Parodie: Andreas Braemer und Hilmer Tasto zeigten uns, wie schön ein „Sonntag“ mit Mess sein kann. 

 

Unserer beiden „Clubtreffen-bewährten“ Moderatoren Sascha Korf und Heppi Herrlich konnten anschließend den ersten Stargast ankündigen: Ricky Fleming aus Belgien und seine zwei Tänzerinnen machten Stimmung mit einem ESC-Medley, bei dem jeder mitsingen und mitklatschen konnte.

Schon folgte ein weiteres Highlight:  Anke Jonschker zeigte uns, wie man sich als Backing Voice beschäftigen kann, während der Sänger (Kay als Omar Naber mit "Stop") sich im Vordergrund völlig verausgabt. Da wurde die Thermoskanne herausgeholt, eine SMS geschrieben usw.Riesenapplaus für die beiden!

Da wir alle sehr bedauern, dass Italien sich vom ESC zurückgezogen hat, weckten Peter Bergener, Minouche, Reinhard Fimmers und Michael Sonneck die Erinnerung an so manchen italienischen ESC-Evergreen.  Zum Abschluss präsentierte Peter Bergener dann noch einen Titel des diesjährigen Sanremo-Festivals : „Uomo bastardo“ von Marcella Bella.

21 ESC-Titel in 17 Minuten live gesungen: Das war die Aufgabe, der sich die MARS-Singers stellten:  Rainer Nurtsch hatte die Titel neu arrangiert, und es sangen: Stephanie Remberger, Alix Huber, Rainer Nurtsch und Michael Blesser. Das begeisterte Publikum ließ diese Vier dann auch nicht ohne Zugabe von der Bühne!

Nach der Abendessen-Pause eröffnete Heppi Herrlich den 2. Teil des Programms mit einer rasanten Persiflage auf den ungarischen Beitrag 2005 von NOX, und Sascha Korf tanzte kräftig mit.

Der schwedische Beitrag 2005 hatte es Mirko Buljan angetan: Er sang live „Las Vegas“ mit tänzerischer Unterstützung der vier Boys Andreas Braemer, Konstantin Ohr, Stephan Buchholz und Hilmer Tasto.

Unser Quiz hatte dieses Mal akustische Aufgaben für die 3 Finalisten parat. Es galt in 3 Runden ESC-Interpreten mit neuen Songs zu erkennen, Siegertitel, die rückwärts gespielt wurden und falsche Titel im ESC - Jahrgang 1980.

Die weißrussische Interpretin Angelica Agurbash hatte die Presse in Kiew mit Promo-Material zugeschüttet, darunter unter anderem ein herzzerreißender Lebenslauf der Dame. Da konnten wir uns nicht verkneifen, diesen dem geneigten Publikum zu Gehör zu bringen. (Wortlaut hier

Reinhard Fimmers las ihn in Deutsch und Anke Jonschker übersetzte ins Englische, mit typisch russischem Akzent, versteht sich! Angelica Agurbash behauptet in diesem Lebenslauf, sie sei Cinderella. Das ließ Michael Sonneck nicht ruhen, und er schrieb in guter alter Clubtreffen-Tradition nach zweijähriger Pause einmal wieder ein Mini-Musical mit dem Titel: „Tom Pillibi & Cinderella“, um zu beweisen, dass die Agurbash nicht Cinderella ist, sondern allenfalls die böse Stiefschwester!

Zur Einstimmung sang ein „Kinderchor“ (Jörg Willems, Erwin Wiesen, Martin Backhaus, Dirk Schneider,  Hilmer  Tasto, Andreas Braemer, als Lehrerin Konstantin Ohr und als Dirigent Rainer Nurtsch) eine entzückende Chorversion von „Tom Pillibi“. Und dann nahm die Cinderella-Story ihren dramatische Lauf:

Da der Prinz (Michael Sonneck) vor Liebeskummer vergeht, versucht seine Mutter (Bernd Ochs) ihn mit einem Showprogramm aufzuheitern: Michael Blesser, Markus Glindemann und Rafael Rechel als Fredi & Friends mit „Pump pump“ können zwar das Publikum begeistern, nicht aber den Prinzen. Da hat seine Mutter die rettende Idee... „Wir geben ´ne Party!“

Inzwischen wird die arme Cinderella (Anke Jonschker) von ihren bösen Stiefschwestern (Peter Bergener und Minouche) zu den Klängen von „Avundsjuk“ geknechtet, und die Schwestern gehen ohne sie auf den Ball des Prinzen.

  

Doch eine  gute Fee (Bastian Daube) überreicht ihr zur Musik von „Fantasiaa“ ein Ballkleid, und so wird ein Traum wird wahr für Cinderella, ihr „Impossible Dream“!

Auf dem Ball erscheint Frau Agurbash!!! (grandios: Peter Bergener) und macht mit „Love me tonight“ den Prinzen an, aber der will von ihr nichts wissen und

verliebt sich sofort in  die maskiert erscheinende Cinderella. Doch: „Die Zeiger der Uhr...“ mahnt die Fee, und Cinderella muss den Ball verlassen, zurück bleibt ein Schuh. Da fragt der Prinz sich doch zu Recht: „Mysterious woman...? und macht sich auf die Suche nach seiner Angebeteten.

Zur Schuhanprobe erscheinen die beiden Schwestern, der ersten passt der Schuh nicht, und auch die zweite probiert es vergeblich: „It hurts“ schreit sie schmerzverzerrt.

 

Let me try” ruft da Cinderella, und der Schuh passt so gut, dass der Prinz nur sagen kann: „You are the only one”! Da sind dann schließlich alle glücklich, bis auf die beiden Schwestern, versteht sich. Sie werden mit „Shame on you“ und „Run and hide“ von der Bühne gejagt. Das Publikum schien auch ganz glücklich, das zeigte der überwältigende Applaus und Standing Ovations für alle Mitwirkenden.

Heppi brachte uns anschließend als Willeke Alberti eine besondere Version von „Waar is de zon“. Bastian Daube als Tajci ließ das Original ebenso völlig vergessen!

Zur großen Begeisterung aller konnte Michael Sonneck dann Sascha Korf überreden, sein Glanzstück noch einmal zu präsentieren: „Ein bisschen Frieden“ in Gebärdensprache, und der Saal tobte erneut.

Sascha Korf kündigte sie als Vorgruppe von Selma an. Aber das wäre arg untertrieben! Monatelang haben sie die Choreografie einstudiert, um sie schließlich perfekt auf die Bühne zu bringen! Konstantin Ohr, Andreas Braemer, Stephan Buchholz, Hilmer Tasto und Dirk Zimmermann mit „My Number One“.   Das war absolute Spitzenklasse und „besser als das Original“, wie aus dem Publikum zu hören war.

Und dann war es endlich soweit: Unser Stargast Selma betrat die Bühne und nahm uns sofort gefangen mit ihrem Charme.

Extra für unser Clubtreffen hatte sie ein besonderes Programm vorbereitet mit einigen Musicalnummern („Good morning starshine“ aus „Hair“ in Isländisch, „Hopelessly devoted to you“ aus „Grease“, zwei eigenen Titeln und natürlich ihren beiden ESC-BeiträgenIf I had your love“ und „All out of luck“.

Nach einem kleinen Interview, das Bernd Ochs führte, begann dann der Eurovisionsteil ihres Programms!

  

Zu „Talking to you“ wurden die „griechischen Tänzer“ noch einmal auf die Bühne geholt, und auch zu „Wild dances“ tanzten sie kräftig mit.

“Take me to your heaven“, „Diva” und als absolutes Highlight ”Neka mi ne svane”, da hielt es uns ESC-Fans nicht mehr auf den Sitzen und die Begeisterung und der Applaus kannten keine Grenzen mehr und erzwangen natürlich von Selma eine Zugabe:Minn hinsti dans“ begeisterte dann noch einmal den ganzen Saal.

Sichtlich gerührt verließ Selma schließlich die Bühne, um sich anschließend noch all ihren Fans zur Autogramm- und Fotosession zur Verfügung zu stellen, und auch bei der anschließenden EURO-Disco mit DJ Ohrmeister tanzte sie noch mit!

(Text: Michael Sonneck / Fotos: Christine van Meerbeeck, Konstantin Ohr)