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Der Eurovision Song Contest 2021


ESC Logo 2010 

65. Eurovision Song Contest - 22. Mai 2021
Rotterdam

Halle AHOY
Motto Open Up
Moderation Chantal Janzen, Edsilia Rombley, Jan Smit, NikkieTutorials
Pausen-Acts Afrojack, Glennis Grace & Wulf  
Wertung Jury-/Televoting 50/50%
Teilnehmer 39 Länder (Finale 26 / Semifinale 1 - 16 /
Semifinale 2 - 17)

 

Siegerland: Italien


norway

Interpret*en 

Måneskin

 

Titel:

"Zitti e buoni"

Musik & Text:

Måneskin

 

 

Duncan© Andres Putting, EBU

 

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

  

Finale - 22. Mai 2021
PlatzLandInterpret*inTitelJuryTelevotingGesamtStartnr.
1. Italien Måneskin  Zitti e buoni  206 318  524 24
2. Frankreich Barbara Pravi  Voilà 248 251  499 20
 3.   Schweiz  Gjon's Tears  Tout l'Univers  267 165  432 11
4. Island  Daði Freyr og Gagnamagnið  10 Years  198 180  378 12
5. Ukraine Go_A Shum
97 267  364 19
6. Finnland Blind Channel  Dark Side  83 218  301 16
7.   Malta  Destiny  Je Me Casse  208 47  255 6
8. Litauen The Roop Discoteque  55 165  220 18
9. Russland Manizha Russian Woman  104 100  204 5
 10. Griechenland  Stefania  Last Dance  91 79  170 10
11. Bulgarien VICTORIA Growing Up Is
Getting Old 
 
140 30  170 17
12.   Portugal  The Black Mamba  Love Is On My Side  126 27  153 7
13. Moldau Natalia Gordienko
SUGAR
 53 62  115 14
14. Schweden Tusse Voices  46 63  109 25
15. Serbien  Hurricane  Loco Loco  20 82  102 8
 16. Zypern Elena Tsagrinou  El Diablo 50 44  94 1
17. Israel Eden Alene  Set Me Free  73 20  93 3
18. Norwegen TIX Fallen Angel 15 60  75 22
19. Belgien Hooverphonic The Wrong Place  71 3  74 4
20. Aserbaidschan Efendi
Mata Hari  32 33  65 21
21. Albanien Anxhela Peristeri Karma 22 35  57 2
22. San Marino Senhit Adrenalina  37 13  50 26
23.   Niederlande Jeangu Macrooy Birth Of A New Age  11 0  11 23
24.   Spanien  Blas Cantó  Voy a quedarme  6 0  6 13
25. Deutschland Jendrik
I Don't Feel Hate
3 0  3 15
26.   Vereinigtes Königreich  James Newman  Embers  0 0  0 9

 

   

Semifinale 1 - 18. Mai 2021
Platz
 LandInterpret*inTitelJuryTelevotingGesamtStartnr.
1. SE Malta  Destiny Je Me Casse   174  151  325  16
2. SE Ukraine  Go_A Shum  103  164  267  15
3. RU Russland  Manizha  Russian Woman  117  108  225  3
 4. Litauen  The Roop Discoteque   66  137  203  1
5. SE Israel  Eden Alene Set Me Free   99  93  192  12
6. SE Zypern  Elena Tsagrinou   El Diablo  92  78  170  8
 7. SE Schweden  Tusse Voices   91  51  142  4
8. SE Aserbaidschan  Efendi  Mata Hari   47  91  138  14
9. SE Belgien  Hooverphonic The Wrong Place    70  47  117  11
10. SE Norwegen   TIX Fallen Angel  38  77  115  9
11. SE Kroatien  Albina Tick-Tock  57  53  110  10
12. SE Rumänien  Roxen Amnesia    58  27  85  13
 13. SE Slowenien  Ana Soklič  Amen   36  8  44  2
 14. SE Australien  Montaigne Technicolour   26  2  28  5
15. MK Nordmazedonien  Vasil Here I Stand  12  11  23  6
 16. SE Irland  Lesley Roy Maps  16  4  20  7
Semifinale  2 - 20. Mai 2021
1. SE Schweiz  Gjon's Tears Tout l'Univers   156  135  291  16
 2. SE Island  Daði Freyr og Gagnamagnið  10 Years  140  148  288  8
3. SE Bulgarien  VICTORIA Growing Up Is Getting Old   149  101  250  13
4. SE Portugal  The Black Mamba  Love Is On My Side   128  111  239  12
5. SE Finnland  Blind Channel Dark Side   84  150  234  14
6. SE Griechenland  Stefania Last Dance  104  80  184  4
7. SE Moldau  Natalia Gordienko SUGAR  56  123  179  7
 8. SE Serbien  Hurricane Loco Loco  56  68  124  9
 9. SE San Marino  Senhit  Adrenalina   76  42  118  1
10. SE Albanien  Anxhela Peristeri  Karma  74  38  112  11
11. SE Dänemark  Fyr & Flamme Øve os på hinanden   9  80  89  17
12. SE Österreich  Vincent Bueno Amen  53  13  66  5
13. SE Estland Uku Suviste  The Lucky One    29  29  58  2
 14. SE Polen  RAFAŁ The Ride   18  17  35  6
 15. SE Tschechische Republik  Benny Cristo omaga    23  0  23  3
16. SE Georgien  Tornike Kipiani   You   1  15  16  10
17. SE Lettland  Samanta Tīna  The Moon Is Rising   4  10  14  15

 

 


  

 ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Nach der Absage des ESC 2020 in Rotterdam wegen der Corona-Pandemie wurden laut Executive Supervisor Jon Ola Sand Gespräche mit den niederländischen TV-Sendern NPO, NOS, AVROTROS und der Stadt Rotterdam geführt, inwieweit man den ESC 2021 in Rotterdam veranstalten könne. Der Rotterdamer Stadtrat entschied am 23. April 2020, dass Rotterdam den ESC 2021 ausrichten werde. Nach der Erstattung eines Teiles der Kosten (1,4 Mio. EUR), die bis dahin in Rotterdam für die Veranstaltung 2020 bereits aufgelaufen waren, seitens der Versicherung blieb ein Defizit von 6,7 Millionen EUR, das der Stadtrat zusätzlich bewilligte. Andererseits seien mit einer Entscheidung für 2021 die bereits angefallenen Kosten nicht verloren, so der Beigeordnete des Bürgermeisters.  

 

Im Rahmen der Sendung "Europe Shine A Light" am 16. Mai 2020 gab die EBU bekannt, dass der ESC 2021 in Rotterdam stattfinden werde. Die Daten wurden am 15. Juni 2020 genannt: 18., 20. und 22. Mai. Veranstaltungsort war die AHOY-Arena, die für 2020 von Florian Wieder entworfene Bühne wurde übernommen ebenso das Motto "Open Up". Die Grafik wurde etwas verändert und angepasst.

 

Ahoy n© AHOY

 

 

Auch das Moderationsteam wurde beibehalten: Chantal Janzen, Edsilia Rombley Jan Smit und NikkieTutorials (Nikkie de Jager). 

 

moderatoren Koers von CremerNPONOSAVROTROS© Koers von Cremer NPO NOS AVROTROS

 

 

Man hatte zunächst vier verschiedene Szenarien entwickelt je nach dem Stand der Corona-Pandemie, entschied sich dann letztlich am 3. Februar 2021 für das Szenario B mit diversen Einschränkungen. Dazu wurde am 2. März 2021 ein detailliertes Sicherheitskonzept veröffentlicht. Das Pressezentrum vor Ort war nur auf auf maximal 500 Personen angelegt. Zusätzlich gab es erstmals ein Online-Pressezentrum für 1000 Akkreditierte. 

 

Anstelle der  üblichen Fan-Stehplätze um die Bühne herum wurde in diesem Bereich der Green Room eingerichtet. Die einzelnen "Länderboxen" hatten reichlich Abstand zueinander. Ein persönlicher Kontakt der Delegationsmitglieder von Box zu Box war untersagt.

 

Am 29. April 2021 gab die EBU bekannt, dass insgesamt 3.500 Zuschauer für jede der sechs Shows zugelassen werden sollten. Tickets konnten allerdings nur von Leuten gekauft werden, die bereits 2020 Tickets erhalten hatten. Von allen Zuschauern wurde erwartet, dass sie die strengen Gesundheits- und Sicherheitsprotokolle einhielten, die die niederländische Regierung im Rahmen eines sog. "Fieldlab"-Veranstaltungsprogramms festgelegt hatte.

  

Die Reference Group hatte beschlossen, dass - den Regeln des ESC entsprechend - die Lieder des Jahrgangs 2020 nicht erneut im Jahr 2021 eingereicht werden durften. Allerdings stand es jedem teilnehmenden nationalen TV-Sender frei, ob der/die für 2020 ausgewählten  Vertreter*in erneut nominiert wurde oder nicht. Einige Länder kündigten bereits unmittelbar nach der Absage an, dass sie ihren für 2020 nominierten Künstler*in 2021 zum ESC schicken wollten, andere taten dieses im Laufe der nächsten Monate. Insgesamt schickten über die Hälfte der teilnehmenden Länder den/die für 2020 ausgewählten Künstler*in erneut. 

 

Bei zunächst gleicher Anzahl der Teilnehmerländer wie 2020 gab es keine erneute Semifinalauslosung. Daran änderte auch nichts die Absage Armeniens quasi  "in letzter Minute" am 5. März 2021 und die Disqualifikation von Belarus am 26. März 2021. So nahmen nun insgesamt 39 Länder am ESC 2021 teil. 

 

Entsprechend dem Thema "Open Up" suchte das Team des Eurovision Song Contest 2021 einzigartige Orte in den Niederlanden, an denen die Postcards - die kurzen Einführungsfilme zwischen den Songs, in denen die Teilnehmer*innen vorgestellt werden - aufgenommen wurden. Da es ungewiss war, ob die Teilnehmenden in die Niederlande reisen konnten, um die Postkarte persönlich aufzunehmen, wurden die Künstler*innen der Öffentlichkeit anhand von Bildern präsentiert, die in ihrem eigenen Land aufgenommen wurden. "Wir zeigen diese Bilder im Rahmen eines sogenannten "Tiny House". Wir haben dieses Haus an verschiedenen Orten in den Niederlanden aufgestellt, die zum Künstler*in passen, damit wir sie gut kennenlernen", sagte der Head of Show Gerben Bakker.

 

Logo 2021© Clever ° Franke

Das neue Logo für den ESC 2021 wurde angelehnt an das Logo für den ausgefallenen ESC 2020 und inspiriert von der Weltkarte. Rotterdam als Gastgeberstadt liegt im Zentrum einer imaginären Weltkarte. Die Hauptstädte der Teilnehmerländer sind mit Rotterdam verbunden, die Anordnung der einzelnen Länderfarben wurde nach Himmelsrichtung und Entfernung von Rotterdam gewählt.

Wie 2020 wurde das Logo und Konzept von der Agentur Clever ° Franke entwickelt, die das Logo mit einer eigens entwickelten Software erstellte. Das Design der Ausgabe 2020 wurde mit einem European Design Award und einem Red Dot Design Award ausgezeichnet. Mitbegründer Gert Franke sagte, sie hätten "den Stil vom letzten Jahr bis 2021 erweitert" und die "einfachen, intelligenten, minimalistischen und experimentellen" Elemente beibehalten, dann aber einen "festlichen Touch" hinzugefügt, um die Rückkehr des Eurovision Song Contest zu feiern.

 

 

Logo 2021 beschreibung© Clever ° Franke

Das erneuerte Logo symbolisiert die verbindende Kraft des ESC  "und zeigt, dass wir für alles offen sind, was die Teilnehmer zu bieten haben", sagte Sietse Bakker. "Die Einführung eines erneuerten Logos signalisiert auch, dass es Zeit ist, das Jahr 2020 hinter uns zu lassen und mit einer positiven Einschätzung auf das Jahr 2021 zu blicken. 

 

 

 

 


Logos keywords

In Erweiterung des neuen Logos gab  es auch ein neues Branding. Die für das Design verwendete Farbpalette basiert auf den Flaggen aller teilnehmenden Länder. Sie sind eigentlich so wie das Design von 2020, aber verstärkt durch die Sekundärfarben  hellgrün, rosa und lila. 

 

Abstrakte Muster mit scharfen, grafischen Formen symbolisieren sechs Schlüsselwörter, die die Niederlande feiern: Landschaften, Wasser, Brücken, Felder, Kreativität und Belastbarkeit.  Diese Muster werden im Hintergrund und auf der "Spur" verwendet.

 

 

 

 

 

 

 

 

Logo track

Diese "Spur" erweitert die flaggenfarbenen Balken des Logos, um eine sich für immer wiederholende Spur zu schaffen, um das Thema zu symbolisieren: Es öffnet sich weiter. Es basiert auf dem Symbol und der Perspektive des Bühnenbilds, das Florian Wieder 2020 geschaffen hat. Die Form konnte in vielerlei Hinsicht angepasst werden, solange die Rautenform beibehalten wurde.

 

 

 

 

 

GabrielDJ Pieter Gabriel (16) begleitete in Zusammenarbeit mit dem musikalischen Leiter Eric van Tijn die traditionelle Flaggenparade im Finale musikalisch. Dazu erhielt  der bekannte niederländische Hit aus dem Jahr 1969, "Venus" von der Band "Shocking Blue" einen modernen Sound. DJ Pieter Gabriel wurde bekannt durch seine Performance  beim Amsterdam Dance Event 2016. Sein erster offizieller Track "Forever" (feat. FOURCE - JESC 2017) erschien 2018.

  

Unter dem Motto 'Rock the Roof' gab es im Finale eine spektakuläre Intervall-Performance mit sechs legendären Eurovisionsgewinner*innen:
Lenny Kuhr (De Troubadour, 1969), Teach-In mit Getty Kaspers (Ding-a-dong, 1975) ), Sandra Kim (J'aime la vie, 1986), Helena Paparizou (My Number One, 2005), Lordi (Hard Rock Hallelujah, 2006) und Måns Zelmerlöw (Heroes, 2015) performten ihre Siegerlieder an drei einzigartigen Locations: Die Dächer des Partyortes Maassilo, des Hotels New York und des Boijmans Van Beuningen Depot-Museums wuden in himmelhohe Bühnen verwandelt.

 

Im Finale trat außerdem einer der beliebtesten DJs der Welt, Afrojack, auf, zusammen mit Glennis Grace, Wulf und einem klassischen Orchester, das aus jungen Talenten bestand. Während des Acts "Music Binds Us", der aus zwei Teilen bestand, wurden klassische Musik und Tanzmusik (vielleicht das bekannteste Exportprodukt der Niederlande) miteinander verbunden. Im ersten Teil wurde die Musik in einem Film des niederländischen Regisseurs Tim Oliehoek gezeigt. Afrojack und das Orchester wurden von Sänger Wulf begleitet. Im Film spielten die Innenstadt von Rotterdam und das berühmteste Wahrzeichen, die Erasmus-Brücke, eine große Rolle. Im Ahoy performten dann Afrojack und Glennis Grace live auf der Bühne.

 

Aufgrund der Pandemie-Restriktionen gab es keinen EuroClub oder anderweitige Veranstaltungen vor Ort.  Vom 15. bis 23. Mai 2021 öffneten sich die Türen des Online Eurovision Village für Besucher aus aller Welt. Fans konnten so wenigstens virtuell in die Welt des Eurovision Song Contests eintauchen und Live-Konzerte von Künstlern wie Johnny Logan und DJ Afrojack genießen. 

 

 

VIllageslider© NPO, NOS und AVROTROS

 

 

Am Sonntag, dem 16. Mai 2021, gab es im Rotterdamer Hafen den traditionellen "Roten Teppich", der in diesem Jahr türkisfarben war. Aufgrund positiver Corona-Tests konnten die Delegationen aus Island, Malta, Polen und Rumänien nicht an der Zeremonie teilnehmen. Ebenso musste auf die australische Teilnehmerin sowohl hier als auch bei den Live-Performances verzichtet werden, da sie gar nicht erst anreisen durfte. Ihr Auftritt wurde im ersten Semifinale per Videoaufzeichnung eingeblendet. Dieses Schicksal ereilte auch die isländischen Teilnehmer, die weder im zweiten Semifinale noch im Finale live performen durften, da sie sich noch in Quarantäne befanden. Vorjahressieger Duncan Laurence wurde am Tag des zweiten Semifinales positiv getestet und musste somit ebenfalls auf die geplanten Live-Auftritt im Finale verzichten, es wurden in beiden Fällen Aufzeichnungen der Proben gezeigt.

 

 

Teppich 2© EBU/Andres Putting