Eurovision Song Contest
Der größte Musikwettbewerb der Welt.

ESC 2016 in Schweden
Dienstag, 01 Mai 2018 12:45

Klageweiber aus Serbien

Wenn Chris etwas großartig findet, ist ja meistens bei mir das Gegenteil der Fall ;-)  Dieses Klagelied ist so was von ausgelutscht und so was von altmodisch, aber das kommt bestimmt weiter...

Michael

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Montag, 30 April 2018 17:53

Aus der Puste..

Puh, total aus der Puste meinte Eleni aus Zypern am Ende des 1. Durchlaufs: "Next year only ballad" und musste selbst darüber lachen. Die Gute hat sich aber wirklich total verausgabt. Sie tanzt mit ihren 5 Tänzerinnen fast die ganzen 3 Minuten eine ziemlich anstrengende Choreo, schmeisst ihr lange Mähne wild durch die Gegend, die Tänzerinnen tun das Gleiche mit "Slavko-Gedächtniszöpfen". Es wird Feuer an beiden Seiten eingeblendet, es gibt Laser und alle geben wirklich alles inklusive so einer Art Bauchtanz... Ich muss ja bei dem Lied immer sofort an "Mambo" von Elena Paparizou denken, das stammt ja auch von Alex P., aber besser bei sich selbst geklaut als bei anderen.

Michael

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Montag, 30 April 2018 17:39

Müde...

Markus ist neben mir gerade eingenickt, soviel zu Irland.

Nein, ich mag das Lied zwar gar nicht, ich finde es langweilig, die Kopfstimme nervig, aber ich muss zugeben, sie bringen es ganz nett auf die Bühne. Ryan steht vorn mit Gitarre am Mikro, hinter ihm ist seitlich eine  Parkbank mit Laterne aufgebaut, um die herum die beiden Jungs aus dem Video tanzen, am Schluss schneit es sogar. Das ist schon stimmungsvoll und eben nett, aber ich fürchte "nett" wird nicht reichen.

Michael

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Montag, 30 April 2018 15:34

Armenien, Finnland und Cesár

Ich bin jetzt mal rüber gegangen ins Pressezentrum, um all meine "Gerätschaften" aufzuladen, leider haben wir im Presse-und Fanzelt immer noch keine Steckdosen. Dabei habe ich Armeniens 1. Durchlauf gesehen. Das Lied gefällt mir eh, und ich finde, sie setzen das gut in Szene, Sevak steht inmitten von grauen Steelen, die im Kreis aufgestellt sind und zu den Seiten und nach hinten immer höher werden. Es gibt ein bisschen Lichteffekte, ansonsten verlassen sie sich auf seine gute Stimme und Ausstrahlung. Manchmal ist eben weniger mehr.  Das hätten sich die Finnen auch sagen sollen. Ich kann mich Markus nur anschließen, das ist too much auf der Bühne, sie singt auch nicht gut und wirkt auf mich sehr uinsympathisch. 

Sehr sympathisch war Cesár Sampson beim Meet & Greet. Er ist froh, dass er nach 2x Background nun endlich selbst im Rampenlicht steht und zeigte mit einer a capella-Version seines Liedes erneut, was er für eine tolle Stimme hat. Die Idee zum Lied sei übrigens schon 2016 entstanden und man habe bis jetzt daran gearbeitet.

Michael

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Hallo auch von mir!

Als wir heute Morgen das Haus verließen, war strahlender Sonnenschein und es wurde schon ein bisschen wärmer. Aber mittlerweile ist es wieder sehr bewölkt und abgekühlt, und im Presse-und Fanzelt bläst die Kaltlüftung, dafür haben wir hier immer noch keine einzige Steckdose. 

Zunächst noch etwas in eigener Sache. Wir wurden verschiedentlich im Vorfeld darauf hingewiesen, doch nicht alles immer runterzumachen! Dazu ist zu sagen, dass wir nur unsere ganz persönlichen Eindrücke schildern, und die waren z.B. gestern bei Litauen wirklich furchtbar. In verschiedenen Foren wurde diese Probe allerdings hochgelobt, und da fragen wir uns natürlich, ob wir etwas an den Ohren haben... Auf der anderen Seite können wir z.B. durchaus sagen, dass Cesár aus Österreich gerade super gesungen hat. Mir gefiel auch der Auftritt ganz gut, fand ihn allerdings nicht sooo besonders. Zu Mazedonien wurde ja auch schon geschrieben, ich könnte vielleicht noch ergänzen, dass sie einen grauen Schlüpper trug,  der guckte hinten aus dem ultrakurzen Rock hervor...

Dagegen hatte Franka aus Kroatien wirklich Klasse, auch garderobemäßig, nur leider gibt das Lied halt nicht so viel her. Gerade probt Yianna aus Griechenland. Da das "Dream-Team" mit dem Choreografen Fokas Evangelinos ja dieses Jahr mal wieder für Aserbaidschan arbeitet (das war gestern übrigens großartig), verzichten die Griechen auf eine bombastische Inszenierung. Yianna steht in einem weißen Walle-Kleid allein auf der Bühne, geht zwischendruch mal in die Knie, es gibt ein paar Lichteffekte, und das war's. Nicht schlecht, aber ob das reicht?

Der Tscheche Mikolas Josef musste gestern ja nach seinem verunglückten Salto im 1. Durchlauf ins Krankenhaus gebracht und anschließend in eine andere Kloinik verlegt werden. Wie man liest, hat er zumindest wohl einen Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich. Hört sich nicht gut an...

Michael

 

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Montag, 30 April 2018 12:14

Die deutsche Jury 2018

Die deutschen Jurymitglieder wurden am 30. April 2018 bekanntgegeben:

 

Es sind Max Giesinger, Mary Roos, Mike Singer, Lotte (Songschreiberin aus Ravensburg) und Sascha Stadler (Manager von Revolverheld).

 

jury406 v-ardgalerieFoto: ARD

 

Sie werden die deutsche Wertung zu 50% mitbestimmen. 

 

Die EBU hat im Übrigen das Juryvoting verändert insofern, dass nun nicht mehr aus den jeweils 5 Jurywertungen eines Landes ein "Mittelwert" gebildet wird, sondern dass bessere Wertungen einzelner Juroren mehr gewichtet werden als eine einzelne schlechte Wertung (exponentieller statt linearer Ansatz).

 

Hier die Pressemittielung des NDR:

 

Max Giesinger (29) aus Waldbronn platzierte sich mit gleich mehreren Songs seines zweiten Albums „Der Junge, der rennt“ in den Top Ten der deutschen Charts. Zusammen mit Michael Schulte, der im ESC-Finale für Deutschland auf der Bühne stehen wird, nahm er 2012 eine Version des Songs „Somebody That I Used to Know“ von Gotye auf. Das Video hat auf Youtube inzwischen mehr als viereinhalb Millionen Klicks.

 „Ich finde, der ESC ist jedes Jahr immer wieder ein Riesen-Highlight. Es macht einfach Spaß, zuzugucken und die teils absurden, teils musikalisch hochwertigen Beiträge zusammen mit seinen Freunden zu bewerten. Da mein bester Kumpel Michael Schulte dieses Jahr Deutschland vertritt, fieber‘ ich da natürlich gleich doppelt mit. Ich bin Teil der Jury und Michael, mit dem ich mehrere Jahre in einer WG auf St. Pauli gelebt hab, tritt für Deutschland an. Was für ein krasser Zufall. Ich finde, wir haben da seit langer Zeit mal wieder einen wirklich guten Song am Start, mit dem wir ganz weit kommen könnten!“

 

Lotte (22), Musikerin und Songschreiberin aus Ravensburg, veröffentlichte im September vergangenen Jahres ihr Debütalbum „Querfeldein“ und feierte ihren ersten Charterfolg. Ihre Singles „Auf beiden Beinen“ und „Pauken“ waren im Radio zu hören, und im April spielte sie eine nahezu ausverkaufte Deutschlandtour in den großen Clubs des Landes.

„Ich freu‘ mich sehr, dieses Jahr als Jury-Mitglied beim ESC dabei sein zu dürfen! Und das nicht nur, weil ich den ESC schon als Kind geschaut habe und seine Idee, Menschen durch Musik zu vereinen, feiere. Ich finde auch, dass wir mit Michael Schulte diesmal einen Kandidaten haben, der mit einer saustarken, tiefgründigen Nummer antritt. Da drück ich alle Daumen!"

 

Mary Roos (69) hat Deutschland bereits zweimal beim ESC vertreten: 1972 mit dem Titel „Nur die Liebe lässt uns leben“ (Platz 3) und 1984 mit „Aufrecht geh'n“ (Platz 13). Auch in der deutschen ESC-Jury war sie schon einmal – 2010. Und 2013 gehörte sie zur Jury des deutschen Vorentscheids „Unser Song für Malmö“. Mary Roos ist die Präsidentin der nationalen ESC-Jury 2018.

„Als Künstlerin, die 1972 und 1984 selbst beim Grand Prix antreten durfte, weiß ich, wie aufgeregt man vor diesem wichtigen Auftritt ist. Inzwischen heißt der Wettbewerb Eurovision Song Contest und ist in vielem technischer geworden. Umso wichtiger ist es, ganz bei sich zu bleiben und sich nicht von der beeindruckenden Zahl von 200 Millionen Zuschauern weltweit und dem ganzen Rummel darum verunsichern zu lassen. Gerade weil viele der jungen Künstlerinnen und Künstler noch nicht viel Bühnenerfahrung mitbringen, habe ich viel Respekt vor dem Mut und freue mich, dass ich nach 2010 wieder in der Jury sitzen werde. 2010 hat Lena gewonnen. 2018 drücke ich Michael Schulte die Daumen, dass er seinen Auftritt und die gesamte Zeit beim ESC genießen kann.“

 

Mike Singer (18) hat im Januar sein zweites Studioalbum veröffentlicht, „Deja Vu“. Wie das 2017 erschienene Vorgängeralbum „Karma“ stieg es auf Platz 1 der deutschen Charts ein, das Video des Titelsongs wurde bei Youtube inzwischen mehr als 21 Millionen Mal abgerufen. Mike Singer stand beim deutschen ESC-Vorentscheid „Unser Lied für Lissabon“ als Gast-Star auf der Bühne.

„Die Teilnahme in der deutschen ESC-Jury ist für mich eine große Ehre! Ich verfolge den Contest schon seit Jahren und finde es mega, wie unterschiedlich die Musik aus den einzelnen Ländern ist. Es ist toll zu sehen, dass allen eine Bühne dafür geboten wird. Ich freue mich sehr, dieses Jahr hautnah dabei sein zu dürfen.“

 

Sascha Stadler (45) ist Künstlermanager und Geschäftsführer der PR- und Artist-Management Agentur „Voll:kontakt“. In dieser Eigenschaft verantwortet er auch seit Anfang an die Karriere der Hamburger Band „Revolverheld“. Bevor er auf die Businessseite der Szene wechselte, absolvierte er als Gitarrist den „Popkurs“ an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und hatte Ende der 90er-Jahre mit seiner damaligen Band selbst einen Major-Plattenvertrag.

„Der Eurovision Song Contest war als Kind für mich immer das musikalische TV-Highlight des Jahres. Der Sieg von Nicole mit ihrer weißen Akustikgitarre wird sicher immer in unserem kollektiven Gedächtnis bleiben. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen die europäische Idee von vielen in Frage gestellt wird, ist ein Event wie der Eurovision Song Contest wichtig. Er bringt die Menschen über die universelle Sprache der Musik zusammen und eint, statt zu spalten. Ich freue mich sehr, als Jurymitglied ein Teil davon sein zu dürfen.“

 

 

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Sonntag, 29 April 2018 18:37

Düster und irgendwie depri...

Bulgarien wird ja mal wieder hoch gehandelt. Dieses Mal kann ich es persönlich nicht so ganz nachvollziehen. Das Lied gibt mir nichts und die Performance ist total düster. Sie stehen alle in Schwarz auf einem Podest, es gibt Split-Screens zweier Sänger, reichlich Weißlicht-Effekte im Hintergrund, zwischendurch spielen sie "Bäumchen wechsel dich" auf dem Podest, die Windmaschine weht durch das platinblonde Haupthaar der Sängerin, gesanglich ist das top, aber es berührt mich nicht. 

Michael

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Sonntag, 29 April 2018 18:09

Gibt es das Kleid auch ohne Lied?

Auch oder vielleicht gerade als Opernfan kann ich mit dem estnisch-italienischen Lied nichts anfangen. Aber dieser Kleid-Effekt kommt schon sehr gut. Wobei ich den Eindruck habe, dass man gerade die Effekte, die ich in der VE so beeindruckend fand jetzt ausgetauscht hat gegen mir zu knallbunte-poppige Projektionen. Und ich muss sagen, ich zittere jedesmal, wenn die Töne gegen Ende höher und höher werden, aber sie schafft sie jedesmal...

Michael

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Sonntag, 29 April 2018 17:53

Umfrage zum ESC-Fan-Tourismus

Wir wurden von einer portugiesischen Wissenschaftlerin eines Londoner Institus gebeten, die folgende Fan-Umfrage zu veröffentlichen: 

 

https://goo.gl/forms/F3z9Hsl1idJulbgJ3 

https://www.facebook.com/ESC.cities/ 

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Sonntag, 29 April 2018 17:06

Favoriten-Sturz?

Tja, ich weiß es nicht. Der israelische Auftritt ließ mich völlig kalt. Abgesehen davon, dass vermutlich der gemeine ARD-Zuschauer bereits bei den ersten Gackerlauten abschalten wird, finde ich den ganzen Auftritt ohne jeglichen Pep. Gut, die Netta kann halt nicht selbst tanzen, das überlässt sie den 3 Tänzerinnen, die ich eher anstrengend finde. Sie selbst schreitet nur über die Bühne. Überhaupt kein Vergleich mit dem Video. Da hatte damals der Golden Boy wesentlich mehr Schwung und auch da hat es zum Sieg nicht gereicht. 

Michael

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