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8.
CLUBTREFFEN DES ECG AM 15.11.2008
Am
15. November 2008 war es wieder so weit. Knapp 300 ESC-Fans - ein neuer
Rekord - machte sich durch den kalten Novembernebel auf den Weg in die
Rheinmetropole zum Gloria-Theater, um dort das 8. ECG-Clubtreffen zu
feiern. Um 14:30 Uhr wurde der Saal geöffnet, und es begann zunächst
traditionell die Plattenbörse, auf der es wieder ein großes Angebot an
ESC-Tonträgern zu kaufen gab. Nachdem alle Besucher ihren Platz
eingenommen hatten, ging um 17:30 Uhr schließlich der Vorhang auf.
Schon bei der Eröffnung bekamen wir einen Vorgeschmack auf das kreative
und unterhaltsame Bühnenprogramm, das vom Präsidium und vielen
freiwilligen Helfern mit großer Mühe vorbereitet wurde.
Als
Eröffnungsnummer diente einer der Fan-Favoriten aus dem ESC-Jahrgang
2008: "Pokusaj" von Laka, mit dem ECG-Präsidenten Martin
Backhaus in der Hauptrolle und Lu Wenzel als „weiblichem“ Part, natürlich
fehlten auch die 3 Bräute nicht, die Miguel Blanco, Torsten
und Reinhard Fimmers in bombastischen
Brautkleidern darstellten.


Es
folgte eine Bühnenshow, die eindeutig die Toleranz gegenüber Homo- und
Transsexuellen betonte: Heppi Herrlich zog als Dana International unter
den Klängen von „Free“ durch den Saal auf die Bühne , gefolgt von
einer 10 Meter langen Regenbogenfahne, die Freiwillige aus dem Publikum
trugen.

Nach
„Diva“ begrüßten Sascha Korf und Heppi Herrlich, die uns auch
dieses Jahr als Moderatoren treu blieben und mit ihrem Humor durch den
Abend führten, das Publikum.

Der
ESC soll ja Menschen aus verschiedenen Ländern zusammen bringen, und
dementsprechend erfreulich war auch die internationale Herkunft des
Publikums: Neben den vielen deutschen Besuchern waren auch Besucher aus
unseren Nachbarländern Österreich, der Schweiz, Belgien und den
Niederlanden, aber auch aus Großbritannien, Spanien und Portugal und
anderen Ländern anwesend. Nach der Begrüßung folgte ein Rückblick
auf den diesjährigen ESC in Belgrad mit Parodien einiger diesjähriger
ESC-Highlights:
Zunächst
gab Dima Bilan (Michael Sonneck) seinen Siegertitel nochmals zum Besten.
Nachdem ihm der Beutel mit eingeschmuggeltem Koks auf der Bühne
platzte, beschwor er den tanzenden Pluschenko (Peter Bergener) mit
"Never let you go", ihm Nachschub zu verkaufen. Bekifft setzte
er seinen Siegerauftritt fort, bei dem der obligatorische Strip nicht
fehlen durfte.


Danach
präsentierten die drei Fan-Diven Ani Lorak, Sirusho und Charlotte (Hilmer
Tasto, Armen Karabetyan und Konstantin Ohr) in ähnlich aussehenden
Silberkleidchen den neuesten Modetrend des ESC. Viel knapper noch als
bei den beiden anderen Diven fiel das Silberkleidchen von Ani Lorak aus.

Höhepunkt
des 2008-Rückblickes war jedoch für mich eine Live-Darbietung des
diesjährigen Fan-Favoriten “Era stupendo”, die Mirko Buljan
stimmsicher und voller Emotion zum Besten gab.

Bei
allem Blick auf die Erfolgssongs und Fanfavoriten im Rückblick auf
Belgrad 2008 fand auch noch eine Parodie auf unsere No Angels ihren
Platz. Anders als die Performance in Belgrad sollte der Auftritt im
Gloria doch einen Erinnerungswert in Form einer Strip-Einlage bekommen,
bei der die vier “Mädels” (Bastian Daube, Bernd Ochs, Marcus
Glindemann und Rafael Rechel) am Ende mit scheinbar komplett nackter
Haut dastanden. Ob damit wirklich mehr Erfolg in Belgrad
herausgesprungen wäre, bleibt sicher offen.



Ebenfalls
nackte Haut zeigte das „Hündchen“ Torsten, der von seiner Domina Rebeka Dremelj (Peter Bergener) gezüchtigt wurde.

Nach
dem Rückblick auf den aktuellen Jahrgang 2008 folgte nun ein Rückblick
auf mehrere Jahrzehnte ESC, und zwar in Form eines Video-Wettbewerbes.
Nachdem 2007 kein Karaoke-Wettbewerb aufgrund des mangelnden Interesses
durchgeführt wurde, erhielten die Besucher des ECG-Treffens nun eine
andere Möglichkeit, ihre Gesangskünste unter Beweis zu stellen. Schon
viele Wochen zuvor konnte man einen selbstgedrehten Videoclip beim
Organisationsteam des Clubtreffens einreichen, in welchem man einen
ESC-Song seiner Wahl singt. 6 Videoclips wurden nun dem Publikum des
Gloria-Theaters vorgestellt, das aus diesen wiederum den Sieger
ermitteln sollte. So gaben die 6 glücklichen Finalisten “För att du
finns”, “Diggi-Loo Diggi-Lee”, “Bandido”, “Aufrecht gehn”,
“Toi, la musique et moi” und “I can´t live without music” zum
Besten. Ermittelt wurde der Sieger danach, wer bei der anschließenden
Befragung den größten Publikums-Applaus erhielt. Dieser ging eindeutig
an Konstantin Ohr, Bernd Ochs und Hilmer Tasto mit ihrem Videoclip zu
“Diggi-Loo Diggi-Ley”, dem schwedischen Siegertitel von 1984.
Nach
dem Video-Contest folgte erneut eine Live-Darbietung durch Mirko Buljan,
und zwar der letztjährige Sieger unseres Second-Chance-Contests “Cara
mia”.
Nun
ging es mit dem ersten Medley los, dem Kampf zwischen Engel und Teufel.
Natürlich kam an erster Stelle der Beitrag unseres diesjährigen
Newcomers Aserbaidschan zum Einsatz, mit welchem in Belgrad
eindrucksvoll der Kampf zwischen der guten und der bösen Macht
dargestellt wurde. Wir bekamen unter Beweis gestellt, dass sich über
viele Jahre hinweg ESC-Lieder mit Engeln und Teufeln beschäftigt haben.
So fiel der Engel (Martin Backhaus) dem Teufel (Heppi Herrlich) zu
“Angel” versöhnlich um den Hals, gerade dem, der ihm zuvor zu
“Day after day” mit Peitschenhieben übel zugesetzt hatte. Und auch
nach der versöhnlichen Umarmung versuchte der Teufel lieber, mit
“Better the devil you know” zu zeigen, dass er der Stärkere ist.
Dennoch näherten sich Engel und Teufel einander so sehr an, dass es zu
einem Happy End führte, mit einem gemeinsamen “Fly on the wings of
love”.

Nach
diesem kurzweiligen und unterhaltsamen Bühnenprogramm gab es ab etwa 19
Uhr eine 90-minütige Programmpause. Wie schon in den vergangenen Jahren
bot der Eurovision Club Germany seinen Mitgliedern und Besuchern während
der Pause eine kleine Auswahl an warmen Speisen gegen Vorbestellung an.
Viele machten von diesem Angebot Gebrauch, andere stärkten sich in
einer der umliegenden Gaststätten. Die Pause war für viele von uns
eine gute Gelegenheit, neue Bekanntschaften und Freundschaften mit
anderen ESC-Fans zu schließen oder einmal wieder ein Wort mit Freunden
und Bekannten zu wechseln, die wir bis dahin seit Monaten oder gar über
einem Jahr nicht mehr gesehen hatten. Es zeigte sich einmal wieder, dass
der ESC und die Veranstaltungen seiner Fanclubs nicht nur die beste
musikalische Unterhaltung bieten, sondern auch Menschen miteinander
verbinden.
Gestärkt
durch die Pause folgten wir wieder gestärkt dem zweiten Teil des
Abendprogramms.
Zunächst
erinnerte Heppi an Lindsay Dracass mit ihrer Version von "No dream
impossible".
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Weiter ging
es mit “Eurovision’s next Top Model”, einer sehr witzigen und
unterhaltsamen Parodie auf Germany’s next Top Model”.

Mit
“Komm komm zu mir” bat die Jury (Bastian Daube als Heidi Klum und
Bernd Ochs als Bernd Darnell)die
drei “Bewerberinnen” Dana International (Lu Wenzel), Marija
Serifovic (Anke Jonschker) und Linda Martin (Martin Backhaus) herein. Zuerst
versuchte Dana International, sich von ihrer schönsten Seite zu präsentieren.
Doch die Juroren ließen sich davon nicht beeindrucken. Sie machten ihr
klar, dass sie erst einmal wie ihr Schützling Boaz Mauda aussehen müsse,
um wieder eine neue Chance zu bekommen und entließen sie mit einem
“Goodbye” von der Bühne.
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Als
nächstes versuchte Marija Serifovic ihr Glück. In äußerst schickem
Anzug richtete sie ihr “Molitva” an die Juroren und bat sehnlichst
darum, sie zum Top Model zu küren. Aber sie antworteten einstimmig:
“No no never”. Sie sahen in ihr zu wenig Weiblichkeit, da die
Handtasche fehle und sie zu sehr wie ein Mann aussehe. Wie Dana wurde
auch ihr eine zweite Chance zugesagt, jedoch müsste sie zuerst so
aussehen wie ihre Nachfolgerin Jelena Tomasevic.
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Der
dritten Bewerberin Linda Martin erging es nicht viel besser. Sie konnte
sich noch so attraktiv präsentieren, auch bei ihr waren sich die
Juroren einig: “No no never”. Die Attraktivität ihres Komponisten
Johnny Logan konnte sie nicht erreichen.
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“Dieser
Traum darf niemals sterben”, das dachten Dana, Marija und Linda bei
ihrem Traum, Top Model zu werden.

Aber
ihnen blieb noch eine Hoffnung: “Wunder gibt es immer wieder”. Und
so suchten sie die Praxis des Schönheitschirurgen Dr. Frank N. Stein
(Michael Sonneck) auf, um sich entsprechend umoperieren zu lassen.

Doch
der gute Dr. Frank N. Stein hatte wohl seine besten Zeiten schon hinter
sich und war nur durch das „Vodka“-Doping seiner Assistentin (Peter
Bergener) in der Lage, die Operationen durchzuführen.
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Dass
dabei so einiges schief ging, lag auf der Hand, und so wurde aus Dana
International Dana von 1970, aus Marija Serifovic gar Gisela, die als
Biene Maja aus dem OP kam und ihr „Casanova“ im Vorbeiflug
schmetterte. Den Vogel aber - im wahrsten Sinne des Wortes – schoss
Linda Martin ab, die als Dustin The Turkey vom Dr. aus dem OP geschoben
wurde.
Nun
war die große Stunde der Assistentin gekommen: Sie ließ sich ebenfalls
operieren, und als der Haaransatz dadurch „Charlotte-typisch“
geworden war, musste die Jury Charlotte zu Siegerin küren. Neben einem
Foto - Shooting bei KIK-Textil-Discount gewann sie dann noch ein „Candlelight“-Dinner,
bei dem sie sich zusammen mit dem Doktor über den Truthahn hermachte.
Nachdem
“Eurovision’s next Top Model” gefunden war, wurde der erste
Stargast des Abends begrüßt: der norwegische Sänger Geir Rönning,
der 2005 beim ESC für Finnland teilnahm. Sein
Rang in den Kreisen von uns ESC-Fans hielt sich zumindest bis zum
diesjährigen Clubtreffen in Grenzen, da er weder zu den Fan-Favoriten zählt
noch durch eine erfolgreiche Platzierung beim ESC in Erinnerung bleiben
konnte. Dafür machte er im Gloria einen sehr sympathischen Eindruck und
konnte mit seinem ESC-Song “Why”, aber auch mit anderen hauptsächlich
nordischen Liedern wie “Se pa mig”, “Hall mitt hjärta” (von
Carola) und “When spirits are calling my name” gute musikalische
Unterhaltung bieten.

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Der
Höhepunkt des Abends folgte aber ohne Zweifel mit Vania Fernandes aus
Portugal. Nach ihrem Sieg in der portugiesischen Vorentscheidung im März
dieses Jahres reihte sie sich schnell in die großen Favoriten der
Pre-TEDs ein. Während der Proben in Belgrad stieg sie in der Gunst der
ESC-Fans noch mehr, und es gab wohl in der ESC-Fangemeinde keinen größeren
Wunsch, als dass Vania den ESC für 2009 nach Lissabon holt. Dieser
Wunsch ging leider nicht in Erfüllung. Dennoch hat Vania allen Grund
zur Freude, dass sie als erste portugiesische ESC-Teilnehmerin seit der
Einführung des Semifinales ihr Heimatland für das Finale qualifizieren
konnte, den eindeutig besten Live-Auftritt und einen der qualitativ
hochwertigsten Songs des Jahrgangs zu
bieten hatte und nach wie vor die Siegerin der Herzen bleibt. Umso
erfreulicher war es für uns als Fans, dass sie der Eurovision Club
Germany tatsächlich für das Clubtreffen gewinnen konnte. Mit
entsprechendem Jubel wurde sie von uns im Gloria empfangen. Auch hier
zeigte sie sich in absoluter Top-Form.


Sie
gab ein vielseitiges Repertoire von Liedern zum Besten: portugiesische
Folklore-Tradition, portugiesische ESC-Hits wie “Bem bom, “Lusitana
paixao” und “Chamar a musica” und auch einige internationale Hits.
So richtig kochte der Saal, als Vania mit “No no never” und “Er
gehört zu mir” auch deutsche ESC-Lieder sang. Weitere Höhepunkte
waren natürlich ihr ESC-Beitrag “Senhora do mar” und “You raise
me up” im spontanen Duett mit Geir Rönning, bei dem wir alle Gänsehaut
bekamen.

Vania
gewann natürlich nicht nur durch ihre mitreißende Bühnenunterhaltung
unsere Herzen. Noch viel mehr südländische Wärme brachte sie in den
kalten November Deutschlands durch ihre warmherzige und liebenswerte
Art. Sie brachte uns sehr viel Dankbarkeit für unsere Aufmerksamkeit
entgegen. In der anschließenden Autogrammstunde begrüßte sie jeden
Fan, der zu ihr kam, sehr herzlich mit einer Umarmung und nahm sich viel
Zeit für Gespräche und Foto-Shootings. Ich glaube, für einen Großteil
der Anwesenden zu sprechen, wenn ich an dieser Stelle meine Hoffnung
ausdrücke, dass es sowohl beim ESC als auch beim ECG-Clubtreffen ein
Wiedersehen mit Vania geben wird.
Zum
Schluss folgte wie immer die Eurovisions-Disco mit DJ Ohrmeister, in der
wir ESC-Fans auf Musik aus 53 Jahren ESC und Vorentscheidungen unsere
Tanzkünste zum Besten geben konnten.
Es
war ein sehr schönes Clubtreffen mit sehr netten Menschen, einem tollen
Bühnenprogramm und tollen Gaststars. Ein ganz herzliches Dankeschön an
alle, die dieses Treffen auf die Beine gestellt haben! Sei es durch die
Organisation, durch Ideen, die Mitwirkung am Bühnenprogramm, die
Beteiligung am Auf- und Abbau, die Versorgung mit dem Essen und sonstige
Tätigkeiten, die zum Gelingen dieses Treffens beigetragen haben.
(
Text: Daniel Schweizer / Fotos: Anita Schoofs, Konstantin Ohr)
Und
hier noch ein paar Schnappschüsse:





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