Eurovision Song Contest
Der größte Musikwettbewerb der Welt.

Allgemeine Informationen


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Bereits kurz nach dem Sieg der Niederlande beim ESC 2019 äußerten mehrere niederländische Städte und Provinzen ihr Interesse, den ESC 2020 auszurichten, bis zum 10. Juli hatten folgende 5 Städte eine offizielle Bewerbung abgegeben:

 

Rotterdam hat das AHOY, in dem bereits niederländische Vorentscheidungen und der JESC 2007 stattfanden. Den Haag bewirbt sich im Falle des Zuschlags für Rotterdam um eine Kooperation, will allerdings keine eigene Bewerbung abgeben. Rotterdam will 15 Mio EUR zur Finanzierung aufbringen, 1 Mio. steuert die Provinz bei. 

Arnhem hat mit dem Gelredome das größte überdachte Fußballstadion des Landes. Für dem ESC würde für den Fußballverein Vitesse ein Ersatzstadion gebaut (wie in Düsseldorf 2011 für Fortuna).

Maastricht hat das MECC Kongresszentrum zu bieten. Als "Europastadt" im Dreiländereck werden Maastricht aktuell in der niederländischen Presse die größten Chancen zuerkannt. Auch hier wollen Stadt und die Provinz Limburg zur Finanzierung beitragen.

Utrecht bot mit der Jaarbeurs die größte Kongresshalle der Niederlande. Allerdings hat die Halle keine ausreichende Höhe, so dass ein Zeltbau für 10.000 Zuschauer auf dem Parkplatz zur Diskussion stand. Außerdem wollte die Stadt nichts zur Finanzierung beitragen. 

s'Hertogenbosch (Den Bosch) bot die Brabanthalle. Zur Finanzierung wollten sowohl die Stadt als auch die Provinz Brabant jeweils 3 Mio. EUR zusteuern.

 

Zwischenzeitlich waren laut Angaben der NOS nur noch 3 Städte in der engeren Wahl, Den Bosch sei wegen mangelnder Hotelkapazitäten ausgeschieden und Utrechts Bewerbung sei nur der Form halber abgegeben worden. (Aus Utrecht war nicht einmal eine Delegation nach Hilversum zur persönlichen Überreichung des "Bid book"  entsandt worden.)

Am 16. Juli 2019 wurde mitgeteilt, es seien noch zwei Städte sind noch im Rennen: Rotterdam und Maastricht. WIe der gastgebende Sender NPO mitteilte, hätten diese beiden Städte die stärksten Bewerbungen abgegeben. Sie böten die besten Möglicheiten, sowohl die TV-Shows als auch das Rahmenprogramm zu organisieren wie z.B. das Eurovision Village, den EuroClub und die Eröffnungszeremonie. Außerdem hätten sie ausreichend Hotelkapazitäten und seien bereit, sich auch finanziell zu engagieren. DIe EBU wird nun in den kommenden Wochen beide Städte besuchen. Die Entscheidung soll Mitte August bekanntgegeben werden.

Aus Maastricht wird berichtet, dass 3000 Hotelzimmer geblockt und die Zimmerpreise eingefroren wurden. Die Bewerbung steht unter dem Motte "Come closer", Rotterdam wählte das Motto: "Rotterdam for Real".

 

Aus Amsterdam (Johan Cruyff Arena, RAI Congres Centrum (ESC 1970) und Ziggo Dome) kamen frühzeitig Meldungen, dass man nicht unbedingt um die Austragung "kämpfen" werde, da Amsterdam 2020 andere Großereignisse und sowieso genug Touristen in der Stadt habe. Mittlerweile hat Amsterdam auf eine Bewerbung ganz verzichtet, da die Hallen entweder nicht zur Verfügung stünden oder nicht geeignet seien. Breda hatte Interesse gezeigt, aber inzwischen verzichtet. Auch Leeuwarden hat die Bewerbung inzwischen zurückgezogen, da das Dach der WTC Expo zu niedrig sei. 

 

Die Durchführung des ESC soll im Rahmen einer Kooperation in den Händen der TV-Sender  AVROTROS und NOS liegen, die Finanzierung durch die Dachorganisation NPO gesichert werden. Premierminster Mark Rutte hat bereits eine staatliche finanzielle Unterstützung zurückgewiesen. Bis zum 10. Juli konnten die Bewerberstädte ihr sog. "Bid  Book" einreichen, eine Bewerbungsmappe mit allen Unterlagen, die von der NPO und der EBU gefordert werden. Die Entscheidung soll im August fallen. Als Termin scheint aufgrund von nationalen Feiertagen und internationalen TV-Terminen der 16. Mai 2019 (Semifinale am 12.05. und 14.05.) am wahrscheinlichsten. 

 

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Das Produktions-Team des ESC 2020 wurde jetzt vorgestellt.

 

heroFoto: NPO/Michel Schnater

 

Sietse Bakker wird der "Executive Producer Event", Inge van de Weerd  (2.v.r.) "Executive Producer TV". Als "Deputy Executive Producer" kommen dazu Emilie Sickinghe und Jessica Stam.

Sietse Bakker war lange Jahre Online Manager und Communication Manager beim ESC und 6 Jahre lang der Event Supervisor. Inge van de Weerd war 2007-2009 Head of Delegation beim ESC für die Niederlande und war Produzentin zahlreicher NOS-Produktionen wie z.B. der königlichen Hochzeit, Parlamentswahlen und nationaler Gedenktag-Programme.

Emilie Sickinghe ist Produzentin verschiedener Musikprogramme und seit 2010 Head of Delegation. Jessica Stam war jahrelang als freie Mitarbeiterin für verschiedene NOS-Events tätig.