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Montag, 02 April 2018 13:18

Wechsel im Präsidium

Geschrieben von

Unsere 1. Vizepräsidentin Anke Jonschker ist mit Wirkung zum 1. April 2018 aus beruflichen Gründen von ihrem Amt zurückgetreten und aus dem Präsidium ausgeschieden. Anke gehörte dem Präsidium seit 2003 an und war in all den Jahren in der Vereinsarbeit äußerst aktiv.  Neben ihrer Arbeit als TOM-Autorin haben wir ihr sehr viel zu verdanken, was die jährliche Clubtreffen-Organisation betrifft, vor allem das Engagement von Stargästen und deren Betreuung lagen viele Jahre lang in Ankes bewährten Händen. Insofern bedauern wir natürlich Ankes Entschluss und wünschen ihr alles Gute für ihre persönliche und berufliche Zukunft. Wir bedanken uns bei Anke ganz herzlich für ihre großartige Vereinsarbeit in den vergangenen 15 Jahren! Zum Glück wird sie uns als engagiertes ECG-Mitglied und Freundin erhalten bleiben.

Das Präsidium wird gemäß der Satzung nun für die restliche Amtsperiode bis November 2018 ein Ersatzmitglied wählen. 

 

Mit einem persönlichen Brief an alle Mitglieder verabschiedet sich Anke Jonschker:

 

anke

 

Ihr Lieben,

nach 15 Jahren Präsidiumsarbeit habe ich meinen Kollegen mitgeteilt, dass ich mich zum 01.04.18 vom Posten der 1. Vizepräsidentin zurückziehen werde. Diese Entscheidung ist mir natürlich nicht leicht gefallen. Für mich bedeutet aber solch ein Posten, dass man Zeit investiert. Dies war lange Jahre neben meinem Job möglich. Mittlerweile nimmt dieser jedoch so viel Raum ein, dass ich meinen selbstgesteckten Erwartungen in der Position nicht mehr gerecht werde.

Es waren 15 wirklich unglaubliche Jahre. Ich bin in Städte gereist, in die ich niemals wollte. Wir wurden Letzte, wir wurden Erste. ESC-Teilnehmer wurden zu Freunden, Freunde wurden zu ESC-Teilnehmern. Ich wurde zum Delegationsmitglied.

Und was haben wir im Präsidium in diesen Jahren nicht alles erlebt. Unvergesslich die kurzfristige Absage von Bojana Stamenovic 2 Tage vor unserem Clubtreffen 2015, einhergehend mit einem Lufthansa-Streik, der sämtliche Anreiseplanungen fast aller Künstler (und mein seelisches Gleichgewicht) ins Wanken brachte. Jedes Jahr habe ich übrigens mehrfach geträumt, dass ich einen Stargast am Flughafen vergessen hätte. Aber das ist zum Glück nie passiert!

Geradezu legendär die ESCs, die ich vor Ort erleben durfte. Noch jetzt sehe ich mich während der Wertung 2010 mit offenem Mund in der Halle in Oslo sitzen. Auch wenn ich kein Lena-Fan war und bin, dieser Abend hat sich für immer in mein Herz gebrannt. Dazu aberwitzige Erlebnisse wie unsere Moskauer Unterkunft, wo wir nach dem Waschen des Badvorlegers feststellten, dass er ursprünglich gar nicht grau war. Und uns der Nachtzug aus dem Ohrensessel der Küche in unsere Betten gefahren hat (Insider). Legendäre Partys wie die Anbetung der Agurbash in Kiew oder der Empfang des Bürgermeisters von Zeytinburnu, zu dem wir als einzige Ausländer wohl versehentlich geladen wurden. Dort machte man mit einem Eimer Farbe kurzerhand aus einem braunen Teich einen blauen. Sah aber auch wirklich hübscher aus. Beinah hätte ich sogar das Semi in Istanbul verpasst, weil ich mich im Dixi-Klo eingesperrt hatte und sich das Schloss nicht mehr lösen wollte. Und ich weiß jetzt, dass man beim finnischen DJ definitiv keine Cola bestellen kann. Windige Straßenhändler in Athen wissen jetzt, dass man mir keine Klimperkugeln verkaufen kann.

Leider hat man meinem persönlichen Wunsch nach Verlegung des ESCs in den Herbst noch nicht entsprochen. Vorentscheidungen in kroatischen Badeorten im Winter sind doch eher trostlos. Auch macht Tallinn im Sommer definitiv mehr her, wenn auch gleichzeitiges Ausrutschen auf einer Eisplatte bei -17 Grad sicher eine 5,9 in der B-Note gibt. Aber auf mich hört ja keiner. Seufz.

Ich danke meinen (Ex-) Präsidiumskollegen Martin Backhaus, Kay-Andre Bakenhus, Richard Kessler, Anita Schoofs, Christian Köther, Erwin Wiesen und  Elvira Greiss für die kurze oder lange Zeit, die wir gemeinsam die Geschicke des Vereins bestimmt haben. Natürlich waren wir uns nicht immer einig und haben auch mal leidenschaftlich diskutiert. Ich danke den vielen Mitgliedern, die uns bei der Arbeit maßgeblich unterstützen, sei es durch die Organisation von Regionaltreffen und Contests, Moderation und Administration der Webseite, Facebookseite und des Forums, Clubtreffengestaltung, usw. ohne jeden Einzelnen von euch hätten wir im Laufe der letzten Jahre unsere Mitgliederzahl sicher nicht verdoppelt. Meinem Nachfolger im Präsidium wünsche ich mindestens ebenso viel Spaß und Freude, wie ich es 15 Jahre lang erleben durfte.

Ganz besonders möchte ich natürlich Michael Sonneck erwähnen. Es ist nicht in Worte zu fassen, wie sehr er der ECG ist. Sein Mann Reimund muss so manches Mal auf ihn verzichten, wenn er stundenlang mit Hingabe an der Homepage bastelt, mit dem NDR verhandelt, Emails beantwortet, Ticketpakete auslost und und und. Ohne Michael kein ECG – und ich hoffe, er macht noch lange weiter. Danke für alles, Michael!

Am Ende bleibt mir nur zu sagen, dass ich dem Verein selbstverständlich verbunden bleiben werde. Und beim nächsten Clubtreffen dann endlich einmal Zeit zum Quatschen habe.

Wir sehen uns!

Anke

 

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