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Malmö-Blog 2013


SAMSTAG, 4. MAI 2013

 

 

Hallo aus Malmö sagen Elvira, Erwin und ich,

 

 

Wir sind heute Morgen schon angekommen, konnten aber unsere Wohnung erst am Abend beziehen, daher haben wir bei herrlichem Sonnenwetter schonmal eine erste Tour durch die Stadt unternommen. Unsere Wohnung ist nicht weit weg vom Folketspark, 

 

 

wo ab Montag das Euro Fan Café seine Pforten öffnet. Hier wird noch emsig vorbereitet, so hatte es den Anschein, bis auf einen Hinweis im Eingangsbereich war noch nicht viel zu erkennen. 

 

 

 

Am zukünftigen Euroclub, einem ehemaligen Schlachthof, war überhaupt noch nichts von ESC zu erkennen. Dort soll es ja auch am Montag mit der Übertragung der Proben und einem kleinen Pressezentrum losgehen, bevor das "richtige" Pressezentrum am Freitag öffnet. 

In der Stadt ist noch nicht allzuviel an City-Dressing zu erkennen. Es gibt Fahnen mit Gesichtern, die in den verschiedenen Landesfarben Schmetterlinge im Gesicht haben, eine Countdown-Uhr und Wegweiser zu den Teilnehmerländern.   

 

 

 

 

 

 

Mal sehen, ob das noch mehr wird. Morgen haben wir noch  einen Tag zum Ausruhen und weiterem Sightseeing, bevor es dann am Montag (auch hier) richtig losgeht!

Michael

 


 

SONNTAG, 5. MAI 2013

Hej fran Malmö!

Der zweite Tag erwartete uns mit strahlendem Sonnenschein. Nach einem ausgiebigen und späten Frühstück streiften wir durch die Stadt und nahmen uns die Ecke um das neue Wahrzeichen, den "Turning Torso" vor. In diesem modernen Wohnkomplex nahe am Meer sind Luxusappartements untergebracht mit einem Mietpreis von 2.000 Kronen/m². 

 

 

Dies erfuhren wir bei einer Stadtrundfahrt per Boot. Die Tour war sehr entspannend und informativ. So erfuhren wir, dass es an vielen Stellen in Malmö einen dunkelgrünen Farbton gibt, der offiziell "Malmö-Grün" heißt und z.B. auf Brücken und Parkbänken zu finden ist. In Malmö leben rund 300.000 Menschen, die aus unfassbaren 174 verschiedenen Nationen kommen. Fast so viel wie bei Olympia... Also wirklich sehr viel Multi-Kulti auf kleinem Raum.

Inzwischen sind auch einige andere ECGler vor Ort. Herzliche Grüße an Arie, Michael und Thorsten. Und auch das nicht zu übersehende Akkreditierungsbüro hat heute seine Tore geöffnet.

 

 


In der Stadt sahen wir zu unserer Verwunderung Plakate von einem Konzert von Rambo Amadeus, der vor 2 Tagen hier aufgetreten ist und offenbar sehr populär geworden oder geblieben ist.
Ansonsten hatte ich mir insgesamt deutlich mehr "ESC-Flair" in der Stadt vorgestellt, wo die Schweden doch so ESC-verrückt sind. Aber vielleicht tauchen ja morgen, wenn die Proben starten, noch weitere Banner, Fahnen usw. auf.

 

 

Heute Abend gehen wir mit unseren Vermietern, einem schwulen Ehepaar, essen. Sie haben gestern was von einem karibischen Restaurant erzählt, was ja mal spannend wäre. Ich fände gutbürgerliche schwedische Küche mit Köttbullar oder Elchsteak aber auch ok. Mal gespannt.

Euch allen von uns Dreien viele Grüße in die Heimat und bis morgen.


LG
Erwin

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Guten Abend auch von mir, wir kommen zurück von einem wirklich schönen Abend mit unseren Vermietern beim Abendessen auf dem Möllevangstorget, einem Platz mit vielen Restaurants, wo wir sogar draußen sitzen konnten. Wir wurden nach unseren Vorlieben gefragt und haben uns dann doch gegen Karibisch und für typisch schwedisches Essen entschieden. Es nannte sich Plank, wurde auf Holzbrettern serviert, und zwar Fleisch nach Wahl mit überbackenem Kartoffelpüree, gebackenen Zwiebelringen, die wie Calamares aussahen und überbackenem Gemüse.

 

 

 

Das war köstlich, und wir hatten eine sehr interessante und amüsante Unterhaltung über Eurovision aus schwedischer Sicht und "Gott und die Welt". Vielen Dank an Glen und Anders für den netten Abend! Nun sind wir ganz gespannt auf den ersten Probentag morgen im "Slagthuset" bzw. Euroclub, Gerade läuft in SVT eine Preview-Show mit kritischen Kommentaren, zu Armenien fiel gerade als einziger Kommentat: "Nein!" (soweit wir Schwedisch verstehen).

Also bis morgen,

Michael

 


 

MONTAG, 6. MAI 2013

 

Guten Morgen aus dem Euroclub,

hier finden ja die ersten Tagen die Presseaktivitaeten statt, da die Proben nicht-oeffentlich sind und das eigentliche Pressezentrum noch geschlossen ist.
Nach einer Taschenkontrolle usw. sind wir jetzt drin und sitzen im Kino. Der Raum, in den die Proben übertragen werden, erinnert an ein altes Kino mit schraegen Stuhlreihen vor einer Leinwand. Der Raum ist schon ganz gut gefuellt und es ist ziemlich heiss hier drin. Na ja, dafür hat Österreich offenbar Eiszapfen auf der Buehne. Die nette Natalia Kelly probt als erste und wirkt sehr stimmsicher. Ansonsten ist der Auftritt dezent, was mir immer gut gefällt. Meine Nachbarn kommentieren es aber mit "langweilig". 5 Backings und Eiszapfen von der Decke, die auch mal oben haengen und dann wieder runter kommen.
Mal gespannt, was da noch kommt. Oder auch nicht.

Erwin

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Guten Morgen auch von mir. Erstaunlicherweise beginnen die Proben erst um 10.00 Uhr, so dass wir wieder etwas ausschlafen konnten. Von unserer Wohnung ging es mit dem Linienbus (Freifahrt mit Akkreditierung) zum Euroclub. Hier hat man immerhin seit Samstag an der Außenmauer ein paar Schmetterlinge angebracht.

 

 

Der Eingang mit der Sicherheitskontrolle befand sich noch im Aufbau, es wurde nichts durchleuchtet, nur Taschenkontrolle und abtasten mit Scanner.

 

 

 

Der Eingang zum Euroclub wirkt sehr plüschig, alles in Rot, aber dann öffnet sich eine große  luftige Halle mit Tischen und PC-Plätzen, einer Bar bzw wohl einem Bistro usw. Das fanden wir schonmal sehr schön.

 

 

 

 

 

Dann ging es die Treppe hinauf in den "Saal" wo die Proben übertragen werden. Ja, was soll man sagen, ein kleines Pantoffelkino, heute am ersten Morgen schon so gut wie voll, wie soll das bis Donnerstag werden? Auf der Land prangt ein großer Schriftzug: FILMING THE SCREEN IS PROHIBITED, quer über das Gesicht des jeweiligen Interpreten. Das ist schon eine ziemliche Enttäuschung. Mal sehen, wie später das "Meet & Greet" abläuft.

 

 

 

Die Bühne ist sehr unspektakulär, wie Erwin schon schrieb, bei Österreich senkten sich "Eiszapfen" von oben herab, die Estin singt jetzt auf dem Catwalk mit einem gardinenartigen langen Kleid, blauer Hintergrund mit gelben Scheinwerfern, es sind im Vgl. zu den LED-Jahren kaum Bühneneffekte, sehr minimalistisch das Ganze, scheint sich wirklich alles auf den Interpreten zu konzentrieren. Ob das nicht auf die Dauer langweilig wird? Mal abwarten. Um die Bühne herum hat man übrigens Pappkameraden aufgestellt, die wohl die Fans auf den Stehplätzen darstellen sollen. Ach, bei der Estin wird der Bildschirm erst zum Refrain farbig, vorher s/w, das hatten wir doch auch schon. Ach, es gibt doch ein paar LED im Hintergrund!

Michael

 

 

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Birgit aus Estland ist in eine Art Gardine mit Silberkante (oben) eingerollt. Von vorne geht das ja noch. Von der Seite sieht sie aus wie eine Tonne. Das wird wohl nicht das Auftrittsoutfit bleiben, wuerde der Israelin besser stehen. Vor der Buehne sind Pappfiguren aufgestellt, die offenbar die stehenden Fans symbolisieren sollen. Beim Song springt bei mir schon kein Funke über, und auch der Auftritt haut mich nicht vom Hocker. Die Bühne erstrahlt beim Lied in blauem und gelb-grünen Licht. Singen kann sie ja, aber das wird nicht reichen.

Erwin

 

 

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Hannah aus USA-Slowenien schreckt ab in einem schwarzgrauen Oberteil, das irgendwie an eine Ritterrüstung erinnert, dazu 3 Tänzer, die sich wirklich den Wolf um sie herum und hinter ihr her tanzen, wenn sie auf den Catwalk geht, na ja, die Slowenen hatten ja selten eine glückliche Hand bei der Auswahl des Outfits, wenn man sich nur noch an Rebeca erinnert, dieses Jahr also eine weitere Domina aus Slowenien mit hier auf dem Bildschirm schlechter Stimme, null Ausstrahlung, und wenn, dann eine negative!

Michael

 

 

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Nach den slowenischen Skatern nun also kroatischer Schlager. Die Herren tragen folkloristische Umhaenge, die man so in der Art auch bei uns im Karnevalsladen bekommt. Frag mich, wer im ersten Semi überhaupt ins Finale soll. Noch klappan sie auch gesanglich ziemlich schwach, das harmoniert noch nicht wirklich. Freu mich nach der Pause total auf Daenemark...

Erwin

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Ach du meine Güte, das ist ja wirklich "Mizerja", diese Misere aus Kroatien. Stimmlich schlecht, total statisch, nicht nett anzusehen, einschläfernd, was soll man noch sagen, die Chancen für Dänemark steigen ins Unermessliche, nach diesem Vorprogramm!

Michael

 

 

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Gerade fand das erste Meet and Greet mit Natalia Kelly statt. Sie wurde auf einer Bühne von einer Moderatorin kurz interviewt, dann die übliche Fotosession und dann gab es ein Speed-Interview-Dating!

 

 

An vier Stehtischen konnte man jeweils für 2 Minuten Interviews machen, wir hatten Glück, Erwin konnte ein paar Fragen stellen, aber das dürfte mit zunehmendem Andrang immer schwieriger werden.

 

 

Dann sind wir wieder hoch ins Kino, wo die Probe Dänemarks übertragen wird. Erwin meint, das ist es! Elvira hat das Lied bisher nur gehört und ist vom Auftritt enttäuscht, ich find es ganz nett anzuhören, aber irgendwie springt der Funke nicht über. Offensichtlich stehen wir mit unserer Meinung aber ziemlich allein da, denn es gibt hier reichlich Applaus! Der Auftritt unterscheidet sich nicht wesentlich von der VE, etwas befremdlich finde ich eine Stelle, wo sie um den Flötenspieler herumgeht, ihn ansingt, er aber überhaupt nicht auf sie reagiert und weiter mit total versteinerter Miene weiter so tut, als würde er flöten. Im letzten Durchlauf dann der aserbaidschanische Düsseldorf-Goldregen, das Kino flippt aus, !?!?

Michael

 

 

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Wie Michael schon schrieb, ich finde Dänemark auf der Bühne klasse, ähnlich wie in der VE.
Birgit aus Estland erzählte mir eben, dass ihre Vorfahren "Grünfeld" hießen und sie wohl deutsche Wurzeln hat. "Birgit" ist auch in Estland ein sehr populärer Vorname.
Jetzt probt Dänemark mit Pyro und alle jubeln. Auf nach Kopenhagen 2014!

Erwin

 

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Russland in einer 60er-Jahre-Deko mit großen Kugellampen um sie herum, sie in einem altrosa Ballkleid, zwar absolut stimmsicher, aber selbst auf mich wirkt es sehr old-fashioned. Komme mir vor wie in der deutschen VE 1969! Elvira meint, es passt alles zusammen, altbackenes Lied, altbackene Deko, ihr gefällt es.

Ach, und die Backgroundsänger halten die ganze Zeit jeden einen Ball in der Hand, und : Überraschung, sie werfen ihn tatsächlich ins Publikum, da sehe ich ja jetzt schon, wie sich die Meute auf den Stehplätzen auf diese Souvenirs stürzt! Das altrosa Kleid scheint nicht die einzige Option zu sein, es kann auch ein mausgraues werden!

Ich weiß nicht, ob ich das jetzt schon sagen kann, aber ich bin bisher zumindest von der Bühne ziemlich enttäuscht, da hätte ich doch mehr erwartet, was gab es für schöne Bühnen auch ohne massige LEDs. Diese hier hat so gar nichts Besonderes.

Michael

 

 

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Ach du Sch... Zlata aus der Ukraine lässt sich von einem Riesen wie der 007-Bösewicht mit dem Stahlgebiss auf die Bühne tragen, dann steht sie auf einem künstlichen Felsen und wedelt wild mit den Armen, macht sich die Haare ganz wuschig und bleibt da steif stehen. Gut dass mein Akku gerade leer ist, sonst würde ich noch was Böses schreiben, oder war das schon zu böse? Also erstmal bis später.

Michael

 

 

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Ach, ist das alles deprimierend ;-) Ich sitze jetzt hier im Foyer, weil da die einzige freie Steckdose zu finden war, bin zwischendurch mal schnell ins Kino hoch, weil einer meiner Favoriten, Niederlande, gerade probt. Ich bin enttäuscht. Anouk steht auf dem Satelliten, die Backings hinten auf der Bühne, man sieht sie nicht, im Hintergrund fliegen Vögel auf der kleinen LED-Wand, aber die Kamera ist überwiegend auf Anouk fokussiert, die meistens die Augen geschlossen hat. Selbst in dem Chor-Stück sieht man nur sie bzw. die Totale mit den Vögeln in weiter Ferne, das wirkt überhaupt nicht. Ich hoffe, da wird noch was verändert, sonst kann das ins Auge gehen. Das war für heute schon die letzte Probe, wir warten jetzt noch auf das Meet und Greet mit der Dänin, und wahrscheinlich verlassen wir dann dieses grandiose Pressezentrum für Arme für heute! Heute eröffnet ja auch das Euro Fan Café, es kann eigentlich nur besser werden, schlechter geht kaum!

Michael

 

 

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Ich habe zwischendurch nix von den Proben mitbekommen, weil ich einige O-Töne und Interviews für Pride1 gemaqct habe. Im "Meet & Greet" lauern einige "Journalisten" wie immer nur auf CDs. Find ich wie in jedem Jahr ziemlich peinlich, aber nun ja...

Die Hollaenderin hat entweder starke Zahnschmerzen und daher die Wange so geschwollen oder ihr ist ein Riesen-Vogel ins Gesicht gefallen. Mir gefaellt der Song ja ohnehin nicht, der Auftritt ist völlig nichtssagend . Aehnlich wie bei der Ukraine,.Die gute Zlata würde statt "Gravity" besser "Tragedy" singen, so oft kann man doch gar nicht aufs Klo gehen,, um das erste Semi einigermaßen zu ertragen. Da freut man sich ja fast auf Montenegro.

Sehr nett im "Meet & Greet" die Kroaten. Ist mir echt ein Raetsel, dass der Head of Press sich immer noch an mich erinnert (ich bin ja nicht Anke, die der ganze Balkan kennt!). Die Kombo hat eine tolle Acapella-Version gesungen, wow, das war toll. Vielleicht sollten sie so auftreten, und auch diese komischen Kostueme weglassen.

Ich überlege allen Ernstes, morgen nach Ystad zu fahren und auf Wallanders Spuren zu wandeln. Hab selten einen so belanglos-langweiligen Probentag erlebt. Aber vielleicht kommt ja noch ein Highlight...

Erwin

 

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Guten Abend aus Malmö,

wir sind soeben nach dem ersten Probentag in unserer Unterkunft angekommen und jetzt habe auch ich Gelegenheit, etwas von meinen Eindrücken heute zu schildern. Es war ein Tag, der sehr zäh dahin geflossen ist. Es wollte keine richtige ESC-Stimmung bei mir aufkommen. Im Kinosaal die Proben auf dem Bildschirm zu verfolgen, war nicht sehr aufregend. Wir saßen sehr eng bei etwas schlechter Luft und sehr wenig Licht. Ich habe alle bewundert, die unter diesen Bedingungen noch mit ihrem Laptop auf den Knien Eindrücke geschildert haben wie Michael und Erwin.

In Erinnerung geblieben sind mir besonders die Auftritte von Dänemark und Ukraine. Das dänische Lied ist eins meiner Lieblingslieder, aber ich war von der Darbietung sehr enttäuscht. Auch wenn wohl alles genau wie bei der dänischen VE war, so kam irgendwie nicht viel rüber. Emmelie wirkte auf mich etwas gelangweilt oder vielleicht war das auch nur angespannt und die Gesichtsausdrücke der flötenspielenden Männer sind schon sehr gewöhnungsbedürftig und es wurde sogar teilweise im Zuschauerraum gelacht. Danach folgte dann Russland. Ein ebenfalls für mich wunderschönes Lied, das aber auch ehr langweilig präsentiert wurde. Und dann kam für mich eine positive Überraschung: Ukraine. Da hatte ich nicht viel erwartet und fühlte mich aber gut unterhalten. Nicht nur vom Anfang, wo ein übergroßer kräftiger Mann Zlata auf das Podest hob. Jetzt muss ich leider für heute schon wieder aufhören, da Michael und Erwin fast am verhungern sind und wir zum Eurocafe wollen, um zu sehen, was dort so los ist und natürlich um etwas zu essen.

Elvira

 


 

DIENSTAG, 7. MAI 2013

 

Guten Morgen aus der ECG-Zentrale in der Klaragatan,

wie Elvira gestern Abend richtig schrieb, war der gestrige ESC-Tag... nun ja, besch...eiden. Und damit ist er noch gelobt! Ich kann mich an keinen Tag in früheren Jahren erinnern, an dem ich mich derart gelangweilt habe wie gestern. Es gab wirklich so gut wie kein Highlight. Die ganzen neuen Sachen, die man geaendert hat, kann man aus meiner Sicht in die Tonne kloppen. Wenn das mein erster ESC vor Ort wäre, würde ich mir wohl ein anderes Hobby suchen und Briefmarken sammeln. Oder so.

Passend dazu war auch unser Abend-Besuch im Eurocafé eine "Misere". Kaum Leute, kaum Deko, Kellner, die kaum was zu tun hatten, uns aber nicht beachteten, dazu dudelte escradio.com im Hintergrund. Nachdem wir 10 Minuten da gehockt haben, hatten wir die Schnauze voll und sind gegangen. Gegessen haben wir dann superlecker in dem schon mal erwähnten karibischen Restaurant, was uns unsere netten Vermieter Anders und Glen ja empfohlen hatten. Und dann haben wir unsere DVD "Die Brücke" weitergeguckt. Definitiv waren das Essen und der Film das Beste am gestrigen Tag !!!

Heute werden Elvira und ich uns erst später wieder melden, da wir mit der Bahn kostenlos nach Ystad fahren und auf Wallanders Spuren wandeln wollen. Es kann nur besser werden!!! Und rechnet es Michael hoch an (er hat offenbar eine masochistische Ader!), dass er sich nochmal so quält und sich das heute antut!

Erwin

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Guten Morgen auch von eurem masochistischen Präsidenten, der sich bei strahlendem Sonnenschein und schon jetzt über 20 Grad und blauem Himmel in die Katakomben eines  Euroclubs begibt, um sich dort in einem Kino die Probe Montenegros anzutun. Wie bekloppt kann man eigentlich sein ;-)

Aber, oh Wunder, das Pantoffelkino ist einem großen Kinosaal gewichen, den man offenbar heute Nacht im "Schlachthof" noch entdeckt hat. Die Leinwand ist größer, natürlich der Schriftzug FILMING PROHIBITED auch (was eigentlich  die Antwort auf die Frage im Forum erübrigt, warum wir die Proben nicht filmen). Ich sitze in einer Kinositzreihe mit einer Steckdose zu meinen Füßen, was will man mehr? Und weiteres Wunder: auf der Bühne tut sich etwas, es kommen 2 montenegrische Astronauten in entsprechenden Mondlandeanzügen und die dazugehörige Sängerin stakst mit Plastikflügeln als Alien-Schmetterling auf der Bühne herum. Aber immerhin, endlich passiert mal was auf der Bühne, das ist schrill, das ist bunt, das könnte sogar weiter kommen! 

 

 

Warum allerdings jetzt von der Proben jeweils nur die entsprechenden 3 Minuten übertragen werden und dann wieder ein Schmetterlingslogo erscheint, bleibt ein weiteres Rätsel, ebenso wie das Rätsel des mit Spannung erwarteten Eurocafés, dem wir ja gestern Abend einen ersten Besuch abgestattet haben, hungrig bis unter die Arme. Am Einlass war niemand, der Stand des schwedischen OGAE-Clubs war verwaist (okay es war 20.30 Uhr, aber trotzdem, am 1. Abend?) In einem dunklen Saal lief gerade auf einer großen Leinwand die historische 1975-Wertung mit Karin Falck, aber wir wollten ja dringend etwas zu Essen!

Im Bistro saßen einige Leute, die teilweise sogar etwas zu Essen vor sich hatten, aber es gab keine Speisekarte, die eine Bedienung bemühte sich konsequent, einen weiten Bogen um unseren Tisch zu machen, die andere zog es vor, mit dem Barkeeper zu diskutieren. Nach dem Motto, wer mich nicht will, den will ich auch nicht, haben wir uns dann wieder aufgemacht und wie von Erwin beschrieben, lecker karibisch gegessen!

Ich muss nochmal auf den gestrigen Tag zurückkommen: Wir haben den ja alle als sehr mies empfunden, ich will das ein bisschen näher erklären. Es gibt durchaus auch Leute hier, die das neue Konzept toll finden, man komme näher an die Interpreten ran als früher. Das mag für diejenigen "Journalisten" stimmen, denen es hauptsächlich darum geht, sich mit jedem Interpreten knipsen zu lassen oder ein Autogramm zu bekommen, die haben jetzt größere Chancen als vorher. Und wer gern 2 Sätze mit den Interpreten wechselt, vielleicht auch 3, bevor er streng aufgefordert wird, zum Ende zu kommen, der profitiert auch von dieser Regelung. Aber alle anderen, und zu denen zähle ich unser Team auch, steht nur dabei und beobachtet das Geschehen gelangweilt aus der Ferne.

Soviel fürs Erste, gerade fängt die belgische Probe an.

Michael

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Ja, Belgien, die haben das Lied ja ein bisschen aufgepeppt, aber leider den ganzen Pep nur ins Lied und nicht in den Interpreten gesteckt. Roberto Bellarosa wirkt auf mich total verkrampft, als wenn er jeden Augenblick anfangen möchte, zu weinen, was allerdings auch kein Wunder ist, wenn man seine beiden Tänzerinnen ansieht, beide in einen kurzen schwarzen Fummel gehüllt, die mit furchteinflößendem Gesichtsausdruck sich neben ihm in den wildesten Zuckungen ergehen und sich zwischendurch den Unterleib halten. DIe würde ich auch nicht ansehen wollen, und deshalb stiert Roberto stur geradeaus, als wenn er sagen wollte: "Ich kenne die nicht, ich habe mit denn nichts zu tun!" Erstaunlicherweise ist er absolut stimmsicher und das Lied hört sich durchaus viel besser an als in der Radio-VE. Schade, denn der Auftritt schreckt mich total ab.

Michael

 

 

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Trash is back to ESC,  hurra! Alyona aus Belarus zeigt uns, wie ein ESC-Auftritt sein muss: schön bunt, eine Discokugel gehört dazu, die die Protagonistin von innen öffnet, um von 2 Tänzern in weißen Jogginghosen und weißen Schlabbershirts aus der Kugel auf die Bühne gehoben zu werden, wo sie dann im Rhythmus des typisch weißrussischen Popsongs (ach nein, es ist ja ein Cha-cha, komponiert von einem Belgier) über die Bühne fegt, na ja, fegen wäre zu schön, um wahr zu sein, sie bewegt sich aber ganz ordentlich 2 rechts, 2 links (2 fallen lassen, bei den High Heels, wer weiß?) Und trotz allem, mir gefällt das irgendwie, muss ich mich jetzt schämen, und was sagt das allerdings über die bisherigen Auftritte??? 

 

 

Übrigens, wie ihr seht, gibt es jetzt auch schon Probenfotos, von gestern und sogar schon von heute! ich habe sie auf der Montagseite nachgetragen.

Michael

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Aliona Moon aus Moldau wächst förmlich und im wahrsten Sinne des Wortes über sich hinaus. Sie singt dieses wunderschöne Lied fehlerfrei und ausdrucksstark, trägt dazu ein weißes langes Kleid, das später immer länger wird, denn gegen Ende wird sie von einem unsichtbaren Lift in die Höhe gefahren, während das Kleid in den schönsten Farben schillert, Blitze es durchzucken usw. also der ähnliche Effekt wie schon in der VE und letztes Jahr bei der Babayeva. Aber das ist wunderschön anzusehen und anzuhören und bisher mein Highlight im 1. Semi. Danach ist erstmal Mittagspause, bis später!

Michael

 

 

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So, ich bin wieder zurück im Kino zur Nachmittagsvorstellung. Irland hat geprobt. Flottes Lied, flotter Typ, bunte Lichteffekte, 2 halbnackte tätowierte Tänzer, die trommeln, was das Zeug hält (ob die bulgarischen Trommeln hier eine Zweitverwertung finden?)

Wenn man das mal mit dem Belgier vergleicht, liege Welten dazwischen, Ryan Dolan hat absolute Bühnepräsenz, er weiß, dass man mit der Kamera spielen muss und nicht starr geradeaus starren, er kommuniziert mit den Backings, so macht man das, Roberto Bellarosa! Insgesamt ein schöner, stimmiger Auftritt.

 

 

 

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Bei Zypern konzentriert sich natürlich alles auf Despina, im schwarzen langen Spitzenkleid bringt sie sehr ausdrucksstark ihre Ballade, die mir bisher beim Hören absolut nichts sagte, mir aber jetzt ganz gut gefällt. Im 1. Durchlauf kam die Windmaschine ordentlich zum Einsatz, danach hat man sie zurückgefahren, weil Despina anfing zu frieren.

Michael

 

 

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Nebenbei mal zwischendurch ein Eindruck vom ECG- Headquarter in der Klarastraße;-)

 

 

 

Ich will ja hoffen, dass wir zumindest in der 2. Woche diesen Garten noch ein bisschen nutzen können! Da kommt doch so etwas wie

 

auf! Man muss auch insgesamt den sehr negativen Eindruck von gestern etwas revidieren, manches hat sich hier inzwischen etwas verbessert, dazu gehört der größere Kinosaal direkt neben dem Meet-and-Greet-Saal und nicht 2 Treppen höher wie gestern, obwohl nach jedem Probendurchlauf sofort die Leitung gekappt wird, so dass man Kommentare, Regieanweisungen etc. nicht mitbekommt. Dazu gehört auch, dass man ab heute nicht nur die 2-min-Kurzinterviews bekommt sondern auch längere Interviews buchen kann, und dazu gehört nicht zuletzt ein Abfalleimer an der Kaffeebar für die leeren Zuckertütchen ;-) Man freut sich ja schon über kleine Dinge!

Michael

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Dieses kleine "Etwas-Something" aus Litauen geht ja völlig an mir vorbei, das ändert auch der Auftritt nicht, er steht da und singt in Lederjacke und weißem Shirt, die Bühne ist dunkel, im Hintergrund mal violett zwischendurch, das war's. Nicht meins! Ach übrigens, Belgien und Litauen hatten heute die Probenzeiten getauscht. Im 2. Durchlauf trägt Andrius eine Sonnenbrille, ob's hilft? Im dritten hat er sie auch schon wieder abgenommen.

Michael

 

 

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Der Barbara-Dex-Award wurde gerade schon im Voraus vergeben! Die Serbinnen sorgen für die meisten Lacher heute hier. Sie tragen bonbonbunte knappe Kostüme, die einfach unbeschreiblich sind, ich kann sie zumindest nicht näher beschreiben. Wartet mal auf die Fotos! Dazu haben sie offensichtlich einen Riesen-Lockenwickler im Haar. Sie wollen mit der Choreo auch offensichtlich eine Geschichte erzählen, aber die erschließt sich dem nicht des Serbischen Mächtigen natürlich nicht, und mir damit auch nicht! Damit ist eigentlich alles gesagt, furchtbar! So das war es von den heutigen Proben, mir fällt jetzt auch nichts mehr ein, unsere Ausflügler sind auch gerade zurück, wir werden jetzt erstmal Kaffeetrinken gehen.

Michael

 

 

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Jep, we are back! Bei wunderschönem Wetter haben wir die herrliche Landschaft Schonens genossen und sind in Ystad Kurt Wallanders Spuren und Morden an jeder Ecke begegnet. Schon lustig, wenn man Häuser usw. nicht deshalb knipst, weil sie schön sind, sondern weil da das Mordopfer zuvor Kaffee getrunken hat. Oder so. Jedenfalls war es klasse, und dann der Schock. Nichtsahnend stapfen wir ins neue Kino... und dann trollen da 3 Pseudo-Barbies über die Bühne mit Kostümen, die man aus den furchtbarsten und schrillsten Fetzen, die es in ganz Serbien gibt, wild zusammen geklöppelt hat. Schallendes Gelächter und defintiv der Barbara-Dex-Award. Meine Fresse, es stimmt schon: schlimmer geht immer!!!! Echt geschockt hat mich aber, dass hier auch ernsthaft welche klatschen, weil es ihnen gefallen hat. Ansonsten hat Michael Recht, es ist besser als gestern (ok, war auch nicht schwer!).

Vitalie, der nette HoD aus Moldau, sagte mir eben, er will sich einen Mantel kaufen. So kalt sei es im Vergleich zu Chisinau. Ich meinte, daraufhin ich will mir neue T-Shirts kaufen, so heiß ist es im Vergleich zu dem, was ich an Temperaturen hier erwartet hatte.
Belarus hat offenbar eifrig Tüten mit Pralinen und CDs verteilt, zumindest haben alle, die sonst nix zu tun haben, eine in den Händen und rennen glücklich damit rum. Wir gehen jetzt mit dem Herrn Präsidenten Kaffee trinken. Bis später!

Erwin

 


 

MITTWOCH, 8. MAI 2013

 

Guten Morgen nach Deutschland,

der heutige Tag beginnt mit einem Schock. Das Wetter ist total umgeschlagen. Nach dem herrlichen Sonnenschein gestern regnet es nun in Strömen, es donnert und gewittert teilweise ziemlich heftig. Wollen wir mal hoffen, dass es nur vorübergehnd so ist...
Dafür endete der gestrige Tag aber sehr schön. Es sind ja oft die kleinen Momente, an die man im Nachhinein gerne zurückdenkt. Nette Begegnungen und Gespräche, die das Salz in der manchmal faden ESC-Suppe sind. Und so einen Moment gab es gestern, als wir nach dem serbischen "Meet & Greet" den Euro-Club verließen. Einige Offizielle und Teilnehmer düsten gerade in den offiziellen ESC-Autos ab, was bei einigen Beobachten zu spontanen Luftsprüngen und Begeisterungsausbrüchen führte. Dies wiederum führte bei mir zu Kopfschütteln. Doch wirklich baff war ich dann, als im nächsten Moment die nette Katharina, die Moderatorin der Kurz-Interviews beim "Meet & Greet", sich nicht zu einem solchen Auto sondern zu einem Fahrrad begab, was da am Bauzaun angekettet stand. In ihrem schicken Kleid und ihren hohen Schuhen machte sie sich am Schloss zu schaffen und wollte sich gerade aufs Rad schwingen, als ich sie völlig verdutzt um ein Foto bat. Das freute sie, und auf meine Frage, warum sie denn nicht den Car-Service nutzen würde, meinte sie nur "Ich bin für eine grüne Stadt. Und man soll sowas nicht nur wollen, sondern auch leben. Also fahre ich mit dem Rad!". Und es war tatsächlich eher eine alte Rostlaube als ein supermodernes Rad. Fand ich sowas von klasse! Wenn es hier doch nur mehr Katharinas geben würde!!!
Aber wer weiß, vielleicht bringt der heutige Tag wieder solche schönen kleinen bemerkenswerte Momente. Wir werden sie euch jedenfalls gerne berichten. Bis später!

Erwin

 

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Hallo aus Malmö,

es wurde ja schon viel zur Situation und Stimmung hier geschrieben und gemotzt. Und ja, auch ich kam am Montag absolut nicht in Stimmung. Die EBU wird ihre Gründe, die ich nur mutmaßen kann, haben, warum wir in einem schrabbeligen Kinosaal die Proben verfolgen müssen. Trotz allem möchte ich an dieser Stelle eine Lanze für den Jahrgang 2013 brechen! Tatsächlich liebe ich in diesem Jahr viele Songs, und gerade die Balladen finde ich meist gut bis sehr gut. Am ersten Probentag geben ja die Interpreten nie Vollgas, was durch den gefilterten Eindruck im Kino natürlich noch mal etwas lahmer wirkt, als wenn man es in der Halle bei vollen Sound hört und sieht.

Zum Thema Dänemark muss ich schon fast lachen, da genau das gerade eintritt, was auch schon im letzten Jahr bei Loreen der Fall war – nennen wir es Ermüdungsbruch. Mir gefiel die Show der Vorentscheidung sehr gut und es wurde zum Glück nicht an ihr herumgedocktert. So richtig präsent wird die gute Emmelie sowieso erst bei der zweiten Probe, vielleicht auch erst in den Generalproben sein. Kurz und gut – Flöte, Trommel, Emmelie – alles an seinem Platz. Ich glaube noch immer an einen dänischen Sieg, wenn dieser auch eher knapp ausfallen dürfte.

Schockiert war ich da schon eher vom Auftritt der guten Zlata aus der Ukraine. Diese King-Kong-Nummer wirkt auf mich so verstörend, dass ich mich fast schon fremdschämen musste. Deutlich kann ich die Televoter vor mir sehen, die lachend vorm Fernseher zusammenbrechen und erst wieder zu sich kommen, bis der Song verklungen ist.

Begeistert bin ich von Anouk, die, wie man es erwarten konnte, einen sehr reduzierten Auftritt gewählt hat. Vom Presserummel eher verwirrt und eingeschüchtert, hat sie dennoch auch beim meet & greet ihre Sache sehr souverän durchgezogen. Heute Morgen wurde ich beim Frühstück im Hotel von „Birds“ begrüßt, der Song läuft schon seit Tagen hier im Radio.

Eigentlich wollte ich der ersten Probe am Dienstag, nämlich der von Montenegro, entgehen, aber als ich im Euroclub ankam brach das Grauen doch noch über mich herein. Schlimm, schlimmer, Montenegro. Das Lied, wenn man es so nennen darf, heißt übersetzt Party. Ich möchte hiermit offiziell bekanntgeben, dass ich nie, und ich meine NIE auf eine montenegrinische Party eingeladen werden möchte! Auch die Präsentation in Raumfahreranzügen(!) rundet diesen Albtraum noch zusätzlich ab. Am Ende grunzen die beiden Typen noch in ihren Anzügen. Vielleicht ein Anfall von Schnappatmung? Man weiß es nicht.

Auch mit dem irischen Beitrag wird die Popgeschichte nicht neu geschrieben, doch die Ereignisse auf der Bühne reißen mich hier im Kino gewaltig mit. Was mir bei Belarus noch missfiel, findet bei Irland mehr meine Zustimmung. Halbnackte Tänzer trommeln, als ob es kein Morgen gibt. Stimmlich ist die Sache gewöhnungsbedürftig, da Ryan in einer sehr hohen Stimmlage singt. Am Ende zählt aber das Gesamtpaket, und das stimmt bei diesem Auftritt einfach.

OH MEIN GOTT!!!! Serbien schockt die versammelte Presse. Wer die drei Grazien aus der serbischen Vorentscheidung kennt, ist wahrlich nicht verwöhnt. Doch diese Outfits schlagen dem Fass den Boden aus. Mir fehlen die Worte. Alles ist in grellen Farben gehalten, eine hat untenrum nur einen roten Schlüpfer an, die andere eine gelb/weiße Leggins. Irgendwelche großen Perlen verunzieren die Hälse. Läuft der Stylist noch frei herum? Warum ist denn hier niemand vorbereitet??? Doch das Schlimmste ist, dass Serbien aufgrund der vielen Nachbarn im ersten Semifinale noch weiter kommen wird.

Meine persönliche Top 10 des ersten Semis:
1. Dänemark
2. Irland
3. Niederlande
4. Russland
5. Kroatien
6. Belgien
7. Ukraine (ich blende King Kong mal aus)
8. Österreich
9. Zypern
10. Moldau

Stephan

 

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Nach der für mich völlig belanglosen lettischen Mini-Playback-Show in Glitzeranzügen ohne T-Shirt drunter probt jetzt San Marino. Ein schwarzer Umhang (der aber nicht wirklich das Kleid darunter versteckt) wird von 2 Tänzerinnen entfernt und Valentina fuchtelt mit den Armen im roten Kleid rum. Die Bühne auch in rot, mich haut es einfach nicht vom Hocker, aber Applaus um mich rum. Ich gönne ihr und Ralph Siegel das Finale von Herzen, klar. Stimmlich geht da sicher noch mehr, ist ja erst die erste Probe.

Erwin

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Guten Morgen aus dem Kino im Euroclub.

So richtig kommt noch keine ESC-Stimmung in Malmö auf. Gestern war eher die Frage: Wo ist 'ne Party heut' Nacht? Aber noch sind viele Fans und Journalisten gar nicht angereist, sodass sich das in den kommenden Tagen und Nächten noch ändern wird. Inzwischen haben wir Halbzeit im Kinosaal des Euroclub, bis der Tross am Freitag ins Presszentrum zieht.

Für mich könnte das zweite Semi mit den lettischen Jungs kaum unglücklicher beginnen. Besonders cool wollen sie rüberkommen und bleiben doch bloß Buben, die in ihren Glitzeranzügen und Hühnerbrüsten peinlich wirken. Zur Vorentscheidung konnte ich keine gravierenden Änderungen feststellen, was auch keine Rolle spielt, da sie wohl am Freitag die Heimreise antreten werden.

 



Als die ersten Takte der Probe San Marinos zu vernehmen waren, füllte sich der Kinosaal merklich. Auch ich habe mich mit dem Beitrag angefreundet, was ich mir vor wenigen Wochen noch nicht vorstellen konnte, dafür saß der Uhhahhh-Schock zu tief. Crisalide könnte man sich fast schon beim San-Remo-Festival vorstellen, aber eben nur fast. An den Break nach zwei Minuten habe ich mich gewöhnt, aber ob das für den normalen Zuschauer auch nach einmaligen hören der Fall sein wird, wage ich zu bezweifeln. Valentina wirkt während ihrer Proben selber ganz ergriffen von sich selbst. Ganz großes Drama soll es wohl sein, doch auf mich wirkt diese Inszenierung zu aufgesetzt und ESC-like, wie es von Herrn Siegel kaum anders zu erwarten war. Wie im Video hält Frau Monetta eine leuchtende Kugel umschlungen und wirkt wie eine schrabbelige Wahrsagerin. Auch dieser schwarze Umhang mit dem roten Fledermauskleid darunter wirkt eher lächerlich, zumal sie sich immer darin verheddert, dabei tritt sie schon barfuß auf. Fürs Finale wird es bestimmt reichen, dann aber untergehen.

Stephan

 

 

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San Marino hat eine Probe abbrechen müssen. Das wird Herrn Siegel aber gar nicht gefallen haben... Dabei ist das in der Probe ja noch egal, wenn man sich im Kleid verhakt. Oder so.

Bei FYROM dachte ich zunächst, da steht Marija Serifovic auf der Bühne. Dann war er Max Mutzke. Augen konsequent zu. Als Esma dann kam, ging ein Raunen durch den Presse-Raum. Sie trug irgendwas in Lila, sah aus, als habe sie schon drin geschlafen und auch noch das Badetuch aufm Kopp...

Erwin

 

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Guten Morgen auch von mir,
nach dem "Schock" mit dem Wetterumschwung heute Nacht (inzwischen kommt aber die Sonne schon wieder raus) direkt der nächste Schock, als wir das KIno gerade zum letzten Durchlauf der Lettland-Probe betraten. Einfach nur furchtbar! Dann war ich natürlich auch gespannt auf Valentina Monetta, ich mag das Lied sehr. SIe hatte bei den einzelnen Durchläufen aber deutliche Probleme, sowohl stimmlich, als auch mit der Inszenierung, aber dafür sind ja Proben da, dass man das noch verbessert. Insgesamt finde ich die Inszenierung eher erstaunlich dezent, ja mir fehlt da sogar noch was am Übergang von Puppe zu Schmetterling, da hätte ich mir einen deutlicheren Knalleffekt gewünscht, statt nur den dunklen Umhang wegzuwerfen. Ihr seht, wie unterschiedlich die einzelnen Performances auf jeden wirken, Stephan ist es zuviel, mir eher etwas zuwenig an Inszenierung. Aber dass die Geschmäcker halt verschieden sind, sieht man auch daran, dass der erste Durchlauf von Mazedonien gerade hier mit Applaus bedacht wurde, und dabei war das für meine Begriffe ziemlich schlimm. Erstmal sang Lozano seinen Part komplett in schlechtem Englisch, beim zweiten Durchlauf in Mazedonisch (wobei man davon nur den Schluss übertragen hat), Esma steht schräg hinter ihm im Dunkeln, ganz in dunkles Lila gehüllt (so sei sie heute aber auch schon beim Frühstück erschienen, hört man)! Wenn sie aus dem Dunkeln auftaucht, wird sich der ahnungslose Zuschauer unwillkürlich fragen: Was will die da??? Für mich passen diese beiden Teile des Liedes überhaupt nicht zusammen.

Also, es bleibt offensichtlich bei Englisch, nur der Schluss wird dann von beiden mazedonisch gesungen.

Michael

 

 

 

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Aserbaidschan fand ich am Anfang richtig gut. Schöne Idee. Farid steht auf einem Glaskubus, in dem sich ein zweiter Mann befindet, der seine Bewegungen quasi kopiert. Doch dann ist der Delegation wahrscheinlich bewußt geworden, dass ja auch die geliebten Armenier mitwerten und man daher wohl noch was nachlegen muss. Eine Dame in einem roten Kleid mit einer Schleppe, die bis nach Baku reicht, taucht auf und im Würfel wirbeln rote Rosenblätter durch die Luft. Das ist mir dann definitiv "too much". Außer unserem polnischen Kollegen Simon und mir waren aber alle begeistert. Aber ich bin gerne Minderheit .

Erwin

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Wir schalten nun um zur F.J.R. Mazedonien, Untertitel „Wer hat mein Lied so zerstört“. Was als Zusammenspiel der Generationen geplant war, geht hier gerade grandios in die Hose. Esma, das Schlachtross der mazedonischen Musikszene, wirkt wie die Uromma des scheuen Lozano. Genug wurde in den Fanforen schon über den Song geschrieben, der in zwei Teile fällt, wobei ich jeden Teil für sich ganz schön finde. Live auf der Bühne wird es nicht besser, ganz im Gegenteil, denn zu allem Überfluss singt Lozano nun auch noch seinen Part englisch. Einem schlimmen englisch, mit einem noch schlimmeren Text. Schade, denn aus dieser Ursprungsidee hätte man mehr herausholen können.

Stephan
 

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Farid Mammadov aus Aserbaidschan next. Und ja, ich hatte die erste Minute des Liedes Gänsehaut. Er steht zunächst auf einem Bömbel aus Plexiglas, wobei im Bömbel ein zweiter Bursche als sein Spiegelbild seine Bewegungen nachahmt. Großes Kino. Plötzlich ein Kameraschwenk und ich dachte für einen Augenblick: Was macht denn Valentina Monetta in ihrem roten Kleid am Bühnenrand? Doch nein, eine Art weiblicher Dinosaurier, so sieht zumindest das Rückenteil des Kleides aus, zerstört souverän den Gesamteindruck der Darbietung. Farids Spiegelmann muss im besagten Bömbel nun auch noch durch einen grauenerregenden Blütensturm. Aber was soll’s, ich bin dennoch hingerissen!

Stephan

 

 

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Mir gefällt ja der aserbaidschanische Beitrag sehr gut, und ich war gespannt auf die Inszenierung hier- und ich finde das eine sehr gelungene Performance, Farid ist erstaunlich stimmsicher im Vgl. zur VE, wirkt auch sehr sympathisch, die Idee mit dem Glaskubus, in dem ein Double quasi spiegelverkehrt seine Bewegungen macht, und dafür sehr lange auf dem Kopf stehen muss, finde ich gelungen, und im Gegensatz zu Erwin gefällt mir auch die Dame in Rot, die von der Seite mit der Endlosschleppe in Rot auf den Kubus zuschreitet (ich liebe lange Schleppen ;-)) und dann noch verwirbelte Rosenblätter, ach wie schön!!!!

So, jetzt ist hier erstmal 1 Stunde Mittagspause, bis später!

Michael

 

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Beim Meet & Greet hat Erwin ein längeres Interview mit Ralph Siegel gemacht, ich bin dabeigeblieben, daher habe ich von Finnland nur die letzte Probe gesehen. Das ist bunt, ich find es witzig, sie hat natürlich das Brautkleid an, ihre Tänzerinnen zuerst- als Männer verkleidet- lila Samtanzüge, die sie später wegwerfen, um zu Frauen zu werden, die Backings tragen weiße Blusen mit knallroten Latexschürzen, zwischendurch bekommt Krista einen Schleier verpasst, der dann mittels Windmaschine wieder weggeblasen wird, die LEDs zeigen "DING DONG Krista", am Schluss gibt es einen Kuss zwischen Krista und einer der Backings mit der Latexschürze, na wenn das mal nicht so einige Zuschauer verschreckt!

Michael

 

 

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Wie Michael schon schrieb habe ich eben länger mit Ralph Siegel gesprochen. Das Interview senden wir dann im "Schlagercasino", also mal bei Pride1 reinhören!

 



Malta ist ja für mich fast ein Geheimfavorit. Gianluca ist fröhlich, bunt und so herrlich normal. Der nette Junge von nebenan singt einfach gut gelaunt und immer lächelnd sein Lied. Punkt. Ohne viel Schnickschnack und großes Gedöns. Das fällt dadurch aus dem Rahmen und wird seine Anhänger finden. Er nutzt die Bühne ganz gut aus und hat ansonsten seine Kombo aus dem Video dabei. Man schnippt mit und die eigenen Mundwinkeln verziehen sich automatisch zu einem Grinsen. Danke Malta!

Erwin

 

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Ja, Malta macht einfach gute Laune und zum Mitsingen wird der Text auf den LEDs eingeblendet.

Nur mal so nebenbei: Ich fühlte mich heute Morgen an die Postings von Jörg und Markus aus Baku erinnert: "Ach, das war gestern noch nicht da!" So ähnlich ist es hier auch, als wir heute Morgen zum Euroclub gingen, waren wie von Geisterhand über Nacht Schmetterlinge auf dem Boden, die den Weg vom Bahnhof zum Euroclub weisen, und man geht über eine grünen Rasenteppich, der auch gestern noch nicht da war.

 

 

 

Beim Eingang gibt es jetzt auch Sicherheitsschleusen, und man darf nichts zu Essen und zu Trinken mit reinnehmen, angeblich auch, damit das Catering hier drinnen keine Umsatzeinbußen erfährt. Catering? Es gibt Kaffee und Kraneberger umsonst, ansonsten ein paar winzige "Möppkes", will sagen Croissants von halber Normgröße und ca. 5 cm lange belegte Baguettes für 35 Kronen! Da kommt ja fast Sehnsucht auf nach den in Plastikfolie aufgewärmten Baguettes aus Moskau!

Michael

 

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Finnland zählt in diesem Jahr wahrlich nicht zu meinen Favoriten, entsprechend voreingenommen habe ich mir auch die erste Probe der guten Krista angesehen. Leider haben sich meine Vorurteile voll und ganz bestätigt. Optisch ein ähnliches Desaster wie Serbien gestern. Während die Hochzeit im Video noch ganz originell daherkommt, greifen die Finnen auf der Bühne einfach zu oft und in zuviele Trickkisten. Selbstredend tritt Krista im Hochzeitskleid auf, aber warum die Backgroundsängerinnen mit roten Schlachteschürzen auftreten, kann ich mir nicht erklären. Am Ende entscheidet sie sich dann mir ihrem Schmatzer für eine Lady. Wie sagte gerade eine Kollegin vor Ort: Das reißt es jetzt auch nicht mehr raus. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Nach Finnland wirkt der Malteser Gianluca wie Balsam für die Ohren. Nicht spektakulär, dennoch sympathisch, auch wenn das Lächeln immer wie angetackert bei ihm aussieht. Es würde mich nicht wundern, wenn Malta sogar die Top 10 knackt.
Stephan

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"Quälen sie uns schon" war mein Gedanke, bevor ich wieder ins Pressekino ging. Und, ja, sie haben schon losgelegt mit ihrem wirren Getrommel. Ich weigere mich ja hartnäckig, den bulgarischen Krach als Lied zu bezeichnen. So schlecht kann ESC sein. Und dann neben dem Gekloppe auch noch optisches Chaos. Ein Typ hält sich eine Riesenmaske oder was das sein soll vors Gesicht oder übern Kopf. Sieht aus wie das Rad eines Pfaus. Oh man, jetzt muss ich mir das Ganze nochmal antun... Vielleicht verstehe ich dann, was das sein soll. Michaels masochistische Ader reicht wohl auch nur für einen Trommel-Durchgang, er guckt sich erstmal das Meet & Greet mit Farid an.

Erwin

 

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Ich tue hiermit meine Pflicht und quäle mich auch durch dieses unsägliche Getrommel. An sich hätten die Bulgaren ja einfach das Video vom letzten Mal einspielen können, stattdessen lassen sie jetzt ein "Nachtgespenst" über die Bühne torkeln, der wohl aus gutem Grund sein Gesicht hinter einer Maske versteckt, und am Rand singen (oder quäken?) 3 Töchter der russischen Babushki dazu. Grauenhaft! Ja, vom Meet & Greet mit Aserbaidschan hab ich nicht viel mitbekommen, nur dass hier einige in Verzückung geraten, weil der Farid ja so sexy sei! Aber wie das oft so ist, wenn man die Interpreten in natura sieht: der ist sooooo klein, jetzt verstehe ich auch, warum sie ihn auf diesen Glaskubus stellen...

Michael

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Ooooooooooooooooooooooh, und jetzt MEIN Island!!!! Eythor und im Hintergrund ein isländisches Dorf am Meer mit Leuchtturm usw. Dass ich es toll finde, ist ja klar, und dann kommt am Ende der Chor auf die Bühne, singt aber noch sehr zurückhaltend,. Schade, aber sonst sooooooooooooooooo schön. Hach....

Erwin

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Ja, ist ja gut, aber ich find es auch sehr schön, sehr stimmungsvoll und beeindruckend, auch stimmlich. Er trug zuerst ein weißes Sakko, jetzt beim 3. Durchlauf ein schwarzes Sakko mit schwarzer Krawatte, wir sind doch nicht auf 'ner Beerdigung! Das Lied heißt doch "Jeder hat ein Leben", also bitte wieder weiß! Wobei die strahlend blonden langen Haare natürlich auf weiß nicht so gut kommen. Aber eigentlich ist es egal, ob schwarz oder weiß, ich glaube, der kommt ganz hoch!

 

 

Das war jetzt die letzte Probe für heute, es waren ein paar wirklich gute Sachen dabei vielleicht ist es doch noch nicht so sicher mit Dänemark, wie hier allgemein behauptet wird. Ich möchte eine spannende Wertung und eine Überraschung, nicht schon wieder so einen Durchmarsch wie bei Loreen!

Michael

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Für heute sind nun alle durch und für mich kam das Beste zum Schluss. Eythor aus Island hat mir eine Gänsehaut nach der anderen beschert. Einzig die Klamotte ist nicht so meins, ein schlichtes Hemd würde es auch tun, aber ist auch völlig egal, allein die Stimme und Stimmung bei diesem Auftritt passen. Leider ist die Startnummer etwas früh, sodass eine Finalteilnahme weiterhin unsicher ist. Meinen Daumen sind fest gedrückt.

So hat dann auch Eythor knapp Herrn Mammadov den Tagessieg geklaut und steht auf meiner persönlichen Rangliste auf Platz 1, gefolgt, wie erwähnt, von Aserbaidschan, auf Platz drei knubbeln sich Malta und San Marino.
Stephan

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Wir warten jetzt hier noch bis zum "bitteren Ende", nein, wir warten mit Erwin auf das Meet & Greet mit dem Isländer, bitteres Ende deswegen, weil es bis dahin noch ca. 1,5 Std. dauert, und dazwischen sicher noch die Bulgaren ihr Speed-Dating zertrommeln werden. Heute Abend werden wir dann in den EuroClub gehen, weil Konstantin DJ Ohrmeister dort auflegt. Also bis morgen in alter Frische (hoffentlich ;-)

Michael

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Und das Warten hat sich gelohnt!!! Eythor hat eine Gitarrenversion von "Eg a lif" gesungen. Ich habe ihn gefragt, warum sein Lied in Island in kürzester Zeit extrem populär und quasi zum Volkslied geworden ist. Seine Antwort: weil es in jede Lebenslage paßt! Man kann das Lied je nach Stimmung sowohl bei Hochzeiten als auch bei Beerdigungen singen. Und der Text würde jeden Isländer einfach berühren, weil er so "isländisch" sei. Daher auch das schwarze und weiße Sakko in den verschiedenen Proben. Was er tragen wird, steht noch nicht fest. Ich tippe aber stark auf weiß.

So, heute Abend gehts auf Tour, bin echt gespannt! Euch allen einen schönen Abend und bis morgen.

Erwin

 


 

DONNERSTAG, 9. MAI 2013

 

Guten Morgen,
wir haben gestern festgestellt, dass offenbar der frühe Malmöer den Wurm fängt. Es brauchte mehrere Versuche, um ein Restaurant zu finden, in dem nicht schon um 21.00 Uhr Küchenschluss war. Dagegen trinkt der einheimische, trotz der exorbitanten Preise für Alkohol, gern ein oder zwei oder drei Gläschen oder Fläschchen. Nachdem der Versuch der Nahrungsaufnahme dann doch noch erfolgreich verlief, führte uns zunächst der Weg ins Eurocafé, in dem es jeden Abend eine kleine Talkshow mit einem ESC-Interpreten gibt. Gestern war Despina aus Zypern der strahlende Gast dieser eher intimen Veranstaltung. Gleich zu Beginn sang sie ihren Beitrag „An Me Thimase“, der in diesem kleinen Rahmen perfekt zur Blüte kam. Allerlei interessante und uninteressante Themen wurden besprochen, wobei Despina sehr schlagfertig und sympathisch ihre Frau stand. Am Ende gab sie noch ihren ersten Hit, den sie in Zypern hatte, zum Besten, womit sie das Publikum nun restlos für sich einnahm.

 

 

 


Kurz vor Mitternacht ging es noch quer durch die kleine Stadt in den Euroclub zu DJ Ohrmeister. Schon etwas besser besucht, aber noch immer will die richtige Stimmung im Club nicht aufkommen.


Der Probentag heute begann soeben mit Griechenland, und das auf nüchternen Magen. Noch ohne ihre Schottenröcke hoppsten die Jungs von Koza Mostra auf der Bühne umher, dafür sind die Instrumente mit Leuchtstreifen versehenen. Eine wirklich gelungene und passende Präsentation zu diesem Song, den viele unterschätzen. Auch stimmlich klang das schon mehr als ordentlich und reißt mit. Mich erinnert der Beitrag immer ein wenig an „For real“ von Athena 2004, die ja immerhin den vierten Platz für sich verbuchen konnten. Ein kräftiges Yammas beendete den ersten Probendurchlauf. Daumen hoch!!!!

Stephan

 

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Guten Morgen auch von mir, sind gerade noch rechtzeitig eingetroffen, um 2 Durchläufe der Griechen zu sehen, ich schließe mich da Stefan an und habe nichts hinzuzufügen.
Wir waren nun gestern Abend doch nicht mehr im Euroclub, was wir versäumt haben, hat auch Stephan schon geschrieben, aber wir waren ziemlich k.o. nach dem Tag gestern, und als wir dann einmal zu Hause auf dem Sofa saßen und die Wahl hatten, nun um 23.00 Uhr wieder aufzubrechen und mit dem Bus zum Club zu fahren oder schön gemütlich auf dem Sofa sitzen zu bleiben und weiter "Die Brücke", den mehrteiligen Krimi mit dem Mord auf der Öresundbrücke, zu sehen, haben wir uns dafür entschieden, was uns natürlich heute morgen den Tadel von Konstantin eingebracht hat.  Aber da ich ja ohnehin als "der alte Mann" verschrien bin, kann ich  damit leben :-) 

Es gibt schon wieder etwas Neues draußen: im Hauptbahnhof begrüßen bunte Kreise in mehreren Sprachen die Ankommenden zum ESC. Und heute wurden an der Sicherheitsschleuse erstmals die "Hundemarken" eingescannt.


 

 


Gerade hat die Israelin das erste Mal gesungen. Man hat sie dazu wieder in dieses hautenge Kleid geschossen, das vor allem die Hinterfront betont, um nicht zu sagen nachzeichnet, und man muss wirklich Angst haben, dass das bei der kleinsten Bewegung aufplatzt! Wahrscheinlich steht sie deshalb auch so stocksteif da und traut sich keine Bewegung. Gesanglich ist das gut, ich mag das Lied, muss aber sagen, dass es mich nach der Hälfte zu langweilen beginnt.

Michael

 

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Bitte schließen Sie jetzt die Augen, denn wir kommen zu Israel. Ein wunderschönes Lied, das allerdings durch diese unfassbar schlecht beratene Sängerin komplett zerstört wird. Ein Kleid wie eine Megapresswurst, Brille wie Nana Mouskouri, Brüste, die… ich lasse das lieber… und von der Frisur will ich gar nicht erst reden. Dem Kleid aus der Vorentscheidung wurden nun noch glitzernde Steinchen hinzugefügt, um die Rundungen noch besser zur Geltung zu bringen. Es ist wirklich schade, denn das Lied hätte Besseres verdient. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Israel den Sprung ins Finale schaffen kann. Leider!
Stephan

 

 

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Guten Morgen ihr Lieben´

ich finde ja vom Song her Israel nicht so dolle. Mich als Balladen-Fan läßt das komischerweise total kalt. ABER: ich finde es gut und mutig, dass man nicht versucht, ihre Leibesfülle zu kaschieren. Kann mir auch vorstellen, dass die vielen übergewichtigen Europäer/-innen das auch positiv sehen und eifrig deshalb anrufen. Ich würde zwar nicht anrufen, aber wohlwollend zustimmen. Insofern.... sehe ich nicht so schwarz für Israel.

Die griechische Kombo kommt gut, keine Frage. Sehe die sicher im Finale, dann aber eher unter "Ferner sangen".

Armenien wird hoffentlich mit dieser belanglosen Langweilernummer scheitern. Der Sänger sieht ja ganz sympathisch aus, finde ich. Aber insgesamt erinnert mich der Auftritt, der sehr statisch ist, an eine Abi-Abschluss-Band. Das reicht für den Dorfball, hat aber auf einer internationalen Bühne nix zu suchen. und tschüß....

Erwin

 

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Für mich ist Armenien gar nicht langweilig. Auch wenn ich persönlich Rockmusik gar nicht so gerne mag, so gefällt mir dieser Beitrag ganz gut und er fällt auf jeden Fall auf. Und Rockmusik hat immer viele Anhänger. Der Sänger kommt auch gut rüber, obwohl ich so auffällige Augenbrauen eigentlich nicht anspreched finde. Auch gesanglich gibt es nichts zu bemängeln. Ein angenehmes Lied, was für mich Chancen fürs Finale hat.

Elvira

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Das ist zu befürchten. Ich finde das so schlimm und überlege gerade, ob wir Elvira aus unser Wohngemeinschaft ausquartieren ,-))) Nein, hier hat sogar auch eine Einzelperson nach der Probe geklatscht. Da sieht man aber mal wieder, wie unterschiedlich selbst unter uns die einzelnen Lieder und Auftritte bewertet werden, und das macht es ja dann (hoffentlich) am Ende so spannend.

Michael

 

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Und jetzt Ungarn. Schöne Grüße an die großen Ungarn-Fans Olli in Mannheim und Oliver in Hannover.
Der Song wird bunt und mit Cartoons (wie im Video) im Hintergrund präsentiert. ByeAlex singt mit einem Käppi, was ihm aber etwas zu groß zu sein scheint. Der Gitarrist neben ihm schien zwischendurch fast einzuschlafen, so gelangweilt hat ja selbst der dänische Flötenspieler nicht geguckt. Na ja, wird er am ESC-Abend sicher nicht machen. Ich mag ja den Song, aber der Auftritt haut mich nicht aus dem Kinosessel. Aber begeisterter Applaus um mich rum.

Erwin

 

 

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Für mich zählt der armenische Song in diesem Jahr zu denen, die beim Bügeln nicht weh tun. Kann man machen, muss man aber nicht. Bereits während der Performance hat man das Lied schon vergessen. Zwar kommen die Burschen der Gruppe Dorians mit dem charismatischen Frontsänger symapthisch rüber, aber stimmlich hatte man manchmal etwas Mühe.

Großer Beifall soeben im Kinosaal nach der ersten ungarischen Probe. ByeAlex steht ein bisschen wie ein angeschossenes Bambi auf der Bühne, was man sofort vor weiterem Unbill bewahren möchte. Insgesamt eine sehr entspannte Nummer, die angenehm auffällt. Auch stimmlich kann man bei dem Lied nicht viel falsch machen, sodass es für einen erneuten Finaleinzug Ungarns reichen sollte.
Stephan

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Ne, das wird nichts mit Ungarn, schade, er steht da wie ein Autist, scheint genauso gelangweilt wie der Gitarrist, schaute sogar während des Vortrags auf die Uhr, die Einzige, die wenigstens ein bisschen Spaß daran zu haben scheint auf dieser Bühne zu stehen, ist eine blonde Backing-Sängerin, die auch mal lächelt.Jetzt ist hier erstmal Mittagspause, bis später

Michael

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Gerade hat Norwegen geprobt, ich mag das Lied zwar ganz gern, halte es aber eigentlich für überbewertet, und der Auftritt wirkt  auf mich sehr kalt (was vielleicht beabsichtigt ist?) Margaret Berger trägt wieder das weiße enge Kleid, der Hintergrund ist dunkelblau mit Silber-LED-Effekten, immerhin lächelt sie ein bisschen, ansonsten wie gesagt, die kühle Blonde aus dem kalten Norden.

 

 

In der Mittagspause wurden wir von einer Dame aus dem schwedischen Produzententeam angesprochen und nach unserer Meinung gefragt, und ob wir uns auf das richtige Pressezentrum morgen freuen: und ob! Wir haben dann unsere Kritikpunkte geäußert, die wir hier ja schon gepostet haben, aber auch die Vorteile (Nähe zu den Künstlern, wer sie haben will - einige machen ja wie gewohnt auf eine  etwas peinliche Art davon Gebrauch, Fremdschämen ist angesagt!)

Sie lobte aber schon vorab das Pressezentrum, es werde uns gefallen, allerdings sei sie nicht sicher, ob es dort ein Catering gebe, eher nur Kaffee und Kuchen von 14 - 16.oo Uhr, aber in der Nähe sei ja das große Einkaufszentrum, da gebe es preiswertes und gutes Essen. Lassen wir uns mal überraschen! Es blieb danach aber noch etwas Zeit, uns ein wenig zu sonnen.

 

 

Während ich das hier schreibe, proben die Albaner, ich hab mal kurz auf den Bildschirm geschaut und gleich wieder weg, aber vielleicht schreibt Elvira da noch etwas Näheres ;-)))) Und nebenan machen die Armenier ihr Meet & Greet. Perfekte Gelegenheit zur Pinkelpause!

Michael

 

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Nach dem kühlen Auftritt von Norwegen bietet Albanien mit gelb-orangen Bühnenfarben einen guten Kontrast. Ein Auftritt, der mir sehr gut gefällt. Rockige Musik mit Geigen und Trommeln. Schon sehr speziell. Man trägt Jeans und schwarze jacketähnliche Oberteile mit Goldverzierungen. Einige Musiker stehen auf Podesten. Auf das Gitarrensolo mit wehenden Haaren hätte ich verzichten können. Aber eine klasse Nummer. Leider stehe ich damit ziemlich alleine da und befürchte, jetzt muss ich endgültig aus unserer Wohnung ausziehen.

Elvira

 

 

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Also Elvira schafft es auch nach all den Jahren immer noch, mich zu verwirren oder zumindest zu verblüffen. Hätte nicht gedacht, dass die zwei strähnigen und wildmähnigen Skipetaren sie in wallende Begeisterung versetzen. Ich finde den Krach, den sie machen, ziemlich daneben. Der Auftritt inkl. Pyro aus der Gitarre ist sicher ok, reißt es aber auch nicht raus.

Bei Georgien füllte sich das Kino trotz parallelem Schaulaufen nebenan von Ungarn. Es war ja immer wieder im Vorfeld die Rede von den großen Stimmen, besonders von Sopho. Entsprechend hoch waren die Erwartungen. Ich sehe die Geheimfavoriten-Rolle (noch) nicht. Sicher und souverän, aber kein WOW-Effekt. Mir ist der Song auch zu gezuckert, etwas Mut hätte dem Schlager sicher gut getan.

Erwin

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Die Georgier setzen ganz auf ihre großartigen Stimmen und machen kein Brimborium drumherum, natürlich zeigen die LEDs einen Wasserfall, aber das war es eigentlich. Sie trägt ein traumhaft schönes weißes Kleid mit zartblauem Teil, goldenen Applikationen, er ist ganz in Schwarz, eigentlich wie ein perfektes Brautpaar, trotzdem wirken sie auf mich nicht verliebt oder wie ein harmonisches Paar, kannten die sich eigentlich vorher schon oder wurden sie zusammengecastet? Ich hatte sehr viel von diesem Auftritt erwartet, er ist auch sehr gut, aber irgendwie ist nach dem ersten Durchlauf bei mir noch nichts richtig übergesprungen. Und auch beim zweiten nicht... Da ist kein Gefühl, es wirkt nur kalt  und stimmgewaltig, dabei sieht man ihm allerdings deutlich an, dass er sich bemühen muss, mir ihrer Stimme mitzuhalten.

Michael

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Georgien ist Gänsehaut pur. Mir reicht der Auftritt so voll und ganz. Sie in Weiß, er in Schwarz und dann noch die Windmaschine... Da kommt sicher später noch Pyro dazu und mehr braucht es nicht für dieses herausragende Lied. Man hört es einmal und ist hin und weg. Und die Stimmen passen mehr als gut zusammen. Da ist es mir egal, wenn es altmodisch ist.
Elvira

 

 

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Okay, das war ja zu erwarten, jetzt mit weißem, dann gelbem Bodennebel, Dampfdüsen-Pyro und am Schluss der Düsseldorfer Goldregen: jetzt gewinnen sie!!! (und das könnte sogar wirklich sein!)

Michael

 

 

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Zu Norwegen gibt es eigentlich nicht viel zu berichten, da der Auftritt fast identisch mit dem der Vorentscheidung ist. Margaret hat sich wohl gedacht, da mach ich mir ‚nen Schlitz ins Kleid und find es wunderbar. Und ja, sie kann das machen. Irgendwie habe ich allerdings bei dem Lied einen Ermüdungsbruch, denn mich ließ die Probe seltsam kalt. Stimmlich hat sie noch nicht alles gegeben, da schont sie sich offenbar noch.

Die Albaner haben nun wirklich Eisen in der Stimme, allerdings hörte es sich eher wie eine rostige Quetschkommode an. Eigentlich ein schöner Anfang mit Trommelgedöns, dann wird mein Nervenkostüm auf eine harte Probe gestellt. Drei Minuten können manchmal sehr lang sein. Einer der Sänger schüttelt nun auch noch seine verschwitzen Haupthaare wie irre. Ja ja, wir haben verstanden, ihr seid richtig harte Jungs. Puh, zu Ende.

Nun zu Georgien, und um es vorweg zu sagen, I’m flipping out. Es ist natürlich eine kitschige Angelegenheit auf der Bühne, aber es passt. Vom Bühnennebel, Windmaschine, tollem Licht auf der Bühne, Funkenregen und vor allem guten Sängern ist das Paket richtig geschnürt. Der Saal tobt und ein Ausflug nach Tiflis im nächsten Jahr ist nicht ausgeschlossen. Es könnte ein Kompromisssieg wie bei Ell & Nikki werden.
Stephan

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Ja, muss ich auch zugeben, der letzte Durchgang bei der Azeri-Kopie aus Georgien war gut. Hoffe nur, Europa fällt nicht auf sowas rein und lässt sich nicht wieder blenden. Den Titel finde ich nicht wirklich den Brüller, und nur wegen der Performance... nee, sorry...

Richtig gut finde ich ja das Lied aus der Schweiz. Aber der erste Probendurchlauf war gar nix, aber sowas von gar nix. Weiße Blusen und Hemden stehen verloren auf der Bühne, die Stimme im Vergleich zu Georgien dünn und harmlos. Opa wird kaum gezeigt, am Schluss schmiegen die beiden Hauptsänger/ -in ihre Gesichter aneinander. Das war schön, aber der Rest reif für die Tonne. Schaaaaaaaaade, Finale ohne Schweiz!

Erwin

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In Jeanshosen und weißen Hemden stehen Takasa in einer Reihe. Während die beiden Sänger in der Mitte mit leichten Gesten etwas Bewegung auf die Bühne bringen, spielen die anderen brav ihre Instrumente. Bei den "Hey, Hey"-Rufen blitzt es zwar ordentlich im Hintergrund, aber ansonsten fand ich die drei Durchgänge recht schwach und nur wenig überzeugend.

Tobias

 

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OH MEIN GOTT!!!!! Ich hab Angst, ich will hier raus!!! Die serbischen Billigmädels haben Konkurrenz für den Barbara-Dex-Award. Cezar aus Rumänien ist unfassbar, grottig reicht nicht, man müßte ein neues Wort kreieren. Unglaublich... von weitem sieht es aus, als stehe er auf einem Berg Schinken. Offenbar ist er Vegetarier, was seinen bösen Blick erklärt, weil er sicher lieber Käse statt Schinken hätte. Dazu zeigt er seine behaarte Brust in einem Mantel, den selbst die Altkleidersammlung nicht überall mitnehmen würde. Dazu tücherwedelnde Hüpfdohlen um ihn rum. Boah, sorry, man hat uns ja schon viel zugemutet, aber das ist echt der Höhepunkt. Oder der absolute Tiefpunkt, je nachdem.
Aber klar, wahrscheinlich soll die Performance, die wohl mit die schlimmste ist, an die ich mich je beim ESC erinnern kann, von dem fürchterlichen Eunuchen-Gesang ablenken. Tja, aber die Rechnung geht nicht auf. Die Klospülung in Europa wird in den drei Minuten Rekord-Quoten bekommen, Halb Europa wird sich totlachen, die andere Hälfte vor Entsetzen heulen. Und Elvira wirds gefallen. ;o)

Erwin

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So einen schlechten Geschmack kann selbst Elvira nicht haben! Das setzt ja wirklich dem Fass die Krone ins Gesicht! Ich habe wirklich auch noch nie so etwas Furchtbares gesehen. Da steht er wie Dracula (ohne Eckzähne) mit furchterregendem Gesichtsausdruck auf der Bühne und singt sein nächstes Opfer an, die vor ihm herumtänzelt. Da SVT ja alles billiger haben will, hat man auch den Lift von Moldau wiederverwertet und der gute Cezar schießt in die Höhe, man hätte ihn besser durch die Decke geschossen! Aber billig ist es geworden, ja!
Noch kurz zur Schweiz, da gebe ich Erwin recht. Ich finde, die sehen aus und wirken wie auf einem Feuerwehrball einer 1000-Seelen-Gemeinde. Auf ihren Hemden haben sie etwas eingestickt, ich vermutete schon eine Geheimbotschaft Richtung Heilsarmee, aber es steht nur : "Together we are one" drauf.

Michael

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Soooooooooooo schlimm fand ich es nicht. Das Lied mag ich ganz gerne. Die Präsentation dagegen ist auch für mich zu viel, aber auf der anderen Seite braucht so ein besonderes Lied auch eine besondere Show. Der schwarze Glitzeranzug von Cezar mit dem weiten Ausschnitt vorne mit dem Riesenkreuz gefällt mir nicht. Ist zu prozig. Aber so finster schaut er gar nicht. Der Gesang ist halt sehr anstrengend. Jedenfalls ist eine düstere Austrahlung besser als keine Ausstrahlung.

Elvira

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Und damit ergeht der eindringliche Aufruf: Wir suchen dringend eine neue Unterkunft für Elvira!! ;)

Michael

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Rumänien ... was Cezar uns auf der Bühne zeigt, macht mich einfach nur sprachlos... in einem schwarzen glitzernden Mantel, welcher (leider) die Sicht auf dichte Brusthaare bietet, steht Cezar Anfangs auf einem roten "Felsen" aus großen Stofftüchern, aus denen Tänzer herauskriechen und dann wild mit diesen Tüchern herumwedeln. Wie Aliona Moon wird Cezar im Laufe des Liedes nach oben gefahren. Alles habe ich (Gott sei Dank) nicht gesehen, dafür finde ich die Darbietung einfach absolut furchtbar, sorry!

Tobias

 

 

 

Übrigens, das ganze Elend erschließt sich einem aus diesen Fotos nicht, man muss das live gesehen haben!

Michael

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Man wird ja teilweise mit Mails verschiedener Delegationen überschüttet, da sind so einige jedes Jahr ganz vorne mit dabei, neben der Ukraine und Moldau auch Rumänien. Wir erfahren z.B. dass Cezar nach seiner Ankunft in Malmö überglücklich war, eine Tasse Tee zu bekommen, und noch andere Dinge, dir wir eigentlich nicht wissen wollten. Zu der Inszenierung des rumänischen Auftritts war da zu lesen:“It’s very important that everything goes as we requested the organizers – sound, lights, graphics etc. – so that our show can be high up in the pictures. And I mean it, both figuratively, as well as literally – and you will understand in short time what I’m talking about”, he says, offering a hint about what is to happen on the stage. " Noch Fragen?

Michael

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So, wir haben jetzt unser Tagesprogramm absolviert, gerade ist das letzte Meet und Greet mit dem Rumänen gelaufen, er ja so sehr nett und kann auch freundlich gucken, aber ich glaube, wir haben nur die Idee der Performance noch nicht verstanden. Erwin hatte noch ein interessantes Interview mit Thomas G:son, das ihr dann spätestens auch in unserer Nachbetrachtung demnächst auf PRIDE 1 hören und natürlich auch in der nächsten T.O.M. nachlesen könnt. Vielleicht erzählt Erwin euch aber auch morgen hier etwas darüber, momentan bereiten Elvira und Erwin ihre Beiträge für die PRIDE 1-Sendung   "Home"am kommenden Sonntag von 14.00 bis 16.00 Uhr vor (und direkt im Anschluss kommt dann Erwins Schlagercasino", allerdings ohne Erwin, denn er ist ja hier).

 

 

Beim Meet & Greet mit der Schweiz fragte die Moderatorin Katharina (Erwin und ich haben einen Katharina Fanclub gegründet) den Opa auf deutsch, aber er hat es nicht verstanden und in Englisch geantwortet: "We want to win" (aber wie wir inzwischen gesehen haben, dürfte das sehr schwer werden).

Und nach langem Hin- und Her ist es Erwin dann doch auch noch gelungen, von Sophie & Nodi eine Grußbotschaft fürs Radio in Georgisch zu bekommen. Die waren nämlich sehr belagert.

 

 

 

Wir warten jetzt nach auf den Beginn der Party von San Marino, die in 30 min. hier im Euroclub beginnen soll. Darüber, und was die Nacht sonst noch gebracht hat,  dann morgen mehr!

Einen lieben Gruß an euch alle,

Michael

 


 

FREITAG, 10. MAI 2013

 

"Dank" der nachtschlafenden SMS eines nicht-Uhren-lesen-könnenden Vereinsmitglieds, lächel, von mir ein ganz frühes "Guten Morgen" Euch allen. Das Wichtigste zuerst: Elvira schläft weiterhin mit uns im Haus. Wir haben es denn doch nicht übers Herz gebracht, sie meistbietend zu versteigern.....trotz ihres extravaganten Musikgeschmacks....ansonsten habe ich wider Erwarten nicht von Blut, Drama und kreischenden Rumänen geträumt. Nach dem Auftritt gestern grenzt das an ein Wunder. Hab mich den ganzen Abend gefragt, was einem Künstler wie Cezar durch den Kopf geht, wenn er sowas auf der Bühne präsentieren muss. Der arme Junge hat mir regelrecht leid getan. Bei den Ungarn von ByeAlex war ich mir sicher, dass sie bekifft waren und sie deshalb von ihrem einschläfernden Auftritt nichts mitbekommen haben, doch der Rumäne hätte wirklich Tote wecken (oder umgekehrt Herzinfarkte auslösen) können....so, der Auftsteh- und Duschplan ist hier streng geregelt und bevor ich mir ein anderes Bett suchen muss, geh ich erstmal duschen....bis gleich Chris

 

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Guten Morgen auch von mir, kurz was zur Party von San Marino gestern Abend:
Am Eingang gab es Namenskontrollen, was die ganze Prozedur etwas verzögerte. Danach stürzte sich alles auf 's Buffet, was reichlich und lecker war. Außerdem bekam jeder drei Bons für Freigetränke, die wir dann gleich mal in Wein eintauschten. Inzwischen sind etliche ECGler und sonstige Bekannte Gesichter hier vor Ort, was zu großer Wiedersehensfreude (zumindest in vielen Fällen ;-) ) führte. Nach einer kurzen Begrüßung durch den HoD von San Marino betrat zunächst Valentinas Begleitband und dann sie selbst die Bühne. Es erklangen spannende Versionen einiger bekannter und unbekannter Titel, so z.B. eine jazzige Fassung vom "Social Netbook Song". Hätte nie gedacht, dass es möglich wäre, dieses unsägliche Lied erträglich zu präsentieren. Auch die englische Fassung von "Crisalide" wurde in einer Weltpremiere aufgeführt. Valentina bat dann Ralph auf die Bühne, die beiden haben ein sehr herzliches Verhältnis, was nicht zu übersehen war. Ralph Siegel freut sich einfach sehr, wieder dabei sein zu dürfen. Aber das hatten wir auch so erwartet ;-) Ihm zu Ehren sang Valentina dann den Wind-Klassiker "Let the sun shine in your heart". Inzwischen wurde auch eifrig getanzt, auch Kriemhild bewegte sich eifrig auf der Tanzfläche. Zwischendurch wünschte sowohl sie als auch Ralph sich immer wieder "Crisalide" bzw. "Chrysalis", so dass der DJ eifrig das Lied spielte und selbst wir bald textsicher mitsingen konnten.
Um 1 Uhr wollte die Mehrheit von uns dann nach Hause, und so ging ein wirklich schöner Tag und vor allem Abend zu Ende. Danke San Marino und danke Ralph Siegel für eine wirklich wundervolle "serata bellissima!

Erwin

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...auch mir hat's gestern Abend gut gefallen....Valentina Monetta kann wirklich viel, viel mehr, als ich erwartet hätte.....gut, nach ihrem unsäglichen Aufritt im vergangenen Jahr ist alles eine Steigerung, aber dass sie soooooooo gut sein würde. Hut ab, alle Achtung!!! Mein ehrlicher Glückwunsch!!! Ich war echt angetan, auch wenn Valentinas gestriges Jazz-Programm leider nicht Clubtreffen-geeignet ist. Erwin hat völlig recht, selbst Uuh uuh aaah aah kann man hörbar präsentieren.....privat würde ich jederzeit in ein Konzert mit ihr gehen. Wünsche ihr eine gute Platzierung im ersten Drittel des Feldes. Das gilt im Übrigen auch für Moran Mazor, die für mich der Höhepunkt des gestrigen Probentages war....großartige Stimme, beeindruckende Erscheinung, voll Leidenschaft und Emotion singend, drei Minuten Drama pur. Hätte ich Haare auf der Brust, sie hätten sich samt und sonders voll Begeisterung gesträubt, so blieb es bei 'nem sentimentalen Tränchen im Augenwinkel.....ob ihr Kleid vorteilhaft ist, sei dahingestellt, ich finde es im positiven Sinne mutig, dass die Kamera sie zu Beginn ihres Auftritts von unten nach oben in voller Größe zeigt und sie keine Anstalten macht, auch nur ein Kilo wegzuschummeln. Abgesehen davon scheint Moran ein echt netter Mensch zu sein. Sie kommt ganz sympathisch bei mir an. Meine 12 Punkte beim Kölner Stammtisch sehe ich vollauf bestätigt.....So, nun gibt's bei uns Frühstück, Elvira kommt die windschiefe Treppe runter...alles weitere später...Liebe Grüße Chris

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"Ich will das Kino zurück"!  Das Pressezentrum neben der Halle ist für mich eine Enttäuschung. Erstmal ist es hier saukalt, es zieht aus allen Ecken und dann ist es rel. dunkel. Es gibt keine PCs oder Laptops, man kann sich allerdings welche leihen. Gut, die meisten haben eh ihr eigenes Equipment dabei, aber was nutzt das, wenn man keine Internetverbindung bekommt. Das WLAN funktioniert nämlich nicht richtig, unsere Beschwerden haben dann insofern etwas gefruchtet, dass man uns Internetkabel verteilt hat, aber die Möglichkeit, die Kabel einzustecken, gibt es  nur an ein paar Tischen. An so einem sitze ich jetzt mit einem Kabel und bin online.

 

 

 

Der Empfang von San Marino gestern Abend war eigentlich sehr schön. Allerdings ließ man uns 30 Min warten, um dann jeden einzelnen Gast per Namensliste abzuhaken Es waren 250 Leute geladen, es gab 3 Getränkebons und ein Büffet mit Salat, Brot, leckeren kalten Thunfisch-Stücken, kaltes Lamm in kleinen Gläschen und kleine Einmachgläser mit einer Art Gulasch, "Pot au feu" nannte sich das, sehr lecker.  Dann gab Valentina Monetta ein Konzert von ca. 30 Min., das war insgesamt sehr jazzig, mit Live-Band, sie sang ihren Beitrag in einer Jazz-Version, sehr schön, und dann Ralph Siegel zu Ehren "Let the sunshine in your heart", ebenfalls in einer jazzig-angehauchten Version, und in so einer Version gefiel sogar der Facebook-Song! Siegel war sehr gerührt, er hielt eine  kurze Ansprache, wie glücklich er ist, wieder dabei zu sein, wie glücklich er über die Zusammenarbeit mit Valentina ist usw. Das kam offenbar wirklich von Herzen, die beiden gingen auch sonst sehr nett und herzlich miteinander um. Und hinterher tobte die wirklich sehr sympathische Valentina zusammen mit Kriemhild Siegel über die Tanzfläche. Auch wir machten unsere ersten Tanzschritte, seit wir hier sind, obwohl wir "Die Brücke"  noch nicht  ganz zu Ende gesehen habe ;-)

Als wir ankamen, lief schon eine Pressekonferenz mit Jon Ola Sand, Sietse Bakker und den Produzenten von SVT. Es wurden u.a. Fragen gestellt zur Startreihenfolge im Finale, ob die Entscheidungen denn nicht durch das Bekanntsein der Semi-Ergebnisse beeinflusst würde, das sei nicht der Fall, denn nur Jon Ola Sand würde die Ergebnisse kennen und nicht die Produzenten, die die Reihenfolge festlegen. Es wurden Beschwerden laut bzgl. des Kino-Pressezentrums, aber man entschuldigte das damit, dass es ja das 1. Mal sei, und man lerne daraus für das nächste Jahr. Soviel von mir erstmal, wie ihr sicher verstehen könnt, bin ich etwas genervt, hinzu kommt, dass hier wehmütige Erinnerungen an Düsseldorf hochkommen, an das tolle Pressezentrum, aber auch an die nervenden Portugiesen, die mit ihren Trommeln ja überall auftauchten, wo sie nicht hingehörten, so ist das hier mit der Finnin, die hier  im Hochzeitskleid mit ihren Mädels ständig Polonaisen durchs Pressezentrum macht und "Ding Dong" schreit!

 

 

 

Bis später mal, wenn hoffentlich alles besser funktioniert.

Michael

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....so, nun im Pressezentrum angekommen, wo uns die Technik in Gestalt der WLAN-Verbindung über Stunden im Stich gelassen hat und immer noch lässt. Zustände, wie ich sie in Moldau oder Albanien tolerieren würde, hier aber doch arm finde....unser Präsident sitzt mir leicht angesäuert gegenüber und wir können nur versuchen, Euch auf Umwegen auf dem Laufenden zu halten. Jetzt hab ich gerade Glück und kann ins Netz......im Übrigen ist das Pressezentrum riiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeesengroß, riecht wie ein neues Auto nach Plastik und besticht durch eine offenbar in Aserbaidschan ausgeliehene Weihnachtsbeleuchtung. Sowas eigenartiges haben wir auch schon zwischen Euro-Club und Bahnhof bewundern dürfen...es glitzert und funkelt vor sich hin......

 

 

Musikalisch hat der Vormittag uns eine überraschend souveräne und gute Slowenin gebracht. Ich war von Hannah Mancini und ihren drei Tänzern mehr als überzeugt. Das Lied auf CD gefällt mir gar nicht, wird aber durch die Show entschieden aufgepeppt. Frau Mancini als entlaufene Domina, die Bühne mitsamt Laufsteg voll ausnutzend (na ja, sie hat auch elend lange Beine), kommt insgesamt gut......umso enttäuschter war ich von Birgit aus Estland.....in ihrem Tüllkleid sieht sie aus, als sei sie mit mitsamt Omis Gardinen in die Waschmaschine geraten. In der Pressekonferenz hat sie uns verraten, dass sie im Oktober Mutter eines Sohnes werden wird, doch das kann dieses Rüschendings (rechne rechne rechne 3ter Monat? 4ter Monat?) nicht rechtfertigen.....das Lied? Schon wieder vergessen...was die Interpretin am späten Dienstagabend auch wieder sein wird.....überragend für mich Natalia Kelly. Große Stimme, guter Background, viel Ausstrahlung.....ebenfalls eine der positiven Überraschungen. In der Pressekonferenz hat sie uns mit einer klasse Version von "Can't wait until tonight" von den Stühlen geholt. A-Capella gesungen. Wow!!! Alles gute für's Halbfinale, ich drücke alle Daumen. Zu den 6 jungen Tenören aus Kroatien kann ich wenig sagen. Eine steife, antiquierte und völlig uninspirierte Darbietung. Von Klapa S Mora hätte ich mir deutlich mehr erhofft. Enttäuschend. Gerade läuft die dänische Probe und ich musszugeben: Die Siegerin des diesjährigen ESC steht auf der Bühne. Mein favorisiertes Lied ist es ja nicht, doch als Gesamtpaket düfte Emmelie von nichts und niemand als sich selbst zu schlagen sein.....in Kürze geht's weiter...liebe Grüße Chris

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Ich komme gerade zurück vom Fanclubstand hier im Pressezentrum, den ich zusammen mit Chris für 2 Stunden betreut habe. Noch war nicht sehr viel los, wir haben die Wertungszettel eingesammelt der Akkreditierten, die jeweils die 10 Ländern der beiden Semis angeben sollen, von denen sie denken, dass sie ins Finale kommen. Es ist aber noch zu wenig an Wertungen, um da eine Tendenz zu posten. Und hier gehen wir im Rahmen des allgemeinen Sparkurses auch "Back to the roots", keine Bildschirmanzeige, wie wir sie in D'dorf hatten, nein, der gute alte Edding kommt wieder zum Einsatz.

Eine neue negative Überraschung gab es dann an den Pidgeon Holes, den Fächern, wo die Akkreditierten ihre Infos und Promomaterial hineingelegt bekommen. Da hatte man eine besonders schlaue Idee und hat die Fächer nach Ländern sortiert und durchnummeriert. Das hat jetzt die Folge, dass es unsere Fachnummer doppelt gibt, denn wir sind als Fans über OGAE International akkreditiert, und nicht über Deutschland. Ich hatte also fälschlicherweise dann plötzlich den Inhalt des Faches Deutschland statt meines bekommen, habe es aber brav zurückgegeben :wink: Man muss halt jetzt immer dazuschreiben: International!


Heute geht das Programm ja bis ca 23.00 mit den weiteren Proben und PK des 1. Semi. Ich hoffe, die anderen können nachher noch etwas posten. Es kann ja eigentlich nur besser werden.

Ach ja, noch nebenbei ein kleiner Lichtblick, es gibt hier sogar ein Restaurant, wo wir das 1. Mal seit wir hier sind, mal mittags etwas Warmes gegessen haben. Im Pressezentrum selbst gibt es Kaffee zur freien Verfügung, und weil das Wasser in Schweden so gut ist, was man uns laufend versichert, Kraneberger zum Selbstabfüllen, die Plastikflasche war teil der Erstausstattung!

Michael

 

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Elvira und ich haben brav alle Pressekonferenzen verfolgt. Es gab sicher paar Highlights, aber noch mehr lahmer Durchschnitt. Sehr mutig waren einige Fragen bei Belarus, z.B. von der Moderatorin (!), wie das Motto "We are one" in Belarus in Sachen Menschenrechten umgesetzt wird. Und auch ein polnischer Radiokollege fragte, warum das Siegerlied traditionell ausgetauscht werde. Dann war wieder die Moderatorin dran und meinte, was der weissrussische Präsident zu ihr vor dem Abflug gesagt habe. Alyona tat so, als verstehe sie die Frage nicht und meinte dann, es sei ein Gerücht, er habe gar nix gesagt, also auch nicht, dass sie gewinnen müsse. Ansonsten muss man wohl nicht sagen, was abging, als ein Wagen (!) mit prallgefüllten Plastiktüten in den PK-Raum geschoben wurde. Da aber schnell klar war, dass keine CD, sondern nur der Abfall der weissrussischen Zuckerfabrik in den Tüten war, hielt sich das folgende Chaos dann doch noch einigermaßen in Grenzen.

Bei Dänemark wurden an uns alle Flöten verteilt und man versuchte, die Journalisten dazu zu bekommen, die ersten Töne von "only teardrops" zu pusten, was viel Heiterkeit erzeugte.

Moldau hat seine PK abgesagt, gleich der Fan-Liebling Ryan aus Irland. Bis 23 Uhr ist ja nicht mehr lange... gähn...

Erwin

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Die Moderatorin war klasse. Ich hab ihr nach der weißrussischen PK aus tiefstem Herzen meine Hochachtung ausgesprochen, weil sie so deutlich bei Alonya ihre Einstellung zum Thema Menschenrechte abgefragt hat und wissen wollte, inwieweit sich das blonde Barbiegirl für dieses Grundrecht einsetzt. Die Nichtanwort "Ai wont to repräsänt mei kontrie and ai want to brink häppinäss" sagt alles. Die Moderatorin sagte im Gespräch mit mir, dass sie sich den Mund nicht verbieten lassen würde und sie stolz auf das tolerante und liberale Schweden sei, in dem jeder frei leben könne, egal on schwul oder hetero und gleich welcher Hautfarbe. Gerade deshalb müsse sie solche Fragen stellen. So muss sein und nicht wie in Düsseldorf 2011, wo ich wegen einer ähnlichen Frage so geprügelt wurde.

Auf der Bühne versucht gerade Robert Bellarosa, der eher chancenlose Belgier, sein Bestes...ach ja, eher ein Fall für Mitleid.....

Schauder.......die heutige Nacht werden mich garantiert Albträume plagen....da kommt man nichtsahnend nach ner Zigarette wieder ins Pressezentrum und was sehen meine ermüdeten Augen: Drei dem Babybordell entlaufene quietschebunte serbische Knallbonbons......um Himmels willen, wer hat sich denn diese Lolita-Nummer ausgedacht???? Damit geht der Babara Dex-Award an Cascada vorbei. Knapp nur, aber immerhin......

Chris

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Cascada wird ja ein neues Outfit tragen, das müssen wir erstmal abwarten ;-) Mittlerweile liegt hier eine Info aus, dass es wegen einer technischen Installation vor einigen Tagen hier heute diese Internetprobleme gegeben hat, und oh Wunder, jetzt funktioniert auch WLAN! Wir wollten gerade in der Pause etwas zu Abend essen, aber das Restaurant, das  ab 16.00 Uhr öffnen sollte, eröffnet erst am Montag, wir wurden in das Mittagsrestaurant geschickt, das aber immerhin in der Lage war, für  Elvira ein vegetarisches Nudelgericht zu zaubern, das nicht auf der Karte stand! Es scheint allmählich so, dass man hier ziemlich überrascht davon ist, dass wir alle  schon da sind! In der Stadt steht auch überall angeschlagen: Eurovision Song Contest vom 11. bis 18. Mai !?!?

Eine weitere Info gab es gerade über den Willkommensempfang. Das ist die nächste Enttäuschung und so strange, dass ich es zuerst nicht glauben wollte. Also: von 17.45 bis 18.15 haben die akkreditierten Journalisten die Möglichkeit, in einen abgesperrten Bereich am Roten Teppich vor der Oper zu gelangen, das Gleiche gilt für die akkreditierten Fans. DIeser Bereich wird um 18.15 geschlossen, ab 18.30 beginnt der Einmarsch der Nationen , der bis 20.40 beendet sein soll. Dann folgt von 21.00 bis 21.30 die Eröffnungszeremonie in der Oper, nur für die Delegationen, währenddessen werden die Akkreditierten in den Euroclub gefahren, wo dann die Willkommensparty steigt! Ist das zu glauben? Schmerzhafte Erinnerungen werden wach an den legendären Istanbulempfang auf einer Freiterrasse über dem Bosporus, ebenso in Kiew open air, im Rathaus in Oslo, und auch Düsseldorf konnte sich da durchaus sehen lassen! Tja, diese Zeiten scheinen nun endgültig vorbei zu sein:-(

Michael

 


 

SAMSTAG, 11. MAI 2013

1.00 UHR!

So, ein langer Probentag liegt hinter uns. Über die Probleme haben wir ja schon berichtet. Sicher muss ich auch selbstkritisch sagen, dass meine Enttäuschung zum Teil auch hausgemacht ist. Wir sind wohl zu früh angereist und hatten auch definitiv zu hohe Erwartungen an Schweden, was ja als völlig ESC-begeistert gilt.
Aber manche Sachen sind einfach auch nicht wirklich professionell hier. So finde ich es schon ziemlich peinlich, dass man bei den PKs immer neben den vorgedruckten Namensschildern der Interpreten auch immer wieder handgeschriebene Namensschilder einschieben muss, weil es offenbar nicht möglich war, im Vorfeld zu klären, wer auf dem Podium sitzen wird. Besonders krass war das bei Belgien, als gerade mal ein Schild gedruckt war. Immerhin war man davon ausgegangen, dass der Sänger Roberto Bellarosa vorne sitzen wird. Bei allen anderen musste schnell ein Zettel geschrieben werden. Hab ich so in der Form und Häufigkeit noch nie gesehen. Klar ist das kein Drama, aber auch nicht wirklich professionell...


 


Die Moderationen teilen sich ja "unsere" Katharina und Alexandra Pascalidou, eine Schwedin mit griechischen Wurzeln. Alexandra begrüßte die einzelnen Delegationsmitglieder aus Serbien und fasste es dann mit "Many -ic names" zusammen. Danach meinte die HoD, dass man in Serbien die besten Sängerinnen, die schönsten Mädels und die besten Lieder habe. Darauf ich zu Michael: "Warum haben sie dann denn keines mitgebracht?!".
Als Überraschungsgast tauchte dann plötzlich Marija Serifovic auf.
Ein Journalist fragte, warum man das Outfit im Vergleich zur VE komplett geändert habe und wie die Botschaft des Titels bei diesem Baby-Outfit denn transportiert werden solle. Auf die Antwort: "Wir haben einen berühmten Stage-Designer, der das so geplant hat" kam der Kommentar des Journalisten: "Fire him!!!". Angesichts der Tatsache, dass dieser Mann auch auf dem Podium saß, ein bemerkenswerter Satz.

Mit dem Belgier, der erst seit wenigen Monaten englisch lernt, schäkerte die Moderatorin eifrig. So wollte sie wissen, ob er denn mit seinen gerade mal 18 Jahren auch schon das erlebt habe, was er singe, halt "love kills". Als er das bejahte, fragte sie "Und im Moment?" Daraufhin er "Stehst du auf italienische Männer?". Schallendes Gelächter im PK-Raum und insgesamt ein erfrischendes Gespräch und eine Schlagfertigkeit, die wir Roberto in der Form gar nicht zugetraut hätten.

So, Michael sagt gerade zu Recht: "Wildes Getippe nachts um 1 Uhr, das kann doch nicht normal sein!!!". Also gehen wir jetzt pennen, zumal wir vorhin schon unsere geliebte "Brücke" zuende geguckt haben. Gute Nacht!!!

Erwin

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Während Ihr wahrscheinlich alle schon im Bett liegt, sitzen 4/5tel des ECG-Präsidiums um den Küchentisch unserer Malmöer Unterkunft versammelt und schreiben an verschiedenen Beiträgen für dieses Forum...viertel nach eins in der Früh ist es.....während die anderen bis zum bitteren Ende im Pressezentrum ausgeharrt haben, war ich im Euro Fan Cafe und habe mir eine Talkshow mit den slowenischen, österreichischen, kroatischen und bulgarischen TeilnehmerInnen angeschaut. Hat trotz des äußerst redseligen Moderators, der die Gespräche offenbar am liebsten mit seinem Spiegelbild geführt hatte, viel Spaß gemacht. Nette Idee der Veranstalter: Zu jedem Gast gab es ein eingespieltes Video mit "Vergangensheitsbewältigung" zu sehen (Natalia Kelly mit ihrer Girlieband, als sie 10 oder 11 war oder Hannah Mancini mit einem Video eines früheren Danceprojekts)...apropos.....ich befürchte, dass ich der Nächste sein werde dem die Schlafelegenheit hier gekündigt wird, doch auch heute Abend fand ich Hanna Mancini richtig gut....sie hängt sich voll rein, ist eins mit ihrem Lied, hat ne tolle Stimme und ist als Dancenummer super. Leider stehe ich mit dieser Meinung hier völlig verloren da und traue mich schon gar nicht mehr, sie fürs nächste Clubtreffen vorzuschlagen.....die Nächte hier sind nämlich ziemlich kalt und dann auf ner Parkpark...nöööö

Übrigens hat sich Hannah als Sympathisantin der Schwulen- und Lesbenbewegung geoutet, für deren Belange sie sich schon seit Jahren engagiere. Für sie sei es selbstverständlch, dass Menschenrechte nicht nur für Heten gelten. Fand ich gut, dass dieses Thema so deutlich angesprochen wurde.

Natalia Kelly war wieder mal ne Wucht, die Stimme haut einen total um und sie ist ne überaus nette Erscheinung. In meiner persönlichen Wertung steigt sie zusehends. Was den Bulgaren auch nach dem Auftritt heue Abend ebensowenig gelingt wie der kroatischen Klapa-Truppe....das Lied ist nicht mal schlecht, aber die Herren wirken bedauerlicherweise wie zweieinhalbklassige Tenöre von einer kleinen Dorfbühne. Schade drum.

So, nun aber von mir gute Nacht bw. Euch guten Morgen
Bis nachher
Chris

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....nach nem ausgiebigen Frühstück sind Elvira, Erwin, Michael und ich wieder in der Halle angekommen......der Siegel-Clan im Übrigen auch.....im Gegensatz zu uns, lächel, auch direkt von Fans umlagert. Mal sehen, was der Tag so alles bringt, gleich starten die Proben mit Lettland...bis später...liebe Grüße aus dem immer noch sehr ungesund riechenden Pressezentrum

Chris

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Hallo Ihr Lieben,

nach den Mühen des gestrigen Tages hier im Pressezentrum, nun auch von mir noch ein kurzer Stimmungsbericht kurz vor dem Start des langen Probentages.

Slowenien begann gestern den Tag. Frau Mancini im Raben-Kostüm hat zwar eine ganz hübsche Choreographie, lässt mich aber ansonsten völlig kalt. Zu austauschbar und belanglos und ich vergebe 2 von 10 Punkten.

Estland kommt sehr sympathisch rüber, was nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass es sich um drei Minuten gepflegter Langeweile handelt. Außerdem irritiert mich die Gardine mit dem Goldrand, das nur von der Windmaschine zerzauselt wird. 4 Punkte.

Österreich gefiel mir schon von Anfang an. Natália macht ihre Sache sehr souverän ist auch ein schöner Opener für das erste Semi. Allerdings wirkt sie auch ein bisschen kühl, genauso wie die Eiszapfen der Deko. 6 Punkte.

Kroatien. Hach. I like!!! Es ist natürlich ein Flashback in die neunziger Jahre, und genau deshalb bin ich hingerissen. Für mich passt auch die Inszenierung mit den traditionellen Roben, die an die Don Kosaken erinnern. 9 Punkte!

Emmelie aus Dänemark hat gestern ein bisschen ihre Stimme geschont, sodass der Gesamteindruck etwas gelangweilt war. Doch das macht gar nix, schließlich zählt erst der Auftritt, den sie perfekt meistern wird. Ich bleibe bei 10 Punkten.

Ja die Russen. Wir haben uns alle gaaaanz lieb und gemeinsam können wir die Welt ändern. Aha. Nach wie vor finde ich den Song wunderschön, der von einer Choreographie begleitet wird, wie sie Israel 1995 nicht hätte besser inszenieren können. Mein Fall ist es, aber man muss es realistisch sehen, im Jahr 2013 geht es eigentlich nicht. Trotzdem 8 Punkte.

Ukraine ist für mich der tragischste Fall in diesem Jahr. Der Riese Igor, der hier wie auf dem Jahrmarkt vorgeführt wird, zerstört die ganze Geschichte. In halb Europa werden die Menschen lachend vorm Fernseher liegen, und bis sie begreifen, was über sie kommt, ist der Song auch schon vorbei. Aber auch der bunte Bratenschlauch, den Zlata an hat, hilft nicht. Leider nur 4 Punkte.

Anouk ist Anouk ist Anouk. Ich denke schon, dass sie den magischen Moment auf die Bühne zaubern kann und habe ein gutes Gefühl für Holland. 8 Punkte.

Montenegro habe ich geschwänzt, aber im Schlachthaus konnte man es ja "bewundern". Meine Wertung liegt im Minusbereich!

Litauen. Gäääähhn. I delll juuu sammssing. 1 Punkt.

Alyona aus Weißrussland steigt aus einer Diskokugel. Wie originell. Natürlich ist alles bis ins kleinste Detail perfekt auf der Bühne umgesetzt und wird seine Liebhaber finden. Ich kann diesen Trash nicht mehr hören. 1 Punkt.

Moldau. Hmhhh. Das Kleid wird es ins Finale schaffen, auch wenn wohl der Pasha mit SVT im Klinsch liegt, da ihm die Beleuchtung nicht passt. Eine Presskonferenz wurde gleich mal abgesagt. Frau Moon fährt in luftige Höhen und irgendwie sieht es aus, als ob sie auf einem Scheiterhaufen steht. 3 Punkte.

Irland, Yeaaa. Für mich eher eine Überraschung in diesem Jahr, und zwar eine positive. Tolle Trommler und gute Show. Ob der Sänger am TV rüberkommt ,weiß ich nicht, da es in der Halle etwas dünn klang, wie bei so vielen gestern. 10 Punkte.

Zypern würde ich den Sprung ins Finale gönnen, es wird aber schwer. Dieser Ballade fehlt irgendetwas. Aber Despina macht es sehr schön. 7 Punkte.

Belgiens Roberto hatte deutliche Probleme, die Töne zu treffen, was sicher keinen überrascht. Er wirkt wie ein  angeschossenes Bambi. Lied ist nett, aber Finale? 6 Punkte.

Serbien hat wohl zuviel Obstbrand geschlürft. Sorry, ich kann es nicht ertragen. Alle ESC-Klischees werden erfüllt. 1 Punkt.
Stephan

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Hallo auch von mir, ich sitze gerade in der Pressekonferenz von San Marino. Die Valentina ist ja ne ganz nette, bescheidene, äußerst sympathische Person. Sie lebt und liebt dieses Lied, und ihr Ziel ist es nur, die Herzen der Menschen zu erreichen. Das Facebook-Stück war ja ursprünglich nicht für sie geschrieben, und sie habe sich damit dementsprechend auch nicht identifizieren und wohlfühlen können. Ralph Siegel meinte, er habe Valentina ja erst in Baku richtig kennenlernen können und habe ihr dann gesagt, wir haben jetzt 1 Jahr Zeit, dir einen Titel zu schreiben, der wirklich zu dir passt. Und aus 6 Titeln, die er für sie geschrieben hat, ist dann dieser ausgewählt worden. Es wurde gefragt, was passiert, wenn San Marino gewinnt, ob der ESC dann in Valentinas Wohnzimmer stattfindet. Der HoD meinte dazu, darüber würden sie erst nachdenken, wenn es soweit sei, alles sei möglich! Die 2. Probe war schon deutlich besser als die erste, zum Schluss klappte auch die "Entpuppung2 wesentlich besser. Nach wie vor bleibt die Frage, was soll diese beleuchtete Kugel, die sie sich vor den Unterleib hält.
Zu dieser Probe war ich das erste Mal in der Halle, meine Güte, ist die klein. Und der Innenraum ist fast zur Hälfte von der Bühne ausgefüllt und mindestens ein weiteres Drittel wird von der Technik in Beschlag genommen. Ich frage mich wirklich, wir da 2000 Fans noch stehen sollen. Na ja, umfallen wird wahrscheinlich keiner können bei dieser Enge.

Michael

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Den heutigen Probentag starteten die lettischen Jungs von PeR. Der Auftritt hat sich kaum veraendert. Eine Choreographie ist kaum vorhanden. Eher machen die beiden Saenger in ihren Glitzeroutfits auf Jedward und huepfen ein wenig herum. Neu aber ist eine Stage Diving-Einlage. Dazu liess sich der blonde Leadsaenger beim Rueckwaertsfall von mehreren SVT-Mitarbeitern auffangen. In allen drei Durchgaengen hat das gut geklappt. Ich bin gespannt, wie es im zweiten Semi laufen wird.

Auch der Auftritt San Marinos ist gleich geblieben. Valentina, gehuellt in einen schwarzen Mantel, kruemmt sich am Anfang auf dem Boden und haelt sich eine leuchtende Kugel vor ihren Bauch. Beim Tempowechsel reissen die Taenzerinnen Valentina den Mantel weg und sie erstrahlt in ihrem langen roten Kleid und gibt einfach alles. Stimmlich gibt es nichts auszusetzen. Ich bin noch immer ueberrascht, was fuer eine tolle Stimme sie ueberhaupt hat. Das Crisalide IHR Lied ist, hat Valentina heute wieder deutlich bewiesen. Ich denke, es gibt keinen Zweifel mehr, das San Marino ins Finale kommt.

Tobias

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Krista aus Finnland outet sich gerade in der PK als Riesen-Carola-Fan seit 1991 und gibt zum Beweis eine Einlage mit  "Fangad av en stormvind", sie haben extre eine Choreo heute Morgen einstudiert, und sie hat sogar eine eigene Windmaschine dabei in Form einer Assistentin, die Luft vor ihrem Gesicht wedelt. Wenn sie nicht gerade "Ding Dong" - schreiend durchs Pressezentrum rast, ist sie ja ganz nett. Angesprochen auf den Kuss mit ihrer Backing-Sängerin am Schluss, sagt sie, das sei doch im Jahr 2013 nichts Besonderes mehr, sie könne doch jeden küssen, den sie möchte.

Michael

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....ich kann mich nur wiederholen: Auch in der zweiten Probe ist Moran Mazor ganz ganz wunderbar......das unverändert unvorteilhafte Kleid ändert nichts an ihrer grandiosen Stimme, ihrer Leidenschaft und Ausdrucksstärke....sie lebt und leidet jedes Wort voller Inbrunst....wenn die Welt auch nur ein wenig gerecht ist, muss der israelische Beitrag ganz weit oben landen.....ich hoffe all die Leute, welche selbst an Morans Finaleinzug zweifeln, irren sich gewaltig.

Der bisherige Tag war ansonsten ereignislos......eine erwartet wunderbare Vaentina Monetta, unerwartet , weil stimmunsichere Mazedonier, ein befürchtet überinzenierter Aserbaidschaner und wie schon in den letzten Tagen supernervige Finninnen........nichts, was sich nicht schon in den ersten Proben angekündigt hätte....Ausnahme zu meiner Enttäuschung wirklich Mazedonien: Der Ton war grottig hoch drei, bumm bumm bumm plus kaum als Gesang warnehmbares Esma-Geschrei und ein stimmlich schwacher Lozano....bisher mochte ich den Beitrag sehr, aber so???? Bitte bis zum Halbfinale noch viele Stimmübungen betreiben.....

Chris

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Nachzutragen zu Mazedonien wäre, dass Lozano sich nun doch entschieden hat seinen Part auf Mazedonisch zu , ob's hilft? Es wurde in der PK auch gefragt, warum das Lied ausgetauscht worden sei, die etwas unbefriedigende Antwort des HoD war, dass man sich dazu entschieden habe, weil das mazedonische Volk sich gegen "Imperija" entschieden habe (ach was, gab's da einen Volksentscheid?), es würden aber wahrscheinlich beide Titel nach dem ESC als CD veröffentlicht.

In der bulgarischen Pressekonferenz haben wir nun endlich erfahren, was es mit der Maske auf sich hat, es sei eine traditionelle Karnevalsmaske aus Bulgarien. Dort fänden in jedem Jahr überall von Januar bis März Karnevalsfeste statt, wo man solche Masken trage. Habe ich was verpasst, haben wir Januar bis März und sind in Bulgarien??? Elitsa verkündete ganz stolz, dass sie eine ganz neue Trommelkollektion auf der Bühne haben! Von der isländischen PK wird Erwin gleich berichten.

Wahnsinn! ByeAlex und sein Gitarrist haben gelächelt, einmal sich gegenseitig an-, und einmal jeder für sich! Dazu trägt er jetzt statt Baseballkappe eine Wollmütze. Jetzt muss es klappen! Im Ernst, ich glaube nach wie vor, dass es so sehr schwer werden wird mit dem Finaleinzug, schade eigentlich.


So nebenbei haben wir erfahren, dass die spanische Delegation die Jungfernfahrt eines Kreuzfahrtschiffes dazu genutzt hat, nach Malmö zu kommen. Morgen sind ja endlich die Proben der BIG 5 und Schwedens und damit natürlich auch von Cascada! Und im Hintergrund kommt es mir so vor, als wenn die Griechen bei der PK den ESC-Song von Athena schmettern! Was es alles gibt!

Michael

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Ich war gerade ebenfalls erstaunt, dass die beiden tatsächlich gelächelt haben. Das macht sie doch schon sympathischer! Ich hatte durch alle drei Probendurchgänge hinweg eine Gänsehaut. Es wirkt in der Halle doch ganz anders als im Pressezentrum vor den Bildschirmen. Die Wollmütze steht ByeAlex übrigens ganz gut!

Tobias

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Hier bin ich mit Island... Hach, kann eigentlich noch gar nicht schreiben, so toll war es wieder. Am Schluss gab es eine acapella-version von "Eg a lif". Ich habe das Lied inzwischen in etlichen Versionen gehört und finde alle klasse. Aber es war nicht nur in Puncto "Gänsehaut" ganz großes Kino, sondern auch in Sachen "Comedy".
So fragte die Moderatorin, was er mit dem Lied ausdrücken und wen er besonders erreichen will. Daraufhin Eythor: "My wife and my 3 children!". Was Alexandra zur Gegenfrage brachte: "Dafür brauchst du 120 Millionen Zuschauer? Redet ihr zuhause nicht miteinander?". Eythor kurz und trocken: "No!"
Das Gelächter steigerte sich noch, als Alexandra ihn auf seine Hauptrolle im Musical "Jesus Christ Superstar" ansprach und meinte: "Du siehst auch tatsächlich aus wie Jesus. Also, ich meine, ich habe ihn noch nicht wirklich getroffen, aber du siehst so aus". Darauf er: "ich bin DEIN Gott!"
Am Schluss bekam er das obligatorische Island-Kissen überreicht, weil die Stühle im Green-Room laut Hera Björk so kalt seien. Am Ende der PK gab es tosenden Beifall, und ich hoffe wirklich sehr, dass wir "Eg a lif" nächste Woche zweimal hören.Mindestens! 

Die Griechen wurden wieder mal auf die Teilnahme trotz Finanzkrise angesprochen. Die übliche Antwort: "Wir sind ein frohes und fröhliches Volk und wollen nicht in Depressionen versinken. Und der ESC ist uns wichtig."
Eine ukrainische Journalistin überreichte Alkohol "for free", weil er in Schweden doch so teuer sei. Ach...
Außerdem sangen sie kurz "For real" von Athena, ihren ESC-Lieblingssong, der ja auch Ska sei wie ihr Song zum Teil.

Erwin

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Gerade ist die israelische PK mit einer supersympathischen Moran Mazor und einem Wachhund von Head of Press vorüber. Der gute Mann schaut und redet immer, als wolle ihm alle Welt Böses. Überrascht war ich darüber, dass hier auch politische Fragen zugelassen sind. So wurde die israelische Delegation gefragt, wie sie dazu stünde, dass es hier in Malmö eine Demonstration gegen die Teilnahme Israels am ESC geben soll. Antwort des Head of Press: Bedauerlicherweise habe keiner der Organisatoren der Demo mit ihnen gesprochen, sie seien aber jederzeit dafür offen. Im Übrigen sei Schweden ebenso wie Israel ein freies Land und jeder dürfe natürlich demonstrieren, auch wenn er in diesem Fall anderer Meinung sei. Ich finde es mehr als gut, dass die reale Welt beim ESC zunehmend nicht mehr ausgeklammert bleibt. Meiner Meinung nach dürfen die politschen Zustände in den Teilnehmerländern beim ESC nicht unter den Tisch fallen.

Bedrückend für mich die Nachricht, dass es im Hotel der israelischen Delegation wohl heute eine Bombendrohung gegeben haben soll. Nicht nur deswegen stehen Mran Mazor und ihr Team auch unter verschärftem polizeilichen Schutz (leider nichts Neues für die Israelis). Schrecklich, dass dies offenbar notwendig ist. Ich finde es auch wichtig und richtig, dass jeder seine Meinung sagen und sich dafür einsetzen darf. Aber doch bitte immer nur mit friedlichen Mitteln. Das sollte für einzelne Menschen ebenso wie für Organisationen und erst recht für Regierungen gelten. Gewalt kann nie niemals ein Weg oder eine Lösung sein.

Sorry, das musste ich jetzt loswerden.

Zum Abschluß der PK überraschte Moran Mazor mit einer Balladenversion von Loreens "Euhoria". Seufffzzz, diese Stimme..... Über das neue, auch gezeigt Video zu ""Rak bishvilo" muss ich allerdings das gnädige Mäntelchen des Schweigens breiten. Das gilt auch für Morans Kleid (oder was auch immer das golddurchwirkte Teil darstellen sollte), was sie während der PK getragen hat.

Chris

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Diese griechisch-schwedische PK-Moderatorin Alexandra ist ganz schön frech. Da fragt sie den Ungarn, wie er zu seinem Künstlernamen gekommen sei, er erklärt, dass er immer zur Begrüßung und zum Abschied zu seinen Freunden "Hi" und "Bye" gesagt habe, und daraufhin habe er den Spitznamen "Bye Alex" bekommen. Daraufhin sie zum Publikum gewandt und etwas abschätzig: "Ist ja schon merkwürdig, wie manche Künstler an ihre Künstlernamen kommen", dann spricht sie ihn darauf an, er habe ja Tattoos, was das denn für welche seien, daraufhin er: Die kann man so nicht sehen" und sie : "Dann zieh dich doch aus", dann zeigt er 2 Tattoos auf dem li Unterarm und erklärt, das dass eine die Budapester Kathedrale sei, weil er das Bauwerk sehr bewundere, und das andere stelle Nietzsche dar, womit sie zunächst nichts anfangen kann, dann fällt aber der Groschen und sie fordert ihn auf, doch etwas von NIetzsche zu zitieren, er: "Man muss Nietzsche gelesen haben, um das zu verstehen!!" Sie fragt, ob seine Familie auch so musikalisch sei, er: "Nein, meine Eltern sind einfache Leute"" und sie: "Muss man kompliziert sein, um Musik zu machen?"
Die Israelin sagt, angesichts der Bedrohungen vertraue sie und glaube fest an Gott, und Alexandra: ...und auf gute schwedische Polizisten!" Im übrigen stellt sie selbst die meisten Fragen und, lässt die Interpreten oft kaum ausreden und es bleibt wenig Zeit für die Presse, Fragen zu stellen. Sie erinnert uns stark an eine griechische Reporterin von STAR-TV, die immer sehr aufdringlich war!

Michael

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So nun sind wir Miguel und ich mit dem Auto nach 7 Stunden Fahrt in Kopenhagen angekommen. Dort ist unsere Unterbringung, da wir somit direkt gegenüber Malmö wohnen, ist es als Standort für den ESC aus unserer Sicht Klasse.
Angekommen, haben wir haben natürlich sofort rübergemacht, mit dem ÖPNV geht es per 2 Stationen nach Malmö. Malmö selbst ist eine moderne Stadt, die großen Wert auf Ökologie legt. Das Pressezentrum war schnell gefunden, so dass wir uns gleich ins Getümmel stürzen konnten. Wie jedes Jahr ein großes Hallo, man trifft alle möglichen Leute - wie ein Klassentreffen -.
Das Pressezentrum selbst ist in einer Halle, etwas dunkel, aber alles ist selbst auch dort schnell gefunden, Infodesk, Konferenzraum und dann rein in den Trubel der Pressekonferenzen.
Die Niederländerin, ganz allein auf dem Podium wirkt sehr cool, macht eher einen etwas gelangweilten Eindruck, wenn das nicht mal schief geht.
Und besonders überraschend war die Pressekonferenz von Serbien, das Beste halt zum Schluss, die Gruppe plaudert lustig vor sich hin und soll noch einen Beitrag vorsingen, da entscheidet man sich für Molitva. Das Grüppchen singt los und ruck zuck kommt die Siegerin aus Helsinki auf die Bühne und der Saal tobt, war schon toll die Idee.
Nach Ende des Interview Marathons geht es nun gegen 23 Uhr wieder Richtung Heimat nach Kopenhagen. Wir sind zwar totmüde, aber freuen uns tierisch auf morgen. An alle Daheimgebliebenen herzlichste Grüße aus dem hohen Norden

Burkhard und Miguel

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Hallo aus Malmö,

Wie Burkhard geschrieben hat, sind wir am 09.05 gut angekommen.
Gestern haben wir das volle Programm mit dem ersten SF durchgemacht. Normalerweise hätten wir 16 Pressekonferenzen erleben müssen, doch Moldau ließ die PK in letzter Minute ausfallen. Ansonsten ist die Pressehalle sehr, sehr groß, aber auch sehr dunkel. Halle und Pressehalle sind sehr nah zusammen und man muss nur kleine kurze Wege in Kauf nehmen, zum Glück.

Über die Proben brauche ich hier nicht mehr viel zu sagen. Dazu haben unsere anderen ECG-Freunde genug geschrieben.

Slowenien:
Hannah ist echt eine ganz Nette. Sie spricht natürlich fließend englisch, was für uns hier in der Halle sehr angenehm ist. Viele Überraschungen hat sie uns nicht erzählt, doch es war zum Start angenehm.

Österreich
Natalie ist echt eine ganz Süße. Die strahlt, finde ich, was ganz Besonderes aus. Sie erzählt vieles über Ihrer Herkunft und über die frühen Jahre als Sängerin.
Nachher bei der Fotowand war sie zu uns ebenfalls wie ein Engel.

Dänemark
Ich finde das Dänische weiterhin nicht den Hit. Der Funke fehlt total. Ich habe sie kurz in der Halle gesehen, und auch dort fand ich sie nicht sooo überzeugend.

Russland
Dina kommt sehr gut rüber. Sie wirkt sehr sicher und sympathisch. Bei der PK hat sie mit der englischen Sprache kleine Probleme, aber man verzeiht ihr es. Für mich sicher im Finale und sicher in den Top Ten, aber dieses mal gerecht. ;)

Ukraine
Die kleine Prinzessin mit dem Riesen. Das Verhältnis ist echt sehr groß. Mal was anderes. So zieht sich mal keiner aus, oder wird mit Sand gespielt oder was auch immer.
Ob das was hilft, keine Ahnung.

Niederlande
Anouk hat mich sehr überrascht. In der Pk kommt sie sehr cool rüber. Sie spricht gleich Klartext und nicht viel herum. Finde ich gut. Sie steht total hinter ihrem Lied, was wichtig ist. Kann eine Überraschung geben.

Montenegro
Die Pk war genau so spannend wie das Lied. 

Lithauen
Nachdem ich Andius in Amsterdam erlebt habe, kamen hier keine neue Überraschungen.

Belgien
Ich finde, Roberto schau irgendwie krank aus. Zum Lachen geht er auch in den Keller. Er ist sehr schüchtern, doch trotzdem hat er in alle Kameras gelächelt. Im allgemeinen ist er aber nicht so auffällig.

Irland
Ich finde, der Typ sieht aus wie Bulli. Er nuschelt sehr beim Reden, doch trotzdem versteht man ihn. Er ist echt sehr kommunikativ und lacht ohne Pause. Macht ihn sehr sympathisch. Ich mag sein Lied sehr. Ich hoffe er kommt weiter.

Zypern
Die PK war wirklich nicht aufregend. Eher langweilig. Schade.

Belarus
Natürlich wie immer, Tonnen von Promo, also Tonnen von Zucker. Alles sehr bunt und NETT. Aber nicht wirklich gut. Sie sprach kein Wort englisch, also wie gewohnt. Auch die Frage über die Menschenrechte von der Moderatorin fand ich völlig überflüssig. Man kennt doch die Antworten.

Serbien
Alle schimpfen über Serbien. Ich finde es OK. Endlich kein Weine-Lied wie fast typisch aus Serbien. Alles sehr bunt und süß. Die Bitte aus dem Saal, den Modeschöpfer zu kündigen, war völlig unpassend. Schön war die "Überraschung", dass Marija mit Molitva in den Saal dazu kam. War der Höhepunkt.

Estland
Kann mich nur noch an die Sängerin erinnern, dass sie sehr hübsch ist. Sonst keine Erinnerung.

So hier eine sehr kurze Zusammenfassung von Gestern.
Ich gehe schnell zur PK von Albanien. Bis Morgen mit der Zusammenfassung von heute (SF2)

LG aus Malmö, Miguel

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Die letzte Probe für heute, unser "Liebling", der Rumäne, hat gerade zu Ende "performt", ich konnte jetzt so mit einem Auge keine großen Unterschiede feststellen  bis auf die Tatsache, dass Cezar sich nun mit glattrasierter Brust präsentiert. Gerade stimmte  jemand hier laut den Refrain an, und das halbe Pressezentrum "countertenorte" mit, allgemeines Gelächter!

Dann gab es heute die Info, dass wir als Akkreditierte jeweils 1 Ticket für das Juryfinale am Mittwochabend bekommen könnten, warum nur für das 2. Semi, bleibt eines der vielen bislang ungelösten Rätsel von Malmö... Elvira, Chris und ich werden also dann doch einmal eine Show in der Halle sehen- sitzender Weise. Denn wir haben alle keine Ticketpakete (von wegen langem Stehen, Enge usw.) Erwin wird uns ja leider am Montag schon wieder verlassen!

Michael

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Ich habe mir die georgische PK gespart, laut Chris, der sich schon auf dem Weg zur weißrussischen Party im Euroclub befindet, wirkten Sophie und Nodi genauso gekünstelt wie auf der Bühne, sie scheinen nur für diesen Auftritt zusammengeklöppelt worden zu sein, sie antwortete auch ausweichend auf die Frage, ob es eine weitere Zusammenarbeit nach dem Contest gebe.
Und lt. Elvira, die gerade noch Mitgliedermails beantwortet (wohlgemerkt, es ist Samstagabend 22.30!) war meine "spezielle" Moderatorenfreundin Alexandra auch dort ziemlich unverschämt. Als Nodi meinte, er antworte lieber auf Georgisch, weil sein Englisch nicht gut genug sei, meinte sie, sein Englisch sei doch fabelhaft, und alles auf Georgisch würde zu lange dauern, dann würden sie ja nie fertig!
So, das war es für heute, wir tun uns gleich zwar noch die rumänische PK an, aber etwaige neue Erkenntnisse gibt es dann morgen, denn wir machen uns dann auf ins Euro Fan Café, wo heute DJ Ohrmeister auflegt, und da wir letztens schon geschwänzt haben wegen "Brücke", müssen wir uns da jetzt wirklich mal sehen lassen!
Also, liebe Grüße, eine guter Nacht, bis morgen zur Probe der BIG 5 und Schwedens!

Michael

 


 

SONNTAG, 12. MAI 2013 

 

2:15

Guten Morgen allerseits,

wir kommen gerade von der Disco im Euro-Café, wo Konstantin und ein israelischer DJ in 2 Räumen auflegten und wo wir auch wieder neue ECGler begrüßen durften. Schön, dass ihr hier seid!!
Ich bin immer noch ganz aufgedreht vom Tanzen und Mitsingen, daher schreibe ich jetzt noch kurz was zu einigen der PKs, bevor ich gleich dann auch ins Bett falle.
Insgesamt finde ich das Niveau der Fragen, die gestellt werden, deutlich besser als in den meisten Jahren zuvor. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber besonders die kritischen Fragen gefallen mir. So wurde Armenien von einem Holländer gefragt, ob man wirklich in den Niederlanden jedes Jahr jede Menge Telefonkarten aufkaufen würde, wie Gerüchte besagen. Dem widwrsprach die HoD natürlich vehement, Grund für die hohen Punktzahlen in Niederlande, Belgien usw. sei das "Diasporavoting" der vielen dort lebenden Armenier. Die kecke Alexandra meinte, ob das auch für Schweden gelte, was ihr einen bösen Blick und ein vorwurfsvolles "No, not Sweden, you never vote for us!!!" einbrachte. Nachfrage des Journalisten, ob es denn nicht besser sei, statt generell für ein bestimmtes Land für das beste Lied anzurufen, bejahte die HoD zwar, meinte aber, dass es doch völlig logisch sei, dass man für seine "Schwestern und Brüder" stimmen würde.
Ich gebe Michael Recht, was die Art und Weise der Moderation von Alexandra angeht, allerdings lockert ihr loses Mundwerk auch manche PK auf und sorgt für große Erheiterung. Insofern... gefällt das mir ;o)
Noch krasser wurde es bei Rumänien. Alexandra machte schon eine ziemlich anzügliche Bemerkung, als Cezar sagte "Ich ging mit Vivaldi ins Bett". Dann wurde er gefragt, warum er sich nur teilweise rasiert habe, nicht alle Brusthaare seien entfernt worden, worauf Cezar schlagfertig konterte: "Der Rasierapparat muss erst wieder aufladen, bevor ich den Rest entfernen kann". Doch dann kam die Krönung. Besagter holländischer Journalist fragte, ob das Lied tatsächlich ernst gemeint oder ein Witz bzw. eine Verarsche des ESC sei. Dem widersprach Cezar und blieb ganz cool, während das ein oder andere Delegationsgesicht merklich einfror.
Kurz darauf fragte Alexandra, ob jemand aus der Presseschar das Lied singen könne. Unser niederländischer Kollege sang das Lied (er war es auch, der es schon beim Auftritt nachgesungen hatte, wie Michael schrieb), allerdings mit eigenem Text, wie z.B. "Ich habe mein Brusthaar rasiert und mein Lied ist kein Joke!". Cezar blieb nach wie vor erstaunlich ruhig und lobte die Stimme des Holländers, und der Komponist meinte sogar, sein nächstes ESC-Lied solle der Niederländer singen. Kurz danach war die PK zu Ende und ein muskulöses Mitglied der Delegation baute sich ziemlich furchteinflößend vor dem Holländer auf... Auf jeden Fall waren einige kein bisschen "amused", das war nicht zu übersehen.

So, mein Bett ruft, mal gespannt, was wir morgen von den Proben der Big 5 und Schweden erzählen können.

Gute Nacht
Erwin

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Guten Morgen,
wir waren - für meine Verhältnisse - zu spät im Bett und dementsprechend noch ziemlich angeschlagen. Und da wir uns ja zu 4 ein Bad teilen und alle möglichst sauber zur deutschen Probe und zur Willkommensparty erscheinen wollten, haben wir es leider nicht geschafft, die spanische Probe zu sehen. Die Französin gefiel mir überraschend gut, sogar das Lied, das ich bisher nicht so mochte. Sie hat im Gegensatz zum letzten Jahr Anggun keinerlei Showelemente, sondern sie steht da und singt sich die Seele aus dem Leib, und das reicht!

Michael

 

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Hej,
heute nun steht Mutti zum ersten Mal auf der Bühne. Cascada is in the house und hat schon lustige pinke Tragetaschen verteilt. Wie schon bei den Ländern des Semis verfolgen wir die ersten Proben der Big 5 und Schweden nur auf Leinwänden. Gerade röhrt die Französin so vor sich hin und sieht noch ein bisschen derangiert aus. Stimmlich fällt sie schon auf und ich glaube, dass der Beitrag seine Liebhaber finden wird. Mir sind schon die drei Minuten zu viel.

Gestern hat es uns noch auf die schöne Nordic Party verschlagen, auf der alle nordischen Länder ihren Beitrag zum Besten gaben und sich unter das erlesene Volk mischten. Selbst Krista konnte mich auf der kleinen Bühne mit ihrer positiven Energie begeistern. Emmelie stand mit den Autoren ihres Liedes auf der Bühne und sang eine unplugged Version von „Teardrops“. Hometownboy Robin durfte als letzter die Gäste begrüßen und wirkte sehr locker und sympathisch. Allerlei Delegationen aus anderen Ländern waren auch vertreten, wobei die Party auf zwei Stunden begrenzt blieb und auch an Getränken gespart wurde. Kurz vor Mitternacht mussten wir dann noch einen Burger King plündern, um nicht dem Hungertod in die Hände zu fallen. Zeitgleich lud Weißrussland zu einem üppigen Empfang in den Euroclub, wo so richtig aufgetafelt wurde, ließ ich mir sagen. Die Diktatur lässt die Puppen tanzen. Gewöhnungsbedürftig.

Kreisch. Gerade hat Cascada die erste Probe abgeliefert. Und ich bin ja kein großer Fan, ABER, gerade flippe ich aus. Ein traum von Kleid, wer hätte das gedacht. Zwar gibt es wieder eine Treppe, aber sehr transparent. Es gibt ein Sturzpotential, fast wäre sie beim Gang über den catwalk über die Schleppe gestolpert. Am Ende musste sie sehr lachen und zeigte auf ihre Schuhe. Das wird sie aber noch lernen. Ich bin begeistert.
Stephan

 

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Großer Applaus im Pressezentrum nach Cascadas erster Probe. Leider ist die erste Probe ja ohne akkreditierte Fans und Presse, insofern sitzen wir nicht in der Halle. Aber, es war klasse!!! Natürlich noch nicht perfekt, aber aus meiner Sicht grandios. Tolles Kleid, paar Kilos weniger, eine Glas-Treppe, tolles Licht, 2 nette Backings und eine strahlende Power-Cascada, die schon richtig Gas gab und auch den Catwalk nutze. Hach, das war echt die beste erste deutsche Probe, an die ich mich erinnern kann. GEIL!!!!!
Die Anderen schreiben auch gerade eifrig, insofern fasse ich mich mal kurz.

Erwin

 

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Kompliment. Ganz ganz großes Kompliment an Cascada......

Ein goldenes Kleid, was mehr als das allenotwendigste bedeckt, tres chic und elegant, frisch blondierte Haare, offenbar ein paar Kilo weniger und eine Glastreppe....

Ein sehr eleganter, gut gesungener Auftritt, der das in meinen Augen weniger gelungene Lied mehr als vergessen macht!!!!!!!!!!!!!

Super, auf diesen Auftritt können Cascada und wir alle stolz sein. Wow!!!!!!!!!!!!!!!!!

Kein Vergleich zum Vorentscheid in Hannover.

Applaus von mir, Chris

 

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Bin auch total begeistert, ich liebe dieses aparte Kleid, ich liebe die superschönen harmonischen Lichteffekte, tolle LEDs, Cascada ist grandios, einzig an einigen Kameraeinstellungen könnte noch was verändert werden, aber da bin ich zuversichtlich, das stimmte bei Lenas 1. Probe damals überhaupt nicht, und hinterher war es super. Sie hat beim 2. Durchlauf vor dem Treppenabgang die Schuhe ausgezogen, vielleicht nur bei der Probe? Ich finde, sie sollte es sicherheitshalber beibehalten!

 

 

Und der letzte Durchlauf mit Pyro und Goldregen! Riesenapplaus hier im Pressezentrum! Jetzt gibt gleich Petra Mede eine Pressekonferenz, bis später!

Michael

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Ich bin ebenso begeistert! Was ihr Kleid angeht... WOW!!! Ich denke, mehr muss ich da nicht sagen. Nathalie hat wirklich schon alles gegeben. Mir gefaellt es, das sie zum Ende des Auftritt den Catwalk benutzt, das hat was! Im letzten Durchgang gab es noch den Goldregen. Passt, aber muss nicht wirklich sein. Ich fuehle mich schon gerade ein bisschen stolz... 
Tobias

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Info zu den nachbestellten Membershipkarten:

Heute gegen 18Uhr Ausgabe der nachbestellen Membershipkarten vor dem Euroclub im Slaghuset, in der Nähe vom Bahnhof.
Für die später Anreisenden wird es weitere Übergabetermine geben

Elvira

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Hier noch ein Nachtrag zu gestern: (ich darf übrigens noch in der Klaragatan wohnen!!!)

Ich war gespannt auf die Pressekonferenz von Albanien und ich glaube, das war bisher die PK, die am schlechtesten besucht war. Das lag vielleicht auch daran, dass es viele schon zur Belarus-Party gezogen hat. Aber das kann nicht der alleinige Grund gewesen sein, denn später bei Georgien war es schon wieder etwas mehr gefüllt. Irgendwie schon schade für die albanische Delegation. Wir haben erfahren, dass Adrian nicht nur Musiker ist, sondern auch als Anwalt in Montenegro arbeitet und dass das Lied eigentlich länger war als die vorgeschriebenen 3 Minuten, wie es bei Rockliedern häufig der Fall ist, aber das Kürzen wäre dann aber gut gelungen und man ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Das Lied "Identitet" wurde in Schweden produziert. Man hatte wohl auch Engand und Deutschland zur Auswahl, sich dann aber für Schweden entschieden. Es wurde dann auch nach den Favoriten gefragt und da wurde neben Griechenland auch Zlata aus der Ukraine genannt. Warum? Weil sie so gutaussehend ist... Da kam dann prompt der Komentar der Moderatorin, dass es kein Wettbwerb sei, wo es um Schönheit geht. ACH! Übrigens war der Designer der Bühnenkleidung auch anwesend. Man war der Meinung, dass die goldabgesetzten Oberteile gut zum Lied passen würden. Aber bei der Frage der Outfits lag Albanien leider schön öfter für mich daneben. Ich stehe immer noch allein auf weiter Flur mit meiner Vorliebe für den albanischen Beitrag. Dann gab es abends im Shuttlebus noch unerwartete Unterstützung. Ein niederländischer Journalist erkläre, dass der albanische Titel ein sehr gut gemachter und qualitativ hochwertiger Song sei. ICH habe es ja immer gesagt, aber mir wollte keiner glauben....

Elvira

 

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Schweden spaltet hier gerade mal wieder das Team: Chris findet das Outfit elegant, würde das gern selbst mal tragen! Erwin spricht von vergessenen Küchentüchern, die Robin und seine Tänzer anhaben. Ich enthalte mich da mal, der Auftritt ist okay, obwohl ich das Lied ja nicht mag.
 

 
DIe Choreo ist eigentlich ziemlich belanglos, es wird um ihn herumgetanzt, ist ganz nett anzusehen, mehr nicht.

Bonnie Tyler steht mit Band auf der Bühne, in der rechten das Mikro, mit dem li. Arm fuchtelt sie herum, gegen Ende schreitet sie den Catwalk ab und wird dann am Ende in die Höhe gefahren. Ich liebe dieses Lied, aber der Auftritt ist ziemlich unspektakulär, da kommt bisher nichts rüber, schade.

Michael

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...stimmt...im Gegensatz zum Lied finde ich die Outfits der Schweden super....wäre ich 35 Jahe jünger, würd ich das auch gern anziehen

Momentan probt ne alternde Kneipenwirtin, frisch dem Pub entlaufen und gröhlt irgendwas von "Believe in me".....unerträglich für mich.

Chris

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Beim Meet & Greet war Cascada total umlagert, sie war im Kurzinterview mit meiner "Lieblingsmoderatorin" Alexandra sehr sympathisch und schlagfertig, natürlich galt die 1. Frage der Ähnlichkeit mit "Euphoria", ja, es seien beides Dancesongs, und sie, Cascada, singe Dancesongs seit 10 Jahren! Dann war es anschließend sehr schwierig, an Natalie heranzukommen, da sich eine lange Schlange gebildet hatte. Chris und ich konnten dann aber doch kurz mit ihr sprechen und ihr die T.O.M.   überreichen, die sie gern in Empfang nahm und direkt begeistert war von unserem Titebild: "Ich liebe dieses Foto!" rief sie aus. Ich auch, liebe Natalie, deshalb habe ich es für den Titel ausgewählt ;-) Anschließend gab es dann Einzelinterviews in einer "Interviewbox", in der es wohl sehr heiß sein muss. Glücklicherweise konnte Erwin sein Interview mit dem HoD Torsten Amarell vor dieser Box führen (demnächst auf PRIDE 1 in unserer ESC-Nachbetrachtung zu hören und in der T.O.M. nachzulesen).

 

 

A propos T.O.M.: Ich habe mich heute sehr gefreut über das große Lob der Artist & Repertoire (A&R) Direktorin eines großen deutschen Plattenlabels für die neue T.O.M.! Danke auf diesem Weg auch noch einmal allen Autoren! Das Meet & Greet mit dem Schweden haben wir fast verpasst, aber wir haben uns  nur gewundert, dass nicht so viel schwedische Lokalpresse vertreten war wie erwartet. Jetzt warten wir auf Bonnie Tyler. er Auftritt des Italieners war völlig langweilig und unauffällig, er hat wohl eine Erkältung, stand da wie ein Schluck Wassser in der Kurve und hat auch das Meet & Greet abgesagt.

Michael

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Hier schonmal eine Ankündigung für alle Malmö-Reisenden! Das Management von Cascada hat auf unseren Wunsch hin einiges an Fanartikeln mitgebracht. Wir werden noch verkünden, wie wir die Dinge an den Mann bringen werden. Morgen müssen wir die erstmal am Delegationshotel abholen und sichten.

Michael

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Nachzutragen ist noch die PK von Petra Mede, die nun nicht zum Umwerfen lustig war wie vielleicht erwartet. Das Konzept sehe zwar war, auuh den einen oder anderen Lacher beim Publikum auszulösen, aber es solle keine Comedy-Show werden! Aber man habe sich auch deswegen für nur eine Moderatorin entschieden, so Christer Björkman, um dieser einen  Moderatorin genug Raum zu geben. Und das Moderationskonzept sei nicht so starr, dass es nicht Platz lasse, damit Petra sich entfalten könne. Alle Kleider für die den letzten Monaten Englisch- und Französischkurse belegt, um ihre Aussprache zu perfektionieren, natürlich wolle sie keine Lill-Lindfors-Kopie sein (sie wurde auf den Kleidertrick angesprochen) , aber man könne doch die eine oder andere Überraschung erwarten.

 

 

Bonnie Tyler sang in ihrem Meet & Greet "Total eclipse of the heart" und die ganze Presse sang mit. SIe bat inständig darum, dass man ihr doch ein paar Punkte gebe, aber sie findet diesen Jahrgang sehr stark und es sei sehr schwer.

So, das war es jetzt erstmal, wir machen uns gleich auf in den Euroclub, um den Einmarsch der Nationen auf dem Roten Teppich in unserem "geliebten" Kino zu verfolgen, besser, als 2-2,5 Stunden dort vielleicht in 3. oder 4. Reihe stehen zu müssen und  nichts zu sehen und zu frieren (ich bekomme mal wieder die übliche ESC-Erklältung befürchte ich).

Michael

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Jetzt sitzen wir also hier in unserem Kino, insgesamt 22 Personen! Als wir aus dem Pressezentrum kamen, standen schon eine Menge Presseleute an der Shuttle-Bus-Haltestelle, endlich kam ein Bus, aber die Busfahrerin verbot uns einzusteigen, sie habe jetzt die gesetzlich vorgeschriebene Pause, und ob andere Busse kämen, hänge von den anderen Busfahrern ab! Es war ja auch nicht so wichtig, die Leute der Presse jetzt zur Oper zu fahren, wo sie in einem Zeitfenster von 30 Min. ihre Stehplätze einzunehmen hatten! Wir haben dann den Zug genommen....
Der Rote Teppich ist wesentlich kürzer als z.B. der in Düsseldorf, die Delegationen werden mit PKWs vorgefahren, zunächst erschienen Christer Björkman, Petra Mede und Loreen, danach der Vorjahresveranstalter Aserbaidschan, danach dann in alphabetischer Reihenfolge, was den Vorteil hatte, dass zwischen Aserbaidschan und Armenien Albanien schritt.
Schön, dass am Anfang des Teppichs eine WE ARE ONE-Wand steht, wo zunächst offizielle Fotos gemacht werden. Das ganze wird von einem schwed. Moderatorenpaar vom Opernbalkon aus kommentiert. Es werden kurz die jeweiligen VIdeoclips eingespielt und wir erfahren Wichtiges und Unwichtiges über die Interpreten. Sie lobt natürlich die Frisuren und Kleider der Interpretinnen. Er fordert die - wie es aussieht - nicht und widemsehr zahlreiche - Malmöer Bevölkerung auf, zu winken, wenn sie eine Kamera sehen. So, ich mache erstmal Schluss und widme mich diesem ganz intensiv diesem EInmarsch der Nationen. Wir sind gespannt, wie es dann nachher hier bei der Willkommensparty weitergeht. Dazu dann entweder heute Nacht oder morgen früh mehr!

Michael

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Hallo an Alle,
der Tag begann mit einer Präsentation der Moderatorin im Rahmen einer Pressekonferenz. Die diesjährige Moderatorin Petra Mede ist in Schweden sehr bekannt und plaudert während der Konferenz über ihre Erfahrungen in Presse, Funk und Fernsehen, ihre Vorbereitungen auf den ESC, von dem Englischkurs bis hin zur Erlangung des Designs für das Kleid, welches sie beim diesjährigen ESC tragen wird, welches sie in Paris erworben hat. Na wenn sie die Moderation der Veranstaltung genauso erfrischend und h rüberbringt, wie sie es heute tut, dann ist ja alles in Butter. Und auch der französischen Sprache ist sie mächtig, wie sie auf Nachfrage eines französischen Konferenzteilnehmers beweisen konnte.
Dann war das große Meet and Greet für die Big Five plus Schweden im Pressezentrum. Als erster durfte Spanien ran. Die Truppe ESDM macht einen sehr angenehmen Eindruck und hält die Rolle als "Versuchtskaninchen" des Meet and Greet am heutigen Tag im Pressezentrum geduldig aus. Wie immer, wenn es um Foto und Co geht, heißt es für uns, auf sie mit Gebrüll. Aber was soll' s, dazu sind wir ja schließlich hier. Das Interesse ist doch recht beeindruckend und etliche Leute finden den diesjährigen Beitrag Spaniens, der aus Sicht des nationalen Musikmarkts in Spanien gut ankommen würde, auch aus Sicht des ESC als guten Beitrag.
Nächster Halt Frankreich. Hier ist das Interesse der Presse und Fans doch merklich geringer und wir kommen recht zügig an Amandine Bourgeois ran und erhalten auch hier Foto und Co. Ich finde, sie macht in Natura eine deutlich sympathischere Figur, als in Ihrem Video, bei dem Beitrag selbst kann man halt unterschiedlicher Meinung sein, aber wie das alte Sprichwort schon sagt, "Nicht schön ist schön, gefallen macht schön!".
Na und dann geht# s rund. Unsere gute Natalie ist als Nächste dran. Na da hat sich bewährt, dasS wir uns früh an die Schlange vor der Fotowand angestellt haben. Die Reaktionen aller Anwesenden ist durchweg positiv, ihre Proben, die wir am Bildschirm im Pressezentrum verfolgen konnten, waren gut und auch die Kollegen aus andern Ländern sind positiv beeindruckt und das ist ja bekanntlich nicht ganz unwichtig. Na und auch im Kontakt mit den Fans und Pressemenschen ist sie sicher, kommunikativ und super sympathisch, für jeden hat sie ein gutes Wort und Zeit für ein Foto und eine Unterschrift (und die ist schon fast ein Gemälde), na dann mal weiter so liebe Natalie!!

Nach dem wir beim Meet und Greet drei Runden überstanden hatten, ging's weiter mit Schweden, dass Robin Stjernberg und Bonnie Tyler ebenso belagert wurden, erschließt sich ja wohl von selbst. Aber die gute Bonnie ist und bleibt aber einfach eine super Person mit einer tollen Ausstrahlung und Erfahrung, da fällt einfach die jahrelange Erfahrung von ihr mit ins Gewicht, wenn einer weiß, wie es gehen muss, dann halt wirklich sie. Wenn man sie live sprechen hört, möchte man ihr am liebsten Hustenbonbons anbieten und man mag sich ja gar nicht vorstellen, dass diese Frau auch noch singen kann, aber wir wissen alle, sie kann es halt. Ich freue mich sehr über mein erstes persönliches Bild mit Bonnie Tyler und ich freue mich  darüber, dass sie mit dabei ist.
Tja Marco Mengoni aus Italien war nicht beim Meet and Greet, warum weiß er wohl nur selbst, ich finde es schade.

Also auf zum roten Teppich. Was man in Malmö übrigens noch gut verkaufen könnte, wären Hinweisschilder, das Auffinden der Oper, wo der Event stattfinden soll, war nicht ganz ohne, aber wozu gibt's ortskundige Bevölkerung. Unserem Suchttrupp beim Citylauf haben sich dann auch prompt eine paar russische Fans angeschlossen und Respekt, selbst mit Stöckelschuhen waren die gut zu Fuß. Die Oper selbst ist ein recht moderner sachlicher Bau, aber dieses Jahr gibt's neben einem roten Teppich noch eine Fotowand, wo die Presse sich bildtechnisch an den Künstlern abarbeiten konnte, dann gab'Äs noch eine Bildwand, an der beim Eintreffen der Künstler ein kleiner Ausschnitt aus dem jeweiligen Video gezeigt worden ist. In der Mitte der rote Teppich, Presse rechts davon Fans links davon und die übrige Menschheit aus Malmö drumherum. Statt mit Bussen wurden die diejährigen Künstler mit PKW vorgefahren und dann auf die Meute losgelassen. Ich muss wohl nicht sagen, dass dann ein Riesengeschrei losging, mit bitte hier und bitte dort reinlächeln. MIr besonders in Erinnerung werden die Finnen bleibe. Die Truppe rockte den ganzen Teppich und auch uns gelangen nun noch etliche tolle Bilder mit dem einen oder anderen.

Nachdem wir uns so die Beine in den Bauch gestanden hatten und es uns doch recht frisch geworden war, ging's wieder Richtung Hotel und Nahrungsquelle, denn der Mensch lebt nicht von Luft und Liebe allein.
Also bis dann, gehabt Euch wohl
Burkhard

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Hallo Ihr Lieben,

gestern war, wie schon hier erwähnt, das Meet & Greet von den Big 5 inkl. Sweden.

Eigentlich finde ich diese Meet & Greet Geschichte echt schön. Es geht wesentlich schneller als eine PK, wo immer wieder die gleichen Fragen bis zum Erbrechen gefragt werden. Für den einen oder anderen ist es scheinbar wichtig, zum xten Mal die gleichen Fragen zu stellen, die man überall und in jeder Pressemappe nachlesen kann, aber bitte wenn's schön macht.

Den Anfang hat Spanien gemacht. Die waren quasi die Versuchskarnickel. Es ging an der Fotowand teilweise drunter und drüber. Dafür konnte aber die spanische Delegation nichts. Die Organisatoren in der Halle haben scheinbar nicht mit so einem großen Erscheinen von Presse und Fans beim Meet and Greet gerechnet. Egal. Die Truppe El sueño del morfeo haben das alles ganz locker aufgenommen. Ich hatte das Glück, am Anfang der Warteschlage zu stehen und konnte einen schönen Gruß für die "Radiovision Dortmund" Zuhörer bekommen. Neben Musik interessiert sich zumindest David Feito (ESDM Mitglied) noch für Fußball, ich konnte über Borussia Dortmund auch dazu kurz mit ihm plauschen. Er ist auf jeden Fall für den BVB im Champions Finale. Darauf ein Heija BVB. 

Dann kam la France. Ich muss meine Meinung von Amandine total ändern. Vor diesen M & G empfand ich sie eher als "billig" und sehr unfreundlich, doch sie ist echt eine ganz Nette. Sie nahm sich für uns alle sehr viel Zeit, und da ich mich auch früh angestellt hatte, konnte ich auch von ihr einen sehr schönen Gruß ergattern. Diesmal in Französisch. Cool fand ich ihren spontanen Gesang inkl. Hustenbonbon. Perfekt.

Ja dann kam Deutschland. Die  PK- Halle füllte sich rapide und wir waren mal wieder sehr froh, früh an der Schlange gestanden zu haben. Wir gingen dann auch als Team. Burkhard, Yilmaz und ich. Wir teilten uns unsere Aufgaben in 2 Minuten auf. Es funktionierte und sogar die "Orga Tante" fand es sensationell und meinte, ihr seid eben aus Deutschland. 
Natalie schlug ein wie eine Bombe. Sie kommt sehr cool rüber im Sinne von nett, kommunikativ, lustig und sehr sympathisch. Sie kommt hier im Pressezentrum auch sehr gut an. Vor allem bei den Spaniern. Die meisten wünschen sich einen deutschen Sieg. 
Sie kommt so gut an, dass sie von einem spanischen Fan oder Journalisten eine selbst gemachte Decke bekam. Dort waren viele Bilder von ihr zu sehen. Sie fand das Geschenk echt schön.

Dann kam der Schwede Robin. Die Halle war immer noch voll, aber ich persönlich hatte den Eindruck, dass die Halle nicht so voll war als bei Deutschland. Es ging dann alles sehr schnell vorbei und die Halle füllte sich erneut deutlich mehr, denn United Kingdom, also Bonnie Tyler kam in den Saal. Ihr könnt euch ja vorstellen, wie da die Post abging. Die Frau ist genial. Ich hätte mir niemals erträumen lassen, mal diese Ikone so nah treffen zu dürfen. Bonnie hat so viel Energie, dass es uns automatisch mitriss. Man hörte immer wieder von ihr, PLEASE VOTE FOR ME. Ich denke, das werden so einige machen.

Marco Mengoni kam leider nicht zum M & G. Schade. Angeblich war ihm nicht gut. Na ja wenn ich an das Konzert in Amsterdam rückblicke, kann ich mir vorstellen warum.

Am Nachmittag gingen wir inkl. einem Teil der russischen Delegation zum offiziellen Empfang. Nach einer kleinen Schnitzeljagd durch Malmö City, fanden wir die Malmö Opera. Es war eine Mischung zwischen Oscar-Verleihung und der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele. Es wurden nach alphabetischer Reihenfolge die Delagationen aufgerufen. Sie wurden mit Autos und nicht wie die Jahren davor mit Bussen angeschleppt. Wir als F1 wurden zusammen mit F2 in einem extra für uns abgetrennten Bereich am roten Teppich perfekt platziert. Links waren die Fans und rechts war die Presse. Ihr könnt euch vorstellen, was da los war. Es wurde um die Wetter geschrien. Wir alle bekamen massig Fotos und Autogramme und hatten die Chance, mit den Interpreten ein wenig zu reden. Es war sehr schön und das Wetter hat zum Glück mitgespielt. Es wurde am Schluss zwar etwas kühler, doch uns kann doch nichts erschüttern.

Als alles vorbei war, gingen wir F1 und F2 Akkreditierte gemütlich und zufrieden unserer Wege. Was echt schön ist, dass man dabei wieder viele neue Freunde kennenlernt und wir uns bestimmt bei den nächsten ESC wieder treffen werden.

Miguel

 


 

MONTAG, 13. MAI 2013

Zum letzten Mal ein HALLO AUS MALMÖ von mir,

gestern der Empfang war klasse. Wir sassen ja in unserem Kino und haben das Flanieren da verfolgt. Es gab ja einige interessante Outfits. Israel war wieder sowas von reingeschossen, und kurz vorm Fotoshooting zog noch schnell jemand ihr das hautenge Kleid am Hintern etwas weiter runter. Elvira glaubt, dass die gute Dame kaum was sieht, was erklären würde, warum der HoP sie immer schiebt und zieht. Auch ansonsten gab es einige Klöpper-Kommentare der beiden Moderatoren, die vom Balkon aus das Geschehen kommentierte. So wurde das Outfit der Schweiz beschrieben als. "Die Damen tragen mintgrün, die Herren haben schöne Sachen an!"
Casacda trug ein buntes Kleidchen, was sie hoffentlich nicht auf der Bühne anziehen will. Für den Ballermannurlaub aber ideal geeignet.
Die Niederlande liefen ohne Anouk auf, die generell keine Parties und solche Showveranstaltungen mag.
Die Finninen kamen überhaupt nicht voran, sie machten mit jedem Gast ein Foto und schenkten ihm ihr "Ding Dong".
Die runderneuerte Bonnie Tyler bat wieder inständig um Punkte. Man könnte ihre Gesten auch als Betteln bezeichnen. Ob es satt um Punkte auch mal um Alkohol ging ... lassen wir mal dahin gestellt...

Danach wurde der eigentliche Empfang aus der Oper übertragen. Mit Eurovisionshymne vom Orchester, Reden vom Vertretern der Stadt und der Region sowie Jon-Ola Sand und dem Produzent Martin Österdahl. Es gab eine getanzte "Euphoria"-Version und am Ende tanzten und sangen Musik-Studenten zu schwedischen Popklassikern von Roxette bis Abba.

Anschließend gab es im Euroclub ein Buffet und ein Freigetränk. Überraschend viele Delegationen tauchten auf inkl. ESC-Stars wie Linda Martin und Ott Lepland. Und es wurde ESC-Musik gespielt, das ist ja beim Empfang echt nicht so üblich. Zwischendurch gab es ein Bühnenprogramm mit Marie Serneholt, Magnus Carlsson u.a. Dann wieder ESC-Disco-Party, wobei bei "Glorious" wirklich der ganze Euroclub ausflippte und begeistert tanzte und sang.
Und so ging ein schöner Empfang zu Ende. Und nun sitzen wir in unserem Haus in der Klaragatan. Asmin ist inzwischen auch hier eingetroffen.

Und für mich geht es heute Abend zurück in die Heimat. Sicher nicht tieftraurig, aber doch zumindest auch mit einem weinenden Auge. Nach dem mehr als durchwachsenen Start in die ESC-Zeit hier haben die letzten Tage doch für einiges entschädigt. Vermissen werde ich vor allem unsere tolle WG hier. Wir haben in den letzten Tagen unglaublich viel gelacht und haben uns prima verstanden. Danke, Leute, es war grandios mit euch. Schnief! 
Freu mich aber schon sehr, weiterhin eure Eindrücke hier zu lesen!

Auch die vielen ECGler, die inzwischen hier gut gelaunt und fröhlich angekommen sind, werden mir fehlen. Hätte gerne noch einige weitere Nächte mit euch gefeiert! Genießt es weiterhin!

Aber ich gehe auch mit einem lachenden Auge. Freu mich auf zuhause, und ich bin sooooooooo happy, am Donnerstag für Island anrufen zu können :D

Danke an euch alle fürs Lesen unserer Berichte und Eindrücke und für die vielen tollen Rückmeldungen!

Ein herzliches TACK und HEJ DA aus Malmö! Wünsche euch allen viel Spaß mit den Shows usw. in den nächsten Tagen!!!!

Bis bald, viele liebe Grüße
Erwin

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Ich kann das nur bestätigen, der Empfang gestern hat für Manches entschädigt. Ich war ja sehr skeptisch, als ich das Konzept las, wie ihr wisst. Aber den Empfang im Kino zu sehen, war sicher besser, als 3 Std. in der Kälte zu stehen, was miri einige, die vor Ort waren, bestätigt haben. Das hatte für uns den unglaublichen Vorteil, dass wir schon ans Büffet durften, bevor die Stars eintrafen, es gab Pellkartoffelsalat, kalte Lachsstückchen, Hähnchen, Melonen und eine Art Rote Beete-Salat. Sehr lecker! Als dann die Stars nach und nach eintrafen, war das Büffet schon so gut wie leer, ich hörte dann zufällig, wie meine geliebte Alexandra sich beklagte, sie sei am Verhungern, aber es gäbe ja nichts mehr! Das Bühnenprogramm war klasse, David Lindgren sang seine beiden MF-Titel. Das Highlight war der Auftritt von Magnus Carlsson, der ein Medley seiner MF-Hits brachte! Und mein persönliches Highlight war ein zufälliges Gespräch mit einem der Backings von Island, dem Bruder des Komponisten, der ganz überrascht war, zu hören, dass wir Hera Björk schon beim Clubtreffen 2009 hatten, bevor sie in Oslo dabei war. Woher wir sie denn gekannt hatten? Als ich im sagte, als Fans würden wir natürlich alle VE-Teilnehmer aller Länder zumindest mit Namen kennen, war er ziemlich perplex.
Und ein kleine Begebenheit am Rande, die bei uns einen Lachkrampf auslöste: Neben uns stand die Israelin, die uns den Rücken zudrehte, so dass man nun wirklich ganz genau erkennen konnte, wie knapp ihr Kleid wirklich war. Und gleichzeitig zeigte mir Torsten ein Porträtfoto von Bonnie Tyler in Nahaufnahme, das er geschossen hatte: Ich weiß nicht was schlimmer war!
Ich mache mich jetzt auf, um Anke abzuholen, die nur zum Empfang des deutschen Botschafters einfliegt, den werden wir dann ab 15.00 Uhr besuchen, danach melde ich mich wieder.

Michael

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FÜR ALLE MALMÖ-REISENDE

Wir haben von Cascadas Management einige Promo-Artikel erhalten. DIese verteilen wir am DIenstag ab 12.00 Uhr im Starbucks Café am Hauptbahnhof. T-Shirts, Fähnchen, Taschen, CDs. (Ausgabe solange der Vorrat reicht!) Auch geben wir hier die nachbestellten Membershipkarten aus.)

Wir sind zurück vom Empfang des deutschen Botschafters, der extra aus Stockholm angereist ist, um die seit einigen Jahren bestehende Tradition, dass der jeweilige Botschafter des Gastlandes die deutsche Delegation einlädt, hier in Malmö fortzusetzen, dafür bedankte sich unser HoD Torsten Amarell ganz herzlich, und wir danken natürlich auch für die Einladung! Das Ganze fand, mangels Botschaft, in einer ausrangierten und umgebauten ehemaligen Kirche statt, wovon allerdings nichts mehr zu merken war. Insgesamt eine "coole" Location, wie man sagt, unten ein rel. kleiner Raum mit einer Bühne und dann noch eine auch nicht sehr große Empore. Nach der kurzen Begrüßung durch den Botschafter und unseren HoD kamen auch gleich Cascada auf die Bühne und sangen "Glorious". Und was auch schon ein wenig Tradition hat, ist die Einladung des jeweiligen Interpreten des Gastlandes, in diesem Fall also Robin Stjernbergs, der eine erstaunlich stimmsichere Unplugged-Version von "You" sang. Danach gab es etwas zu Essen von einem kleinen, aber feinen Büffet und Small-Talk. Leider war Natalie natürlich von TV-Teams umlagert, so dass nur wenige von uns die Chance hatten, an sie heran zu kommen. Nach knapp 2 Std. war das Ganze auch schon wieder zu Ende. Sicherlich gab es in der Vergangenheit beeindruckendere Empfänge, etwa in Istanbul, Belgrad und auch in Helsinki und Moskau, aber wo es keine Botschaft gibt, gibt es natürlich auch keinen Botschaftsgarten, wo man grillen kann usw. Im übrigen regnet es jetzt und wird immer kälter!
Erwin ist wohl mittlerweile schon über den Wolken, danke für die netten Worte, wir vermissen dich jetzt schon! Und Anke, die für eine Stippvisite eingeflogen war, ist auch schon wieder weg.  
Wir werden gleich ins Pressezentrum fahren und dort die 2. Generalprobe des 1. Semi anschauen, bis später!

Michael

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Hier meine Eindrücke von der 2. Generalprobe des 1. Semifinale, das Elvira und ich im Pressezentrum verfolgt haben:

Es beginnt mit einem Vorfilm, in dem Schmetterlinge in den entsprechenden Landesfarben einige Länder vorstellen zu den Klängen von Euphoria, merkwürdiger Weise mit Deutschland beginnend und – Überraschung : eine bayerische Blaskapelle! Danach direkt Griechenland, ein Schelm, der Böses dabei denkt! Dann folgt ein Kinderchor der auf einer Brücke steht, die den gesamten Innenraum überspannt und über diese Brücke schreitet Loreen in Rot, die dann eine Treppe hinab zu den Fans in den Innenraum steigt.

Die Begrüßung von Petra Mede ist eher konventionell.

Österreich:

Natalia macht ihr Sache sehr gut, aber hinterlässt keinen nachhaltigen Eindruck, ganz nett, mehr nicht.

Estland: Wauw! Was für eine tolle , traumhaft schöne,stimmungsvolle Inszenierung, wir sind begeistert, zwar stört die Gardine, aber dennoch:  plötzlich gibt es einen Geheimtipp!!!

Slowenien: Grausam, sie singt schief, die Tänzer haben jetzt Alumasken vorm Gesicht, am besten macht man eine Alumaske vor den Bildschirm!

Kroatien: Ach, die singen auch schief, stehen weiter stocksteif da, das ist die Mizerja!

Dänemark: Die kann das machen! Wir haben Emmelie noch nie so gut gesehen, das ist eine perfekte Inszenierung, die an nichts spart, auch nicht an Pyro, das ist grandios in Szene gesetzt! Emmelie wächst über sich hinaus, nicht mehr steif, die Haare etwas aufgeplustert, perfektes Minenspiel, die zu schlagen, wird verdammt schwer! Ich sag das nicht gerne, weil ich das Lied bisher nicht als Sieger gesehen habe, aber...
Danach Werbepause: Petra Mede zeigt verschiedene Slogans, die man hätte nehmen können, ganz witzig.

Russland: Der Lampenladen stört gar nicht mehr! Auch sehr stimmungsvoll umgesetzt und super gesungen!

Ukraine: Nein, das gibt es nicht, der Riese stört in seinem Kostüm gar nicht mehr so, sie singt toll, die Inszenierung ist stimmig! Hat man uns gerade was ins Essen getan? Plötzlich finden wir Sachen schön, die wir vorher verrissen haben....

Niederlande: Ich habe Gänsehaut, das ist so minimalistisch, aber so wirkungsvoll! Ich hoffe, sie schaffen es!

Montenegro: Na endlich, Montenegro ist nach wie vor schrecklich, da bin ich ja beruhigt!

Litauen:
Langweilig, uninspiriert, hier klatscht man trotzdem vereinzelt

Belarus: Das ist so auf der Schiene Guri Schanke oder Stella Mwangi, ich denke, das schneidet auch so ab! Starker Beifall hier im Pressezentrum, ich glaube eher, allen anderen hier hat man was ins Essen getan!

Moldau: Traumhaft schön inszeniert, perfekt gesungen, Aliona hat wieder ne neue Frisur, aber eine nicht ganz so extravagante! Ich find's toll!

Irland: Ryan macht seine Sache zwar gut, aber irgendwie fällt das Stück nach den bisher gesehenen doch etwas ab.

Werbung: Ein Film aus Australien wird eingespielt, in dem die Begeisterung der Australier für den ESC witzig thematisiert wird

Zypern: Despina wirkt verkrampft, macht sehr auf Drama und die Windmaschine reißt es wahrscheinlich auch nicht raus!

Belgien: Es wird wieder wild gezuckt rechts und links von Roberto, ich kann verstehen, dass Roberto das nicht sehen will und weiter geradeaus stiert, ich würde es genauso machen! Aber so kommt man kaum ins Finale!

Serbien:

Die knallbunten Serbinnen erzählen wieder ihre Geschichte, die wir nicht verstehen, was soll man noch dazu sagen? Am besten gar nichts!

Schnelldurchlauf...

Petra Mede im Green-Room, sie sagt aber noch nicht ihren Text von morgen, es wird ein Film über die ESC-Geschichte gezeigt, wo Petra Mede in die verschiedenen Aufnahmen hineinkopiert wurde, aber täuschend echt, sehr schön! Die Geschichte wird im 2. Semi fortgesetzt.

2. Schnelldurchlauf...

Petra Mede kündigt an, der belgische Beitrag werde später noch einmal gebracht und schließt dann das Voting! ????

Es folgt der Pausenact, eine Tanzgruppe  tanzt irgendwie etwas Nordisch-winterliches im Schneegestöber.

Lynda Woodruff beginnt eine selbstironische Reise durch Schweden, beginnend im hohen Norden, lovely! to be continued...
Die BIG 5 und Schweden werden eingespielt. Von Cascada wird ein Ausschnitt aus Köln gezeigt, es scheinen Ausschnitte aus den Postcards zu sein, dann werden diese Finalisten im Publikum begrüßt.

Belgien singt nochmal es gab technische Probleme, also nochmal 3 Minuten Zuckungen für die heutige Jurywertung, denn heute ist ja das Juryfinale.

Die FInalisten werden kurz und schmerzlos in Form des landesfarbenen Schmetterlings angezeigt, nur bei den letzten 3 wird künstlich etwas Spannung durch Verzögerung erzeugt.

Fazit: Überwiegend schön inszenierte und wirkungsvolle Auftritte, eher langweilige Postcards mit den Interpreten in verschiedenen Situationen, aber nichts irgendwie Originelles oder Lustiges.

Ein für mich langweiliger Pausenact, und für mich die größte Enttäuschung: Petra Mede, da hatte ich mehr erwartet, aber sie ist keine Anke Engelke und auch keine Lill Lindfors.

Lichtblick: Sarah Dawn FIner als Lynda Woddruff!

Insgesamt also vom Gesamtkonzept her für mich nicht der nach den vollmundigen Ankündigungen erwartete große Wurf!

Wir werden jetzt ns Eurocafé fahren, da treten im Rahmen eines ESC-Quiz Hera Björk und Glen Vella auf, unsere alten bekannten vom Clubtreffen 2009 in Köln und dem ECG-Konzert in Düsseldorf 2011!

Und morgen werden wir, wie angekündigt, um 12.00 im Starbucks am Hbf die Cascada-Fan-Artikel verteilen.

Bis dahin, gute Nacht! Michael

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Jetzt haben wir alle Beiträge des 1. Semis gesehen und wie Michael schon geschrieben hat, sind wir von einer ganzen Reihe von Darbietungen auf einmal richtig überzeugt, die uns vorher gar nicht so angesprochen haben. So war für mich auch Estland ein richtiges Highlight. Birgit strahlt und schafft es, richtig zu verzaubern, Gänsehaut inklusive. Mit Slowenien dagegen kann ich wenig anfangen. Die Inlinerschutzkleidung der Tänzer und dazu noch die silbernen Masken sind nicht schrecklich und stimmlich gesehen war ich auch enttäuscht. Bei Russland geht es mir wie Michael, Ich bin heute begeistert und mir kam das alles gar nicht mehr so altmodisch vor. Es ist stimmig und sie singt einfach wunderschön. Dann folgt die märchenhafte Inzsenierung der Ukraine mit Zauberwald. Eine unterhaltsame Show, die mir gefällt. Zlata ist sehr ausdrucksstark. Auch Anouk war überzeugend. Da kann ich Michael nur voll und ganz zustimmen. Ich fand es bisher ziemlich langweilig, aber heute war ich zumindest zum größten Teil eingefangen. Ganz furchbar fand ich die rappenden Raumfahrer aus Montenegro. Aber vielleicht ist das auch nur nicht meine Musik. Mit Weissrussland habe ich meine Probleme. Alyona ist für mich eine Fehlbesetzung bei dem Lied. Sie ist wie eine Barbiepuppe mit einstudierten Bewegungen, die wie in einer Plastikwelt wirken. Die Show an sich gefällt mir gut, aber ihr fehlt einfach Pfeffer im ... Hier im Pressezentrum gab es Beifall. Danach kam dann Moldau. Wunderschön. Bei Belgien bin ich ganz anderer Meinung als Michael. Das LIed gefällt mir von Mal zu Mal besser und auch die ganze Show ist irgendwie interessant. Ich finde die beiden Tänzerinnen gar nicht unpassend und eine gute Untermalung des Ganzen. Roberto macht das gut. In der PK wurde er gefragt, warum er denn nicht mal lachen würde beim Singen und er hat erklärt, dass es nicht passen würde, wenn er die Liedzeile "love kills" singt und dabei lachen würde. Und damit hat er recht. Zum Ende des Liedes sieht man ihn jetzt allerdings auch etwas lächeln.

Ach ja, dann war da noch Dänemark. Bisher war ich enttäuscht, aber irgendwie hat sie es geschafft und mich heute abend dann wirklich überzeugt. Sie ist also in der Lage, eine Schüppe draufzulegen, wenn es drauf ankommt. Es war wirklich gut heute und es könnte tatsächlich gute Chancen auf einen Sieg haben. Das muss ich nun zugeben. Sie hat mich jetzt...

Wir wollen jetzt noch zum Eurocafe und machen uns jetzt gleich auf den Weg

Elvira

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Hallo zusammen,
nach dem wir wieder morgens von Kopenhagen nach Malmö gefahren sind, haben wir uns auf den Weg zum Bubbelclub gemacht. Dort fand in diesem Jahr der deutsche Empfang statt.
Die Lokalität ist zwar deutlich kleiner, als die Lokalitäten in den Vorjahren, aber das nimmt dem Event nicht von seinem Charme. Mit von der Partie waren neben Cascada (Natalie) und der schwedische Vertreter Robin natürlich auch der deutsche Botschafter, der extra aus Stockholm angereist war, sowie etliche Vertreter von Presse Funk und Fersehen. Nachdem die Grußworte und Glückwünsche gesprochen waren, durfte sowohl Natalie als auch Robin das jeweilige Lied begleitet von Gitarrenklängen vortragen. Die Lieder wirken so schon ganz anders, klingen aber denoch sehr gut.
Ein schöner Eindruck, den viele Anwesenden für sich mit den Kameras festgehalten haben. Auch wir haben wieder unser obligatorisches Foto mit dem Botschafter, eine lieb gewordene Tradition.
Schön war es auch auf dem Empfang eine Dortmunderin (Dortmund-Asseln) zu treffen, sowie eine Berlinerin, die seit jahrzenten in Schweden lebten und aus ihren Erlebnisschatz plauderten und uns beste Grüße an ihre alte Heimat auftrugen.
Nach dem Empfang ging es wie. Fer in die City selbst, man merkt nun deutlich das immer mehr Besucher anreisen und die Spannung steigt, den morgen ist ja auch das erste Semifinale, da sind schon die ersten mächtig am Zittern, wie jedes Jahr, na mal sehen was dabei für uns alle rauskommt.
Gehabt euch wohl, wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen.Für Euch aus Malmö Burkhard und Miguel.

 


 

DIENSTAG, 14. MAI 2013

 

.....der Morgen vor dem ersten Halbfinale......wir 4 sitzen hier noch nicht ganz wach am Frühstückstisch und stärken uns, bevor wir dann gleich die Cascada-Fanartikel (T-Shirts, CDs, Fahnen und Buttons) an unsere Clubmitglieder verteilen werden....

Als Einziger von uns habe ich mir gestern nicht das Jury-Finale angeschaut, sondern war auf der israelischen Party an den Docks. Erstaunlicherweise gab es trotz Bombendrohung und antiisraelischer Demonstration keine Sicherheitskontrollen und auch von sichtbarer Polizeipräsenz war nichts zu merken.

Im rappelvollen Saal gab es neben dem üblichen großzügigen Büffet Auftritte von Cascada, Esma & Lozano (die beiden hatten zur großen Freude der israelischen Delegation "Hava nagila hava" einstudiert, was sie zusammen mi Moran Mazor auf der Bühne vorgetragen haben), Kosa Mostra, den unvermeidlichen Bulgaren und Albanern (bei denen wie auch bei den Armeniern die Leute fluchtartig den Saal verlassen haben) und natürlich zwei Auftritten meiner Favoritin des Herzens Moran Mazor. Gestern Abend nicht in eine Wurstpelle gezwängt -der Designer und ihre Berater gehören schnellstens entlassen-, sondern in einem lockeren schwarzen Kleid und mit offenen Haaren und dadurch viel jünger und natürlicher wirkend......und rauchend und Rotwein trinkend vor dem Saal stehend.

 

zMoran Mazor israelische Party

 


Neben ihrem ach sooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo schönen "Rak bishvilo" sang sie noch einige Lieder mit deutlich arabischem Flair......man merkte ihr den Spaß an der Sache deutlich an und natürlich war das Publikum begeistert.....

Verwundert waren wir, dass trotz ESC ab kurz nach 12 keine Busse mehr fahren und wir nur die Wahl zwischen Taxi und laufen hatten....angesichts des Wetters (Kälte und Regen haben) wir uns für's Taxi entschieden.

Chris

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Ihr Lieben, heute melde ich mich etwas später, weil wir ja um 12.00 Uhr unsere Verteilaktion von Cascada-T-Shirts, Button, Fähnchen, CDs und Taschen hatten, um die ich das Management gebeten hatte. Es hat alles wunderbar geklappt, der Andrang von ECG-Mitgliedern war allerdings so groß, dass wir nicht allen alles geben konnten.

Es bleibt von gestern noch einiges nachzutragen:

Zunächst mal waren die Reaktionen unserer Leute, die die Probe in der Halle gesehen haben, deutlich euphorischer als meine. Die meisten fanden die Show supertoll, und ich gebe ihnen recht, dass SVT wirklich die Auftritte aller Interpreten perfekt und beeindruckend in Szene setzt.  Und möglicherweise waren meine Erwartungen nach den vollmundigen Ankündigungen der Produzenten im Vorfeld (wir haben ausführlich in der T.O.M. darüber berichtet) etwas zu hoch geschraubt. Auch die Schweden können das Rad nicht neu erfinden, und es ist sicher insgesamt eine beeindruckende Show! Ihr könnt euch heute Abend dann ein eigenes Bild machen Wir berichten ja eh äußerst subjektiv und mit einem Augenzwinkern, was man ja an unserem Geplänkel mit Elvira gemerkt haben dürfte.;-)

Wir hatten heute übrigens das große Glück, Tickets für den Zuschauerbereich im Green Room zu bekommen, da bin ich sehr gespannt. Ein herzliches Dankeschön an den edlen Spender!

Nach der Probe gestern Abend sind Elvira und ich dann ins Euro Fan Café gefahren, wo das größte ESC-Quiz aller Zeiten angekündigt war. Und das wirklich toll, da hat sich der schwedische Club ordentlich ins Zeug gelegt. Der Saal war rappelvoll und als wir ankamen, war das Publikum gerade instruiert worden Das Quiz lief nämlich über das Internet, über I-phones (da ich keines besitze, habe ich auch nicht mitgemacht) Man musste immer aus 4 Antwortmöglichweiten die richtige innerhalb von 20 sec. möglichst schnelle auswählen und eintippen. Leider gab es ein paar technische Pannen, so dass es am Ende kein Endergebnis gab, das soll heute verkündigt werden,  der Sieger soll einen Platz im Greenroom im Finale bekommen.

Die Fragen waren teilweise so ausgewählt, dass sie als Einleitung der Auftritte der Gaststars dienten. Leider fiel die angekündigte Hera Björk wegen Erkrankung aus, als schlechter Ersatz traten die Albaner auf und rockten 3 Lieder durch. Glen Vella bot im Wesentlichen das Programm, was er uns auch in Düsseldorf beim ECG-Konzert gesungen hat. Dann kam Linda Martin! Man hört ja schonmal den einen oder anderen nicht so freundlichen Kommentar zu Linda, aber ich muss sagen, sie hat es drauf, einen Saal in Stimmung zu bringen, sie sang zuerst die engl. Version von "Främling" - "Stranger", dann ihr "Terminal 3", dann "Self control" von Laura Branigan und zum Schluss natürlich "Why me", der Saal tobte, und wir mit! Und zum Abschluss dann die Bobbysocks, Bettan hat "Day after day" von Chips allein gesungen, dann  "I evighet", immer noch traumhaft schön und stimmlich perfekt! Dann haben beide gemeinsam einen Titel gesungen, den ich nicht kannte und zum Abschluss dann natürlich "La det swinge"!

Ein toller Abend, um 3.00 Uhr sind wir dann endlich nach Hause, dementsprechend heute etwas angeschlagen, ich zumindest ;-)!

Wir machen uns dann nachher auf ins Pressezentrum, zur letzten Generalprobe schaffen wir es nicht mehr, die hat  gerade angefangen, aber es reicht ja eigentlich auch, wenn man die Show 2 x gesehen hat. Nach dem Semifinale gibt es eine Balkanparty im Euro Fan Café mit den Mazedoniern und den  Bulgaren, momentan kann ich mir nicht vorstellen, dass ich mir das antue, mal sehen, aber wahrscheinlich geh ich dann mal etwas früher zu Bett.

Sollte ich mich vor dem Semi nicht mehr melden, wünsche ich jetzt schon allseits einen tollen und spannenden Abend, es liegt mit nicht, Tipps abzugeben, ich kann euch höchstens schreiben, wen ich gern im Finale sehen würde .

Österreich, Estland, Dänemark, Russland, Ukraine, Niederlande, Moldau, Irland, Zypern. Ups, das sind nur 9, dann nehme ich noch Belgien dazu (irgendwie tut er mir leid, er schaut immer so verzweifelt)!

Michael

 

Hier noch rasch als Nachtrag Fotos vom Botschafterempfang:

 

zBotschafter I

 

zCascada Botschaftsempfang

 

zEmpfang dt Botschafter

 

zStjernberg Botschaftsempfang

 

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Nach über einer Woche in Malmö, wird es wirklich Zeit für Entscheidungen. Ich freue mich auf eine tolle Show, die SVT mit viel Herzblut hier auf die Bühne zaubert. Allen voran die tolle Petra Mede, die man natürlich zwangsläufig mit Anke Engelke vergleicht, macht ihren Job ganz ausgezeichnet. Schon die zweite Generalprobe gestern Abend war so voll, wie ich es noch nie bei einer ESC-Probe erlebt habe, und allen Unkenrufen zum Trotz, scheint die Hütte heute Abend auch voll zu sein. Bestimmt werden viele Dänen über die Brücke kommen, um ihrer Emmelie zuzujubeln. In den Medien hier ist sie ebenfalls die klare Favoritin.

Es ist viel zu allen Beiträgen und deren Auftritten geschrieben worden, sodass ich hier nicht alles wiederkauen muss. Meine Highlights gestern waren, wie schon zu Beginn, Dänemark, aber auch Irland, welches den größten Sprung nach vorn gemacht hat. Montenegro bekommt von mir die rote Laterne in diesem Semi.

Folgende Länder tippe ich in die Top 10:
Dänemark
Weißrussland
Irland
Niederlande
Moldau
Serbien
Ukraine
Österreich
Russland
Kroatien
Mein persönliches Ranking:
1. Dänemark
2. Irland
3. Niederlande
4. Russland
5. Ukraine
6. Belgien
7. Österreich
8. Zypern
9. Kroatien
10. Moldau

Ich wünsche allen daheim einen wunderbaren ESC-Abend, mit hoffentlich nicht zu vielen Enttäuschungen.
Stephan

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Wir haben im Pressezentrums-Restaurant gerade die zypriotische Teilnehmerin Despina Olympiou getroffen, der ich (aus Überzeugung) viel Glück für's Halbfinale gewünscht und ihr gesagt habe, dass sie ein wunderschönes Lied hat und ich ihr wünschen würde, dass sie es ins Finale schafft. Leider wirkt Despina recht mutlos und meinte, das Glück könne sie brauchen. Ich würde mir wünschen, dass ihr Aufritt ohne großes Zipp und Zapp und Brimborium genügend Zuschauer zum Anruf motiviert und Zypern am Samstag wieder mit dabei ist.

Freue mich total auf's Halbfinale live in der Halle (sitzend!!!!) und bin gespannt, ob es meine Lieblingslieder ins Finale schaffen.

Den Daheim gebliebenen wünsche ich einen vergnüglichen Fernsehabend zusammen mit netten Menschen

Liebe Grüße Euch allen

Chris

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Hallo zusammen!
Nun ist der Tag des ersten Semifinales. Die ersten Menschen in und um die Malmö Arena werden nun super nervös. Im Detail alle Vertreter und Fans der Aspiranten, die im erstem Semifinale antreten müssen. Wir haben dieses Mal den Besuch des Familienfinales um 15 Uhr gebucht und wollen dann das "echte" Semifinale an den Bildschirmen im Pressezentrum verfolgen. - Mal sehen wie das ist, ob es eine gute Idee war-? Die Stimmung vor der Halle ist toll, die Einlasskontrolle hat was vom morgendlichen Hamburger Fischmarkt, denn die Damen der Einlasskontrolle feuern die Gäste lautstark an, sich zügig bei den Einlasskontrollen anzustellen, damit möglichst alles zu und zügig von statten geht.
Nachdem wir dann Ruck Zuck durchgecheckt waren, konnten wir die Halle das erste Mal unter Echtbedingungen besuchen. Wie vermutet, bietet die Halle eine familiäre Atmosphäre. Alles was man braucht ist vor Ort, vom Gratiswasser bis hin zum Popkorn, welches man dann auch mit zum Event nehmen kann. Die Sitzplätze, die wir gebucht haben, sind gut, aber da der Event nicht ausgebucht war, konnten wir uns sogar noch mal umsetzen.

Und als dann die Show losgeht, haben wir trotzdem Gänsehaut, auch wenn es nicht das "echte" Semifinale ist. Positiv fallen mir an dem Abend die Einspielungen zu den Künstlern auf sowie die Pausenbeiträge. Ich hoffte, die Moderatorin legt zum echten Semifinale noch was Make Up auf, denn so ganz ohne ist das Gesamterscheinungsbild aus meiner Sicht doch zu minimalistisch.
So nun treten die allzeit bekannten Aspiranten in der bekannten Reihenfolge nach und nach auf und es war, im Nachhinein betrachtet, interessant, dass wieder einige Beiträge am Bildschirm deutlich besser, oder auch schlechter rüberkommen als in der Halle. So z.B. war mein Eindruck vom niederländischen Beitrag, dass der Beitrag per TV noch mal gewann.

Die aus meiner Sicht sympathische estnische Vertreterin kam sowohl in der Halle als auch am TV gleichermaßen gut rüber. Na und dann war da noch die Dame mit dem Flötenspieler aus Dänemark. Da war der Event auf der Bühne nur ein kleiner Vorgeschmack von dem, was man auf dem Bildschirm wahrnahm, dass Dänemark mit dem Auftritt eine absolute Favoritenrolle inne hat, ist aus meiner Sicht völlig berechtigt.
Auch sehenswert war sowohl in der Halle als auch am Bildschirm der Beitrag von Moldau. Wobei am Bildschirm nochmals deutlich wurde, dass der Beitrag deutlich von dem Kleid profitiert, wobei mich das ein wenig an meine Kindheit mit dem Werbespruch einer Zigarettenwerbung erinnerte - "Wer wird den gleich in die Luft gehen?...". Na sie ging in die Luft und das war für sie von Vorteil, wenn auch nicht mit Pauken und Trompeten, so aber mit Gesang und Blitz.
Bei den anderen Beiträgen hielt sich sowohl der Event in der Halle als auch die Präsentation am Bildschirm die Waage.

Nach dem der Event abgelaufen war, ging es ins Pressezentrum zur zweiten Runde. Zu uns gesellten sich noch vier Kollegen, einer spendierte davon eine Pralinenschachtel und schon hatte das Ganze ein Atmosphäre vergleichbar mit dem heimischen Wohnzimmer, bis auf den Unterschied, dass wir hier in der ersten Reihe des Presskonferenzcenters des ESC 2013 saßen.
So richtig spannend wurde es dann nochmals, als das letzte Ticket verlost wurde. Sowohl im Pressecentrum als auch in der Halle brüllten alle für unsere Nachbarn in den Niederlanden. Na und dann passierte es! Schön doch, nach so vielen Jahren unsere Nachbarn wieder mal im Finale zu sehen und das noch in Verbindung mit Belgien.
Ansonsten kann man natürlich aus der ein oder anderen Sicht mit dem Ergebnis entweder einverstanden sein, oder hadern, aber es ist immer wieder das selbe, erstens kommt es anders anders, zweitens als man denkt.

Bezüglich der anschließenden Pressekonferenz bestätigte sich noch mal die Richtigkeit der Entscheidung, sich das Semifinale im Pressezentrum anzuschauen. Beim Einfallen der übrigen Konferenzteilnehmer in die Halle konnte man den Eindruck bekommen, hunderte Menschen wollten unbedingt gleichzeitig in der ersten Reihe stehen/sitzen oder auch liegen. Aber mit etwas gutem Zureden von Seiten der Organisatoren und einiger hilfreicher Unterstützung von Seiten beherzter Teilnehmer ließ sich dann doch ein halbwegs durchgängiges Miteinander für die Konferenz finden.
Alle Gewinner waren doch mit ihrem Weiterkommen gleichermaßen glücklich und zogen im Anschluss der Befragung von im Umfang von jeweils ca. zwei Fragen, welche von Seiten des Publikums gestellt wurden, brav ein Los, welches darüber entschied, ob sie in der ersten Hälfte es Finales auftreten würden, oder in der zweiten Hälfte. Alles in allem war ich mit unserer Strategie für den heutigen Abend im Nachhinein zufrieden.

Zum Schluss gingen wir dann gemeinsam zum Zug, um wieder nach Kopenhagen zu fahren. Auf der Fahrt dorthin kommt mir so langsam der Eindruck, dass ich mich mit der Kapazitätsplanung unseres Hotels für Mai des nächsten Jahres schon mal befassen sollte. Na ja, das Auto kennt ja auch schon den Weg nach Kopenhagen.
Bis dann, Burkhard und Miguel

 


 

MITTWOCH, 15. MAI 2013

 

Guten Morgen, ich hoffe, die meisten von euch sind mit dem Ergebnis von gestern Abend einigermaßen zufrieden. Ich lag ja gar nicht so schlecht, nur Litauen und Belarus hatte ich nicht auf der Rechnung! Wir hatten ja da große Glück, die Show im Green Room zu genießen. Ich konnte mir vorher gar  nicht vorstellen, wie das werden würde, und ich hatte auch keine Ahnung, dass um die Couchgarnituren herum Publikumsreihen aufgebaut waren, ich schätze so 8 x 15 Reihen. Auf 3 Riesen-Screens wurde das Semi hierher übertragen. Wir hatten ein weiteres Glück, dass wir ganz außen in der 1. Reihe saßen, wo die Interpreten auf einer Entfernung von ca. 3-5 Metern vorbeigeführt werden zu ihrem Auftritt und wieder zurück auf die Couch (immer 4 Acts, bevor sie selbst dran waren). So konnten wir die Künstler noch einmal anfeuern bzw. ihnen bei der Rückkehr applaudieren. Aufregend, mit anzusehen, wie nervös und beinahe verängstigt einige den Weg zum Auftritt antraten, z.B. der Belgier, die Zypriotin, und wie gelöst sie dann wieder von der Bühne zurück kamen. Interessant auch, mitzuerleben, wie Petra Mede auf den Segway gehievt wurde und das Kleid "einklemmsicher" um die Füße gelegt wurde, dabei fuhr sie damit ja nur etwa 10 m. Und nach dem Ergebnis dann die ausgelassene Freude bei den Weitergekommenen und die betretenen Gesichter bei den Ausgeschiedenen. Ein tolles und einmaliges Erlebnis!

Zur Show selbst: Ich war schwer beeindruckt von den sensationellen Fernsehbildern, der perfekten Inszenierung der Auftritte, dem spektakulären Eröffnungsact mit Loreen und den Kindern, und erwähnte ich schon, dass ich Lynda Woodruff klasse finde?

Dabei habe ich festgestellt, dass es einem manchmal den Blick für das Ganze verstellt, wenn man sich zu sehr darauf konzentriert, die einzelnen Auftritte zu analysieren und zu zerlegen. Das habe ich bei meinem Live-Bericht von der Generalprobe des 1. Semi gemacht, und das werde ich heute nicht mehr machen, dann lieber eine Zusammenfassung, wenn die Probe zu Ende ist.

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Die Pressekonferenz der Finalisten war insgesamt so öde und nichtssagend wie immer, es dürfen ja jeweils nur 2 Fragen gestellt werden, eine von der Landespresse und eine von der internationalen Presse. Diese Fragen sind immer "wahnsinnig originell" und  die Antworten dementsprechend nichtssagend. Es gab 2 Ausnahmen gestern. So wurde die Weißrussin gefragt, ob es dadurch, dass sie ins Finale gekommen sei,  zur Verbesserung der Menschenrechtssituation in Belarus kommen würde. Unsere Lieblingsmoderatorin Katharina würgte diese Frage jedoch ab, man möge doch die Interpretin nicht mit politischen Fragen behelligen. Jeweils nach 2 Länderfragerunden zogen dann die Interpreten eine der Papierrollen, auf denen  FIRST HALF und SECOND HALF stand. Als Anouk an der Reihe war, fragte Katharina, was sie sich denn wünsche, darauf Anouk: "Ist das denn wichtig?" - Katharina: "Es wird allgemein behauptet"- Anouk: "Was ist denn besser"? - Katharina: "Man sagt, die 2. Hälfte" - Anouk: "Ach wirklich, dann verstehe ich nicht, wieso immer alle jubeln, egal, was sie gerade gezogen haben und so tun, als hätten sie sich gerade dieses Losergebnis immer gewünscht!!" Und als sie dann die 1. Hälfte zog, tat sie demonstrativ so , als wenn sie sich vor Begeisterung  nicht mehr halten könnte! Große Klasse!

Ich sitze jetzt hier erstmal allein im Pressezentrum, die anderen wollen sich bei heute strahlende blauem Himmel mal das Euro-Village ansehen, wo gleich der Belgier und die Zypriotin auftreten.

Ich wollte gern die Probe der Spanier sehen, aber aus irgendwelchen Gründen wurden die Bildschirme hier erst angeschaltet, als die letzten Takte des letzten Durchlaufs liefen, ich kann also dazu nichts sagen.

Die Französin trägt jetzt ein Etwas aus schwarzen Fransen, in Jeans und Lederjacke gefiel sie mir wesentlich besser!

Bis später, Michael

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Gerade hat Spanien die 1. Hälfte zugelost bekommen, die Probe von Cascada konnte ich nur fast ohne Ton verfolgen, weil zeitgleich die Spanier in der PK laut gesungen haben. Optisch war sie wieder sehr gut, ich konnte keine wesentlichen Veränderungen feststellen, der Treppenabgang wird etwas geschickter gezeigt bzw. teilweise nicht gezeigt.

Michael

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Und weiter geht der Trubel.
Es war eine tolle Show, die wir auch irgendwann auch mal genießen konnten, als wir ein Plätzchen an der Bühne erkämpft hatten. Die ganze Organisation gestern war der Horror, und zum ersten Mal dachte ich, dass ich vielleicht mal ein Jahr aussetze, zumindest wenn die Stehplätze beibehalten werden. Zunächst standen wir bereits 18.30 Uhr vor der Halle, um eine halbe Stunde später wenigstens ins Foyer gelassen zu werden. Weite 30 Minuten später ging der Run, und es war eher ein Kampf, um die besten Stehplätze los. Leider wurden wir bereits nach wenigen Metern gestoppt, da auch die Stehplätze noch mal unterteilt sind wir leider die Loserplätze hatten (alle zum gleichen Preis). Direkt vor der Bühne blieb es völlig leer und dahinter drängelte sich alles. In mehreren Etappen erstritten sich meuternde Zuschauer Zugang zum Innenbereich, der kurz vor neun dann endlich "geflutet" wurde. Raus kam man dann natürlich nicht mehr. Dafür fungierten wir dann als willige Statisten. Nun gut, wir machen das Beste daraus und lassen uns die Laune nicht verderben.

Spanien und Frankreich reißen mich von so gar keinem Hocker, nicht einem Fußschemel. Spanien kommt zwar ganz nett rüber, besser als ich dachte, bleibt doch ein heißer Kandidat für den letzten Platz.
Frankreichs Amandine trägt ein Kleid wie aus schwarzen Lederpeitschen und schreit um ihr Leben. Gräuselig.

Cascada haben noch mal an der Pyroschraube gedreht, ansonsten kommt Natalie besser mit ihren Schuhen und der Schleppe klar. Ich weiß noch immer nicht, ob es wirklich gut geht. Mal sehen in welcher Hälfte wir starten. Falls es die erste ist, wird Deutschland bestimmt gleich auf Startnummer eins verbraten und dann hat es sich erledigt. Hier kommen Cascada aber wirklich sehr gut an. Meine Daumen bleiben gedrückt.
Stephan

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In der Pressekonferenz hat Natalie auch die 1. Hälfte gezogen! Es ist zu befürchten, dass sie damit die Show eröffnet, denn das ist eigentlich ja ein toller Opener : "It's gonna be glorious", na ja, am Freitagnachmittag wissen wir es.

DIe PK war klasse, professionell und lustig zugleich. Natalie redet ja gern und viel, das sei  auch das größte Problem für ihre Stimme, sie hatte vor Jahren auch mal eine Stimmband-OP, wie so viele Sänger/innen. Das passiere eben, wenn wann so viel singe wie sie, sie habe manchmal mehrere Auftritte an einem Abend, und bei jedem einzelnen sei sie auch nach Jahren immer noch total nervös, und es gebe auch nichts, was sie dagegen tun könne. Der ESC sei das Größte in ihrer bisherigen sehr erfolgreichen Karriere, und sie seit stolz später mal ihren Kinder oder Enkelkinder sagen zu können: "Ich war bei der Eurovision". Und wenn sie sagen könnte: "Ich habe die Eurovision gewonnen", fragte Katharina: Natalie wehrte ab, darüber wolle sie nicht nachdenken, da  alle Interpreten 150 % geben würden und sie überhaupt nicht einschätzen könne, was der Televoter so für musikalische Vorlieben hat und wofür er anruft. Sie ist als Kind britischer Eltern in Bonn geboren und zweisprachig ausgewachsen, das sei ein großer Vorteil für sie,  denn wenn es mit der Karriere mal nicht mehr klappen sollte, könne sie ja damit immer noch im Hotel arbeiten.

Michael

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Bonnie Tyler hat nochmal geprobt, hat mir schon besser gefallen, sie hatte ein schickes schwarzes Kleid an und kam ganz gut rüber, habe gerade noch den letzten Teil ihrer PK mitbekommen, sie wurde gefragt, warum sie denn hier teilnehme. Sie sei natürlich stolz, ihr Land zu vertreten, ihre Eltern wären bestimmt auch sehr stolz auf sie, wenn sie das noch erlebt hätten, sie seien große ESC-Fans gewesen, und sie schaue auch immer, wenn sie nicht gerade arbeiten müsse. Und dann sagte sie: "Seien wir doch ehrlich, es geht natürlich auch darum, dass ich gerade ein neues Album auf dem Markt habe, und in diesem Geschäft muss man jede Promo-Gelegenheit ergreifen! Sympathisch ehrlich!

Sie zog erwartungsgemäß die 2. Hälfte.

Der Italiener stand immer noch ziemlich verloren auf der Bühne, ich fürchte, mit diesem Auftritt und der eher langweiligen Ballade, die sich erst nach mehrmaligem Hören festsetzt, dürfte es schwer für ihn werden, an die Platzierungen seiner Vorgänger heranzureichen.

Michael

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Der Besuch im Eurovision Village war enttäuschend. Die für die Mittagszeit angekündigten Auftritte von Zypern, Belgien und Serbien haben alle nicht stattgefunden. Dabei wäre das bei dem herrlichen Sonnenschein schön gewesen. Statt dessen gab es ein Quiz. Belgien wurde verschoben auf den späten Nachmittag. Vielleicht hat Roberto gestern abend groß seinen Einzug ins Finale gefeiert und war noch nicht wieder fit für einen Auftritt. Zu Zypern und Serbien gab es keine Info, aber vielleicht waren sie einfach zu enttäuscht, dass sie nicht weiter sind und haben schon die Heimreise angetreten. Auf der anderen Seite musste doch bei dieser Terminsetzung davon ausgegangen werden, dass die Möglichkeit, nicht weiterzukommen, immerhin auch besteht.
Elvira

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Schock, ich werde verfolgt: Lys Assia ist hier aufgetaucht, prompt zieht es hier wie Hechtsuppe, als wenn sie die Klimaanlage hochgefahren hätten, um sie frisch zu halten :wink:
Und heute kam ich erstmalig in den Genuss der Kaffeetafel, die es hier von 14.00-16.00 Uhr gibt, reichliche Kuchenauswahl und Kaffee aus Omas Porzellantassen, aber Punkt 16.00 wird das alles wieder weggeräumt!
Wir warten jetzt auf den Beginn der 1. Generalprobe des 2. Semi, die um 17.00 Uhr beginnt. Es soll einen Auftritt von Agnes geben, die ihr neues Lied und "Release me" singt.

Michael

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Generalprobe1- 2. Semifinale, wir schauen im Pressezentrum:

Es beginnt mit einer Orchesternummer, Eurovisionshymne mit einem Tanz von jungen Leuten, teilweise auf dem Rad, die an einer LED-Steilwand hochfahren und später scheinbar auf einer PC-Tastatur. Was soll uns das sagen? Petra Mede erscheint in einem unbeschreiblichen Outfit, Gautier oder Karnevalsladen? Schwarz und Gold, vorne frei bis an .... So schöne Beine hat sie nun wirklich nicht, irgendwie wirkt sie total unecht. Ist das Absicht und Ausdruck ihres subtilen Humors? Man weiß es nicht...

Lettland:

Ein lebhafter Auftakt mit einigen schönen Effekten, auch wenn man das Lied wie ich nicht mag, es sorgt für Stimmung am Anfang.

San Marino:

Valentina gibt alles, kommt sympathisch rüber, aber irgendwie fehlt der letzte Pfiff, mich irritiert nach wie vor diese beleuchtete Kugel vor dem Unterleib.

Mazedonien:

Lozano heute ohne Brille, Esma taucht als knallroter Kugel-Blitz (Betonung auf Kugel) au und singt relativ unsauber. Das passt nach wie vor nicht zusammen.

Aserbaidschan:

Zwar leichte stimmliche Unsicherheiten, aber insgesamt toller Auftritt, ich liebe diese Inszenierung auch wenn sie etwas drüber ist.

Finnland:

So sehr mich ihr Ding Dong hier auch genervt hat, auf der Bühne find ich es klasse! Das macht richtig Spaß (mir zumindest) Elvira findet es furchtbar.

Werbepause: Schaltung in den Greenroom, Petra sitzt auf der leeren Couch und erzählt etwas, was sie sicher morgen nicht erzählen wird, auch hier erreicht mich ihr Humor nicht.

Malta:

Das ist eingängig, sympathisch präsentiert, Gianluca nutzt den Catwalk und reicht dem Publikum die Hand, mir macht es gute Laune, ist für mich ein Geheimtipp! Heftige Proteste von Elvira und Chris, die es blöd finden!

Bulgarien: Ich kann es einfach nicht ertragen, die Drumsticks leuchten gelb und mir läuft ein Schauer über den Rücken, oder Schauder? Ich weiß nicht, auf jeden Fall schaurig!

Island:

Ich bin etwas geschockt, Eythor trägt eine graue Kombination mit einem offenen bordeauxfarbenen Hemd, wenn er die Arme hebt, wölbt sich sein Bauch über den Gürtel, sehr unvorteilhaft, er singt wieder super, aber dieses Outfit nimmt bei mir die Stimmung weg.

Griechenland:

Die Griechen tragen keine karierten sondern schwarze Kilts mit weißen Längsstreifen, springen munter auf der Bühne und dem Catwalk herum und werden wahrscheinlich hoch landen.

Israel:

Moran singt wie immer überragend, Chris hat natürlich Gänsehaut, die hab ich nicht, aber toll finde ich es auch.

Armenien:

Ehrlich gesagt, habe ich während des Auftritts geschrieben, ich kann, wie ihr wisst, damit überhaupt nichts anfangen, schiefe Töne habe ich keine gehört.

Ungarn:

Ihn höre ich lieber als ich ihn sehe, glaube nicht, dass rr weiterkommt.

Norwegen:

Kalt, kälter, Margarete. Mich lässt es auch kalt....

Werbepause: Lynda Woodruff, Teil 2, sie ist in Malmö, meint  sie, wieder ein Highlight.

Albanien: siehe Armenien, für Liebhaber solcher Musik sicher Highlights, für mich leider nicht.

Georgien: 

Emmelie, zieh dich warm an, für mich ist das der Sieger, Elvira nickt begeistert;-)

Schweiz:

Da kommt immer noch nicht viel rüber. Ich glaube nicht, dass sie es schaffen!

Rumänien:

Meine Meinung ist ja bekannt, aber Elvira schaut mich ganz angetan an, kein Kommentar...

Ich stelle gerade fest, dass ich das 1. Semifinale viel stärker finde, aber da steh ich wohl auch mit meiner Meinung allein da!

Werbepause: Greenroom, Petra fährt Segway und verrät nicht, was sie morgen dort sagt. Zweiter Teil des historischen Rückblicks mit witzigen Einlagen Petras.

Schnelldurchlauf Nr. 2

Pausenact: Agnes tritt auf, davor ein junger schwedischer Sänger, den man wahrscheinlich kennen muss, aber wir kennen ihn nicht und verstehen Petra auch nicht, wen sie da ankündigt.

Die Ausschnitte der BIG 5 und Schweden werden wieder gezeigt.

Die Fake-Verkündung der 10ß Finalisten folgt, das war's

Wer soll meiner Meinung nach weiterkommen?

San Marino, Aserbaidschan, Finnland, Malta, Island (mit anderem Sakko!),  Israel, Georgien, und dazu kommen dann wohl noch Albanien, Norwegen und Griechenland. 

Vielleicht wird  es auch Lettland statt San Marino (der Kati-Wolf-Effekt?) und Armenien kann ich nicht einschätzen. Vermutlich schlagen sie San Marino in meiner Liste.

Wir gehen jetzt  schnell was essen und sind heute Abend dann in der Halle, um wenigstens einer der Shows in der Halle zu erleben, weil wir ja keine Tickets haben (Stehplätze, ihr wisst schon...)

Heute ist dann ab 23.00  Uhr die große OGAE-Party im Euro Fan Café, mal sehen, ob die Schweden unseren Düsseldorfer Rekord an Interpreten brechen.

Evtl. nochmal bis später, ansonsten melde ich mich  morgen wieder!

Michael

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Wir sitzen jetzt hier im Pressezentrum und sehen uns die erste Generalprobe an.

Lettland
Mit den hüpfenden Glanzanzügen kann ich so gar nichts anfangen. Mir gefällt weder das Lied noch die Show.

San Marino
Der Funke springt leider nicht so richtig über trotz vollem Einsatz. Valentina gibt alles, aber irgendwas fehlt.

Mazedonien
Eines meiner Lieblingslieder, aber ich glaube es wird schwer. Mir gefällt Lozano mit Brille besser und das rote voluminöse Kleid von Esma ist nicht glücklich gewählt. Die ersten Proben haben mir hier besser gefallen. Aber sie beiden zusammen sind schon drollig.

Aserbaidschan
Eine wahnsinnige Show! Ich finde die Darbietung sehr faszinierend mit dem Tänzer im durchsichtigen Kasten, der die Bewegungen von Farid spiegelt und dazu noch ein wunderschönes Lied.

Finnland
Ein nervtötendes Lied, aber sehr witzig und unterhaltsam auf die Bühne gebracht. Krista macht ihre Sache mehr als gut, aber ich finde das Lied einfach nur furchtbar und möchte das nicht im Finale hören.

Malta
Dem singenden Doktor kann ich nichts abgewinnen. Das Dauergrinsen überzeugt mich nicht und auch das Tralala-Lied führt bei mir leider überhaupt nicht zu guter Laune. Das Lied ist fröhlich und gut gemeint, aber ist einfach nicht mein Fall. Lediglich die Gruppenaufnahme am Ende ist irendwie ganz nett und ich bin froh, dass ich es dann überstanden habe.

Bulgarien
Und schon wieder ein Lied, das mir so gar nichts gibt. Voda fand ich klasse, aber das ist ein billiger Abklatsch. Bitte nicht weiter!

Island
Ein toller Sänger mit einem nicht so tollen Lied, was aber durch das wunderschöne Bühnenbild sehr gewinnt und es inzwischen geschafft hat, auch mich zu begeistern. Es hat gedauert, aber jetzt ist es soweit.

Griechenland
Es kommt fröhlich und flott daher, mit viel Bewegung und guter Stimmung. Es macht ihnen Spaß, was sie das machen und überzeugt mich.

Israel
Unser liebgewonnene Presswurst hat wie immer klasse gesungen. Trotz wunderschönem Lied fehlt mir hier auch noch was.

Armenien
Gutes Lied und ansprechende Präsentation. Einfach, nur etwas Pyro und Feuerblitze. MIr gefällts.

Ungarn
Bunte Bühnenfarben und ein etwas gelangweilter Sänger. Aber das ist genau so gewollt und hat etwas Spezielles. Und hat sich in meinem Ohr festgesetzt.

Norwegen
Margaret ist klasse, aber trotzdem werde ich kein Fan von diesem Lied.

Albanien
Ich mag das Lied sehr und auch die Show. Die Nahaufnahmen von Adrian sind nicht so günstig. Ansonsten nichts auszusetzen.

Georgien
Mein absolutes Lieblingslied, immer noch. Und auch immer noch mit Gänsehaut verbunden und eine Show, dir für mich wie die Faust aufs Auge passt.

Schweiz
Ein Ohrwurm, aber ein unauffälliger Auftritt. Irgendwie sehr brav und ohne den Opi gäbe es nicht viel, was in Erinnerung bleibt.

Rumänien
Dieser Auftritt ist das Sahnehäubchen zum Schluss. Die Show passt gut zum Lied und ich würde mich sehr freuen, wenn es Cezar ins Finale schafft. Es wurde doch viel gelächelt und hätte es sehr verdient.

So, und jetzt geht es zum Abendessen, bevor wir uns die ganze Show heute abend nochmal in der Halle anschauen. Mal sehen, ob wir da andere Eindrücke bekommen.

Elvira

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Und auch von mir eine kurze Einschätzung des Probendurchlaufs, welcher wahrscheinlich völlig von meinen fleißigen MitschreiberInnen Elvira und Michael an den Nebenplätzen abweichen wird:

Lettland: So nen Glitzeranzug hätte ich auch gern, der schmückt jedes Clubtreffen. Würde auch (großes Ehrenwort) im Gegensatz zu den Jungs von PER ein T-Shirt oder Hemd drunter tragen. Das Lied: Schrecklich. Mein Montenegro des 2ten Halbfinales.

San Marino: Das Lied und die Stimme von Valentina Monetta bleiben fantastisch. Die Show ist bedauerlicherweise eher antiquiert und nicht im Gedächtnis bleibend. Ich hoffe aber trotzdem sehr, dass sie ins Finale kommt.

Mazedonien: Ich liebe das Lied und die extravagante Kombination Esma & Lozano. Auf der Bühne wirkt das ganze allerdings eher skurril, die Stimmen sind nicht die allerbesten und ich befürchte, das wird trotz des roten Ungetüms von Kleid, was Esma trägt, nicht reichen.

Aserbaidschan: Schönes Lied, doch völlig überinszeniert. Des Guten viel zu viel. Und die Stimme von Farid Mammadov haut mich nicht vom Hocker. Kommt aber sicher weiter.

Finland: Laut und lärmig und billig. Der Kuß einer Frau sei Krista Siegfrieds als Zeichen wachsender lesbischer Emanzipation ja hoch angerechnet, nur der Rest???? Schauder. Befürchte, das kommt nichtsdestotrotz weiter.

Malta: Lalalalalalalalalalalalalalala Gianluca lächelt lalalalalalalalala Gianluca hüpft lalalalalalala she's like tomorrow lalalalalalala Gianluca lächelt lalalalalalala.

Bulgarien: Elitsa Todorova und Stoyan Yankulov wollen gewinnen und strahlen das in agressivster Art und Weise auch aus. Selten unsympathischer Auftritt, so sehr ich es auch stets bewundere, wenn ein Land typische Folkloreelemente in seine ESC-Beiträge einbaut. Kommt aber wohl auch weiter.

Island: Wunder- wunderschön. Hoffentlich reicht der Auftritt von Eythor Ingi für's Finale. Endlich mal ein Lied, das man auch zuhause auf dem Sofa hören und sich drüber freuen kann. Gehört in meine Top 5

Griechenland: Sicherer Finalist. Das Lied von Koza Mostra geht sofort ins Ohr und macht gute Laune. Witziger Auftritt, für den es genügend Anrufer geben sollte.

Israel: Was soll ich sagen. Moran Mazor ist und bleibt meine Favoritin des Herzens. Hatte wieder mal Gänsehaut und einige Tränen im Augenwinkel. Es steht jedoch zu befürchten, dass ihr unglückliches Outfit sie die notwendigen Stimmen kosten wird. Ich hoffe auf die Juries.

Armenien: Gute Rockmusik, mit der ich null und nix anfangen kann.

Ungarn: Sowas ödes gibt es die Tage in Malmö nur selten. Sicher keine schlechte Musik, aber unendlich langweilig. Und zumindest die beiden Jungs von ByeAlex wirken dauerbekifft.

Norwegen: Ebenfalls sicherer Finalist. Wenn man solch eiskalte Musik wie das Lied von Maragret Berger mag, ist das siche gut gemacht. Mir gefriert dabei das Blut in den Adern.

Albanien: Siehe Armenien, nur dass sich (ich glaube es ist) Bledar Sejko für die Reinkarnation von Jimi Hendrix hält. Nix für meine alten Ohren.

Georgien: Die Kunstnummer des Jahres. Nodi & Sophie kommen mit hrem Waterfallsicherins Finale, aber ich glaube den beiden nichts ihrer vorgetäuschten Zuneigung. Wie bei Aserbaidschan überinszeniert und dadurch unglaubwürdig.

Schweiz: Ach ja, was für die Dorfjugend oder Feuerwehrkapelle. Humtahumptaufftata. Das wird nichts mit dem Finale.

Rumänien: Selten so gelacht wie bei diesem Auftritt. Tagischerweise nimmt sich Cezar auch noch ernst. Grottig hoch drei. Sicherlich am Samstag nicht mehr dabei

So, das ist meine ganz persönliche Beurteilung, doch zum Glück sind Geschmäcker ja völlig verschieden. Und genau das macht es so schön und spannend hier.

Liebe Grüße Chris

 


 

DONNERSTAG , 16. MAI 2013

 

Hallo aus dem sommerlichen, warmen Malmö, endlich! Wir haben uns heute mal zunächst eine Auszeit genommen, lange geschlafen und jeder macht so, was er möchte, ich habe 3 Maschinen Wäsche gewaschen (man muss die Sonne zum Trocknen auszunutzen), da ich ja nächste Woche nach einem Zwischenstopp in Hilden  nochmal ein paar Tage verreise, zwischendurch nutzen wir endlich ein bisschen unseren wunderschönen Garten, Elvira liegt in der Sonne, ich gleich auch wieder, bin nur schnell mal reingegangen, um euch dieses zu schreiben

Gestern Abend waren wir ja noch auf der OGAE-Party, die ist ja inzwischen traditionell am Mittwoch zwischen den beiden Semis, und es treten in der Regel viele Künstler dort auf. Anke hatte es in Düsseldorf geschafft, insgesamt 29 Interpreten an Land zu ziehen, dieser ECG-Rekord bleibt ungebrochen! Gestern waren von vornherein nur 14 Interpreten angekündigt, letztlich erschienen dann gerade mal  6! Estland, Schweden, Albanien, Russland,  Montenegro und Griechenland. Es war rappelvoll, weil sich viele natürlich  mehr davon versprochen hatten und man teilweise ja auch Eintritt bezahlen musste. Die Einlasspolitik war wieder einmal undurchsichtig, angeblich sollte der Eintritt mit der Membershipcard ja frei sein, ich kam allerdings damit nicht umsonst hinein, sondern nur mit der Presseakkreditierung andere wurden trotzdem zur Kasse gebeten, die Garderobe war nur mit 1 Mann besetzt, was zu Schlangestehen bis ca. 20 Min. führte, an der Bar gab es teilweise Discount mit der Membershipcard, teilweise aber auch nicht. Ein ziemliches Durcheinander, wofür aber sicher der organisierende schwedische Club nicht unbedingt etwas kann, auch dass so viele Künstler einfach nicht erschienen sind, ist sehr schade für unsere schwedischen Kollegen. Aber wir wissen aus unserer Düsseldorfer Erfahrung, dass es nicht einfach ist, normale Gastronomie und entsprechende Lokalitäten auf die Bedürfnisse von ESC-Fans zuzuschneiden ;-)

Zum 2. Semi nochmal, ich merkte gestern, dass wir offenbar nach 1,5 Wochen vor Ort wieder eine Art Gehirnwäsche durchgemacht haben;-), das gipfelte bei mir darin, dass ich gestern Abend in der Halle sogar dachte, Lettland könnte ganz hoch kommen! Ihr seht, ich bin nicht mehr ganz zurechnungsfähig, also enthalte ich mich jetzt weiterer Vorhersagen und wünsche euch einen weiteren spannenden Abend, ich denke, er wird spannender als Dienstag, denn heute ist wirklich alles ist möglich!

Soviel von mir für heute, ich habe heute Urlaub :-)

Michael

 


 

FREITAG, 17. MAI 2013

Guten Morgen, das war ja mal wieder eine Riesenüberraschung gestern, ein Ergebnis, mit dem so wohl die wenigsten gerechnet hatten Der große Fanfavorit, die Nr. 1 im ECG-Voting San Marino, ist draußen, mit Mazedonien ist auch das letzte ex-jugoslawische Land aus, Albanien raus, Armenien drin, das waren hier die meistdiskutierten Ergebnisse im Pressezentrum. Für wen ruft jetzt der Balkan an? Wir sind natürlich jetzt sehr gespannt auf die Startreihenfolge, wird Cascada wirklich auf 1 gesetzt, wie viele befürchten? Apropos Cascada, wir unterhielten uns gestern mit einem niederländischen Journalisten, der Cascada ganz oben sieht, wie so viele andere auch hier, sie sei so bekannt in ganz Europa und habe den einzigen richtigen Dance-Act im Finale! Na ja, morgen Nacht sind wir schlauer. Die PK der 10 Finalisten war so unergiebig wie immer, ich habe mich auch gefragt, wieso die letzten 4 Interpreten überhaupt noch ihre Startposition ziehen mussten, denn zu dem Zweitpunkt war die 1. Hälfte bereits mit 13 besetzt und es waren eh nur noch Papierrollen mit der 2. Hälfte zum Losen da. Wir sind danach direkt nach Hause, war ja immerhin doch schon 1:00 Uhr, und heute morgen etwas früher aufgestanden, weil wir gleich zum alljährlichen OGAE-Präsidententreffen müssen. Danach eile ich direkt zur 1. Generalprobe des Finales, die anderen schauen sie heuten Abend an. Ich hole heute Abend Jörg ab, der letztes Jahr so fleißig im Tagebuch aus Baku berichtet hat, aber jetzt nur zum Finale anreist und unser 5. Logiergast bis Sonntag sein wird. Ich melde mich dann später, sobald es etwas Neues gibt

Michael

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Zurück vom Präsidententreffen sitze ich jetzt im Pressezentrum und schaue die 1. Finalprobe an. Wer sich für morgen die

Spannung erhalten möchte, sollte nicht weiterlesen!

Der Einführungsfilm zeigt eine Raupe, die sich von Baku auf den Weg macht quer durch Europa bis vor die Öresundbrücke, wo sie sich verpuppt, um dann als Schmetterling rüber nach Malmö in die Halle zu fliegen, ich finde es süß gemacht.

Der Opening-Act ist, wie angekündigt, die Hymne "We write the story", extra für den ESC geschrieben von Benny und Björn von ABBA, die auch im Publikum begrüßt werden. Während ein Chor diese Hymne auf der Bühne singt (sie klingt für mich eher als musikalische Untermalung denn als eigenständiges Musikwerk, aber vielleicht muss man sie öfter hören), senkt sich die lange Brücke aus dem 1. Semi, und über diese Brücke erfolgt wie bei Olympia der Einmarsch der Nationen in Startreihenfolge, jeweils 1 Fahnenträger vorweg und dann der Interpret. Die Interpreten verschwinden dann und die Fahnenträger bleiben auf der Bühne zum Gruppenbild. Die Hymne endet mit "We are one".

Petra Mede erscheint, jetzt noch ungeschminkt und mit 2 dicken Lockenwicklern im Haar. Ihr "Kleid" ist ein weiteres Ungetüm, diesmal in Pink. Es gibt eine kurze Live-Schaltung nach Australien, wo der ESC morgens um 5 live ausgestrahlt wird.

Dann geht es schon los mit Frankreich, es ist mir wirklich schleierhaft, wieso man Amandine die Startnummer 1 gegeben hat. Vielleicht, damit die Zuschauer, die die Semis verfolgt haben, als erstes eine neue Nummer sehen? Wie gesagt, ich hätte wirklich auf Cascada getippt, aber so ist es für uns schon besser.

Mich schreckt nach wie vor dieser Lederfransenfummel ab, so dass ich mich auf das Lied kaum konzentrieren kann, furchtbar. Und der Auftritt ist (natürlich jetzt ohne Hallenpublikum) ziemlich nichtssagend.

Ich erspare mir und euch, die bekannten Auftritte der Semifinalisten nochmal ausführlich zu kommentieren, es sei denn , es ist etwas Besonderes dabei.

An Spaniens Auftritt ist für mich lediglich das strahlend gelbe Kleid der Sängerin erwähnenswert und dass sie jetzt barfuß ist, ansonsten plätschert das unauffällig vor sich hin und wird auch schlecht gesungen.

Roberto aus Belgien trägt  einen Schal eng um den Hals, hat er sich erkältet? An der Stimme ist aber nichts auszusetzen.

Die Tänzer von Belarus tragen jetzt hochgeschlossene  Hemden mit blauen Fransen.

Malta ist für mich so ein typisches Dark Horse, er trällert sich unauffällig bis ganz nach oben, mir gefällt's (sorry Elvira) !

Dina aus Russland gut wie immer, jetzt allerdings nicht im Bühnenoutfit.

Die Tänzer von Belarus tragen jetzt hochgeschlossene  Hemden mit blauen Fransen.

Malta ist für mich so ein typisches Dark Horse, er trällert sich unauffällig bis ganz nach oben, mir gefällt's (sorry Elvira) !

Dina aus Russland gut wie immer, jetzt allerdings nicht im Bühnenoutfit.

Cascada trägt auch nur Jeans und Stiefel, der Auftritt noch ein Stück besser geworden die Kameraeinstellung beim Treppenabgang verbessert, genial, mitreißend, Natalie hat sichtlich immer mehr Spaß an der Sache! Stimmlich auch super, die vielen Auftritte und Interviews haben der Stimme offensichtlich nicht geschadet, allerdings konnte ich nicht ganz exakt alles hören, weil neben mir 2 Frauen trotz Ermahnung meinerseits irgendein osteuropäisches Kauderwelsch brabbeln.

Armenien ohne Kommentar...

Werbepause: ein neuer genialer Film mit Lynda Woodruff!!!!

Absolute Gänsehaut bei Anouk!!!!

Rumänien ohne das Unterteil des Outfits, so sieht man mal, dass es zweiteilig ist und der unterer Teil dazu dient, den Lift zu verdecken, mit dem er in die Höhe gehoben wird.

Bonnie Tyler ist nicht gut bei Stimme, die Abstimmung mit den Backings klappt nicht so ganz, schade, ich mag das so sehr.

Robin Stjernberg hat die Haare noch nicht jedwardmäßig hochstehen, steht ihm so viel besser, finde ich, stimmlich sehr gut, ich mag's ja nicht so sehr, aber er wird sicher gut platziert werden.

Ungarn ohne neue Erkenntnisse...

Emmelie wird immer besser, es wird schon schwer werden, an ihr vorbeizuziehen!

Bei Eythor kam mir  bei der Kameraeinstellung am Schluss, wenn die Backings aus dem Hintergrund hervortreten und er im Scheinwerferlicht die Arme ausbreitet und das Ganze sich im Boden spiegelt, die Assoziation: Jesus mit Heiligenschein auf dem See Genezareth mit seinen Jüngern, sehr effektvoll, wieder grandios gesungen.

Aserbaidschan perfekt wie gewohnt, ich find's nach wie vor toll!

Griechenland ohne neue Erkenntnisse...

Der Riese und Zlata auch  ohne Bühnenoutfit, da ist der Zauber momentan weg, aber er kommt natürlich im Finale wieder!

Dieser Marco Mengoni ist schon ein ulkiger Typ, heute in dunkelgrünem Anzug mit Krawatte wirkt er zwar seriöser, aber er ist total schlaksig, scheint völlig in sich versunken, er hat kein einziges Mal richtig in die Kamera geschaut, aber das hat was, gesanglich sehr stark und durch diesen Minimalismus durchaus wirkungsvoll.

Norwegen ohne neue Erkenntnisse...

Georgien: sie in einem Silberkleid, er in Straßenkleidung. Das ist wieder perfekt gesungen und inszeniert.

Ryan Dolan kommt gut, da ist nichts auszusetzen, seine  Chancen kann ich sehr schwer einschätzen , aber es ist eine gute Schlussnummer.

Jean Paul Gautier wird im Publikum begrüßt, dazu ein kleiner Scherz von Petra Mede.

Schnelldurchlauf 1:

Bei Frankreich irgendeine Stelle mittendrin, kein Refrain, was haben die vor? Ersr die Startnummer 1, dann dies, wollen die Frankreich fertig machen?
Bei Cascada der Übergang von Treppe zu Catwalk mit Beginn des Goldregens und ein Stück auf dem Catwalk.
Bei Island der See Genezareth.

Pausenact: Loreen mit Federkragen singt: "We got the power"  über  ein kurzes Stück "My heart is refusing me" zu  "Euphoria im Rahmen einer Tanzeinlage. Sie endet oben auf dem Aufzug, den Bonnie Tyler schon benutzt hat, und hat eine Schleppe, die die von Aserbaidschan bei weitem an Länge übertrifft. Trotzdem haut mich das nicht vom Hocker.

Schnelldurchlauf 2

Ein selbstironischer Filmeinspieler über den Schweden an sich folgt, für mich nur teilweise witzig, da er eine Kriegsszene enthält. Dann folgt ein zweiter Pausenact, und jetzt kommt Petra Mede ganz groß raus: in der Inszenierung und  musikalisch angelehnt an "Mary Poppins" oder ähnliches bringt sie ein durchaus witziges Intermezzo über Schweden und die Schweden mit einigen Knalleffekten, die ich nicht verraten möchte. Es folgt wieder ein historischer Rückblick, wieder sehr witzig, dann eine Schaltung zu Eric Saade in den Green Room.

Dann kommt die "richtige" Sarah Dawn FIner (Lynda Woodruff) mit "The winner takes it all", Wahnsinn!!! Danach wird durch einen Tänzer das Scoreboard installiert. Damit endet diese Probe. Wir haben jetzt schon fast 3 Stunden hinter uns, und die Wertung hat noch nicht begonnen, keine Ahnung, wie lange die Sendung dann letztlich dauern wird. Ich habe gerade erfahren, dass es noch Pressekonferenzen gibt, Frankreich habe ich verpasst, Deutschland ist als nächstes dran.

Natalie sympathisch und professionell wie immer, es gibt so viele gute Songs dieses Jahr, meint sie, sie will keine Vorhersage wagen, der Plagiatsvorwurf sei vom Tisch durch das Gutachten und die positive Äußerung von Thomas G:son,  es sei nur eine Pressekampagne, sagt Thomas Schreiber. Ihr gefällt Schweden sehr gut und Norwegen.

So, das war es jetzt erstmal von mir, ich melde mich wahrscheinlich später nochmal, so wie es aussieht, kann ich das Juryfinale  zum Teil noch sehen, bevor ich zum Bahnhof fahre.

Michael

 

Schaue jetzt noch ein bisschen Juryfinale, muss aber gleich aufbrechen, aber Cascadas Auftritt habe ich noch mitbekommen:
GRANDIOS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Riesenapplaus!

Und damit verabschiede ich mich für heute, was morgen angesagt ist, weiß ich noch nicht, ich melde mich!

Michael

 


 

SAMSTAG, 18. MAI 2013

Guten Morgen, hier erstmal die offizielle Pressemitteilung zur deutschen Jury:

Eurovision Song Contest: Lena, Tim Bendzko, Carolin Niemczyk, Florian Silbereisen und Alina Süggeler sind die deutsche Jury 2013

Lena, Tim Bendzko, Carolin Niemczyk ("Glasperlenspiel"), Florian Silbereisen und Alina Süggeler ("Frida Gold") sind in diesem Jahr die nationale ESC-Jury. Damit bestimmen sie zu 50 Prozent, an welche Länder Deutschland beim Eurovision Song Contest wieviele Punkte vergibt. Die anderen 50 Prozent kommen vom TV-Publikum, das per Telefon, Anruf und - erstmals - per App live vor dem Bildschirm seine Favoriten wählen kann. Beide Votings werden zusammengerechnet und ergeben die Punktewertung aus Deutschland. Jury-Präsidentin Lena wird die deutschen Punkte im ESC-Finale am 18. Mai im Ersten live von der Reeperbahn in Hamburg verkünden - dorthin lädt der NDR zum großen Public Viewing des Finales aus Malmö ein, das um 21.00 Uhr beginnt. Zudem überträgt das Erste von der Reeperbahn live den "Countdown für Malmö" (20.15 Uhr) und die "Grand Prix Party" (0.00 Uhr).

Lena: "In diesem Jahr beim ESC in der Jury zu sitzen, bedeutet mir unheimlich viel, weil ich weiterhin ein Teil des Ganzen sein darf. Es ist eine Herausforderung und große Ehre, die Künstler beurteilen zu dürfen, die dieses Jahr antreten werden."

Tim Bendzko: "Ich durfte ja dankenswerterweise schon im letzten Jahr Teil dieser Jury sein. Ich hatte dabei soviel Spaß, dass es selbstverständlich war, in diesem Jahr wieder dabei zu sein."

Carolin Niemczyk: "Ich freue mich sehr, dass ich in der ESC Jury sitzen darf, gerade weil ich diesen Contest von klein auf verfolgt habe. Es ist eine imposante Show, die bunt und facettenreich ist und einem ein Stück weit, trotz des Wettbewerbsgedankens, das Gefühl von Zusammengehörigkeit gibt. Außerdem ist es ein Wettbewerb für Songschreiber, was das Ganze für mich, als Songschreiberin, noch interessanter macht."

Florian Silbereisen: "Es gibt nur eine Show, die überall in Europa zur selben Zeit so viele Menschen bewegt! Ich freue mich sehr, dass ich als Juror beim Songcontest mitmachen darf!"

Alina Süggeler: "Der 58. ESC steht vor der Tür und ich darf zum zweiten Mal in der deutschen Jury dabei sein. Beim ESC entfaltet Musik ihre volle Kraft und vereint Menschen aus den verschiedensten Nationen. Ich bin sehr froh, Teil des Ganzen zu sein! Ich drücke allen Beteiligten die Daumen!"

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Bescherung! Nun ist der Tag aller Tage also gekommen und ein bisschen Wehmut, dass morgen wieder alles vorbei ist, schleicht sich heute schon ein. Nach einer tollen Generalprobe gestern und noch einer langen Nacht im Euroclub, werde ich heute noch ein bisschen die Sonne und das herrliche Wetter hier in Malmö genießen.
In diesem Jahr scheint das Rennen so offen wie selten zu sein, was auf eine spannende Wertung heute Abend hindeutet. Noch immer denke ich, dass Dänemark den Pokal holen wird, aber man weiß es nicht. Leider kommen Cascada hier in den Zeitungen heute gar nicht gut an, ganz im Gegensatz zur Halle, wo aber auch sehr viele deutsche Fans angereist sind. Eine Top-10-Platzierung halte ich für sehr unwahrscheinlich, drücke aber die Daumen.

Mein Tipp für heute:
1. Dänemark
2. Ukraine
3. Aserbaidschan
4. Norwegen
5. Griechenland
6. Georgien
7. Niederlande
8. Russland
9. Finnland
10. Italien
11. Irland
12. Schweden
13. Moldau
14. Malta
15. Island
16. Deutschland
17. Ungarn
18. Frankreich
19. Belgien
20. Estland
21. Litauen
22. Weißrussland
23. Rumänien
24. Armenien
25. Großbritannien
26. Spanien

Und meine persönliche Liste:
1. Dänemark
2. Island
3. Griechenland
4. Norwegen
5. Italien
6. Irland
7. Schweden
8. Niederlande
9. Russland
10. Aserbaidschan
11. Ukraine
12. Georgien
13. Finnland
14. Ungarn
15. Belgien
16. Deutschland
17. Estland
18. Malta
19. Moldau
20. Großbritannien
21. Frankreich
22. Spanien
23. Weißrussland
24. Armenien
25. Litauen
26. Rumänien

Allen heute ein wunderbares Fest!!!!!!
Stephan

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Hallo aus dem sommerlich heißen Malmö, wo heute in der Innenstadt der Teufel los ist. Ganz Malmö und halb Europa ist auf den Beinen, so scheint es. Ich war mit dem gestern Nacht angekommenen Jörg dann auch nochmal ein bisschen bummeln, aber jetzt muss ich mich mal so allmählich mental vorbereiten. Außerdem auch den Koffer schonmal packen, denn morgen Mittag geht es ja zurück, und es wird bestimmt eine lange Nacht! Ich kann Stephans Prognose so gar nicht teilen, ich sehe Cascada in den TOP 10, obwohl es natürlich bei diesem außergewöhnlich starken Finale
viele Favoriten gibt, denen ich den Sieg zutraue, da ist natürlich Dänemark,
aber eben auch Georgien, Aserbaidschan, Ukraine, Russland, Island, Malta nicht zu vergessen, und ich könnte noch ein paar aufzählen, die für eine hohe Platzierung gut sind. Wer hätte das anfangs gedacht, als die einzelnen VE-Ergebnisse nach und nach eintrudelten. Aber da kann man nun wirklich sehen, und wir haben das hier ja von Probe zu Probe miterleben können, wie man einen Act, der musikalisch wirklich nicht so viel Substanz hat, so inszeniert, dass er diese tolle Wirkung bekommt wie viele der diesjährigen Acts heute Abend. Ich hoffe (und rechne eigentlich auch damit), dass es eine spannende Wertung wird und dass wir natürlich einen würdigen Sieger bekommen!
Im Namen des gesamten ECG-Teams hier in Malmö wünschen ich euch allen einen traumhaft schönen, spannenden ESC-Abend, bedanke mich ganz herzlich für die zahlreichen positiven Rückmeldungen zu unserem Tagebuch, es hat uns sehr viel Spaß gemacht, für euch zu berichten!

Michael

 


Baku-Blog 2012


SAMSTAG, 12. MAI 2012

 

 

                                       Baku 5 Wand

 

Hallo aus Baku

Das Abenteuer hat begonnen. Mit der Anreise hat alles bestens funktioniert einschließlich Visabeantragung und auch der bestellte Transfer wartete wie besprochen und hat mich sicher zu den MIracle Apartments gebracht. Der Transfer war kostenlos und der Fahrer wollte noch nicht einmal ein Trinkgeld annehmen. Wo gibt es denn noch so etwas?

 

Baku 7 Tuerme

  

Dann ging es weniger positiv weiter. Die Reservierung hat nicht richtig funktioniert. Ich habe ein Zimmer in einer 6er Wohnung und nicht wie gebucht in einer 4er Wohnung und meine Mitbewohner sind nicht wie geplant in meiner Wohnung untergebracht, sondern in einer anderen. Aber man hat mir versprochen, dass an einer Lösung gearbeitet wird....

Das Apartment ist schön und alles komplett neu. Da kann man nicht meckern. In der Küche gibt es keine Kochgelegeneheit, sondern nur eine Spüle, kleinen Kühlschrank und Wasserkocher. Dann nur noch abgezählte Tassen, Löffel. Gläser und eine Auswahl an Teebeuteln. Miracoli und Co können also Zuhause bleiben. Selbst fürs Frühstück gibts keine Teller oder Messer. Aber vielleicht geht man auch besser frühstücken.... Finde ich jetzt nicht tragisch.

Zwei Blocks weiter stehen noch Kartons mit Flachbildfernsehern und Kühlschänken vor der Tür und überall wird geputzt und fleissig gearbeitet.Es sind wohl noch nicht alle Wohnungen komplett eingerichtet. Ach ja, man bekommt übrigens ein grünes Plastikarmbank wie im All-Inclusive-Urlaub.

 

Baku 9 Blumendeko  Baku 1 Auto

 

Auf dem Weg vom Flughafen habe ich zahlreiche Banner und Riesenplakate mit "Light your fire" gesehen und viele Taxen, die entsprechend eingespritzt waren. Und allen, denen ich begegnet bin, waren sehr freundlich und hilfsbereit, wenn es auch mit der Verständigung manchmal etwas schwierig ist. Ich bin mir nicht sicher, ob man an der Rezeption weiss, was ich von ihnen wollte. Ich hoffe, sie arbeiten am richtigen Problem.

 

Baku 2 Halle weit  Baku 3 Beleuchtung nachts

 

Heute gabs noch keinen Shuttle zur Halle. Da die Proben erst morgen beginnen, habe ich drauf verzichtet, alleine mit Bus und Bahn dorthin zu reisen und mir lieber meine nähere Umgebung etwas genauer angesehen.

Gruß aus Baku, Elvira

 

 


 

SONNTAG, 13. MAI 2012

 

Salam!

Joerg und ich sind nun auch in Baku angekommen und haben soeben das Pressezentrum ueber Umwegen erreicht.
Bei schwuelen Temperaturen machten wir uns zu Fuss von unserem Apartement auf den Weg zur Halle. Entlang der Altstadt und des "Bulevar" am Kaspischen Meer. Hinter dem Euroclub (in einer Sporthalle) war dann erstmal Schluss. Hier wird noch ueberall gebuddelt und gebaggert. Also ging der Rest des Weges weiter mit dem Taxi. Zur "Chrystal Hall". Leider fuhr uns der nette Fahrer zum "Crown Hotel". Zwar in der Naehe, aber doch knapp daneben...

An der Halle angekommen mussten wir dann wieder zu Fuss den Weg zum Akkreditierungsstelle finden. Schilder konnten wir nicht finden und Englisch hilft bei Sicherheitskraeften und Bauarbeitern nur bedingt. Dann sprach uns ein Polizist an: "accreditation?" JA! Wir wurden erhoert  Dort klappte alles bestens. Der Weg zur Pressehalle ging dann - man ahnt es - an Baustellen entlang. Da hatte man uns in die falsche Richtgung geschickt. Also staubig, schwuel weiter einmal um die ganze Halbinsel auf der die Halle liegt herum. Und siehe da: Das Pressezentrum!

Markus

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Salam!! Guten Morgen aus Baku.
Ja, wer glaubt, man waere hier in Baku in den letzten Aufraeumarbeiten vor der grossen Show, irrt offensichtlich. Denn hier wird keineswegs nur noch kurz geschrubbt und aufgewischt, was noch liegen geblieben ist, nein, hier fehlen noch halbe Zufahrten und vor allem AUSSCHILDERUNGEN. Der Weg ins Pressezentrum gestaltete sich dementsprechend als ein Gewaltmarsch einmal ums Gelaende (wir sind natuerlich an einer Stelle falsch abgebogen...raeusper...), sodass wir das truebe und leicht mueffelnde Kaspische Meer jedoch von beiden Seiten visuell und olfaktorisch erfahren konnten... Abgesehen davon ist der Sockel der groessten Fahnenstange und Flagge der Welt, die man auf dem Weg zur Halle passieren MUSS, so gewaltig, dass man die Halle und das gesamte Gelaende dahinter nicht mehr sieht, wenn man einmal davor steht und sich fragt, wie es denn nun zur Halle weitergeht...
In Baku ist ueberhaupt alles gross. Und neu. Und man fragt sich in der Tat, wie wohl die Stadt noch vor 10 Jahren ausgesehen haben mag, als noch nicht alles im Schein der Glitzerwelt erstrahlte, und wer wohl alles sein Haus aufgeben musste, um neuer Architektur incl. Dior und Prada zu weichen. Imposant ist das alle Male und hat bei Nacht durch das Anstrahlen wirklich ALLER Gebaeude etwas von Disney-World. Unwirklich. Und hinter der Innenstadt ragen die drei Tuerme der Flame-Towers unuebersehbar und wirklich von fast allen Punkten der Stadt sichtbar ueber der Stadt, ebenso wie der nachts in allen moeglichen Farben angestrahlte Fernsehturm. Auch eher Disney-World-maessig bei Dunkelheit, aber wie gesagt beeindruckend. Die Meer-Promende ist wunderschoen und hat wirklich weltstaedtisches Niveau. Dazu ist die ganze Konstruktion mit vielen Gruenanlagen und Cafes einfach schoen. Und UEBERALL "Light your fire - Eurovision Song Contest 2012". Das freut die Eurovisionsseele schon!
Hinter den Prachtboulevards geht es dann jedoch schnell bodenstaendiger, oder besser gesagt ohne Boden weiter. Markus und ich wohnen ganz zentral - fast an der Altstadt, in einem eher bescheidenen, aber anstaendigen alten Appartment. Aber eben hinter einer der grossen Prachtstrassen. Und der Weg von unserem Appartment zur Hauptstrasse ist gesaeumt von Loechern in der Strasse, in denen gut ein Bus versinken kann. Ausserdem kann man sich nicht sicher sein, ob die Balkone an den Haeusern den naechsten kraeftigen Windstoss ueberleben
Die Altstadt ist auf den ersten Blick voellig zurecht ein UNESCO-Weltkulturerbe. Komplett umgeben von einer mittelalterlichen Stadtmauer schlummern Hamams, Karawansereien, Teppichhaendler, zahlreiche Haeuser mit Innenhoefen, archaeologische Ausgrabungen... und alles in einem sehr islamischen Stil. Beeindruckend.
Hier auf dem ESC-Gelaende das genaue Gegenteil. Alles modern und chic. Das Pressezentrum hat eine riesiege Glasfront, durch die man ueber die Bucht auf die Innenstadt guckt. Sehen kann man sie gerade kaum, weil es draussen viel zu diesig ist. Und es ist warm und schwuel!! Und das soll wohl auch so bleiben.
In einer Viertelstunde geht die erste Probe los. Also allmaehlich auf in die Halle. Bis spaeter.
Joerg

 

Halle 1

 

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Jahaaa! Da hatten wir gedacht, wir haetten nun die Lauferei hinter uns... weit gefehlt. Der Weg zur Halle zur ersten Probe sollte eigentlich ein ganz kurzer sein... zumal die Halle direkt neben dem Pressezentrum gelegen ist. Weit gefehlt!! Absperrgitter weisen seltsame Wege immer genau an den Halleneingaengen vorbei; und gelangt man doch einmal an einen Eingang, sagt ein mehr oder weniger freundlicher Security-Aseri "No Press"... Die Frage nach dem Zugang zu den Press-Rehearsals versteht hier niemand, da Englisch hier eher schwierig ist. Jeder Security-Mensch hat folglich einen englischsprachigen Officer an seiner Seite...Nuetzen tut das aber nichts, weil die vom Gelaende hier keine Ahnung haben. Als wir endlich vor dem richtigen Eingang standen, hiess es erneut "No Press".... den Bericht ueber den naechsten voellig ueberfluessigen Marsch rund um die Halle spar ich mir. Ein freundlicher deutscher Techniker hatte dann mitbekommen, dass die zwei Doofen von ECG Einlass begehrten und nicht bekamen, fuehrte uns an jenen Eingang, wo man uns vorher abgewiesen hatte. Jetzt konnten wir problemlos durch... na ja... Auffaellig war, dass man keine Musik hoerte. Der Grund: Verzoegerung. Brainpool steht im Stau. Die Stadt ist verstopft, weil ein Mega-Radrennen ueber vier Tage heue hier in Baku endet. Also geht es erst mit ca. einer Stunde Verspaetung weiter. Auf dem Monitor sieht man jetzt auch die Kuenstler. Zum Aufbau und zum Greenroom, der mitten in der Halle ist und ca ein Drittel des Innenraums einnimmt, spaeter mehr.
Bis dann
Joerg

 

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Hier mal ein erster Eindruck von der Buehne und dem Greenroom. Dieser steht diesmal mitten in der Halle!

 

Halle innen Green Room  Buehne 1

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Der Weg zur Halle ist nun "voll bewacht" und man kann sich nicht mehr verlaufen. Die Security laeuft hier uebrigens nicht in dunklen Anzuegen herum, sondern im beige-farbenen Blazer mit grossen ESC-Logo auf dem Ruecken. Sehr stylisch.

Ich bin von der montenegrischen Probe zurueck. Da sieht man wozu erste Proben gedacht sind. Der Musikeinsatz stimmt noch nicht so recht und mit den Requisiten laueft auch noch einiges schief.
Der erste Gang des "Rambo Amadeus" ist noch ohne Musikuntermalung - wie dramatisch! Da Rambo Amadeus selbst nicht - nun sagen wir mal - sooo videogen ist, hat man wohl ein trojanisches Pferd aus Pappmache o.ae. auf die Buehne geschoben. Die Funktionsweise erschliesst sich uns noch nicht ganz. Vielleicht springen aus dessen Bauch Menschen aus Nationen, die dieses Jahr nicht am ESC teilnehmen, heraus und kapern den ESC? Weitere Proben werden es zeigen.
Ueber den weissen Stoffzipfel untem am Pferd (genau, es ist genau >die< Stelle) darf auch noch spekuliert werden!  Jetzt folgt die Pressekonferenz dazu.

Markus

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Mit einem seltsamen Beitrag begann der verspaetete erste Probentag.... noch seltsamer das trojanische Pferd, das man wohl oeffnen kann, um wiederum seltsame Dinge oder Menschen heraussteigen, -springen oder -fallen zu lassen. In erster Linie ist Rambo-Amadeus laut. Beim nochmaligen Hoeren aendert sich das Gefuehl auch nicht. Die LED-Wandteile (so was Aehnliches wie riesige Splitter!) geben bunte Zerrbilder wieder, die jeden Epileptiker ins Nirwana befoerdern. Und was man uns mit dem Lied nun eigentlich sagen, stammeln oder schreien will, weiss der Saenger vermutlich nicht mal selber.
Anders dagegen Island. Stimmgewaltig, Island-blond, ESC-maessig und mit einem starken Backgroundchor kommt diese Nummer daher. Das Ganze bekommt noch so richtig das gewisse Etwas durch die LED-Anzeige, die Eisberge bzw. Landschaften mit eisigen Bergen zeigt. Das wirkt gemeinsam mit diesem perfekten Gesang aeusserst stilvoll und schoen. Auch auf dem Monitor sah das gut aus.

Joerg

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In einer Pause machten wir uns dann mal auf zum Catering. Dazu muss man den Sicherheitsbereich um das Pressezentrum und die Halle erst mal wieder verlassen. Das Catering scheint auch nur fuer die vielen Helfer, Sicherheitsleute usw. gedacht zu sein. Diese erhalten dort bei Vorlage ihres Ausweises eine warme Mahlzeit. Fuer uns schlug der Gang mit 15 Manat (ungefaehr 15 EUR) zu Buche - Haehnchenspiess mit Pommes und Nachtisch. Aber vermutlich haben wir das System auch nicht ganz verstanden und haetten uns die Teller bis zum Rand vollmachen lassen koennen. Dann begnuegen wir uns doch besser abends mit einem Doener zu 1 oder 2 Manats am "Bulvar". Hier im Pressezentrum halten wir uns an die kleinen einheimischen Haeppchen - Obst, Nuesse, Suesses - die es kostenlos gibt.

 

PZ 1


Draussen weht bei schwuelen Temperaturen kein Lueftchen. Von wegen "Stadt des Windes". Vielleicht waren damit aber auch die Klimaanlagen gemeint, die hier kraeftig pusten.

Markus

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Im "Kantinen-Zelt" - ich zitiere einen gerade zu enthusiasmierten Volunteer: We have an amazing and beautiful cantine!! - haben unsere labbrigen Pommes mit einem Chicken-Paprika-Spiess schlappe 15 Euro gekostet. Himmel!!
Dafuer bieten uns in der Lounge-Ecke verschleierte Orientalinnen Tee aus Aserbaidschan an (Kaffee gibt es so gut wie nirgends). Serviert wird dazu Kernobst und getrocknete Steinfruechte mit Nuessen und Mandeln. Lecker. Auch die Sweets sind nicht zu verachten. Jedoch vermisse ich die von Metro gesponserten Apfelbaeuerinnen vom letzten Jahr.... egal...
Nebenan ist gerade mit inzwischen anderthalbstuendiger Verspaetung die griechische PK im Gange. Gesehen hab ich die Probe nicht, aber ueber Lautsprecher das Lalala dieser griechischen Lala-Tante gehoert. Ich find's nervig...


In der PK von Island teilte uns Greta, die islaendische Saengerin mit, dass ihr Lied auf einer wahren Geschichte beruht. Eine Geschichte aus dem 17. Jahrhundert von einer Tochter des Bischofs, die sich in einen Jungen verliebt, der bei dem Bischof angestellt ist...oder so.... und an diesem Ort sei Greta gewesen und haette die Geschichte nahezu gespuert! Ja denn! Und Jonsi findet, der ESC sei von 2004 (bei seinem ersten Auftritt) bis heute groesser geworden. Ja.
Gesungen wurde nicht, das komme auf der 2. PK, wenn auch der Background dabei sei. Die beiden sind im Uebrigen aeusserst sympathisch. Waehrend Greta ein Englisch mit leichtem Akzent spricht, redet Jonsi wie ein Muttersprachler. Sehr professioniell.
Zur Lettland-Probe gleich mehr.
Joerg

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Guten morgen, oder auch Salam wie man hier sagt, jetzt auch von mir aus Baku. Bin gestern abend nach einem relaxten Flug mit weiteren Fans aus Deutschland und Slowenien angekommen. Der Flug von Prag nach Baku wird von „Aserbadijan Airlines“ durchgeführt und zum Essen gibt es dann „ESC-Bier“. Es liegt auch hier Werbematerial aus um die anreisenden Fans zu begrüssen. Bei der Ankunft wird man gleich von den Volunteers (es sollen ca. 800 Stück sein, davon ca. 120 am Flughafen) empfangen und zur Visa-Abfertigung begleitet. Aufgrund der geringen Passierzahl (ca. 30 Mitflieger) ist dies schnell erledigt.

 

Flughafen

 

 

Die Abfertigung der Formalitäten geht auch sehr schnell, sodass ich dann bald am Ausgang auf meinen Mitbewohner Torsten, der erst 22.35 Uhr mit dem Flug aus London kommt, warten kann. Am Info-Stand entwickelt sich mit den sehr freundlichen und hilfsbereiten Volunteers ein längeres Gespräch. Mittlerweile trifft der Flug aus Frankfurt ein und man sieht viele alte bekannte Gesichter, fast so wie bei einem Familientreffen. Nach einer irren Taxifahrt durch das nächtliche Baku schaffen wir es dann endlich in unser Appartement. Heute morgen machten wir uns dann gleich auf den Weg in die Halle. Auf der Suche nach der nächsten Metrostation (die angekündigten Shuttle-Busse fahren noch wegen zu geringer Nachfrage nicht)werden wir von einem uns auf englisch ansprechenden Paar aufgehalten, dass uns gleich mitnimmt und in dem Verkehrschaos (heute ist aus Anlass des Geburtstages des Präsidenten noch ein Radrennen in der Stadt) auf allen möglichen Umwegen in einer fast 60minütigen Fahrt kreuz und quer durch Baku in die Halle bringt um dort unsere Akkreditierungen zu bekommen. Hier noch ein paar Eindrücke vom Pressezentrum.

Horst

 

PZ 3  PZ 4

 

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...also es ist schon extrem schwierig, sich hier zurechtzufinden. Ich haette es nicht fuer moeglich gehalten, aber hier ist wirklich ausser der Buehne samt Technik noch nichts fertig. Ueberall um und in der Halle wird noch gearbeitet, verputzt, verlegt...staendig wechseln die Wege und Zugaenge, darf man ploetzlich nicht mehr denselben Weg gehen, den man 10 min vorher noch gehen MUSSTE, das Militaer ist praesent, dass es wirklich auffaellt, und irgendwie habe ich hier den Eindruck, dass zumindest heute, am ersten Tag, mehr Security-Leute und Unterstuetzer von Security-Leuten und Uebersetzer fuer die Security-Leute zugegen sind als Presse-Volk. Das macht schon Eindruck. Ueberall sieht man noch Staub und Putz, werden Loecher in den Boden der Foyers gerammt, haengen Planen herum. Draussen wuselt so viel Arbeitervolk, dass man sich fragen muss, ob die die aus irgendeinem Gulag geordert haben, oder ob die gesamte Aserbaidschanische Bevoelkerung bei der Aktion "Unser Dorf soll schoener werden" mithelfen muss....Aber naechste Woche ist bestimmt alles fertig...
Man weiss es nicht, man ahnt es nur!
Joerg

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MTG Probe 1

 

Hier mal ein montenergrinisches Raetsel. Was sieht man unten auf dem Bild?
Den Saenger Rambo Amadeus (links) - richtig!
Etwas ueberforderte Hilfsbengel, die einen Schriftzug entrollen sollen - richtig!
Ein trojanisches Pferd - falsch! Es ist ein trojanischer Hund! Dies lies Rambo Amadeus heute auf der Pressekonferenz wissen. Dieser sei in der Geschichte der Menschheit nicht so involviert gewesen wie das Pferd, deshalb sei er noch frei fuer andere Dinge, eben fuer den ESC.

Rambo war wie immer mehr verwirrend als erhellend. Er hatte den ESC so erwartet, grosse Buehne, grosses Publikum. Das Ganze sei eigentlich nicht so seine Sache und natuerlich liesse ein Auftritt hier auch keinen Platz fuer Improvisionen wie man sie sonst von ihm kennt.
Der Song sei nicht politisch zu nehmen (sonst gaebe es wohl auch Probleme mit der EBU) und mit EURO sei nicht das Geld gemeint. Mit EURO NEURO sei vielmehr gemeint, dass wir im Zuge der grossen wirtschaftlichen und sozialen Veraenderungen neurotisch werden. Na das ist doch mal tiefgruendig.

So, wir gehen jetzt wieder zu den naechsten Proben - ab ins Freie durch die Schwuele. Aber wie heisst es bei Rambo Amadeus im Songtext "Always stay cool like a swimming pool" 

Lettland mit seinem poppigen Liedchen "Beautiful Song" von und mit Anmary hat mich zwar nicht durch seine Darstellung beeindruckt, dafuer aber mit der Kraft in der Stimme Anmarys, die gerade am Ende das Lied richtig roehrt. Ansonsten ist die Nummer in ein Gehuepfe von albernen Gaensen gebettet, die zuweilen telefonierend um Anmary herumhuepfen, die sich das aber auch gern gefallen laesst. Dennoch ein Gute-Laune-Lied, das auf keinen Fall wehtut. Lettland hatte noch keine Kostueme an, von daher kann man nicht genau sagen, ob da optisch noch etwas zu reissen ist. Immerhin - sie sind alle sympathisch. Auf der PK sang Anmary ein Volkslied aus Aserbaidschan, das sie sofort bei den Volunteers zur neuen Lieblingsteilnehmerin werden liess. Auch auf die irischen Punkte hoffe man (angeblich), da der Beautiful Song ja auch Johnny Logan besingt...


Die Probe von Albanien war ebenfalls professionell. Allerdings hat Rona Nishliu (die heisst so!!) kurz vor der Abreise schnell noch in die Weihnachtskiste gegriffen, sich ein paar Christbaumkugeln in die Haare geflochten und sich danach noch rasch die Decke, auf der sonst der Baum steht, um den Koerper gewickelt und noch ne Kordel drum gebunden. Zusammen mit dem geschaetzten 2 Tonnen Haaren, die sie zu einem Beehive auf dem Kopf vertaeut hat, ist dann auch schon das ESC-Outfit fertig. Boese Stimmen behaupten, Rona wuerde nur deswegen so schreien, weil ihr die Kugeln in den Haaren die Kopfhaut wundziepen. Ich aber sage: Die singt so, weil sie es kann. Absolut stimmsicher und laut, aber auch z. T. gefuehlvoll und leise, performt das "Haar mit Dame dran" dieses Lied "Suus" ganz bravouroes. Aber sie polarisiert. Entweder man findet es toll, oder man findet es ganz entsetzlich. Die zweite Meinung ueberwiegt hier m. E. -ICH find's grossartig!
Joerg

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Herzen wohin man schaut bei der rumaenischen Probe. Bei dem guten-Laune-Song fliegen sie nur so ueber die LED-Wand und sind auf und in (transparente Trommel) den Musikinstrumenten zu finden. Man wird geradezu erdrueckt von Liebe und guter Laune.

Im Vorfeld mochte ich den Song noch gut leiden. Ein solider 90er Jahre Happy-Sound-Song. Aber auf der Buehne verliert er etwas. Das Einsingen der Frontfrau Elena Ionescu war durchaus beachtlich aber zusammen mit der Musik muss da beim Mischen noch etwas nachgebessert werden. Die Choreographie der Herzbuben-Combo um sie herum wirkt mir zu statisch. Taps hier, taps da. Das passt nicht so recht zu der ausgelassenen Stimmung, die das Lied verbreitet.

Insgesamt wirkt der Auftritt noch wie mit einer angezogenen Handbremse, aber vielleicht ueberaschen sie uns noch mit spannenderen Kostuemen und geben im Halbfinale so richtig Gas!

Markus

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Momentan findet die Pressekonferenz von Rumänien statt, die mit ihrer ersten Probe einen positvien Eindruck hinterlassen haben. DIe PR-Konferenz beginnt mit einem ersten Acapella-Zaleilah. 2 Mitglieder der Gruppe stammen von Cuba. Der Wettbewerb wird doch nicht übertragen, jedoch unterstützen die Cubaner Mandinga, da der Titel auch dort veröffentlicht wurde. Die Delegation erhofft einen Platz unter den Top 5.... was schaun ob das klappt. Desweiteren bestätigen sie eine Zusammenarbeit mit Buena Vista Social Club. Für die anwesenden Journalisten dürfen sie dann noch ein ascherbaidschanisches Lied zum Besten geben.

Horst

 

Rumaenien 1.Probe

 

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Die Schweiz haben wir uns zu Gunsten eines Tees von der Schleierfrau geschenkt... es gibt ja noch eine zweite Probe in vier Tagen. Nun gut.

Aber bei Belgien waren wir. Die sind ja letztes Jahr mit ihrer Acapella-Nummer nur knapp im Semifinale gescheitert. Dieses Jahr koennte es klappen. Die doch sehr zart und gebrechlich wirkende Iris, von der man annimmt, dass sie, sobald der Mund aufgeht, Zahnspangensilber zeigen wird, singt letztlich doch sehr erwachsen und schoen ihre Ballade (oder wie auch immer man Lieder mit solchem Rhythmus nennen mag). Sehr stimmungsvoll der Hintergrund - ein Birkenhain, der dann im Laufe des Liedes waehrend des Anschwellens der Musik mit Gluehwuermchen und Schwebe-Gebilden wie aus dem Film Avatar gefuellt wird, die alle um die Birken schweben und schwirren. Ein schoener Auftritt. Ein nettes Lied.

Vor uns auf der grossen LED-Wand im Pressezentrum laeuft die Probe von Finnland. Ich sehe Pernilla mit ihren roten wallenden Haaren in einem gruenen Kleid, das hinten schleierlang ueber den Boden wabert oder von der Windmaschine nach oben geweht wird. Vorn fehlt dafuer ein bisschen Stoff. Hmmm....Tiefe Einblicke gewaehrt sie aber nicht. Ihren ersten Durchlauf hat sie fehlerfrei ueber die Buehne gebracht. Dieses Humtata-Maessige ist nicht so ganz mein Ding. Weh tut es aber auch nicht.

Die finnische Probe ist die letzte fuer heute. Im Moment warten wir noch auf die belgische PK. Es ist hier schon 19.35 - eigentlich waere jetzt Schluss. Aber die Verzoegerungen am Morgen konnten nicht mehr eingeholt wurden.
Fazit des heutigen Tages fuer mich: Ueberzeugen konnten mich Albanien, Island und Belgien. Man wird sehen, was das heisst (vermutlich nix!). Es wird in diesem Jahr bisher erstaunlich wenig getrommelt, es gibt bisher wenig Getanze, was vom schlechten Lied ablenkt (wenn man mal von Mazedonien absieht) und auch die Outfits halten sich in Grenzen, was schade ist, weil ich so kaum etwas Lustiges schreiben kann. Aber wir haben ja auch erst 9 von 42 gesehen! und einige von den Kuenstlern hatten ja auch noch gar keine Kostueme an...
Joerg

 

 


 

MONTAG, 14. MAI 2012

 

Guten Morgen aus Baku!

Hier ist es gerade 10.20 Uhr, im Pressezentrum ist es noch recht ruhig. Am ausgiebigen Feiern im Euroclub kann es nicht liegen, der war gestern zur Eroeffnung leider schwach besucht. Gefuehlt waren dort mehr Personal und lokale Presse als Gaeste. Aber dazu spaeter mehr von Joerg.
In einer knappen Stunde beginnen die Proben. Heute mit Ralph Siegels Network-Song, den russischen Omas und den oesterreichischen Popo-Wacklern. Wir sind gespannt!

Nach unserem 15-Manat-Haenchenspiess-Labberige-Pommes-Reinfall gestern Mittag, haben wir abends einer Doener-Bude einen Besuch abgestattet. Ja, man kann wirklich von einem "Besuch" sprechen. Wir wurden mit Handschlag begruesst. Der Kellner stellte sich und seine Kollegen erstmal namentlich vor. Zumindest glaube ich das, denn die verbale Verstaendigung beschraenkte sich im Englischen auf "Hello", "Doener", "Water" und "Thank you". Wir wurden auf die Empore hinaufgebeten, offenbar die Sitzplaetze fuer besondere Gaeste Wir nahmen also Platz, der Kellner raste die Treppen stets in einem irren Tempo hoch und runter. Meinen Taschen stellte ich - wie ueblich - auf den Boden neben mir ab. Das ginge ja so gar nicht, machte er mir mit Gesten verstaendlich. Schwups holte er einen weiteren Stuhl an unseren Tisch auf dem ich meine Taschen abstellen sollte. Recht hat er, eine Tasche mit ESC-Logo gehoert auch nicht auf den Boden!
Ach ja, der Doener war super lecker und auch noch guenstig. Was will man mehr!

Hier laueft im Hintergrund gerade "Standing Still", die ersten Bilder aus der Halle sind auf der LED-Wand zu sehen, gleich gehts los!

Markus

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Salam aus Baku am Montagmorgen,
aus den Lautsprechern dudelt die Musik des ESC2012-Samplers, es sind noch relativ wenig Leute hier und wir koennen heute wesentlich besser als gestern die Bucht mit der Innenstadt Bakus sehen, da es nicht mehr ganz so schwuel ist wie gestern.
Gegen 21 Uhr hatten wir das Pressezentrum verlassen und uns die letzte PK der Finnen geschenkt. Und wieder stellte sich die Frage: Wie kommt man vom Gelaende und dann auch noch genau dorthin, wo man hinwill, naemlich an die Strasse, wo es eventuell Shuttle-Busse gibt, die einen in die Stadt bringen? Es ist wirklich lustig, und wenn man nicht vor Ort ist, kann man es kaum nachvollziehen - aber man wird quasi stuendlich woanders hingefuehrt durch immer wieder neue Variationen von Absperrgittermustern und -wegen. Diesmal ging es am Meer entlang, und dann ueber einen grooooooooossen Parkplatz. Immerhin kamen wir tatsaechlich irgendwann wieder an die Strasse, wo auch ein Shuttlebus wartete. Kaum zu erwaehnen, dass der Weg von der Strasse zur Halle (ungefaehr 15min) heute Morgen wieder ein Neuer war...
Nun aber zum Euroclub. Da waren wir gestern nach einer Dusche im Appartment. Es ist eine Sporthalle mit grossem Foyer und im Souterrain gibt es Restauration mit einer ansprechenden Karte. Geht man vom Foyer aus die Treppe nach oben, gelangt man in die Halle, die zu einer riesigen Tanzflaeche mit Scheinwerfern, Leinwaenden und LED-Waenden, kombiniert mit einer Bar und einem gemuetlich aussehenden Restaurant (mit derselben Karte wie unten), umgestaltet wurde. Vorne am DJ-Pult legte umtost von tollen Animationen auf den Leinwaenden Konstantin alias DJ Ohrmeister einen ESC-Remix nach dem anderen auf. Leider mit wenig Erfolg, denn die Leute blieben aus. Gegen 23.30 Uhr tanzte eine 5er und eine 3er-Gruppe verloren im weiten Raum zu Rumaenien 2012...Ansonsten kamen auf jeden Gast im Euroclub circa 3 - 4 Angestellte und 5 Sicherheitskraefte... Dennoch scheint man hier nicht auf geschultes Servicepersonal zurueckgreifen zu koennen, sondern bedient sich anderer Berufs- bzw Studentengruppen, die dann wiederum vorgeben muessen, selber "bedienen" zu koennen. So trafen wir beim Eintreffen im Souterrain auf eine Gruppe von 6 Personen mit u. a. Elvira, Torsten und Horst, die gerade Getraenke und Essen bestellten. Sie waren beinahe die einzigen Gaeste. Als Markus und ich nach 20 Minuten wiederkamen, nachdem wir den Euroclub inspiziert hatten, bekamen die ersten drei gerade ihre Getraenke. Nach einer halben Stunde wurde verkuendet, dass es keine Pizza gebe und drei Leute umbestellen muessten. Nach weiteren 15 min gab es auch keine Spaghetti, keinen Wein, eigentlich nur Azerbaidschanische Spezialitaeten, Tomatensuppe, Salat und Clubsandwich...Nach einer weiteren halben Stunde hatten immer noch nicht alle ihr Essen. Und die Cola, die ich nach Ankunft bestellt hatte, ist nie angekommen, weil naemlich erst alle Bestellungen davor "abgearbeitet" werden muessen. Und die sassen ja an unserem Tisch. Kaum der Rede wert, dass auch in diesem Restaurant mindestens 15 Bedienungen herumwuselten, die alle unglaublich beschaeftigt waren mit Hin- und Herrennen mit der Karte, auf der all die leckeren Dinge standen, die es aber gar nicht gab. "This is because it's our first day"
Man darf hier in der Tat nicht erwarten, dass alles aehnlich laeuft wie bei uns, und wer da einigermassen offen ist, macht eben einfach voellig neue Erfahrungen Auch der Tonfall ist ruppiger, jedenfalls kommt einem das manchmal so vor. Schon mehrfach wurde uns auf der Strasse von Einheimischen "Welcome to Azerbaijan" zugerufen - jedoch in einem Tonfall, der fuer westeuropaeische Ohren eher nach Drohung oder "Geh weg da, du Depp" klingt. Nur die Volunteers hier in Baku - egal in welchem Bereich - legen eine Freundlichkeit an den Tag, die beispiellos ist. Vermutlich hat die Schirmherrin und Praesidentengattin sie persoenlich fortgebildet und ihnen unter Androhung der groesstmoeglichen anzunehmenden Strafe keine Wahl gelassen Nein, im Ernst - die Freundlichkeit der allgegenwaertigen Volunteers ist sehr angenehm.
Gleich geht die erste Probe des Tages los, jedenfalls nach Plan. Israel... spaeter mehr.
Joerg

 

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Israel und San Marino sind die ersten Laender, die ihre erste Probe heute haben bzw. hatten. Technische Stoerungen behinderten beide Proben, vor allem aber die Probe San Marinos. Und zwar geht es um Stoergeraeusche im In-ear-Hearing. Das musste man dann - nachdem man sicher war, dass es nicht an den dummen Journalisten lag, die unerlaubterweise Wireless-Geraete im Saal benutzen - abstellen. Nun greift man auf das herkoemmliche Monitor-System zurueck. Geht auch. Dafuer hinkt der Probenplan aber bereits 20 min hinter der Zeit.
Israel hatte dennoch eine gute Probe. Der Song ist frisch, fern jeglicherFriedens- und Kibbuz-Tanz-Nummern der 1970er, 80er und 90er und auf die Damengruppe mit den knieumspielenden Roecken, die zwei Schritte vorwaerts, dann einen zur Seite und mindestens zwei weitere schraeg nach hinten gehen, wird Gott sei Dank auch verzichtet. Dafuer hat man den "Background" nach vorne verlegt. Ein Paerchen, das neben seinem quietschenden Lalala als Begleitung mit seinen lustigen Hand- und Armbewegungen jedem schwulen Maennerchor in der Choreographie Konkurrenz macht! Die Band samt Leadsaenger wirkt, als haette sie sichtlich Spass am Spielen und Singen. Im Hntergrund sieht man passend zum Titel Time allerhand Uhrwerk, Wecker und goldene Taschenuhren, die auf und niederhuepfen. Das ist absolut passend. Nur der Head of Delegation hatte schlechte Laune, weil irgendetwas nicht nach seiner Vorstellung lief, woraufhin er zunaechst die Brainpool-Leute auf Deutsch und dann den Oberchef Jon Ola Sand auf Englisch lautstark und aeusserst unhoeflich zusammenfaltete. Unangenehm! Vermutlich aus Frust wurde dann die Pressekonferenz gerade auch ohne Angabe von Gruenden abgesagt. Man koenne Privataudienzen beantragen, wenn man die Kuenstler sprechen wolle... Das laesst wie im letzten Jahr, als Dana International ebenfalls in der 1. Probe unzufrieden war und dann die PK cancelte, Raum fuer allerhand Spekulationen. Unnoetig!


Die Probe von San Marino zeigt dann klischeehaft alles das, was man von einem Siegel-Song auf der Buehne erwartet: Froehliche Menschen bewegen sich um ein Barbie-Girl, das uns vom Internet singt. Markus wird spaeter noch davon berichten. Aber einen kann ich mir hier nicht verkneifen. Ganz links beim Background steht ein recht grosser Herr, der vorgibt, die Choreographie zu beherrschen. Man muss sich fragen, wie der an diesen Job gekommen ist. Als grobmotorische Fehlpressung mit reichlich ungelenken Wink-Aktionen will bereits die Unterscheidung zwischen rechts und links nicht so recht gelingen. Vorn und hinten klappt so gerade noch, jedoch mutet die Gesamtleistung reichlich merkwuerdig an...
bis spaeter
Joerg

 

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Als wir die Halle gestern abend nach der letzten Probe verlassen haben, gab' es ein zweites "Baku by Night". Alle möglichen Gebäude werden hier farbig angestrahlt. Die folgenden Bilder sollen einen kleinen Eindruck vermitteln.

Horst

 

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"eure Blogger vor Ort" kurz vor verlassen der Halle.... (sieht noch ziemlich leer aus...)

 

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Israels Background-Paerchen ist wirklich ein Traum! Amateurhaft wie auf einer Abi-Abschlussfeier in der hintersten Provinz. Aber beide sind mit Spass bei der Sache, sehr sympathisch!

Wie Joerg schon andeutete: San Marinos Beitrag ist RalphSiegelesque durch und durch. Wir bekamen das zu sehen, was zu befuerch... aehem zu erwarten war. Das Barbie-Girl Valentina Monetta ist eigentlich eine Jazz-Saengerin, die wirklch singen kann. Das ganze Siegelsche Drumherum ist nur so .... schrecklich. Sie klimpert auf einem silber glitzernden und mit Engeln beklebten Apple-Laptop herum. Da wird die EBU doch bestimmt noch einen schwarzen Balken ueber das Aepfelchen kleben, oder?
Die Herren um sie herum hantieren mit PC-Tablet und Handy um sie herum. Was da dann noch die Puschel-schwingende Dame dabei verloren hat... man weiss es nicht.
Zu Beginn wurden die Kostueme fuer das Licht gezeigt. Hier ist gar Graeusliches zu befuerchten. Man droht Europa mit Glitzerkleidchen, Seemannoutfit und Marine-Mini!
Oh San Marino, bisher so serioes und jetzt das!

Die von Joerg als "grobmotorische Fehlpressung" titulierte Person hat einen Namen: Peter heisst er (Gibt es eigentlich einen zum BarbaraDex-Award analogen Preis fuer die schlechtesten Choreo-Bewegungen? Nominierung bitte!). In der PK wurden wir von Ralph Siegel aufgeklaert. Er ist ein "guter Freund" von ihm aus Muenchen und hatte schon seinerzeit fuer Milli Vanilli Songs geschrieben. Eine Erklaerung aber (k)ein Grund!? Die technischen Probleme mit den In-Ears nutzte die Choreographin uebrigens fuer weitere Uebungen mit der Gruppe. Sabotage damit Peter noch mehr ueben konnte?

In der PK wirkte die Barbie-Puppe Valentina Monetta wesentlich erwachsener und natuerlicher als bei ihrem Auftritt. Durchaus sympathisch. Ralph Siegel erzaehlte - auch ungefragt - gerne von der Geschichte des Songs. Ironisch sei er gemeint. Und ueberhaupt ist er wieder froh dabei zu sein und viele alte Bekannte zu sehen. Sein bestes Statement schnappte aber Joerg zu Beginn der PK auf, nachdem eine zu laute Beschallung hinter ihm abgestellt wurde. Joerg wird berichten.

Mal am Rande: In Aserbaidschan gilt es als unschicklich auf Toiletten direkt hinzuweisen. Deshalb findet man hier auf Smiley-Schildern auf denen sonst z.B. "technical room" oder "radio room" steht, nicht "toilets" oder "restrooms" sondern dieses...

Markus

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In der Pressekonferenz von San Marino war es wohl hinter dem Tisch, an dem die Delegationen sitzen, reichlich laut durch ein Geblaese oder was auch immer. Siegel wies hoeflich auf Englisch darauf hin und dass man so nichts aus dem Auditorium hoeren koenne. Als man es prompt abstellte, bedankte er sich in perfektem Englisch:
"Thank you, now it's weg!"

 

Siegel PK

 

Ich war in der Halle und hab mir die Probe von Daenemark angeschaut. Soluna singt mit Kapitaensmuetze wie zu erwarten souveraen und kraeftig. Um die Schultern hatte sie so eine gold-rote Uniform-Atrappe. Irgendwie schien das noch nicht das Endoutfit zu sein. Auch der Kontrabassistin wuenscht man Angoraunterwaesche, denn mit DEM Outfit - knapper gueldener Body und Netzstruempfe - droht Erkaeltung der Eierstoecke....heftig! Ansonsten gibt es noch ein Cello, Drums und eine Background-Saengerin, die man zwar hoeren, aber nicht sehen kann, da man sie schraeg hinter das Schlagzeug verfrachtet hat. Die Nummer plaetschert irgendwie so ohne Hoehepunkte vor sich hin, tut nicht weh, haut mich aber auch nicht vom Hocker...im Hintergrund sieht man einen Feldweg, von dem aus Rosenblaetter in den Himmel fliegen. Spaeter werden es goldene Gebilde, bei denen nicht klar ist, ob es Ringe, verformte Tropfen, Weingummidrops oder Diaphragmen sind....
So, ich geh jetzt und guck mir die Ural-Omis an!
Joerg 

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Nachdem ich die erste Nacht wegen starker Rückenschmerzen kaum schlafen konnte, habe ich dies in der vergangenen Nacht nachgeholt. Mein Mitbewohner Torsten erzählte mir, dass es heute Nacht ein heftiges Gewitter gegeben hätte, von dem ich im Tiefschlaf nichts bekommen habe.  Wie bereits gestern, wenn der dritte duschen will, kann es sein, das nach dem Einseifen kein Wasser mehr kommt. Daran das es nur kaltes Wasser gibt, gewöhnt man sich auch langsam (von wegen "Weicheier"...) Der Routinespruch an der Rezeption, der alle glücklich macht, nur das Problem nicht löst: "We will find a solution for your problem"  Ob wir mit oder ohne Frühstück gebucht haben wissen wir eigentlich auch nicht. Die erste Information an Elvira: kein Frühstück (sie bekommt ein grünes "Hundebändchen"). Torsten fragt nach einem zweiten Schlüssel und fragt ebenfalls noch mal nach dem Frühstück: Er bekommt für uns 2 rote Bändchen (das Frühstück ist inclusive, Elvira's Bändchen wird gegen ein rotes getauscht). Gestern: Das Frühstück gibt es nur von 8 - 9 Uhr. Zwei Mitwohner Michael und Arie berichten uns das es gestern nur spärliches Frühstück gegeben hätte und dazu nur 1 Getränk: Kaffe oder Orangensaft  . Später erzählt man Ihnen, das sie für das Frühstück 10 Manat (= 10 Euro) extra bezahlen müssten. Der Koch hingegen sagt, das das Frühstück inclusive sei  Heute morgen: Michael und Arie kommen vom Frühstück erzählen "oh Wunder" es gab ein tolles Buffet und sogar einen deutsch sprechenden Kellner, der nach Rückfrage von mir eigentlich nur 3 Monate als Tourist in Deutschland unterwegs war.Wieder bekommen sie unterschiedliche Auskünfte: Frühstück müssen sie extra bezahlen, der andere Kellner: Frühstück sei inclusive! Heute soll endgültig geklärt werden ob das Appartment mit oder ohne Frühstück ist  (Mal schaun ob das klappt!) Anschließend waren wir dann auch zum Frühstück. Letzte Info: von 08.00 - 11.00 Uhr. Der deutschsprechende Kellner sagt uns dann das es Frühstück nur von 8.00 - 10.30 Uhr gäbe!  Alle sind sehr nett und hilfbereit, aber mit uns "strukturierten" Europäeren (besonders uns Deutschen) vielleicht doch etwas überfordert.

 

Fruehstueck 1  Fruehstueck 2

 

Da Torsten und Elvira noch Geld wechseln müssen und uns eine Tortur wie gestern durch den Stau in der Stadt ersparen wollen, haben wir beschlossen heute mal den Weg zur Halle mit der Metro zu nehmen. Vom Miracle-Appartement geht es dann zur Metro-Station: "Nariman Narimnaov". Wichtige Erfahrung: am Besten die Karte dabei haben und dann zeigen wo man hin will, da die meisten Leute hier nur azeri, russisch und teilweise türkisch verstehen. Ausgerüstet mit weißer Baseball-Kappe und "Germany-Emblem" werden wir überall freundlich begrüsst und man versucht uns überall weiter zu helfen. Eine sehr positive Erfahrung, die ich aus unserem hektischen Alltag überhaupt nicht mehr kenne. Die Leute hier haben noch Zeit und lassen ihr Tun anscheinend nicht von der Uhr dirigieren. An der Metro angekommen, müssen wir uns erst mal eine Karte kaufen, die wir dann an einem Automat aufladen können. Die Karte kostet 2 Manat und wird dann mit maximal 1 Manat aufgeladen. Pro Fahrt werden 50 "Gäpik" (= die Cent des Manat) abgezogen und die Karte lässt sich immer wieder aufladen.

 

Metro 1 n   

 

Nachdem ich dieses Foto gemacht hatte, kam gleich ein Polizist und er wollte es sehen. Nachdem er über Handy nachfragt ob es erlaubt sei Durften wir dann weiter.

Frech nutzte ich gleich die Gelegenheit um ein Foto von unserer Gruppe in der Metro zu machen und hier einen klein Einblick zu geben. Ich dachte wir finden uns in einem Bazar wieder. Den Ausgang zur Metro hätten wir fasst verpasst. Überall sind Kameras angebracht: "Big Brother 's watching you!"

 

Metro 2 n

 

Nachdem wir die Metro geht es weiter in Richtung "Euroclub". Wir durchqueren die Altstadt, die sehr sehenwert ist. Was uns auffällig: nirgends Abfälle oder sonstiger Unrat, der die Aussicht trüben könnte! Überall wird geputzt. Die Mischung aus alten und futuristischen Bauten gefällt mir sehr gut. Auf dem weiteren Weg zu Halle wird überall gebaut und gereinigt. Baku scheint sich auf seine europäischen Gäste zu freuen!!

 

Metro 3

 

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Auch dem letzten Zweifler muesste jetzt klar sein: Man kann sich dem Charme der russischen Babuschkis nicht entziehen. Als ein Mitfavorit gehandelt wird der Beitag ja schon lange. Dementsprechend waren auch viele Leute in der Halle.


Der Auftritt ist durch Hintergrund und Buehnenutensilien noch mal ordentlich aufgepeppt worden und die sechs Omis haben trotz knallharter Anweisungen von Choreographin und Stage-Manager sichtlich Spass auf der grossen Buehne. Zunaechst sieht man vier von ihnen im Sternenhimmel vor einem rauchenden Kamin bzw. Backofen. Zwei stehen und zwei sitzen. Die eine Stehende (wohl auch die Aelteste) ist so klein, dass die Sitzenden fast groesser wirken. Die zwei Verbleibenden gehen dann zum Backofen, schieben ein Blech hinein und gesellen sich zu den anderen. Der Sternenhimmel entpuppt sich als Weltall und im Hintergrund geht gross die Erde auf (aehnlich wie bei Finnland letztes Jahr). Wenn die Volksweise zu Ende gesungen ist und der Pop-Teil beginnt, werden die drolligen Damen samt Folklorekleid in den Orbit katapultiert und ein Feuerwerk mit Globen als Disco-Kugeln im Hintergrund beginnt. Die sechs lustigen Frauen wackeln nach vorn, tanzen den Ural-Groove und hauen bei Bom-Bom immer ordentlich auf den Putz. Am Ende sind die Plaetzchen fertig und werden aus dem Ofen geholt und froehlich praesentiert. Dabei entpuppt sich die kleine Klapprige mit den Restzaehnen als richtige Rampensau und wackelt besonders heftig von links nach rechts, bis sie das Tablett endlich an eine andere weitergibt. Ganz zum Schluss verbeugen sie sich alle und ruecken abschliessend um die Kekse herum eng zusammen. Hossa!

 

Russland


Das Lied ist weder qualitativ ein Wurf, noch ist es besonders schoen gesungen (letzteres schon mal GAR nicht!), hier werden keine Meisterleistungen der Choreographie geboten und vermutlich ist auf der Buehne die Anzahl der Zaehne nur unwesentlich hoeher als die der Personen, denen sie gehoeren, aber die sechs Frauen machen das alles mit einer solchen Leidenschaft und sehen dabei so voller Spass aus, dass einem richtig warm ums Herz wird. Finale sicher!
Joerg

 

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Die russischen Omis als Fotostellwand. Der rechte Kopf fehlt, also bitte dahinter stellen und laecheln!

 

Russland 2 n

 

Gerade endete die erste Probe Moldaus mit Pferderennen, Gondelfahrt und dem Rattenfaenger von Hameln! Pasha Parfeny praesentierte eine aehnlich schraege Choreographie wie schon in der Vorentscheidung. Mal liegen zwei Damen auf dem Boden, die von einer Taenzerin und von Pascha "bestiegen" werden um ein Rennen zu veranstalten, mal wird eine Gondelfahrt simuliert. Zum Schluss folgen sie ihrem Herrn und Meister in Reih und Glied mit lustigen Handbewegungen. Dazu Trompeten auf der LED-Wand passend zur zweideutigen Textzeile "My trumpet makes you my girl". Was er wohl damit meint?

 

 

Moldau 1.Probe

 


Albern oder einfach nur lustig? Zumindest ist alles stimmig und Pasha kann auch noch gut singen. Auf jeden Fall ein Hingucker (nicht nur Pasha) und das Ganze macht einfach Spass!

Kurz mal zwischendurch: Im Pressezentrum laufen soeben die Grafiken fuers Voting ueber den LED-Schirm. Ganz klassisch, wie die Jahre zuvor. Da scheint es keine Ueberraschungen zu geben. Und man kann sicher sein, dass dies nur eine Simulation ist, denn es fuehrt San Marino vor UK!
(Und hinter mir ruft der Muezzin aus dem Laptop, alles anders hier)

Markus

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Momentan läuft gerade die PR-Konferenz der Österreicher. Sie kommen mit ihrem Spielzeug-Track auf die Bühne. Lucas stellt klar, dass sie vom "Land" sind und nicht aus der Stadt und natürlich darauf stolz sind. Auf die Frage: Ob ihr Lied nicht der "pure Sexismus" ist, wehren sie sich und meinen das man sie bereits in Österreich scharf kritisiert habe, sie aber meinen das es falsch aufgefasst werde und einfach nur um den "fun" gehe. Die Mädels der Gruppe sind als Tänzerinnen aus einem Casting 2010 zu "Trackshittaz" gestossen. Die Frage weshalb sie dialekt singen: Momentan steigt die Nachfrage nach "Dialekt-Rap"ansteige an. Die Frage ob es schwierig war die Show aus der österreichischen Vorentscheidung zu ändern, beantworten sie damit, das sie mit mit der neuen Show jetzt noch zufriedener sind.

Horst

 

Oesterreich PK

 

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Die Pressekonferenz von Moldawien beginnt mit einem Anschiss für Pasha, das er die Flagge kopfüber aufgehängt hat. Ursprünglich war sein Lied nicht für die Eurovision geschrieben. Erst später hat er den Titel dann englisch eingesungen und für den Wettbewerb in Modawien eingereicht. Pasha ist auf dem slawischen Musikmarkt nicht unbekannt, da er dort bereits einige Wettbewerbe gewonnen hat. Auf die Frage ob er es nach mehreren Anläufen in der nationalen Vorausscheidung schafft, sagt er, das er natürlich damit gerechnet habe und nach 5 Jahren mehr oder weniger verdient habe international für Moldawien anzutreten.

 

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Zu Moldau hat Markus ja schon etwas geschrieben. Fuer mich war das eine richtige Ueberraschung, weil ich den Titel vom Hoeren her nicht besonders mochte. Als ich aber Pasha am der LED-Wand hier im Pressezentrum gesehen hatte, musste ich doch mal rueber in die Halle, da der Auftritt unglaublich viel Spass ausstrahlte. Und so kam das auch live herueber. Die naechste Probe guck ich mir definitiv ganz an - dann werden sie ja auch im Kostuem auftreten.
Zu Irland kann man eigentlich vor allem eins sagen: typisch Jedward eben! Sehr viel von den Bewegungen des letzten Jahres ist wieder da und verspricht einen hohen Wiedererkennungswert neben den Frisuren. Diesmal ist aber alles nicht ganz so hektisch, jedoch wird wieder genug gehopst und gesprungen. Die beiden stehen im ersten Teil des Liedes auf einem Podest, das spaeter im 2. Teil als Springbrunnen umfunktioniert wird. So wie Jedward selber in Blau glitzern, ist auch der Hintergrund in blau mit Wasser gehalten. Wasser, das erst ruhig fliesst und spaeter mal kurz aufschaeumt. Alles in allem eine stimmige Inszenierung, die aber noch verbesserungsbeduerftig ist. Zuweilen sind die beiden nicht ganz tonsicher, zum anderen auch nicht so synchron, wie sie das wohl gern haetten. Ich persoenlich mag als Song Waterline lieber als Lipstick, jedoch wuerde ich das als Gesamtpaket trotzdem der diesjaehrigen Nummer vorziehen. Wir werden uns nun - es ist schon nach halb neun - die letzte PK schenken und in die Stadt fahren, um etwas zu essen.
Bis morgen
Joerg

 

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Jedward beginnen ihre Pressekonferenz in gewohnter Manier: Wortschwall bis zum Erbrechen, selbst der Moderator kommt nicht zu wort. Bei so viel "Gesabbaha" hat man keine Chance sich weder was zu merken, noch ihnen zu folgen. Zur Verstärkung ist Linda Martin mitgekommen. Sie essen zwischendurch Popcorn und die Bühne ist, wie ihr Outfit, mit "Popkorn" dekoriert. Hoffen wir mal, das das denen nicht die "Waterline" verstopft! Sorry, das ist mir des guten Etwas zu viel und auch nicht mehr neu... mittlerweile etwas nervig....  Linda Martin ist von Baku beeindruckt und natürlich sehr glücklich mit Jedward hier zu sein...

Horst

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DIENSTAG, 15. MAI 2012

 

Salam und guten Morgen aus dem Pressezentrum von Baku,
wir haben heute Morgen erst mal einen ausgiebigen Spaziergang durch die Altstadt von Baku gemacht. Echt ein Erlebnis und nachvollziehbar, dass die ein Weltkulturerbe ist. Anschliessend hat uns ein Bus nicht dorthin gebracht, wo wir hinwollten, naemlich zur Halle, dafuer haben wir jetzt auch das Umland von Baku kennen gelernt... ein aeusserst freundlicher Busfahrer auf dem Weg in die andere Richtung hat uns dann aber zur Halle gebracht... und nun warten wir auf die erste Probe des Tages, denn das 2. Semi faengt ja heute an - und zwar mit Serbien. Natuerlich sind wir gespannt.
Ansonsten draussen in der Stadt dasselbe Bild wie immer: Ueberall wird noch gewerkelt, gebaut, gespachtelt, geputzt, gewischt, gebohrt... Am Wochenende soll ja alles fertig sein. Wenn man die Gebaeude, u. a. auch die Halle anguckt, kann man das kaum glauben. Aber dann kommen wieder Hundertschaften von Menschen unter der fachkundigen Fuehrung eines Feldwebels oder so aus dem Nichts, und schwupps wird wieder irgendwo noch ein Beet bepflanzt, werden Steinplatten gelegt, Stufen gereinigt...Wie gesagt - am Wochenende soll alles erstrahlen.
Joerg

Nachtrag zu Joerg: Irgendwo in der Pampa...

 

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Gestern wurden in kurzen Abstaenden um die Halle herum grosse Flagscheinwerfer aufgestellt, so dass die Crystal Hall abends von in den Himmel ragenden Lichtkegeln umringt ist. 

 

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So verlaesslich wie die technischen Pannen bei den Proben (im Moment ist gerade die Spidercam dicht ueber der Buehne haengen geblieben...) ist die Gewissheit, dass es wieder etwas Neues gibt, das man in puncto Security zu beachten hat. Heute werden bereits am ersten Kontrollpunkt 2 KM vor der Halle die Taschen inspiziert. Am Eingang des Pressezentrums dann sowieso, aber neu ist, dass man nun auch nicht mehr in die Halle kommt ohne Taschenkontrolle, obwohl man einen abgesperrten Weg gehen muss, der nur vom Pressezentrum aus beschritten werden kann. Beim naechsten Mal ist ploetzlich jeder Security-Typ weg und man kann ungehindert durch jeden Eingang in die Halle und sich auch auf die Raenge begeben, danach sind wieder Gitter irgendwo und man hat ueberhaupt keinen Zutritt mehr... Merkwuerdig, aber irgendwie auch inzwischen Alltag...
 

Serbien hat geprobt und wie zu erwarten auch ueberzeugt. Zeljko ist ein Profi und meistert seine Probe mit weissem Hemd, Jeans und Sonnenbrille im Haar souveraen. Wer seine Lieder mag, wird nicht enttaeuscht in diesem Jahr, denn es ist mal wieder ein typisches Zeljko-Lied, das laut Torsten neben mir gut als Begleitmusik taugt, wenn man sich die Pulsadern aufschneiden will. Mir gefaellt so etwas ja (das Lied, nicht aufgeschnittene Pulsadern!!!), aber die Bandbreite des Kuenstlers scheint, was zumindest ESC-Beitraege angeht, nicht besonders variantenreich. Im Hintergrund sieht man Galaxien, die langsam, stimmungsvoll und farbintensiv vorbeiziehen. Am Ende schwebt man direkt in eine solche Galaxie hinein, kann sich jedoch nicht mehr sicher sein, ob es nun wirklich eine Galaxie ist, oder ob man sich auf einer Fahrt mit dem Mikroskop durch einen Staubsaugerbeutel befindet. Derweil schreiten die Musiker um Zeljko (zwei Geigen, ein Tambourin, eine Oboe) - ausser dem Menschen am Fluegel freilich - ein wenig autistisch und orientierungslos ueber die Buehne, bis sie irgendwann die Orientierung wiederfinden und sich um Papa Zeljko formieren. 1000mal gesehen, aber trotzdem wirkungsvoll. Das kommt weiter. Auch ohne Balkan-Connection.
Joerg

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Salam am dritten Tag aus Baku. Gestern abend nach den Proben haben wir uns den Euroclub erspart und sind noch mit dem Bus in die Stadt gefahren. Wie gross die Autoritaet vor der Polizei ist zeigte sich daran, das ein junger Mann im Bus aus Versehen einen Polizisten von hinten kurz anrempelte sich erschrak und sofort entschuldigte. Die Koerpersprache veriet einiges... Anschliessend waren wir am Boulevard, der Hafenpromenade um uns von den Citylights gefangen zu nehmen. Auch heute wieder ein Teil von Baku by night hier:

die Flammentuerrme dieses Mal wirklich flammend ...

 

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Beleuchteter Fontaenenbrunnen gegenueber dem House of Parliment

 

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... ein sehr futuristisches Restaurant, in dem auch die hollaendische Party stattfinden wird.

 

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am Bulevard mit Blick auf das Regierungsgebaeude...

 

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das Regierungsgebaeude in voller Pracht.....

 

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unsere Gruppe im Baku-Nighlife unterwegs....

 

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Heute morgen, wie gewohnt duschen mit kaltem Wasser, dafuer eine Steigerung des Fruehstuecksbueffes, sodass ich Probleme hatte mich zu entscheiden. Ich stelle fest, alle sind sehr bemueht und hilfsbereit, jedoch fehlt es an Erfahrung mit Tourismus. Man versucht gewisse Dinge abzustellen, aber man merkt auch sehr schnell wo es noch an vielen Sachen fehlt. Der Shuttle-Bus von unserer Unterkunft zur Halle faehrt immer noch nicht, da wir noch nicht die Mindestzahl von 20 fuer einen Einsatz erreicht haben. Heute waren wir bereits 17 - vielleicht dann morgen?
Die Sicherheitsvorkehrungen an der Halle waren heute morgen auch verstaerkt. Ich musste meinen Kamera vorfuehren und ein Bild machen, um sicher zu stellen, das es auch wirklich eine Kamera ist.
Die Probe von Zeljko ist gerade gelaufen. Da weiss man was man hat. Ich mag den Song, auch wenn es da nicht viel Spielraum fuer neues gibt. Bei Zeljko weiss man einfach was man hat, entweder man mag es, oder nicht.

Horst

 

 

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Joan traegt ihn wieder, den Haeuptlings-Federschmuck der VE. Allerdings ist das Kleid weg, jedenfalls fuer die erste Probe, die eben zu Ende gegangen ist.

 

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Die Background-Hupfdohlen sind Gott sei Dank ausgetauscht und ersetzt worden durch vier Musiker, von denen der Banjo-Spieler jedoch nicht mal den Anschein gibt, das Ding spielen zu koennen. Diese Auswechslung ist meines Erachtens richtig, denn mit den vier Squaws von der Bison-Weide hatte die Nummer doch eher nach Karneval in Wermelskirchen ausgesehen. So ist eine schoene Nummer entstanden, von der man gespannt sein darf, wie sie Europa gefallen wird. Country - man erinnere sich an Texas Lightning - ist ja schon mal so richtig daneben gegangen. Eine Background-Saengerin hat man Joan Franka gelassen, die aber muss ganz weit hinten stehen und darf eigentlich nicht ins Bild. Nur am Ende, wenn die vier Musiker ihren angestammten Platz am Anfang des Catwalks verlassen und zu Joan uebersiedeln, ist es ihr erlaubt, auch nach vorn zu kommen. Im Hintergrund auf der LED-Wand lodern Feuer, und im Vordergrund stehen zehn Schalen, aus denen live Flammen schlagen. Atmosphaerisch, kann man sagen! Ich wuerde es den Niederlanden wirklich wuenschen, endlich mal wieder ins Finale einzuziehen.
Und ausserdem finde ich die Nummer wirklich schoen.
Joerg

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Kurt Kalleja wirbelt ueber die Buehne, einige Gitarristen machen es ihm gleich, und im Hintergrund sieht man stilisierte jubelnde Menschen in grosser Menge wie bei einem Rockkonzert. Das ist alles sehr professionell, stimmlich sicher und sauber. Kurt wirkt sympathisch und weiss sich richtig gut zu bewegen, liefert einfach eine gute Show ab. Wem das Lied jedoch nicht gefaellt, dem wird die ganze Inszenierung vermutlich egal sein, aber wer es mag, der wird definitiv bestaetigt werden.
Joerg

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Bei Kurt wenig Veränderung des Auftritts zum Vorentscheid. Das "Jäh" wird von ihm und seiner Sängerin jetzt noch etwas mehr hervorgehoben, ansonsten wie gehabt zu überladen und nervig.  Im Bühnenbild klascht und jubelt das Publikum (wenn es noch keiner tut!), aber ob das reicht denke ich nicht. Malta dürfte mit dieser Nummer hier sein größtes Desaster erleben. Das Interesse der anwesenden in der Halle war auch sehr Verhalten, nicht einmal 20 Fotografen. Das war heute morgen vielen Beiträgen anders. Die Nummer ist einfach zu durchschnittlich... und fällt zwischen die Stühle.

 

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Das Team ist mit ihrem Auftritt sehr zufrieden. Sie loben die Arbeit des gastgebenden Senders. Kurt will nach dem ESC weiter an seinem Album arbeiten, das im Herbst erscheinen soll. Ein Titel will er zusammen mit Eldar aufnehmen. Er berichtet ueber den erfolgreichen "Flash-Mob" in Malta und zum Schluss stellt zum Schluss seine Faehigkeit als Cartoonsprecher unter Beweis.

Horst

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Mazedoniens Auftritt war absolut klasse. Kaliopi ist ein Star in ihrer Heimat und hat schon jahrzehntelange Buehnenerfahrung. Dementsprechend locker und gelassen scheint sie auch an die Sache heranzugehen. Als es Verzoegerungen wegen einer defekten Kameraspinne gibt, scherzt sie oder posiert mal kurz fuer Fotografen. Der Auftritt selber ist wenig choreographiert, aber das ist auch gar nicht noetig. Die Theaterkullisse und die in blau und weiss gehaltenen Farben passen sehr gut zum Song.

In der PK wirkt sie sehr authentisch und sympatisch. Kaliopi stellt ihre juengern Bandmitglieder vor, fast schon muetterlich, aber nicht bemutternd. Sie laechelt viel und wirkt entspannt. Sie zeigt auf ihren Ex-Mann, der sich erstmal unter dem Tisch zu verstecken versucht, da dieser den Song geschrieben hat. Als sie ihn anrief und sagte, sie braeuchte einen Gewinner-Song fuer den ESC sagte er: "Yes, of course". Dabei verdreht sie die Augen nach dem Motto "Klar, der meint wohl alles zu koennen". Ja, man wisse halt nie, wie das mit Ex-Freunden und -Maennern mal so endet.Apropos EX-Mann. Vielleicht faende sie hier ja eine neue Liebe. Nein sagte sie, "I am too old for a new love". Markus

Momentan laeuft die erste Probe Weissrusslands. Endlich steht fest, wie es mit dem Land wirtschaftlich wieder aufwaerts geht! Offensichtlich investiert man seit gut einem Jahr in eine aufwaendige Mirkofonstaenderindustrie! Letztes Jahr die breiten, weiten, friedensweissen Staender mit billigen Weihnachtslichterketten. Diesmal trumpt man mit futuristisch geschwungenen Haltern im kuehlen Design auf! Das wird was.

Markus

 

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Die Jungs von Litesound hinterlassen einen positiven Eindruck. Der Saenger der Band hofft, dass sie die Dritten sein werden, die fuer "Belarus" das Finale erreichen. Sie sind sehr froh hier zu sein, da es fuer sie immer noch wie ein Wunder ist, das sie nach ihrem 2ten Platz dann doch hier singen duerfen. Aus aller Welt haetten sie Mails bekommen von Leuten, denen ihr Lied in einer Krise geholfen haette. Horst

 

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Ich habe so darauf gewartet, dass endlich mal Roben kommen, ueber die es sich auszulassen lohnt! Geschenkpapier-Outfits wie das von Ungarn 2011, Morgensterne aus Zypern, Asi-Klamotten und schmierige Frisuren aus Portugal, Roecke aus Burda-Schnittmustern der 1970er Jahre in dickem Wachstuch und mit Zitronen bedruckt aus der Ukraine, Kleider, mit denen man im Fahrstuhl haengen geblieben ist, wie bei Bulgarien letztes Jahr zu sehen... - dieses Jahr alles Fehlanzeige!...
Doch jetzt wurde ich belohnt! erst lief uns Kriemhild Siegel ueber den Weg, waehrend sie von ihrem Pfiffi abgeschleckt wurde, also nicht von Ralph, sondern von ihrem Huendchen. Unfassbar die Haare! Wer beraet die? Schlecht gefaerbtes Blond mit schwarzem Ansatz. Ganz tragisch. Wie direkt aus der Ukraine importiert. Na ja...
Und dann Belarus auf der Buehne. Ich mag das Lied ja, und wenn man es auf dem Weg in den Saal zunaechst mal nur hoert und die Gruppe nicht sieht, dann klingt das ganz fetzig, wird gut gesungen (aber in der Halle klingt ja nie etwas wirklich schief...) und reizt sofort zum Mitwippen an. Aber als ich um die Ecke kam, wurde ich doch stutzig. Alle Bandmitglieder sind in silberne und schwarze Klamotten gewandet. Und das Silberzeug wirkt, als haetten sie vorher einen Zwerg aus dem Herrn der Ringe geschlachtet und sein Mithril-Silber sorgfaeltig an alle verteilt. Die Gitarristen koennen ihre Fuesse irgendwo im Boden festtackern und sich dann neckisch so weit nach hinten biegen, dass jede Jane Fonda-Nachahmerin vor Neid das Handtuch werfen wuerde ob dieser Gelenkigkeit. Der Saenger traegt irgendetwas Schwarzes, das ein wenig zerfetzt wirkt. Alles irgendwie seltsam. Aber dennoch machen die ihre Nummer gut.

Portugal singt auch schoen. ABER: Der Background-Chor steht bieder mit einstudierten Schrittfolgen im Hintergrund und bietet uns choreographisch das, von dem wir glaubten, es laengst ueberwunden zu haben. Wie einstweilen Israel in den 1980er Jahren. Aber vermutlich wird man den Backgroundchor gar nicht beachten, all zu paralysiert wird man von Filipa, die auf der Buehne steht wie die Herta-Leberwusrst im Golddarm! Hilfe! Wer hat DIE denn angezogen?? Die Farbe "hellgelb" ist ja an sich schon bei den meisten Menschen eher problematisch, aber wer einen ganz schoenen Bauch (ohne Schwangerschaft) vor sich traegt und eher Stampfer als Beine hat, sollte auf glaenzende und hautenge Mini-Kleider aus Lack (oder ist es Leder? Markus und ich raetseln noch) verzichten. Der Gesang? Gut. Aber das Lied ist so fade, dass mein Quark sauer wird. Das mag boese sein, aber ich kann diese Fado-Abgesaenge nicht mehr hoeren, und mit mir vermutlich wie jedes Jahr der Rest Europas auch nicht. Aber das ist natuerlich rein subjektiv. Wir werden sehen... Die werden es jedoch mit dem Weiterkommen SEHR schwer haben.

Joerg

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Mandinga versuchen gerade vor dem Pressezentrum einen Flashmob zu organisieren. Ausser der eigenenen Delegation macht da keiner mit 
... war wohl das falsche Publikum und waere an anderer Stelle besser angekommen, aber die Presse berichtet ja..... 

Horst

 

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Dass Kommunikation hier nicht so einfach ist, wussten wir ja schon vor der Reise. Wir sprechen weder Azerisch noch Russisch und die Azeris sprechen kein Englisch und Deutsch. Ok. Da es ja zumindest gefuehlt kein Catering gibt (Also zunaechst gab es ja noch Ueberteuertes, dann Reduziertes, dann gar nichts, dann weiss ich was...) hat man die kostenlosen Haeppchen am hinteren Ende des Pressezentrums um einen zu bezahlenden Snack erweitert. Man bekommt fuer 5 AZN (also etwa 5 Euro) nun ein belegtes Sandwich und einen Salat. Schmeckt auch gut, wenn man das richtige erwischt hat. Vorbildlich sind vier Sandwiches und vier Salate auf dem Tresen zur Ansicht ausgestellt. In einem Mix aus "CheeseChickenSalamiVegetable"-Gemurmel der Volunteers und "Dashierhabenwollen"-Gezeige von uns hatte Joerg zweimal das falsche Sandwich und ich den falschen Salat bekommen. Naja, wir muessen das wohl morgen nochmal mit denen ueben

Die ganze Presse ist hier bisher auf Entzug! Kein Kaffee weit und breit im Pressezentrum, denn hier trinkt man Tee. Schwarzer oder gruener, man hat die Wahl. Gab es Beschwerden? Oder gar Verletzte, da koffeinunterversorgte Pressekoepfe ermuedet auf die Tastatur aufschlugen? Sicher ist nur, jetzt wird hier ein Kaffeeautomat aufgestellt! Hallelujah...

Markus

 

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Die Ukraine erfreut und erschreckt uns mit allem was man beim ESC sehen will! Erstmal Schraege Kostueme. Maenner in ostereierfarbenen Oberteilen und Faltenroecken - als waeren sie aus Papiertischdecken zusammengeklebt - tanzen und huepfen ohne Unterlass herum. Dazu ein Taenzer mit aufgeklebten LED-Streifen. Alles so schoen bunt hier! Die Saengerin Gaitana haelt sich mit Tanzbewegungen zurueck, was bei dieser Dancenummer etwas merkwuerdig anmutet. Dann muss natuerlich die Musik auch optisch herausgestellt werden. Unvermeidlich also, dass die Taenzer sich zum Trompeten-Getroete selbiges Musikinstrument schnappen und damit vor ihrem Gesicht herumfuchteln. Insgesamt einfach zu viel Hektik und Durcheinander auf der Buehne.

 

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Ob die Ukraine mit diesem farbenfrohen Auftritt getreu dem Titel "Be my guest" Fussball-Fans zur EM in das Land locken kann sei mal dahingestellt. Markus

 

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Sofi Marinova schreit gerade auf der grossen Buehne vor pinkfarbenem Hintergrund in ein hautenges, bodenlanges und hochgeschlitztes Leopardenkleid genaeht ihr Lied. Na bravo! Ob ihre Fingernaegel Krallen aehneln und in Dschungelrot lackiert sind, konnte ich nicht erkennen. Himmel, kann diese Frau schreien. Aber von der Ukraine vorher waren uns die hohen und lauten Toene ja noch im Ohr! Als letzte Nummer des Tages ist Bulgarien doch sehr anstrengend. Puuuuh....
Joerg

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Hurra, der Kaffeautomat steht und funktioniert! Je nach Auswahl kostet der Genuss zwischen 40 und 80 Kebik. Joerg hat gerade herausgefunden, dass der Automat auch 1 Manat-Scheine annimmt und den Restbetrag wieder ausspuckt!

 

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Hier der momentane Wertungsstand nach der letzten Probe des 3ten Tages:

die OGAE-Wertungstabelle... am Fan-Desk

 

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Unten ein Foto einer Toilette hier in Aserbaidschan. Zusaetzlich zur Wasserspuelung ist auch immer noch eine Handbrause installiert, falls mal was daneben geht!

 

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Ohne sie wuerde vieles fehlen! Wie wichtig ihr Job ist, wissen wir spaetestens seit Duesseldorf

Horst

 

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Gaitana, eben noch Vamp mit tiefem Ausschnitt auf der bunten Buehne, hat sich fuer die PK zum Rosenresli gewandelt und traegt ein Bouquet aus Rosen auf dem Kopf, das man einfach nicht uebersehen kann. Dabei preist sie Gaitana-Schokolade fuer die Ladys an und plappert ohne Unterlass - durchaus sympathisch - und man hat den Eindruck, die Frau hole mit dem Hintern Luft!

Jörg

 

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MITTWOCH, 16. MAI 2012

 

Guten Morgen aus dem sonnigen Baku!

Auf unserem Weg zum Shuttle-Bus so gegen 9:30 Uhr war es schon richtig richtig heiss hier. In der Innenstadt wehte kein Lueftchen. Vor dem Pressezentrum direkt am Kaspischen Meer ist es da schon angenehmer.
Wie jeden Tag ist man ueberrascht, was sich schon wieder alles geaendert hat. Die ohnehin schon grosse LED-Wand im Pressezentrum wurde ueber Nacht mal eben gegen eine noch groessere und hochaufloesendere ausgetauscht. Und die Unterfuehrung samt Rolltreppen am Dövlət Bayrağı Meydanı-Platz (Platz der riesigen Nationalflagge), war die gestern auch schon da? Man koennte es ihnen hier fast zutrauen

Mal ein paar Worte zur Halle. Sie besticht vor allem durch ihre Lage auf der Landzunge im Kaspischen Meer. Von der Stadt aus ist der Blick beeindruckend. Besonders natuerlich im Dunkeln, wenn sie von dem Netz aus LEDs, das sie umgibt, funkelt. Ueber eine lange Promenade (Bulvar) ist sie am Meer entlang zu Fuss von der Innenstadt erreichbar. Vor der Halle entsteht ein kleiner Park, hier wird noch gebuddelt und gepflanzt. Vom Inneren der Halle bin ich etwas ueberrascht. Niedrige Gaenge, kein grosses Foyer, keine Glasfront mit Blick auf Baku. Kein Prunk und Protz. Das ist natuerlich der Stand von heute, wer weiss, was sich auch hier ueber Nacht noch alles aendern kann Aber was habe ich auch erwartet? Marmorboeden und goldene Tuerbeschlaege? Nicht, dass ich dies vermissen wuerde, das Geld waere an anderer Stelle sicher besser investiert. Aber die Vorberichterstattung in den deutschen Medien liess das ja durchaus erwarten. Denkt man sich die kristallene Aussenhuelle weg, bleibt eine gewoehnliche Mehrzweckhalle. Auch hier wurde also viel Wert auch die glitzernde Aussenwirkung gelegt. Markus

 

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Hier wird noch viel gearbeitet...                                                 Und ploetzlich siehts wieder ganz anders aus...

 

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Salam am vierten Tag aus Baku. Entgegen der Google-Wettervorhersage, wonach heute nur 28 Grad werden sollte , haben wir strahlenden Himmel und es sind mindestens schon 30 Grad. Was uns auf dem Weg zur Halle aufgefallen ist, staendig aendert sich hier etwas, man arbeitet daran, dass zum Wochenende alles perfekt wird. In unserem Hotel gab es sogar warmes Wasser zum duschen!!! Das Fruehstuecksangebot lies ebenfalls keine Wuensche uebrig. Das Personal begruesst uns verstaerkt jetzt auf deutsch (ob die Nachmittags: deutsch bueffeln muessen? ) Die Leute sind alle sehr freundlich und gruessen einen, was ich als sehr positiv empfinde. Im Mirage haben wir uns dann noch kurz umgeschaut und gesehen, das es sogar ein Animationsprogramm gibt. Vielleicht ganz interessant fuer alle anreisenden Fans, die keine Akkreditierung haben. Irgendwie fuehlt man sich so langsam hier wie im Urlaub. Tolles Wetter und es gibt keine stoerenden Fliegen und Muecken, die einen belaestigen. Auch heute wieder ein kleiner Eindruck von gestern abend.

 

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die Truppe beim Essen fassen.... und wo ist das landestypische Essen ?

 

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         die Kuchenauswahl ist auch nicht zu verachten....

 

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    die Brotauswahl laesst keine Wuensche uebrig... selbst fuer uns an grosse Auswahl gewoehnten Deutschen...

 

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        das Animationsprogramm... als Akkreditierter hat mein leider keine Zeit es in Anspruch zu nehmen....

 

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unsere Appartementanlage, heute morgen bei strahlendem Sonnenschein... das macht Spass....

 

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alle Taxis stehen vor der Halle jetzt bereit und warten auf Gaeste. Gestern war dieser Bereich noch nicht eingerichtet. Hier wird mit Hochdruck daran gearbeitet, den Europaern ein perfektes Baku zu bieten.

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Guten Morgen auch von mir,
ich komme gerade von der slowenischen Probe. Ein aeusserst seltsames Arrangement, das sich uns da auf der Buehne zeigt. Zunaechst dachte ich, ich wuerde Tim Burtons Corp's Bride sehen. Eva Boto in weissem (Braut?)Kleid, an dem irgendwelche Plastikblumen beim Besuch von hiesigen Souvenirlaeden haengen geblieben sind, steht reichlich traurig und wahnsinnig wichtig guckend auf der Buehne. Dann geht eine andere Dame in Weiss samt Schleier ueber die Buehne und die anderen vier ebenfalls weiss gekleideten Pseudo-Background-Braeute gehen in die Knie, stehen aber irgendwann wieder auf, um gemeinsam huebsch choreographierte Armbewegungen zu gestalten, deren Sinn sich mir von Anfang bis Ende nicht erschliessen will, wie ueberhaupt die gesamte Nummer irgendwie wirkt, als wuerde die Saengerin kurz vor ihrer Hochzeit stehen und die weissen Zombi-Braeute um sie herum ihr zufluestern: Tu's nicht! Da hat sie dann auch allen Grund, ihre Traurigkeit nicht aufzugeben bis zum Schluss. Die ganze Nummer ist merkwuerdig, mir voellig unverstaendlich und erinnert sowohl, was die Musik angeht, als auch was die Choreo mit 5 Background-Damen angeht, an Molitva - ist ja auch vom selben Komponisten. Ich kann nicht mal sagen, dass mir das Lied nicht gefaellt, und verstehen muss ich das ja auch nicht. Aber ueberzeugt bin lediglich davon, dass die nicht weiterkommen.

Ich muss zugeben, dass Kroatien ein bisschen an mir vorbeigegangen ist, obwohl ich beim letzten Probedurchlauf in der Halle war. Nach der slowenischen Hochzeit kommt also nun die kroatische Beerdigung. Nina traegt ein Kleid in Schwarz, an dem hinten irgendwelche Halterungen angebracht sind, die wie Griffe zum Wegschmeissen aussehen, die jedoch eine weisse Stoffbahn halten - wohl in Anlehnung an ihr Video -an der zwei Taenzer herumfuhrwerken und dann damit um die drei Background-Girls und Nina tanzen. Auch diese Nummer hat sich mir nicht wirklich erschlossen. Dennoch muss man konstatieren, dass Nina - ebenso wie Eva aus Slowenien - sehr gut bei Stimme gewesen ist und einen wirklich souveraenen Auftritt hingelegt hat.

 

Anschliessend fuellte sich die Halle zunehmend. Schweden hatte seine erste Probe. Und Loreen mit Euphoria ist eine der grossen Favoriten, dementsprechend knubbelte es sich in der Pressezone, die man heute zur Feier des Tages noch einmal verkleinert hat, wo ja immer mehr Journalisten von Tag zu Tag hier sind...
Also: ich liebe Euphoria inzwischen, aber die Nummer auf der Buehne zaubert mir immer wieder ein leichtes Laecheln ueber die Lippen. Obwohl Loreen von Euphorie singt, bewegt sie sich wie in der schwedischen Vorentscheidung wie ein hysterisches Tier im Kaefig ("Hysteria"??), das nicht raus darf. Dazu wirkt sie mit ihrer wirren Maehne, die zu grossen Teilen ihr Gesicht bedeckt ein wenig, als ob sie Tollwut habe.Ich moechte ihr lieber nicht im Dunkeln allein begegnen... Aber sowohl ihre Bewegungen als auch ihr Gesang sind perfekt. Letzterer ist sogar extrem kraeftig und ueberzeugend. Das Ganze wird in sehr dunklen Farben praesentiert. Ich bin mir bei diesem Vortrag mit all seiner Perfektion - keine Frage - persoenlich nicht sicher, wie ich das finden soll. Nach den langsamen und dramatischen Nummern aus Slowenien und Kroatien schlaegt Euphoria allerdings definitiv ein wie eine Bombe und hebt sich sowohl musikalisch als auch optisch von den vorigen Beitraegen ab. Das kommt weiter, so was von!!

Joerg

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Die schwedische Show ist zur nationalen Vorentscheidung leicht veraendert. Das ganze ist perfekt inszensiert, aber es fehlt mir was. Das Ganze wirkt auf mich sehr steril und statisch und ohne mich wirklich anzusprechen. Sie wird vorne mitmischen, aber gewinnen....

Waehrend der grosse Favorit Loreen gerade probt haelt Slwoenien seine Pressekonferenz.

Eva Boto ist noch sehr jung und entsprechend schuettern. Da es die erste PR heute morgen ist, sind nur wenige Journalisten anwesend. Sie wird gefragt welche slowenischen ESC-Beitraege sie kennt und singt dann: "Prisluhni mi".

Horst

 

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Nina bestreitet die Pressekonferenz komplett mit Sonnenbrille. Sie erzaehlt aus ihrem Leben waehrend der gut vorbereitete Moderator ausfragt und ihr mit Komplimenten schmeichelt. So kann man die Zeit auch rumbringen, wenn keiner etwas fragt . Horst

 

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Fuer das Fotoshooting ohne stoerende Sonnenbrille.....

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Die Schweden freuen sich ueber ihre Favoritenposition in den verschiedenen Foren, machen aber auf Understatement. Sie wissen schliesslich dass alles passieren kann. Sie erinnern an die Franzosen im vergangenen Jahr, aber es gibt ihrem Team ein positives Gefuehl. Die Frage was sie mit ihrem Lied ausdruecken will, beantwortet sie mit: jeder fuer sich ist schoen, so wie er ist, auch ohne Make Up und das Ganze drum herum. Der Auftritt ihres Tanzpartners stelle die Energie von Mann und Frau dar. Horst

 

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Zum Ende des schwedischen Auftritts schneits noch. Und auch noch danach. Das war der Aufnahmeleiterin dann doch zu viel: "Bitte die Schneemaschinen ausstellen!"

 

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Die Background-Saengerinnen wurden im letzten Probendurchgang nochmal umgestellt. Von ihnen soll man so wenig wie moeglich sehen. Verstecken darf man sie aber nicht mehr (wie bei Russland im letzten Jahr).

 

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Der Umbau vom schwedischen zum georgischen Auftritt gestaltete sich als gar nicht so einfach. Zeitweise waren ueber 15 Helfer auf der Buehne. Offenbar zu emsig. Mit einem energischen "Stop, stop, stop, hier wird nicht abgebaut bevor die Kuenstler nicht von der Buehne sind! Auch die Backing-Vocals!" wurden die Helfer erstmal zusammengestaucht. Sicherheit geht eben vor bei der deutschen Brainpool, sehr vorbildlich!

 

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Die schwarzen Buehnenkloetze mussten abtransportiert und die georgischen Geraetschaften samt Klavier und Trommel aufgestellt werden. Da standen die Aufbauer erstmal ratlos auf der Buehne. Man es ihnen regelrecht in die Gesichter geschrieben: Was ist das und wie muss es aufgestellt werden? Gruene Laserstrahlen, die von der Decke auf den Buehnenboden zielen dienen dabei als Hilfe zur Positionierung. Der Wechsel muss noch gut geprobt werden. Aber vielleicht plant man ja an der Stelle eine Werbepause ein, dann haette man etwas mehr Zeit.

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Was soll man nur zum georgischen Beitrag sagen? Der androgyne Anri Jokhadze ist doch sehr gewoehnungsbeduerftig. Noch etwas lustlos lief er teilweise ueber die Buehne, trommelte und spielte Klavier. Vorsichtig gesagt sind maskuline Gesten nicht gerade sein Staerke. Da geht der Songtext "I'm just a womanizer" schon mal gar nicht. Oder sieht so ein Frauenverfuehrer aus? Wohl eher ein Frauenversteher, oder?

Markus

 

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Die georgische Pressekonferenz wird erwartungsgemaess zum groessten Teil in russisch gehalten, aber dann in englisch ueberstetzt. Anri wird gefragt wie er es empfindet, in Aserbaidschan als Nachbar teil zu nehmen. Er und seine Delegation bewundern die Arbeit der Aserbaidschaner und freuen sich dem Rest von Europa zu demonstrieren, das es auch hier moeglich ist eine Show auf hohem Level zu produziern. Auch sie seien fuer einen Sieg bereit Die Delegationsleiterin sagt, das der ESC fuer sie eine wichtige Plattform sei Georgien international zu promoten, wovon sie natuerlich gerne Gebrauch machen und deshalb alle anwesenden fuer morgen zur georgischen Party eingeladen. Desweiteren erfahren wir, das der Stagedesigner seit 20 Jahren in Deutschland lebt .
Horst

 

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Grosse Aufregung an unserem Tisch: Torsten hat in der PK der Georgier seine Tasche entwendet bekommen, mit Personalausweis, Digicam, Ticketgutschein und Handy.  Nach erfolgreicher Arbeit der Volunteers  wurde seine Tasche wieder gefunden! Alles ist wieder da!!!

In den vergangen Tagen ist aufgefallen, dass fuer eine rollstuhlfahrende Kollegin hier keine behindertengerechte Toilette im Pressezentrum intstalliert ist. Vor einer Stunde wurde dies nachgeholt, ebenfalls ist jetzt auch eine auf der Herrentoilette...
Horst

 

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Ich bin leider der Einzige von uns Schreibern hier, der den tuerkischen Durchlauf live in der Halle gesehen hat... nun gut. Ich finde das Lied entsetzlich, aber das ist wie immer Geschmacksache. Performt wird vor einem farblich stets wechselnden Hintergrund stilisierter stuermischer See mit Leuchtturm in der Ferne und Steuerrad im Vordergrund. Can Bonomo und seine Taenzer mimen "Drunken Sailors" oder so was und schaukeln sich durch die Nummer. Irgendwann basteln sie aus fuenf Personen ein Schiff, in dessen Mitte Can als Kapitaen faehrt. Nun gut. Auffaellig und beinahe putzig ist, dass der Taenzer in der Mitte hinten - wohl aufgrund seiner Koerperfuelle - nicht alle akrobatischen Nummern seiner Mitstreiter mitmachen kann und somit mitsamt seinen Schwungmassen mitunter reichlich deplatziert wirkt. Bei den Armbewegungen ist er jedoch immer mit dabei. Ich frage mich, welchen Grund es dafuer gegeben haben mag, sich gerade ihn auszusuchen...

 

Turbulent und spannend wurde die ganze langweilige Inszenierung in der Pause zwischen zwei Durchlaeufen, als eine Mitarbeiterin der tuerkischen Delegation den Weg auf die Buehne oben nur beinahe geschafft hat und ca. 50 cm vor erreichen der Plattform vom Buehnenrand in die Sitzreihen gekippt ist. Der Fall ist bestimmt fast 2 m tief gewesen. Und eigentlich auch vorprogrammiert, denn man hatte - wie so oft hier in der Halle - mal wieder das Licht nicht angeschaltet und alle im Dunkeln agieren lassen. Die zierliche Dame hat sich aber nicht wehgetan und sich, als man sie mit einer Leiter wieder nach oben geholt hat, hoeflich verbeugt. Bis die Sanitaeter kamen, um evtl. zu helfen, hat es sage und schreibe mehr als 5 min gedauert. Also ich moechte hier wohl eher kein Notfall sein...
Estland hat danach geprobt und in seiner Schlichtheit absolut ueberzeugt. Ott Lepland steht bei seinem Song fast allein auf der Buehne, schraeg dahinter nur seine Mitsaengerin im weissen langen Kleid. Und dann geht es los vor stimmungsvollem Hintergrund in wechselnden Farben. Der Auftritt besticht durch seine Schlichtheit und den Charme des blonden Saengers und ist meiner Meinung nach genau richtig umgesetzt. Ganz grosses Kino. Aber: wir wissen vom letzten Jahr, dass die grossartig gesungenen Balladen die Jury, aber nicht unbedingt das Publikum bezaubern. Ich hoffe fuer Estland, dass sie es schaffen, ins Finale einzuziehen und werde am Donnerstag fest die Daumen druecken.
Joerg

 

Der Beitrag ist vor allem eins: laut! Kopfbedeckung ist hier auf jeden Fall Pflicht! Sei es mit (selbstgehaekelter?) Strickmuetze mit Spikes oder Hoodies (Politisches Statement zum Tode Trayvon Martins in den USA?). Nun ja, das Outfit ist ja vielleicht noch nicht endgueltig. Das der Saenger Max Jason Mai sein T-Shirt noch gegen eine Lederkluft austauscht koennen wir jedoch ausschliessen, da er als bekennender Vegetarier auch keine Lederkleidung tragen moechte. Da es der einziger Rocksong im Wettbewerb ist, wird er wohl das Finale erreichen.

 

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Zwischen den einzelnen Probendurchgaengen gab es wie immer Erfrischungen. Dazu sollte mal der "Kellner" erwaehnt werden, der bei jeder Probe pro Nation einmal mit Getraenken vorbeischaut. Da wurde auch klar, aus welchem Holz die Kerle geschnitzt sind. Der 23-jaehrige Saenger Max Jason Mai meinte erfreut: "Vodka, great!"

Markus

 

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Ott Lepland praesentiert sich sehr natuerlich und sympatisch. Er in der PK singt es kurz die verschiedenen Versionen an, in denen er seinen Titel bereits produziert hat. Da er bereits mit seiner Grossmutter gesungen hat, loest die Frage, ob er sich vorstellen kann auch mit den russischen Babushki zu singen, heftige Lacher aus

 

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Tooji liefert eine taenzerisch gute Choreografie ab, aber er scheint momentan etwas "heiser" zu sein. (Sogenannter Klimaanlagenschaden...)

 

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Die Buehne ist aehnlich ausgeleuchtet wie beim nationalen Ausscheid in Norwegen.

Horst

 

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Eins vorweg: Ich mag den Titel ausgesprochen gut leiden. Aber ueberzeugen konnte mich der Auftritt nicht. Zu Beginn schreitet Tooji mit Hoodie uebern Kopf auf die Kamera zu - etwas obercool (Ausserdem: Hat nicht Eric Saade ein Copyright auf diese duennen Hoodies mit tief ins Gesicht gezogener Muetze?). Die Choreographie ist durchaus komplex und hat ein paar schoene Bilder (siehe unten), wirkt aber insgesamt angestrengt und zu gewollt. Zudem kraechzte Toojis Stimme.

 

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Ich tippe mal auf einen knappen Einzug ins Finale dank Televoting. Von den Jurys wird er wohl - wie schon in der Vorentscheidung - auf keinen grossen Zuspruch stossen.

 

Maya Sar sitzt allein am Fluegel und singt ihr Lied mit einem Hintergrund, der aus Saeulen bzw. Pfeilern und romanischen Boegen besteht. Das sieht sehr stimmungsvoll aus und hoert sich gut an. Bestimmt ist es nicht allzu unguenstig, dass diese Nummer nach Norwegen kommt, da sie ansonsten - nach einem weiteren ruhigen Titel etwa- wohl untergehen wuerde. Heute traegt Frau Sar unvorteilhafte Klamotten, finde ich, und hoffe, dass man sie fuer den Auftritt noch in eine richtige edle Robe stecken wird, die der Nummer angemessen ist. Ich glaube allerdings, dass dieses Lied es nicht leicht haben wird mit dem Weiterkommen. Aber mit Kroatien, Mazedonien, Slowenien und Serbien im selben Semifinale wird es eventuell klappen...

Joerg

 

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Max stottert sich etwas hilfslos in "american english" durch seine PK. Er startet in diesem Jahr fuer die Slowakei nachdem er im vergangenen Jahr absagen musste. Vielleicht ganz interessant: von allen diesjaehrigen Beitraegen hat er eine Hard-Rockversion erstellt, die er morgen praesentieren will. Als das slowakische Fernsehen ihn nommiert hat, war er etwas skeptisch, da in seinen "Kreisen" der Eurovision Song Contest doch ziemlich verspottet wird, er es aber wichtig findet auch Hardrock hier zu praesentieren.

 

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Donny Montell praesentiert sein Lied wie bereits bekannt mit "Radschlag". Der Hintergrund der Buehne oeffnet sich wie ein Vorhang und Donny singt souveraen sein Lied. Ob das fuers Finale reicht, glaube ich nicht. Zu bieder zu nett...

 

Der 4te Probentag geht zu Ende und so sind nur wenige bei der Pressekonferenz. Maya wirkt sehr unsicher. Sie sagt, das dies nach 2004 und 2011 als Backgroundsaengerin nun endlich die Chance habe sich als "Frontfrau" zu beweisen. Die PR ist vorbei, bevor sie richtig angefangen hat da keine Fragen gestellt werden.....

 

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Donny macht einen auf netten Sonnyboy und entschuldigt sich fuer sein schlechtes englisch. Er war mit der Probe sehr zufrieden und fuehlt sich vom Team auf der Buehne sehr gut betreut. Das er den zweiten Durchgang ohne Augenbinde absolvierte lag daran, dass er die genauen Kamerapositionen ausmachen wollte. Die franzoesische Version hat er innerhalb einer Woche eingesungen.

 

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Das Pressezentrum schliesst bald.... (hier herscht noch Zucht und Ordnung....)
und so sage ich "saro" bis morgen
Horst

 


 

DONNERSTAG, 17. MAI 2012

 

Salam und guten Morgen aus Baku,
die zweite Probenrunde startet soeben mit Montenegro, deren Probe ich vom Pressezentrum aus auf der LED-Wand sehe. Wenn das Grauen dieses Jahr einen Namen hat, dann heisst es Rambo Amadeus. Man steht inzwischen im "Kostuem" auf der Buehne, was heissen will: in Anzuegen. Die Haare ueber und in Rambos Bullterrier-Visage sind erfrischend klebrig und passen sowohl zur optischen als auch zur klanglichen (vermutlich auch zur olfaktorischen) Gesamterscheinung. Zu Beginn wackelt er in Rasputin-Outfit nach vorn zum Buehnenrand und reisst sich dann die Kutte vom Leib. Euro Neuro wird von ihm eher geroechelt und geschrien, so als wuerden seine Laute vor dem Austreten aus der Kehle erst noch geschreddert werden. Und der trojanische Esel steht huebsch beleuchtet auf der Buehne, ohne dass bisher etwas damit passiert ist. Dafuer entrollen seine wie Bodyguards aussehenden Begleiter samt einem rot bemuetzten Taenzer, der entweder nur autistisch in der Gegend steht oder wild hampelt, orangefarbene Transparente mit Euro Neuro. Ich sagte schon, dass ich das seltsam finde. Aber eigentlich ist die Nummer eher fies....
Was fuer'n Start in den Probentag. Baeh!
Joerg

 

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Die islaendische Probe lief wie die erste am Sonntag: Keine besonderen Vorkommnisse. Greta und die Backgroundsaenger sind nun in schwarz gekleidet (was bei der Island-blonden Maehne Gretas ganz phantastisch aussieht) und Jonsi ebenfalls, dazu traegt er ein weisses Hemd mit Vatermoerderkragen. Schick. Und das alles bei perfektem Gesang mit Eisberg-Hintergrund. Seufz. Eine gelungene Nummer.

 

Griechland laeuft gerade und ich sehe - inzwischen von der Halle zurueck - die Probe vom Platz im Pressezentrum aus auf der LED-Wand. Nach zwei Durchlaeufen, bei denen man sich nicht sicher sein kann, ob nun das Endoutfit getragen wird, oder ob das nur Probeoutfit ist (Hot Pants und Adidas-Jogginghosen, billig! ), dauert es ein wenig, bis der dritte Durchlauf beginnt. Wieder "technical problems"? Das scheint jetzt aber ueberwunden. Man tanzt und springt und huepft wieder. Am Ende fasst die eine Backgroundsaengerin Eleftheria in den Schritt. Warum? Die Griechen ueberraschen immer wieder...ansonsten ist die Nummer so, wie griechische Nummern irgendwie immer sind. Irgendwelche Hupfdohlen, die ganz besonders ausgelassen Schrittfolgen abarbeiten, Menschenpyramiden bauen und irgendwann Sirtaki-Schritte zu pseudo-hellenischer Musik improvisieren, wirbeln mehr oder weniger gekonnt ueber die Buehne. DA! Gerade hat sich eine vertanzt! hehe! Im Hintergrund strahlen kitschig goldene geoeffnete Jakobsmuscheln. Ist DAS nicht schoen?! Ja, das ist nicht schoen!
 

 

Das Lettland-Team probt gerade. Ich war in der Halle und hab mir das live angesehen und angehoert. Gesanglich kann man da nicht meckern - eigentlich kann man das ja nie in der Halle, da moeglicherweise auftretende schiefe Toene in der Regel nicht hoerbar sind. Anmary singt sogar aeusserst kraeftig am Ende des Liedes. Leider aber haben die Letten das Sammelsurium an Bonbons auf zwei Beinen nicht geaendert. Die Backgroundsaengerinnen huepfen immer noch in ihren Pastelltoenen ueber die ohnehin schon heftig bunte Buehne um die blonde Anmary im langen himmelblauen Kleid und machen alberne Posen. Ich mag das Lied ja sehr und es ist vor allem ein Ohrwurm, aber diese Performance wird Lettland m. E. vermutlich im Semifinale erneut scheitern lassen.
Joerg

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Einen verspaeteten Guten Morgen!

Kaum hier angekommen musste ich erstmal zum Lost-and-Found, da ich gestern mal wieder meinen USB-Speicherstick hier im Rechner habe stecken lassen - immer diese Hektik Danach ging es zur Probe und Pressekonferenz Montenegros. Rambo Amadeus und sein Song haben sich mir immer noch nicht erschlossen. In der PK kam er gar nicht mal so unsympathisch an. Er hat durchaus Humor. Nur manchmal halt einen anderen

Der USB-Stick ist wieder aufgetaucht. Gluecklicherweise hatte Meike von unserem Tisch ihn gestern Abend mitgenommen (Danke!!!). Also schnell wieder zum Lost-and-Found und den Stick als gefunden gemeldet. Das muss ja alles seine Ordnung haben. Ausserdem sind die Volunteers hier so hilfsbereit. Nicht, dass noch eine Armada aus Freiwilligen zusammengestellt wird, die unter den Tischen, in den Toiletten und im Kapsischen Meer vor dem Pressezentrum danach sucht.

Waere ich uebrigens heute erst hier angekommen, haette ich alles als sofort gut organisiert empfunden. Die Shuttlebusse fahren zum Platz der Nationalflagge, und von dort wiederum kleine Busse bis zum Pressezentrum. Und das sogar alles ausgeschildert!  Markus

Guten morgen und Salam auch von mir aus Baku. Da die Proben heute 30 Minuten spaeter angefangen haben, goennten wir uns eine weitere "Runde im Bett", sodass wir uns erst spaeter auf den Weg in die Halle machten. Gut gefruehstueckt machten wir uns auf den 20-minuetigen Weg zur Metrohaltestelle: "Nariman Narimanov". Wir auf dem Weg begegnen wir vielen Verkauefern und Leuten auf der Strasse die wir jetzt schon oefters am Morgen sahen. Alle sind sehr freundlich und begruessen uns wie alte Freunde. Da die Shuttle-Busse hier auch an der Metro "28 May" halten und wir gut in der Zeit waren, beschlossen wir dies heute mal auszutesten. Leider ein Fehler, da wir nicht direkt zur Halle fuhren, sondern am "Hilton-Hotel" in einen anderen Bus umsteigen mussten. Weiter ging es dann zum Flaggenplatz wo wir dann wie gewohnt auch wieder in einen anderen Kleinbus zur Halle umstiegen. Um 12.30 Uhr, also 1 Stunde, spaeter waren wir dann endlich hier.
Horst

 

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nette Fassade an einem Pub....

 

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Farbenspiel bei Nacht an der Neftchilar

 

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Entlang der Mauer an der Altstadt....

 

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die Metro: "Ichari Shahar" in der Nacht....

 

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Heute morgen: Verjuengungskur?, gestern und die Tage davor sassen immer Maenner ab 50 hier beim Backgammon. Wie auch in den Parks die Maenner in Gruppen sitzen . Hier zaehlt noch die "Herrschaft" des Mannes. Frauen sind nur im greisen Alter zugelassen. ;-)


 

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an der Metro-Station 28 May

 

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das Thema dieser Tage....

 

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das Bahnhofsgebaeude an der Metro 28 May

 

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Schild an der Haltestelle fuer den Shuttle-Bus...

 

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Turm an der Metrostation 28 May

 

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wer sich hier ein Zimmer leisten kann... hat es geschafft... ;_)

 

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Money, Money, Money.... nur Hotels fuer die Oberklasse....

 

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Park Bulvar

 

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So eben flimmerte hier Albaniens Probe ueber den Schirm. Rona Nishliu leidet und leidet und leidet. Heute ohne Weihnachtskugeln auf dem Kopf. Dafuer mit einem aus dicken Hanf(?)-Seilen gekloeppelten Nest. Offensichtlich sehr schwer, da sie auf der Buehne steht als haette sie Ruecken. Manchmal geht sie noch tiefer. Gerade so, als moechte sie die einheimischen, im Boden eingelassenen Toiletten aufsuchen. Grosse Stimme, grosses Leiden, grosse Kunst! - Sehr anstrengend.
Ich sehe sie ganz sicher im Finale. Viele Punkte von den Jurys und vom Balkan. Markus

 

Manches ist einfach nur lustig...

 

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In der griechischen PK wird viel ueber die Choreographie von "Aphordisiac" erzaehlt. Einer der Taenzer ist Ukrainer und hat in 3 letzten Jahren fuer verschiedene Teams beim ESC getanzt. Die Frage die kommen musste: Wollen die Griechen hier nur einen guten Platz machen oder gewinnen? Und sind sie in der Lage naechstes Jahr Gastgeber zu sein? Eleftheria: wir sind schon hier um zu gewinnen. Die Delegationsleiterin: wenn wir gewinnen, werden wir schon einen Weg finden um gute Gastgeber zu sein!

 

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Anmary erzaehlt ueber ihren Werdegang, das ihre Mutter sie dazu inspiriert habe Saengerin zu werden. Zuerst habe sie eine Klavierausbildung absolviert und dann sei sie nach Riga gegangen um eine Gesangsausbildung zu erhalten. Sie singt das Lied, passend zum Text ihres Liedes dann, Johnny Logan's: "What's another year". Sie sagt weiter, dass sie mit Safura zusammenarbeitet. Der Delegationsleter ist sehr zufrieden mit den Aenderungen, die seit der ersten Probe durchgefuehrt wurden.

Horst

 

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Die Einlasspolitik bei diversen Laenderparties ist ja immer so eine Sache fuer sich. Nur Akkredetierte, reicht der Fanclubausweis, benoetigt man eine Einladung und wenn ja, wo bekommt man eine? Geruechte kursieren auch diesmal wieder zuhauf und man ist ueber jede eindeutige Aussage dankbar. Die Russen hatten bei ihrer Partyankuendigung wohl eine Anspielung auf ihren diesjaehrigen Titel im Kopf. Das ging aber irgendwie daneben... Markus

 

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Damit wir wenigstens die wichtigsten Worte Azeri lernen, sind an der Pinnwand einige Blaetter angebracht:

 

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Albanien jammert sich nach wie vor durch den Contest, das aber sehr professionell. Rona trug heute nicht ihren Christbaumschmuck, dafuer aber ein Plastikteil ums Ohr herum - in neongruen - das sie vermutlich vorher aus dem Kaspischen Meer gefischt hat. In der Pressekonferenz sang sie zum Abschluss "I Will Survive". Das bezweifeln die meisten hier allerdings. Ich mag es trotzdem!


Rumaenien traegt jetzt (ausser der Saengerin) Weiss! Die Show ist immer noch die Show der fliegenden Herzen und Trommeln, aber das ganze ist stimmig und ungefaehr so beschwingt wie Spanien im letzten Jahr. Die gute Frau singt ja auch auf Spanisch. Allerdings hat sie einen merkwuerdigen schwarzen Kragen an ihrem Oberteil, der aussieht, als wachsen ihr Mickeymausohren aus ihrem Hals. Hmmmm..... Seltsam.
Joerg

 

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Och neee! den Schweizer Beitrag mag ich nicht. Was soll ich dazu schreiben? Die jaulen mitunter etwas und singen schlechtes Englisch... Soll mal jemand was schreiben, der das Lied mag.


Und jetzt gerade Belgien. Himmel. Ich habe also auch dieses Jahr Boeses gesehen. Es kommt aus Belgien und heisst: "Das Kostuem der Iris aus B." - Wer hat die angezogen oder ihr gesagt, sie soll das tragen?! Ein 16jaehriges Kueken, das man in ein altrosa Kostuem gesteckt hat, welches aussieht, als haetten es die russischen Babuschkis einst gestrickt und fuer nicht mehr wuerdig befunden. Gut, dann kann man es ja einer Jugendlichen aus Westeuropa schenken, die es dann brav auf grosser Buehne auftraegt. Menschen sind merkwuerdig!
Dabei ist das Lied doch soooo schoen!
Joerg

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Na, wenn nur jemand ueber die Schweiz schreiben soll, der den Song mag, gibt es wohl keinen Bericht
Auf jeden Fall gibt es grosse Posen der Brueder von Sinplus. Damit allein machen sie aber noch keinen grossen Beitrag... Markus

 

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Mandinga und ihr Team bedanken sich fuer den herzlichen Empfang in Baku. Sie sind sehr zufrieden mit der zweiten Probe und loben den Sound und die Lichttechnik samt LED-Wand. Elena hat heute Geburtstag und die erste Wortmeldung eines Journalisten endet mit einen Geburtstagsstaendchen fuer sie. Toni ist das siebte "unglueckliche" Mitglied von Mandinga, das nicht auf die Buehne darf. Sie geben in den kommenden Tagen in Baku mehrere Konzerte als Dankeschoen fuer die Arbeit der First Lady hier in Baku fuer den ESC, wofuer sich der Moderator bedankt. Sie haben 10-jaehriges Buehnenjubilaeum als Latinoband und veranstalten einmal im Jahr ein Salsafestival. Zum Abschluss der PK wird Elena noch eine Geburtstagstorte ueberreicht....
Horst

 

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Ueber die unnachvollziehbaren Arten und Orte der Sicherheitskontrollen hatte Joerg ja schon mal geschrieben. Man koennte fast glauben, dass genau das das Konzept ist. Man weiss nie, wer, wo, wie kontrolliert. Clever Voellig abstrus wird es aber auf dem letzten Stueck zur Buehne. Dort muss man einen - in der Regel - stockdunklen Gang entlang laufen. Hier stolpert man schon mal gerne ueber Stuehle oder Sicherheitspersonal. Jetzt koennte man ja auf die Idee kommen, die Kontrolle ein paar Meter vorher durchzufuehren oder in diesen Gang mal eine Lampe hinzustellen (Wegen des hohen Greenroom-Aufbaus in der Halle, wuerde die Beleuchtung auch nicht die Proben stoeren). Aber denkste! Stattdessen zielt sich ein Security-Mensch mit einer Taschenlampe schon von Weitem auf einen ein und versucht den um den Hals haengenden Akkreditierungs-Bagde zu erwischen. Man muss hier nicht alles verstehen.

Ach ja, eigentlich wollte ich ja etwas ueber Finnland schreiben, aber die Sicherheitscheks sind spannender *gaehn*


Von der Belgischen Delegation erfahren wir, dass sie gestern in Baku einen Unfall hatten und ein Bandmitglied dabei einen Kieferbruch erlitten hat. Er ist bereits wieder in Belgien. Iris ist zufrieden und "ready to go". Sie kennt mittlerweile alle ihre Konkurrenten im Semifinale und gibt Kostproben der Titel die ihr sehr gut gefallen: Russland, Schweiz, Daenemark, Schweden und Irland. (Bei tollen Stimme die sie da den Tag legt, frage ich mich warum sie ausgrechnet diesen Langweiler singen muss?) Gefragt nach ihrem persoenlichen belgischen Eurovisionbeitrag gibt sie "Je t' Adore" an. Sie geniesst es hier Baku und mag die familiaere Art beim ESC.
Horst

 

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Auf der LED-Wand flimmern gerade die San Marinesischen Proben. Es glitzert in Gold und Silber, ausserdem viel Blau und Weiss. Das Wort "Kostueme" kann man hier woertlich nehmen. Die Protagonisten sind als Arzt, Pilot, Cheerleader und Touristin (?) verkleidet. Albern und unglaubwuerdig. "Ich versteh das auch nicht" hoert man hier. Peter, der Pilot hinten links, ist immer noch unser "Liebling". Choreographie-resistent tapst er sich durch die Nummer. Da hilft es auch nicht, dass sein Freund und "Chef" Ralph Siegel zwischen den Probendurchgaengen auf die Buehne geht und Anweisungen gibt.


Valentina Monetta sieht zwischen den Proben erschoepft und nicht besonders gluecklich aus. Wie von uns schon nach dem ersten Auftritt vermutet, musste Apples Apfellogo auf dem Laptop verschwinden. Das haette Ralph sich eigentlich denken koennen, nachdem schon "Facebook" aus dem Titel verbannt werden musste. Statt des Apfels prangt nun die San Marinesische Flagge in Herzform auf dem Deckel und springt einem penetrant ins Auge. Hoffentlich nur eine Uebergangsloesung. Wie waere es mit einem huebschen Bild von Kriemhild Markus

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Gerade laeuft die letzte Probe fuer diesen Tag, und zwar Daenemark. Soluna traegt ein schwarz-weiss gestreiftes enges Beinkleid und eine von Federn durchstochene Kapitaensmuetze. Dazu die Streicher vom letzten Mal, Drums, eine Saengerin auf einem Wohnzimmersessel (auch aus dem Kaspischen Meer gefischt?) und eine solide Performance. Kann man nicht meckern. Nur ist auch hier die Outfit-Frage wieder die, die man sich stellen muss. Na ja. Da der freundliche Administrator ja immer auch die Proben als Videostream postet, bilde man sich selber ein Urteil.
Joerg
 

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Hier verbringen wir so einige Zeit um euch die Tage bis zum Finale zu informieren:

 

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das Logo... unter dem alle ein Foto machen wollen....

 

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FREITAG, 18. MAI 2012

 

Salam und Guten morgen aus Baku,
die Proben beginnen heute um 11.30 Uhr (Ortszeit) und momentan sitze ich hier noch beim Frühstuck. Heute gibt es wieder Diskussion mit dem Küchenchef, ob das Frühstück jetzt inclusive ist oder wir nochmals 10 Manat extra bezahlen dürfen.

 

Frühstück

 

...trotz allem Trouble... tolles Frühstück....

 

Nicht so ganz einfach mit der Kommunikation bzw. dem vorher wissen was Sache ist. Gestern war die Party der Georgier. Leider sind wir erst spät aus dem Pressezentrum gekommen, sodaß das Essen und der Wein aus Georgien schon verzehrt waren. Die erste Probe wird von den Babuschkas bestritten. Hoffen wir mal das sie fit sind und dann bei der anschließenden PR nicht einschlafen, ist ja noch früh am Morgen!
Da meine Mitbewohner heute etwas länger geschlafen haben, werden wir die erste Probe wohl verpassen....

Horst

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Guten Morgen und Salam auch von Markus und mir, wir sind puenktlich zur russischen Probe auf dem Gelaende angekommen und haben jetzt einen langen Tag vor uns mit 13 Proben und 13 Pressekonferenzen. Ungarn hatte letztere ja noch nicht. Wir bleiben am Ball.
Joerg

Als wir gestern Abend im Euroclub zur georgischen Party ankamen, war das eigentliche Programm schon fast vorbei. Der Beginn war mit 19:00 Uhr auch etwas frueh angesetzt, da hier noch Proben und Pressekonferenzen liefen. So haben wir noch Maltas Kurt und Georgiens Anri auf der Buehne erlebt. Vom Buffet erhaschten wir uns noch ein paar Stuecke Pizza und Wuerstchen, sehr georgisch Dazu aber georgischen Wein! Auf der Tanzflaeche vergnueten sich ueberwiegend junge Azeris zu aktueller Chart-Musik.
Der Euroclub ist in einer Sporthalle untergebracht. Dementsprechend gross ist die Tanzflaeche. Zwei Kamerakraene bewegen sich fortwaehrend ueber das - noch ueberschaubare - tanzende Volk (gibt es irgendwo einen Livestream?). Und natuerlich sind an den Waenden zwei riesige LED-Schirme angebracht. Auf denen sah man Anri Jokhadzes Video in einer Endlosschleife. Nach zwei Glaesern Wein konnte man das dann auch ertragen.

 

EC 1  EC 2

 

Russland hat vorgesorgt und gleich ACHT Babuschkis mitgebracht, obwohl nur sechs auf die Buehne duerfen. Aber fuer den Fall, dass die eine oder andere mit dem Kamin samt Backblech in die Luft fliegt, im dichten Bakuer Verkehr von einem Bus ueberfahren wird, an Herzversagen oder aus sonst irgendwelchen Grunden wegstirbt, kann immer eine nachruecken. Praktisch! Nur die Kleinste und Aelteste von ihnen darf es nicht treffen, denn die ist mit ihrem Niedlichkeitsfaktor definitiv mit ein Garant dafuer, dass Russland ganz weit vorne landen wird. Dabei wird gerade diese Restzahn-Omi in den Pausen zwischen den Durchlaeufen von der Chef-Diktato...aeh...Choreografin herumgescheucht wie keine andere, und das arme Ding muss tanzen, tanzen, tanzen... Die laesst sich davon aber nicht beeindrucken und hat Spass wie auch die anderen Babuschkis. Wie gesagt, man kann sich dem Charme dieser Nummer nicht entziehen hier. Und das Buehnenbild ist grossartig.
Joerg

 

Oma  RUS

 

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So endlich angekommen. Wir haben heute mal einen neuen Weg zur Halle versucht und sind ohne Umstieg auf die Metro gleich mit Bus 14 in die Stadt gefahren. Hier mussten wir dann allerdings etwas warten bis wir einen Shuttle-Bus bekommen haben. Info zur Busfahrt: Man steigt ein und bezahlt erst wenn man den Bus verlaesst. Der Preis fuer alle Strecken ist gleich kostet 20 Qepik! Also fuer alle erschwinglich. Der Busfahrer hat mir beim Bezahlen ein Auge gezwinkert um uns anzudeuten das wir das Geld behalten sollten. (Hoffentlich bekommt er keine Schwierigkeiten..... ) An der Haltestelle wartend sind wir wieder von Personen angesprochen worden, ob man uns helfen kann. Aus vorbeifahrenden Autos wird uns zugewunken. Wo hat man so eine Gastfreundschaft schon mal erlebt?

Den letzten Durchgang der Babushkas konnte ich dann doch noch erleben. Insgesamt versucht man die Nummer zu perfektionieren.
Es waren bereits Kekse auf dem Backblech und bei der Kamerafuehrung wird jetzt oefters die kleine aeltere Saengerin aufgenommen. In der Pressekonferenz werden sie gefragt, was sie am meisten vermissen, es sind ihre Hoefe. Die Aelteste, der Star der Truppe, gibt zu, Heimweh zu haben und freut sich wenn das alles hier vorbei ist! (Hoffentlich geht fuer die Maedels dann nicht erst richtig der Trubel los... ) Ob ihre Maenner zu Hause auch Party machen? Ja wahrscheinlich, aber momentan haben die zu viel Arbeit. Ihre Backerzeugnisse bieten sie nach der Pressekonferenz an. Fuer die Party der russischen Delegation wollen sie heute den ganzen Tag backen  (Ich denke wohl backen lassen  )Sie haben ihre eigene Security in der Form, das sie in einem Ringelreigenkreis die Halle verlassen! Einfach nur suess....
Horst

 

Hier noch einige Fotos von Baku by Night:

 

Halle nachts

 

 

seit gestern steht die Halle nachts zusaetzlich in einem Lichtkegel ...  

 

 

Stelen nachts

 

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Hier geht es Schlag auf Schlag. Gerade turnen, huepfen und hyperventilieren die Iren von Jedward ueber die Buehne und stehen mal im, mal vor, mal hinter ihrem Wasserfall. Heute sind sie in Weiss gekleidet, ich denke aber mal, dass die blaue Uniform der ersten Probe die echte ist. Was auffaellt, ist, dass sie sehr schlecht singen. SEHR schlecht. Wenn man das sogar in der Halle hoert, ist das eigentlich ein sicheres Zeichen.


Ungarn kam nach Russland. Hier gibt es nicht viel Erwaehnenswertes. Schoen finde ich, dass wenigstens die Ungarn mal einen Teil des Catwalks ausnutzen. Ansonsten ergeht sich der recht solide Auftritt jedoch in 0-8-15-Praesenz. Nix Besonderes. Tut nicht weh und aergert die Leute wenig, die das Lied nicht moegen. Ich mag's.


Oesterreich hat meinem Mitschreiber Markus zunehmend gefallen, dann soll er mal was schreiben. Denn ich ertrag die Nummer kaum. Und Maedels, die in Miniroecken an Stangen rutschen, brauch ich nicht. Genauso wenig wie Kleidung mit LED-Applikationen - die fand ich letztes Jahr schon ueberfluessig.
Moldau hat seinen Saenger Pascha erneut nicht im eigentlichen Buehnenoutfit gezeigt, dafuer aber seine Taenzerinnen und Backgroundsaengerinnen. Sie tanzen Marionetten gleich um Pascha herum und sehen aus, als wuerden sie an Strippen gezogen werden. Der Sinn dieser zirkushaften Nummer ist nicht ganz klar, aber auf jeden Fall macht die Nummer Spass, vor allem das Ende. Auf der Buehne ist jetzt gleich eine knappe Stunde Pause. Man hinkt wieder 20 Minuten hinterher. Die PK der Oesterreicher laeuft parallel dazu in der Halle. Da will ich mal hin. Bis spaeter
Joerg

 

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Ich habe heute die meiste Zeit des Vormittags bei den Proben in der Halle (ausser Russland) verbracht. Joerg hatte ja auch schon darueber berichtet, deshalb nur noch ein paar Anmerkungen.
Russland: Den groessten Spass hatten wir im Pressezentrum ZWISCHEN den Probendurchgaengen. Die kleinste und niedlichste der Omis brauchte offensichtlich noch etwas Nachhilfe. Eine Choreographin stellte sich hinter sie, griff ihr unter die Schultern hindurch an die gebeugten Ellbogen und schritt dann mit ihr den "Parcours" ab. Grossartige Bilder! Man hat den Eindruck die Kleine laesst hier alles mit dem immer gleichen Laecheln im Gesicht ueber sich ergehen. Wir haben nur Zweifel, ob sie immer weiss, wo sie ist und was mit ihr geschieht
Oesterreich: Ich mochte das Lied (bisher) nicht. Die Show - das muss man anerkennen - ist allerdings gut durchdacht und choreographiert. Die LEDs an den Kostuemen funktionieren immer noch nicht einwandfrei. Von einem oesterreichischen Kollegen war zu erfahren, dass die dafuer benoetigte Software auf den hiesigen Rechnern nicht lauffaehig ist. Angeblich gibt es jetzt eine direkte Verbindung zwischen Wien und Baku.

Moldau: Der Zirkus ist in der Stadt! man versteht es nicht, aber Spass macht es trotzdem. Allerdings: Das Pferderennen ist gestrichen worden! Pasha und eine der Taenzerinnen "reiten" jetzt nicht mehr auf ihren Kollegen hintereinander her. Das war so herrlich skurril, aber der Delegation dann wohl doch zu gewagt. Markus

 

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Hier mal ein Blick in die Halle. Im hinteren Bereich im Zuschauerraum ist dieses Mal der "Greenroom" direkt in der Halle

 

Greenroom

 

der Stand der Dinge, momentan im Pressezentrum...

 

Voting

 

die Kollegen von OGAE Aserbaidschan am Fan-Desk

 

Fandesk

 

Compact Disco...

 

CD

 

Trackshittaz mit ihrer "Teufelsgeige"...

 

AUT

 

Die Pressekonferenz erstreckt auf die Selbstdarstellung von Jedward. Beide springen als Kaufgummiautomat auf der Buehne rum. Quasseln ohne Unterlass.... Hotel, Denmark, crazy fans, ask questions..........
Sorry, mir reicht es.... ich muss hier raus. War letztes Jahr noch lustig und jetzt nur noch nervig.... ob das fuers Finale reicht?
Horst

 

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Ein herzliches Hallo auch von mir!
Ab sofort gibt es auch ein paar Impressionen vom Ochs'e Bernd!
Ich bin ja gestern mal mir nix Dir nix mit der deutschen Delegation geflogen. Sprich unser Schnuckel Roman Lob war auch mit an Board.
Die ersten haben sich auch schon fuer ein Foto rangeschmissen, aber da war ich dann doch eher zurueckhaltend (... wie man mich ja kennt! . Nett war er aber. Bissl blass vielleicht der Gute.

Ansonsten habe ich bislang nur gute Eindruecke. Mag sein, dass ich mich hier jetzt wiederhole, aber ich habe nicht alle Eintraege vorher gelesen (Kinners, das geht jetzt auch wirklich nicht).

Die Gattung Mensch hier ist sehr nett und unglaublich guestfriendly! Kopftuecher sieht man ausnahmslos gar nicht. Und die Maenner haben nur Leibchen mit engen Buendchen an. Da schalbbert kein Aermelchen am Oberarm. Ich muss zugeben, da kann man schon hingugcken. Da waere mein Freund Markus G. aus Hamburg auch hin und weg! Die Roecke der Frauen sind in der Regel auch recht kurz. Alles eher westlich.

Das Hotel ist ok. aber auch etwas ab vom Schuss. Taxifahrt dauert ca. 20 Min! Aber dafuer wohnt unser Elvi auch bei uns und obendrein die slowenische und die moldawische Delegation.

Jetzt komme ich gerade mal aus der PK von den hyperaktiven Jedward Jungs. Sehr geil. die PK fand nicht vorne am Pult statt, sondern die Jungs sind mal so einfach ueber alles gesprungen und haben die Mikros direkt den Fragenden hingehalten. Die Naehe zum Menschen quasi!!!

Die Stars sind die russischen Jacob Sisters hier! Wo sie auftauchen, rennen alle hinterher! Und das geilste ist ja, dass sie noch ein paar Ersatzomas im Schlepptau haben!

Soviel erst mal von mir! Bernd

 

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Das Aufgebot an Sicherheitskraeften in der Stadt ist enorm hoch. Ob man sich dadurch sicherer oder ueberwacht fuehlt sei mal dahingestellt. Ein Mix aus Uniformen. Auch in den Shuttles von der Halle in die Stadt faehrt immer ein Security-Mann mit. Auf der offiziellen Eurovision-Website war zudem angeraten worden, den Akkreditierungsbadge auch in der Stadt um den Hals zu tragen. Das soll offenbar die Polizisten milder stimmen, wenn man "versehentlich" mal Gebauede fotografiert, die auf der roten Liste stehen (z.B. Metro, Sitz des Praesidenten usw.). Markus

 

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Die taeglichen Verzoegerungen haben auch heute Einzug gehalten. Inzwischen haengen wir bereits 45 Minuten hinterher. Serbien hat 20 Min spaeter angefangen und ist durch ein weiteres technisches Problem bereits auf die besagten 45 Min gekommen. Pressekonferenzen gibt es auch keine im Moment, da die naechste die von Serbien waere, und die sind ja noch in der Halle.
Die PK von Irland war erwartungsgemaess keine Pressekonferenz im herkoemmlichen Sinn, sondern eine Show von Jedward, die als Bonbon-Automat verkleidet auf dem Konferenztisch herumturnten und froehlich wirr in den Wald plapperten. Selbst der so disziplinierte und selbstdarstellerische Profi von Moderator hatte KEINE Chance, sowohl Jedward als auch die stehenden Fotografen zum Sitzen zu bewegen. Wer also im Auditorium sass, bekam keine Frage mit, denn auf Mikros fuer die Presse wurde verzichtet - man stand ja vorn bei den beiden. Und die genossen das sichtlich. Wie schon Peter Urban im letzten Jahr ueber die beiden sagte: Die arme Mutter!
Aber lustig ist das schon.
Joerg

 

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Die Aufbauten am Eurovillage - direkt am Boulevard gelegen - sind fast abgeschlossen. Am Samstag soll es eroeffnet werden.

 

Stadt nacts

 

Pasha, der Charmeur...

 

Pasha 2   Pascha 3


Auf der PK sang er "Lăutar" mit zwei seiner Damen in einer Akkustik-Version. Sehr ueberzeugend!

Jetzt machen wir uns auf zu den naechsten Proben. Ganz nach dem oesterreichischen Motto "Dei Popo wü Bewegung" Markus

 

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Wenig Neues in der PK von Serbien. Die Head of Delegation sagt, dass man in Serbien sehr stolz auf seinen Teilnehmer ist. Zeljko wird gefragt in welcher Rolle er sich am Liebsten sieht, als Interpret, Komponist oder Moderator. Er sagt, das er alle Rollen mag, da er fuer die Buehne geboren sei. Die Pressekonferenz und die Proben haben jetzt schon ca eine Stunde Verspaetung und mal schauen wann wir wieder hier raus kommen....
 

Kurt Kalleja probt gerade fuer Malta. Ich finde, dass er aeusserst sympathisch rueberkommt mit einem sehr gewinnenden Laecheln. Ausserdem sind seine Tanzschritte interessant und nur schwer nachzumachen...aeh... ja... aber diese DJ-Nummer ist m. E. ein wenig billig und auch ueberfluessig. Dadurch gewinnt das Lied keineswegs, auch wenn Herr Kalleja den ganz hohen Ton in der Bridge hervorragend meistert... Jörg

 

MAL

 

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Malta und der Fluch der Turntables? Netter Kurt, nettes Lied, aber der DJ ist wirklich zu dick aufgetragen. Die letzten Beitraege mit Turntables waren ja allesamt erfolglos ("DJ, Take Me Away", "Lets get loud", "Shine"). Lediglich Rumaeniens "Don't break my heart" aus 2003 mit Nicola war mit dem 10. Platz maessig erfolgreich. Ich bin mir sicher, Malta schafft es nicht ins Finale. Markus

Ein grosses Fragezeichen auch bei den Niederlanden. Ich persoenlich finde dieses Lied "You and Me" wunderbar, und ich bekomm jedesmal spaetestens in der 2. Haelfte richtig gute Laune. Aber: Den Zuschauern, die das am Donnerstag - und evtl. am Samstag zum ersten Mal sehen, bietet sich da auf der Buehne zunaechst mal der Anblick einer Haeuptlingsbraut mit einem Riesenkopfputz aus Indianerfedern. So wird der Zuschauer dann paralysiert sein von diesem Outfit, bevor er nach einer Minute evtl. endlich das Lied wahrnimmt. Wenn das mal nicht zu spaet ist. Die ganze Inszenierung ist ansonsten sehr schoen mit den vier Country-Musikern, die zunaechst am Buehnenrand stehen und sich reichlich heftig ob der Flammen- und Temperaturkraft der riesigen Flammenschale neben ihnen Luft zufaecherten. Inzwischen bequemt sich auch der Banjospieler mal ein bisschen mehr, seine Finger zu bewegen, sodass es nicht ganz so offensichtlich ist, dass hier nicht wirklich gefiedelt, gequetscht und geklampft wird.
Joerg

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Eine sehr entspannte Kaliopi in der Pressekonferenz, sie kokettiert und macht Witze ueber ihren anwesenden Ex-Ehemann, der auch ihr neues Album schreibt. Im Eurovision Village will sie nicht singen, weil sie sich auf den Wettbewerb am 24ten konzentrieren will. Deshalb wird sie sich auf die Laenderparties konzentrieren, auf denen sie auftritt. Horst

 

MAC  MAC2

 

Soeben ist ein Team vom ARD-Morgenmagazin bei uns eingetroffen. Sie filmen uns ein wenig bei der Arbeit und fuehren Interviews mit Horst und Torsten. Heute Abend werden sie uns noch auf die Party von San Marino und der Schweiz begleiten. Markus

Pressekonferenz Niederlande ist leider etwas untergegangen, da uns die ARD gerade interviewt... deshalb nur noch das Foto

Horst

 

HOL

 

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So, auch ich bin nun nach einem kurzen Zwischenstopp in Istanbul in Baku eingetroffen. Das Abenteuer hat begonnen... Was kann ich schreiben, ohne bereits Geschriebenes zu wiederholen... schwierig! Das Visum bekam man am Flughafen recht flott, obwohl es schon erstaunlich ist, was die alles von einem wissen wollen. Die Akkreditierungsbescheinigung haben die Herrschaften vorsichtshalber mal bei sich behalten... Gut, dass ich noch ein zweites Exemplar dabei habe.

Der ESC ist in der Stadt allgegenwertig. Sowohl bei der Ankunft am Flughafen, als auch auf der für mich komplett überteuerten Taxifahrt in den Stadtkern kann man sich dem Ereignis nicht entziehen. Fast an jeder Ecke prangt der Slogan "Light your fire!" und auf Leinwänden werden sogar die Tage heruntergezählt. Ich werde jedoch das Gefühl nicht los, dass der Besitz eines Führerscheins im Straßenverkehr Bakus eher hinderlich ist. Fahrspuren werden grundsätzlich nicht eingehalten, Blinker gibt es nicht, jeder fährt wie er will... und trotzdem bin ich irgendwie unfallfrei in die City gekommen, keiner weiß warum. Ich mache mir schon Sorgen, wie ich morgen über die Straße kommen soll.

Vor der Altstadt wurde ich dann ausgesetzt. Das Hotel liegt hinter dem Meridian, sagte der Taxifahrer, und weg war er. Das habe ich zumindest bei dem Sprachen-Wirr-Warr hineininterpretiert. Sehr konkrete Aussage. Irgendwo dahinter wird es wohl gewesen sein, aber für mich nicht sichtbar. Dank der Hilfe eines Aserbaidschaners und eines Ukrainers und zwischenzeitlich zweier weiterer Menschen konnte das Apartment dann doch aufgespürt werden. Die gingen einfach mit mir mit und suchten das Hotel, zwischendurch haben sie mir sogar beim Koffertragen geholfen. Wo gibt es denn sowas? Das muss azerische Gastfreundschaft sein. "Be My Guest" finde ich aber weiterhin zum Weglaufen...

Der Luxus Bakus ist an meinem Hotel vorbeigegangen, hoffentlich rollen in der Nacht nicht die Bagger an... Ach nee, die Altstadt ist ja denkmalgeschützt... Hatte mein Zimmer aber sowieso eher nach der Lage ausgesucht.

Bin dann mal auf den morgigen Tag gespannt und was mir da noch so wiederfährt. Freue mich als ESC-Frischling im Ausland auch die anderen Mitglieder kennenzulernen. Ich hoffe, es beißt keiner

Gruß aus Baku, Benni

 


 

SAMSTAG, 19. MAI 2012

 

Guten Morgen und Salam aus Baku,
die Sonne scheint wie jeden Tag, es ist noch recht leer im Pressezentrum und in 25 Minuten gehen die ersten Proben los. Im Uebrigen sind spaetestens gestern sehr viele neue Journalisten gekommen. Kein Wunder, denn auch die Big 5 und Aserbaidschan sind jetzt hier vertreten mit ihren Delegationen. So ist das Pressezentrum ganz schoen voll gewesen und die sonst so gelassenen und freundlichen Maedels und Jungs am Help- und Pigeon Holes-Desk zeigten erstmals Stresserscheinungen. Promomaterial, das wohl tagelang im Zoll haengengeblieben war, kam gestern dann geballt und stellte die armen Menschen vor fast unloesbare Aufgaben...
Und die Stadt? Es wird nach wie vor gebaut und gewerkelt und verschoenert, so weit man blicken kann. Irgendwie gewinnt man den Eindruck, dass alles noch bis zum Montag, spaetestens Dienstag fertig werden muss. Ueberall haengen noch Arbeiter an den Hausfassaden und kloeppeln Ornamente in die Waende, und auf dem Weg mit dem Shuttlebus zur Halle, der diesmal wieder ein neuer war, haben wir erneut Hundertschaften an Arbeitern gesehen, die neue Bodenplatten auf einem der vielen Quadratkilometer Platz verlegten.
In der Halle selber kommen die Arbeiten voran und allmaehlich werden auch alle Raeume rechts und links des einmal um die Halle fuehrenden Ganges (es gibt keine Foyers!) mit Inhalt bestueckt. Da stehen seit gestern Vitrinen, Bistrotische, Suessigkeiten, Kuehlschraenke... Es wird also reichlich zu trinken, zu knabbern und zum Anziehen geben. Denn das offizielle Merchandising beschraenkt sich offensichtlich auf Textilien mit ESC-Logo. Da haben sie allerdings ein heftige Auswahl. Die einzelnen Raeume in der Halle, in denen all das gerade Beschriebene angeboten wird, sind in einem beissenden Knall-Orange angestrichen, das dann ebenfalls bei den Kacheln in den Toiletten wieder auftaucht. Alles Ton in Ton. Die Halle selber ist inzwischen fast komplett bestuhlt und der Presse-Beobachtungsbereich ist erneut veraendert worden, allerdings vorteilhaft, weil wesentlich breiter. Gestern mussten wir die Taschen am Halleneingang NICHT oeffnen, mal sehen, wie das heute ist. Es bleibt spannend.
Ich nehme an, Markus erzaehlt gleich noch etwas von der San Marino- und Schweiz-Party - und wie sich Ralph Siegel dort "benommen" hat. Viel Spass!
Joerg

 

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Guten Morgen,

gestern Abend waren wir zur gemeinsamen Party von San Marino und der Schweiz. Die beste Nachricht vorweg: Diesmal gab es eine Garderobe! Nicht, dass man bei den Temperaturn hier eine Jacke noetig haette. Aber wenn man den ganzen Tag seine Tasche mit Promos, Notizbloecken, Speichersticks, Kamera und dem ganzem "Gedoens" mit sich herumgeschleppt hat, ist es eine regelrechte Befreiung, sie abgeben zu koennen. So einfach sind wir hier gluecklich zu machen!

Diesmal trafen wir puenktlich um 20.30 Uhr im Euroclub ein, um den offiziellen Teil nicht zu verpassen. Der startete allerdings erst um 22:30 Uhr. Wir vertrieben uns die Zeit mit kostenlosen Getraenken und kleinen Leckereien. Diese Kaese-, Fisch- und Obsthaeppchen boten die herumlaufenden Kellner feil. Da wir kein Abendessen hatten, mussten wir also immer die Kellner abfangen

Auf der Buehne traten zunaechst Sinplus auf. In diesem kleineren Rahmen gefielen mir die beiden Brueder wesentlich besser als in der grossen ESC-Halle. Anschliessend naeherte sich der Siegel-Tross. Valentina stand noch vor der Buehne direkt neben uns. Sie hatte sichtlich Spass, liess sich fotografieren und alberte herum. Wir hatten auch Spass sie dabei zu beobachten und unterhielten uns angeregt. Waehrenddessen begann aber schon der Delegationsleiter mit einer Rede auf der Buehne. Also harrschte uns Herr Siegel an, wir sollten doch mal dem Herren dort oben zuhoeren! Jawoll, da versteht er keinen Spass!

Nach einer weiteren Rede des Mitautoren Timothy Touchton, betrat dann Ralph Siegel die Buehne und praesentierte die drei Siegervideos eines Youtube-Wettbewerbs. Etwas langwierig das Ganze, "Oh Oh – Uh - Oh Oh" so oft hintereinander zu hoeren, denn schliesslich sollte ja auch noch Valentina Monetta auftreten. Das tat sie dann auch, allerdings nur mit einem Jazz-Song. Professionell und sympathisch, aber der Stimmung nicht unbedingt zutraeglich.

Einige Delegationen waren auch anwesend (u.a. Albanien, Weissrussland und Griechenland). Der Fashion-Award des Abends geht an die griechische Saengerin Eleftheria Eleftheriou. Ihre gelben Neonhackelschuhe stachen alles andere aus.

Anschliessend wurde noch bis in die fruehen Morgenstunden getanzt. Sogar Kriemhild schwang das Tanzbein. Zunaechst noch etwas zurueckhaltend, dann aber gekonnt und mit voller Energie. Respekt! Ihren Hund "Bella" hatte sie im Hotel zurueckgelassen. Dem Vernehmen nach geht es im gut

 

Schuhe

 

Auf unserem Nachhause-Weg kamen wir am Jungfrauenturm in der Altstadt vorbei. Dort ist jetzt eine Lichtinstallation mit Musik (Joerg: "Aromatherapie Wohlfuehlmusik") aufgebaut worden, die verschiedene Bilder und Animationen auf den Turm projiziert. Ueber die ausgiebigen Beleuchtungen der Hausfassaden haben wir ja schon geschrieben. Das ist sicherlich alles sehr beeindruckend. Schaut man allerdings mal in die Strassen rechts und links der grossen Boulevards sieht es - teilweise direkt hinter der ersten Haeuserfront - schnell ganz anders aus. Der Kontrast ist hier extrem gross. Markus

 

Turm 1  Turm 2

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Slowenien macht nach wie vor hier einen auf mystische Brautschau mit Kunstblumen am Hochzeitskleid und die merkwuerdige Dame in Weiss wandel weiterhin auf den Pfaden der Unverstaendlichkeit. Aber schoen anzusehen und vor allem zu hoeren ist das auf jeden Fall. Und Molitva dringt dabei - beim selben Komponisten freilich - in jeder Strophe durch das slowenische Lied. War jedoch Molitva eher die Nummer der behosten Frauen um die lesbische Saengerin Marija Serifovic, ist die Nummer um Eva Boto das Pendent fuer Heteras. Uebrigens eines der Lieder, die sich hier nicht der neuen Trendfarbe Schwarz anschliessen.

Frau Nebo fuer Kroatien dagegen traegt sehr wohl Schwarz. Gerade ist in Grossaufnahme ein einsamer Schuh der Dame auf der Leinwand zu sehen, der eher als Mordwaffe taugt. Jedenfalls kann man damit locker das in den letzten Tagen von Markus fotografierte Security-Teletubby von der Buehne hauen. Vielleicht sollten wir diesen Schuh mal an "Peter", dem Freund von Ralph Siegel und Piloten-"Taenzer" der San-Marino-Nummer ausprobieren. Und schon geht es weiter mit der kroatischen Probe nach erneuter Verzoegerung. Die beiden Taenzer tragen schwarze Roecke und ein beinahe durchsichtige Tops aus nettem Netz. Die einigermassen kurzen weissen Kleider der Backgroundsaengerinnen werde komplettiert durch ein wenig freigelegten Oberschenkel und weisse Stockings bis uebers Knie. Ist das schoen? Ich weiss nicht...
Joerg

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Der grosse Favorit der Journalisten hier hat geprobt und nicht enttaeuscht... wenngleich mal wieder ein technisches Problem auftrat: Die Kameras waren nicht vorbereitet auf den Kunstschnee, der Loreen und ihren schwarzen Taenzer umweht. Tja, Loreen sieht in ihrem Taiga-gruenen Fransenkostuem um so mehr aus wie ein wildes Tier, das man in eben jener Taiga gefunden und eingesperrt hat. Nun will sie raus und gestikuliert ganz wild und mutiert zu einer Hexe auf Entzug... So oder so aehnlich sieht das jedenfalls aus. Nichts Neues also, aber ungeheuer effektvoll. Das Licht und der Hintergrund sind perfekt und auf dem Monitor sieht die Nummer toll aus. Das kommt weiter. Weisse Bescheid!
Joerg

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Guten morgen und Salam aus Baku,
als wir gestern in unsere Appartment kamen, fanden wir eine Info, dass wir uns an der Rezeption melden sollen. Heute Morgen sagte uns dann der Manager, dass die Agentur AzDa nur die Uebernachtung bezahlt haette und dass das Fruehstueck separat bezahlt werden muesste. Naja dann heute kein Fruehstueck! Schnell noch Geld tauschen, einen Kaffee und ein Hoernchen aus dem Mini-Markt und dann ab in die Halle! Auf dem Weg an die Halle kommen wir an einer Tankstelle vorbei! Bei den Preisen macht Autofahren noch Spass
Zurueck zum gestrigen Abend. Im Euroclub war gestern die Laenderparty der Schweizer und San-Marinesen. Die Stimmung war ganz gut und da wir mal einigermassen puenktlich waren, gab es auch noch ein paar Haeppchen zu essen und ein freies Bier. Das zweite durfte man dann wieder selbst bezahlen.
Die SinPlus sagen 3 Titel aus ihrem aktuellen Album und natuerlich: "Unbreakable". Der Head of Delegation von San Marino begruesste die Anwesenden, um dann das Mikro gleich an Ralph Siegel weiter zu geben. Er praesentierte die 3 Siegervideos, die bei Facebook den Wettbewerb fuer das beste Video seines Liedes gewannen. Anschliessend
sang Valentina noch 2 italienische Titel.
Horst

 

Team

 

Partytreffen...

 

Boto

 

Eva Boto... aus der Serie sehen und gesehen werden...

 

GRE

 

auch Eleftheria ist dabei...

 

SMA

 

die Party fuer Valentina....

 

MTG

 

Euro-Neuro... im Glitzerfummel...

 

P1010366

 

Gabriel von SinPlus auf der Buehne...

 

Siegel

 

Ralph Siegel mit seinem Schuetzling...

 

HOrst

 

die Partyindianer: Trackshittaz and me ;-)

 

EC 4

 

Blick auf die Party....

 

Tankstelle

 

da macht tanken noch Spass: Diesel 45 Cent, Benzin 55 und Super 60 Cent...

 

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Wie konnte mir DAS denn bisher entgehen???!!! Anri aus Georgien ist das personifizierte Schreckgespenst mitsamt seiner Crew. Unglaublich!! Erst kommt er wie ein Moench in roter Kutte mit billiger weisser Kordel auf die Buehne gewackelt, um sie sich dann vom Leib zu reissen - darunter traegt er Swarowski auf schwarzem Pullover oder so was...das kommt mit den wasserstoffblonden Haaren natuerlich hervorragend. aeh....
Aber der Hammer sind seine Backgroundtussen, die ungefaehr dasselbe tragen wie die Polinnen in letzem Jahr, nur schwarz statt weiss und aeusserst knapp mit Beinahe-Blick ins Biotop. Billig, billiger, Georgien! Aber waehrend dann eine sechste Person wie ein Derwisch in rotem Fetzen ueber die Buehne wirbelt, koennen sich die Background-Flittchen noch irgendwas silberweisses Fluegel- und Umhangartiges aus dem Mieder pulen. Man zieht sich also letztlich AN und nicht noch weiter aus... aber das waere auch kaum noch gegangen. Definitiv auf der nach unten offenen Georgien-Skala ganz weit unten! Vom eigentlichen Lied "I'm a Joker" mal ganz zu schweigen.
Joerg

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Roman kommt offensichtlich auch bei den azerischen Maedels gut an. Unsere junge Nuesse- und Obstausteilerin geriet regelrecht ins Schwaermen als sein Name fiel. Auf der Party traf ich gestern eine Betreuerin der deutschen Delegation. Auch sie war ganz angetan von ihm und zeigte dies auch deutlich mit ihrem T-Shirt auf dem in grossen Lettern prangte "VOTE FOR ROMAN".Markus

 

Rücken

 

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Momentan laeuft die Probe der Georgier. Eine Nummer, die mich nicht begeistert, auch wenn sie wider Erwarten ins Finale kommen sollte. Anri startet als "roter Moench", um dann beim Break ganz in Schwarz weiter zu machen. Seine Saengerinnen haben anscheinend die Kostueme der Polinnen vom vergangenen Jahr ersteigert und schwarz eingefaerbt. Ab dem Mittelteil taucht dann eine ganz in rot gekleidete Taenzerin auf, waehrend die im schwarzen Leder gekleideten Saengerinnen nichts ausziehen sondern dieses Mal einen Fransenumhang anlegen!  noch die Tuerkei und dann wird es Zeit fuer Romans ersten Auftritt. Horst

 

GEO

 

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Der griechische Auftritt ist definitiv nicht irgendein Getanze! In meinem Fach fand ich eine Pressemitteilung, die Auskunft ueber die Performance gibt. Der Choreograph Konstantinos Rigos liess sich bei den Bewegungen von Eleftheria Eleftheriou und ihren Taenzern von Sandro Botticellis Gemaelde "Die Geburt der Venus" inspirieren. Die Handbewegungen entlieh er sich den Statuen der "Venus von Milo" und dem "Sieg von Samothrace". Merkwuerdig, beide Statuen haben keine Arme, geschweige denn Haende... Markus

 

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So! Roman Lob hab geprobt und hat seine Sache gut gemacht. Natuerlich hat auch die deutsche Probe mit einer ganzen Stunde Verspaetung angefangen, da man einfach das Pult fuer die Punktevergabe bzw. Bekanntgabe derjenigen Semifinalisten, die weiterkommen, nicht abmontieren konnte oder wollte. Wer weiss das hier schon!?
Deutschland kommt mit Band auf die Buehne, und zeigt die klassische Kombi von Saenger, E-Gitarre, Drums, Bass und - man beachte! - Fluegel (nicht Keyboard). Ich bin war der Meinung, dass jemand wie Roman Lob auf dem Schirm wesentlich besser kaeme ohne Band, aber so, wie er hier in Szene gesetzt wurde, ist das in Ordnung. Es gibt sehr viele Close ups und wenn die Band im Bild ist, stoert das eher nicht. So hat der Zuschauer die Moeglichkeit, neben Lobs samtener Stimme auch seine samtige Ausstrahlung zu bewundern, die hier im Pressezentrum so einige azerische Maedels schmelzen laesst: "Those eyes!!!" Und er singt wirklich richtig gut! Als Hintergrund hat man sich hauptsaechlich auf Scheinwerfer und Lichter beschraenkt. Ein paar blinkende, in Orange gehaltene Lichter, die so ein wenig nach Grossstadtlichtern oder Autoruecklichtern durch Regenscheiben gesehen, aussehen und keineswegs stoeren, runden das Bild ab. Also Fazit nochmals: Gut gemacht! Ob man das Lied mag oder nicht, das war richtig klasse in Szene gesetzt!
Joerg

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So, dann will ich mal was ueber die erste deutsche Probe schreiben.
Das Fazit gleich vorweg. Roman macht das sehr gut. Schon beim Einsingen stimmte jeder Ton und alle Proben liefen dann stimmlich einwandfrei! Respekt, das haben wir nicht immer so erlebt, also ... in den vergangenen Jahren.
Er war betont unkonventionell - natuerlich mit Muetzchen. Vom Brusttattoo hat man nicht die Bohne gesehen, damit auch die Damen mit Mutter- oder gar Grossmutterinstinkt anrufen (interpretiere ich da jetzt mal so...)
Die Lightshow, oder auf gut deutsch die Lichtillumination war auch sehenswert. Es war jetzt sicher kein Act, der mich vom Stuhl reisst, aber das hatte ich ja auch nie erwartet. Mir ist es jetzt sogar ganz egal, welchen Platz er belegt, denn eine Blamage ist "Standing still" in keinem Fall. Bernd

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Roman absolviert mit fast einer Stunde Verspaetung seine erste Probe. Beim ersten Durchlauf hat er einen kleinen Aussetzer (verschluckt oder ), was ich als Einsingen werte, aber dann geht es souveraener durch alle folgenden Proben. Der Gaensehauteffekt, der sich bei mir einstellt bleibt auch noch nach der Probe. Thomas D bringt zum Ende der Probe noch einige Klamotten um das richtige Outfit fuer Samstag auszuwaehlen. Horst

 

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Lob 6

 

ein souveraene Vorstellung von Roman...

 

Lob 1  Lob 2

 

Thomas D... testet mit Roman die TV-Tauglichkeit der Kleidung...das blaue oder graue Shirt ????

 

Sitze

 

Hier werden die ca. 6600 Stuehle im Innnenraum mit Nummern verstehen, damit dann ab Dienstag jeder seinen Platz findet. Ddie Volunteers sollten diese Aufgabe eigentlich uebernehmen, wo sind sie?

 

Momentan probt gerade Anggun. Stimmlich ist das Ganze perfekt. Die Turnuebungen der Herren mit freiem Oberkoerper sind noch nicht so ganz perfekt. Die Hebefiguren sehen noch nicht so elegant aus. Da wir das finale Outfit noch nicht gesehen haben, koennen wir nur spekulieren ob der Kleidanhang, die gleiche Rolle wie beim Siegerlied 2003 spielen wird! Sorry, Horst

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Der Pressekonferenzsaal bei der deutschen PK war gut gefuellt. Roman war sichtlich nervoes, ein wenig ueberfordert und aufgedreht. In deutlichem "deutschen" Englisch beantwortete er die Fragen. Einmal musste sich der Leiter der deutschen Delegation Torsten Amarell einschalten. Eine azerbaidschanische Journalistin fragte, warum er hier vor Ort keinen nicht-deutschen Journalisten Interviews gewaehre. Amarell antortete ausweichend, dass er bereits im Vorfeld auch in auslaendischen Shows aufgetreten sei und Interviews gegeben habe, es stuende keine Strategie dahinter. Eine moegliche Arroganz, die in der Frage mitschwang, konnte Roman durch sein Auftreten jedoch wettmachen. Er sang "ganz spontan" - zufaellig war ein Gitarrist anwesend - "Standing Still" und erntete dafuer auffallend viel Beifall. Wirklich spontan stimmte er dann noch auf Bitte eines Journalisten "Conflicted" an. Ansonsten war zu erfahren, dass es sich nicht besonders fuer Fussball interessiert und an seinem Mikrofon-Tattoo "Never fearful always hopeful" steht.Wenn er gewinnt, moechte er eine Flasche Jaegermeister trinken. "Nicht auf Ex", wie er eilig nachschob. Markus

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Roman wird von einer aserbaidschanischer Reporterin gefragt ob er Eldar kennt? Er sagt das er Eldar kennt und ihn bei der WOK-WM getroffen hat. Fussball sei nicht so sehr sein Ding. In Baku will er vor allem sehr viel Spass haben. Mit Lena hatte er auch vorher gesprochen und ihr Rat: Bleib cool, sei Du selbst und singe dein Lied. Auf die Frage ob er auch "Standing Still" sei, wenn er gewinne, antwortet er, dass er dann eine Flasche "Jaegermeister" trinken werde. (Gelaechter bei den deutschen Vertretern!" Zum Schluss darf er auf Wunsch eines finnnischen Journalisten noch "Conflicted" singen. Horst

 

Lob 3  Lob 4 

 

Lob 5  Lob 7

 

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Mein persoenlicher Favorit ist Italien, also war ich gespannt auf die Probe. Nina Zilli steht auf der Buehne zunaechst ein wenig wie einst Gigliola Cinquetti, aber wenn die Musik losgeht, merkt man, dass in ihr sehr viel Energie steckt. Der Auftritt ist minimalistisch, was gut zur Ausstrahlung der Saengerin passt. Im Hintergrund hat sie zwei Saengerinnen und einen Saenger, die zunaechst links von ihr standen, im letzten Durchlauf aber auf die rechte Seite verfrachtet wurden. Beides sah m. E. gut aus. Bin gespannt, fuer welche Variante sie sich entscheiden. Im Hintergrund laufen in Schwarz-Weiss permanent Muster der Opart. Fuer mich war das sehr stimmig - und die Frau hat echt eine Roehre und wuppt die Nummer ganz allein. Toll.

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Und waehrend ich das schreibe, macht sich der Gastgeber auf der Buehne bereit. Schneewittchen oder weisser Schwan aus Schwanensee singt mit azerischer weiblicher Landbevoelkerung direkt vom Kartoffelausgraben importiert.... sieht jeden Fall auf den ersten Blick so aus! Bis spaeter
Joerg

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Anggun sagt, dass sie seit 5 Monaten mit dem Gedanken an den ESC einschlaeft und aufwacht. Bruno Berbier stellt ausfuehrlich alle Mitglieder des Teams vor, wobei er ausschweifend auch den Werdegang der Taenzer beschreibt. Weiter sagt er, dass es dieses Jahr erstmals einen europaweiten Einsatz eines franzoesischen Beitrags vor der Eurovison gegeben haette. Eine Diaet hatte sie momentan wegen des Stresses nicht noetig, da sie momentan keine Zeit zum Essen haette, was ja auch nicht sehr gesund sei. Von Aserbaidschan haette sie bisher wenig gewusst und auch erst durch den Sieg von Ell & Nikki im vergangnen Jahr haette sie sich mehr mit dem Land beschaeftigt. Sie sagte sie haette eine Eigenart: In jedem von ihr gedrehten Video sei ein Tier, am Liebsten ein exotisches aufgetaucht. Das Video von "You and I" sei mit einem israelischen Team entstanden. Zum Abschluss der Pressekonferenz gibt es noch eine Tanzeinlage.

 

FRA

 

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Momentan absolviert Spanien gerade seine Probe bevor Engelbert dann den Abschluss macht. Die Proben sind um fast 2 Stunden verspaetet. Seit 19.00 Uhr (hier) ist der offizielle Empfang des Buergermeister im Euro-Club. Von diesem Empfang werden wir dann morgen berichten.

Pastora singt ihren Song ohne stimmliche Probleme, aber leider ist mir das Lied zu altbacken!
Ueber das Outfit laesst sich momentan noch nichts sagen, da dies die erste Probe ist.

Horst

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Hier nochmals eine Info fuer alle, die ein Fan-Ticket-Packet bestellt haben. Ticketmaster haben heute eine E-Mail an alle Besteller verschickt. Diese Mail betrifft alle, die kein Fan-Ticket-Packet bestellt haben! Die Fan-Ticket-Pakete werden von Elvira und mir verteilt. Sobald wir die Infos haben wann wir die Tickets bekommen melden wir uns sofort bei Euch per Mail und auch im Forum hier
Wir koennen auch nur auf die Infos reagieren die wir hier vor Ort bekommen!
.... alles wird gut.... wir tun unser Bestes, damit wir Euch alle zufrieden stellen koennen.... Horst

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Da es jetzt dringend Zeit wird, zum Welcome Empfang zu gehen, der schon angefangen haben muss, werde ich morgen Vormittag von Spanien und UK berichten. Nur kurz zur Orientierung: Spanien bringt gesanglich eine sensationell gute Nummer. UK ist dagegen optisch und gesanglich eher in der tragischen Liga....
So long
Joerg

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Die erste Probe von Engelbert laeuft gerade. Das Buehnenbild ist schlicht gehalten. Er wird von einem sitzenden Gitarrenspieler und einem tanzenden Paar umrahmt. Es scheint so, das Engelbert die Puste ausgeht. Die hohen Toene versemmelt er komplett und bei der dritten Probe hat er stimmliche Probleme. Hoffen wir mal, das das bei den kommenden Proben besser wird, ansonsten sehe ich die Briten am Samstag ziemlich unter ferner liefen....

 

GBR

 

Mit diesem Statement moechte ich mich ziemlich geschafft fuer heute von Euch verabschieden. Ich wuensche Euch einen schoenen abend! Wir melden uns dann morgen wieder mit Info's zur offiziellen Eroeffnungsparty.
Horst

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Komme gerade vom offiziellen Empfang. Die Eröffnungsparty wurde nicht vom Bürgermeister der Stadt, wie sonst üblich, sondern von Jon Ola Sand eröffnet. Es gab ein Wiedersehen mit Ell & Nikki und Alexander Rybak. Anschließend traten dann Künstler des diesjährigen Wettbewerbs auf. Da wir mal wieder gerade aus dem Pressezentrum kamen und keine Zeit für Abendessen, hatten wir uns auf Essen beim Empfang gefreut, aber das war wohl nix. Ausser Bier, Wein und Softgetränken gab es nichts. Selbst ein Saft musste mit 3 Manat bezahlt werden. (Soweit erst mal: bin jetzt müde da wir ja schon 3 Stunden weiter sind und deshalb melde ich mich morgen früh mit Bildern hier wieder!) , Horst

 

 


 

SONNTAG, 20. MAI 2012

 

Der Administrator hat ja schon den Stream gepostet. Dennoch von mir mein persoenlicher despektierlicher Kommentar zur letzten Probe des gestrigen Tages: UK! Engelbert hat eine Frisur, die man kaum beschreiben kann, mit Koteletten so buschig, dass sich ein Nagetier darin wohlfuehlen wuerde. Und dann die Klamotten! Das mag unglaublich spiessig klingen, aber ich finde, dass sich ein 76-Jaehriger zwar nicht in orthopaedische Struempfe oder in Kleidung der Farben Hornhaut und Kassler werfen muss, aber wie ein 20-Jaehriger muss man sich nun auch nicht gerade anziehen. Unpassend in jeder Hinsicht. Gesanglich war das auch eher grottig. Dabei hat Engelbert die Kraft und die Hoehe in den Toenen. Leider lag er immer zum Teil sogar richtig deutlich daneben... Das Setting des Songs ist schoen. Ein Gitarrist auf Hocker und ein tanzendes Paar. Bisweilen etwas kitschig, aber unaufdringlich. Man kann ihm nur die Daumen druecken, dass er seine Toene noch in den Griff bekommt und man ihm etwas Vernuenftiges anzieht. Da er die Eroeffnungsnummer am Finalabend ist, wird ansonsten der eine oder andere direkt den Ausschaltknopf druecken...
Ganz anders Spanien. Das Lied ist vielen zu altbacken, zu sehr 70er oder 80er....Ja, das stimmt auch. Und wer so was nicht mehr hoeren will, hat mit diesem Beitrag auch ein Problem. Was man aber neidlos anerkennen muss, ist die Kraft in der Stimme Pastoras. Die hat gestern so stimmgewaltig gesungen, dass die Frisuren der Journalisten gefuehlte drei Meter nach hinten flogen. Und dabei hat sie m. E. noch nicht mal alles gegeben. Quedate Conmigo wird begleitet von fuenf Backgroundsaengerinnen, die erst im Laufe der 2. Haelfte des Songs auf die Buehne kommen. Sehr dezent. Mir gefaellt's.
So - und nun auf zur ersten Probe des Tages: Estland!

Man konnte es ja nicht anders erwarten - es gibt wieder eine Verzoegerung, und zwar bereits VOR der ersten Probe. Um eine ganze Stunde! Der Intervall-Act mit folkloristischem azerischen Nachwuchs haengt... die Kamerapositionen sind noch nicht richtig festgelegt, dann noch mal trommeln und huepfen in bunten Kleidern... und evtl. irgendwann mal die estnische Probe.
auf dem Weg zur Halle heute nur eine Kontrolle, kein Taschenoeffnen und ein LAECHELN des beigen Security-Manns... und beim Einlass ins Pressezentrum musste nicht mal ein Probefoto mit der Fotokamera gemacht werden...
Aserbaidschan bleibt sich treu - jeden Tag etwas anderes. Reichlich willkuerlich.
Joerg

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Ja, die "Welcome Party" war von schon etwas ganz Besonderes. Freies Essen und Getraenke waren angekuendigt, das war, wie soll man sagen, irgendwie schon und irgendwie auch nicht so. Und damit irgendwie typisch Aber dazu spaeter. Ab 19:30 Uhr stand ich am roten Teppich, um mir den Einlauf der Delegationen mal anzuschauen. Um 19:00 Uhr sollte es losgehen. Wie ich hoerte, lag da noch kein roter Teppich. Aber an schnelle Improvisationen hat man sich hier ja gewoehnt.

Es gab zwei Zuschauerbereiche, einer fuer die akkredetierte Presse und einer fuer nicht-Akkredetierte. Dort standen ca. 100 Einheimische und jubelten insbesondere Roman und Jedward zu. Insgesamt haette ich aber mit mehr Andrang von Presse und Zuschauern gerechnet. Einige Bereiche wurden offenbar noch mit Volunteers und eilig herbeigebrachten Fahnen aufgefuellt.

Die Stars und Sternchen schritten den roten Teppich entlang und wurden direkt vom einheimischen TV zu einem Interview abgefangen. Ein paar Meter weiter begruessten sie Nikki, sowie die Moderatoren Ell, Leyla Aliyeva und Nargiz Berk-Petersen. Den Damen war es in ihren Abendkleidern sichtlich zu kuehl, da der Wind auffrischte. Bei Romans Ankunft kreischte es aus der Menge der Azeris. Vermutlich weibliche Teenies, wir hatten ja schon mal geschrieben, dass er bei den jungen Maedels hier gut ankommt. Gerechterweise muss man sagen, dass der Kreischpegel bei Jedwards mindestens genau so hoch war.

Und die Fashion? Augenfaellig waren bei den Damen wuchtige High-Heels, mit denen man ohne Weiteres jemanden erschlagen koennte. Bei den Herren sind enge Hosen Pflicht, dazu gepflegte Schuhe, aber bitte strumpflos.

Die Anzahl an - sichtbaren - Sicherheitskraeften hielt ich fuer angemessen. Da hatte ich mit mehr gerechnet. Bei Einlass in den Euroclub wurden wie gewohnt die Taschen durchleuchtet und man musste eine Sicherheitsschleuse passieren. Die Sicherheitskraefte waren hier schlicht vom Andrang ueberfordert. Selten wurde ein Blick auf den Monitor mit den durchleuchteten Taschen geworfen.

Der offizielle Teil der Party wurde von Jon Ola Sand eingelautet. Etwas irritierend, kein Oberbuergermeister, keine Schirmherrin. Moeglicherweise ein geschickter Schachzug, um jeglichen Zusammhang zur Politik nach Aussen hin zu vermeiden!

Wir holten uns zunaechst mal ein paar Getraenke, und schon nahm die Verwirrung ihren Lauf. In der Einladung war von kostenlosen Getraenken und Snacks die Rede. Ich bestellte eine Cola und einen Weisswein und bezahlte nichts. Stephan bestellte eine Cola und einen Weisswein (genau, das Gleiche!) und musste zehn Manat bezahlen. Geruechte machten die Runde, ob und wenn ja welche Getraenke denn nun kostenlos seien. Schilder gab es nicht und die Kommunikation mit der Thekenmannschaft war aeusserst schwierig. Macht auch nichts, denn eigentlich wollten wir ja etwas essen, da wir vorher nicht mehr dazu gekommen waren.
Die Suche nach einem Buffet begann und blieb erfolglos. Angeblich wurden Kellner mit Haeppchen gesehen, die sie herumreichten. Fehlanzeige. Im improvisierten "Restaurant" im Untergeschoss war es brechend voll und da hatten wir ja schon am ersten Abend schlechte Erfahrung gemacht. Wir ueberlegten schon zu gehen, so wir zum Beispiel Jedward.

Aber wir schauten uns zunaechst die Auftritte einiger Kuenstler mit ihren diesjaehrigen ESC-Songs an. Die Stimmung war recht gut, allerdings stand nur eine ueberschaubare, feiernde Menge vor der Buehne. Sogar Roman trat auf! Damit hatten wir gar nicht gerechnet, da die deutsche Delegation sich in den letzten Jahren eher rar gemacht hat. Immerhin war diesmal der einzige der BIG 5! Seeeehr speziell war Montenegros Rambo Amadeus. Sein Song "Euro Neuro" konnte man in dem, was ehr live spielte nicht erkennen. Aber er ist ja fuer seine Improvisationen bekannt. Seeeehr Geschmackssache.

Nach den Auftritten versuchten wir nochmal unser Glueck im "Restaurant". Und tatsaechlich hatten wir einen Tisch - und fast noch wichtiger - einen Kellner erwischt. Die wuselten zwar haufenweise herum, organisiert sah das aber nicht aus. Also bestellten wir "Spaghetti Bolognese" und vier mal "Pizza Pollo". Wir bekamen eine kalte Lasangne und vier mal Cheeseburger mit Pommes. Ah ja, dafuer aber sehr schnell. Die Lasagne konnten wir noch umtauschen, fuer die Cheeseburger waren wir dankbar, hauptsache was zu essen Wir hatten ja noch Glueck. Wie wir hoerten wurden andere VOR uns schon abgewiesen, da die Kueche schon geschlossen sei!? Kaum hatten wir bezahlt, kam Elvira vorbei. "Wie, ihr habt bezahlt?" Fuer andere waere das Essen frei gewesen! Ok, das muss man hier nicht alles verstehen, aber wir waren endlich satt.

Also auf zur Tanzflaeche, denn DJ Ohrmeister war angekuendigt. Denkste! Sein Einsatz wurde gestrichen, also wieder keine ESC-Musik zum Abtanzen. Sehr schade! Markus

 

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Zilli 

 

Nilli Zilli im Interview

 

Anmary

 

eine sehr offenherzige Anmary...
 
 
Joan

 

Joan... from the "Fetherland"

 

Rybak

 

Alexander Rybak... so wie wir ihn lieben...

 

Pastora

 

Pastora.... so theatralisch wie ihr Lied

 

Ivi

 

Ivi in Pose....

 

Sabina

 

Sabina darf natuerlich nicht fehlen...

 

Sofi

 

Sofi aus Bulgarien...

 

Markus Jörg

 

Markus und Joerg im Partygewuehle...

 

Soluna

 

 Soluna auf der Bühne...

 

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Bevor ich in zwei Stunden leider das Gelaende mit Markus verlassen muss, weil wir nach Deutschland zurueck muessen, lege ich mich mal flugs persoenlich fest. Meine 12 Punkte gehen dieses Jahr an Estland (Und die 10 dann wohl an Italien...). Ott Lepland legt hier eine tolle Probe nach der anderen hin. Er steht nach wie vor fast allein auf der Buehne, nur seine Backgroundsaengerin steht schraeg hinter ihm. Beide stehen im Lichtkegel eines Spotscheinwerfers, bevor dann im 2. Teil die Musik anschwillt und sich auch der zunaechst dunkle HIntergrund in buntes Allerlei mit fliegenden Rosenblaettern verwandelt. Das nimmt man auf den Monitoren aber kaum wahr, weil Ott Lepland ueberwiegend - wie gestern auch Roman Lob - hauptsaechlich in Close Ups gezeigt wird. Gut so. Ich hoffe, dass der Song zumindest ueber die Jurys ins Finale kommt.


Dagegen ist mit der Slowakei zumindest vom Outfit her das Glamrock-Zeitalter zurueckgekommen. Dabei schreit dieses slowakische Wesen die ganze Zeit seinen rockigen Titel ueber die Buehne, als haette es einen Darmverschluss. Im Gesicht ist Max Jason May eher die verunglueckte Version einer slowakischen Transe. Bei diesem Lied wird einem irgendwie klar, warum jener Schlachter-Horrorfilm "Hostel" nur in der Slowakei spielen kann. Entsetzlich! Meine Pistazienkerne verschliessen sich gerade wieder, wenn sie diesen Wahnsinn hoeren....aaaaaaaaaaaaarrrrghhh....!!!!!!!!!
Joerg

 

Max Jason

 

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Ach, was soll ich denn da noch zu gestern schreiben. Die "Earlybirds" haben es mir ja schon geradezu vorweg genommen.
Nein, der Empfang zaehlt nicht zu den schoensten, die wir bislang hatten. In meinem Ranking bleibt da Oslo auf Platz eins!
Auf der einen Seite ist es ja sehr fuersorglich, nicht so viele Kohlehydrate auf die Nacht anzureichen, aber mit Loch im Bauch feiert es sich ja auch nicht sooooo dolle!
Dafuer waren alle da. Und da gab es echt einige ganz charmante Teilnehmer. Joan Franka zum Beispiel, die war sehr herzlich. Die Jedwards kasperten natuerlich wie immer rum und da ich diesmal ganz nah neben ihnen stand, habe ich auch gesehen, dass da kein Bartwuchs vorhanden ist. Durch das Puder schimmerte so ein bisschen Kinn-Flaum. Ich kann gar nicht glauben, dass die beiden aelter als 15 sind.
Die Lettin (Beautiful Song) hatte einen Ausschnitt mit Quarktaschen-Einblick, da wurde nicht mit Reizen gegeizt.
Aaaaaber, the one and only Roman war der Held am roten Teppich. Als er aus dem Bus stieg, krischen alle weiblichen Azeris. Ich dachte, ich seh und hoere nicht richtig. Und das dollste, Roman ist auch gleich zur Masse hin und hat sich den Fans gewidmet, sehr zugewandt, was uns in den letzten beiden Jahren von unserer Teilnehmerin ja sehr verwehrt blieb.
Und der Slowake wurde von mir gar nicht erkannt, da er aussah wie eine Frau, aber ungelogen!!!! Metrosexuell ist ja das eine, aber dieses Make-up und die leichte Dauerwelle sorgten fuer eine ungewollte Tarnung und dabei ist er ja als Mann ein rechter Hingucker!
Ganz unter den Fittichen von Christer Bjoerkmann stand uebrigens Loreen. Als ich ein Foto mit ihr machen wollte, hat sie Christer erst mal gefragt, ob das ok sei. Mir war sie echt ein bissl zu abgefahren geschminkt. Ich glaube die Alte ist auch einfach ein bissl durchgeknallt.
Der Georgier wirkt uebrigens fast so, als haette er auf das ganze hier keinen Bock. Aber ich sehe es schon kommen, der kommt am Ende doch wieder ins Finale.
Und sehr zugewandt ist auch Ott Lepland. So ein charmanter Teilnehmer. Wenn der ne gute Startnummer bekommt, wird er der haerteste Konkurent fuer Roman Lob.

Mit Roman hatte ich gestern uebrigens auch ein kurzes Interview. Seine Lieblingslieder sind uebrigens Schweden, Norwegen und Daenemark.

Bernd Ochs

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Wie schon gesagt, praesentiert sich Ott sehr selbstsicher und souveraen. Gefragt nach seinem Geburtstag gibt er erst an ihn nicht gefeiert zu haben. Sein Head Of Delegation erinnert ihn daran, das er ja gestern noch ein Konzert gegeben habe. Alles lacht: er versichert nicht betrunken gewesen zu sein und es einfach nur vergessen zu haben, aber ansonsten habe er ihn sehr ruhig, also anders als sonst gefeiert. Sein Lied wurde zusaetzlich in englisch, spanisch und russisch aufgenommen. Er hat sich fuer estnisch entschieden, da er sich gefuehlmaessig in dieser Sprache am Besten ausdruecken koenne und auch die Zuschauer in Estland diese Version gewaehlt haetten. Heute praesentierte er sein Lied zudem in verschiedenen Abwandlungen. Er will im Halbfinale spontan entscheiden ob er eine solche Abwandlung einsetzt. Horst

 

Ott PK


 

Max Jason Mai sagt, dass er die zweite Probe gut fand und sich jetzt heimich auf der Buehne fuehle. Probleme habe er nur mit den Haaren, da er keinen Stylisten habe und es heute morgen irgendwie nicht so richtig hinbekommen habe. Er wird gefragt ob sie als Rock'n'Roll-Band nicht lieber live singen wollen. Er bedankt sich fuer die Frage und sagt, dass dies mit ein Grund sei weshalb sie nicht frueher in anderen Laendern bei Vorentscheidungen und Veranstaltungen aufgetreten seien. Ansonsten gibt keine Neuigkeiten.... Horst

 

May PK

 

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So, waehrend gerade die Litauische Probe mit Love is Blind und Augenbinde auf, Augenbinde ab ueber die LED-Wand flimmert, muessen Markus und ich uns leider verabschieden aus dem Pressezentrum. Die Woche ging schnell herum, eigentlich viel zu schnell. Wir freuen uns dann auf die Semis und das Finale am Bildschirm in Deutschland und sagen Danke fuers Lesen.
Bis irgendwann mal wieder
Joerg

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Ich sage Danke! Es war schön, von euch zu lesen, das hat mir das Zuhausebleiben doch etwas erleichtert , kommt gut zurück, bis nächste Woche! Michael

 

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Hallo aus Baku,

dann kurz auch noch einmal meinen Senf zum gestrigen Abend und dem bisherigen Probentag:

War ganz nett auf der offiziellen Eröffnung im EuroClub. Ein Buffet gab es nicht, Bier war frei, andere Getränke musste man anscheinend bezahlen. Für eine Cola wollten die 3 Manat... dann eben Saufen... mit leerem Magen... Da kam wenigstens etwas Stimmung im EuroClub auf. Mit die beste Kondition hatten übrigens Vorjahressieger Eldar Qasimov und der türkische Verteter Can Bonomo...

10-15 Landesvertreter traten auf, darunter die Trackshittaz und Roman Lob. Der Junge macht seine Sache wirklich gut, er und "Standing Still" kommen in Baku erstaunlich gut an. Roman geizt nicht mit Lächeln und begegnet den anwesenden Journalisten trotz seiner offensichtlichen Mühe mit der englischen Sprache mit einer Menge Charme. "He is so cute", sagte eine britische Journalistin nach einem kurzen Interview mit ihm. Und das ist er.

Nachdem er aus dem Delegationsbus gestiegen war, drehten die Azeris, die auf einem kurzen Abschnitt ein wenig abseits des Roten Teppichs standen, komplett durch. Die Mädels haben ihn an sich gerissen, umarmt und sogar zu Romans Überraschung geknutscht. Von den anderen Teilnehmern wurde nur Jedward von der einheimischen Jugend ähnlich stürmisch begrüßt. Die meisten Künstler beachteten die Azeris aber auch nicht wirklich.

Die angekündigte PR-Offensive der deutschen Delegation trägt übrigens Früchte... oder Fahnen. Fleißig wurden "Vote for Roman"-Fahnen verteilt, die man überall im Pressezentrum und bei der Eröffnung gesehen hat. Viele Fans und Journalisten vor Ort haben "Standing Still" in ihrer Favoritenliste. Ob es dann am allerdings am kommenden Samstag beim Finale etwas wird? Ich bin nur vorsichtig optimistisch und rechne aktuell mit einem Platz im Mittelfeld. Eine endgültige Prognose wird man aber wohl erst Freitagabend abgeben können.

Mütze oder keine Mütze beim Finale? Nach eigenen Angaben wird Roman beim Finale höchstwahrscheinlich MIT Mütze auftreten. Ist ja auch sein Markenzeichen. Ich habe ihn hier noch nicht ohne Mütze gesehen und das bei knapp 30 Grad...

Das Bayern-Spiel wurde übrigens auch im azerischen Fernsehen übertragen. Wir hüllen den Mantel des Schweigens darüber.

Kurz zu den Proben heute: Der Este macht einen klasse Job und wird bei guter Startnummer auch im Finale weit oben landen. Was für eine Stimme... Potenzieller Jury-Liebling... Den Slowaken sehe ich nicht so kritisch wie manche andere. Ich mag die Nummer, die Performance ist auch nicht schlecht und auch Freunde der nackten Haut werden auf ihre Kosten kommen... Dass bei so einer Nummer nicht jeder Ton sitzen kann, sollte klar sein. Das Töne treffen ist auch das Problem von Tooji. Tanzen und Singen... das klassische Eric-Saade-Problem... Dass er eigentlich singen kann, bewies Tooji mit einer Akkustik-Version von "Stay" auf seiner PK. Ich mag den Beitrag, ich hoffe, er kommt ins Finale, obwohl das bei dem ost-lastigen zweiten Semi keine Selbstverständlichkeit ist. Pyro-Technik ist in der Halle offenbar nicht erlaubt, alle Acts, die ich bisher gesehen habe, kommen ohne aus... Bei dem Tankstellengeruch neben der Crystal Hall vielleicht auch besser so...

Bosnien finde ich ein wenig langweilig. Die Künstlerin, die sich während der Nummer vom Flügel zum Vordergrund der Bühne bewegt, erscheint mir spröde. Litauen habe ich eben nur kurz aus dem Pressezentrum aus gesehen. Not my cup of tea, aber die Inszenierung mit Sichtschutz und tanzenden Menschen auf der Videowall hat schon etwas... Bin nun auf die Big 5 und den Gastgeber gespannt...
Benni

 

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Engelbert hat gerade seine zweite Probe hinter sich gebracht. Das klang alles schon besser als gestern, jedoch im zweiten Teil des Liedes wird es duenn und das Ganze hoert sich etwas schraeg an. Mal schaun wie es wird, vielleicht wird es ja noch besser.
 

Engelbert 

 

Engelbert... heute mal altersgemaess gekleidet...

 

Waehrend ich auf PK von Engelbert warte, laeuft gerade die 2. Probe der Italiener. Nina traegt ein dunkblau glitzerndes Kleid. Die Mimik und Gestick is okay, nur ist mir der Titel doch etwas zu statisch auf der Buehne praesentiert. Da fehlt mir ein Taenzer. Die 3 Backgroundsaenger sind mir da zu wenig. Da schaun ob da noch was kommt.

Der zweite Probendurchgang der Franzosen geht fluessig ueber die Buehne. Souveraener Vortrag von Anggun und gute Tanzeinlagen.

Engelbert macht erwartungsgemaess eine routinierte PK. Eine schwedische Journalistin sagt, ihn nicht zu kennen. Als Joke faengt er an zu jodeln und sie korrigiert: Schweden nicht Schweiz. An Infos gibt es wenig Neues. Auf dieser "nicht kennen-Nummer" reitet er herum, als er alle sein Erfolge aufzaehlt. Die Frage wie die BBC dazu kam Engelbert zu nominieren, beantwortet der Head Of Delegation so, dass man etwas Außergewoehnliches gesucht habe und da sei Engelbert die richtige Wahl gewesen, da er genug Erfahrung habe. Ich denke, da gab es aber auch andere mit genuegend Erfahrung... Engelbert wiederum sagte, er waere in frueheren Jahre fuer England gestartet, sei aber nie gefragt worden. Was sagt uns das...

 

Engelbert PK

 

Momentan flimmert hier gerade die 2. Probe der Azeris ueber den Flatscreen. Die Begeisterung hier in der Halle ist sehr gross, da genuegend Einheimische Journalisten anwesend sind. Sabena traegt ein gelbes Kleid und das Motto: "Light your fire" scheint sich auch auf ihrem Kleid widerzuspiegeln.

 

Pressezentrum 

 

Nina bestreitet ihre Pressekonferenz komplett in einwandfreiem Englisch, da ihre Eltern sie als Kind zum Lernen der Sprache nach Irland schickten. Mit 18 Jahren ist sie dann nach Detroit gegangen. Der Grund weshalb ihr Titel so viele englische Textpassagen aufweist: Sie moechte das moeglichst viele Leute ihre Texte verstehen und italienisch wird nun mal nicht von so vielen verstanden. Die Entscheidung ihren Titel zu wechseln sei ihr sehr schwer gefallen, letztendlich habe sie sich aber dann fuer den Titel ihres neuen Albums entschieden. Erwartungsdruck von seiten der Fans verspuere sie keinen. Lediglich vor ihrem Auftritt sei sie nervoes und habe die beruehmten Schmetterlinge im Bauch. Ihr Motto: Che sara, sara.... Ihre Lieblingssaengerin sei Nina Simone von der sie dann auch "I Got" singt. Der Head of Delegation verspricht im Falle eines Sieges den kommenden Contest auzurichten, was beim anwesenden Publikum fuer Begeisterung sorgt..... Horst

 

Nina Fotowand

 

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Leider immer noch nichts Neues in Sachen Fanticketpakete. Ich soll sie morgen bekommen, weiss aber immer noch nicht wann und kann daher auch noch keinen Uebergabetermin und -ort mitteilen. Elvira

 

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Der erste Durchlauf, wie zu erwarten, ohne stimmliche Probleme. Er traegt eine beige Hose und weises T-Shirt mit unifarbenem grauen Hemd. Fuer den zweiten Durchlauf wird jetzt das Unifarbene Hemd mit dem "Holzfaellerhemd" und schwarzer Muetze getauscht.... Dritter Durchgang jetzt mit unifarben blauem Oberteil.... und grauer Muetze...

Gleichzeitig laeuft hier momentan die PK der Azeris. Elvira ist jetzt da mal hin...

Auch der dritte Durchgang, den ich heute hier am Flatscreen mir anschaue, kommt gut rueber. Mit persoenlich hat am Besten sein erstes Outfit gefallen. Mal schaun fuer was man sich letztendlich entscheidet....
Vor der dritten Probe gab es technische Probleme. Vierter Durchgang mit grauer Muetze und jetzt nur im blauen T-Shirt. Naechster Durchlauf jetzt im weissen T-Shirt und schwarzem Hemd darueber....
Vielleicht zeigt der NDR ja Fotos vom Outfit und laesst die Zuschauer ueber das Outfit abstimmen Hoffentlich kein schlechtes Omen, das die Proben bisher so gut laufen....   Horst

 

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Noch mal einen guten Abend aus Baku!

Roman hat seine zweite Probe absolviert. Trotz einer rund viertelstündigen Unterbrechung wegen technischer Probleme vor seinem ersten vollständigen Durchlauf hat er sich nicht aus der Ruhe bringen lassen (er setzte sich ans Schlagzeug und alberte mit seiner Band, also die die mit ihm auf der Bühne steht, herum) und nicht einen einzigen schiefen Ton gesungen. Zumindest hat man ihn in der Halle nicht gehört. Vor jedem Durchlauf wurde, wie bereits geschrieben, das Outfit verändert. Da herrscht offenbar noch Unentschlossenheit. Die Probe war die letzte Delegationsprobe des Abends, somit war sie leider nicht wirklich gut besucht.
Man kann von „Standing Still“ nun halten was man will, aber Roman Lob ist ein würdiger deutscher Teilnehmer, auf den man stolz sein kann (da hatten wir ja schon andere…).

Hinter Pastora Soler aus Spanien, die vor Roman startet, wird er es aber nicht einfach haben. Pastora singt wie eine Göttin und wurde von den zahlreichen spanischen Fans und Journalisten frenetisch gefeiert. Anfangs steht Pastora im Scheinwerferlicht, zum ersten Refrain hin, wird der Hintergrund blau und sieht aus wie eine Scheibe, auf die Regen prasselt. Beim letzten Refrain dann wird die Leinwand kupferfarben, der Background taucht auf, die Windmaschine kommt zum Einsatz. GÄNSEHAUT!!! Auf der PK gab es dann zweimal Standing Ovations, einmal beim Einlass und nachdem Pastora ein spanisches Lied angestimmt hatte. Ich finde, Spanien und seine verrückten lauten Fans hätten einen Sieg beim ESC nach langer Durststrecke mal wieder verdient, aber da müssen Jury und Anrufer auch mitspielen… Wenn Europa Herz besitzt, gewinnt das… Aber wahrscheinlich heißt es Samstagnacht dann doch eher „Party – Boom – Boom“… Je weniger sich ein Favorit herauskristallisiert, desto wahrscheinlicher wird das Szenario Moskau 2013...

Sabina Babayeva wurde von ihren Landsleuten ebenfalls gefeiert. Ihr besonderer Gag: Sie trägt ein weißes Kleid, das beim finalen Refrain in gelb, orange und rot angestrahlt wird. Sieht in der Halle beeindruckend aus. Auch stimmlich passt es.

Wenig zu meckern gibt es auch bei Nina Zilli. Tolles Lied, tolle Performance, aber irgendwas fehlt mir… Trotzdem habe ich das Gefühl, dass das viele Punkte bekommen wird. Anggun aus Frankreich besticht durch seine Akrobaten im Hintergrund. Wer achtet bei der Turnerei schon auf das Lied… Bei Engelbert hatte ich bei den Kommentaren zur gestrigen Probe das Schlimmste befürchtet, was ich nach dem ersten Durchlauf auch bestätigen konnte. Aber der ältere Herr steigerte sich von Probe zu Probe. Am Ende hörte sich das schon nicht so schlecht an, wenn denn das Timing stimmte. Begleitet wird Engelbert, der die meiste Zeit in einem Lichtkegel steht, von einem Gitarrenspieler und einem Tanzpaar…

Um die Arena herum schreiten die Bauarbeiten übrigens voran. Mittlerweile sind ungefähr 100 Meter vor der Halle Ticketscanner aufgestellt worden, morgen ist dann bestimmt auch der Bulvar am Kaspischen Meer vollständig begehbar. Aktuell muss man am Platz mit der Nationalflagge vorbei auf das Gelände. Ohne Akkreditierung kein Zugang. Das ist ein Hochsicherheits-ESC oder Hochkontroll-ESC. Jeder so, wie er es mag. Muss man nicht gut finden, gibt einem aber doch ein bisschen das Gefühl von Sicherheit.

Die ausländischen Gäste scheinen in der Stadt sowieso gern gesehen. Wenn die Einheimischen eine Akkreditierung um den Hals baumeln sehen, bekommen sie große Augen, kurbeln zum Teil auch das Autofenster herunter und rufen einem „Welcome to Azerbaijan“ zu oder grüßen freundlich.

Nachdem ich zu Fuß von der Halle zum Hotel gegangen war und ich keine Lust auf Israels Party im EuroClub hatte, entschloss ich, mich unter die Einheimischen zu mischen und noch eine Runde durch die historische Altstadt zu gehen und dann eventuell der EuroVillage einen Besuch abzustatten. Der Sonntag bei den Azeris scheint so etwas wie der Samstag in Mitteleuropa zu sein. Die Straßen sind voll mit Menschen. An einer Dönerbude wurde ich aber von zwei azerischen Studenten angequatscht. Da ich eh noch Hunger hatte, kamen wir ins Gespräch und die Pläne wurden schnell über den Haufen geschmissen. Stattdessen zeigten mir die Jungs einige nette Parks in der Umgebung mit Beleuchtung, Wasserfällen und allem PiPaPo.

Trotz der negativen Berichterstattung der deutschen Medien von Aserbaidschan, sind Europäer und insbesondere Deutsche sehr beliebt in Gastgeberland 2012. Sie hätten zwar andere Pläne, aber es sei ihnen eine Ehre Europäern ihr Land näherzubringen. Das Englisch der Jungs war im Übrigen gar nicht so schlecht. Kommunikation mit Personen über, sagen wir mal 40, ist hier sprachlich nicht möglich. Sie fühlen sich wohl in ihrem Land, obwohl ich den Eindruck habe, dass die Bevölkerung von der hohen Polizeipräsenz und ihrer Willkür recht eingeschüchtert sind. Auf meine Behauptung, dass man hier aber nicht alles fotographieren solle, kam nur ein kurzes Nicken. Gut finden sie, dass in Baku Verbrechen nicht vorhanden seien. Seit der Unabhängigkeit zur Sowjetunion soll es nur einen Amoklauf eines Georgiers an der Universität gegeben haben und sonst keine Vorkommnisse. Wer weiß, ob das stimmt…

Wenn man die politische Situation ausklammert, ist Baku in jedem Fall eine Reise wert. Eine sehenswerte Stadt mit vielen netten Menschen, die dankbar sind, dass Europa auf sie schaut. Ein mulmiges Gefühl bleibt aber.

Morgen und die kommenden Tage werde ich versuchen, mehr von der Stadt zu sehen. Dann stehen die erste Durchlaufprobe und das erste Event vor Publikum an. Ich bin gespannt, wie sich das anfühlen wird. Da muss die deutsche Party, die morgen im Otto Efes Beer Cafe (wo das zum Henker auch sein mag) stattfindet, für mich leider ausfallen. Zweiteilen geht ja leider schlecht.

Gute Nacht aus Baku und Gruß in die Heimat,

Benni

 


 

MONTAG, 21. MAI 2012

 

Guten Morgen und Salam aus Baku,

heute morgen etwas spaeter, da es keine Einzelproben gibt und wir heute mal etwas laenger schlafen wollten. Zudem steht uns heute noch die Ticketausgabe an die Fans bevor. Es tut uns Leid, das wir noch keine Info's hierzu weitergeben koennen, da wir eigentlich um 13.00 Uhr die Tickets bekommen sollten, aber immer noch nichts passiert ist. Fuer uns hier in der Halle ist das nicht so tragisch, da wir uns gegenseitig austauschen koennen. Weniger schoen ist es fuer die nicht akkreditierten Fans, da sie wahrscheinlich wie auf "gluehenden Kohlen" sitzen und auf unsere Nachricht warten. Fuer sie ist der Tag einfach "versaut", da sie sonst nicht viel planen koennen. Wir haben das Problem, das wir zudem nicht wissen ob wir die Tickets einzeln oder aber als Paket bekommen. Wenn wir sie einzeln bekommen haben wir noch etwas Arbeit und muessen die Pakete erst noch zusammen stellen! Soweit dazu....
 

Gestern abend waren wir zu Ralph Siegel ins Hotel eingeladen. Anlaesslich seines 3fachen Jubilaeum's: 40 Jahre beim Eurovision Song Contest (erste Teilnahme mit Edina Pop 1972 "Meine Liebe will ich Dir geben", 6. Platz), 30 Jahre seit Nicole's erstem Sieg fuer Deutschland und der 20ten internationalen Teilnahme im Wettbewerb hatte er viele Fans, Journalisten und Wegbegleiter einschliesslich allen Mitstreitern seines diesjaehrigen Wettbewerbs um sich versammelt. Anders als bei der offiziellen Eroeffnungsparty gab es ein 4-Gaenge-Menue das uns nach dem langen gestrigen Tag in der Halle und dem Pressezentrum gut tat. Nach der Vorspeise eroeffnete er die Party mit einem Kinderchor aus Baku, die 3 Stuecke in aserbaidschanisch vortrugen. Ueber die 4 Flatscreens an den Waenden wurden nochmals (ohne Ton, haette mich auch nicht gestoert) alle national eingereichten Beitraege sowie internationale Sieger wiedergegeben, was mir dann auch wieder mal klar machte, das mich sich seine Lieder seit meinem Fan-Sein stets begleitet haben, verbunden mit vielen netten Erinnerungen an Stars und Sternchen die man mittlerweile vergessen hat.Natuerlich durfte die Promotion fuer Valentina nicht fehlen. Markus Luem, enger Mitarbeiter von Ralph Siegel, hatte sich den Videowettbewerb im Internet ausgedacht. Das Video mit den meisten Klicks auf You Tube stammt aus Island. Zum Abschluss spielte nochmals ein Ensemble aus Aserbaidschan tradionelle Musik.

Gegen Mitternacht machten wir uns mit dem Taxi auf den Weg in unser Hotel, ein Abenteuer wie an den Abenden zuvor. Welche Qualifikation die Taxi-Fahrer hier in Baku haben muessen ist mir ein Raetsel. Wie einige Abende zuvor sind wir wieder in der Stadt umher gefahren bis sich der Taxi-Fahrer entschloss an einem Hotel anzuhalten und dort nochmals bei der Security nachzufragen. Gluecklicherweise hatte ich einen Stadtplan in der Tasche und auch einen Prospekt unseres Hotels dabei. Den Securities zeigte ich dann wo wir hin wollten. Diese uebersetzen unserem Taxi-Fahrer in einem langen Gespraech dann wo er hin muss, was dann auch klappte. ( vergessen: hier beginnt der Orient... )
Alles in allem in netter Abend.
Vielen Dank,Ralph Siegel....

Horst

 

Einladung  

Plaza

 

das Monolit Plaza in Baku....

 

Dinner

 

unsere Runde im stilvollen Ambiente...

 

Siegel copy 

Ralph Siegel.... ein Eurovisions-Dino laesst sich feiern...

 

Preis 1

Ralph Siegel bedankt sich beim Team aus San Marino

 

Mädchenchor

 

die Nachwuchstars fuer Aserbaidschan von morgen?

 

Preis 2

Traditionelle Musik aus Aserbaidschan...

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Da wir etwas ausserhalb wohnen haben wir eine laengere Anreise in die Halle. Anfangs sind wir ca 25 Minuten zu Fuss zur Metro-Station gelaufen, 4 Stationen mit der Metro gefahren, dann wieder ca 15 Minuten zur naechsten Shuttle-Bus-Haltestelle gelaufen, mit dem Shuttle-Bus zum Flaggenplatz gefahren um dann dort mit einem Mini-Bus an die Halle zu fahren. Das kann dann schon mal 2 Stunden dauern, bis man da ist. Seit Ende der letzten Woche haben wir heraus gefunden, das wir mit dem Bus 14, nicht weit vom Hotel entfernt, direkt in die Stadt zur fahren koennen, bis zu einer Haltestelle, an der wir dann, nach entsprechender Wartezeit bis 30 Minuten, in den Shuttlebus umsteigen koennen.

 

Basar

 

Basar hinter der Haltestelle...

 

Bus

 

im Bus: Fahrpreis generell fuer alle Strecken 20 Kepik!

 

Bauboom

 

Baku... eine Stadt im Bauboom....

 

Kleinbus

 
Vollklimatisierter, neuer Kleinbus fuer die Fahrt ins Pressezentrum

 

Kriegsschiff

 

seit einigen Tagen wird die Halle von 2 Kriegsschiffen flankiert. Heute morgen waren auch Wachsoldaten zu sehen.... Die Sicherheitsvorkehrungen werden angezogen....

Da der Euroclub und die Parties hier nur fuer Akkreditierte zugaenglich sind , hier wenigstens Mal die Termine der auftretenden Kuenstler im Euro Village:

 

Plan

 

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Hallo und viele Gruesse aus dem Pressezentrum in Baku........

das ist jetzt der zweite Anlauf fuer den ersten Forums-Beitrag, der erste stuerzte eben ab......

Ich setze einfach mal an ersten Tag nach den Laenderproben ein. Heute habe ich den Tag fuer einen kurzen Altstadtspaziergang genutzt. Dieser startete an der Metrostation Altstadt (Icheri Sheher). Die Glaspyramide ist ein deutlich sichtbares Zeichen in der Stadt, man merkt den Stolz der Azeris auf die staedtische Metro.

 

Metro 1



metro 2

 

Das Metroeingangsgebaeude

 

Die Altstadt an sich macht weitesgehend einen herausgeputzten Eindruck. Bei meinem ersten Rundgang war sie mir fuer eine Altstadt viel zu proper, heute habe ich dann aber doch noch Ecken gesehen, an denen etwas getan werden muss

 

Altstadt 1  

Handlungsbedarf in der Altstadt....

 

Altstadt 2

        

        ansonsten sieht es eher so aus...eine sehr herausgeputzte Altstadtstrasse

 

Innerhalb der Altstadt liegt der Shirvanshah Palast, ich hatte aber heute keine Lust auf Eintritt und Fotogebuehr. Der Blick vom Eingangsbereich reicht ueber die Altstadt bis zu dem modernen neuen Wahrzeichen der Stadt, den Flame Towers.
 

Türme

 

Die Flame Towers

 

Tor 2

 

am Shirvashan Palace

 

Der Weg ging durch die Altstadt weiter bis zum Jungfrauenturm am westlichen Rand der Altstadt. Dieses ist das alte Wahrzeichen der Stadt und bietet eine wunderbare Aussicht ueber die Stadt. Der Aufstieg erfolgt ueber enge und zum Teil niedrige Treppen, fuers Verschnaufen gibt es aber im Gebaeude einige Zwischengeschosse. Aber die Aussicht belohnt dafuer umso mehr...


 

Turm 2 copy

 

Warnschild

 

ACHTUNG! Eng - vor allem fuer grosse Menschen...

 

Tor

 

Blick vom Jungfrauenturm in Richtung Westen mit Boulevard

 

 

Der Weg ins Pressezentrum dauerte dann etwas laenger, da ich zusammen mit zwei Freunden, die fuer den Vorwaerts bloggen, eine kleine Kundgebung der politischen Opposition sah. Von der Bushaltestelle war zuerst eine Menschenansammlung zu sehen, dann eine dichte Reihe Polizei. Als wir naeher hingingen sahen wir, wie ein Demonstrant abgefuehrt wurde, andere absolut erschoepft waren. Ein Polizist (der Einsatzleiter?) fordert zum Weitergehen auf. Vor Ort konnten wir nicht herausbekommen, wer genau gegen was demonstriert hatte, im Nachgang erfuhren wir, dass die Demo gegen den Buergermeister gerichtet war und dessen Ruecktritt gefordert wurde, da er im Innenstadtbereich keine oppositionelle Demonstration zulassen wuerde.
Hier zeigte sich dann erstmals fuer mich die Polizei mit einem anderen Gesicht. Die Polizeipraesenz ist schon extrem, am Euroclub uebernehmen die Polizisten aber gerne auch die Rolle des Dolmetschers fuer die Erklaerung des Ziels einer Taxifahrt....

Angekommen im Pressezentrum gab es auch eine Ueberraschung: Per Lautsprecherdurchsage wurden alle Anwesenden zu einem kleinen Schaschlik-Imbiss eingeladen - mit frisch aus dem Ofen gebackenem Brot.... Barbecue at Crystal Hall


Grill 3

 

 

Grill 2

Das Brot wird frisch gebacken

 

Grill

 

Ein Blick in den Ofen.....

    

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bernd Elvira

 

So wir haben jetzt gerade die Tickets bekommen. Es sind alle Tickets bis auf die fuer Samstagabend. Momentan muessen wir erst die Tickets sortieren und fuer die einzelnen Personen fertig machen. Als Uebergabepunkt haben wir uns ausgedacht:

am Flaggenplatz, rechts neben den Eurovisionstaxis ist ein blaues Schild fuer die neue Strassenunterfuehrung!

Bitte dort hin kommen!

Ich melde mich sofort, wenn wir so weit sind und sage Euch noch den Zeitpunkt! Bitte alle die nicht akkreditiert sind und die ihr in der Stadt trefft informieren!
 

Horst

 

                Bitte nach mir Ausschau halten, stehe am Schild und habe diese Kappe auf!  Horst


 

So die Tickets sind jetzt sortiert. Jeder erhaelt ein Ticketpaket mit 5 Tickets - nicht personalisiert. Das bedeutet das die Tickets auch an andere Personen abgegeben werden koennen.
Das personalisierte Ticket mit Namen bekommen wir "wahrscheinlich" am Donnerstag und die werden wir dann wieder an Euch verteilen.

Ticketverteilung heute:

fuer alle "nicht Akkreditierten"
22.00 Uhr - 23.00 Uhr Ortszeit, am "Flaggenplatz" , Taxi-Parkplatz der Eurovisionstaxis, am blauen Hinweisschild: Unterfuehrung!!!

fuer alle Akkreditierten:
21.00 Uhr - 21.30 Uhr - auf der deutschen Party

Noch ein wichtiger Hinweis - Die Ticketplaetze, die wir laut unserem Voucher bestellt haben, stimmen nicht. Wir haben lediglich die Anzahl der bestellten Tickets erhalten! Was wir beruecktigen konnten, das gewuenschte Personen dann zusammen sitzen. ... aber das lag nicht in unseren Haenden. Trotzdem hoffe ich, das Ihr mit Euren Plaetzen zufrieden seid. Horst

 


 

DIENSTAG, 22. MAI 2012

 

@ Horst, Joerg und Markus

Hier mal ein paar Fragen , die uns daheim Gebliebenen brennend interessieren. Vielleicht könnt Ihr uns ja die ein oder andere beantworten.

Im letzten Jahr wurde Lena ziemlich von den Fans abgeschottet. Die TV-Bilder vermitteln von Roman eher das Gegenteil. Heut früh war dann auch Horst mit Roman beim Fotoshoot während der deutschen Party zu sehen. Ist es tatsächlich so, das Brainpool und der NDR Roman in diesem Jahr etwas mehr Freiräume für die Fans läßt ???

In Baku scheint es ja doch ziemlich warm zu sein. Roman ist immer wieder mit Wollmütze im TV zu sehen. Ist das vor Ort nicht ein wenig befremdlich, wenn da jemand mit Wintermütze durch die Gegend huscht und habt Ihr ihn darauf mal ansprechen können ?

Welche Interpreten zeigen sich denn dieses Jahr vor Ort sehr sympatisch und Fannah, und erobern somit die Menschen vor Ort unabhängig wie beliebt ihre Beiträge sind ? Letztes Jahr stach ja Nadine Beiler stark heraus ; gibt es auch in diesem Jahr solch sympatisch wirkende Interpreten ?

Euch heute eine Megashow, viel Spaß in der Halle, und fleißig in die Kamera winken. Ganz lieben Gruß nach Baku, Mic

 

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@ Mic und alle, die es interessiert

Tatsächlich wird Roman nicht so hermetisch abgeschirmt wie Lena im letzten Jahr. Auf der deutschen Party in Düsseldorf zum Beispiel war gar kein Herankommen an sie möglich. Größtenteils saß sie in einer etwas erhöhten Sitzecke für die VIPs mit einem Geländer davor. Das sah dann aus wie in einem Zoo. Roman hingegen kann man durchaus mal direkt begegnen. Nach dem Auftritt bei der Willkommens-Party gab es auch die Möglichkeit Fotos mit ihm zu machen. Iris Bents (Head of Press) beobachtete es wohlwollend aus der Nähe. Die Abschottung Lenas wirkte auf mich zunächst etwas arrogant. Wenn man allerdings gesehen hat, wie sich die Presse auf sie stürzte, wenn sie mal "näher" war, kann man die Vorgehensweise im Nachhinein sogar verstehen. Bei Roman ist es in Baku längst nicht so schlimm.

In Baku IST es ziemlich warm, oftmal sogar sehr schwül. MIR wäre es mit Wollmütze auf dem Kopf definitiv zu warm. Selbst eine lange Hose ist da schon zuviel Kleidung am Körper. Allerdings gelten kurze Hosen bei Männern dort als unschicklich. Das scheint sich aber auch etwas zu ändern. Zumindest findet man sie häufig in den Schaufenstern der Geschäfte. Wegen der Klimanlagen ist es im Pressezentrum und in der Halle deutlich kühler. Da wird Roman mit Mütze nicht ins Schwitzen kommen. Jörg und ich sind ja schon wieder zuhause. Vielleicht findet sich ja vor Ort noch ein investigativer "Kollege" der Romans Wärmeempfinden in Erfahrung bringen kann

Welche Interpreten besonders sympathisch und fannah sind finde ich schwierig zu beantworten. Da hat ja jeder so sein eigenes Empfinden. Die schwedische Delegation wirkt auf mich unnahbar, fast schon arrogant. Lukas und Manuel (Österreich) sind einfach so wie sie sind und kommen sehr authentisch rüber. Tooji (Norwegen), Pasha (Moldau) und Roman fand ich persönlich in den PKs sehr sympathisch. Valentina Monetta (San Marino) scheint eine "quirlige Nudel" zu sein, wenn man sie auf Partys mal beobachtet hat und passt so gar nicht in die Siegelsche Truppe. Meine Überraschung ist aber Kaliopi (FYROM). Sie wirkte auf mich sehr umgänglich und so gar nicht wie eine Diva, obwohl sie ja in ihrer Heimat seit vielen Jahren ein Star ist. Aber vielleicht sehen andere das ja ganz anders... Markus

 

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Hallo aus Baku,

zu den Fragen:

Nein, Roman gibt sich im Gegensatz zu Lena eher als Star zum Anfassen. Ausgedehnterer Smalltalk ist für Fans aber auch nicht drin, weil sich die Leute hier nach ihm reißen... Für ein Foto und ein paar nette Worte reicht es aber... Das mit der Hitze und der Mütze habe ich mir auch schon gedacht, aber noch nicht gefragt... Die Mütze ist hier halt sein Markenzeichen, sein Image...

Für meinen Geschmack besonders sympatisch und fannah ist Joan Franka, die z.B. auf der deutschen Party lange auf der Tanzfläche zu sehen war und wirklich jeden Fotowunsch erfüllte...

Zum gestrigen Abend:

Habe mir die 1. Generalprobe angesehen oder wollte sie mir ansehen. Fan-Akkreditierte hatten nämlich plötzlich keinen Zutritt mehr zur Halle. Nicht einmal ein Mitglied der Schweizer Delegation schaffte es hinein... Die mitfühlenden Worte eines österreichischen P-Akkreditierten ("Do hättens holt bessa okkreditieren müssn") machten mich erst sauer, später musste ich drüber schmunzeln, da ich mit einer Gruppe von ungefähr 20 Leuten via Escort durch den Eingang der Produktion und Delegation reinkam und nach einer kurzen Überquerung eines Catwalks der Bühne in der ersten Reihe Platz nehmen konnte. Dass es auch Probleme beim Herausgehen gab (man wollte uns mit F-Akkreditierungen nicht herauslassen, da wir bei dem Eingang auch kein Zugangsrecht hatten, steht auf einem anderen Blatt. Irgendwann wurden wir auch wieder herausgeschleust. Aber es ist schon eigenartig...

Zur Probe selbst: Nette Begrüßung der Gastgeber, dann gingen die Pannen los. Fünfmal wurde der albanische Einspieler gezeigt, erst nachdem Albanien wirklich drankam, ging es korrekt mit Rumänien weiter. Die Einspieler, die man sehen konnte, beschäftigen sich hauptsächlich mit Baku. Ein Clip über den Empfang im EuroClub war noch nicht fertig...

Die österreichische Performanz scheint zu sitzen, kam in der Halle aber nicht an, wird schwer für die Jungs. Jedward überraschte mit Wassershow, an Ende machen sich die Jungs nass, und neuer Frisur. Die Haare sind nach vorne gestylt. Stimmlich naja... Die russischen Omas haben den Einsatz verkackt und kamen trotzdem blendend an. Moldawien stimmlich und von der Show her sehr stark. Auch Ungarn stimmlich gut, mir isses ja zu öde. Ich liebe Belgien. Starke stimmliche Performance. Ob es reicht? Von den Schweizern war ich ein bisschen enttäuscht. Die singen ja immernoch "Swim against the strimm, statt stream"... Der israelische Background ist stimmlich mau, im Gegensatz zu Rona Nishliu. Penetrantes Lied, aber dolle Performance.

Mein Tipp fürs Weiterkommen: Island , Griechenland, Albanien, Rumänien, Dänemark, Zypern, Russland, Moldawien, Irland... beim 10. wirds schwer... vielleicht Belgien... Ich hoffe aber auch auf Österreich...

Gestern Abend stand auch noch die deutsche Party im Otto Efes Beer Cafe an... Ja, es hieß wirklich so... War sehr nett. Die ersten Gäste begrüßte Roman persönlich mit Handschlag, später waren es dann die höheren Tiere der Delegation. War ein schönes Ambiente - quasi Kellergewölbe im Erdgeschoss... Roman traf auf und sang neben "Standing Still" drei weitere Songs aus seinem Album. Kam sehr sympatisch rüber... Nina Zilli sang zwei Songs, Joan Franka, die lange auf der Tanzfläche zu finden war, ebenfalls vier. Kurt Calleja, Anggun und Gaitana waren angekündigt worden, performten aber nicht. Gaitana wurde zumindest gesehen. Bier gab es bis ungefähr Mitternacht frei, einige Fernsehteams waren auch da, leider keine ESC-Mucke vom DJ...

Benni

 

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Guten morgen (ja kann man fuer Euch zu Hause noch sagen, hier ist es bereits 13.30 Uhr),

Markus danke schon mal fuer Beantwortung der Fragen oben. Ich kann dem nur zustimmen.
Abenteuer Hotel: Heute morgen hatten wir im Hotel mal wieder kein fliessendes Wasser. Mit schnell mal Duschen war nix, erst schaun das das Rinnsal die Haut befeuchtet, dann warten und schnell einseifen, und hoffen das 10 Minuten spaeter wieder so viel Wasser da ist, das man sich abseifen kann. (Da lernt man mal wieder fliessendes Wasser zu schaetzen... )
Es ist heute morgen hier sehr windig. Elvira und ich haben heute morgen noch mit unseren Fan-Tickets fast eine Stunde auf einen Abholer gewartet und waren dann anschliessend ziemlich "vom Winde" verweht. Seit gestern gibt es jetzt auch einen Shuttle-Bus vom Miracle-Hotel zur Halle und zurueck.

 

Shuttle

 


So jetzt noch mal zu gestern abend. Wie die Tage zuvor war die Stadt wieder brechend voll, will damit sagen wir standen ziemlich lange im Stau vom Pressezentrum in die Stadt und anschliessend wieder zurueck. Hier scheint sich das Leben doch sehr in der Nacht abzuspielen. Waehrend wir bei uns so ab 22.00 Uhr besonders in der Woche die Lichter ausgehen ist hier in Baku noch die "Hoelle" los. Da wir noch Tickets verteilt haben, waren wir nur ganz kurz auf der deutschen Party. Die Stimmung war gut und es war ziemlich eng, leider kann ich hier nicht mehr davon berichten, da wir nach 20 Minuten gleich wieder zur Halle mussten um Tickets an die nicht akkreditierten Fans auszugeben. (Vielleicht kann ja hier sonst jemand von der deutschen Party berichten )
Nachdem wir die Tickets ausgegeben hatten sind wir dann kurz nach 23.00 Uhr in die Halle. Die Security hat uns dann besonders "gefilzt". Ich frage mich wie das am Samstag gehen soll, wenn die Halle voll wird. Es gibt eine Section an der man die Halle betreten muss, ansonsten wird man wieder zurueck geschickt. In der Halle angekommen haben wir uns dann erst mal mit einem Sandwish und Wasser versorgt, da wir es nicht geschafft hatten etwas zu essen.
Mein Eindruck von der Show. Die Moderatoren kommen sehr gut rueber, sprechen einwandfreies englisch, franzoesisch und Eldar bedankt auch noch auf deutsch. Der Intervalact ist sehr tradionell gehalten und gefaellt mir sehr gut. Mehr moechte ich dazu nicht verraten. Zu den einzelnen Beitraegen will ich hier auch nicht viel sagen, da sich jeder heute abend seinen eigenen Eindruck machen soll.
Viel Spass heute abend!!! ... und Ueberraschungen gibt es ja sowieso wieder...Horst

 

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Einen etwas verspäteten guten Morgen aus Baku,

nachdem wir die erste Durchlaufprobe gestern wegen Ticketsortierung u.a nicht sehen konnten, haben wir es am Abend dann aber in die Probe geschafft und uns das Dress Rehearsal in voller Länge anschauen können. Zuerst haben wir unsere zugeteilten Plätze eingenommen, aber da noch so viele Sitze frei waren, sind wir dann weiter nach vorne aufgerückt. Seitlich von der Bühne, aber direkt am Catwalk. Obwohl wir beim Fotografieren keinen Blitz benutzt haben, wurden wir aufgefordert, keine weiteren Fotos zu machen. Um uns herum wurde aber fröhlich fotografiert ohne Ermahnung...

Hier meine Eindrücke:

Montenegro: ein Beitrag, mit dem ich nichts anfangen kann. Ist das überhaupt ein Lied? Und da ist zu befürchten, dass Fernsehzuschauer erschrocken sind, und schnell auf ein anders Programm schalten. Aber ich glaube, Rambo Amadeus nimmt das auch alles nicht so ernst und seinen Grimassen zuzuschauen, ist schon ganz witzig.

Island: eine in meinen Augen perfekte Inszenierung. Alle sind schwarz gekleidet vor blauem Hintergrund und mit aufgedrehter Windmaschine. Es wird eine passende Atmosphäre zum Lied geschaffen.

Griechenland: war gesanglich schwach. Bei der Eröffnungsparty ist Euroclub ist Eleftheria aufgetreten und ich war da ziemlich beeindruckt. Aber auf der Bühne heute ist bei mir leider kein Funke übergesprungen. Obwohl ist das Lied ganz gerne mag.

Lettland: ist hier zu einem meiner Lieblingslieder geworden, aber es hört sich auch nicht so toll vom Gesang und auch vom Sound allgemein an. Vielleicht haben wir seitlich der Bühne auch nicht so eine gute Akustik. Aber ich bin vom Klang insgesamt enttäuscht. Dafür mag ich die Choreografie sehr gerne. So wie die vier Damen im Hintergrund immer wieder die Positionen wechseln und vor allem die Schrittkombinationen zum Ende des Liedes haben es mir sehr angetan.

Albanien: Wie Rona das Lied singt oder schreit ist ein absoluter Traum. Da stimmte auch vom Sound alles. Es liegt also nicht an unserem Sitzplatz. Und zum ersten Mal wurde auch zwischendurch geklatscht. Sie trägt eine Riesenduttfrisur und einen enorm hohen schwarzen Lackkragen, den ich nicht so kleidsam finde. Aber sie überzeugt absolut. Steht alleine im Nebel auf der Bühne und klagt ihr Leid. Ob man das Lied nun mag oder nicht, es ist schon eine besondere Kunst, das Schreien so hinzubekommen.

Rumänien: ein fröhliches Lied, was einfach nicht zu meinem werden will. Viele sind begeistert, aber mir ist es irgendwie so zusammengeschustert aus verschiedenen schon existierenden Liedern, die ich auch immer wieder raus höre. Aber eine tolle Präsentation mit viel Pyrotechnik. Wurde mit viel Beifall belohnt

Schweiz: eine saubere Leistung und ein guter Sound. Bin mir nicht sicher, ob das ausreicht. Obwohl mir das Lied von Mal zu Mal besser gefällt.

Belgien: ein schwaches Lied, aber klasse gesungen. Iris ist im weißen Kleid etwas blass.

Finnland: Pernilla steht mit grünem Kleid und langer Schleppe im Wind. Am Auftritt gibt es nichts auszusetzen, aber mir ist das Lied einfach zu langweilig.

Israel: habe den Auftritt heute zum ersten Mal gesehen und war ganz angetan. Vor allem von dem Chorsängerduo, das am Anfang des Catwalks steht und bei ihrem Gesangseinsätzen eine herrlich altmodische Choreografie vorführt. Eine runde Nummer.

San Marino: nachdem wir das Lied jetzt auf den Partys von Ralf Siegel und San Marino so oft gehört haben, hat es sich jetzt irgendwie auch in meinem Ohr festgesetzt und ich es gefällt mir immer besser. Die Gehirnwäsche funktioniert.... Ich finde leider ihren blauen Anzug mit dem goldfarbenen Dreieckseinsatz ziemlich schrecklich. Und der Pilot oder was auch immer aus der Reihe der Tänzer wirkt wie ein Fremdkörper in dem Gesamtbild. Oder das soll gerade so sein... Er ist am Ende nach der Show am Bühnenrand in irgendeinen Graben oder Loch gefallen. Das sah schon übel aus. Ich hoffe, es geht ihm gut.

Zypern: der Sonnenschein Ivi im altrosa Kleidchen ist einfach bezaubernd und macht eine tolle Show genau wie die restlichen Mädeln. Es wird um und auf einem antik wirkendem Tisch oder Podest getanzt und das ist für mein ein absoluter Sommerhit.

Dänemark: klang sehr gut, aber leider auch nicht mehr. Mehr fällt mir hierzu leider nicht ein.

Russland: es gab erwartungsgemäß besonders viel Beifall. Am Anfang der ruhige Teil, wo sie wie beim Kaffeekränzchen zusammensitzen und dann geht’s auch schon los und es wird getanzt. Und das ist einfach nur rührend. Obwohl ich die Nummer jetzt schon öfters gesehen habe, sitze ich immer da mit einem breiten Lächeln und bin dem Zauber erlegen. Auch wenn das Lied nichts Besonderes ist, aber die Nummer wirkt... und dann ist die kleinste Oma einfach der Wahnsinn und schon der Superstar der Truppe. Dann lief sie auf dem Catwalk direkt an unseren Sitzen vorbeiging und ganz ungläubig in die Menge gewunken, die noch sehr übersichtlich war..

Ungarn: Ein ganz schönes Lied und auch an der Präsentation finde ich nichts auszusetzen. Aber ich habe es dann auch wieder schnell vergessen. Der Sänger nutzt auch den Laufsteg richtig aus und nimmt Kontakt zum Publikum auf. Ist auch mal schön.

Österreich: Ein Lied, das ich mir eigentlich nicht anhören würde, da ich mit Rap nicht viel anfangen kann. Aber auf der Bühne sehe ich die einfach gerne. Es ist Unterhaltung pur und sie legen sich richtig ins Zeug. Mit Stangentanz und Leuchtapplikationen ist alles sehr kurzweilig und inzwischen geben sie richtig Gas und alles stimmt auf den Punkt. Von einer Show mit angezogener Handbremse wie in den Proben teilweise, war jetzt nichts mehr zu sehen. Ich wünsche ihnen sehr, dass sie weiterkommen.

Moldau: der Sänger, der immer so interessante Hosen trägt, auch in unserem Miracle Apartment, wo die moldawische Delegation auch wohnt. Schon beim Frühstück habe ich immer geschaut, was er denn so trägt. Die Show ist für mich eine runde Sache und auch die ausgestellten Miniröcke der Mädels kommen auf der Bühne gut rüber. Ist mal was anderes. Auch von der Musik her.

Irland: Hier ist der größte Wandel passiert. Sie haben jetzt eine andere Frisur und die hochgesprayten Haare, die sie noch bei den Einzelproben und Pressekonferenzen hatten, sind verschwunden. Was für eine großartige Veränderung. Und man hört auf einmal "Sie sehen jetzt ja richtig gut aus" und dann die Wasserstrahlen während der Show. Eine gute Idee, die toll umgesetzt ist und aus einem schwachen Lied das Optimum herausholt. Und am Ende gehen sie noch ganz in die Wassertrahlen hinein und werden richtig schön nass..... Das hätte mit der Hochfrisur auch nicht funktioniert.Erwartungsgemäß riesen Gekreische von den jungen Mädels.

Bei dieser Probe vom 1. Semifinale war Irland u.a. auch ein Land, das weitergekommen ist und am Ende nochmal auf die Bühne musste. Da kamen die Zwillinge in Bademänteln im Leopardendesign auf die Bühne und mit noch erkennbar nassen Haaren. Und mussten viele Hände an der Gangway schütteln. Die verstehen, immer zu überraschen.

Schön ist auch ein Einspielfilm von der Eröffnungszeremonie am roten Teppich. Da gab es einige Szenen zum Schmunzeln...

Elvira

 

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Sorry, momentan kann ich keine Bilder hochladen, da ich staendig die Meldung:
"Das Kontingent fuer Dateianhaenge ist bereits vollstaendig ausgenutzt"
bekomme.
Ich hoffe, das unser Webmaster mir da weiterhelfen kann.... ich hoffe das klappt bald..... Horst

 

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Es müsste jetzt eigentlich wieder funktionieren mit den Fotos. Wenn nicht, bitte Nachricht!

Ich möchte euch ganz herzlich danken, dass ihr die Ticketaktion so großartig über die Bühne gebracht habt (und dabei sogar auf eine Teil der deutschen Party verzichtet habt!) Aber es war ja eigentlich ganz anders geplant, nur was soll man machen bei diesem Organisationschaos... ? Aber wie auch immer, auf uns ECGler ist eben Verlass!!!
Habt viel Spaß heute Abend und genießt das Semi ganz entspannt! Ganz liebe Grüße von zu Hause! (mit einer Träne im Knopfloch!) Michael

 

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Salam aus Baku,

ich knuepfe einfach mal an den gestrigen Abend an - und kann auch auf die erste Frage des Tages eingehen.

Gestern war auch die Party der Kroatischen Delegation. Es gab zwar keine Flyer oder Einladungen, aber der Pressechef hatte gemeint, dass die Bar "The Room" sehr - bekannt waere. Sie sei in einer Nebenstrasse des Fontaenenplatzes. Na ja, vor Ort sah das anders aus. Keiner, den ich ansprach, kannte die Bar. Sie hatte leider in ihrem Facebook-Eintrag auch keine Adresse angegeben. Nachdem ich sie gefunden hatte kam ich zu einer sehr gemuetlichen Party in einem angenehmen und kleinen Raum...... und fuer die Devotionaliensammler gab es auch genug zu finden.

 

The Room

 

Der Eingang zu "The Room"

 

Promi

 

Promo-Such-Foto....

 

Weiter ging es danach zur deutschen Party. Sie war herausragend - auch Dank Roman Lob! Denn er nahm sich wirklich viel Zeit fuer die Fans, liess sich oft fotografieren, signierte CDs, es gab handsignierte Promo-Club-Tour-Flyer. Nach einer Stunde Vorlauf spielte er mit seiner Band vier Titel, die Menge im Club war begeistert.
Ich musste dann vor dem Auftritt von Nina Zilli los in Richtung Halle zur Generalprobe des ersten Semi-Finales, zudem hatten Freunde von Elvira meine Tickets entgegen genommen.
Elvira, Horst, vielen Dank fuer die Arbeit! Fuer die Arbeit an sich und dann noch in einer unverschaemt kurzen Zeit. Unverschaemt in Richtung Ticketmaster!

Nach einer kurzen Nacht ging es dann auf eine von Akkreditierten selbst gebuchte Fahrt nach Gobustan. Nach einer Fahrt von einer knappen Stunde von Baku aus in westliche Richtung waren wir am UNESCO-Weltkulturerbe der Petroglyphen (Felszeichnungen) aus der Jungsteinzeit. Es ist vor Ort nicht nur eine beeindruckende und karge Landschaft, die Petroglyphen sind wirklich faszinierend. Wenn man einmal im Erkennen oder "Lesen" drin ist, dann sieht man weitaus mehr. Auch mit Hilfe der Kamera. Zum Teil liessen sich die Felszeichungen dann auf dem Foto besser als in der Realitaet erkennen......
Ich ergaenze einfach mal ein paar Eindruecke...

 

Petro   Petro 2


Der Bereich der Petroglyphen-Fundstellen.....

 

Zu sehen sind dann zum Beispiel.....

 

Männer  Männer 2  

 

                        Maenner beim Tanzen ...                                                              Ein Schiff wird kommen...

 

Stier  Tiere

 

Den Stier bei den Hoernern packen...                                                      Und noch weitere Tiere..... 

 

Abgerundet wurde der Gobustan-Besuch im neuen Museum, das seit einem Jahr die Fundstuecke aus den Hoehlen und innerhalb des Bereichs zeigt und sehr gut und anschaulich in die Epochen einordnet.

 

Foyer

 Im Foyer des neuen Museums...

 

Unsere Tour erweiterten wir dann noch um einen Besuch bei den in der Naehe liegenden Schlammvulkanen. Wir waren froh, dass der Busfahrer sehr ambitioniert war und uns bis direkt an die Vulkane fuhr. So blieb uns ein Aufstieg erspart - und vor allem ein Abstieg in einem dann aufgekommenen Sandsturm. Denn heute ist es nicht warm, heute ist es vergleichsweise frisch und Baku macht ihrem Namen als Stadt der Winde alle Ehre!!!
 

Scfhlam 3  Schlamm

 

Schlammvulkan

 

Schlamm 2
 

Auf dem Weg zurueck nach Baku passierten wir einige Infrastruktureinrichtungen fuer die Erdoelindustrie, den Startpunkt der Pipeline Azerbaijan - Georgien - Tuerkei, Wohnbloecke von Oelarbeitern und natuerlich auch Bilder von und nach dem ehemaligen Praesidenten Haydar Alijew benannten Firmen bzw. Einrichtungen.
 

 

Haydar 

 

Der verstorbene ehemalige Praesident Haydar Alijew - hier mit seinem Sohn und jetzigen Praesidenten Ilham Alijew

Das war der Ausflug bis zum Nachmittag.

Die Spannung steigt nun, es sind noch drei Stunden bis zum Start des ersten Semi-Finales. Die Sicherheitsprozeduren sind deutlich verschaerft worden, in der Bucht sind Schiffe der Marine zu sehen, mal faehrt der Shuttle-Bus zum Pressezentrum, mal auch nicht. Das ist halt Azerbaidjan..... und das kann halt auch sehr anstrengen. Aber viel wichtiger ist, dass heute gute Beitrage den Sprung ins Finale schaffen!

Daher: Allen viel Spass beim Zuschauen und Mitfiebern beim Semi-Finale 1 in Baku! Uwe

 

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Endlich klappt es wieder mit der Bildergalerie hochladen: Viel Spass


... soweit erst mal von mir!!! Bereitet Euch fuer die erste Show vor und es wird wieder Ueberraschungen geben.... wie jedes Jahr...
... uns allen einen schoenen Abend......
Horst

 

Show

 

let the show begin....

 

Rambo

 

Rambo / Euro Neuro

 

Greta

 

Greta & Jonsi....

 

Ivi copy

 

Eleftheria ....

 

Anmary copy

 

Anmary .... ob die Version ankommt?

 

ROna

 

Rona.... mit Haarschlange am Hals....

 

Mandinga

 

Mandinga....

 

Sinplus

 

SinPlus fuer die Schweiz.....

 

Iris

 

ganz in Weiss: Iris fuer Belgien....

 

Pernilla

 

Pernilla fuer Finnland

 

Izabo

 

Izabo fuer Israel

 

Valentina

 

Valentina fuer San Marino

 

Ivi 2

 

Ivi mit ihren Taenzerinnen fuer Zypern....

 

Soluna 2

  

Soluna fuer Daenemark

 

Babushki

 

Buranovskiye Babushki fuer Russland

 

Compact DIscoCompact DIsco

 

Compact Disco fuer Ungarn

 

Tackshittaz

 

die Partyindianer .... Trackshittaz fuer Oesterreich...

 

Lautar

 

Appartementmitbewohner... Pasha fuer Moldawien

 

Jedward

 

Jedward in Action fuer Irland

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Viel Spass beim ersten Semi auch von mir... Wir sitzen hier im Pressezentrum auf heissen Kohlen und warten, bis es endlich losgeht... Draussen ist ein Sturm, das ist unglaublich, das habe ich in meinem (zugegebenermassen halbwegs jungen) Leben noch nicht erlebt. Ich hoffe, die Halle ist auf gutem Fundament gebaut, ansonsten fliegen wir samt Crystal Hall in die Kaspische See... Das ist sicher die Strafe fuer meine Laestereien ueber die Stadt der Winde, die letzten Tage wehte hier naemlich kaum etwas...

Bakus Bewohner sind in ESC-Stimmung und feiern in Euro Village. Die abgespeckten Big 5 sind dort vorhin aufgetreten, Engelbert hatte wohl kurzfristig abgesagt, und wurden frenetisch gefeiert... Die Akustik ist mit deutschen Massstaeben allerdiings nicht zu vergleichen. Erinnert mich an den tuerkischen Sender TRT bei uns im Kabelnetz anfang der 90er. Einfach nur Rauschen und Laut...

Auf dem Weg zur Halle wird man von vielen Leuten auf deutsche angesprochen und sie erzaelen dir ihre Verbindung zu Deutschland. Dann wollen sie noch ein Foto mit einem... Total gaga... Aber so ist Aserbaidschan, immer fuer eine Ueberraschung gut... Die ersten Sicherheits- und Kartenkontrollen setzen am Bulvar schon hinter dem EuroClub ein und wiederholen sich auf kurzen Abstaenden. Dann faehrt ein Shuttle die Leute weiter bis ca ein Kilometer vor die Halle... Die Sicherheitsvorkehrungen sind wie bereits geschrieben enorm...

Bei uns war das Wetter heut nicht so gut, hab auf meinem Desktop gelesen, dass im Rheinland die Sonne scheinen und es 5 Grad waermer gewesen sein soll... Jetzt bin ich ein wenig neidisch ,) Aber vielleicht wird es die kommenden Tage auch bei uns wieder besser... Gruss in die Heimat... Benni

 

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War gerade mit Elvira die letzten Karten fuer heute ausgeben. Wir hier am Pressezentrum ausgestiegen... und Elvira fragt: Ist das nicht Lena? Klar ist sie es... sie kommt nach uns durch die Sicherheitskontrolle...
Horst

 

Lena

 

Lena ist auch angekommen... gutes Omen fuer Roman?

 


 

MITTWOCH, 23. MAI 2012

 

Hallo nach dem 1. Semifinale hier in Baku. Komme gerade aus der Pressekonferenz der EBU. Das wohl wichtigste sind die Termine fuer 2013, die allerdings wie jedes mit dem Siegerpartner am Samstag, noch abgestimmt werden muessen.
Anvisiert sind 2013: 1. Halbfinale am 14. Mai, 2. Halbfinale am 16.Mai und Finale am 18. Mai.
Die Termine seien so gelegt worden, das man nicht mit der Champions-League ins Gehege kommt.
Weiter gab es noch bereits bekannte Infos von diesem Jahr: erster Wettbewerb in einer ganz neuen Halle, das Televoting ist wieder 15 Minuten, erstmals ist das Programm als E-Book downloadbar. Angesichts der finanziellen Situation in den einzelnen Laender wolle man den Wettbewerb runterfahren um Kosten zu sparen. Momentan arbeite man an verschiedenen Modellen. Ein Konzept fuer die Austragung des kommenden Wettbewerbs, falls das diesjaehrige Siegerland den Wettbewerb aus finanziellen Gruenden nicht stemmen kann, liege noch nicht vor. Die Kosten des diesjaehrigen Wettbewerbs werden in etwas denen von Duesseldorf entsprechen, sind aber noch nicht fix, da dies meist nach Abschluss des Wettbewerbs mit etwas Verzoegerung erst bekannt gegeben werden kann. Der Technikaufwand fuer eine 3 D-Produktion sei wegen zu hohen Kostenaufwand nicht geplant. Im kommenden Jahr soll es auch Apps fuer Tablett und mobile Telefone geben. Dies war schon fuer dieses Jahr geplant, konnte aber nicht mehr rechtzeitig umgesetzt werden. 2015 ist der 60ste Wettbewerb. Es wird an verschiedenen Konzepten fuer eine Jubilaeumsveranstaltung gearbeitet.
Nachtrag: Albanien hat das Halbfinale gestern nicht live uebertragen, da es dort wohl einen schwerern Busunfall gab und die Liveberichterstattung vor Ort wichtiger war. Horst

 

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Ein herzliches Hallo aus Baku!

Wahrscheinlich schreiben Elvira und Horst zeitgleich auch an einem Bericht vom Empfang beim deutschen Botschafter, aber das ist dann eben so!

Heute um 15 Uhr Ortszeit waren wir beim deutschen Botschafter eingeladen. Eine langjaehrige Tradition, wie Dr. Thomas Schreiber in seiner Begruessung besonders betonte. Und das stimmt auch, seit vielen Jahren ESC in den Haupstaedten der Austragungslaender, verleiht es dem Event noch einen angemessen Anstrich. Ein Tag, an dem die meisten Vor Ort in Samt und Seide geschmissen sind (tut meinem Auge hier und da auch mal gut!). Die Fahrt zum Botschaftsgebaeude war fast abenteuerlich, denn das andere Baku, fern ab von den Prachtstrassen gleicht eher einem Dritte-Welt-Land. Das sah fast so aus, wie in Kabul oder irgendwo in Anatolien. Strassen und Haeuser doch eher schaebbisch, bis sehr aermlich!

Das Gebaeude des Botschafters war hingegen eine kleine Oase, mit Kirsch- und Tannenbaeumchen.
Das wichtigste vorweg, es gab einen extrem guten deutschen Kartoffelsalat, Nuernberger Bratwuerstchen und sogar noch Blechkuchen. Dazu auch gerne das ein oder andere helle Kaltgetraenk.

Der Botschafter, ich wuerde ihn mal als einen Typ "Josef Matula" beschreiben. Hat mich gleich sehr beeindruckt. In seiner Begruessung von deutschen Presseleuten und Wirtschaftsvertretern aus Aserbaidschan, betonte er doch gleich den Ruf nach mehr Menschenrechten und Demokratie hier im Land. Er gilt als klarer Verfechter fuer mehr Demokratie und hat auch hier diese Plattform genutzt. Ca. 150 Gaeste zaehlte die Veranstaltung.

Roman sang sein Lied und jetzt kommts, der Botschafter begleitete ihn dazu auf seinem Keyboard. Und das war perfekt!!!
Spaeter bekam eine kleine Gruppe von Sing for Democracy auch noch die Moeglichkeit aufzutreten. Ich habe so das Gefuehl, dass das alles beim Staat hier nicht so gut ankommt. Aber ich finde es genau richtig platziert.

Roman war wie gewohnt sehr zugewandt und aufgeschlossen. Seine Haut ist im Moment nicht die reinste. Der Stress macht sich wohl aeusserlich bemerkbar. Das fuchst ihn auch ungemein, wie zu hoeren war, aber die Maskenbildnerin wird das am Samstag alles in den Griff bekommen.
Roman sei auch sehr diszipliniert und will ums biegen und brechen sein Allerbestes geben. Wie zu hoeren war, ist er da auch sehr streng mit sich. Auch wenn es uns so vorkommt, dass ihm das alles leicht von der Hand geht, steht eine starke Ernsthaftigkeit dahinter. Roman, Du machst das!!! Bernd

 

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Momentan laeuft hier gerade die Probe zum zweiten Halbfinale. Hier kurz kommentiert: 1. Serbien: Zeljko ist souveraen und kein Zweifel er ist weiter. 2. Mazedonien: Kaliopi kommt mir heute wie weichgespuelt vor. Bisher hat mich ihre herbe Art immer etwas abgestossen, das finde ich heute gar nicht. Gefaellt mir sehr gut. 3. Niederlande: Joan kommt ganz nett rueber. Sie tritt mit Begleitband im Countrystil auf. Ob sie es schafft, wage ich zu bezweifeln. 4. Malta: Kurt traegt heute einen gelben Handschuh und wirkt wie mit angezogener Bremse. Das mehr man besonders beim Tanzen. Nett, aber mehr auch nicht... 5. Weissrussland: Technische Probleme, zweiter Versuch. Das hoert und sieht sich sehr gut an und die duerften dieses Jahr im Finale sein. 6. Portugal: das ist fuer Europa zu schwer. Sie traegt ein braunes, glitzerndes Paillettenkleid. Funktioniert nicht, weder vom Lied noch vom Buehnenbild. Das gelbe Kleid fand ich besser. 7. Ukraine: Gaitanas Auftritt ist unveraendert und ich denke sie ist damit weiter. 8. Bulgarien: Mein Gott was traegt die denn heute. Weisses Mini-Lederkostuem und hochhackige weisse Lederstiefel bis zum Oberschenkel. Die sollte ihre Modeberaterin verklagen!!!! Zudem steht sie bei dem Titel alleine auf weiter Flur. Haette sich besser mal die beiden ueberfluessigen Taenzer von Gaitana im Rock ausgeliehen. Nee das geht gar nicht, die kann morgen abend die Koffer packen! 9. Slowenien: Schoene weiche Kamerafuehrung. Das kommt in am Bildschirm gut rueber. Muesste weiter sein. 10 Kroatien: Langweiler- Nummer. Das einzig Interessante ist das Fantasiekleid mit angeheftetem Reifen. 11. Schweden: Loreen's Stimme zittert am Anfang. Sie faengt sich wieder. Gut umgesetzt. 12. Georgien: Das Band haengt - jetzt doch. Das Outfit bleibt, fuer Anri erst roter Umhang, dann Anzug mit schwarzem Shirt und Glitterapplikationen. Die ihn begleitetenden "Schlampen" im abgestimmten Outfit, jedoch in Leder. 13.Tuerkei: Oh ich denke nach dieser Probe ist die Tuerkei wieder ein Wackelkandidat. Das ueberzeugt nicht am Bildschirm. Von der Stimme her schwach und auch hier im Pressezentrum wenig Begeisterung. 14.Estland: Eine Wohltat. Ott wirkt sehr ueberzeugend. Denke der ist auch weiter. Einziger Kritikpunkt: das weisse, kurzaermelige T-Shirt passt nicht. 15. Slowakei: Der Foen von Max ist mal wieder explodiert. Die Frisur geht gar nicht. Der Gesang ist momentan hier auch ganz duenn. Der Sound stimmt nicht. Obwohl ich das Ding nicht mag, sehe ich es im Finale. United Power of Hard Rock in Europe! 16. Norwegen: Auch Tooji faehrt noch mit angezogener Handbremse. Da ist morgen noch mehr drin. Das muesste durch gehen. 17. Bosnien: Souveraener Vortrag, doch zu austauschbar. Mal schauen ob sich die 4 Balkanteilnehmer dieses Jahr gegenseitig ins Finale helfen? 18. Litauen: Donny traegt jetzt eine Augenbinde mit Swarowski-Steinen besetzt. Mit dem Ausziehen der Augenbinde klappt das jetzt auch besser. Allerdings ist der Salto so ueberfluessig wie ein Kropf. Das reicht nicht. Ist ganz nett und tut keinem Weh. Soweit zu meinen momentanen Bildschirmbeobachtungen. Das schauen wir uns dann heute abend noch mal live in der Halle an. Mal sehen und hoeren wie die Stimmung da ist....
Momentan laeuft gerade das Zwischenstueck mit den Siegern der letzten 5 Jahre, Ell & Nikki wagen sich an "Waterloo", die andern Sieger fallen mit ein. Horst

 

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Ich habe eben mit Ueberraschung gesehen, dass es noch gar keine Fotos von der Deutschen Party in Otto Efes Bierbar am 21.05. gibt..... das will ich doch gerne mit einigen aendern. Nochmals ein herzliches Dankeschoen an die ARD, an die deutsche Delegation hier vor Ort, denn diese Praesenz vor Ort tut gut!

 

Plakat

 

Unser Star für Baku!

 

Stage

 

Roman on stage

 

Niederländer

 

Auch die Delegation aus den Niederlanden hatte Spass

 

Uwe

 

Ok, eines wollte ich mal einstellen.....(Uwe)

 

Heute war um 15.00 Uhr der Empfang des Deutschen Botschafters in seiner Residenz. Herr Botschafter Herbert Quelle hatte bestes Wetter bestellt, so dass der Empfang bei strahlendem Sonnenschein im Garten der Residenz stattfinden konnte. Diese war Dank einer klar lesbaren, mit der Einladung mitgemailten Anfahrtskizze, die man nur dem Taxifahrer reichen musste, gut erreichbar - auch wenn sie oberhalb der Innenstadt, westlich der Crystall Hall glegen ist.
Zur Staerkung gab es zu Beginn Kartoffelsalat und Bratwuerstchen. Dieses ist wohl eine Tradition in Baku, denn einige Nicht-ESC-Gaeste erzaehlten, dass man sich in der deutschen Community auf solche Veranstaltungen freuen wuerde - um mal wieder "heimische Kueche" geniessen zu koennen. Interessant war ein Gespraech mit einem Vertreter der EU vor Ort, der in Aserbaidschan beim Aufbau der Gewerbeaufsicht hilft. Er kritisierte vor allem die deutsche Medeienberichterstattung ueber das Land, es wuerden nicht die Fortschritte anerkannt werden und man muesse den regionalen Rahmen betrachten. In diesem Vergleich sei Aserbaidschan ein sehr fortschrittliches Land. Auch muesse man bei Nichtregierungsorganisationen genau hinschauen. Leider kannte er dann nicht die Initiative "Sing for democracy" (die durch die aserbaidschanische Opposition aus Anlss des ESC initiiert wurde), denn auf meine Frage nach der Einschaetzung dieser Initiative konnte er nicht antworten.
Die Diskussion konnte ich dann nicht weiter fortsetzen, denn der Botschafter startete mit seiner kurzen Ansprache. Auf der Treppe der Residenz war die kleine Buehne fuer die Begruessungsworte und die Musik aufgebaut. Botschafter Quelle verwies auf den heutigen Tag des Grundgesetzes und zeigte deutlich seine Freude und auch seinen Stolz, die Delegation und viele Gaeste aus der deutschen Community und anderer Botschaften vor Ort sowie die ESC-Akkreditierten begruessen zu koennen.
Ihm folgte eine Begruessung durch Thomas Schreiber vom NDR - und dann trat Roman Lob auf. Seine Band hatte eine neue Zusammensetzung bekommen..... denn Botschafter Quelle begleitete ihn am Keyboard. Kompliment fuer einen coolen Botschafter, der uebrigens auch bei der deutschen Party gut mitgefeiert hatte. Er hat sogar in Baku fuer die deutsche Community ein Benefizkonzert mit eigenen Liedern gegeben, so dass er sich nach Auskunft von Roman Lob fruehzeitig beim NDR gemeldet haette, ob ein solch gemeinsamer Auftritt moeglich waere. Auch das ist meiner Ansicht nach ein gutes Beispiel fuer die sympathische Praesenz der deutschen Delegation hier in Baku.

Uwe
 

 Terrasse

 

Die Terrasse der Residenz - kurz vor Romans Beitrag

 

Botschafter

 

Roman Lob feat. Botschafter Quelle

 

Romans 1

 

Roman 2

 

Standing still

 

Nach "Standing Still" wurde der Empfang mit lockeren Gespraechen, Interview-Moeglichkeiten und vielen Fanfotos fortgesetzt.

 

Thomas D

 

Thomas D im Interview

 

Romans 2

 

Und wieder hatte Roman Zeit fuer Interviews und Fotos

 

Romans 3

 

hier mit dem gastgebenden TV-Sender Ictimai

 

Danach ging es wieder in die Crystall Hall zuer ersten Generalprobe des 2. Semi-Finales. Ueber die hat Horst ja schon berichtet.......
Soweit jetzt erst einmal fuer heute....Uwe

 

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Hallo aus Baku!

Hab die azerische Mentalitaet schon angenommen... Bin zur 1. Generalprobe absichtlich 20 Minuten zu spaet gekommen, weil ich dachte, der Ablauf verzoegert sich (wie immer) sowieso... Denkste! Die Azeris, man koennte sie in diesem Falle aus meiner Sicht auch Asis nennen, sind halt wie immer fuer Ueberraschungen gut... Puenktlich zu Weissrussland war ich dann im Pressezentrum. Moechte mir heute Abend noch ein Urteil in der Halle bilden, aber es wird im 2. Semi sicher Ueberraschungen geben. Kann mir vorstellen, dass die Finalisten stark ost- und nordlastig sein werden...

Bin heute Nachmittag zum Bergsteiger mutiert und hab den Berg zwischen Crystal Hall und Altstadt erklommen. Dort brennt in einer Art Mausoleum die sogenannte "Ewige Flamme", zudem liegen dort Aserbaidschans gefallene Helden aus dem Unabhaengigkeitskampf gegen die Sowjetunion und es wird weiter an den Flame Towers gefeilt. Man kann auch mit einer Zahnradbahn hochfahren. Dort hat man einen wundervollen Ausblick ueber Baku und das Kaspische Meer, atemberaubend!

Auf dem Rueckweg habe ich einen Continental Shop aufgespuehrt und ich konnte meine Augen nicht trauen. Der Laden bestand zum Grossteil aus Waren, die man auch in deutschen Lebensmittelgeschaeften findet. Die Preisvergabe muss man nicht zwingend verstehen, hat sicher mit Import zu tun... Eine Packung Pringles kostete dort zum Beispiel knapp 6 Manat, eine 1-Liter-Flasche Coca Cola lediglich 40 Qapik... Aber gut zu wissen, wo man das Zeug finden kann... Benni

 

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Salem,
jetzt melde ich hier auch einmal zu Wort, nachdem ich schon seit dem 12. Mai in Baku bin. Da die anderen immer fleissig geschrieben haben und ich ja mit meiner Meinung zu den einzelnen Liedern eher alleine dastehe, habe ich die Rehaersals auch nicht weiter kommentiert.

In den letzten Tagen gab es eine Menge Parties, so zum Beispiel die Party am Sonntag bei Herrn Ralph Siegel persoenlich. Die Aussicht auf ein Treffen mit einer Legende des ESC und ein 3-Gaenge Menue machten es mir nicht schwer, mich dafuer zu entscheiden, dieser Party beizuwohnen. Auch wenn zeitgleich die russische, die niederlaendische und die israelische Party zelebriert wurden. Wehrmutstropfen war, dass keine Ralph Siegel-ESC-Songs gespielt wurden, sondern alte Chartlieder.

Am Montag abend gab es eine Party der deutschen Delegation im "Otto's Pub". Um dort hinzukommen musste ich eine anstrengende Taxifahrt auf mich nehmen, die darin gipfelte, dass der Taxifahrer mich fast bis zum Flughafen gebracht hatte und wieder zurueck, weil er den Weg nicht fand. Die 35 Manat (ca. 35 EUR) durfte ich natuerlich auch bezahlen. Aber der Abend entschaedigte fuer alles. Neben Roman traten auch Nina Zilli und unsere Kaesesquaw Joan Franka auf. Horst und Elvira konnten dem Abend nicht beiwohnen, weil sie die Tickets unter die Leute bringen mussten. Jeder der drei Teilnehmer brachte neben seinen Beitraegen auch noch weitere Lieder zum Besten so, dass es ein richtig schoener Abend wurde. Die drei Kuenstler gaben Fernsehinterviews und blitzlichtgeile Promijaeger hatten die Chance auf Fotos mit ihnen.

Der gestrige Dienstag zeigte, warum Baku die "Stadt der Winde" genannt wird. Extremste Windboen, die zum Abend staerker wurden, machten es einem schon schwer, sich auf den Beinen zu halten. Ich wette, dass dieses Orkantief den Namen "Carola" hatte. Gottseidank konnte mittags noch das BIg5-Event im Eurovision Village ueber die Buehne gehen. Dieses Konzert der 4 grossen Nationen DE, FR, ES und IT konnte auch von den Azeris verfolgt werden und sie klatschten und jubelten sehr euphorisch. Lediglich Engelbert schien sich in seinem Sauerstoffzelt zu erholen. Er nahm nicht am Konzert teil. Dafuer bekamen wir noch etwas vom Esten zu hoeren.

Abends dann das erste Halbfinale, welches keine wirklichen Ueberraschungen hervorbrachte. Das Altersheim aus Russland wurde ebenso ins Finale befoerdert, wie das Tzaziki-Gedudel aus Griechenland oder die kreischende Gebaermutter aus Albanien. Keine Ueberraschung gabe es auch bei der Benennung von Irland, Rumaenien, Moldawien, Zypern und Island. Lediglich Daenemark und Ungarn haetten die wenigsten im Finale vermutet. Ich selber finde beide gut und kann mit den Finalisten leben. Wenn es nach mir ginge, haette ich Jungs aus der Schweiz und aus Oesterreich ins Finale gehievt und haette den Omas und der Schreitante den Finaleinzug verweigert. Aber wer hoert schon auf mich?

Nach einer langen Aftershowparty im Euroclub bin ich gegen 6:45 Uhr heute morgen im Bett gewesen und bin mit viel zu wenig Schlaf zum Empfang der deutschen Botschaft gefahren, wo bei warmen Wetter Kartoffelsalat, gegrillte Wuerstchen und Kuchen sowie diverse Getraenke auf hungrige und durstige Kehlen warteten. Und die Ohren bekamen gute Musik zu hoeren, denn auch Roman Lob war dort. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, weil das Wetter auch mitspielte.

Gegen 17 Uhr machten wir uns dann wieder auf, da das erste Dress Rehearsal des zweiten Halbfinals auf dem Plan stand. Horst hat ja schon seine Eindruecke geschildert. So sehen meine aus:

01.: Die singende Beileidskarte aus Serbien ist wohl sicher im Finale. Den meisten gefaellt's, mir absolut nicht.
02.: Mazedonien schreit sich wohl auch ins Finale. Ich sollte wohl besser Ohropax mitnehmen am Samstag!
03.: Jetzt kommt meine kleine Winnetourette oder Kaesesquaw. Fuer mich ein Geheimfavorit / Featherlands - 12 points!!!
04.: Malta hat durchaus Chancen, wenn sich die Ex-Jugo-Laender nicht zu sehr unterstuetzen
05.: Mir gefaellt der Song aus Belarus und ich wuerde mich freuen, wenn der Song das Finale erreicht
06.: Portugal kam erstaunlicherweise extrem gut an hier im Pressezentrum und Filipa ist wirklich niedlich. Aber ich glaube nicht daran, dass sie am Samstag dabei ist
07.: Ukraine ist sowas von im Finale - knallig bunte Farben, dazu eine Saengerin, deren aufgespritzte Lippen wohl bald platzen werden
08.: Die Bulgarin ist eine Wackelkandidatin. Das Lied selber ist ganz nett, aber ob es reicht?
09.: Slowenien wird es schaffen - ob mit oder ohne Diaspora.
10.: Kroatien - fuer mich der Wackelkandidat unter den Ex-Jugo-Laendern
11.: Schweden ist fuer mich definitiv kein Favorit, ich glaube, sie wird mehr in Hysteria als Euphoria enden - dennoch im Finale
12.: Georgien - so daemlich schraeg es auch ist und ich es nicht mag, das geht ins Finale
13.: Die Tuerkei darf wohl auf ihre 12 Punkte im Halbfinale aus Deutschland hoffen. Sollte es allerdings auch stimmlich so schlecht bleiben wie im Rehearsal, dann
14.: Der nette Este ist auch im Finale dabei. Stimmlich sehr gut, da gibt es nichts zu meckern
15.: Das geht ja mal gar nicht, aber es gibt fuer alle Arten von Musik eine Fanbase. Dann aber doch lieber Georgien
16.: Tootsie aus Norwegen ist dran und die Stimme war extrem duenn. Sollte es am Donnerstag so sein, dann wird das nix mit dem Finale
17.: Bosnien-Herzegowina scheint es wohl auch ins Finale zu schaffen. Sehr stabil und solide vorgetragen
18.: Litauen sagt mir gar nicht zu. Die Augenbinde geht gar nicht und der Salto, na ja, Bubi wollte zeigen, dass er turnen kann. Weg mit dem Dreck.

Und ich fahre jetzt ins Apartment und werde mal ein wenig schlafen. Das Juryfinale heute abend tu ich mir nicht an. Torsten

Bis denne. Ciao.

 

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Da meine Mitbewohner heute mal laenger schlafen wollten und dann zum Botschaftsempfang (zu dem ich nicht eingeladen war) wollten, habe ich den Tag heute in der Stadt verbracht. Ich fuhr mit dem Bus von unserm Hotel zum Heydar Aliyev Centre und ging dann zu Fuss weiter.

 

Foto verboten

 

Nachdem ich das Bild gemacht hatte, kam gleich ein Security-Mann auf mich zu (er sprach nur Azeri) um mir mit ueberkreuzten Armen wohl zu zeigen, das fotografieren verboten ist und ich dafuer eingesperrt werde Gleich gegenueber: der ESC ist ueberall praesent.

 

Eurovision

 

Das Viertel um das Center besteht ausschliesslich aus neuen Gebaeuden.

 

Gebäude 1

 
 

Gebäude 2

 

Gebäude 3  

 

Nachdem ich die 6-spurige-Strasse nach links ueberquert hatte (Fussgaengerueberwege gibt es hier kaum, und wenn dann halten die meisten Autos sowieso nicht ), konnte ich versteckt ein Foto machen, da hier auch Security aufpasst. Hier werden alte Haeuser systematisch entfernt fuer die neuen Riesen...

 

Gebäude 4

 

Viele neue Gebauede auf dem Weg in die Altstadt...

 


 Gebäude 5

 

Ueberall auch Hinweise will lang es noch bis zum Finale ist....

 

Finale03  

 

Was auffaellt ist auch, dass sehr oft Gruppen von Maennern im Park sitzen oder sich auf der Strasse unterhalten. Die Frauen arbeiten anscheind meistens. Im Park habe ich bisher nur Frauen im Rentenalter gesehen.

 

Männergruppe  

 

Bisher sieht man die Maenner nur in langen Hosen, aber die Schaufensterpuppen in den Geschaeften zeigen bereits wie es auch hier im Sommer sein kann.

 

Schaufenster  

 

Auf dem weiteren Weg zum Bulvar sehe ich ein altes Haus mitten zwischen den vielen neuen Gebaeuden...

 

altneu

 

ob dieses Gebaeude ueberlebt, saniert oder abgerissen wird... ?

 

Litfass

 

und natuerlich auch wieder den Hinweis auf den Abend des Jahres....


 

 Metrostation

 

Weiter geht es zur Metro-Station

 

Anschliessend geht es dann zur Staerkung in ein Cafe. Auch ist das Fotografieren ist hier wieder unerwuenscht. Aber von der Empore kann ich diesen Blick auf die "leckeren" Auslagen fotografieren.

 

THeke

 

 Was mir auffaellt: Ich komme mir hier wie "ET" vor. Die Leute sind alle sehr freundlich (auch wenn ich das hier schon oefters geschrieben habe). Wenn sie uns mit unserem "Hundehalsband" sehen, laecheln, zwinckern einem zu oder gruessen und gehen weiter. Manche sind auch sehr interessiert und fragen ob es mir hier gefaellt und woher ich komme. Wenn sie hoeren, das ich aus Deutschland komme, sind sie sehr erfreut. Einige wollen auch ein Foto mit mir. Hey, die haben da was falsch verstanden, ich bin doch nicht der Star! Beim Busfahren faellt mir auf, das es anscheinend eine bestimmte Sitzordnung gibt. Maenner sitzen neben Maennern und Frauen neben Frauen.
 

 

Brunnen

 


In einem Park gibt es mal wieder einen Brunnen zu bewundern...


 

Wasser 

 

Am Bulvar angekommen, entdecke ich knutschende Paaerchen.....
 

 

Das Leben, besonders der jungen Azeris ist anscheinend doch sehr westlich gepraegt. Fast alle haben ein Handy, das sie auch ausgiebig nutzen. Was in der ganzen Stadt auffaellt: Es ist so sauber, wie in keiner europaeischen Stadt. Kein Muell oder sonstiger Unrat... eine Wohltat fuers Auge...

 

blauer Kegel  

 

Nachdem ich den einige Zeit noch weiter am Bulvar entlang gelaufen bin und es mir dann doch zu heiss wurde, nahm ich einen Shuttle-Bus und fuhr ins Pressecenter hier an der Halle. Horst

 

Park

 

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Wir sind soeben im Pressezentrum mit einem leckeren Reisgericht verwoehnt worden. Das tut gut, bevor es dann gleich in die zweite Probe geht.

Elvira

 

 


 

 DONNERSTAG, 24. MAI 2012

 

Salam und guten Morgen aus Baku,
heute nach der Show stehen dann endlich alle Finalteilnehmer fest. So langsam wird es Zeit.... denn die Gesamtmüdigkeit (jeden abend eine Show und dann zu wenig Schlaf.... ) machen sich bemerkbar.
Viel Spass!
Horst

 

Guten Morgen,

Teile der 1. Probe fürs 2. Semi habe ich mir am Bildschirm im Pressezentrum angesehen und die Begeisterung hielt sich bei mir in Grenzen. Später waren wir dann zur 2. Durchlaufprobe in der Halle, hatten gute Plätze mit Blick frontal auf die Bühne und da hat sich mal wieder gezeigt, dass in der Halle einfach alles besser klingt, eine andere Stimmung und Sicht ist, weil man immer das ganze Bühnenbild betrachten kann und nicht auf die angeboten Abschnitte angewiesen ist. Ich fand es rundum klasse. Hier ein paar Einzeleindrücke:

Serbien: wer Balkanballaden a la Zeljko liebt (wie ich) kommt hier voll und ganz auf seine Kosten. Er hat eine starke Bühnenpräsenz und alles ist sehr stimmig in Szene gesetzt.

Mazedonien: eine Wahnsinnsfrau mit Power in der Stimme, der man ihre Bühnenerfahrung anmerkt und die ihren Weg ins Finale machen wird

Niederlande: sehr schöne Bühnenhintergrundbilder. Joan steht wie gewohnt mit Indianerfederschmuck und Gitarre auf der Bühne und vorne sind überall brennende Schalen aufgestellt und irgendwie kommt Lagerfeuerstimmung auf und man möchte mitsingen.

Malta: Mich irritiert der eine gelbe Fahrradhandschuh oder was er da trägt. Für mich müsste in der Nummer noch mehr Bewegung sein, wobei die Beinverdrehungsbewegungen schon sehr schön sind. Aber ich befürchte, dass es nicht reicht um weiterzukommen.

Weißrussland: ein Lied, das mir immer mehr gefällt. Gerade der Effekt mit den Fussbefestigungen finde ich klasse. Hatten wir zwar schon z.B. bei Sakis aber in dieser Form ist es wieder mal was anderes

Dann gab es auch hier wieder einen netten Zwischenfilm, wo die Aktiven hinter den Kulissen kurz vorgestellt werden.

Portugal: Filipa im Glitzergoldkleid mit Schlitz vor einem wunderschönen Bühnenbild. Hat mich heute zum ersten Mal angesprochen.

Ukraine: Mein Gott, was hat Gaitana für eine Stimme. Sie röhrt was das Zeug hält und scheint Energie zu haben ohne Ende.

Bulgarien: Dieses weiße Lederkostüm mit den langen Stiefeln übers Knie und dann noch der breite Goldgürtel ins einfach zu viel. Sie wirkt irgendwie etwas künstlich und das Discomäuschen nehme ich ihr nicht so ab. Ich weiß auch nicht, warum man bei so einer Dancenummer nicht ein paar Tänzer/oder -innen dazu nimmt. Sie bewegt sich auch nur in bescheidenem Rahmen. Am Ende dann die Funkenkreise sind schon ein toller Effekt und wurden sofort mit Beifall belohnt.

Slowenien: Schöne weiße Kleider. Nur bei Eva gefallen mir die vielen Blumen auf dem Kleid nicht. Ist so altbacken und trägt etwas auf. Dabei ist sie doch so schlank. Soll gesungen und schöne Choreo.

Kroatien: Eine tolle Frau, leider mit einem mittelmäßigen Lied und dann haben mir die weißen Kabel oder was da immer hinten an ihrem Kleid raus ragt irritiert. Ich dachte immer, da kommt noch was wie ein Kleiderwechsel, aber da war nichts. Soll also wohl aus optischer Sicht so sein.

Schweden: Die Favoritin wurde kräftig beklatscht und es ist schon eine abgedrehte Show, die sie hinlegt und beim ersten Zuschauen ist das sicher sehr beeindruckend.

Georgien: Beginn mit Operngesang in roter Mönchskluft, aber was dann kommt ist irgendwie merkwürdig und ich habe das Gefühl, das könnte trotzdem gut ankommen.

Türkei: Meine Überraschung des Abends. Eine supertolle Show zum Thema Schiffsfahrt mit abgestimmten Hintergrundbildern und Bewegungen. Wenn dann noch mit den Umhängen der Tänzer ein Schiff dargestellt wird, ist das ein toller Effekt. Als Gesamtpaket super schön.

Estland: Dann die Schlichtheit pur. Ein junger Mann, der nur mit Stimme und Gefühl überzeugt und das auch prima hin bekommt. Gänsehaut pur

Slowakei: Ein Hardrocktitel kommt doch immer weiter.

Norwegen. Tooji ist mir gesanglich etwas zu dünn. Liegt wohl an den vielen Tanzbewegungen und ist auch verständlich, gerade wo er am Ende des Liedes sichtlich nach Luft schnappt. Aber schön getanzt. Ich war ja mit den Schritten überfordert, als er die mal in einer PK versucht hat, den Anwesenden zu vermitteln.

Bosnien: Dame am Klavier. Nur die Schulterklappen mag ich nicht. Sonst eine schöne Nummer.

Litauen: eine nette Nummer, aber ich befürchte, sie bleibt zu blass im Vergleich zu der Konkurrenz.

Jedenfalls haben wir hier meiner Meinung nach stärkere Nummern gesehen als im Halbfinale und ich glaube fest, dass es diesmal große Überraschungen geben wird. Anders als noch im Semi 1.

Wir machen uns jetzt mal auf, etwas mehr von der Stadt zu erkunden.

Ciao Elvira

 

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Guten Abend aus dem Pressezentrum neben der Crystal Hall,

In rund 2 ½ Stunden beginnt das 2. Halbfinale, Spannung sowie Vorfreude steigen. Das moegliche Ausgang Resultat der Show ist nicht so vorhersehbar wie am Dienstag, die Meinungen gehen hier extrem auseinander. Der Poll im Pressezentrum hat sich in den vergangenen Tagen quasi auf links gedreht. War z.B. Georgien zu Wochenbeginn noch abgeschlagen auf den hinteren Platzen, waere Anri Jokhadze nach aktuellen Stand dabei. Vorne liegt die Tuerkei vor Schweden und Serbien (glaube ich). Letzter ist die Slowakei, vielleicht als Folge, dass Max Jason Mai gestern im Jury-Halbfinale fast keinen Beifall erhielt, die Nummer kam (leider) gar nicht an… Die Niederlande sind gerade noch Zehnter, das ist aber ein Unterschied von wenigen Stimmen. Nicht dabei waeren u.a. Mazedonien, Bosnien-H., Slowenien und Kroatien… das kann ich nun beim besten Willen nicht glauben. Wie gesagt, es ist spannend, nichts ist vorhersehbar. Ich versuche es trotzdem einmal.

Ich glaube, es kommen weiter: Serbien, Mazedonien, Ukraine, Slowenien, Schweden, Georgien, Tuerkei, Estland, Norwegen (gerade noch so) und Bosnien-Herzegowina… Also ausschliesslich Norden und Osten...

Wenn der ESC ein Wunschkonzert waere, wuerde ich noch die Niederlande, Malta und die Slowakei fuer die Ukraine, Georgien und Bosnien reinholen, aber is ja leider nit…

Fuer mich auch spannend, ob der Intervallact bestehend aus den Siegern der letzten Jahre endlich textsicher in Sachen Waterloo agiert. In der 1. Probe stand der Background noch mit Text in der Hand da, zur 2. Probe hat man sie ihnen weggenommen, da war es dann von allen eher eine Art Summen… Ich wuensche allen viel Spass dabei…

Das Wetter in Baku war heute uebrigens wieder sonnig und angenehm. Ich bin wieder in die azerische Kultur abgetaucht und bei… McDonalds gelandet! Die Gerichte, wenn man von Gerichten sprechen kann, heissen zwar gleich, die schreiben sie aber anders… Vom Preislichen her ist es in Aserbaidschan einen Tick teurer als in Deutschland, aber nicht die Welt. Vom Service war ich schlichtweg begeistert. Es stehen nicht wie in Deutschland drei meist unmotivierte Mitarbeiter, die sich oft im Schneckentempo bewegen, hinter den Kassen, waehrend die anderen Kassen geschlossen sind. Nein, jede der ca 10 Kassen war besetzt, die Mitarbeiter eilen schnell nach hinten und innerhalb von wenigen Sekunden ist das Essen da… Bei dem Menschenauflauf haetten man an einer beliebigen Autobahnraststaette in Deutschland eine knappe Stunde angestunden. Der Geraeuschpegel war dafuer dementsprechend. Wenn eine Bedienung fertig war, streckte sie einen Arm in den Himmel, winkte und rief “Issi Kassa” oder so aehnlich als Zeichen, dass der Naechste zu ihr kommen kann… Ob die Mitarbeiter bei der Hektik sehr alt werden, steht wiederrum auf einem andern Blatt…

Hab mich dann zu Fuss aus der Altstadt in Richtung Tofiq-Bəhramov-Stadion (uebrigens nach dem Linienrichter, der das Wembley-Tor 1966 fuer England gegen Deutschland gab, benannt) aufgemacht, was im Norden der Stadt liegt. Duerften gut 5 Kilometer gewesen sein. Anfangs hab ich meine Route gut gefunden. Da aber die Karte in meinem Reisefuehrer einem Bild aus einem Kinderbuch gleicht, kam ich schnell vom Weg ab. Ab der Haelfte des Weges ungefaehr wurden die Gebaeude aermlicher und verfallener… Die Schere zwischen Arm und Reich hier in Baku wird einem erst klar, wenn man Angst hat, dass einem groessere Stuecke Putz auf die Birne rieseln… Irgendwann bin ich dann angekommen und ich wurde mit einem Blick auf eine Baustelle belohnt… Aber immerhin viele andere Eindruecke mitbekommen. Der Liter Diesel kostet uebrigens aktuell 45 Qapik (ca. 45 Cent), wenn ich mich recht erinnere… Auf dem Rueckweg habe ich die U-Bahn genommen, war auch nicht unkompliziert (der ansaessige Polizist half mir gerne), aber wenigstens guenstig und bequem (20 Qapik).

Noch etwas zu den Landkarten fuer Baku. Habe mein Hotel im Vorfeld auf drei verschiedenen Seiten mit Maps gesucht, ich bekam drei verschiedene Standpunkte angezeigt… Google Maps lag z.B. um rund 300 Meter falsch…

In diesem Sinne. Wuensche allen einen geilen Abend und moegen eure Favoriten weiterkommen…
Benni

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Hier noch eine Info fuer alle anreisenden Fans auch ohne Akkreditierung! Vor dem Hilton-Hotel steht ein kostenloser "Baku City Tour"- Bus, der stuendlich faehrt und an mehreren Punkten in der Stadt haelt. Hier kann man kurz aussteigen oder aber mit dem kommenden Bus weiterfahren nach dem "Hop on, hop off"-Prinzip!

 

P1050817


Der Bus steht rechts neben dem Hilton-Hotel, gegenueber dem Busparkplatz und wartet auf Gaeste.... die Tour ist kostenlos!

 

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Abfahrtszeiten am Hilton....

 

Ich habe die Tour heute mit Elvira gemacht und kann sie sehr empfehlen um einen Ueberblick ueber die wichtigsten Punkte in der Stadt zu bekommen. So mache mich jetzt auf den Weg in die Halle fuers zweite Halbfinale. Werde spaeter noch ueber die Tour berichten, aber vorher erst das wichtigere fuer uns Fans....

... bis spaeter

Hatte heute noch eine lustige Begebenheit. War mit Elvira auf dem Weg zum Essen im Bulvard-Einkaufscenter, als mich ein junger Mann ansprach und mich um Hilfe bat.
Ich dachte: Was kommt denn jetzt, normalerweise werde ich hier staendig gefragt ob ich Hilfe brauche? Er bat mich fuer seine Freundin eine Liebeserklaerung auf deutsch zu sagen und nahm das dann auch gleich auf sein Handy auf! Wieder so ein Tag, an dem ich mich hier sehr wohl fuehle. Seit vorgestern wohnt jetzt auch ein Aseri bei uns Appartment. Heute morgen: fliessendes Wasser in der Dusche und die defekte Sicherung war auch ausgetauscht - geht doch...
Horst

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Hallo zusammen, gab dann doch wieder einige Abstuerze. Aber das habt ihr ja selbst mitbekommen.

Hier jetzt die Startplatzauslosung:

Litauen: 4
Bosnien-Herzegowina: 5
Serbien: 24
Ukraine: 25
Schweden: 17
Mazedonien: 22
Norwegen: 12
Estland: 11
Malta: 21
Tuerkei: 18

Horst

 

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Hallo aus Baku,

gleich wird erst einmal im Euroclub der Frust raus gelassen.

Das ging ja heute mal gar nicht, was da ins Finale gewählt wurde:

Turnübungen an der Stange wurden nicht belohnt (Österreich), aber für einen Milchbubi mit Handstand und einer Swarowski-Augenbinde reichte es, na ja, war natürlich das Glück der letzten Startnummer.

Dazu dann noch Bosnien-Herzegowina, Diaspora macht es möglich.

Die singende Beileidskarte aus Serbien schaffte es auch ins Finale, ihm folgte das Botox-Opfer aus der Ukraine.

Der kleine Waldschrat aus Schweden wurde seiner Favoritenrolle gerecht und schaffte den Sprung ins Finale ebenso wie Kaloderma, ach Kaliopi, aus Mazedonien - beide zurecht.

Norwegen schon überraschend, Estland dagegen nicht.

Für Malta hat es mich sehr gefreut, dass ein Land ohne Lobby ins Finale gekommen ist.

Die Türkei im Finale? Natürlich, sonst würde die Halle nicht mehr stehen, so wie die Leute ausgerastet sind. Schade, dass die Zuschauer in der Halle nur die Beiträge aus der Türkei und aus Aserbaidschan bejubeln, während man die anderen Länder nur mit Gnadenapplaus bedacht.

Joan aus den Niederlanden, meine kleine Käsesquaw hätte den Einzug ins Finale verdient gehabt, aber wie immer war für die Niederlande im Halbfinale Endstation.

Die Show generell gesehen war ganz ok, der Act mit den Gewinnern war auch ganz nett, allerdings verstehe ich nicht, warum die tuntige Diva als Gewinner von 2008 vor der Gewinnerin von 2007 aufgetreten ist. Und "Waterloo" sollten alle noch einmal üben, zumindest der Text sollte doch sitzen. Torsten

Hier die Startreihenfolge für das Finale:

01: Großbritannien
02: Ungarn
03: Albanien
o4: Estland
05: Bosnien-Herzegowina
06: Russland
07: Island
08: Zypern
09: Frankreich
10: Italien
11: Estland
12: Norwegen
13: Aserbaidschan
14: Rumänien
15: Dänemark
16: Griechenland
17: Schweden
18: Türkei
19: Spanien
20: Deutschland
21: Malta
22: Mazedonien
23: Irland
24: Serbien
25: Ukraine
26: Moldawien

 


 

FREITAG, 25. MAI 2012

 

An alle ECG-Mitglieder in Baku: Es wird heute Abend eine große OGAE-Party geben, Eintritt nur mit Membership Card, die Party wird wahrscheinlich ab 22.00 Uhr Ortszeit laufen, Eintritt 5 AZN 5 (inkl 1 Freigetränk), Ort: Miracle Hotel – Aliyar Aliyev 52a Str. (Aliyar Kucesi). Es wird versucht, einen Shuttle-Service zu organisieren, genauere Informationen folgen im Laufe des Tages!

Michael

 

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Guten morgen und Salam,

Info zur Party: Für die alle die hier in unser Hotel zur Party kommen und ein Taxi nehmen wollen, bitte dem Taxi-Fahrer sagen das das Hotel neben dem
"Keschli Bazar" ist. Das ist wichtig, da die Anlage neu ist und fast kein Taxi-Fahrer das kennt!!!
Jetzt zu gestern bzw. heute morgen. So gegen 3.30 Uhr Ortszeit machten wir uns vom Pressezentrum mit dem Shuttle-Bus auf den Weg zum Flaggenplatz um dort in ein Taxi umzusteigen. Elvira erklärte den Taxi-Fahrer, das wir zum "Miracle-Hotel" wollten. Nach etwa 20 Minuten standen wir dann da, allerdings vor dem "Europa-Hotel". Ich erklärte ihm dann das er uns zum "Keschli Bazar" bringen sollte, was er auch tat. Diesen Ort kennen alle Taxi-Fahrer. Wenn mir sagten: "Miracle-Hotel" gab es meist Probleme. Elvira meinte zwar, das jetzt so viele Leute hier seien und das auch bekannt sein sollte, war es aber nicht. Es besteht für alle anderen die kein Taxi nehmen wollen, auch die Möglichkeit in der Innenstadt den Bus Nummer 14 zu nehmen und mit dem zum "Keschli Bazar" zu fahren.
Nachdem wir dann so gegen 4 Uhr todmüde in unserem Appartmentblock angekommen waren nahmen wir den Aufzug um zu unseren Zimmer in die 11 Etage zu kommen. Dort angekommen verhackte sich die Tür und wir waren sassen im Aufzug fest. Ich drücke den Notknopf und wir warten einige Zeit, aber es tat sich nichts. Glücklicherweise hat man ja heute ein Handy dabei und zufällig hatte ich auch noch einen Zettel mit Telefonnummer unseres Hotels dabei. Ich rief dann an der Rezeption an. Nach einiger Zeit wurden wir dann aus unserer mißlichen Lage befreit und so hatten wir es dann geschafft so gegen 5 Uhr im Bett zu sein.
Hier nochmals einige Infos zu unserer Stadtrundfahrt von gestern. Wie bereits erwähnt gibt es eine kostenlose Stadtrundfahrt die an der "Nefchilar Pros" nach dem "Park Bulvar Shopping Center" in Höhe des "Hilton Hotels" startet. (Startzeiten: Siehe bitte Foto von gestern!)

Die Tour führte von hier über die "Nobel Pros" und die "Najafgulu Rafiyev St" zum "Heydar Alieyev Center" vorbei am Tower für den neuen Bahnhof, der am 28. Mai eingeweiht werden soll, weiter die "Yusuf Safarov St" entlang, vorbei an Polizeipräsidium und Museum Of Modern Art zurück in die Innenstadt zum "Jungfrauenturm" wo auch der erste Stop ist. Hier haben wir das moderne Baku des 21. Jahrhunderts gesehen. Es gibt viele futuristische Gebäude und es wird wahnsinnig viel gebaut. Ich denke in ein paar Jahren hat sich das Bild der Stadt komplett verändert. Von hier geht es nach kurzem Zwischenstop dann in den Stadtteil Nasimi. Auch hier sehr viele moderne Gebäude neben alten Gebäuden und wie schon erwähnt, neue Gebäude im Bau ohne Ende. Die Fahrt führt weiter bis Universität wo auch ein kurzer Stop eingelegt wird. Der Platz und der Park mit Brunnen wirken sehr entspannend auf mich. Überall grüne Zonen. Nirgens fehlt ein Brunnen. Ich komme mir vor wie in einem Kurort. Die Strassen und Parks sind alle sehr gepflegt. Nirgends verschmierte Wände, Restmüll oder sonstiger Unrat. Ohne Probleme findet man überall Mülleimer um seine Sachen zu entsorgen, auch wenn es hier (wir sind ja verwöhnt ) keine Mülltrennung gibt. Wie schon öfters erwähnt sind die Menschen sehr offen und interessiert an einem . Ein Lachen wird gleich erwidert und endet meist in einem Gespräch. Viele Jugendliche kommen auf einen zu, fragen woher man ist ob sie ein Foto zur Erinnerung mit mir machen dürfen. Ich fühle mich, trotz anfänglicher Befürchtungen sehr wohl hier in Baku. Das Leben spielt sich hier auch sehr in der Nacht ab. Wenn wir aus den Proben nach Mitternacht in unser Appartment wollten waren die Strassen auch in der Woche zu später Stunde noch sehr belebt. In den Parks sieht man junge, verliebte, knutschende Paare. Die Kinder sind sehr gut erzogen, nirgends habe ich bisher ein quängeldes Kind gesehen oder gehört. Ein Lächeln wird gleich erwiedert und grüssen tun hier alle. Da schaut keiner weg, im Gegenteil man kommt ins Gespräch den Leuten, die fragen woher man ist wie einem Aserbaidschan gefällt, ob einem das Essen schmeckt, ob es ähnlich sei wie in Europa... etc. Es macht richtig Spass sich hier mit den Leuten zu unterhalten. Viele möchten dann auch gerne eine Foto mit einem haben. Wie schon gesagt, ich komme mir hier manchmal vor wie "E. T.", der gerade die Erde besucht! Doch nun weiter zu unserer Tour nach dem Stop an der Universität geht es dann zu einem weiteren Park. Auffallend ist, das alle Parks einen Brunnen haben, der nachts auch angeleuchtet wird. In den ersten Tagen habe ich ja schon viele Nachtaufnahmen hier gepostet. Von hier aus geht es weiter zum höchsten Aussichtspunkt der Stadt, vorbei an "Flame Towers", Parlament sowie dem Martyrer-Friedhof der ums Leben gekommenen Zivilisten im Bergkarabach-Krieg mit Armenien 1991, zum Aussichtsplateu über die Stadt. Von hier hat man einen tollen Ausblick über die Stadt und natürlich auf den "Baki Kristal Palast". Zurück geht es nun mit der seit Mitte der Woche in Betrieb genommenen neuen Bergbahn runter zur "Nefchilar Pros" wo uns ein Bus erwartet. Der Andrang an der Bahn war erwartungsgemäss sehr gross und die Reiseleitung ließ uns dann bevorzugt an allen wartenden vorbei bringen, was mir unangenehm war, da auch hier viele Familien mit kleinen Kindern auf die Fahrt nach unten warteten. Auch hier wieder kein quäneldes Kind! Der Bus brachte uns dann wieder zu unserem Startplatz am "Hilton" und wir waren dann noch im Park Bulevard Center zum Essen bevor wir uns zum zweiten Halbfinale gestern abend in die Halle aufmachten.
Hier noch einige Fotos von unterwegs! Viel Spass...

Horst
 

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Ein herzliches Hallo aus Baku!
Ich komme gerade direkt aus der deutschen Pressekonferenz mit Roman.
Und die deutsche Delegation hatte prompt eine grosse Ueberraschung in der Hinterhand. Die erste Frage, die an Roman ging, drehte sich um seinen Kontakt zu Lena: Ob sie ihm Tipps gegeben hat etc. Und ploetzlich ging die Tuer auf und Lena kam wie ein Irwisch angeflitzt. Sie hatte auch eine Muetze auf und es gab ein grosses Hallo.
Entweder hat er es gut ueberspielt, oder Roman war wirklich ueberrascht. Lena bleib auch nicht wirklich lange, da sie ihm nicht die Aufmerksamkeit in der PK stehlen wollte, aber ein cooler Ueberraschungseffekt blieb es allemal!

 

GER 1  GER 2 

 

GER 3  GER 4

 

GER 5

  

Ansonsten gab es nicht viele Neuigkeiten. Romans Favoriten sind nach wie vor Schweden und Daenemark und Norwegen. Er bedauert es sehr, dass Traschitaz nicht mehr mit dabei sind. Die beiden Jungs findet er super und versteht sich auch sehr gut mit ihnen. Bernd

 

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Salam aus Baku!

An den Zeiten, die Horst in seinem Artikel nannte, kann man gut erkennen, dass sich hier alles in die tiefe Nacht verschiebt.... Das ist schon auf Dauer anstrengend, denn man (ich auf alle Faelle) will ja noch mehr von der Stadt sehen.
Der ESC ist im Stadtbild gut vertreten, hier mal ein Nachtbild vom Jungfrauenturm....

 

Logo

 

Das 2. Semifinale hat ja zum Glueck viele schoene Titel ins Finale gebracht..... aus meiner Sicht tut es gut, dass Skandinavien so gut vertreten ist, auch das Baltikum. Aber klar ist auch, dass es fast nie 100 % Zufriedenheit bei der Auswahl 10 aus 18 geben kann....

Heute stehen nicht nur die erste und zweite Generalprobe des Finales an, es laufen auch die zweiten Pressekonferenzen der Gastgeber und der Big 5. Ich kam gerade in die Pressekonferenz von Engelbert Humperdinck, als er ueber seine Freundschaft zu Filip Kirkorov erzaehlte. Dieser unterstuetzt ihn auch mit einem Aufruf an seine Fans.

 

GBR copy


Auch Elvis Presley kam zur Sprache. Er sei durch Elvis inspiriert worden, nicht umgekehrt. Er traegt noch heute das von ihm erhaltene Kettchen in der Brieftasche, was er auch gleich zeigte. Denn jeder habe auch Schwaechen und koenne Unterstuetzung gebrauchen - und sei es von hoeherer Stelle... Engelbert ist bei den Pressekonferenzen wirklich eine Wohltat, da man es hier mit einem absoluten Profi zu tun hat. Ich hoffe, dass er morgen im Finale gut bei Stimme ist, denn seine Gitarrenballade ist eine so wunderbare Eroeffnung des Abends....

Danach kam die zweite Pressekonferenz von Roman - und als Ueberraschung stuermte auf die Frage eines Vertreters von ESCkaz nach einem Treffen mit der in Baku weilenden Lena, die Roman verneinte, just in diesem Moment eben jene Lena in die Halle........
Soweit fuer den Moment.......Uwe
 

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Salam aus Hilden

Die WDR-Lokalzeit Ruhrgebiet sucht Fans aus dem Raum Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Herne, die morgen das Finale gemeinsam ansehen, für einen Bericht in der Lokalzeit, wer Interesse hat, meldet sich bitte schnellstmöglich bei mir! Michael,

 

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Hallo,

die Finaltickets sind jetzt da.

Wichtig ist, dass auf den Tickets der Name und auch die Nummer des Passes eingetragen sind.
Es ist erforderlich, dass jeder auch diesen Pass mit zum Finale nimmt, da ohne Pass kein Eingang zur Halle ermoeglicht wird.

Wir haben wieder nicht so gute Bloecke zugewiesen bekommen und daher werden die Karten voraussichtlich wieder nicht mit den Bloecken auf den Vouchern uebereinstimmen.

Folgende Abholtermine bieten wir an:

1)
heute zwischen 22.00 und 22.30 Uhr Ortszeit an der Chystal Hall. Es geht leider nicht mehr wie bei der letzten Ausgabe auf dem Parkplatz mit den Eurovisonstaxen, da dorthin kaum noch jemand durchgelassen wird. Daher werden die Finalkarten jetzt an der Unterfuehrung (von der Stadt kommend auf der rechten Seite) verteilt und zwar ziemlich am Rand von der Unterfuehrung weg Richtung altem Treffpunkt. Da die meisten Horst und mich von der letzten Ausgabe kennen, werdet ihr uns sicher finden.


2) am
Samstag zwischen 21.00 und 21.30 Uhr Ortszeit am Treffpunkt wie unter Punkt 1 beschrieben.


Dann noch ein Hinweis:

Heute abend am 25.5.2012 findet eine große
Open Air OGAE-Party statt. Eintritt nur mit Membership Card, die Party wird wahrscheinlich ab 22.00 Uhr Ortszeit laufen, Eintritt 5 AZN 5 (inkl 1 Freigetränk), Ort: Miracle Hotel – Aliyar Aliyev 52a Str. (Aliyar Kucesi). Es wird versucht, einen Shuttle-Service zu organisieren, genauere Informationen folgen im Laufe des Tages!

Info zur Party: Für die alle die hier in unser Hotel zur Party kommen und ein Taxi nehmen wollen, bitte dem Taxi-Fahrer sagen das das Hotel neben dem "Keschli Bazar" ist. Das ist wichtig, da die Anlage neu ist und fast kein Taxi-Fahrer das kennt!!!

Es besteht für alle anderen, die kein Taxi nehmen wollen, auch die Möglichkeit in der Innenstadt den Bus Nummer 14 zu nehmen und mit dem zum "Keschli Bazar" zu fahren.

Wenn es Probleme mit den Uebergabeterminen gibt, meldet euch bitte bei uns.

Telefon hier in Baku:

Elvira: 0049 160 97 60 34 96 (deutsche Nummer)
Horst: 00994 (0)51 327 18 42
(aserbaidschanische Nummer)

 

Party

 


 

SAMSTAG, 26. MAI 2012

 

Salam und guten Morgen in die Heimat,
Der Tag des Jahres ist für uns Fans da!
Nachdem ich gestern im Juryfinale war, habe ich keinen Favoriten mehr. Alles ist möglich Wir werden ein sehr gutes Final bekommen, was ich auch von Fans aus anderen Ländern hier so gehört habe. Die Wertungstafel im Pressezentrum wechselt ständig die Spitzenposition, mal Spanien, mal Schweden, mal Türkei und natürlich auch Aserbaidschan. Die Russinnen sind in der Wertung jetzt nicht mehr ganz vorne. Ich denke, dass das Alter der anrufenden letztendlich mit entscheiden wird, wer heute abend das Mikro mit nach Hause nehmen darf. Roman ist hier bisher sehr souverän aufgetreten. Das alles lief wie am "Schnürchen". Hoffe nicht das noch heute abend das grosse Nervenflattern kommt! Mal schaun ob Loreen ihrer Favoritenrolle hier wirklich gerecht wird und wir kommendes Jahr nach Stockholm dürfen? Can aus der Türkei hat sich seit den 2 letzten Shows sehr gesteigert. Ivi hatte gestern im Juryfinale ein paar "schräge" Töne drauf, aber die Show mit ihren Mädels war perfekt. So ratlos wie dieses Jahr war ich noch nie.
Da uns ja hier eine lange Nacht bevor steht, haben wir es heute twas ruhiger angehen lassen. Die Veranstaltung soll offiziell bis morgen früh um 5.00Uhr dauern! Während ich hier schreibe schlafen die meisten hier noch. Die Party hier im Hotel ging bis in die frühen Morgenstunden. Die Stimmung war gut. Schade, dass es hier nicht früher solche Veranstaltungen gab, aber die Organisation ist hier "very special".
Falls ich mich an dieser Stelle nicht mehr melden sollte schon mal jetzt einen spannenden Abend und vielleicht gibt es einen Sieger, den keiner auf Liste hatte und sämtliche Wettern und Prophezeihungen sind mal wieder hinfällig.
Viel Spass Euch allen!!!
Hier noch ein Bild von einem alten Bekannten, dass ich gestern, mit den Bildern der Stadtrundfahrt, vergass zu posten....
Horst
 

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Bakı yaxşı axşam,

der Google Translator macht es moeglich...

Keine zwei Stunden mehr, dann geht es endlich mit dem Finale los und gut drei Stunden spaeter wissen wir auch, wer in einem Atemzug mit Dima Bilan, Alexander Rybak, Lena und Konsorten genannt werden und den kommenden ESC ausrichten darf. Wie schon zuhauf gelesen, gestalten sich Prognosen schwer. Zu unberechenbar ist das Feld und speziell das Verhalten der Jurys darauf. Moskau (Sotschi, St. Petersburg oder was auch immer), Belgrad, Rom und Stockholm erscheinen mir die wahrscheinlichsten Destinationen, aber warten wir es einmal ab. Mein touristisches Herz sagt: Bitte, lass es Stockholm werden!!!

Einige Starter wie z. B. Moldawien oder Zypern koennten fuer eine Ueberraschung gut sein. Das Rennen um den letzten Platz laeuft in meinen Augen zwischen Frankreich, Malta, Litauen und Ungarn ab. Und wo landet Roman? Ueberraschenderweise irgendwo in der Mitte... Neun? Zehn? Elf? Zwoelf? Bald sind wir schlauer... Fuer mich ging Roman beim Juryfinale etwas unter, aber vielleicht sehe ich das fuer gewoehnlich ein wenig zu kritisch... Mein Herz schlaegt bekanntermassen fuer Spanien. Egal, was heute passiert: Pastora ist die Beste... Geniesst die Show, macht euch einen geilen Abend und ruft fuer die richtigen Beitraege an...

Den Tag selbst benoetigt man mittlerweile, um Schlaf der verpassten Naechte aufzuholen... Zwischendurch bin ich mit dem Bakuer Riesenrad gefahren und hab mich am Steg von Bakuer Maedchen zwecks einer moeglichen Facebook-Freundschaft angraben lassen... Und immer die gleichen Fragen. Wie findest du Baku? I liiiiike it... Wie gefallen dir die Menschen und die Gebaeude? Niiiiiice... Eigentlich waer es mal interessant zu sehen, wie sie reagieren, wenn man sagen wuerde: Scheisse... Einmal wurde ich gefragt, wie ich den ESC in Baku finde. Ich mochte ihn natuerlich, sagte aber auch das Duesseldorf fuer mich etwas besonderes war und nicht zu toppen ist, da die Stadt am Rhein meine Heimatstadt ist... Ein dusseliger Gesichtsausdruck war die Folge. Wie, wir sind nicht die besten in Aserbaidschan? Das passt gar nicht in ihren Patriotismus hinein... Alles in Aserbaidschan ist toll und die Tuerkei ist auch toll... Ja, ja... Aber zugegebermassen ist man als Deutscher auch ueberall gerne gesehen. Als Franzose, Ukrainer oder Schwede bestimmt wohl aber auch... Trotzdem man ahnt gar nicht, wie viele Menschen in Baku irgendeinen Bezug zu Deutschland haben. Der Mann am Riesenrad hat deutsch z. B. in der Schule gelernt...

So, jetzt ab zur Musik. Wird eine tolle Show... Benni

 

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Klasse! Es geht nach Schweden!
Das war doch eine tolle Show - mit einem guten Ergebnis. Auch wenn wir in der Halle viele Punktevergaben schon vorher im Chor aufsagen konnten, reichen doch nicht nur die Nachbarschaftswertungen fuer einen Sieg!
Und - soweit als Kurzkommentar - das Ergebnis fuer Roman ist ein sehr gutes! Am Anfang sah es ja noch sehr mau aus, aber dann hat er sich gut durch die Wertungen vorarbeiten koennen!
Mich persoenlich freut ja besonders das gute Abschneiden von Estland! Das zeigt auch, dass es nicht immer einer atemberaubenden Feuershow braucht. Das gilt ja aber auch fuer Roman!!!!
Ich bin gespannt, wie dann im Rueckblick der Auftritt von Aserbaidschan war. Denn diese hohe Platzierung ueberrascht mich doch sehr......
Auf gehts in eine euphorische Partynacht! Uwe

 


Düsseldorf-Blog 2011


SONNTAG, 1. MAI 2011

 

Guten Morgen, bzw. Mittag aus Duesseldorf,
nach der ersten Pressekonferenz hier, naemlich der aus Polen, und waehrend die Armenier auf der Buehne erste Toene probieren und immer wieder ihr literarisch besonders wertvolles Boom Boom Chaka Chaka ins Mikro singen, sitze ich hier in dem riesigen, noch recht stillen Pressezentrum und geniesse einen richtig guten Kaffee, den die Sponsoren den Pressemenschen in der sog. Working Area offerieren.
Vielleicht als erstes ueberhaupt einmal eine Schilderung meiner ersten Eindrueck hier. Es scheint alles unglaublich perfekt durchorganisiert zu sein. Das Vorurteil oder wie auch immer man das nennen mag, das man gegenueber Deutschland hat, in Punkto Ordung, Perfektion und Puenktlichkeit, wird hier zunaechst einmal bestaetigt. Die Proben klappen reibungslos, die junge Dame, die die Pressekonferenzen leitet, ist professioniell vorbereitet und sorgt dafuer, dass keine peinlichen Luecken entstehen, wenn gerade niemand eine Frage stellen will - und die Halle... ja, die ist RIESIG! und die Buehne ist der absolute Knaller. Auf den Bildschirmen wirkt sie sogar - wie das meistens so ist - noch besser, aber als ich heute vor der ersten Probe Polens in die Halle kam, hatte ich Gaensehaut, da das Gesamtbild einfach durch seine Groesse und seine Aesthetik umwerfend ist. Dazu demnaechst sicher mal mehr.
ein bisschen schade - und dann auch nicht wirklich professionell - ist die Tatsache, dass beide deutsche Clubs eigentlich zu Beginn der jeweils ersten Pressekonferenzen den Saengern der Delegationen eine Tuete mit Praesenten als Willkommensgruss ueberreichen wollten. Das war auch mit den Offiziellen so abgesprochen und die Plaene fuer diejenigen von uns, die diese Geschenke uerberreichen sollten, waren ebenfalls erstellt. Nur fiel dann ungefaehr einen Tag vor der Eroeffnung des Pressezentrums auf, dass man aber kein Glas und kein Porzellan bzw Steingut ins PZ bringen durfte. damit fiel die Uebergabe ins Wasser, da in der Tuete u. a. ein Becher und ein Flaeschchen sind... Dumm gelaufen. Die Tueten werden den Delegationen ins Hotel gebracht...
Die Atmosphaere hier ist ansonsten bestens, vor allem auch sehr freundlich. Jetzt faengt die norwegische Pressekonferenz an und werde dort mal hingehen. Zu den Proben und den PKs spaeter - vermutlich auch nicht nur von mir - mehr.
So long.

Nach der norwegischen Pressekonferenz sitze ich hier nun und habe "Dienst" an unserem Fandesk, das zugegebenermassen noch nicht ganz wie ein Fandesk aussieht, mal abgesehen von zwei Plakaten, die Nicole 1982 bzw. Lena 2010 zeigen. Aber das wird sich im Laufe des Tage noch aendern, wenn hier weitere Plakate, Magazine und die Voting-Box herangeschafft sein werden. Die Presse und die Fans koennen hier am Fandesk dann ueber ihren Favoriten abstimmen und das aktuelle Ergebnis koennen wir ueber eine BigScreen direkt ueber unserem Desk immer wieder einblenden.
Das zweite Land, das heute mit Proben dran war, war Norwegen. Ich hab sowohl die Proben als auch die anschliessende PK gesehen. Stella ist auf der Buehne sehr professionell, und von ihrem in der PK bekannten Lampenfieber konnte man nichts merken. Haba Haba ist sicherlich nicht jedermanns Sache, und ich habe in der Halle viele Leute gesehen, die das Gesicht verzogen ob dieses "Waka Waka - Abklatsches", (also ICH mag das!!), aber ihr vorzuwerfen, das Lied sei ja nicht sehr norwegisch, ist schon putzig, vor allem wenn dieser Vorwurf von deutschen Journalisten kommt, deren Land ihrer Meinung nach ja offensichtlich mit einem sehr deutschen Lied vertreten wird...
Bei der norwegischen Probe fiel einmal mehr auf, was LED-Waende zu leisten im Stande sind. Passend zum Lied und zu den afrikanischen Klaengen ist alles sehr bunt und bewegt. Die LED-Waende sind im Uebrigen riesig und es kommt auf dem Bildschirm auch gut rueber, wenn man hinter den Saengerinnen und Taenzerinnen nichts als eine riesige bunte Wand mit - in diesem Fall- vielen typischen afrikanischen Mustern sieht.
Die Norweger zogen ihre Show durch, als haetten sie auf dieser Buehne schon zig mal gestanden. Ein Delegationsmitglied, das seit 1997 dabei ist, sagte dann auch, dass das in all den Jahren die beste erste Probe gewesen sei, die er jemals bei einm ESC hatte. Na denn!! Stella bezeichnete die Buehne als Raumschiff, mit dem sie fast abheben koenne. Ihre gute Laune war unglaublich ansteckend und sie erzaehlte ein wenig von ihrer Grossmutter, die ihr als Kind immer wieder "Haba haba" eintrichterte... was so viel heisst wie "nicht alles auf einmal, sondern Stueckchen fuer Stueckchen", wie es dann im weiteren Text auf Englisch heisst "little by little". Am Ende sang die ganze Combo noch ihr Lied mit zwei Gitarren zur Begleitung quasi unplugged, zeigte den anwesenden Presseleuten die Choreographie und los ging's. Selbst wenn man das Lied nicht mag, kann man sich dem unbefangenen Charme Stellas kaum entziehen. Auf die Frage, welches ihr Lieblingslied von vergangenen ESCs sei, war sie allerdings wenig originell, wenngleich nachvollziehbar: Fairytale.
Vor 5 min. hoerte ich von fern die Albanierin in der PK "Proud Mary" groehlen... Auf der Buehne ist die erste Pause vorbei und die Tuerkei probt. Und im Pressezentrum beginnt jetzt die PK Armeniens.
Ueber weitere Proben berichten dann hoffentlich noch andere....
Bis spaeter.

Jörg


Nachdem Jörg schon seine ersten Eindrücke hier geschildert hat, hier auch von mir einige Impressionen. Kurz nach 10 Uhr beginnt die erste Probe! Startnummer 1 ganz bewußt gewählt von Polen! Magda ist mit ihrer ersten Probe sehr zufrieden. Ein dpa-Journalist möchte gerne wissen wie hoch ihre Stöckelschuhe sind und wie gut man darin gehen kann. Sie meint, das sie in Polen etwas außerhalb, oder wie man hier zu sagen pflegt "auf'm Land wohnt, und sie es daher gewohnt sei lange Wege zu laufen und deshalb mache es ihr nichts aus darin herum zu laufen. Auf die Frage weshalb es 2 englische Versionen ihres Titels gibt, meint sie das sie mit der ersten Version nicht zufrieden war und sich die neue Version besser singen lässt. Die Pressekonferenz wird geleitet von Sonia Kennebeck, die sich Branislav Katic abwechselt.

Für Stimmung in der Halle bei den Anwesenden vor Ort sorgte Stella Mwangi. Bei der Pressekonferenz erzählt sie, dass sie im vergangenen Jahr den ESC gesehen habe und beschlossen habe unbedingt dabei sein zu wollen. Bisher ist sie eher als Rap-Sängerin in Erscheinung getreten. Der Titel sei so zustande gekommen, dass sie sich an ihre Kindheit in Kenia erinnert habe und ihr der Ratschlag ihrer Großmutter einfiel: "Haba, Haba..." - was soviel bedeuten soll: "mach Langsam... nicht alles gleichzeitig... Schritt für Schritt". ... diesen Ratschlag kann ich auch gut nachvollziehn.  Auf die Frage, was sie an bisherigen ESC-Teilnehmern/-liedern kennt, gibt sie an: Alexander Rybak (.... ein Held in Norwegen ... ihre Worte) und Bobbysocks mit "La det swinge", das erste ESC-Lied an das sie sich erinnern kann, nachdem sie als fünfjährige nach Norwegen kam. Zum Abschluss fordert Branislav Katic sie noch auf ihm die Tanzschritte ihres Liedes beizubringen. Das Angebot von Stella an ihn als Backgroundsänger- Tänzer auf der Bühne mitzumachen, lehnt er dankend ab...

Aurela lebt in Amerika und gibt sich selbstbewußt. Sie kann nicht kochen und sie sei dazu berufen zu singen, was sie seit ihrem 4. Lebensjahr macht. Ihr Auftritt beim ESC sei der Wunsch ihres Lebens. Geld habe früher für sie keine Rolle gespielt es aber wahr ist, das man von der Liebe zur Musik nicht alleine leben kann, wie wahr wie wahr...
Sie freue sich sehr auf den Auftritt kommenden Dienst, da sie es liebe das Publikum zu bewegen. Das Motto des Wettbewerbs: "Feel your heartbeat" sei wie für sie gemacht...

... auch Emmy ist mir ihrer ersten Probe zufrieden. Sie hatte einen Titel von einem Deutschen (der angeblich auch ihr persönlicher Favorit war), es aber nicht unter die letzten 4 schaffte eingereicht. Den Erfolg der Armenier beim ESC in den vergangenen Jahre versuche sie nun fortzusetzen. Die anwesenden Journalisten wurden dann noch animiert sie beim Tanzen ihres Beitrages zu unterstützen.... auch versuchte sie sich mit einigen Brocken in Deutsch.....

In der türkischen Pressekonferenz erfahren wir, dass der türkische Bandname übersetzt: "High Fidelity" heißt. Sie fühlen sich sehr geehrt ihr Land vertreten zu dürfen. Als sie ausgewählt wurden, haben sie zuerst recherchiert was beim Wettbewerb am Besten abgeschnitten hat und sich dann für einen Up-Tempo-Song entschieden. Auch bei der Sprachauswahl haben sie auf englisch gesetzt, da das ja wohl mehr Menschen verstehen als türkisch. Sie sind sicher eine Top-10 zu erreichen und hoffen wie alle anderen Teilnehmer auch als Sieger nach Hause zu fahren.

... auch Nina ist mir ihrer Probe zufrieden... auf die Frage was sie noch an ihrem Aufritt ändern soll... will sie sich erst noch mal die MAZ ansehen. Die englische Version ihres Titels: "Magical" möchte sie nicht beim ESC präsentieren, da sie sich in ihrer Landessprache wohler fühlt und die auch für sie angenehmer klingt. Nina studiert Pharmahie und auf die Frage von Branislav nach Hilfe für seine Kopfschmerzen weißt Nina ihn darauf hin, das sie hier als Sängerin ist und den anderen Job zu Hause ausübe....

Gut besuchte Pressekonferenz bei Alex Vorobyev. Singend mit Akkordeon eröffnet er die Pressekonferenz, die sehr lustig und kurzweilig ist. Als er sein Team vorstellen soll scherzt er niemand zu kennen? Er erzählt von seinen vielen Aktivitäten und kokketiert mit seinem internationalen Team: Red als Autor und das schwedische Management sowie seinem Vertrag mit Universal (deshalb wird aus Vorobyev auch Sparrow, weil man der englischen Sprache auch huldigen will). Seine russischen Wurzeln möchte er aber nicht verschweigen und möchte das Tradionelle mit dem Modernen verbinden. Der lustige "Spatz" möchte dann auch morgen mit allen Fussball spielen...

... weniger Andrang bei der Pressekonferenz der Schweiz: Anna Rossinelli. Sie erzählt, dass sie vom Autor ihres Liedes für die Internetpräsentation ihres Liedes in Basel auf der Strasse angesprochen wurde. Seit dem Sieg bei der nationalen Vorentscheidung habe sich ihr Leben in der Form verändert, dass sie jetzt mehr Termine habe aber noch weiterhin als Strassenmusikantin arbeiten möchte. Vorrangiges Ziel: das Finale am kommenden Dienstag zu erreichen...

In tradionell gekleideten Kostümen erscheinen die Georgier zur Pressekonferenz. Die Sängerin der Gruppe wurde kurzfristig ersetzt, da es ihr eigener Wunsch war die Gruppe zu verlassen. Die jetzige Sängerin war bereits in Oslo als Backgroundsängerin dabei und freut sich jetzt um so mehr hier in Düsseldorf, mit vielen Emotionen vom vergangenen Jahr, wieder dabei zu sein. Vor 30 Jahren hat eine georgische Mannschaft hier in diesem Stadion ein wichtiges Finale gewonnen (Sorry,  habe keine Ahnung von Fussball!) was die Gruppe als gutes Omen und Motivation nehmen will. Gleichzeitig wurde zur Party am 05. Mai im EuroClub eingeladen... .... jetzt noch Finnland und dann wäre der erste Probentag geschafft....

Den Abschluss bei den Pressekonferenzen macht Finnland. Die Anzahl der anwesenden Journalisten ist schon geschrumpft, wohl um den Abend bei der Eröffnung des EuroClub zu verbringen.
Paradise Oskar tritt, wie bei seinem Auftritt auch, in einem receycelten Hemd auf. Umwelt spielt eine grosse Rolle für ihn. Lordi's Sieg 2006 hat er auch gesehen, aber auf die Frage ob ihm das gefällt, meinte er, dass es nicht seine Musik sei. Er mag eher die Sachen aus den 60- und 70er Jahren. In seinen Liedern sind ihm die Texte wichtiger als die Musik und die Show darum. Er singt seinen Beitrag nochmals nur von seiner Gitarre begleitet.
So das war es dann für heute. Morgen früh starten die Malteser als erste....

Horst.


...nun auch von mir! Die Umllauttaste fuer das 'ue' muss ich auf der amerikanischen Tastaur hier erst noch finden.

Ich war heute morgen zunaechst am Fandesk anzutreffen. Der ist recht gross bemessen und liegt zwischen Catering und Toiletten. Ganz praktisch, da muss frueher oder spaeter jeder mal vorbei. Mittlerweile haben wir ihn mit Flyern, Plakaten (von Lena, Nicole, dem Euroboat, ECG-Flagge) auch etwas aufgehuebscht. Die meist gestellte Frage der Vorbeikommenden war heute noch die nach den Toiletten, das wird sich hoffentlich noch im Laufe der Zeit aendern. Aber wir hatten auch schon einen Volunteer, der sich fuer den Fanclub interessiert hat. Er bekannte sich sogar dazu MeKaDo seinerzeit gesehen zu haben, also ein echter Fan.
Zwischenzeitlich mussten wir noch das OGAE-Voting vorbereiten. Wir hoffen, dass wir damit bald starten koennen.

Als 'Frischling' war der erste Eindruck vom Pressezentrum wirklich beindruckend. Viele Arbeitsplaetze sind hier mit Notebook ausgestattet. Zusaetzlich gibt es auch ein paar Stehdesks mit Notebooks extra fuer Fans. Wirklich nett, dass auch daran gedacht wurde.

Auf dem Monitor aus der Arena sehe ich gerade wie es ordentlich 'blubbert'. Anna Rossinelli steht auf der Buehne mit ganz vielen Seifenblasen um sie herum. Und sogar echte, keine LEDs! Das ist doch mal was Neues! Vielleicht kann sie damit Europa verzaubern. Mit ihrem atbackenen rot-paillierten Kleid zumindest nicht...

Gleich dann mehr zu den Proben der Tuerkei und Russland.

Aurela Gace kamm auf der PK wirklich sympathisch und humorvoll rueber. Sie gab ein paar stimmliche Kostproben, die ueberzeugten. Zudem spricht sie auch sehr gut Englisch, was allerdings auch nicht weiter ueberraschen duerfte, da sie mal ein paar Monate in Albanien und mal in den USA verbringt.

Bei den Proben fehlen ihr momentan noch die Zuschauer. Sie freue sich schon auf die Show, da die Zuschauer ihr dann die 'Energie' fuer einen guten Auftritt liefern wuerden. In Duesseldorf werde sie nicht viel unternehmen. Stattdessen werde sie Kraft sammeln vor dem Halbfinale. Von einer Pressevertreterin kam dazu der Hinweis an sie, dass Duesseldorf sehr gute Wellnesseinrichtungen haette.

An den ersten Tagen finden hier noch die 'kleinen' Pressekonferenzen statt. Ich fand sie dafuer mit ca. 100 Personen schon recht gut besucht.

Markus


Ich will euch natürlich auch heute wenigstens kurz begrüßen. Am ersten Tag war natürlich noch sehr viel zu regeln und zu organisieren, vor allem mussten wir erstmal eine ca. 3-stündige Stadtrundfahrt zu den einzelnen Delegationshotels machen, um unsere Geschenktüten abzuliefern, die wir ja nun leider, wie wir erst gestern erfuhren, nicht mit ins Pressezentrum bringen durften.  Ich habe daher noch gar nicht viel von Proben und PKs mitbekommen. Morgen sollte sich die Lage dann aber etwas entspannen. Es ist halt schon ein Unterschied, ob man irgendwo hinreist oder ob man selbst quasi Mitorganisator ist. Aber das ist ja mal eine schöne neue Erfahrung! 

Gleich geht es zum Abschluss der 1. Tagesschicht ins Eurocafé, und dann werde ich auf jeden Fall mal in unserer Altstadtkneipe "Knoten" vorbeischauen. Im Euroclub wird wahrscheinlich heute noch nicht allzu viel los sein, mal schauen...

Michael


Erwartungsgemäß war im Knoten heute Abend noch nicht viel los, aber wir haben "unsere " Kneipe dann wenigstens mit ein paar Leuten eingeweiht. Ist wirklich ein nettes Lokal, wo man sich zu ESC-Musik unterhalten und austauschen kann. Als wir den Euroclub verließen, um dorthin zu gehen, war auch der Club noch so gut wie leer gewesen, aber als ich zurückkam, war der vordere Teil im Restaurantbereich doch schon erstaunlich gut gefüllt. Unser Konstantin DJ Ohrmeister sorgte für die richtige Musik und ich hatte den Eindruck, dass es den Leuten, die da waren, schon sehr gut gefallen hat. Ich habe allerdings heute noch nicht so lange gemacht, muss ja nicht sein am ersten Abend. Morgen früh wird zunächst unser Infostand wieder eingerichtet, dann habe ich einen Drehtermin mit dem WDR und anschließend will dann doch mal versuchen, etwas mehr von den Proben und PK mitzubekommen als heute. Bis dahin....
Michael

 


 

MONTAG, 2. MAI 2011

 

Guten Morgen aus Düsseldorf,
der zweite Probentag hat begonnen mit der 2. Hälfte des ersten Semifinales. Gerade hatte Malta die erste Probe. Wenn man den Sänger nicht sieht, hat man ja eher den Eindruck, da singe eine schwarze Souldiva oder Dana International, die über Nacht das Singen gelernt hat. Dieses zarte Persönchen ist ganz schön stimmgewaltig und stimmsicher. Hinter ihm stehen drei Backgroundsängerinnen in kurzen Kleidchen und Sonnenbrillen auf runden Podesten, neben ihm zwei Tänzer, die das Synchrontanzen noch ein bisschen lernen sollten...
Im Hintergrund wieder viel Disco-mäßiges Geleuchte, was aber ziemlich gut zum Lied passt und für einen recht guten Auftritt mit viel, aber nicht ZU viel Bewegung und Gehopse sorgt. Alles in allem zunächst mal live in der Halle wesentlich stärker als auf dem Sampler oder im Video. Jetzt ist erst mal Probe von San Marino, dessen Delegation gestern gern Flaggen in Tischdeckengröße verteilt hat. Na, dann MUSS der Einzug ins Finale ja klappen.
Bis später!

Jörg


Guten Morgen zum zweiten Probentag!

Eben hatten die Malteser ihre erste Probe. Eine so gute Stimme hätte man dem kleinen Glen Vella gar nicht zugetraut! Er wird begleitet von zwei Tänzern, die um ihn herumhüpfen. Das sieht etwas hektisch aus, aber glücklicherweise kann sich Glen so zurückhaltener als in seinem Video geben. Auf Podesten hinter ihm stehen drei Sängerinnen. Sehr stylisch, ganz in schwarz mit Perücken und Sonnenbrillen und dezenten Bewegungen. Sieht gut aus! Passend zum fröhlichen Song sind die bunten Hintergrundbilder.
Alles in Allem ein gelungener Einstand für Malta.

Markus


Hallo Ihr Lieben!

Heute auch von mir der erste Eintrag in diesem Forum.
Es ist spannend, nach 5 Jahren das erste mal wieder live vor Ort zu sein und dann auch noch auf heimischen Boden, quasi vor der Haustür. Deswegen kann ich diesen Eintrag auch ganz entspannt am heimischen PC schreiben. Von den 10 Ländern, die am 1. Tag geprobt haben, bin ich sicher, dass keiner von ihnen der Sieger sein wird. Polen ist ein guter Starter und hat es verdient ins Finale zu kommen. Norwegen bringt Stimmung, aber stimmlich hat mich Stella nicht überzeugt. In der Pressekonferenz zeigte sie, dass Rap mehr ihr Ding ist. Finale ist drin, aber Oslo 2012 - ne, keinesfalls. 
Albanien ist trotz allem persönlichen Faible für den Balkan nicht mein Fall. Was Aurela "Energie auf der Bühne" nennt, ist für mich doch eher Geschrei. Sie wird einen sehr professionellen Aufritt hinlegen, davon bin ich überzeugt, kann mir aber auch vorstellen, dass ihre Haarfarbe und dann noch ein rotes Kleid doch auch fürs Auge zuviel sein werden. 36 Jahre ist die Dame alt - offiziell. Beim näheren Hinsehen kommen da Zweifel. Also wenn DIE 36 ist, bin ich 28 ,-)))
Armenien ist für mich die größte Enttäuschung. Die Fans von Elena Paparizou-Kopien werden zufrieden sein, Bänder in die Choreographie einzubauen, hat man auch schon genug gesehen. Dieses Boxring-Konzept des Auftritts wirkt doch eher als Absicht, von den gesanglichen und musikalischen Schwächen des Beitrags abzulenken.
Zum türkischen Beitrag kann ich nichts sagen, hab weder die Probe noch die Pressekonferenz sehen können. Serbien geht einfach ins Ohr und in die Füße, klar im Finale, dann wird in etwa die Platzierung des Vorjahrs herausspringen.
Russland ist so durchgestylt, dass es einfach zu schwierig ist, das alles was im Konzepl geplant ist, umzusetzen. Da wird die Delegation noch einiges mit den Technikern zu diskutieren haben. Alex hat jedenfalls einige weibliche Volunteers in der Halle so weit gebracht, dass sie alles stehen ließen, um den "knackigen Russen" in der Pressekonfenz anzuhimmeln. Und als Alex bei einem Salto auf der Bühne das Empfangsgerät aus der Gesässtasche fiel, gab es viele im Saal, die gerne anstelle des Technikers Hand angelegt hätten, um das Gerät wieder zu befestigen.
Zwischen dem über-choreographierten Auftritt Russlands und dem Lärm aus Georgien fiel der Schweizer Beitrag angenehm auf. "Handgemachte" Musik, keine aufwändige Studioproduktion. Würde der Beitrag aus einem anderen Land kommen, gäbe es keinen Zweifel an der Qualifikation fürs Finale.
Zu Georgien: Nun ja, absolut nicht mein Stil. Ihr Omen, dass ihr größter Fußballverein Dinamo Tiflis vor exakt 30 Jahren an gleicher Stelle - im Düsseldorfer Stadion - den Europapokal der Pokalsieger gewann (Tillis als Vertreter der UdSSR, Gegner: Carl Zeiss Jena aus der DDR - so ändern sich die Zeiten), wird sich nicht erfüllen. Von einem Sieg beim ESC ist Georgien genauso weit entfernt wie Tiflis vom Gewinn der Champions-League. Witziger Moment: Als die Delegation in der Pressekonferenz ein georgisches Volkslied vortrug, kam stimmlich die Delegationsleiterin !!!!! am besten rüber. 
Von Georgien zu Finnland ist dann wieder ein radikaler Wechsel. Der Bursche ist so natürlich und , ja, fast schon naiv, dass sich die Televoter durchaus für diesen Beitrag entscheiden könnten und Finnland ins Finale wählen. 
Noch etwas zum "Drumherum": Gäste aus dem Ausland sprachen mich an, dass sie angenehm überrascht wären, soviele freundliche und hilfsbereite Deutsche kennenzulernen. Da hätte man doch eher Klischees wie korrekt, aber unfreundlich, förmlich-steif erwartet. Nett zu hören, nun ja, es wurde ja auch umfangreich "gecastet" hehe 
Eine 45-Minuten-Verzögerung im Zeitplan der Pressekonferenzen hat wohl auch mit dem "deutschen Image" der völligen Püntklichkeit aufgeräumt. Witzig: Ich wurde Zeuge, wie zwei Verantwortliche vom serbischen Fernsehen an der Kaffeebar beschwerten, dass sie 5 x bestellt hätten, aber immer noch nix bekommen hätten, und als sie dann nach der 7. Bestellung ihren Kaffee bekamen, war es der falsche. Wir scherzten darüber und ich konnte darüber den von mir gegenüber meinen kroatischen Freunden oft benutzten Spruch bringen, dass sich Deutschland geändert hat und jetzt "Nord-Balkan" genannt werden darf. 
Heute freu ich mich natürlich am meisten auf die Probe Kroatiens (der Heimat meines Herzens) und der meines persönlichen Favoriten Ungarns. 
Bis dann, Ihr Lieben

Reinhard


Da hat uns Daria aber ausgetrickst! Kroatien war gerade auf der Buehne. Zum ersten Mal wurde der Catwalk benutzt. Daria ging etwas unbeholfen den Catwalk entlang zur zweiten, kleinen Buehne in der Hallenmitte und alle liefen dahin um von ganz nah Bilder machen zu koennen. Im naechsten Durchgang hetzte die Presse- und Fanmeute wieder zur kleinen Buehne, aber Daria machte kurzerhand auf dem Catwalk halt und lief einfach zurueck.
Ob sie den Gang im Halbfinale wirklich antreten wird ist noch unklar. Es kursieren Geruechte, dass die Akkustik auf der kleinen Buehne zu schlecht ist und generell von dort aus nicht gesungen werden soll. Angeblich hallt es dort fuer die Interpreten zu stark.
Begleitet wird Daria von Background-Saengerinnen und einer langhaarig, gelockten Mischung aus DJ und Zauberer. Zunaechst steht er hinten an einer Art Glitzer-DJ-Pult, sehr befremdlich. Dann 'verfuehrt' er Daria zu einem Zaubertrick. Was waren wir gespannt als ein Delegationsmitglied den Trick ankuendigte! Sie verschwindet in einem runden Glitzervorhang und... hat danach ein anderes Kleid an. Wahnsinn! Die Entaeuschung war beim Publikum deutlich zu merken.
Obwohl mir das Lied sehr gut gefaellt, kommt es sowohl auf der Buehne als auch am Monitor nicht bei mir an. Daria wirkt sehr steif in der Huefte, und es feht etwas an Ausstrahlung. Stimmlich war wieder alles in Ordnung.
So, ich schau jetzt nochmal am Fandesk vorbei. Die ersten Stimmzettel fuer das OGAE-Voting sind schon eingetroffen.
Markus


Guten aus Düsseldorf,
ja es fällt mir natürlich an dieser Stelle schwer, objektiv zu bleiben da mein "Heartbeat" immer für die Malteser positiv gestimmt ist. Die Probe begann pünktlich und Glen wirkte sehr relaxt und die Liveperformance stand der CD-Version nicht nach. Die Pressekonferenz startete mit der Videopräsentation. Glen kam mit dem ganzen Team in weißen Sonnenbrillen. Durch seine Brille sah er Sachen die sonst keiner sieht :lol: . Der erste Auftritt hat ihn emotional sehr bewegt und er wollte vor Glück weinen, da er als ESC-Fans immer davon geträumt hat hier auf der Bühne zu stehen. Seit seinem Sieg in Malta geniesst er jeden Augenblick. Seine Message an alle: "Live and let live". Musikalisch präsentierte er mit Unterstützung von Pamela und den weiteren Backgroundsängerinnen ein Gospellied und sang auch seinen persönlichen maltesischen Lieblingsbeitrag: "Marija L-Maltija".

Horst


Auf der Bühne ist gerade Pause und die kroatische PK fängt soeben an, deshalb nur ganz schnell...
Die Isländer waren so richtig gut drauf, hatten eine Wahnsinnshintergrund in den Farben grün, braun und orange, stehen als Band mit hellen Westen und Jeans recht weit vorne am Bühnenrand und singen gut gelaunt und richtig charismatisch ihr Liedchen. Das könnte am Dienstag beim 1. Semifinal richtig gut rüberkommen.
Die PK von Malta war ebenfalls erfrischend. Gleich beim Hereinkommen war jedem klar, dass Glen uns im Verlaufe der PK definitiv nicht seine Ehefrau und die 7 Kinder vorstellen wird, dafür gab es viele hübsche Handbewegungen und glockenhelles Lachen. Beeindruckend war in der Tat die Singstimme Glens, der neben seinem eigenen Beitrag und dem maltesischen Beitrag von 1971 auch mit seinen Backgroundsängerinnen einen Einblick in sein Gospelrepertoire gab. Gänsehaut. Insgesamt kurzweilig und nicht unsympathisch.
Bis später
Jörg


Von Senit erfahren wir, dass sie nicht das erste Mal in Deutschland ist. 2001 habe sie in Hamburg bei "König der Löwen" mitgesungen, ihr deutsch aber nicht mehr gut sei. Ihr Kleid ist in London von der Designerin, die das Hochzeitskleid für Lady Di entworfen hat, genäht worden.

Horst


Wie bereits bei den vorherigen Pressekonferenzen stellt der Head Of Delegation das Team vor. In diesem Jahr ist es sehr international geworden. Die Teammitglieder sprechen: russisch, französisch, englisch, deutsch und kroatisch. Daria ist in Aschaffenburg geboren und lebt in Österreich. Vor einem 3/4 Jahr hat sie über Internet erfahren, dass Dora einen neuen Ausscheidungsmodus für 2011 anbietet und sich beworben. Wenn sie gewinnt, möchte sie in Kroatien leben. Momentan sucht sie schon mal eine Wohnung.

Horst


Ich komme gerade von der ersten Probe Ungarns und bin etwas geschockt. Hier passte gar nichts. Sollte der grosse Fanfavorit schon im Halbfinale scheitern?
Kati Wolf stand in einem türkisfarbenen kurzen Fummel auf der Bühne. Bestenfalls war es Seide, es sah aber eher nach Polyester aus. Ihre hochhackigen Schuhe bereiteten ihr sichtlich Probleme. In der Nahaufnahme sah man ihren gequälten Gesichtsausdruck und eine verstrubbelte Frisur. Irgendwie passend zum Text des Songs.
Dazu gab es zwei Background-Sängerinnen und drei, nun ja, sagen wir mal Tänzer. Sie waren völlig unsynchron und haben noch eine Menge Arbeit vor sich. Nicht ohne Grund stand noch eine Choreographin mit auf der Bühne und gab Anweisungen. Das scheint mit der heissen Nadel gestrickt worden zu sein.
Die Background-Sänger und Tänzer waren in silber/weiss gekleidet und sahen völlig kostümiert aus. Komplett unpassend zu Katis Outfit. Da machten sie in ihren Retro-Adidas-Sportanzügen vom Vortag beim Catering vor mir in der Warteschlange eine wesentlich bessere Figur. Zu allem Uebel kamen dann noch LEDs an den Kostümen zum Einsatz: An Ketten, Gürtelschnallen, Schulterpolstern und einem Hut. Das sah schon sehr billig aus. Wir hatten ja schon Jahre der Trommeln und der Geigen. Vielleicht wird dies ein Jahr der LEDs, nachdem Russland ja schon einiges dazu aufgeboten hatte.
Markus


Ich habe Böses gesehen, und es kam aus Ungarn! Einer der grossen Favoriten hatte Probe und unglaublich viele Leute waren in der Halle, um sich das anzuhören und anzusehen. Am Gesang kann man auch kaum herummäkeln - aber die Optik ist schon recht merkwürdig. Offensichtlich hat man in Ungarn zunächst mal beschlossen, dass man Kati Wolf am besten in grün-pink changierendes Geschenkpapier wickelt, das man dann noch hübsch in Falten wirft, die wieder hervorragend zu ihrem Gesicht passen...ja, das ist fies, ich weiss, aber der erste Gesamtblick in ihr Gesicht erinnert eher an eine nicht mehr ganz taufrische Diva mit reichlich herben, wenn nicht gar männlichen Zügen. Wirklich schlimm aber das Gehüpfe im Background. Drei Herren in Silber-Weiss und "voll krass cool, ey", die sich unkoordiniert und gewollt und doch gescheitert synchron den Wolf (break)tanzen und zwei Damen ebenfalls in Silber-Weiss, die Kati gesanglich unterstützen. Die insgesamt fünf weissen Gestalten haben dann Leuchtdioden an ihren Klamotten, sodass Gürtel, Hosentaschen, Hosenställe,Hüte, Brüste oder Bäuche mit der LED-Wand um die Wette leuchten. Grosses und hörbares Gemurmel unter den Presseleuten nach dem ersten Durchlauf, NOCH grösser war der fluchtartige Auszug aus der Halle nach dem zweiten Durchlauf. Das musste man dem Auge auch echt nicht länger zumuten...
dann lieber schnell zur isländischen PK, wo die Freunde Sjonnis gerne viel und gut sangen, genau so charismatisch auf ihren Höckerchen sassen wie sie auf der Bühne standen. Die sind wirklich ungeheuer sympathisch und freundlich. Und der Head of Delegation hat sich sogar artig bei jedem bedankt, der ihm ein Kärtchen in die Hand drückte, um später Promo-Material ins Postfach zu bekommen.
Und während Markus neben mir und ich hier unserer Verrisse schreiben, dudelt auf dem Monitor neben uns im Pressezentrum live die erste Probe Portugals. Für mich - trotz Ungarn - der absolute Tiefpunkt des bisherigen Tages. Schlecht aussehende Menschen in noch schlechter aussehenden Verkleidungen und fettigen Haaren, die ein schlechtes Lied unglaublich bescheiden singen und ein bisschen wahnsinnig Demo-Schilder in die Höhe halten und aussehen, als wären sie gerade aus einem schlechten Schülertheater geflogen... Und wenn die Sängerinnen ihre Demo-Schilder nach unten halten, sieht es aus, als hätte man sie mit altertümlichen Gehstützen ausgestattet, die früher Kinder mit Kinderlähmung trugen. GRU-SE-LIG! Ich muss zugeben, das Lied hätte aber auch so keine Chance bei mir. Entweder Portugal bringt - mit wenigen Ausnahmen - irgendeine Fado-Ballade, die den Rest Europas reichlich wenig kratzt, oder aber sie schicken fröhlich bunte Folklore-Elsen und -Heinis in den Ring, die Europa nur geringfügig mehr schätzt. Mal sehen, wo diese wirren Gestalten am Ende landen. Singen tun sie jedenfalls nicht besonders beeindruckend. Ist aber vermutlich auch nicht nötig, wenn man Megaphone, Demo-Schilder und Folkore-Gitarren in den Händen hält.
Brrr....
Bis später, Jörg


Die gleiche Performance wie in der Vorentscheidung. Kein Kommentar...

Markus


Habe auch die PR-Konferenz verlassen um mir Ungarn anzusehen. Leider sehr entäuschend. Was da im perfekten Videoclip rüberkam, fehlt bei der Bühnenpräsenz. Kati steht sehr statisch zu dem flotten Titel auf der Bühne.  Außer ein paar Armbewegungen kommt da wenig rüber. Der Delegationsleiter lobt das "futuristische" Aussehen der Tänzer wegen ihrer LED-Lämpchen an den Kostümen. Mann was waren wir denn dieses Jahr im Karneval unserer Zeit voraus.... aber war ja erst die erste Probe, vielleicht gibt es ja noch "a nice surprise"?

Also die PR-Konferenz von Portugal läuft mehr oder weniger singend ab. Alle fragen werden von der Comedy-Truppe singend beantwortet. Eine sehr lustige PR-Konferenz mit vielen Lachern.... immer wieder.... "Thank you for your question" - "Luta, luta Kamerada luta" - "That's a good question" - Nette Unterhaltung für die anwesenden Journalisten....  ... ob das außerhalb von Portugal ankommt ? .... Überraschungen gibt es ja immer wieder.....

Horst


Wir sind gerade noch zu den letzten beiden Durchgängen der aserbaidschanischen Proben gekommen. Eine sehr gelungene Inszenierung! Zumindest auf den Monitoren wird der Beitrag mit Licht und einer ruhigen - dem Song angemessenen - Performance gut in Szene gesetzt. In der Halle selbst wirkt es hingegen etwas verloren. Ell und Nikki gehen nur ein wenig auf der Bühne getrennt voneinander - gut choreographiert - auf und ab, bis sie schliesslich in der Bühnenmitte zueinanderfinden. Dass sie nicht wirklich zueinander passen, ist eine andere Sache... Zum Schluss fällt noch goldener Pyro-Regen von der Hallendecke. Herzergreifend!


Markus


Nach der beschwingten PR-Konferenz der Portugiesen geht es jetzt doch eher gediegener zu. Bei der Frage ob der Titel nicht zu "schwer" für den Wettbewerb sei, antwortet der Delegationsleiter, dass man Wert auf "Song-Contest" lege und die Show nicht die Hauptsache sei. Evelina spricht nur wenig englisch und läßt den Delegationsleiter übersetzen. Ihr Kleid wurde in Polen designt. Sie singt ein Lied von Edith Piaf, weil sie ihr großes Vorbild war und eine Message an das Publikum hatte. :lol:

Horst


Auf den Monitoren laufen soeben die Griechen. Genauer gesagt üben sich drei ansehnliche Tänzer abwechselnd in griechisch-folkloristischen Schrittfolgen und deftigem Breakdance. Eine sehr merkwürdige Mischung, aber immerhin ein Fortschritt zu dem Tabledance in der griechischen Vorentscheidung. Ach ja, Loukas Yorkas und Stereo Mike gibt es natürlich auch noch. Die singen und rappen zwischendurch vor Kullisse mit griechischen Säulen wie aus dem alten Athen.
Bisher sind die Griechen ja schon fast immer für das Finale 'automatisch' gesetzt. Aber dieses Jahr habe ich da so meine Zweifel...
Markus


Böse Zungen spotten angesichts des wohl immensen Altersunterschieds zwischen Ell und Nikki (wer da eigentlich wer ist, ist kaum dem Namen zu entnehmen... also Nikki ist SIE!) dass man ihre Perfomance auch "Flaum trifft Falte" nennen kann, aber ich kann mich Markus nur anschliessen, was Aserbaidschan angeht. Tolle Inszenierung und für den Bildschirm vermutlich perfekt. Meiner Meinung nach, auch wenn Nikki nicht ganz perfekt gesungen hat und das Lied eher dahinplätschert, ein sicherer Kandidat für das Finale.
Von der portugiesischen PK sind wir regelrecht geflohen, denn wir gehörten zu denen, die das Gekünstelte und das viele "Luta usw." eher höchst nervig fanden.
Gerade läuft die letzte Probe des Tages: Griechenland. Was ich sehe, ist die Bühne in blau mit vielen dorischen Säulen und hüpfende sowie rappende Griechen. Soeben ging die Litauische PK zu Ende, bei der Evelina Sasenko auf die Bitte, ihr Lieblingslied zu singen, ein Chanson von Edith Piaf zum Besten gab. Noch mal wieder Gänsehaut.
Hat eigentlich schon irgendjemand geschrieben, dass durch den Sponsor METRO hier alle mit Aepfeln der Sorte Braeburn (lecker!) versorgt werden. Der Vorrat reicht für circa 93 Aepfel pro Person und Tag - das ist wirklich schön, gesund, sieht gut aus - und man kommt einfach nicht drum herum. Denn ständig kommen voluntierende Apfelbäuerinnen (oder so) mit geflochtenen Körben oder mit echten Einkaufswagen auf einen zu und fragen freundlich, ob man nicht noch einen Apfel wolle...
Nächste Woche ist der Sponsor Trumpf wohl hier vor Ort, dann werden Aepfel wohl gegen Schogetten eingetauscht.... mal sehen... bis später oder morgen
Jörg


Zur Probe der Portugiesen habe ich mich ja noch vornehm zurückgehalten und Jörg den Vortritt gelassen. Zur Pressekonferenz aber dann doch ein paar Worte von mir. Auf jede Frage folgte ein wirrer Redeschwall ihres "Anführers" untermalt von einem Sing-Sang der restlichen Truppe. Anfangs war das vielleicht noch eine ganz nette Abwechslung zu den übrigen PKs, aber es nervte dann doch schnell, so dass wir die PK vorzeitig verliessen, um zur aserbaidschanischen Probe zu gehen. Eine richtig Entscheidung.
Mir - und auch anderen hier - hat sich ihre Botschaft "Kampf macht Freude" einfach nicht erschlossen. Soll es lustig sein, oder ist es ein Gesamtkunstwerk? Man weiss es nicht und auf der PK wurde man ja leider auch nicht schlauer. Schade!
Markus


Sehr sympatische Pressekonferenz von Eldar und Nigar, die ihre Pressekonferenz ohne Unterstützung bestreiten. Beide zeigen, das sie das können und antworten routiniert auf alle Fragen. Eldar stimmt: "Angel" von Chiara an und Nigar "My Time". Die Frage an Nigar ob ihr Mann Eifersüchtig sei, da sie ein Liebeslied mit einem fremden Mann singe, umschreibt sie geschickt. Eldar outet sich als Fan von Lena und beide mögen den Titel. Eldar war in seinem Sommercamp zum Deutsch lernen in Frankfurt. Beide geben auch an gerne Fremdsprachen zu lernen. Natürlich singen auch sie ein Stück ihres Titels ....zum Abschluss... bevor das Fotoshooting beginnt....

Horst


So, dann verabschiede ich mich fuer heute. Portugal trommelt seit Stunden in Nebenraeumen der Pressehalle. Ungalublich nervig. Wie ich hoerte, war ihr Busfahrer auch schon ganz schoen geschlaucht. Die trommeln ueberall. Auf seiner Tour musste er Zwischenstopps einlegen, damit die Truppe mal aussteigen kann, um etwas zu trommeln, zu singen und Geld zu sammeln. Auch eine Moeglichkeit, um nicht zu viel Geld aus dem EURO-Rettungsfonds bekommen zu muessen. Und die wichtigste Nachricht zum Schluss: Es gibt jetzt ueberall groessere Hinweis-Schilder fuer Information-Desk, Pigeon-Holes und... die Toiletten!
Markus


So geschafft für heute. Letzte Pressekonferenz: die Griechen kommen gleich mit 10 Personen zur Pressekonferenz. Loucas und Stereo Mike beantworten artig Fragen in Bezug auf die Stilbrüche ihres Liedes. Loucas übersetzt für nicht griechisch sprechende Journalisten die griechischen Textpassagen seines Titel. Sie sind sehr beeindruckt von der Bühne und der bisherigen Organisation hier in Düsseldorf. Auch sie singen ein Stück ihres Liedes bevor es zur Fotosession geht.... bin jetzt total ausgelaugt............ Also dann erst Ciao bis morgen.........

Nachdem schon so viel über Ungarns Probe diskutiert und geschrieben wurde, hier noch einmal mein Kommentar! Also, ich fand die Probe vollkommen O.K. Sicherlich gibt es immer etwas zu meckern und die Geschmäcker sind nun einmal unterschiedlich, aber folgendes möchte ich zu bedenken geben….

Man kann nur enttäuscht werden, wenn man zu hohe Erwartungshaltungen hat. Sicherlich gehören Ungarn und Kati Wolf aus Fansicht zu den Favoriten. Aber kaum ein Künstler gibt 100% Stimmgewalt während der ersten Probe und live gesungen hören sich die Lieder meist auch ein wenig anders an, als der wohlbekannte Audiotrack zuhause! Kati Wolfs Bühnenoutfit und auch ihre choreographische Zurückhaltung entsprechen nicht nur ihrem Alter und künstlerischem Anspruch, sondern runden ihren Song perfekt im 80er Retropopstil ab. Assoziationen zu Whitney Houston und Celine Dion sind gewollt und so ist das Gesamtprodukt ESC Ungarn 2011 für mich sehr stimmig umgesetzt.

Und da der ESC in erster Linie eine TV Show ist, muss man die Bilder abwarten, die live ausgesendet werden- einen kleinen Eindruck konnte ich an den TV Monitoren in der Halle erhalten und mir gefiel, was ich dort sehen konnte!

Stefan

 


 

DIENSTAG, 3. MAI 2011

 

Gestern Abend war ich zum ersten Mal im Euroclub. Eine wirklich nette Location mit Bar- und Restaurantbereich. Der angrenzende, grosse Henkel-Saal wird erst spaeter zu verschiedenen Laenderparties geoeffnet. Gestern schauten schon mal die Delegationen Albaniens, Bulgariens, Armeniens und Russland vorbei. Wie zu erwarten, wussten natuerlich die Russen besonders gut zu feiern. Alexej Vorobjev (oder Alex Sparrow oder vielleicht auch Alexander Speer, das scheint ja beliebig zu sein ) tanzte zu seinem Song auf dem Tresen, danach gab es Hochprozentiges.
Die erste Probe Dino Merlins ist gerade zu Ende gegangen. Darueber wird Joerg sicher noch berichten. Ich mache mich dann mal auf zur oesterreichischen Probe. Die Arena liegt einen kleinen Fussweg ueber einen Sportplatz vom Pressezentrum entfernt. Bei dem schoenen Wetter zur Zeit kein Problem. Ich bin nur mal gespannt, wenn es in Stroemen regnen sollte. Da muss man wohl ueber die Tartanbahn sprinten. Das gibt bestimmt schoene Bilder...
Bis spaeter,
Markus

 

auf geht's... die erste Probe der Bosnier läuft. Da es die erste Probe ist kann ich vor der ersten Pressekonferenz auch mal noch in die Halle. Guter Vortrag, allerdings ist die Präsentation etwas gewöhnungsbedürftig, für meinen Geschmack etwas zu viel herumgehampele

Horst


Diamonds are Nadines best friends! Nadine Beiler steht auf einem Podest in Diamantform und im Hintergrund fliegen die Diamanten nur so ueber die LEDs.
Als ich zur Probe eintraf, setzte Nadine gerade zu ihren ersten Toenen an und es war fantastisch! Sie fuellte mit ihrer Stimme die gesamte Halle. Ich bin zwar kein Freund von Balladen, aber da konnte man durchaus Gaensehaut bekommen - und das nicht nur wegen der Temperaturen in der Halle, es ist da wirklich kalt. So kalt, dass Frau Beiler zwischendurch einen Mantel ueberzog, da ihr kurzes Paillettenkleidchen sie nicht wirklich waermen konnte.
Die Lichtinstallation ist atemberaubend. Sie ist nicht nur auf die Buehne beschraenkt, sondern in der gesamten Halle verteilt. Zu Nadines Auftritt strahlten etliche Scheinwerfer von der Decke in einem Kreis angeordnet um sie herum auf die Buehne. Absolut gelungen.
Bleibt zu hoffen, dass sich Nadine bei den Temperaturen nicht erkaeltet hat. Dann steht einem Finaleinzug - entgegen meiner Meinung vor dieser Probe - nichts im Wege!
Markus


Die Bosnier sind sehr zufrieden mit ihrer ersten Probe. In Erinnerung an 1999 gibt es noch mal "Putnici". Dino nimmt nochmals am Wettbewerb teil, weil er das "Kind in sich" am Leben erhalten will. Er fühlt sich mit Düsseldorf verbunden und wie in Sarajevo in Erinnerung an ein Konzert, das er vor 18.000 Zuschauern dort gegeben hat. Von einem australischen Journalisten erhält er ein Foto mit seiner Band Merlin von 1981. Er freut sich, das er daran nochmal erinnert wird und meint alles ist in "Rewind". In Erinnerung an gute Erinnerung treten alle mit einem Fotorahmen auf. Er würde natürlich auch gerne gewinnen und meint, das Sarajevo darauf vorbereitet sei. Sein Lied ist das erste, das er in englisch geschrieben hat, weil er sich selbst noch überraschen will.

Horst


Stimme hat sie, ohne Frage, die Nadine. Ihre heutige erste Probe zeichnete sich durch stimmliche Sicherheit aus. Darüber hinaus wurden verschiedene Positionen für den Backgroundchor und verschiedene Kameraeinstellungen ausprobiert, um dann in der zweiten Probe Feinabstimmungen zu treffen.

Passend zu ihrer klassischen Ballade trug Nadine ein recht kurzes schwarzes Kleid, ihre Backgroundsängerinnen in schwarzen bodenlangen Roben gehüllt. Angelehnt an ihren Auftritt in der österreichischen VE spielten auch hier in Düsseldorf Lichtkegel eine wichtige Rolle. Ein Farbspiel in weiss/ blau/ grünlichen Scheinwerferlicht und Nadine ruhig stehend auf einem glitzerndem Podest, das entfernt an einen geschliffenen Diamanten erinnert. Liebe, so einzigartig und kostbar wie ein Diamant, wurde auch als Thema für die riesige LED Wand genommen. Ein bläulicher Hintergrund, auf dem funkelnde Diamanten aufstiegen.

Meiner Meinung nach eine perfekte Inszenierung ihres Liedes THE SECRET IS LOVE, der bei der ersten Probe noch die ganz großen Gefühle und Gesten fehlten- aber bis zum 12.Mai wird sich das bestimmt noch ändern!

Stefan


Nadine Beiler bestreitet mit ihren Backgroundsängerinnen die PR-Konferenz alleine. Auf die Frage ob ihre Frisur eine Ode an Mireille Mathieu sei, antwortet sie schlagfertig: nein an France Gall und stimmt "Poupee der cire, poupee de son" an. Sie sagt, das sie in den vergangenen Wochen ihr Album fertig aufgenommen hat, das in den kommenden Tagen veröffentlicht wird. Auf diesem Album wird sie verschiedene Musikstile präsentieren. Angesprochen auf die Unterschiede zwischen Live-Performance und ihren Auftritt hier meint sie, das sie es bevorzuge mit einer Live-Band zu singen. Das Programm der kommenden Tage soll sein: Shopping in Sideseeing, was den Backgroundsängerinnen natürlich sehr zusagte. Zum Abschluss gibt es dann noch einmal ihren Beitrag...Nadine Beiler bestreitet mit ihren Backgroundsängerinnen die PR-Konferenz alleine. Auf die Frage ob ihre Frisur eine Ode an Mireille Mathieu sei, antwortet sie schlagfertig: nein an France Gall und stimmt "Poupee der cire, poupee de son" an. Sie sagt, das sie in den vergangenen Wochen ihr Album fertig aufgenommen hat, das in den kommenden Tagen veröffentlicht wird. Auf diesem Album wird sie verschiedene Musikstile präsentieren. Angesprochen auf die Unterschiede zwischen Live-Performance und ihren Auftritt hier meint sie, das sie es bevorzuge mit einer Live-Band zu singen. Das Programm der kommenden Tage soll sein: Shopping in Sideseeing, was den Backgroundsängerinnen natürlich sehr zusagte. Zum Abschluss gibt es dann noch einmal ihren Beitrag...

Horst


Was kann ich nur über die niederländische Probe schreiben? Und wer soll für die Niederlande im Halbfinale anrufen? Ich mag den Titel der sympathischen 3JS wirklich sehr, aber ich fürchte, er wird hier in der Bedeutungslosigkeit versinken. Auf der Bühne tut sich nichts, ausser dass Jaap Kwakman mal einen Spaziergang von links nach rechts und zurück macht und dabei cool an seiner E-Gitarre zupft. Sicher hat bei den 3JS niemand eine echte Performance erwartetet, aber hinzu kommt, dass Licht und Kameraeinstellungen uninspiriert und langweilig wirken. Schade! Es wird wirklich schwierig für die Niederlande. Dabei hätte ich es ihnen nach sechs vergeblichen Versuchen wirklich gegönnt, wieder in das Finale einzuziehen.

Aehnlich kritisch sieht es bei den acapellanen Belgiern aus. Sie tragen ihren Song mit Klamotten aus einem Filmkostümfundus oder der Altkleidersammlung und einem Charme von Möbelverkäufern vor. Musikalisch bringen sie sicher eine tolle Leistung, aber es springt kein Funke über. Vielleicht hätten sie ihren Auftritt ganz in Sepia-Tönen wie zu Beginn in ihrem Video halten sollen. Da hätte sich zumindest ein Aha-Effekt bei den Zuschauern eingestellt.
Kleiner Nachtrag: Auf der PK haben sie gerade nochmal ihren Beitrag gesungen. Sie so hautnah zu erleben ist wirklich beindruckend. Und so macht der Titel auch richtig Spass! Nur für die grosse ESC-Bühne scheint er mir nicht geeignet.

Im Hintergrund singt gerade Nadine Beiler live und unplugged auf der Pressekonferenz. Grosser Applaus. Wirklich toll! Da kann ich sogar über mein Bedürfnis hinwegsehen, ihr die asymmetrische Frisur mal zurechtzustutzen.
So, jetzt ist hier erstmal Pause. Ich werde mal schauen, was am Fandesk so los ist. Und dann kommt ja heute noch Schweden. Da sind wir alle schon auf den (über-)choreographierten Auftritt gespannt!

Markus


In Ergänzung zu Horst's Beitrag noch die Info, dass Nadine im April ihr Album „I GOT A VOICE“ mit 13 Titeln aufgenommen hat, eine interessante Mischung aus R’n B, hip hop und house Stücken. Nadine berichtete stolz, dass sie an allen Stücken im Produktionsteam mitgearbeitet habe und mit dem Ergebnis sehr glücklich sei, weil sie eine ganz andere Seite ihres künstlerischen Könnens, im Vergleich zur ESC Ballade, zeigen kann.

Stefan


Vorrangiges Ziel der 3 J's: sie möchten das Finale erreichen, nach all den schlechten Platzierungen der Vorjahre. Auf die Frage was sie tun wollen um bei den Zuschauern im Gedächtnis zu bleiben: sagt einer der 3 J's das er seine Gitarre verbrennen möchte! :smurf: Sie sind einseits sehr stolz, das sie die Niederlande vertreten dürfen, spüren aber auch den Druck den sie haben, mit der Erwartung das Finale nach 6 erfolglosen Jahren zu erreichen. Sie sind hier im Hafen auf einem eigenen Boot und werden dort auch Veranstaltungen organisieren.

Horst


Leider ist die Pressekonferenz Belgiens nicht so gut besucht, wie die vorherigen… Entweder liegt es an der Mittagszeit und Nahrungsaufnahme oder dem mangelnden Interesse der Fans und Pressevertreter?! Aber alle 6 Mitglieder und die Vertreterin des belgischen TV kommen sehr sympathisch rüber.

Gleich zu Beginn gibt es eine Kostprobe ihres grandiosen a-capella Gesangs, wirklich immer wieder sehr beeindruckend. Witloof Bay erklärte, dass sie ohne große Erwartungen ihren Beitrag zur belgischen VE eingereicht hatten und sich umso mehr gefreut haben, dass ein Außenseitersong es hier nach Düsseldorf geschafft habe.
Natürlich gab es auch politisch motivierte Fragen zu den verschiedenen Landesgruppen innerhalb Belgiens und den bisherigen Auswahlverfahren. Aber Witloof Bay antwortete diplomatisch, dass dieses Thema innerhalb ihrer Gruppe nie wirklich ein Thema war und alle Bandmitglieder aus den unterschiedlichen Provinzen und sprachlichen Landesteilen Belgiens stammten.

Witloof Bay haben sehr schöne Erinnerungen an Deutschland, da sie bereits in Mainz an einem a-capella Wettbewerb teilnahmen, gemeinsam mit den legendären Manhatten Transfer- unvergessliche Momente für sie! Sie erinnerten auch daran, dass heute vor 25 Jahren Sandra Kim den ESC für Belgien gewann und ihr zu Ehren konnten wir der a-capella Version von „J’aime la vie“ lauschen! Rundum eine informative und unterhaltsame Pressekonferenz, so ist den sympathischen Belgiern der Einzug ins Finale zu wünschen!

Stefan


Nach der Mittagspause (Kassler, mit "swabian noodles" = Spätzle und Karottensalat für EUR 8,90) traten die TWiiNS aus der Slowakei auf. Nun ja, ganz nett und tut zum "Suppenkoma" auch nicht weh. Allerdings etwas nichtssagend. Der Song erinnert stark an "Disappear" von den No Angels.
Die Ukraine hingegen wird man dieses Jahr nicht übersehen können. Ganz grosses Kino und eine echte Neuheit beim ESC! Auf der Bühne steht eine Sandmalerin. Ihre Kunst wird auf die riesigen LED-Wände übertragen. Ob sie uns eine Geschicht zu erählen hat, erschliesst sich mir noch nicht. Dem Zuschauer möglicherweise auch nicht. Macht aber nichts. Es lenkt gekonnt von dem Song ab und das ist nicht unbedingt schlecht so.  Ueber den sagenhaften Rock Mika Newtons weiss Joerg gleich noch zu berichten.

Markus


Guten Tag aus Düsseldorf auch von mir -
eigentlich hatte ich längst etwas gepostet, aber aus unerfindlichen Gründen ist das hier verschwunden, oder aber ich hab mal wieder die Technik nicht im Griff. Wie auch immer:
Das meiste ist ja nun inzwischen bereits von meinen Mitstreitern hier beschrieben und bildlich festgehalten. Ich kann mich vielen Statements nur anschliessen - der Auftakt heute Morgen mit Bosnien und Oesterreich war unglaublich schön. Gänsehaut gab es sowohl bei den Bosniern um Dino Merlin, als auch bei Nadine Beiler aus Oesterreich. Dino Merlin hatte sichtlich Spass auf der Bühne und tanzte nicht ganz so wild wie in der Vorentscheidung. Vorrangiges choreographisches Charakteristikum seiner Performance: Synchronwinken. Das macht er aber sehr schön, sehr oft und sehr effektvoll. Der Rest der Truppe steht etwas seitlich mit unterschiedlichen Instrumenten und am Ende gesellt sich Dino zu ihnen und macht was wohl: winken! im Hintergrund auf der LED-Wand öffnen sich zunächst rote Samtvorhänge, danach wird es bunter mit farbigen Punkten und ein Pferdekarussell erscheint. Alles recht stimmig. Dino Merlin ist allerdings auch bereits um 10 Uhr stimmsicher und -gewaltig und sorgt für eine erste Gänsehaut mit einer gelungenen Probe.
Noch mehr Gänsehaut dann bei Nadine Beiler aus Oesterreich. Hier besticht nicht nur ihre Stimme, sondern auch die ihrer Backgroundsängerinnen. Und dann das ganze Setting!!! Scheinwerfer in Weiss und Blau, auch in der gesamten Halle, also nicht nur auf der Bühne. Später perlen Diamanten von unten nach oben und man könnte meinen, das wäre bestimmt kitschig, ist aber durchaus passend. Die Background-Sängerinnen tragen schwarze lange Kleider mit ein bisschen Glitzer an den Aermeln,Nadine Beiler selbst trägt allerdings ein Kleid mit tiefen Einblicken. Der Saum ist etwas kürzer als kurz, ihre Frisur schiefer als schief, und ihr Ausschnitt am Rücken tiefer als tief. Und das Podest, auf dem sie steht, soll wohl von der Form her an einen Diamanten erinnern. Da aber die Farbe des Podestes dunkel ist, meint man auf dem ersten Blick, sie stehe auf einem Sarg. Dennoch: Perfekte Inszenierung und zumindest in der Halle Gänsehaut pur - ganz bestimmt ein Kandidat für das Finale.
Die Niederlande und Belgien hab ich nur auf den Monitoren gesehen. Die 3 J's singen gut, aber auf dem Bildschirm kam kaum Stimmung rüber. Belgien mit ihrer Acapella-Nummer gewohnt souverän, aber ich mag die Nummer zumindest in solchen Veranstaltungen nicht. Bei der Pressekonferenz eben hat mich die Performance allerdings überzeugt.
Sehr belanglos, stimmlich aber sauber die Slowakinnen, deren Lied ganz seltsam von einem fetten Schlagzeug von der ersten bis zur letzten Sekunde begleitet wird, was das Lied NOCH belangloser macht. In den Ohren der Sängerinnen baumeln unglaubliche Dinge von Gitarren bis hin zu kronleuchterähnlichen Gebilden in fast solcher Grösse.
Gerade dümpelt Mika Newton aus der Ukraine über den Bildschirm und singt ihr langweiliges Lied, nein, eigentlich jammert sie es - und zwar in einer weissen Bluse mit einem Rock aus der Burda 7/1978 mit einem Stoff, der mit Zitronen (!!) bedruckt ist und gleichzeitig an Wachstischdecken aus der Obi-Reklame für Sommer-Gartenmöbel erinnert. Im Hintergrund malt eine Sandmalerin - live auf die LED-Wand übertragen - seltsame Bilder, die an Blinddarm mit Wurmfortsatz erinnern, dann aber in letzter Sekunde doch noch zu auf der Seite liegenden Gesichtern werden... Soll das von der Sängerin ablenken? Man weiss es nicht....man ahnt es nur...

Hui!! Na, als damals Jean Paul Gaultier die Bühnen-Büstenhalter für Madonnas Blond Ambition Tour 1990 entworfen hatte, konnte er noch nicht wissen, dass die Teile recycelt würden und sich dann 21 Jahre später einzeln - allerdings schwarz bzw. weiss gefärbt - auf den Köpfen moldawischer Sänger beim Song Contest wiederfinden...
Ein bisschen ist die Nummer optisch der Aufmarsch der Aggro-Gartenzwerge, die später noch Besuch von einer Einrad fahrenden weissen Fee in Tüll incl. Flügeln und weisser Gaultier-Titte (pardon...) auf dem Kopf bekommen. Diese laute Rock-Nummer ist so daneben, dass sie eigentlich schon wieder gut ist. Man weiss ja, dass Moldau sehr gern mal ungewohnte Wege geht und uns auch Omas in Schaukelstühlen auf die Bühne schiebt, die dann grosse Trommeln schlagen. Da aber in diesem Jahr Portugal alles, was sich nicht wehren kann, hoffnungslos niedertrommelt, muss man eben zu einem Einrad und diesen Kopfbedeckungen greifen, die womöglich noch von moldawischen Steinbruch-Strafgefangenen in Höhlen ohne Licht gestrickt wurden...Egal. Irgendwie hat das auch ein bisschen Spass gemacht zuzuschauen. Im Hintergrund auf der LED-Wand sieht man dann rot-schwarze Püppchen, die optisch den Aggro-Zwergen auf der Bühne ähneln.
Ich denke mal, das kommt weiter und wir sehen es Finale wieder.

Jörg


Die schwedische Choreographie war wie zu erwarten fast identisch mit der aus der Vorentscheidung. Jetzt allerdings nur noch mit drei singfreien Taenzern und dafuer zwei tanzlosen Saengern. Das ist auch gut so, denn Eric Saades Stimmchen kann Unterstuetzung vertragen. Nur den letzten Durchgang der Proben hatte er durchgesungen. Man muss ihm allerdings zugutehalten, dass die Tanzeinlagen aeusserst anstrengend sind. Den Taenzern wurden zwischendurch Handtuecher gereicht, um ihre mit Tattoos versehenen Oberkoerper zu trocknen. Sie hatten einen wahren Tanzmarathon zu absolvieren.
Die Glaswaende, die Eric zwischenzeitlich umgeben, wurden heute noch nicht gesprengt. Im letzten Durchgang machte es zwar "Zisch" und es entwich etwas Rauch aus den Waenden, aber es tat sich nichts. Das sah schwer nach einer Fehlzuendung aus. So stand er da und kam nicht mehr aus dem Glaskaefig heraus. Die Taenzer zogen ihr Programm durch und kuemmerten sich nicht weiter um ihn. So stand er da und wusste nicht weiter: "Der kleine Eric moechte aus dem Glaskaefig abgeholt werden".  Schliesslich schob er eine Wand zu Seite und machte weiter.
Das Ueberraschendste fuer mich war jedoch die Reaktion des Publikums: Sehr verhalten! Das war nicht mehr als Hoeflichkeitsapplaus. Aber ich bin mir sicher, dass wird sich bei der PK aendern. Insgesamt wirkt der Auftritt sehr hektisch. Ein Finaleinzug haengt stark von der Leistung der Konkurrenz ab.
Markus


Hallo melde mich vom Fan-Desk zurück aus der Pressekonferenz. Momentan sind die Moldauer dran. Sehen so ein bißchen nach "Schneetütchen und die 3 Zwerge" aus. Auf die Frage weshalb die Zipfeltüten so lang seien, meint einer: dies gäbe positive Energie? (Sorry ob die wohl ein Potzenzproblem haben?)-  Lautes Gelächter.... - sie mögen den Zirkus und haben gerade ein Album in russisch produziert und arbeiten momentan an einem englischsprachen Album. Der höhere Versuch zu erklären was sie mit ihrem Titel ausdrücken wollen, erschließt sich mir leider nicht.

Horst


Gerade flimmern die Zyprioten hier ueber die Bildschirme. Eine kreischende Saengerin im schwarzen Kleid, umschlungen von Bondageseilen. Daran ist eine Kugel oder weisse Schwimmboje oder so etwas befestigt. Und dann geht es ab: Sie greift sich das Seil und schwingt und schwingt und schwingt die Kugel ueber ihren Kopf in kreisrunden Bewegungen. Einfach unglaublich. Aber damit nicht genug. Christos Mylordos Taenzer, alle so wie er in schwarz gekleidet, steigen in auf dem Boden befestigte Armee-Stiefel. Darin machen sie dann die Sakis-Rouvas-This-is-our-night-Bewegungen von 2009. Den Effekt kennt man ja. So weit so gut. Doch dann ziehen sie die Stiefel aus, laufen auf Socken herum und Nebel steigt auf der Buehne auf. Ob da ein Zusammenhang besteht? Vielleicht sollte man vorsichtshalber Aromasaecken in den ersten Zuschauerreihen verteilen.
Gleich geht es zur schwedischen PK. Da wird sicher viel los sein.
Markus


Die Twiins Daniela und Veronika sind wirklich nicht auseinander zu halten- die eine in Gelb, die andere in Pink. Aber wer wer ist, konnte ich mir nicht so schnell merken…. Auf die Frage nach Unterschieden, antwortete Daniela, dass ihre Schwester Veronika extrovertierter sei und die Leitung auf der Bühne übernehme. Sie selber sei meist introvertierter und würde das alltägliche Leben stärker bestimmen.
Beide leben seit einigen Monaten in Los Angelos und besuchen regelmäßig Bratislava. Auf die Frage hin nach den gravierenden Unterschieden, kam eine diplomatische Antwort heraus. Los Angelos sei sehr modern und Bratislava wird durch die Historie bestimmt. Nationale Identität war ein bestimmendes Thema in dieser Pressekonferenz. Ein Volk identifiziert sich nur selten über seine Politiker, sondern über Kultur, Sprache, Musik und auch Sportereignisse. Daher seien auch Sequenzen der letzten Fußball WM im offiziellen Videoklipp verarbeitet worden.
Die Twiins sind übrigens die einzigen ESC Künstler dieses Jahrgangs die ihre Promotion Tour auch über Israel geführt haben, was vom einzig anwesenden israelischen Journalisten mit Wohlwollen wahrgenommen wurde. Ihren Aufenthalt in Deutschland werden die Beiden nutzen, um ihre CD zu promoten und werden zwischen ihren Proben und ihrem Auftritt durch Deutschland touren.
Zum Abschluss wurde noch gefragt, welchen Song die Beiden aus dem aktuellen ESC Jahrgang auch gerne gesungen hätten und spontan kam die Antwort- Kati Wolfs Lied für Ungarn, sie habe eine tolle Stimme und würde ihren Beitrag mit Stil vortragen! Leider könnten sie den Text nicht, aber dafür haben sie ihr eigenes Lied noch einmal a-capella vorgetragen!

Stefan

 


 

MITTWOCH, 4. MAI 2011

 

Guten Morgen, aus dem fast noch leeren Pressezentrum. Gestern nach der Show habe ich mir noch eine Karte für: Grand Prix Classics" am kommenden Mittwoch in der Tonhalle hier in Düsseldorf besorgt. Für alle die nicht live dabei sein können, wird die Sendung auf WDR nach 22.00 Uhr als Aufzeichnung übertragen! (Mit dabei sein werden: Katja Ebstein, Johnny Logan, Mary Roos, Nino de Angelo, Ingrid Peters, Guildo Horn und Ralph Morgenstern als Moderator).
Anschließend war ich dann in der "Jazz-Schmiede", in die die Schweizer eingeladen hatten. Als ich gegen 21.45 Uhr dort eintraf, dachte ich erst ich wäre falsch, da bereits eine andere Gruppe auf der Bühne war, die ich nicht kannte, und auch sonst kein "bekanntes Gesicht" sah. Kurze Zeit später traf dann Anna Rossinelli mit ihren 2 Begleitern auf. Pünktlich um 22.00 Uhr startete sie ihr Programm, das beim Anwesenden Publikum sehr gut ankam. Mittlerweile kamen auch einige bekannte Gesichter aus dem Pressezentrum hinzu.  Anna ließ es sich nicht nehmen natürlich auch ihren Eurovisionsbeitrag für die Schweiz zu singen.

Nach 5 Vorträgen und einer Zugabe war die "Show" dann zu Ende. Einige ausländische akkredierte Journalisten verpassten den Auftritt, da sie die "sprichwörtlich deutsch-schweizer Pünktlichkeit" vergessen hatten...  Bei einem kurzen Gespräch mit Schweizer Fans lobten diese die Organisation hier in Düsseldorf.... (hört man ja auch mal gerne!!!)  .... möchte ich natürlich auch Zustimmen, ohne "Selbstbeweihräucherung" .... anbei zum Beispiel Hinweis-Schilder im U-Bahn-Bereich sowie ein paar andere Impressionen...
An dieser Stelle schon mal ein ganz "dickes Dankeschön" an unseren Präsidenten Michael  , der sich in der Beratung der Stadt voll eingebracht hat!

Horst


Guten Morgen aus Düsseldorf,
der vierte Probentag hat begonnen mit der zweiten Hälfte des zweiten Semfinales. Soeben ist Bulgarien mit seiner Probe fertig geworden. Nun ja, ich bin kein grosser Freund dieses Beitrags, der sehr dramatisch und mit viel Geschrei inszeniert, aber letztlich doch durchaus souverän dargeboten wird. Die Band steht mittig auf der Bühne und vorne steht Poli Genova in einem weissen Etwas, das ein wenig zerfetzt wirkt und ausssieht, als sei sie auf dem Weg zur Probe noch schnell in der Fahrstuhltür hängen geblieben. Am gesamten rechten Arm sieht man etwas Dunkles, das zunächst aussieht wie ein Tatoo, welches sie einem Hells Angel noch schnell auf dem Sterbebett abgeluchst hat... aber als Frau Genova dann den langen Weg über den Laufsteg antrat, um zum Satelliten in der Hallenmitte zu schreiten, sah man, dass an ihrem Arm nichts weiter als geklöppelte Spitze wohnte. Hübsch... Den langen Marsch trat sie übrigens lediglich an, um - in der Mitte angekommen - einmal dramatisch niederzusinken, sich ihres zerfetzten Etwas zu entledigen und dann wieder zurückzustampfen. Ihre platinblonde Frisur ist quasi eine Trendfrisur in diesem Jahr. Fast rasierte Seiten und viel hochfrisiertes Haar in der Mitte. Das sieht man hier bei so einigen.
Wunderschön ist allerdings bei Bulgarien wieder einmal das Setting. Die Farben Schwarz, Weiss, Blau und Silber und viele perlende Tropfen und plätscherndes Wasser auf der LED-Wand wirken edel und stilvoll. Auch am vierten Tag ist es jedesmal wieder ein Erlebnis, in die Halle zu treten. Man hat den Eindruck, man tritt in ein riesiges Zirkuszelt. Einfach phantastisch, was da gemacht wurde. ich hoffe, dass davon auch am Bildschirm ein bisschen rüberkommt.
Auf dem Monitor neben mir läuft die erste Probe von Mazedonien. Markus sitzt mir gegenüber und sagte gerade: Fällt mir nix zu sein, schreib ich auch nichts drüber....das sagt ja eigentlich schon alles... also ich seh fünf weisse Tänzer bzw. Tänzerinnen, die pseudofolkloristische Tänze veranstalten, dem Sänger immer als Echo mit dem Wort "Musica" dienen und von denen mindestens zwei die oben beschriebene Trendfrisur aufweisen. Gerade nimmt Vlatko Ilievski (der Sänger) ein Megaphon in die Hand und eifert den Portugiesen nach. Und schon hat er wieder die Gitarre in der Hand, das hüpfende Pulk hüpft unverdrossen weiter und fertig ist die Nummer. Ein seltsamer Beitrag.
Bis später,
Jörg


Hallo aus dem immer noch sonnigen Düsseldorf!
Heute morgen wurden wir zur Abwechslung mal von einer neuen Apfelbäuerin begüsst. Ihr Lächeln kam aber noch nicht so überzeugend rüber, wie von unserer "alten". Aber vielleicht lag es auch noch an der Uhrzeit. Ueberhaupt habe ich den Eindruck, dass die Freiwilligen und Servicekräfte hier einen tollen Job machen. Wenn auch manchmal mit zweifelhafter Aufgabe. Am Eingang zur Arena steht den ganzen Tag jemand, nur um uns die Türe zu öffnen! Da fühlt man sich richtig wichtig ;-) Aber wer weiss, vielleicht steckt da auch wieder ein Sicherheitsgrund dahinter. Und wenn auch nur der, dass wir uns nicht die Finger in der Tür klemmen. Wenigstens hat man ihnen mittlerweile einen Barhocker hingestellt.
Auf der Bühne sehe ich gerade die Mazedonier. Die Tänzer sind mal wieder in Adidas-Trainingsanzügen. Ist Adidas hier heimlicher Sponsor? Die scheinen ganze Delegationen ausgestattet zu haben. Auch auf den Pressekonferenzen laufen ganz viele Drei-Gestreifte herum. Also habe ich mich heute jackentechnisch mal angepasst. Gleich geht es zur israelischen Probe. Mal schauen, ob Dana ihr(e) Ding Dong(s) gut auf der Bühne präsentiert...
Markus


Gut gelaunt eröffnen die Bulgaren die Pressekonferenz. Poli ist gut drauf und antwortet auf alle Fragen mit einem Lachen. Im Vorfeld des Wettbewerbs hat sie in Amsterdam und London bereits andere Teilnehmer kennen gelernt und möchte natürlich mit den die kommenden Tage: "Party machen". Ein Album ist bereits in Arbeit und soll demnächst erscheinen... 

Horst


Die israelische Probe verlief aeusserst unspektakulaer. Dana - wenn sie es wirklich war ;-) - versteckte sich hinter einer riesigen Sonnenbrille. In der Nahaufnahme sah sie nicht besonders vorteilhaft aus - ungeschminkt eben. Schon machen Geruechte die Runde, ob ihre PK ausfallen wird. Das Schminken wuerde wohl noch zu lange dauern...
Ihr Auftritt plaetschert so vor sich hin. Mit bunten Baellchen im Hintergrund. Nett zu Chips und Cola auf der Couch, aber auch nicht mehr.
Gerade ist in der Arena die Slowenin Maja Keuc mit halterlosen Latexstruempfen auf Plateausohlen zu sehen. Dazu traegt sie ein Lamettakleidchen mit Metall-BH. Durchaus stimmig zu dem Song und den stacheligen Rosen im Hintergrund. Insgesamt aber etwas sperrig.

Markus


Wie in den anderen Pressekonferenzen werden die einzelnen Bandmitglieder vom Delegationsleiter vorgestellt. Vlatko erzählt, dass er sehr stolz ist eine Hauptrolle in einer "Daily-Soap" in Mazedonien zu spielen. Auf die Frage was er lieber macht: Singen oder Schauspielen, windet er sich heraus und sagt: "Musical".  Er möchte nur zu den "Parties" die für ihn wichtig sind?  Für ihn ist es wichtiger einen guten Song für Mazedonien zu haben, als ins Finale zu kommen... das möchte ich mal so stehen lassen... Für ihn ist es in erster Linie wichtig in Mazedonien anzukommen.

... wie bereits schon angedeutet.... fällt die israelische Pressekonferenz heute aus..... "Diva"-Allüren .... ohne "frisch gesprachtelt" geh' ich heute nicht unter die Leute...  Bericht kommt dann hoffentlich nach der nächsten Probe ....

Horst


Ist das hier mit 'ue'? Eine gern gestellte Frage im Arbeitsbereich des Pressezentrums. Nicht alle Laptops sind hier naemlich mit deutschen Umlauten ausgestattet. Wenn man dann einen mit 'ue' - also dem richtigen, ich habe hier wieder einen ohne - erwischt hat, darf man sich trotzdem noch nicht in Sicherheit waehnen. Denn, wo bitte ist das grosse 'UE'? Die Shift-Taste will da nicht weiterhelfen. Und so sucht man auch schon mal das '!' und das '?'. Besonders hinterlistig gibt sich das '@'. Hat man es auf der Tastaur gefunden, nuetzt das gar nichts, es will nicht auf dem Bildschirm erscheinen. Es ist offensichtlich einen Pakt mit der Laendereinstellung der Software eingegangen. Aber es hat verloren! Ich habe es hinter Shift+2 entdeckt!
Markus


Dana (also die Internationale, nicht die Irische) war da - und verschwand!
Macht eigentlich auch nichts, denn der Auftritt war schon ein wenig seltsam. Ihre Backgroundsängerinnnen haben nicht mehr bunte, sondern uniforme Glitzer-Minis an und sie selbst trat in einer hellen Strickjacke auf, um ihre Hüften baumelte ein Gürtel, an dem Utensilien hingen, die von der Form her an Friseurgerät erinnerten. Dana war die erste Interpretin, die hörbar schlecht gesungen hat. Absolut schief die ersten Töne, offensichtlich auch völlig unzufrieden mit der Technik oder mit sich oder mit der Welt - vor allem aber mit ihrem Gesicht, das merkwürdig aufgedunsen oder wie auch immer aussah, sofern man es unter ihrer Sonnenbrille überhaupt sehen konnte. Also kameragerecht war das nicht. Auch der Hintergrund ist zwar bunt, aber macht angesichts der Möglichkeiten, die man hier hat mit der der LED-Wand, wenig her. Immerhin scheint das Playback im Beat ordentlich aufgepeppt.
Und als hätte man es geahnt - soeben wurde die Pressekonferenz Israels abgesagt. Jetzt brodelt natürlich hier die Gerüchteküche. Hat sie sich unter der Sonnenbank verbrannt, ist ihr ihre Leistung zu peinlich vor den Journalisten, ist Botox-Behandlung schiefgelaufen.... Fragen, Fragen, Fragen - auch hier: man weiss es nicht, man ahnt es nur. Bis später,

Jörg


Der Kommentator des slowenischen Fernsehens stellt alle Mitglieder vor, die Maja begleiten, viele sind ehemaligerTeilnehmer oder waren als Backgroundsängerin mit dabei. Die Slowenen loben die gute Organisation und Maja sagt sie sei sehr relaxt und sie weiß nicht ob das ein gutes Zeichen ?
Maja wurde vergangenes Jahr zweite bei "Idol" und deshalb auch vom Publikum einen großen Rückhalt. Trotz der schlechten Platzierungen haben sie dieses Jahr ein gutes Gefühl im Finale mit dabei zu sein....

Horst


Da will einer gewinnen!
Der rumänische Beitrag war sehr überzeugend. Tolle Stimme, gute Ausstrahlung. Der Sänger David Bryan war hochkonzentriert. Man konnte ihm regelrecht ansehen, wie er zwischen den Durchläufen den Auftritt in seinem Kopf immer wieder durchging. Das sieht alles sehr professionell aus und der Song geht durchaus ins Ohr. Wurde Rumänien wie schon im letzten Jahr im Vorfeld unterschätzt? Der Beitrag muss ins Finale. Und da hoffe ich auf eine gute Platzierung.
Markus


David Bryan, der Sänger Gruppe, ist gebürtiger Brite und kam mit vier Jahren nach Rumänien. Nach der Botschaft des Liedes gefragt, sagt er das sie Welt nicht alleine ändern können und dies natürlich nicht nur für Rumänien, sondern für den Rest der Welt. Wenn er gewinnt, will er nackt als "Flitzer" durch die Pressekonferenz laufen! .... was für Aussichten....  Er bestreitet die Pressekonferenz fast alleine, singt: "A bed of roses" and zeigt seine Qulitäten als Rapper...

Horst


Jung, bunt, laut und schräg- auch der eine oder andere Ton- so präsentierte sich Estland in der ersten Probe. Bühnenaufbauten, analog der estnischen Vorentscheidung, Hochhäuser en miniature und dazu ein beeindruckender Background auf der riesigen LED Leinwand. Häuser und das stilisierte Millennium Riesenrad schwelgten in Farben (Blautöne / Pink / Grünweiß) und bewegten sich mit zunehmender Geschwindigkeit. Sehr schön wurde der Wechsel der rhythmisch schnellen und langsameren Songteile umgesetzt. So bleibt der Sängerin Getter Jaani ab und zu eine kurze Verschnaufpause, während ihre Tänzer und Backgroundsängerinnen Bewegungsabläufe auf der Bühne fortsetzen. Zum Ende des Stücks sind jedoch ein paar schräge Töne zu vernehmen. Noch bleibt etwas Zeit, um die Kondition zu verbessern- tanzen und singen gleichzeitig hat schon ganz andere Künstler vor Probleme gestellt!

Genauso bunt und fröhlich geht es in der Pressekonferenz weiter. Nachdem Getter ihr Team vorgestellt hat, mutmaßte die Moderatorin der PK, es sei vielleicht gefährlich mit Getter auf der Bühne zu agieren- einer der Tänzer hatte sich an seinem Handgelenk verletzt und trug einen Verband.
Im Vordergrund der Show steht das Erzählen eines Märchens, alle Mitglieder stellen Puppen dar, daher auch die farbenfrohen Kostüme und die für den ESC etwas ungewöhnliche Choreographie. Der Komponist Sven Lõhmus sei sehr froh, diesen Song extra für Getter geschrieben zu haben, da sie eine exzellente Künstlerin sei. Es ist für ihn immerhin die dritte Teilnahme am ESC, nach 2004 und 2009. Nach seinem Erfolgsrezept befragt, sagte er bescheiden, es wäre eben Glück gewesen.
Auf die Frage nach ihren Zukunftsplänen antwortete Getter, sie möchte alles im Leben- singen, tanzen, designen und diese Tätigkeiten könnten sich ja auch hervorragend ergänzen. Zum Abschluss trägt Getter ihren neuen Song auf Estnisch vor und natürlich darf auch ihr Wettbewerbsbeitrag a-capella nicht fehlen, zu dem ihre Tänzer eine Showeinlage bieten!

Stefan


Im Pressezentrum treffen von Tag zu Tag mehr Journalisten und Fans ein. Noch sind aber mehr als ausreichend Plätze - mit und ohne Laptop - vorhanden. Das Sprachgewirr nimmt auch langsam zu. Da ein Grieche oder Zypriot, der via Webcam kommuniziert oder besser schreit, dort Italiener die eine spontane Besprechung abhalten, und da ein Brite, der seiner Kollegin den Text des österreichen Beitrags mit voller Inbrunst vorliest. Very international!
Insgesamt geht es hier aber noch recht verhalten zu. Die "alten Hasen" sagten mir, dass es spätestens ab Samstag, wenn die Big 5 an der Reihe sind, deutlich voller werden wird.
Die Pressekonferenzen werden bislang noch nicht vom großen Podium aus abgehalten. Stattdessen sind an der Seite ein paar Stehtische mit Barstuehlen aufgebaut. Von dort aus beantworten die Delegationen die Fragen der Presse. Das ist nett gemacht und wesentlich intimer als vom hohen Podium herab. Die Moderatoren Branislav Katic und Sonia Kennebeck sind mit ein paar Eingangsfragen auf die jeweiligen Länder gut vorbereitet. Wesentlich besser als im letzten Jahr. Damals gab es zu Beginn Quizfragen über Norwegen, die spätestens nach der fünften PK nervten. Sonia spricht übrigens sehr gutes Englisch. Bei Branislav hapert es damit noch etwas.
Übrigens: Was dem Touristen im Ausland die Handtücher auf den Liegen am Pool sind, sind dem Fan und Journalisten im Pressezentrum die Länderflaggen an den Tischen.

Markus


Hallo noch mal,
die letzte Probe des Tages, Irland, läuft gerade neben mir auf dem Monitor. Man sieht die Iren wie gewohnt in ihren hochgestylten Frisuren auf der Bühne zum ersten Soundcheck. Die Frisuren sind das Markenzeichen und als Papp-Frisur auch Bestandteil ihres Pressematerials... originell.
Einige Proben und Pressekonferenzen sind völlig an mir vorbeigegangen, zumal es wirklich schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist, alles zu sehen und zu hören, weil hier so vieles gleichzeitig abläuft. Gar nicht gesehen habe ich Slowenien und Belarus. Letztere hatten soeben ihre Pressekonferenz und mussten sich kritischen Fragen zu ihrem patriotischen Titel gefallen lassen.
Sowohl Proben als auch Pressekonferenzen gesehen hab ich von Rumänien und Estland. Rumänien - Markus erwähnte es schon - ist hier ganz stark. Zunächst mal hat man ja ohnehin den Eindruck, dass die Rumänen einfach nur in die Karpaten gehen und ein wenig buddeln müssen, und - schwupps - ziehen sie irgendwas raus, was ziemlich gut singen kann. Diesmal hat sich der Sänger David Bryan aber selber eingebuddelt, denn er stammt aus England, singt ganz hervorragend, sieht smart und charmant aus und zeigt seinen Spass auf der Bühne sichtlich. Mich erinnert das Lied ein wenig an einige Songs von Madness. Die Show ist ganz nett, auch wenn der Komponist des Songs mit einer Paul-Harrington-Gedächtnis-Frisur (Irland 1994) am Flügel sitzt. Warum aber zwei Tänzerinnen wirre Bewegungen machen und dabei Trompeten, die sie sichtbar nicht spielen können, in den Händen halten, bleibt ein Rätsel, das man aber auch nicht wirklich lösen muss. Eine insgesamt nämlich trotzdem starke Nummer, die garantiert im Finale landet, weil sie richtig ins Ohr geht.
Den Vogel abgeschossen, was Bühnenbild angeht, hat Estland. Die haben nämlich nicht nur kleine Hochhäuser auf der Bühne, hinter, vor und auf denen man tanzen kann, sondern auch eine richtige stilisierte Skyline mit einem an das London Eye erinnernden Riesenrad auf der LED-Wand. Auch wenn die Töne zum Ende der Performance noch nicht so ganz sitzen, gelingt Getter, der Sängerin und ihrem Ensemble eine gute Leistung, deren Bewertung aber ganz stark davon abhängen wird, welche Bilder im TV zu welchem Zeitpunkt gezeigt werden. Auch hier ist die Kleiderfrage wieder ein Buch mit sieben Siegeln. Ist die Kulisse eigentlich schon bunt genug, ist es völlig unverständlich, warum die beiden Backgroundsängerinnen Mozartähnliche Perücken und Röcke in der Farbe und der Form von Knallbonbons tragen.... na ja...
ich schau mir noch ein wenig die Probe der Iren an und die PK der Letten -und dann melde ich mich noch mal...
Jörg


Ich will mich doch wenigstens auch zwischendurch mal kurz melden, sonst meint ihr noch, mich gibt's nicht mehr ;-) Aber ich habe gar nicht viel zu berichten, weil ich zugeben muss, bisher noch keine einzige Probe  bzw. PK gesehen zu haben. Jeden Tag nehme ich mir das vor, aber sobald ich morgens meine Mails abrufe, war es das dann... Anfragen von Presse, Funk und Fernsehen, alle suchen sie bestimmte Fans  irgendwo in Deutschland oder auch hier in Düsseldorf, mit denen sie drehen wollen, laufend klingelt das Telefon, zwischendurch fahre ich dann durch die Stadt, besorge Plakate und Flyer für den Fandesk, verstaue die Fantickets im Wert von über 500.000 EUR in einem Bankschließfach usw. usw., aber irgendwie ist es auch schön, mal aus der "jährlichen Routine" auszubrechen, das kann ich dann alles nächstes Jahr wieder machen wie gewohnt, in Baku (Aserbaidschan führt ihr momentan das Pressevoting des 1. Semi an, Schweden das 2. Semi) oder sonstwo. Als Düsseldorfer ist es für mich  natürlich dieses Jahr etwas ganz Besonderes, ich freue mich sehr, dass es bisher eigentlich nur positive Kommentare zur Organisation und zur Stadt gibt. Gestern Abend fand ich es witzig, dass die Schweizer Party (oder Jamsession) nur wenige 100 Meter von der Praxis entfernt stattfand und ich 2 Dänen mit dem Auto zu ihrem günstig gemieteten Top-Apartment (das gibt es also auch, allen Unkenrufen zum Trotz) mit meinem Wagen mitnehmen konnte. Und im eigenen Bett schläft es sich eben doch am besten!!!

Während es an unserem Infostand im Eurocafé bisher tagsüber ausnehmend ruhig war, war im Euroclub eigentlich erstaunlicherweise vom 1. Abend an sehr viel los, und es wird natürlich jetzt von Tag zu Tag mehr werden.

Sollte es mir wider Erwarten gelingen, morgen mal den 2. Probendurchlauf des 1.Semi anzusehen, werde ich mich dann dazu auch mal äußern, aber wenn nicht, wir haben ja genug gute Schreiber!!!

Michael


Musiqq wollen ihr bestes geben, damit Lettland es wieder ins Finale schafft. Sie sind sehr relaxt, haben keine Angst vor der großen  Bühne und sie würden gerne mal auf der riesigen LED-Leinwand TV schauen.  Sie sehen im Wettbewerb auch die Chance auf einem grösseren Markt bekannt zu werden, da der lettische Markt doch sehr limitiert ist. Emils (der ohne Brille) hat das gleiche Problem wie Lena im vergangenen Jahr: er darf nach dem Wettbewerb zum Examen  antreten. Auf die Frage nach ihrem Outfit sagt Marats: sie hätten sich für schwarz-weiß entschieden, da man damit meist keinen Fehler machen kann. Sie singen: "Abracadabra" und natürlich ihren Beitrag.

Musiqq wollen ihr bestes geben, damit Lettland es wieder ins Finale schafft. Sie sind sehr relaxt, haben keine Angst vor der großenkBühne und sie würden gerne mal auf der riesigen LED-Leinwand TV schauen.  Sie sehen im Wettbewerb auch die Chance auf einem grösseren Markt bekannt zu werden, da der lettische Markt doch sehr limitiert ist. Emils (der ohne Brille) hat das gleiche Problem wie Lena im vergangenen Jahr: er darf nach dem Wettbewerb zum Examen  antreten. Auf die Frage nach ihrem Outfit sagt Marats: sie hätten sich für schwarz-weiß entschieden, da man damit meist keinen Fehler machen kann. Sie singen: "Abracadabra" und natürlich ihren Beitrag.

Horst


Also für heute sind alle Proben durch. Damit hat ausser den Big 5 jedes Land einmal 40 Minuten Probe gehabt. Ab morgen geht es dann wieder von vorn los mit Polen. Diesmal aber mit 30- statt 40-minütigen Proben. Die Dänen haben heute noch geprobt, danach die Iren. Bei den Dänen war es voll in der Halle, bei den Iren sogar noch etwas voller, was sich bemerkbar machte durch deutlich weniger Leute in der gleichzeitig stattfindenden Lettland-PK, deren Ende ich gerade noch gesehen hatte. Die Proben bei Dänemark und Irland waren wie die meisten Proben durchaus gelungen. Wirklich (fast) alle Künstler bestechen hier - zumindest in der Halle - durch aussergewöhnlich guten Gesang. Oft ist das am Bildschirm dann ja ein wenig anders, aber was wir hier hören, tut jedenfalls nicht weh.
Irgendwie bin ich nach dem Mittagessen nicht mehr aus dem Suppenkoma herausgekommen, sodass mir auch nichts Originelles mehr einfällt gerade.
Evtl. noch mal bis später, die Dänen-PK fängt gerade an.
Nix wie hin
Jörg


Das war ja mal eine Pressekonferenz, die den Puls in die Höhe trieb...
Sie fing so harmlos an, die Pressekonferenz Weißrusslands. Das Team befand auch, dass das LED Design zu Rot war und gab bekannt, dass es bis zur zweiten Probe noch modifiziert wird. Sie vertrauen da ganz auf die Profis im Produktionsteam der Show. Auf Anfrage wurde noch einmal erklärt, dass ihr ursprünglicher Song „Born in Belarussia“ verworfen wurde, da er vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin gesendet wurde und so musste ein neuer Beitrag her. Aber aus Sicht des Komponisten Evgeny Oleynik ein Glücksfall, da ihr Beitrag „I love Belarus“ jetzt viel stärker sei. Und natürlich ist auch die Interpretin Anastasia Vinnikova stolz auf ihr Heimatland, wie die meisten Künstler weltweit- so schrieben schon die Beatles eine Hommage an ihre Heimatstadt Liverpool. 
Auch über ihren Startplatz Nr.16 im Semifinale seien sie sehr glücklich, genau wie im vergangenen Jahr, denn immerhin hat Weißrussland es aus dieser Position heraus ins Finale geschafft. Startplatz Nr.16 könnte eine glückliche Tradition werden. Auf die Frage, wie sich Anastasia in Deutschland fühle, antwortete sie überzeugend, sehr wohl. Vor zwei Jahren besuchte sie bereits Berlin und schwärmte in höchsten Tönen von unserer Hauptstadt.
Bis dahin verlief die Pressekonferenz wie so viele. Doch dann wurde die erste kritische Frage zur Regierung Weißrusslands gestellt. Ein Kollege hinterfragte, wie man stolz singen könne, Weißrussland zu lieben, ein Land, das faktisch diktatorisch regiert wird und in dem Menschenrechte nicht beachtet werden. Der Moderator Bane Katic stellte der weißrussischen Delegation frei, darauf zu antworten. Doch Anastasia beantwortete die Frage damit, dass sie stolz auf ihre Geschichte und Kultur sei und Evgeny Oleynik stellte die Gegenfrage, ob der Kollege schon einmal in Weißrussland gewesen sei und sich ein eigenes Bild vor Ort gemacht habe?! Die nächste Frage folgte direkt mit der Einleitung, dass Anastasia singe „I love Belarus“, so würde sie bestimmt auch die Menschen Weißrusslands lieben- trifft dies auch für Lesben und Schwule zu, die nicht frei in Weißrussland leben könnten!? Anastasia erwiderte, auch sie habe schwule Freunde und das sei für sie überhaupt kein Thema, jeder könne frei entscheiden, wie er sein Leben gestalten möchte.
Dann gab es ein Statement eines Wissenschaftlers, der im Bereich Eurovision forscht und analysiert. Seiner Meinung nach wäre es nicht fair, die hier anwesenden Künstler Weißrusslands für die Politik ihres Landes verantwortlich zu machen. Auch andere Länder hätten schon immer den ESC genutzt, um Promotion zu betreiben und / oder das Heimatgefühl der eigenen Bevölkerung anzusprechen, so z.B. in den Liedern „Amsterdam“ NL 1980, „Les Jardins de Monaco“ MC 1978 oder „Ovo je Balkan“ SR 2010. Es wäre Sache der EBU, Sanktionen der EU beim ESC umzusetzen, aber wenn die weißrussischen Künstler nach Düsseldorf eingeladen werden, sollten sie auch wie Gäste behandelt werden.
Auch nach Beendigung der Pressekonferenz wurde in kleinen Gruppen engagiert weiter diskutiert. Manchmal ist eine Pressekonferenz eben doch anders als der Austausch von Nettigkeiten, und diese war anders!

Stefan


Wie erwartet, voll besetzte Pressekonferenz bei Jedward. Sie eröffnen die PR-Konferenz mit einem Radschlag und Reden in einem Schwall, sodaß man teilweise Probleme hat ihnen zu folgen. Einer fängt einen Satz an und der andere redet weiter... sehr lustig für alle Anwesenden. Sie unterbrechen die Fragenden, sodaß die vergessen was die eigentlich fragen wollten und erzählen dann ganz was anderes... wirklich crazy!  ... da kommt man einfach nicht mehr mit....  was haben die eigentlich jetzt alles erzählt?  sehr erfrischend!

Horst

 


 

DONNERSTAG, 5. MAI 2011

 

Guten Morgen... same procecure as every day...
alle Proben sind das erste mal durch und heute beginnt es mit Polen wieder von vorne. Werde ab heute wohl eher von der Probe berichten. Gestern abend war die Party von der Türkei und Malta, wo nur Einlass nur Einladung gewährt wurde. Michael, Erwin und ich haben es dann vorgezogen in den "Knoten" zu gehen. Stefan war auf der Party und gleich davon berichten.... bis später

Horst


Klasse war es gestern bei der Türkei Party, ein wenig Welcome Party Gefühl, so viele Künstler und Delegationen waren vor Ort. Zunächst erhielten nur Gäste mit offiziellen Einladungskarten Einlass, später dann auch alle P-Akkreditierten. Diejenigen, die direkt vom Pressezentrum zur Party kamen, also auch ich, stürzten sich direkt auf das Buffet. Von Hühnchen Spießen, Mozzarella- Tomaten Sticks Nudelsalat, Schweineschnitzel! über Rindscurrywurst bis zum köstlichen Schokokuchen, alles was das Herz und der Magen begehrten! Je voller die Party wurde, desto besser war die Stimmung. Die einzelnen Künstler der türkischen Gruppe Yüksek Sadakat mischten sich unter ihre Gäste und machten Smalltalk. Von Anfang an war die maltesische Delegation dabei, später noch die Künstler aus Bosnien-Herzegowina, Portugal, Griechenland, Aserbaidschan, Zypern, Albanien, Russland, Ungarn, Slowakei, Schweden, Bulgarien und San Marino, von denen einige auch ihre ESC Lieder präsentierten. Insgesamt ein gelungener Partyauftakt- weiter so Düsseldorf!

Klasse war es gestern bei der Türkei Party, ein wenig Welcome Party Gefühl, so viele Künstler und Delegationen waren vor Ort. Zunächst erhielten nur Gäste mit offiziellen Einladungskarten Einlass, später dann auch alle P-Akkreditierten. Diejenigen, die direkt vom Pressezentrum zur Party kamen, also auch ich, stürzten sich direkt auf das Buffet. Von Hühnchen Spießen, Mozzarella- Tomaten Sticks Nudelsalat, Schweineschnitzel! über Rindscurrywurst bis zum köstlichen Schokokuchen, alles was das Herz und der Magen begehrten! Je voller die Party wurde, desto besser war die Stimmung. Die einzelnen Künstler der türkischen Gruppe Yüksek Sadakat mischten sich unter ihre Gäste und machten Smalltalk. Von Anfang an war die maltesische Delegation dabei, später noch die Künstler aus Bosnien-Herzegowina, Portugal, Griechenland, Aserbaidschan, Zypern, Albanien, Russland, Ungarn, Slowakei, Schweden, Bulgarien und San Marino, von denen einige auch ihre ESC Lieder präsentierten. Insgesamt ein gelungener Partyauftakt- weiter so Düsseldorf!

Stefan


Guten Morgen aus Düsseldorf,
die zweite Probe der Polen läuft gerade - diesmal in den Show-Kostümen. Gesanglich ist das absolut solide, die Sängerin Magdalena singt sogar äusserst souverän, schreit vielleicht am Ende ein bisschen. Aber optisch ein weiteres Rätsel in dieser an optischen Rätseln doch recht reichhaltigen Saison bleibt die Kleiderfrage. Alles, was halbwegs angezogen ist in dieser Nummer, muss hinten tanzen oder - wie der solitäre Backgroundsänger - abseits im Dunkeln stehen. Die beiden vorderen Tänzerinnen sowie Magdalena zeigen Europa, wie sinnvoll die Erfindung eines Ladyshaves ist, da sie Hosen, oder eher Hotpants tragen, die einen Einblick ins innerste Biotop so gerade noch verhindern. Absolut billig! Passend dazu werden in einer Art "Express yourself"-Kopie Madonnas beischlafanimierende Posen auf der Bühne gezeigt, die den Zuschauer fragend, wenn nicht gar ein wenig bedauernd und mitleidig dreinschauend hinterlassen. Da reisst auch die wirklich toll eingesetzte LED-Wand die Nummer nicht mehr heraus.
Bis später
Jörg


Gerade läuft die Probe der Polen, die ich hier im Pressezentrum am Monitor verfolge. Wie bereits berichtet, wird Magda von 4 Tänzerinnen und einem Backgroundsänger begleitet. Die Kleidung ist ganz in weiß. Magda trägt ein Phnatasie-Kleid, das wohl eher an eine Eiskunstläuferin erinnert, mit viel silbernfarbigen Glitzerkugeln besetzt. Die Schulterpartie ist gepolstert. Leider ist sehen die Kostüme im Beckenbereich sehr unvorteilhaft aus. Bei Magda könnte man meinen, sie hätte eine Pampers an… :shock:

Horst


So langsam füllt sich das Pressezentrum. Zum zweiten Probedurchlauf erscheinen eindeutig mehr Pressevertreter und Fans. Ganz frisch heute eingetroffen unsere Freunde vom österreichischen Fanclub, sowie einige Zyprioten. Das es besser besucht ist, erkennt man auch an der Schlange an der Kaffeebar.... und und unser Präsident Michael Sonneck ist wie immer in Action- Telefonate mit TV- Sendern, Mails checken, die Webpage des ECG betreuen, und am besten alles gleichzeitig!

Stefan


Die Probe von Albanien war sehr gut - Aurela singt stimmgewaltig und beinahe schmerzhaft laut zum Schluss ihren rockigen Titel. Die LED-Wand zeigt stilisierte Fluegel, roten LED-Wand-Hintergrund mit ein bisschen Weiss und viel Schwarz. In Schwarz steht der Background hinten, es wird erfrischend wenig gehuepft und Aurela steht mit druckvollen Bewegungen die ganze Zeit am selben Ort vorne in der Mitte der Buehne. Sie traegt ein cremefarbenes Kleid und einen durchsichtigen Umhang. Das sieht mit ihren roten Haaren sehr elegant aus, allein zwischen ihren Beinen baumelt irgendetwas, das aussieht, als haette sie ihre Hygieneartikel irgendwo vergessen... Vermutlich werden sie sich bei der Videosichtung erschrecken, denn das faellt in der Tat auf. Ansonsten eine Nummer, die es vermutlich ins Finale schafft, auch wenn Aurelas Bitte "let me share my love with you" aufgrund ihres boesen Gesichtsausdrucks eher wie eine duestere Drohung wirkt.
Armenien macht aus dem billigen Titel "Boom Boom Chaka Chaka" noch das Beste, was eben aus einem solchen Lied herauszuholen ist. Man versucht durch Tanz ueber die Tiefpunkte armenischer Dichtkunst hinwegzutaeuschen. Emmy sitzt in einem Boxhandschuh, oder in einem Strandkorb, der zum Boxhandschuh umfunktioniert wurde, in einem Weihnachtsmannoutfit, das eigentlich ein Box-Bademantel sein soll. Natuerlich wird ihr der, nachdem sie aus dem Handschuh gestiegen ist, von den T'aenzern effektvoll ausgezogen und die wiederum entledigen sich ebenfalls ihrer Maentel und hopsen synchron (manchmal auch nicht) um Emmy herum. Irgendwie auch kurzweilig. Ja.
Joerg


Bei den Norwegern gibt es keine großen Veränderungen. In der Pressekonferenz findet die Fragerunde jetzt am größeren "Tresen" statt, da die Anzahl der Journalisten jetzt auch gestiegen ist. Stella hofft das das angekündigte "Wetterhoch" und die damit steigende Stimmung ihr hilft mehr Anrufe zu bekommen. Auf Nachfrage singt sie: Boney M's "Brown Girl In The Ring"… und einen Titel ihres neuen Albums.

Horst


So, jetzt bin ich auch mal wieder hier im Forum angekommen. Den Vormittag ueber war ich am Fandesk. Da schauen mittlerweile immer mehr Fans, Volunteers und Pressevertreter vorbei. Also gilt es dort Fragen zu beantworten, Plakate von Partys anzubringen, Stimmzettel fuer das OGAE-Voting auszuwerten usw.
Im Pressezentrum wird es immer wuseliger. Die IT-Helfer diskutieren in der Mitte heftigst ueber ihre Einsatzpläne, nebenbei läuft das albanische Video auf den Schirmen und im Hintergrund toent von irgendwo her die Eurovisionshymne mehrfach hintereinander. Meine Lieblings-Apfelbaeuerin - die lacht immer so herzlich und schaut hier gerne mal mit einem Koerbchen voll guten Obstes vorbei - jongliert gerade mit einem Apfel und lässt ihn prompt fallen und ueber den Boden rollen. Ob sie ihn wieder zurueck in die Koerbe gelegt hat, konnte ich von hieraus nicht sehen :-)
Markus


Die albanische PR-Konferenz ist schlecht besucht. Die meisten Fragen wurden bereits in der letzten Pressekonferenz gestellt. Sie sind sehr positiv gestimmt und hoffen natürlich, dass sie es ins Finale schaffen.
Zum Schluss sagt der Backgroundsänger: seit sie hier proben sei Aurela 110-Prozent verfügbar. …. Ein bißchen Selbstbeweicherung… von den restlichen Chormitgliedern und noch ein Lied aus Aurela'a Repertoire auf albanisch…. Und natürlich ihr Lied…..
Emmy müht sich auf der Bühne bei ihrem "Boom-Boom-Chaka-Chaka" reichlich ab. Den begleitenden Tänzern ihres Beitrages sieht man sehr an, wo sie ihre Ausbildung hatten. Das wirkt sehr einstudiert. Ob das fürs Finale reicht? Mal hören was jetzt in der Pressekonferenz kommt. Emmy identifiziert sich vollkommen mit ihrem Lied: positive Energie und alles was ihr wichtig ist, ganz nach dem Motto alles ist "Boom-Boom-Chaka-Chaka" . Sie ist mit allem sehr zufrieden und möchte natürlich die gute armenische Erfolgsbilanz fortsetzen. Emmy hat einige Zeit in Köln gelebt und sagt das Deutschland ihre zweite Heimat ist.

Horst


Der Titel 'Boom Boom' passe ideal zum Thema Boxen, so dass man sich fuer einen entsprechenden Auftritt beim ESC entschieden haette. Zudem habe man ja mit Arthur Abraham einen erfolgreichen Boxer in den eigenen Reihen und das Thema sei fuer den ESC etwas ganz Neues.
Als die Frage gestellt wurde, welchen Rat ihr im Februar verstorbener Vater ihr mit auf den Weg geben wuerde, wurde es ganz still im Pressenkonferenzraum. Emmy ging kurz in sich und konnte nur sagen, dass sie viel von ihm gelernt haette. Gluecklicherweise uebernahm dann ein anderes Delegationsmitglied. Emmy hielt sich kurz die Haende vors Gesicht und kaempfte gegen Traenen an. Sie konnte sich aber fangen und praesentierte zum Schluss wie gewohnt nochmal ihr froehliches Boom-Boom in acapella.

Markus


In Ergänzung zu Horsts Beitrag:
Inhaltlich wurde noch einmal auf ihren Auftritt eingegangen. Um das Thema Boxen auf der Bühne perfekt umzusetzen, hätte die armenische Delegation gerne andere Sterne auf der grossen LED Leinwand- nicht 5 zackig, sondern an ihr Logo "boom boom" angepasst. Und natürlich soll "boom" den Schlag mit dem Boxhandschuh symbolisieren. Nachdem das Lied in der VE gewählt wurde, entstand der Bezug zu dem berühmten armenischen Boxer Arthur Abraham, der am Finalabend des ESC auch einen Kampf bestreitet. Emmy möchte ihren Teil des Kampfes beim ESC geben und ihn mental unterstützen.
Sehr emotional wurde es, als Der Tod von Emmys Vater angesprochen wurde, der Ende Februar verstarb. Tränenerstickt konnte sie nicht mehr antworten, so dass die Delegationsleiterin auf die Frage eingehen musste. Sehr befremdlich für mich, dass auch alle anderen Teammitglieder ihre Tränen demonstrativ aus ihren Gesichtern wischen mussten..... Aber Emmys Mutter würde sie hier in Düsseldorf sehr unterstützen und ihr Vater sei bestimmt als Engel dabei, um ihr Energie zu geben- wobei wir wieder beim Thema wären- "Boom-boom" ein Song voller Energie!

Immer noch schrill, hell und freundlich der Beitrag aus Serbien bei der zweiten Probe. Gesanglich liefert Nina eine solide Leistung ab, ebenso ihre Chorsängerinnen. Heute waren endlich die bunten farbigen Outfits zu sehen, die Animationen auf der LED Wand haben sich nicht verändert. Wer den letzten Probendurchgang auf einem TV Monitor in der Halle verfolgt hat, konnte schnelle Schnittfolgen und auffällige Choreographie Elemente erkennen. Da die LED Animationen teilweise sehr viel weißes Licht enthalten und viel Bewegungen, war Ninas Gesicht in den Großaufnahmen nicht immer optimal ausgeleuchtet- aber ansonsten wird der Beitrag Serbiens im Semifinale einfach anders sein, als die anderen!

Stefan


Bei den Serben stimmt einfach alles! Performance, Stimme, Ausstrahlung, Settings. Nina entfuehrt uns zusammen mit ihren drei singenden und tanzenden Mitstreiterinnen perfekt in die 60er zurück. Das macht einfach gute Laune. Danke, Serbien :-)

Markus


Ein kleiner Liebling der Leute vor Ort ist hier Serbien. Mit Recht, finde ich. Nina ist nicht nur von ihrer Art her frisch und sympathisch, sie singt zudem gut, hat eine wunderschöne Show im Retrostil der 1960s, und da passt dann auch alles: Ihre drei Backgroundsängerinnen und die "Deko" , sprich die psychedelischen Muster auf der LED-Wand, die die Farben der Kleider aufnehmen. Gott sei Dank wird auch auf zwei zusätzliche über die Bühne wirbelnde Tänzer verzichtet, obwohl man ja noch Platz im Kontingent gehabt hätte, aber es bleibt bei den vier Damen. Und die machen das ganz toll! Auch auf der Pressekonferenz war viel von der Frische und der guten Laune zu spüren. Vor allem von Nina, die ein bisschen so aussieht wie eine Mischung aus Twiggy und der Madonna-Version im Video von "Papa Don't Preach". Süüüüüüüüüüüüüss!!!
Ja, und Russland? Ich hab das ja vorher noch nicht gesehen, sondern war nur in der Pressekonferenz. Angeblich hatte ja in der ersten Probe kaum etwas geklappt, heute jedoch schien alles zu funtionieren. Alex wirbelt zwischen zwei LED-Wänden (zusätzlich zur grossen Wand im Hintergrund) mit drei Tänzern über die Bühne, hat LEDs auch an den Füssen und hinten an der Jacke. Sah alles ziemlich professionell aus, hat aber die meisten nicht wirklich überzeugt, weil hier viele sagen, das Ganze käme eben sehr aggressiv und gewollt rüber. Meinen Respekt hat Alex zumindest in der Hinsicht, dass er es fertig bringt, bei seinen akrobatischen Einlagen gleichzeitig recht sicher zu singen. Schwierig wird es dann, wenn die LEDs nicht so funktionieren, wie sie sollen, wenn z. B. eine Jacke nicht leuchtet.... das fällt einfach auf und wirkt dann komisch. Dennoch hab ich mich nicht gelangweilt. Sicherlich kommt das ins Finale, aber ich höre hier überwiegend Negatives. Seltsam ist ja auch, dass die Russen ihre beiden Backgroundsänger nicht zeigen, sondern permanent hinter einer der LED-Wände verstecken. Wie undankbar!

Der Georgischen Sängerin hat man offensichtlich grüne Topflappen auf ihr Kleid genäht. Das trägt sie aber ganz tapfer.

Jörg


Vieles hat sich aus der ersten Pressekonferenz wiederholt. Natürlich wurde über Ninas Outfit gesprochen und auf Nachfrage einer NDR Kollegin zog sie sogar ihren Schuh aus, der extra für den Auftritt angefertigt wurde. Auch wenn Nina den Zeitgeist der End 60er/ Anfang der 70er nicht erlebt hat, so ist doch ihre Stimme absolut passend für ihren Song. Inhaltlich singt sie über die Magie der Liebe, die ein junges Mädchen erlebt- wie gut, dass Nina glücklich verliebt ist. Vielleicht spürt man deshalb die Authentizität ihrer Performance, sowohl in der Arena, als auch auf den kleinen TV Monitoren! Übrigens, so wurde verraten, die Promo CD beinhaltet 4 Tracks, Original, engl. Version „Magical“, Karaoke Version und eine Instrumentalversion.

Vieles hat sich aus der ersten Pressekonferenz wiederholt. Natürlich wurde über Ninas Outfit gesprochen und auf Nachfrage einer NDR Kollegin zog sie sogar ihren Schuh aus, der extra für den Auftritt angefertigt wurde. Auch wenn Nina den Zeitgeist der End 60er/ Anfang der 70er nicht erlebt hat, so ist doch ihre Stimme absolut passend für ihren Song. Inhaltlich singt sie über die Magie der Liebe, die ein junges Mädchen erlebt- wie gut, dass Nina glücklich verliebt ist. Vielleicht spürt man deshalb die Authentizität ihrer Performance, sowohl in der Arena, als auch auf den kleinen TV Monitoren! Übrigens, so wurde verraten, die Promo CD beinhaltet 4 Tracks, Original, engl. Version „Magical“, Karaoke Version und eine Instrumentalversion.

Stefan


Die zweite Probe der Malteser ist gerade gelaufen. Es gab einige Aenderungen: das Preview-Video wurde auf die Leinwand mit eingebaut und vor dem letzten Refrain wird Pyrotechnik eingesetzt. Glen wirkte sehr souverän.

Horst


...und soeben hat der Maltese auch seine zweite Pressekonferenz äusserst souverän und witzig beendet. Er besticht einfach durch seine Authentizität, wenn er sich in höchsten und kicksenden Tönen freut, dabei die Händchen zusammenschlägt und hinter dem Pressekonferenztisch hin und her springt. Und wenn er mit seinen Background-Girls singt, zieht einem das schier die Schuhe aus, so gut ist das! Und gesungen wurde reichlich und gut. Auch wenn der Song Maltas sicher nicht der stärkste ist, wünscht man ihm irgendwie von Herzen, dass er weiterkommt, und sei es nur, um ihn in wenigstens einer weiteren Pressekonferenz zu erleben.

Ich hatte heute zum ersten Mal das Vergnügen, die Probe von Kroatien in der Halle zu sehen, mit vollem Kostüm und Showbeleuchtung. Daria zieht sich während ihrer drei Minuten zwei Mal um, wandelt auf gefühlten 20cm-High Heels ein bisschen auf dem Catwalk, winkt permanent synchron mit sich selbst und lässt sich von einem Pseudo-DJ über die Bühne führen...
Das alles klappt sogar, und man kann sich kaum erklären, wie dieser Kleiderwechsel von Statten geht. Das zweite Outfit, also nach dem ersten Umziehen, ist allerdings von rätselhafter Gestalt (mal wieder...). ein rosa bis pinkes an ein Folklorekleid erinnerndes biederes Ding, das im Unterteil von der Form und Länge an sämtliche Beiträge Israels der 1980er Jahre erinnert. Und wir dachten, wir hätten das überwunden! Wohltuend ist wiederum, dass die Background-Sängerinnen sich nicht permanent selber über die Bühne schieben. Das macht Daria schon genug. Ueberhaupt hat man hier dieses Jahr irgendwann mal genug von dieser ganzen Tanzerei, sodass es geradezu positiv auffällt, wenn man mal nicht irgendwelchen Hupfdohlen-Zauber sieht. Dennoch: so ganz überzeugend ist der Auftritt von Daria nicht. Sie hat eine gefühlte Grösse von 2,50 Metern, wovon 1,80 Meter Beine sind. Gepuscht wird das Ganze dann noch durch ihre Mega-Absätze. Mitunter wirken ihre Bewegungen verhalten und steif - vor allem, wenn sie winkt. Und der Pseudo-DJ hinter ihr (zuweilen auch neben ihr) macht ganz merkwürdige Armbewegungen (und erinnert bei manchen davon an Glen aus Malta) und hat insgesamt eine Funktion, die sich einem nicht wirklich erschliesst. Aber man muss ja auch nicht alles verstehen. Dafür aber wird wenig LED an der Wand bemüht, sondern viel mehr auf Scheinwerfer gesetzt. Das ist schon schön!
Wir gehen jetzt gleich auf die georgische Party - und werden dann morgen weiter berichten. Es bleibt spannend.

Jörg
Jörg


So perfekt sein Auftritt in der Arena war, so perfekt präsentierte sich Paradise Oskar bei seiner zweiten Pressekonferenz – auch sprachlich, denn er spricht Englisch wie ein Muttersprachler. Gleich zu Anfang bedurfte es einer Klärung seines eigentlichen Namens: Mister Oskar? Mister Paradise? Oder doch sein bürgerlicher Name Axel Ehnström? Charmant antwortete er, dass er auf all diese Namen höre, dass es allerdings etwas verwirrend sei, mit so vielen Namen angesprochen zu werden und dass er Axel am liebsten möge.

Bevor weitere Fragen gestellt werden konnten, bat Paradise Oskar, ein Lied singen zu dürfen und trug „Frauen regier’n die Welt“ in einer Uptempo-Version zur Gitarre vor. Natürlich sang er auch ein Stück aus seinem neuen Album, das gestern veröffentlicht wurde. Auf die Frage, ob zuerst der Text oder das Da-Da-Dam da gewesen seien, erklärte Paradise Oskar, er hätte das Da-Da-Dam als Gegengewicht zur ernsten Botschaft seines Songs gewählt. Mit dem Bühnenbild war er sehr zufrieden und lobte ausdrücklich das Produktionsteam.

Abschließend konnte ich mich nicht des Gefühls erwehren, dass dieser junge Mann aus Finnland der Sieger des ESC 2011 sein wird…

Stefan

 


 

FREITAG, 6. MAI 2011

 

Bei meiner Anreise mit der Bahn bin ich heute morgen in einen Pulk Kinder geraten, die auch zum Arenagelaende fuhren. An den Haltestellen waren sogar Ordner eingesetzt, um den Strom von ca. 3.500 (!) Kindern in die richtigen Bahnen zu lenken. Etwas verdutzt fragte ich eine Begleiterin nach dem Anlass, da es sich ja nicht um den Junior Eurovision Song Contest handeln konnte. Im Rahmenprogramm des ESC findet die "Singpause" statt. In dem provisorischen Ausweichstadion der Fortuna neben der Arena soll heute der groesste Kinderchor Deutschlands singen.

Gestern fand im Euroclub die georgische Party statt. Der Head of Delegation hatte in der Pressekonferenz extra nochmal auf die Veranstaltung hingewiesen. Der ESC sei fuer Georgien sehr wichtig. Wolle man ein "richtiges" Mitglied Europas werden. Die Party sei eine willkommene Moeglichkeit, die Kultur und Feierfreude der Georgier vorzustellen: "Georgian people like to party".

Gefeiert wurde dann in der Tat kraeftig. Fuer das Buffet kamen wir leider zu spaet. Aber dafuer waren bis 23.30 zahlreiche alkoholische und nicht-alkoholische Getraenke kostenlos. Man hatte ein umfangreiches Buehnenprogramm auf die Beine gestellt. Zunaechst spielten natuerlich Eldrine. Spaeter traten einige georgische Kuenstler auf. Darunter auch Sopho, die 2007 mit "My Story" den ersten Beitrag des Landes beim ESC vorstellte. Dazwischen wurde folkloristische Taenze aufgefuehrt und ein paar - erfreulich kurze - Reden gehalten. Nach dem Buehnenprogramm wurde dann ausgiebig getanzt und gesungen und einige Taenzer gaben spontane Breakdance-Einlagen. Da gingen auch schon mal ein paar Glaeser zu Bruch.

Um den Griechen Loukas Yorkas schwirrte fortwaehrend weibliches Partyvolk herum, mit dem er sich sehr angeregt unterhielt. Mit den Duesseldorfer Getraenken ist er offensichtlich schon sehr vertraut. Er bestellte zunaechst "Vier Killepitsche, bitte". Spaeter schwenkte er jedoch direkt auf einen ganzen Karton kleiner Flaeschchen mit dem Kraeuterlikoer um und verteilte sie in seiner Umgebung. Sein Partner DJ Mike unterhielt sich mit dem Finnen Paradise Oskar, der anscheinend ganz allein gekommen war. Er verhielt sich angenehm zurueckhaltend. Offenbar schien es ihm aber auch gefallen zu haben. Zumindest blieb er recht lang.

Das genaue Gegenteil zum Finnen war natuerlich Glen Vella! Wo holt die kleine Person die ganze Energie her? Er huepfte und spang die ganze Zeit herum, zog Grimassen in die Kameras und liess sich bereitwillig mit jedem Fan fotografieren. Unter seinen drei Background-Saengerinnen - die komplett in ihrem Buehnenoutfit erschienen waren - scheint er eine besondere Busenfreundin zu haben. Mit ihr giggelte er schon auf der Pressekonferenz herum.

Die slowakischen Twiins, Mika Newton und Emmy liessen sich nur kurz blicken. Vielleicht waren sie ja auf dem Weg zur mazedonischen Party, die zeitgleich stattfand. Recht lang hielten sich hingegen die russischen und norwegischen Delegationen auf. Alexej Vorobjev scheint die Zeit hier wirklich zu geniessen und hat immer grossen Spass beim Feiern. Die Norweger um Stella herum hielten mit vielen Flaggen wehend einen regelrechten Einzug in die Halle.

Insgesamt war eine sehr ausgelassene Stimmung auf der Party, bei der die "Promis" geduldig in jedes Mikrofon sprachen und in jede Kamera laechelten.

Markus


Guten Morgen aus Düsseldorf,
über den netten georgischen Empfang äussert sich Markus ja gerade, ich komme soeben von den ersten Proben. Island ist und bleibt souverän, die Kameraeinstellungen sind vorteilhaft und die Sänger recht telegen. Ich bleib dabei: Die kommen ins Finale. Danach: Ungarn - das Geschenkpapier-Kleid ist wohl in der Reinigung oder im Schredder. Sie trägt Adidas (wie so viele hier...), aber das ist vmtl. nur Privatzeug. Jedenfalls sind auch die Backgroundsängerinnen und zwei der Tänzer ohne Showdress und damit auch ohne Leuchtdioden. Auch hier bleib ich dabei: Kati Wolf singt toll, das Lied geht ins Ohr und die Lichtshow ist klasse. Dennoch wird sie es ganz schwer haben. Zu merkwürdig sieht das Getanze aus, zu gewollt und bisweilen albern dieser LED-Mist am Hosenlatz... Auf dem OGAE-Fandesk-Board ist sie noch auf Platz 6... Am Dienstag sind wir schlauer. Bis später
Jörg


Guten morgen auch von mir, bin heute mal nicht er erste der hier postet....
Komme gerade von der Probe der Isländer. Das gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Solider Vortrag, sehr bodenständig, ohne viel Herumgehopse, einer Melodie die auch eingängig ist. Wenn sie das so rüber bringen wie heute bei der Probe, dürfte dem Finaleinzug nichts mehr im Weg stehen....

Horst


Portugal probt gerade. Beim Anblick der fettigen Haare ihres Anfuehrers habe ich die Befuerchtung, dass Schwarzkopf das Sponsoring als "Beautypartner of the Eurovision Song Contests" zurueckzieht ;-)

Markus


Die Probe von Ungarn ist gerade gelaufen. Heute in privater Kleidung, Kati in Jeans und normalem Strassenoutfit, mal schauen ob sich da noch was in Punkto Bühnenkleidung tut. Ansonsten hörte sich die Aufführung heute besser an, ohne mich wirklich zu überzeugen. Ob das fürs Finale reicht, mag ich aus heutiger Sicht bezweifeln, da muss noch was passieren.....

Momentan nerven die Portugiesen wieder auf der Bühne, keine grosse Änderung. Die werden am kommenden Dienstag den Auftritt ihres Lebens haben bevor sie dann wohl in der Bedeutungslosigkeit verschwinden werden  ... aber eigentlich ist es ja auch eine Comedy-Truppe....

Horst


Viel hat sich nicht verändert bei den Proben. Die von Portugal hab ich nur am Monitor gesehen - nach wie vor Schilder, die aussehen

wie Gehstützen, dieselben fettigen Frisuren und das gleiche ewige Getrommel. Um Missverständnissen vorzubeugen: ich weiss sehr wohl, welche Geschichte dahintersteckt, und dass sie eine Message haben und auf die Nelkenrevolution anspielen, und eine politische Botschaft rüberbringen wollen, nicht unbedingt gewinnen müssen, gerne polarisieren und den Mond anbellen und was weiss ich nicht noch alles. Es ist TROTZDEM nervig. Auch die PK war wie die davor. Es gibt Leute, die das mögen und Leute, die das Weite suchen. Na ja...
Litauen war wieder sehr souverän auf der Bühne. Die Frau singt schön, hat einen weissen Flügel auf der Bühne und wird vermutlich dennoch im untergehen, weil das Lied Europa nicht gefallen wird.
Ach ja - die PK von Island war der Knaller. Wenig Fragen in einem heute zum ersten Mal richtig gefüllten Pressezentrum, dafür eine 15minütige Gesangseinlage von Sjonnis Freunden, die uns ein Medley von Eurovisions-Hits darboten. Klasse!!
Jörg


Ungarns zweite Pressekonferenz war nicht so gut besucht wie erwartet. Liegt es an der Uhrzeit, am Rahmenprogramm um den ESC, an dem viele Journalisten teilnehmen oder daran, dass Katis Song nicht mehr so hoch im Kurs steht?!
Kati erschien in Begleitung ihrer Tänzer, der Head of Press und Head of Delegation und wirkte nicht mehr so locker und entspannt wie noch auf der ersten Pressekonferenz. Dies entging auch nicht der Moderatorin, die Kati daraufhin ansprach. Kati erzählte, sie fühle den Druck, der auf ihren Schultern laste. Zum einen, da ihr Lied zu den Favoriten gehöre und zum anderen, da die Menschen in Ungarn ihren Auftritt sehr genau verfolgen werden. Bisher habe sie immer für ihre Fans und sich selbst gesungen, jetzt repräsentiere sie ihr ganzes Volk. Ihr Ziel sei es, einen perfekten Auftritt abzuliefern und in das Finale gewählt zu werden, danach werde man weiterschauen. Sie habe lange auf diesen Moment gewartet, denn es ist bereits ihr dritter Anlauf, Ungarn beim ESC zu vertreten.
Kati bestätigte, dass sie im Semifinale das blaue / türkise Kleid aus der ersten Probe tragen werde. Die Kleidung der heutigen Probe wurde nur aus Bequemlichkeit getragen. Ein Kollege fragte nach, ob das negative Image Ungarns der vergangenen Monate, entstanden durch Ungarns Politik, das Abstimmungsverhalten Europas zum negativen beeinflussen könnte? Kati erklärte, es ginge um Musik und viele Menschen werden die Warmherzigkeit und Gastfreundschaft Ungarns durch viele Besuche und Urlaube in Erinnerung haben und sie hoffe, ihr Song werde international gut ankommen. Nach dem Eurovision werde sie verstärkt an einem neuen Album arbeiten und auf Konzertreise gehen, sofern ihre zwei kleinen Töchter ihr genügend Zeit und Energie hierfür ließen! Am Ende der Pressekonferenz wurde Kati von einem Dortmunder Radiosender ein Hörerpreis verliehen für ihren Song „What about my dreams“ als bester ESC Beitrag in Düsseldorf- egal wie es für sie hier ausgehen wird, einen Preis nimmt sie auf jeden Fall mit nach Hause!

Stefan


So, heute früh hatte ich meine erste Schicht am Fanclub Desk. Also mußte ich etwas früher aufstehen, um pünktlich zu erscheinen, vorweg noch ein Latte macchiato und so war ich gut vorbereitet auf die tausenden von Fans und Journalisten, die ich erwartet hatte. Aber es war ruhig, höchstwahrscheinlich für alle anderen auch noch zu früh. Ich gab mir Mühe, die Aufmerksamkeit auf unseren Infostand zu lenken und tatsächlich konnte ich über 20 Fans animieren, noch für den Forecast der beiden Semifinale abzustimmen. Aber auch neu eingetroffene Fans erkundigten sich über Partyaktivitäten, Fahrpläne oder Infomaterial. Es hat Spaß gemacht, mit bekannten Leuten zu plaudern und neue Gesichter kennenzulernen. Besonders über den Besuch von Herrn Thomas Schreiber, ARD- Unterhaltungskoordinator und Verantwortlicher für den ESC 2011, habe ich mich gefreut. Er hat sich sehr interessiert über unsere Tätigkeit vor Ort gezeigt und freuet sich, dass der Eurovision Song Contest in Deutschland so gut angelaufen sei!

Stefan


Aserbaidschan war wie in der ersten Probe wunderschön anzusehen und anzuhören. Die machen hier nichts falsch, wenn man mal von dem unvorteilhaften Hosen-Schnitt Ells absieht. Das ist aber auch nicht mehr als das Haar in der Suppe... Nicht umsonst im OGAE-Fandesk-Voting an erster Stelle.
Griechenland ist dann wieder eines der Länder, die einen recht polarisierenden Beitrag bringen. Ich hatte den Auftritt noch nicht gesehen und war ein wenig verwirrt ob der Mischung aus Rap und griechischem Ethno-Pop. Für mich passen diese zwei Stilrichtungen überhaupt nicht zusammen und mir gefällt hier höchstens der Griechen-Teil. Das ist sicherlich Geschmacksache, aber ob sich die Griechen mit dieser Nummer einen Gefallen getan haben, wo nicht mal Zypern im Semifinale dafür anrufen kann, bleibt abzuwarten. Bestechend ist allerdings - wie so oft hier - die hübsche Auswahl an dorischen Säulen, die vor einem tiefblauen Hintergrund die LED-Wand beherrschen und von den Kameras deutlich eingefangen werden.

Das Geschenkpapier-Kleid von Kati ist NICHT geschreddert. Es kommt wieder. Definitiv. Das wurde uns auf der PK angedroht und schwebt seitdem wie ein Kassandraruf über dem hiesigen Areal.
Eine Frage diesbezüglich wurde von Kati Wolf mit der Gegenfrage: Did you like the dress? beantwortet.... der Journalist wand sich ein wenig...

Sowohl Bosnien als auch Oesterreich scheinen ihre Auftritte verändert zu haben. Bosnien zum Nachteil... oder ich war so gefangen von dem Lied beim letzten Mal, dass ich einfach nicht wahrgenommen habe, was für ein elendes Gehampel da auf der Bühne stattfindet. Am nervigsten ist eine Keyboardspielerin, die auf dem Teil derartig affig schein-trommelt, dass das fast schon wieder komisch ist. Auch der Tromperter ist ein Mysterium, da er am Anfang des Liedes zunächst ein Luftkeyboard spielt, dann über die Bühne hechtet, Dino vor den Füssen herumhampelt und wie von Zauberhand eine Trompete hervorzieht. Völlig überflüssig und definitiv im ersten Probendurchgang nicht vorhanden ist die Pyro-Einlage, bei der man sich höchstens wünscht, überflüssige Utensilien würden dabei gleich mitverbrannt. Aber nix is! Am Ende wird wieder hübsch synchron-gewunken und alles ist gut. Na ja... "Love in Rewind" bleibt mein Lieblingslied in diesem Jahr und Dino Merlin ist auch ziemlich präsent auf der Bühne und auf dem Bildschirm... aber durch dieses viele ChiChi und HuiHui und SpringSpring und FunkFunkSprühSprüh geht doch viel vom Zauber flöten. Schade.
Oesterreich dagegen sorgte wieder für Gänsehaut pur. Sie bleibt auf dem Sarg, doch die sieben Zwerge - äh....5 Background-Walküren - kommen nun im Laufe des Liedes ganz von der Seite langsam gen Bühne und stehen mit Mikro in der Hand (nicht mehr am Ständer) punktgenau bei ihrem ersten Einsatz an ihrem Platz. Auf dem Bildschirm sieht man sie plötzlich da stehen. Ob das nun gut wirkt, vermag ich nicht zu sagen, aber in der Halle sieht das sehr schön aus und gibt dem Lied noch zusätzlich eine Steigerung.
Bis später
Jörg


Zum ersten Mal habe ich mir den Auftritt Dino Merlins live angesehen und war etwas enttaeuscht. Leider, denn das Lied hat die Choreographie nicht verdient. Es erinnert etwas an einen Rummelplatz. Im Hintergrund ein Karussel und auf der Buehne viel Gehampel mit den Beinen, Gewinke, ein Trompeter der aufgescheucht herumrennt und eine Dame am Keyboard, die ein solches zuvor wohl noch nie gesehen hat. Was macht sie da? Handwaesche mit Wipp Express?
Markus


Nachdem ich heute vormittag am Fan-Desk war, hatte ich weitere Stimmen ausgezählt. Am Fan-Desk kann hier jeder Anwesende über die 10 Finalisten abstimmen, von denen er denkt das sie ins Finale kommen. Für das 1. Semi-Finale haben 220 Personen ihre Stimme abgegeben und so sieht momentan die Wertung: 1. Aserbaischan, 2. Russland, 3. Norwegen, 4. Türkei, 5. Griechenland, 6. Ungarn, 7. Finnland, 8. Polen, 9. Armenien, 10. Serbien. Für das 2. Semi-Finale haben 152 Personen gestimmt: 1. Irland, 2. Schweden, 3. Bosnien & Herzegowina, 4. Dänemark, 5. Estland, 6. Österreich, 7. Rumänien, 8. Ukraine, 9. Israel, 10. Lettland. In der Abstimmung sind dann auch schon die Impressionen der Proben mit verarbeitet... :| mal schauen wie das dann am Dienstag bzw. Donnerstag aussieht. Wird bestimmt wieder einige "Surprises" geben.......

Die österreichische PK brachte keine neuen Erkenntnisse. Nadine beantwortete routiniert die Fragen der anwesenden Journalisten und sang verschiedene Titel. Stefan Raab will sie die "Lederhause" anziehen, und hat ihm schon mal eine mitgebracht.

Die Pressekonferenz der Belgier ist leider schlecht besucht. Liegt wohl am Musikstil, der dann wohl doch nicht zu begeistern scheint. Witloaf Bay haben sind seit 7 Jahren zusammen und haben bisher meist Coverversionen anderer Hits gesungen. Sie erzählen von den Schwierigkeiten ihrer Anfangsjahre tagsüber einem geregelten Job nachzugehen und dann abends Konzerte zu geben. Sie singen aus ihrem Repertoire: "Satelitte, Waterloo und Hit Me One More Time" bevor dann zum Pressfoto gebeten wird.... :lol:

Hatte heute mal die Mittagspause genutzt um ein bisschen die Atmosphäre in der Stadt zu schnuppern. Nun was hat sich seit dem Wochenende getan  Durch das schöne Wetter begünstigt sind sehr viele Leute unterwegs. In der Innenstadt herscht Partystimmung, überall ist der ESC sichtbar, auch hört man schon viele verschiedene Sprachen, ein Teil der Fans ist angekommen...

Die PK der Slowakei ist die bisher kürzeste, die ich hier erlebt habe. Die werden gefragt was sie denn bis zu ihrem Auftritt machen: "Party, Party, Party"  anscheinend reicht das allen Anwesenden, denn keiner fragt etwas..... Die Twiins singen dann noch mal ihren Titel und stehen dann fürs Foto parat.

Horst

 


 

SAMSTAG, 7. MAI 2011

 

Jetzt bin ich langsam wieder fit, und mag Euch noch ein bißchen von gestern berichten. Hoffe mal andere schildern hier auch noch Ihre Eindrücke vom gestrigen Abend im Euroclub. Die Fanclubparty war megageil , uns wurde ein Mini-ESC geboten. Die genaue Zahl weiß ich gar nicht, aber irgendjemand sprach von 26 Interpreten des diesjährigen ESC , die aufgetreten sind. Sie sangen alle natürlich ihren ESC-Titel, und der ein oder andere noch was eigenes oder bekanntes an Liedgut. Noch voller Eindrücke weiß ich gar nicht recht wo ich anfangen soll. Vielleicht damit - Elton war mit Kamerateam da und machte jede Menge Blödeleien mit Gästen und Interpreten , u.a. stieg er in die Choreographie der Tänzer von Emmy ein. Das Material wird sich sicher bald im TV wiederfinden. Natürlich waren auch eine Menge anderer Kamerateams anwesend, aber ich habe das selbst nicht als störend empfunden. Viel Smalltalk war auch drin, und ich habe den einen oder anderen hier aus dem Forum persönlich kennengelernt, aber auch den ein oder anderen Volunteer oder angereisten Fan . Und natürlich viele Freunde und Bekannte getroffen. Alle seien hier noch mal ganz lieb gegrüßt.
Und nun muß ich sie noch mal Lobpudeln - Nicole , die Fanbeauftragte des NDR ist super nett. Ich habe den Eindruck gewonnen , dieser ESC ist echt für die Fans gemacht. Von manchen Interpreten , vielmehr von deren Gesang, war ich doch ein bißerl enttäuscht, und andere waren totale Überraschungen. Einige hielten das was wir bisher von ihnen kennen. Über die Enttäuschungen möchte ich aber nicht berichten. Vielmehr über die positiven Erlebnisse aus meiner ganz subjektiven Sicht. Ich mag ja das Lied aus Georgien und hatte meine helle Freude an der stimmgewaltigen Interpretin, manche nennen es ja Geschrei, ich finde es saustark.
Rumänien kam sehr gut an. Viele im Saal waren da sehr textsicher und dementsprechend gut war die Stimmung.
Die Freunde Sigurjon`s kamen sehr sympatisch rüber, und ich konnte zum ersten Mal dem Lied etwas abgewinnen. Ihr Auftritt kam aber zu Beginn ins stocken, da die Truppe aus Portugal laut trommelnd, wild gröhlend in den Saal marschierte und erst mal Party ohne Bühne machten. Ich glaube die würden sich hierüber freuen : IHr seid IRRE ! Welch ein Haufen, auf der Bühne setzten sie ihr Chaos fort.
Das Saufliedchen aus Mazedonien heizte dann ein und im Saal flogen jede Menge Beine von rechts nach links.
Mir hat Azerbaidschan gut gefallen, der Gittarist sieht übrigens aus wie der im Jungbrunnen gefallene Elton John.
Stella aus Norwegen ist ein Sonnenschein, sie betritt die Fläche und ihre positive Aura verbreitet sich. Bei Haba Haba tobte der Saal. Ich wünsche Norwegen damit einen Sommerhit in Deutschland.
Die Dänen hatte ich erst gar nicht erkannt, gut das der Leadsänger eine solch markante Frisur hat. Die sehen alle sehr jung aus, und haben gekonnt ihr Lied dargeboten, und es war nicht zu übersehen, die meisten im Saal mochten den Song.
Erik Saade bot eine etwas andere Version von " Popular " - ich war davon nicht sehr angetan.
Die Schweizerin war überzeugend, aber ich habe für mich gemerkt - es ist wirklich ein Lied das eher etwas für nebenbei in einer Bar ist.
Getter Jaani sorgte ebnfalls mit ihrem Rockefeller Street für Partystimmung und heizte kräftig ein. Ich finde auch sie hat eine tolle Aura.
Serbien kam ganz nett rüber.
Zu meinen persönlichen Highlights. Ich hatte Gelegenheit einen Minismalltalk mit Paradise Oscar zu führen. Der ist so ruhig und in sich gelassen wie sein Lied. Sehr sympatisch. Und dann zu Nadine Beiler ; eine ganz tolle Frau. Wir konnten uns ein wenig mit ihr unterhalten und sie ist so was von sympatisch und freundlich. Auf der Bühne war sie dann souverän, sang ein paar beliebte ESC-Titel und natürlich ihren diesjährigen Beitrag. Stimmgewaltig dieses zarte Persönchen.
Aus persönlicher Sympatie zu Nadine , und damit Österreich es mal wieder ins Finale schafft ein Aufruf von mir : VOTE FOR AUSTRIA !!!
Soweit mal meine Eindrücke , sonst wird es noch zum Roman. Über den ein oder anderen Interpreten habe ich nicht geschrieben, aber ich hoffe mal andere werden Euch auch darüber informieren.

Mic


 

Guten Morgen
aus dem noch leeren Pressezentrum, das sich so langsam füllt. Heute haben die Big "5" ihre erste Probe, was bedeutet, das weitere Journalisten hier anreisen und es hier ziemlich eng werden wird. Das war schon an der Schlange vor dem Akkreditierungsbereich zu sehen. Die Proben für die Big 5 sind geplant: 11.15 Uhr Frankreich, 11.55 Uhr Italien, 12.35 Uhr England, 13.15 Deutschland und 13.55 Spanien. Mal schauen ob das dann so klappt, wenn es heute auch wieder Verspätungen gibt.

Horst


Guten Morgen auch von mir! Ich bin erstmal auf dem Weg zum Eurocafe. Dort gibt es täglich ein begrenztes Kontingent an Tickets für den Euroclub, damit auch nicht-akkreditierte Fans eine Möglichkeit haben, abends dort zu feiern.
Gestern fand dort eine Fanclubparty statt bei der 24 Delegationen vorbeischauten und ihr diesjähriges Lied vorstellten. Das war eine lange Feier. Deshalb dürften einige von uns heute auch noch nicht so ganz topfit sein :-) Dazu später sicher mehr.

Heutige Höhepunkte:
- Die Big5 betreten zum ersten mal die Bühne
- Der Oberbürgermeister bittet zum Empfang
- Die Diva Dana International hat zu einer PK eingeladen. Ihre erste wurde ja abgesagt.

Markus


Grüezi -
ein wenig spät heute, aber das Programm ist dicht gesteckt... Um 10 Uhr fingen die Schweden mit ihrer letzten Probe an. Eric hat heute voll ausgesungen und sich nicht geschont, bis auf die leidigen Glaswände, die irgendwie auch in der letzten Probe nicht so zerbrechen wollen, wie es soll, hat alles recht gut funktioniert. Die Tänzer sind völlig synchron, Erics Stimme hält auch bei den akrobatischsten Tanzeinlagen und die Kamerafahrten zeigen einen ziemlich furiosen Auftritt. Das kommt weiter! Das kommt evtl. sogar ganz, ganz weit nach vorne.
Danach Zypern. Die hatte ich noch nicht gesehen. Ich weiss gar nicht, was ich dazu sagen soll.... Im Hintergrund geometrische Formen aus dem Logimat-Kasten (kenn den noch jemand?) in Silber, aus denen Ballons steigen, die sich hin und her wiegen. Und genau so wiegt sich dann auch der Sänger mit seinen vier - na was wohl? - Tänzern (ach ja, die singen auch!). und HUI - dabei können sie sich gaaaaanz schräg in alle Richtungen beugen, bzw. kippen, weil sie unten mit den Füssen festgetackert sind. Das Lied ist ja eher der Ethno-Reihe zuzuordnen und bleibt recht ruhig, so auch die Choreo - allein... auf dem Satelliten steht eine zypriotische Dame in weitem Kleid und mit viel Gekordel und Geseile um sich herum, die aggressiv schreiend (gehört zum Lied und ist nicht unbeeindruckend!) eine weisse Kugel, die an eine Boje erinnert, schwingt, von der man hofft, dass sie am Uebertragungsabend nicht durch einen Morgenstern ausgetauscht wird, der dann auf die Häupter nicht genügend applaudierender Zuschauer saust. Also wieder eine Nummer, von der man nicht so ganz genau weiss, was sie soll und wie sie ankommen wird. Erneut also Prädikat Seltsam.

In der schwedischen PK wurde gepestet. Heissa. Das war interessant. Die Russen finden, Eric Saade habe ihnen die Chroreo gestohlen, und haben das auch moniert. Eric Saade antwortete darauf, dass das Quatsch sei, und dass Alex Sparrow, der russsische Sänger, sich für wichtiger halte, als er sei. Er tue, als sei er ein Weltstar, aber niemand ausserhalb von Russland würde ihn kennen. Sprich: Der soll die Klappe halten, kommt doch nur Mist raus.
Funny!!
Jörg


Erwartungsgemäss volle PK bei Dana International. Sie ist gut gelaunt und erzählt das sie Jean Paul Gautier dieses Mal beauftragt habe eine bequemes Kleid zu entwerfen mit dem sie nicht mehr fällt, jedoch falls sie wieder fallen sollte, sei sie in guter Gesellschaft mit Lady Gaga und Beyonce. Die Frage nach dem Risiko einer erneuten Teilnahme wehrt sie damit ab, das sie sagt, sie möchte vor allem Spass haben. Auch Fragen bezüglich ihrer Transsexualität erstickt sie mit Spässen im Keim. Alles in allem, eine gut aufgelegte "Diva"...... Momentan läuft die erste Probe der Italiener. Wenig spektakuläres. Als Hintergrundbild wurden Teile Preview-Video's mit Farbmosaiken gewählt. Erster Eindruck: solide Vorstellung ohne grössere Ausfälle. 

Horst


Frau International rief - und alle kamen. Erst zur Probe, dann zur Pressekonferenz, die durchaus erahnen liess, dass die abgesagte erste PK und die Sonnenbrille und all das Geheimnisvolle und die Gerüchte nichts weiter waren als Teil der PR-Maschinerie. Nichts war mehr zu sehen von vermeintlich verbranntem oder aufgedunsenem Gesicht, keine olle Strickjacke und auch kein Friseur-Utensilien-Gürtel - und schon gar keine Sonnenbrille. Das Kleid von Gaultier - ein geflochtenes Etwas mit Fransen unter der Taille, damit sie bequem den Catwalk zum Satelliten antreten konnte. Der Backgroundchor in Glitzer-Weiss und vor allem mit recht kurzen, aber nicht polnisch-kurzen Röcken (ach nein, die tragen ja Hotpants mit darunter hastig verstauten Pampers!), und damit nicht der 1980er-Israel-Chic. Ich finde, Frau International macht aus dem belanglosen Liedchen "Ding Dong" noch das Beste. Auch wenn sie nach wie vor nicht die beste Sängerin unter dem Himmel ist - walken und POSEN kann sie ja. Somit hatte zumindest ich heute ein Foto für sie. Einzig ihre Frisur (von vorne noch schlicht) sieht im Profil aus, als hätten zwei schwule Vögel ein Nest gebaut, oder aber sie hat kunstvoll eine Trockenhaube unter ihre Hinterhaupthaare geflochten...
Die PK war äusserst unterhaltsam - und voll! Bisher war das die vollste PK, die hier stattgefunden hat. Es sind auch deutlich mehr akkreditierte Pressemenschen vor Ort. Dana bekam, das muss man ehrlicherweise sagen, eher Fragen, die vor allem homosexuelles Volk interessieren: von wem ist das Kleid?, wie viele davon hast du?, warum sind die Nägel nur an der einen Hand lackiert?, wie viel Diva bist du?, welche Beauty-Tipps kannst du uns geben? , usw.
Aber sie wurde auch gefragt, ob Transsexualität weiter eine bedeutende Rolle im öffentlichen Leben gespielt habe, und wie stark sie als Verfechterin von Human Rights auftrete. Alles wurde mehr oder weniger mit Augenzwinkern, ziemlich grossen Gesten und eigentlich auch wenig ernsthaft beantwortet. Zur Anerkennung oder eben Nicht-Anerkennung im Heimatland hätte ich zwar schon gern etwas gehört, aber entweder regt man sich dann überhaupt über diese ganze Konferenz auf, oder man hat einfach Spass an einer gut aufgelegten Diva.
PS: ein sehr politisches Statement hat Dana aber dann am Ende sehr wohl abgegeben. sie rief alle auf, die "anders" sind, herauszukommen aus ihrem Schrank und sich zu zeigen, um die, die bereits ihr Outing hatten, zu unterstützen bzw. denen Mut zu machen, die sich noch nicht trauen. Gut so!

Jörg


Anke hatte zur Euroclub-Party gestern 24 Delegationen eingeladen, die dann ihren Titel - ueberwiegend live - auf der Buehne vortrugen. Ab ca. 20.00 Uhr trafen schon einige Kuenstler ein, um mal einen Soundcheck zu machen. Freundlich gestimmt hatte zum Beispiel die schwedische Delegation es verstanden, ihren Erik Saade akkustisch gut in Szene zu setzen. Um 21.00 Uhr sollte es dann losgehen.

Nachdem es anfangs noch etwas chaotisch lief, hatten wir uns schliesslich fuer verschiedene Aufgaben aufgeteilt. Am Eintritt musste etwas kontrolliert werden, wer eingelassen wird. Die Delegationen sollten empfangen und in die Halle gefuehrt werden. Dann galt es von ihnen die CDs mit der Musik fuer den Auftritt zu besorgen und zur Technik zu bringen. Soviel zur Theorie. Der Plan, wer wann auftritt, war schnell ueber den Haufen geworfen. Aber das machte nichts. Irgendwie konnten wir die Delegationen durch den Pulk von Fans und Kamerateams zu unserem Tisch fuehren, wo wir versuchten einen Ueberblick darueber zu behalten, wer eingetroffen ist, wo die CDs sind und wer wann auftritt. Da ging es dann lustig hin und her: "Wo ist die slowenische CD?", "Oh weia, die Portugiesen kommen uneingeladen!", "Die Russen wollen besonders kraeftigen Sound!", "Hat einer schon die Tuerken gesehen?", "Die Norweger wollen sofort dran!"...
Irgendwie hat dann doch alles geklappt, die Auftritte reihten sich bis auf eine kleine Pause Reihe an Reihe und anschliessen wurde noch kraeftig weitergefeiert.

Markus


Die Pressekonferenz der Franzosen ist nicht so gut besucht, wie die der Israelis. Die Franzosen sind sehr selbstbewusst. Amaury ist mit der Probe sehr zufrieden und findet alles perfekt organisiert, sodass er sich voll auf seinen Vortrag konzentrieren kann. Der Head of Delegation gibt bekannt, das Amaury bereits 150.000 Exemplare seines aktuellen Albums verkauft hat. Marie Myriam hat Amaury ihren Talisman von 1977 geschenkt, in der Hoffnung, das er ihm Glück bringt und den Sieg nach 34 Jahren wieder nach Frankreich bringt.
Er wird gefragt warum er seinen Titel auf korsisch und in anderen Sprachen singt, aber nicht auf französisch. Antwort: die französische Sprache passt nicht zu dem Titel und klingt "altmodisch". ... it doesn't work...

Horst


Lena hat heute in der PK gute Stimmung verbreitet. Ohne Herrn Raab. Zu Beginn gab es Apfelkuchen für die Presse. Mehr dazu morgen von uns.

Markus

 


 

SONNTAG, 8. MAI 2011

 

Gerade zurück vom roten Teppich, und verzeiht mir , wenn ich auch hier nur ein paar Eindrücke schildern kann. Zudem könnt ich mir in den Hintern beißen, da der Akku meiner Kamera irgendwann ByeBye sagte. Aber da sah ich mehrere fluchende Leute, die ebenfalls die Erfahrung machen durften.
Gezielt habe ich erfahren, daß morgen etwas davon um 18.00 Uhr auf Pro7 gesendet wird, voraussichtlich stündlich bei N24
und ggf. noch bei Sat 1.

Anke Engelke und Stefan Raab liefen nicht über den roten Teppich , waren aber direkt vor der Tonhalle zu sichten. Das ganze war recht großflächig und mir schien es verhältnismäßig leer, was aber aufgrund der Größe täuschen kann. Auf dem Dach der Tonhalle waren Bläser und Fahnenschwenker mit dem Wappen der Stadt Düsseldorf. Alles begann dann mit Kindern , die mit den Länderflaggen über den roten Teppich zogen. Es wurde angesagte Popmusik gespielt und jede Delegation wurde angekündigt und willkommen geheißen , wenn sie eintraf.
Sie kamen dann der Startreihenfolge nach entlang gezogen. Die Stimmung steigerte sich mit der Zeit.

Die kirren Portugiesen hatten diesmal Smokings an, und begannen umgehend nach dem eintreffen mit Trommeln an, und machten Party. Auf den Bauarbeiterhelm zum Smoking wurde nicht verzichtet.
Die russische Delegation hatte einen kleinen dicken Hund dabei, der gemäß dem Anlaß eine schwarze Fliege trug.
Der Franzose wurde nach meinem Eindruck sehr umjubelt.
Judith Rakers war sehr gefragt, ich glaub mit den ganzen Interviews , die sie gab, brauchte sie fast eine Stunde über den Teppich.
Dana sang damals nicht nur Diva , sondern fegte auch so über den roten Teppich, immerhin in einem sehr schönen roten Abendkleid.
Jedwards machten Extremposing und zeigten akrobatische Aktionen. In Interviews überholten sie sich beim sprechen. Erstaunlich wie schnell die beiden reden können ohne Pausen einzulegen. Ausserdem hatten sich richtig geile Schuhe an.
Und wo ich bei Schuhen bin. Dino Merlin hielt seine Schuhe in die Kamera, sie waren beige und hatten silberne Kappen und Versen. Er kam übrigens sehr aufgeschlossen und herzlich rüber. Irgendwann legte er einen Rückmarsch ein und unterhielt sich mit Nadine Beiler. Wenn ich das richtig deute , was ich sah, scheint ihm der Beitrag von Nadine oder sie selbst sehr gut zu gefallen. Nadine war auch sehr gefragt und wurde häufig interviewt.
Die Norweger fegten wieder mit viel Aura und Lebensfreude über den Teppich. Stella hatte diesmal ein kurzes knallgelbes Kleid an. Die kräftigen Farben stehen ihr wirklich gut.
Blue fand ich sehr unscheinbar und unterkühlt. Vielleicht hatten sie sich mehr Rummel , um sich selbst , erhofft ?
Bei der schwedischen Delegation war Christer, der Sänger vom ESC 1992 , dabei.
Moldau hatten ihre ZIpfelmützen auf.
Viele Interpreten haben auf Zurufe reagiert und sind auch mal zur Menge , um die ein oder andere Hand zu schütteln.
Und dann war da noch Lena. Sie war in cremeweiß gekleidet und ich fand es steht ihr sehr gut. Ich habe sie zum ersten Mal ganz nah gesehen, und sie ist wirklich hübsch. Der Lenafanclub war auch da, und das war auch nicht zu überhören.
Ganz viele Delegationen schienen eigene Kamerateams dabei zu haben, die sie über den roten Teppich begleiteten.

Und falls ich etwas vergessen habe , was wichtig sein sollte, hoffe ich die anderen berichten noch davon.
Auch beim roten Teppich wurde bewiesen - ein ESC für Fans und " Normalos ".
So merkte man den Interpreten auch die Freude darüber an, wenn Zurufe und gute Wünsche kamen.
Es war so viel Presse vor Ort und so viel Kameras. Es wurde Massen an Interviews geführt, und ich denke vieles wird sich dann auch im TV wiederfinden.

Mic


Guten Morgen aus Düsseldorf,
heute ist der letzte Probentag, bevor es dann an die Durchlaufproben ab Montag geht.
Wir haben uns gestern ein wenig rar gemacht, weil hier mächtig viel los war und die meisten am Nachmittag nach und z. T. sogar schon vor der Deutschland-Probe Richtung Bürgermeister-Empfang gegangen waren.
Wir sind noch die Big5 von gestern schuldig - ich mach das jetzt mal kurz, weil alle fünf heute noch eine Probe haben, die hoffentlich ausführlicher kommentiert werden können.

Der Franzose Amaury Vasilli bzw. sein Beitrag ist ja hier ein grosser Mitfavorit und polarisiert. Entweder man findet das ganz toll oder man mag das überhaupt nicht - oder aber man hat nichts dagegen, findet aber, das gehöre irgendwie nicht zum ESC. Zur letzteren Gruppe gehöre ich selbst. Objektiv kann man gar nicht anders, als dem Herrn zu bescheinigen, dass er unglaublich gut singen kann, sprich: sein Fach perfekt beherrscht. Das war sowohl in der Halle als auch in der PK zu merken (zur PK hat Horst ja schon gestern etwas gepostet). Ob nun diese Schmetterarie den Rest Europas verzücken oder verschrecken wird, bleibt noch abzuwarten, und ich selbst habe keine Idee. Jedenfalls ist der gestern so souverän gewesen, dass man den Eindruck hatte, der hätte da nicht zum ersten Mal, sondern bereits die ganze Woche auf der Bühne gestanden. Das war schon äusserst beeindruckend.
Das, was die LED-Wand im Hintergrund zeigt, während zu Füssen des Sängers der Bühnennebel wabert, ist ebenfalls polarisierend. Ich selbst mag so etwas überhaupt nicht. Da wird zunächst ein Sternenhimmel ziemlich verkitscht gezeigt, anschliessend geht die Sonne auf, und Wolken kommen und Gewitter ziehen auf...die ganze meteorologische Bandbreite wird da aufgefahren. Ich persönlich hätte mir gewünscht, Amaury Vasilli und seiner Fönfrisur wäre einer der Bühnenblitze in den .... gefahren, aber wer schon seinerzeit in Moskau 2009 beim isländischen Beitrag springende Delfine, Einhörner und fliegende Segelschiffe mochte, wird hier bestens bedient.


Italien war ebenfalls souverän. Raphael Gualazzi sitzt am Flügel, um in herum stehen die Musiker, bei denen man Gott sei Dank auch den Eindruck hat, dass sie tatsächlich ihre Instrumente beherrschen, in Schwarz mit roten Hosenträgern. Im Hintergrund laufen Teile des Videos aus den Previews (er oder seine Hände beim Klavierspielen), angereichert mit bunten Farben. Unspektakulär, aber auch nicht störend oder ablenkend. Ueberhaupt fängt die Kamera Raphael wesentlich häufiger ein als die LED-Wand. Ein Beitrag, der live fast so klingt wie auf der CD. Der Mann kann was!! Und ich finde dieses Lied ganz hervorragend, befürchte aber, dass eine solche Nummer nicht überall gut ankommt.
UK war für mich eine richtige Ueberraschung, da ich gehört hatte, dass die Gruppe BLUE live nicht gut ist und Töne versemmelt. Das war aber gestern keienswegs so. Sie setzen statt auf LED-Wand auf vier LED-Stehlen, vor denen sie performen und die entweder die 4 Buchstaben ihres Titel (I CAN) zeigen, oder aber meistens die Sänger selbst. Sieht m. E. gut aus, und der Gesang stimmt. Es ist, als wären die 90er wieder da. Wer so was mag, wird bestens bedient. Eine genauere "Kritik" folgt später nach der 2. Probe.

Auch zu Lena gibt es nachher noch mehr.
Das Wichtigste jetzt in Kürze:
Lena hat toll gesungen. Sie trug gestern schwarze Hose, schwarzes Top, einen Faszinator, blaue Pumps, und grün-blaue schmale Gürtel -und goldenen Schmuck (wieso war der nicht silbern?). Ansonsten war die Trendfarbe nämlich Silber und schwarz. Auf der Bühne links und rechts hinter ihr stehen hinter Mikroständern die Backgroundsängerinnen und dann um sie herum drei Tänzerinnen - alle im Astro-Elsen-Outfit der Vorentscheidung oder des Videos. Die Performance ist der deutschen VE ähnlich, und die Astro-Elsen können schön über die LED-Wand multipliziert werden. Die Mimik Lenas ist eher düster bis mysteriös und somit dem Text angemessen. Ich fand es ungewöhnlich und nicht besonders förderlich, dass Lena die Zeilen "Danger is a risky business" hier richtig schreit, aber ansonsten fand ich den Auftritt klasse. Auch die rein weissen Scheinwerfer werden hier so eingesetzt wie in sonst keinem Lied. Sie sind im Kreis um Lena angeordnet, strahlen schräg nach oben und bilden so die Form einer Sanduhr - und im unteren Kegel stehen Lena und ihr Team. Nicht schlecht. Bin gespannt auf die nächste Probe heute Nachmittag.
Spanien hab ich nicht gesehen, da gleichzeitig die PK von Deutschland lief.
Bis später, Jörg


Guten Morgen!

Wir werden hier ja ausreichend mit Aepfeln versorgt. Jetzt fehlen nur noch Hueftgold-Schokolaedchen vom Mitsponsor Trumpf. Die sollen angeblich die naechstenTage hier eintreffen. Unterdessen wurde aber direkt vor den Toren des Pressezentrums ein Hot-Dog-Stand aufgebaut!

Auch wenn man es sich hier im Pressezentrum kaum vorstellen kann, irgendwo da draussen scheint es auch ein Leben ohne ESC zu geben. Auf dem Weg hierher bin ich in den Duesseldorf-Marathon geraten. Grosse Teile der Innenstadt sind bis zum Nachmittag fuer die Laufer gesperrt. Am Donnerstag beginnt hier die Messe 'interpack'. Dann wird es noch richtig voll in der Stadt.

Markus


Düsseldorf fährt in der Tat ordentlich auf, was Massenaufläufe angeht. Den einen Tag gerät man in Tausende von Inlineskater, denn "Düsseldorf rollt"..., den anderen Tag sieht man Tausende von Kindern, denn "Düsseldorf singt", danach Tausende von hüpfenden Menschen in der Innenstadt, denn "Düsseldorf tanzt" und heute rennt Düsseldorf... Wahnsinn! Was kommt morgen? Die könnten mal nach Köln in meine verwaiste Wohnung kommen unter dem Motto "Düsseldorf putzt"...
Jörg


Gestern abend waren wir mal wieder im Euroclub. Bei dem fantastischen Wetter haben wir eine Weile draussen gesessen und gegessen. Dann ging es in den Barbereich nach drinnen. Da gibt es natuerlich ESC-Musik pur. Ab 22.00 Uhr wurden die Tueren zum Henkel-Saal geoeffnet und die Fanparty begann. Im Gegensatz zum Freitag Abend gab es diesmal kein Programm, es war eigentlich "nur" feiern und abtanzen angesagt. Kaum wurde jedoch das erste Lied angespielt, kamen mehrere Fans (?) auf die Buehne und machten ihre eigene Show. Ich weiss gar nicht mehr wieviele es waren, sie wuselten staendig herum und wechselten sich auf der Buehne ab. Das feiernde Volk vor der Buehne hatte viel Spass daran, zumal die Choreographie der Taenzer sehr nah am Original war.
Mit Delegationen hatte ich eigentlich nicht gerechnet, da sie alle beim Empfang des Oberbuergermeisters waren. Doch dann stand auf einmal Lucía Pérez auf der Buehne und performte zu 'Que me quiten lo bailao'. Sie war voellig entfesselt, mit soviel Spass habe ich sie das Lied noch nie performen sehen. Wenn sie das so auf der ESC-Buehne machen wuerde! Das war pure Lebensfreude!

Markus


Nun auch mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Nach wie vor habe ich so gut wie keine Probe bzw. PK gesehen, bin also sehr gespannt auf die Dress Rehearsals.

Gestern Abend war ja der Willkommensempfang des Oberbürgermeisters, Mic hat ja bereits vom Roten Teppich berichtet. Für die Akkreditierten waren vorher eine begrenzte Anzahl von roten Bändchen verteilt worden als Zugangsberechtigung zum Roten Teppich, dann gab es noch einige wenige grüne Bändchen für den Empfang im Inneren, leider aber extrem wenig, so dass viele von uns entgegen anderen Jahren leider draußen bleiben mussten. Die Kapazität der Tonhalle war aus Sicherheitsgründen reduziert worden. Da ich von Anfang an in die Planungen der Stadt einbezogen war, hatte das ECG-Präsidium dankenswerter Weise Einladungen des OB bekommen. Und so bekamen wir ein blaues Bändchen als "VIPs". Ich fand das eine sehr schöne Anerkennung für unsere Arbeit der letzten Wochen und Monate!

Der Rote Teppich war wohl der bisher längste in  der ESC-Geschichte. In der Startreihenfolge wurden die 43 Delegationen von den 43 Delegationsbussen abgesetzt und wurden jeweils über Lautsprecher angekündigt. Der Einmarsch verzögerte sich erwartungsgemäß, da viele Interpreten um Interviews gebeten wurden, so dass sich zeitweise ein kleiner Stau auf dem Teppich bildete.

Um 21.30 war dann endlich mit Lena der letzte Teilnehmer am Tonhalleneingang vom OB und NDR-Intendant Lutz Marmor begrüßt worden. Innen wurden dann alle Gäste nach oben ins Auditorium gebeten, wo nach einem kurzen Film über Düsseldorf dann vom Symphonieorchester Teile der "Rheinischen  Symphonie" von  Robert Schumann, der ja in Düsseldorf gelebt hat (auch als Titelmelodie der WDR-Sendung "Hier und Heute" bekannt) gespielt wurden. Das Publikum schien begeistert! Anschließend gab es eine kurze Begrüßungsansprache des OB und von Jon Ola Sand, und damit war der ESC 2011 offiziell eröffnet. Den Abschluss dieses 20-minütigen Festaktes bildete dann die vom Orchester grandios gespielte Titelmusik aus "Starwars", was erneut wahre Begeisterungsstürme und Standing Ovations hervor rief. In der sog. Rotunde  im Foyer der Tonhalle ging dann der Empfang weiter, man hatte eine kleine Bühne installiert, wo zunächst die Düsseldorfer Band "Bilk" den ESC-.Song der Stadt von Dieter Falk präsentierte und anschließend gab es weiter Rock-und Popmusik live, so dass im Nu die Tanzfläche vor der Bühne voll mit tanzenden Delegationen und Gästen war. Die nicht so Tanzwütigen, so wie ich, flanierten halt in der Rotunde, es gab reichlich Fingerfood  und Kuchen , mehrere Getränkestände mit Bier, Wein, Sekt und sogar eine richtige Kaffeebar. Von allen Seiten hörte ich immer wieder "Amazing", den Gästen schien es also zu gefallen. Mir war es etwas zu laut, aber es ging ja da nicht um mich. Ich war schon ein bisschen stolz, dass der Empfang allgemein so gut ankam!

Heute beginnen nun die Autogrammstunden im Eurocafé, begonnen hat gerade Daria Kinzer mit etwas Verzögerung, da sie noch vorher einen Auftritt auf der ESC-Bühne am Rathaus hatte. Den Autogrammstundenplan von heute und den der nächsten Tage findet ihr auf dieser Seite unter "Eurocafé".

Heute Abend feiert San Marino im Euroclub seine Länderparty, allerdings nur für geladene Gäste, aber wir eröffnen heute um 22.30 ja die ESC-Disco im Monkey's Club auf der Königsallee 36, und zwar mit einer Party von OGAE Griechenland und Zypern, dort kann jeder hinkommen, bis der Club voll ist!

Michael    


Die vor dem Pressezentrum installierte Hot-Dog-Versorgungs-Station ist keineswegs einfach so hinzugekommen, sondern ersetzt für heute das Catering. Im Catering-Zelt sind nämlich heute die Fans von Fortuna Düsseldorf, die vom Behelfsstadion einen direkten Zugang zum Zelt haben.... Da bleibt für die ESC-Gemeinde nur die Wahl zwischen Bratwurst, Brezel und Hot Dog. Geht auch.
Gerade ist Pause in der Halle, um 14 Uhr geht es weiter mit Dänemark und Irland (beides weitere Favoriten) - und die hab ich auch noch nicht live auf der Bühne gesehen.
Jörg


Ich war mal kurz zur Probe Weissrusslands, die ich mir bisher noch gar nicht angeschaut hatte. Im Hintergrund blinkt und straht das Muster aus der Nationalflagge. Zum stampfenden Rhythmus reissen die Saenger eine Faust in die Hoehe und singen 'I love Belarus'. Sehr befremdlich und verstoerend. Da helfen dann auch nicht die recycelten Weihnachtslaempchenketten in den Mikrofonstaendern. Bei einem Saenger sieht es aus der Ferne aus, als wuerde er ein Fallschirmspringer-Harness tragen. Ueberhaupt muss man sich manchmal fragen, wer fuer die Missgriffe bei der Kostuemwahl der einzelnen Kuenstler so verantwortlich ist - ueber Kati Wolfs Fummel hatten wir ja schon berichtet. Soeben sehe ich Lettland auf dem Monitor. Emīls Balceris singt in Jeans und gelben Vintage-Mickey-Mouse T-Shirt. Das passt sehr gut zum laessigen Sound des Liedes. Im Gegensatz zu seinem richtigen Auftrittskostuem mit roter Fliege.

In der Arena und drumherum wird weiterhin noch vieles auf- und umgebaut. In der Halle ist die Bestuhlung im Innenraum mittlerweile fast komplett. Dadurch steht den Journalisten ein wesentlich kleinerer Bereich fuer die letzten Einzelproben heute zur Verfuegung. Das koennte ganz schoen eng werden, wenn Lena am Nachmittag nochmal auf die Buehne geht. Hier und da sieht man auch noch Handwerker, die schrauben und bohren. Draussen wurde gestern eine kleine Tribuene aufgebaut. Mit Blick auf die Arena und das grosse ESC-Logo darauf. Vermutlich werden von dort einige Sendungen ueber den ESC moderiert werden.

Markus


Hallo, auch von mir. War heute morgen noch zum Flughafen um Freude abzuholen und zum Hotel zu bringen. Hatte aber den Marathon-Lauf vergessen und so war , bis ich in der Halle war, der Vormittag bereits zu Ende bevor er angefangen hat. Jörg und Markus haben ja hier bereits eifrig gepostet und mich damit ersetzt.
Hier von mir jetzt kurz noch die offizielle Eröffnung der Veranstaltung mit Einladung des OB zur Eröffnungsveranstaltung. Wie bereits gesagt waren alle Delegationen ab 19.00 Uhr zum Empfang geladen.
Alle kamen in der Reihenfolge ihres Auftritts (nur Deutschland, hatte als Gastgeber, mit Spanien getauscht) und wurden mit der "Eurovisionsfanfare" begrüsst. Links und rechts säumten viele Fernsehteams den Weg, sodass es dann doch fast 21.30 Uhr war bis alle Gäste in der Halle waren. Nachdem alle Gäste im Tonsaal sassen, wurde die verhüllte Bühne geöffnet und ein Symphonieorchester spielte, bevor OB Dirk Elbers alle auf Englisch seine Begrüssungrede hielt. Nach ihm folgte der neue EBU-Chef Jon Ola Sand, bevor es dann nach einem Abschluss mit Symphonie-Orchester ("Starwars") an die "Fütterung" der Anwesenden gibt. Es gab ein "Flying Buffet", an dem sich jeder satt essen konnte. Ein bekannter Konditor aus Düsseldorf hatte extra eine riesige "Heartbeat-Torte" gebacken, die ebenfalls angeboten wurde. Für Unterhaltung sorgte eine Live-Band die viel Stimmung verbreitete. Um Mitternacht war dann Schluss. Die Band hörte auf zu spielen und die Kissen wurden zusammen geräumt. Fehlte nur der Rausschmeisser.... 

Horst


Ich habe mich mal zur Abwechslung im Loungebereich des Pressezentrums in einem Sessel niedergelassen. Links von mir sitzen Loukas Yorkas und Stereo Mike mit einem Fernsehteam zusammen. Sie geben ein Interview und singen nur mit Gitarrenbegleitung einige griechische Lieder. Die drumherum stehenden Griechen sind völlig aus dem Häuschen, singen und tanzen. Eine Frau tanzt sogar kurz auf dem kleinen Tisch. Ob das hier im Pressezentrum von der EBU gern gesehen wird? Auf den Bildschirmen sieht man die italienische Probe direkt aus der Halle. Vor mir wird Peter Urban von einem Journalisten der ProSiebenSat1-Gruppe interviewt.
Das tut wirklich gut hier mal etwas die Füße hochlegen zu können. Die Lauferei zwischen Proben und den Pressekonferenzen macht sich doch bemerkbar. Aber gleich geht es weiter zu Lenas Probe.

Markus


Gerade läuft Lenas zweite Probe, ich komme soeben aus der Halle und war absolut überzeugt von ihrem Auftritt. Der Faszinator ist weg, die farbigen Gürtel auch, die High-Heels sind heute silbern. Ich wollte mir mal die Performance im Pressezentrum angucken, weil man hier eben das Fernsehbild gut sieht. Und das ist in der Tat vom Feinsten. Viel Lena, aber genauso viel Astro-Elsen, und dort, wo es passt, auch die LED-Wand mit den multiplizierten Astro-Elsen. Also meines Erachtens kann man das Lied nicht besser präsentieren.
Neben mir entbrennt gerade zwischen deutschen Journalisten oder Fans oder was auch immer eine heisse Diskussion, wie daneben nun das neue Image von Lena ist - eine Göre sei sie nicht, ein Vamp aber auch nicht, und eine Erwachsene auch nicht. Na, DAS nenne ich mal ein Dilemma. Putzig.
Als letzte der Semifinalisten hatten heute wieder die haarexplodierten Iren ihre Probe. Die sehen ja wirklich aus, als wären sie der Starlight-Express-Produktion entlaufen, um auch mal in realen Schuhen auf der Bühne zu stehen, oder besser herumzufetzen. Mein Lied ist das ja überhaupt nicht, aber der Song ist so unglaublich spritzig, quirlig und lustig inszeniert, dass man ihn zumindest im Gedächtnis behält. Und viele werden das lieben, und es wird auch ins Finale kommen, selbst wenn die Juries das abstrafen sollten.
Auf ihrer ersten PK betonten die beiden, dass sie durchaus Interesse an Lena hätten (wie auch immer das gemeint sein mochte). Lena darauf angesprochen wies jeden Wunsch nach Vereinigung strikt von sich.
Jörg


Ich war heute den ganzen Tag mit Anke im Eurocafé, und man merkt erstmals so richtig, dass jetzt der Ansturm der Fans beginnt. Die von Lufthansa gesponserten und von uns gepackten Rucksäcke fanden reißenden Absatz, und  die ersten Autogrammstunden mit Kroatien, Slowenien und Island waren sehr gut besucht. Leider warten wir immer noch auf Malta, aber wahrscheinlich haben die trotz Zusage was Besseres vor.

Michael


Also in der Pressekonferenz der Iren geht es einfach "irre" zu. Die beiden sind ausser Rand und Band versuchen einfach alle zu "veräppeln", in einem Redeschwall, der alle Sinne beansprucht. Da bekommt man nicht immer alles mit.... die Jungs haben einfach nur SpassAlso in der Pressekonferenz der Iren geht es einfach "irre" zu. Die beiden sind ausser Rand und Band versuchen einfach alle zu "veräppeln", in einem Redeschwall, der alle Sinne beansprucht. Da bekommt man nicht immer alles mit.... die Jungs haben einfach nur Spass

Wenn man das Video von Blue kennt und dann die live-Performance sieht, kommt doch leichte Enttäuschung auf. War soweit ok, aber da muss aber noch stimmlich gearbeitet werden.

Horst

 


 

MONTAG, 9. MAI 2011

Hallo zusammen,

die Einzelproben der Länder wurden gestern beendet. Ab heute finden die "Dress-Rehearsals" statt. Die erste startet heute Nachmittag.

Gestern Abend waren wir auf der ersten ESC-Länderparty San Marinos. Senit war fantastisch! Aber erstmal von vorn. Als wir gestern auf der Party gegen 20.00 Uhr eintrafen, war noch nicht viel los. Es gab aber eine Auswahl freier Getränke und ein kleines - aber immer wieder nachgefülltes - Buffet mit Fingerfood: Zwei verschiedene Wurstsorten, diverses Gebäck und große Laiber Parmesankäse au denen man sich Käsebrocken herausnehmen konnten. Besonders tückisch waren die Brotscheiben, die wie einfaches Baguette aussehen. Das war scharf gewürzt! Aber sehr lecker. Zum Nachtisch gab es noch eine Art Schokowaffeln. Gegen 21.00 Uhr wurden wir vom Moderator des Abends begrüßt, und direkt danach betrat Senit die Bühne. Wir hatten eher mit landestypischer Fidelei gerechnet. Stattdessen singt sie ein ESC-Lied nach dem anderen. Von "Take me to your heaven" bis "Volare". Das ganze mit einer Liveband und drei Backingvocals. Wir waren begeistert. Als kleine Überraschung brachte sie ihren Song "Stand by" nicht nur auf Englisch sondern auch auf Deutsch. Senit hatte mit voller Kraft gesungen und schon mit ihrer positiven Ausstrahlung gute Laune. Mit ihrem weißen Kleid hatte sie allerdings etwas daneben gegriffen. Es erinnerte an ein Schwesternkleidchen mit gefalteten Stoffservietten.

Schade nur, dass die Halle höchstens zur Hälfte gefüllt war. Zum einen lag es sicher daran, dass sich die Party zeitweise mit anderen überschnitt. Gestern feierten auch die Griechen und Kroaten. Doch hauptsächlich dürfte es meiner Meinung nach an der strengen Einladungspolitik in diesem Jahr liegen. Ohne Einladung gibt es bei einigen Länderpartys keinen Einlass. Und wer wie an eine Einladung kommen kann ist äusserst nebulös. Für Senit tat es mir sehr leid, denn gerade mit ihrem Auftritt hätte sie sicher eine ganze Halle von Fans mitgerissen.

Natürlich schaute auch wieder die ein oder andere Delegation vorbei - hier nur ein Auszug:
- Albanien: Aurela Gaçe erschien diesmal mit roten Extensions und einer musikalisch reduzierten Version ihres Titel, bei dem ihr Livegesang im Vordergrund stand.
- Russland: Alexej performte "natürlich" live ("er singt natürlich immer live", wie mir seine Produzentin Frau Gechmen-Valdek mal leicht empört sagte :-) )
- Finnland: Paradise Oskar wollte sich zunächst selbst an der Gitarre begleiten. Da die Technik nicht funktionierte, stieg er einfach mal um auf das Keyboard. Das brachte ihm noch zusätzliche Sympathiepunkte beim Publikum.
- Serbien: Nina performte ihr Caroban im Vollplayback.
Etwas überrascht waren wir, als plötzlich Alexander Rybak erschien. Er war sofort umringt von Kameras, Mikrofonen und Fans.

Als sich die Halle weiter geleert hatte, habe ich dann noch kurz einen Abstecher zur kroatischen Party unternommen, die im Medienhafen stattfand. Zum Glück gab es dort im Foyer ein paar freie Sessel, so dass ich erstmal etwas verschnaufen konnte. Kurze Zeit später trat dann Daria mit Liveband auf. Sie sang Songs von Tina Turner bis ich-weiß-nicht-mehr-was, da war meine Aufmerksamkeit nicht mehr ganz taufrisch :-) Zum Schluß aber natürlich 'Celebrate'. Wie gewohnt mit Hüftschwung und einem Gewinke, dass ich die Befürchtung hatte, sie würde sich ihren linken Arm ausrenken!

 

Markus


Hallo jetzt auch von mir. Als Gastgeber-Fanclub warten ja noch einige Aufgaben mehr auf den jeweiligen Club. Heute morgen durfte ich das Euro-Cafe mit Fan-Taschen für die nicht akkreditierten Fans aus ganz Europa versorgen.  Glücklicherweise hat unser Präsident seine Praxis bis Montag geschlossen, sodass dort die Fan-Taschen und Geschenke-Tüten für die einzelnen Delegationen verpackt werden können. Erwin und Michael bereiten zudem die Tickets für die morgige Vergabe vor. Hallo jetzt auch von mir. Als Gastgeber-Fanclub warten ja noch einige Aufgaben mehr auf den jeweiligen Club. Heute morgen durfte ich das Euro-Cafe mit Fan-Taschen für die nicht akkreditierten Fans aus ganz Europa versorgen.  Glücklicherweise hat unser Präsident seine Praxis bis Montag geschlossen, sodass dort die Fan-Taschen und Geschenke-Tüten für die einzelnen Delegationen verpackt werden können. Erwin und Michael bereiten zudem die Tickets für die morgige Vergabe vor.

Horst


Nach 2 Tagen Abwesenheit (am Wochenende wieder in Hamburg gewesen/ Muttertag) mal wieder ein paar Worte von mir. Der Montagmorgen begann nicht nur mit einem Milchkaffee zuhause, sondern auch mit Liveschaltungen im ARD Morgenmagazin nach Duesseldorf. So lauschte ich den Interviews mit Sabine Heinrich, Judith Rakers und Jan Feddersen- also mental war ich gar nicht so weit weg vom Geschehen! Und auch geographisch gesehen, sind Duesseldorf und Hamburg nicht so weit auseinander, der LH Flug hat ganze 35 Minuten gedauert. Uebrigens heute Abend um 18:50h nicht verpassen- DIE SHOW FUER DEUTSCHLAND" http://programm.ard.de/TV/daserste/die- ... 389177#top , Informationen, Gespräche und Spiele rund um den Eurovision Song Contest in Duesseldorf. Und heute ist unser ECG Mitglied Torsten Tognotti als Gast in der Show und morgen unser Mitglied Yilmaz Metin!

In 15 Minuten ist fuer die Pressevertreter Einlass zur ersten Generalprobe des ersten Semifinals. Ich werde mich spaeter mit den ersten Eindruecken noch einmal bei Euch im Tagebuch melden!

  Stefan


Soeben ging das Dress Rehearsal des Nachmittages zu Ende. Der erste Durchlauf also, der bereits die Show simulieren soll...Die Darbietungen gewohnt souverän oder auch gewohnt nicht souverän, dazu ist nicht mehr viel zu sagen, allerdings kann ich mich nicht erinnern, dass jemals jemand etwas über den türkischen Beitrag geschrieben hat. Im Bayenturm in Köln bei der Emma-Redaktion müsste eigentlich jede Alarmglocke schrillen, da die Band einen kleinen runden Käfig mitgebracht hat, in dem eine gefangene Frau im gerupften Vogelkleid Verrenkungen macht und manchmal ihr Bein durchs Gitter schiebt und sich mit der Fussspitze beinahe am Schritt des Sängers zu schaffen macht... Am Ende wird dann alles gut, denn der Käfig geht auf, und ein güldener Vogel erscheint. Abgesehen davon, dass das überhaupt völlig unpassend zu so einer Rocknummer ist (oder besingen die ein gerupftes Huhn?), ist das auch absolut kitschig. Und was für ein Subtext da kolportiert wird, ist ebenfalls fraglich: Sperr die Frauen erst mal ein, und lass sie erst raus, wenn sie sich hübsch gemacht haben?
...nun gut...ich steiger mich in was hinein ;-)
Viel wichtiger: Die Moderatoren! Tja, da kann man eigentlich noch wenig sagen, denn es bleibt rätselhaft, ob das tatsächlich schon das brachten, was morgen Abend über den Sender läuft. Anke Engelke jedenfalls ist der absolute Clown auf der Bühne und erinnert eher an Ladykracher als an ESC - einen Grossteil ihrer Beiträge geht dafür drauf, dass sie Raab zum Deppen macht... na ja.. er ist ja auch einer. Sein Englisch ist gruselig, seine Moderationen absolut dilettantisch, peinlich und jedes Vorurteil bestätigend, was man gegen ihn haben kann. Wer ihn nicht kennt, wird sich fragen, wer das ist, warum der qualifiziert sein soll...etc. Fraglich ist auch, ob Anke Engelkes Humor ankommt beim Rest Europas. Wir jedenfalls haben uns in den Sitzen köstlich amüsiert. Judith Rakers ist die Seriöseste von allen und macht bis auf den Anfang recht souverän die Green Room Interviews.
Aber wie ein Dress Rehearsal hat das alles nicht gewirkt.
wir müssen mal eben zur PK...später mehr
Jörg


Tja, was soll ich sagen.... wir Deutschen sind ja immer so kritisch und vielleicht um so mehr, wenn derESC aus Deutschland kommt.... versuche mal meine noch sehr frischen Eindruecke zu gliedern:
1.) Postcards: die kurzen Filmchen vor den Beitraegen sind klasse produziert, erinnern an Bilder aus dem Miniaturland. Es wird jeweils eine Geschichte von Personen erzaehlt, die in Deutschland leben und am Ende des Spots FEEL YOUR HEART BEAT in ihrer Landessprache, passend zum Teilnehmerland vortragen.
2.) Moderation: die geborene Moderatorin ist Anke Engelke... charmant, irgendwie auch spontan, witzig und absolut sicher in allen drei Sprachen. Dagegen verblasst Stefan Raab vollkommen. Fuer mich wirkte er sogar stellenweise unsicher und orientierungslos. Der grosse Meister, ganz kleinlaut, unterliegt in seiner Moderation einem strengen Ablauf. Er ist nicht der Boss hier und muss sich unterordnen, was ihm vielleicht schwerfaellt. Darueber hinaus nicht zu ueberhoeren, seine erweiterten Grundkenntnisse in Englisch... und Judith Rakers, auf die ich mich so sehr gefreut habe und neugierig war, setzt im Greenroom lediglich ihr serioeses Tagesschau Gesicht auf, leider mit sehr wenig Mimik und Emotionen... was der Greenroommoderation sicherlich gut taete! Aber sicherlich moechte man ein sehr froeliches Deutschland praesentieren, daher liegt der Hauptpart bei Anke Engelkes Moderation- sehr zu recht, wie ich finde!
3.) Beitraege: praesentiert wie in den Probedurchlaeufen. Trotzdem Ueberraschungen fuer mich: sehr stark Albanien, San Marino und Griechenland. Schwach fuer mich dagegen Polen und Tuerkei... sehr schoen Serbien, aber ich glaube, dass es fuer sie auch nicht reichen wird.
Es war zum Glueck nur die erste Probe, ich hatte den Eindruck, dass es gerade fuer die Moderatoren gut ist, dass es weitere Proben gibt- ich freue mich auf morgen Abend! Mein vorsichtiger Tipp fuers Finale: Albanien, Norwegen, Armenien, Tuerkei, Russland, Finnland, Island, Schweiz, Aserbaidschan, Griechenland keine Ahnung, was mit meinem Favoriten UNGARN passieren wird?????

Stefan


In der Pressekonferenz der Moderatoren Anke Engelke, Judith Rakers und Stefan Raab - begleitet von Thomas Schreiber (NDR) und Joerg Grabosch (Brainpool) - gab es zur Show keine weiteren Informationen. Am Auffaelligsten war, dass die Chemie zwischen Raab und Rakers nicht zu stimmen scheint. Judith Rakers hat es zwischen zwei Comedy-Medien-Profis nicht leicht im Moderatoren-Trio. Raab zog sie fortwaehrend damit auf, dass sie wohl etwas aengstlich vor der grossen Aufgabe sei, den ESC zu moderieren. Wie ein schlechter Running-Gag durchzog dies die PK. Da sie nun mal nicht so schlagfertig und witzig ist, wirkte es auf Dauer blossstellend. Rakers fuelhte sich auch sichtlich unwohl, je laenger die PK dauerte.

Raab sieht seine Rolle als Moderator als "nichts einfacher als das" an. Angesprochen auf das enge Zeitkorsett, in das man in der Sendung eingezwängt ist, meinte er, man werde ihm schon nicht das Wort abschneiden. War das eine Drohung  ?

Engelke freut sich auf die Moderation. Das konnte man ihr auch schon waehrend der Probe anmerken. Nach einigen Anmoderationen tanzte sie zu den Songs etwas mit. Ihr kann man anmerken, dass sie ein ESC-Fan ist. Die etwas "wilde" Probe duerfe man aber nicht mit der spaeteren Show verwechseln.

Auf die verschiedenen Moderatoren-Typen angesprochen meinte Rakers, dass sie damit die unterschiedlichen Erwartungen in den Laendern erfuellen wuerden. In einigen gilt der ESC als Kultshow, in anderen wird er als ernsthafter Gesangswettbewerb angesehen. Engelke drueckte es so aus: "You watch the show for one of the three chicks".In der Pressekonferenz der Moderatoren Anke Engelke, Judith Rakers und Stefan Raab - begleitet von Thomas Schreiber (NDR) und Joerg Grabosch (Brainpool) - gab es zur Show keine weiteren Informationen. Am Auffaelligsten war, dass die Chemie zwischen Raab und Rakers nicht zu stimmen scheint. Judith Rakers hat es zwischen zwei Comedy-Medien-Profis nicht leicht im Moderatoren-Trio. Raab zog sie fortwaehrend damit auf, dass sie wohl etwas aengstlich vor der grossen Aufgabe sei, den ESC zu moderieren. Wie ein schlechter Running-Gag durchzog dies die PK. Da sie nun mal nicht so schlagfertig und witzig ist, wirkte es auf Dauer blossstellend. Rakers fuelhte sich auch sichtlich unwohl, je laenger die PK dauerte.

Raab sieht seine Rolle als Moderator als "nichts einfacher als das" an. Angesprochen auf das enge Zeitkorsett, in das man in der Sendung eingezwängt ist, meinte er, man werde ihm schon nicht das Wort abschneiden. War das eine Drohung  ?

Engelke freut sich auf die Moderation. Das konnte man ihr auch schon waehrend der Probe anmerken. Nach einigen Anmoderationen tanzte sie zu den Songs etwas mit. Ihr kann man anmerken, dass sie ein ESC-Fan ist. Die etwas "wilde" Probe duerfe man aber nicht mit der spaeteren Show verwechseln.

Auf die verschiedenen Moderatoren-Typen angesprochen meinte Rakers, dass sie damit die unterschiedlichen Erwartungen in den Laendern erfuellen wuerden. In einigen gilt der ESC als Kultshow, in anderen wird er als ernsthafter Gesangswettbewerb angesehen. Engelke drueckte es so aus: "You watch the show for one of the three chicks".

Markus


Stefan/CARA hat es auf den Punkt gebracht: für die Moderatoren ist es gut, noch das eine oder andere Mal zu üben. Da war einfach noch zu viel unklar, wer wohin muss, wie man es vermeidet, über Kabel zu stolpern, wer wo sein Screen hat etc.
Die PK gerade war z. T. wieder eine Raab-Show, über die sich andere äußern sollen. Der Umgang Raabs mit Judith Rakers war m. E. durchaus grenzwertig, weil ihr seine Frotzeleien auf ihre Kosten sichtlich unangenehm waren und sie offensichtlich nicht in der Lage ist, darauf genau so spontan zu reagieren. Wirklich viel verraten haben die Moderatoren jedenfalls nicht bezüglich möglicher Änderungen zu vorhin... Auch der Opener bleibt ein Geheimnis, da ja offensichtlich Lena nicht Satellite singen darf...
Die Umbauten in den kurzen Pausen zwischen den Liedern haben bis auf Island (da waren das Klavier und die Drums nicht rechtzeitig auf der Bühne) gut funktioniert. Und in den Pausen sieht man Postkarten, die Landsleute der jeweils folgenden Nation in deutschen Städten zeigen. Schön gemacht. Mit dabei im 1. Semi sind (z. T. mehrfach) Wuppertal, Bonn, Berlin, Hamburg, Rothenburg o. d. Tauber, München, Usedom, Dresden, Zugspitze, Garmisch-Partenkirchen, Königssee, Oberstdorf... ich glaub, das war´s.... also nix Köln oder Düsseldorf...
kommt wohl im zweiten Semi oder im Finale...
Heute Abend ist deutsche Party "Germany 12 Points" - wieder nur mit Einladung. Da wird es wohl ne neue Ladung Raab geben. Als Gäste die Delegationen, deren Länder uns im letzten Jahr 12 Punkte gegeben haben: Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Norwegen, Spanien, Schweden, Schweiz (Slowakei kommt nicht oder ist nicht eingeladen??). Wird bestimmt lustig. Wir haben jedenfalls ein Einladung ergattern können.
Morgen werden wir berichten.
so long
Jörg


So bin gerade von der ersten Probe zurück. Das Motto der Show: „Feel your heart beat“ wird durch die komplette Sendung transportiert. Die Einspielfilme vor jedem Vortrag sind sehr liebevoll gemacht. Die ersten Sekunden der Filme wurden alle im „Mini-Wunderland“ in Hamburg gedreht und gehen dann in den „Livefilm“ über. Zum Schluss kommt immer in der jeweiligen Landessprache: „Feel your heart beat“. Die Moderation ist wohl noch nicht so ganz fertig, aber das wird sich bis zur nächsten Probe ändern. Wie erwartet versuchen: Stefan und Anke witzig zu sein, ob das allerdings im Rest von Europa so ankommt, mal schauen? Stefan und Anke stellen sich als Comedians und Judith als Nachrichtensprecherin vor. Soweit dazu.
Nun zur Wertung wie ich die Beiträge gesehen habe:

Polen: okay – könnte es knapp ins Finale schaffen.
Norwegen: kommt fröhlich rüber und da werden viele anrufen. – Sicher im Finale
Albanien: gute Bühnenshow, mir ist der Titel zu „sperrig“ – sorry, raus…
Armenien: auf der Bühne nett umgesetzt – könnte es schaffen (not my cup of coffee)
Türkei: mit der Schlangenfrau in der Gefägniskugel - im Finale
Serbien: sehr schöner 60er Retropopsong – wird es wohl nicht schaffen
Russland: Schöner Beginn, aber die LED-Schuhe sehen dann doch eher wie Ski-Schuhe aus.
Schweiz: mag den Titel sehr, wird es aber wohl nicht schaffen
Georgien: als ich das geschehen dachte ich , da pickt ein Adler gleich in aufgerollte „Haribo-Schnüre“. Sorry das Outfit geht bei mir nicht – wenn nicht alle Hardrock-Fans anrufen – raus.
Finnland: das ganze ist sehr stimmig, da passt alles – sicherer Finalkandidat
Malta: Kommt hier bei der Wertung schlecht weg, vorletzter Platy – hoffe er schafft es, wäre tolles Geburtstagsgeschenk.
San Marino: nette Nummer, reicht aber leider nicht – raus
Kroatien: eingängiger 80er-Jahre Discobeat mit Umkleideakrobatik - punktet wohl heute nicht mehr, sorry – raus
Island: nette Nummer, die hier auch im Publikum ankommt, könnte es schaffen?
Ungarn: gute Nummer, aber die Show, nee das haben die Ungarn versemmelt - ob das reicht?
Portugal: kein Kommentar – raus
Litauen: das ist 50 Jahre zu spät – raus
Aserbaidschan: wird hier als Sieger des 1. Semi gehandelt, aber der Gesang war heute nicht so doll, wohl etwas Nervenflattern, trotzdem weiter

Griechenland: gut umgesetzt - auch wenn ich es anfangs nicht mochte – weiter.
Nach meinem Ermessen im Finale: 1. Aserbaidschan, 2. Finnland, 3. Norwegen, 4. Russland, 5. Griechenland, 6. Tuerkei, 7. Armenien, 8. Ungarn, 9. Polen, 10. Malta.

So sehe ich das momentan, mal schauen morgen abend wieviel richtige ich habe? Vielleicht hat auch seiner noch nicht alle Register gezogen und explodiert morgen abend  ?

Horst

 


 

DIENSTAG, 10. Mai 2011

Guten Morgen zum 1. Semifinaltag!

Heute Nachmittag findet nochmal ein nicht-oeffentliches 'Dress Rehearsal' statt, bevor am Abend die Show beginnt.

Gestern fand die deutsche und die israelische Party statt. Die Feier Deutschlands stand unter dem Motto "Germany 12 Points" und war als Dankeschoen an die Länder gedacht, die Lena letztes Jahr 12 Punkte gegeben haben. Also Daenemark, Estland, Finnland, Lettland, Norwegen, Slovakei, Spanien, Schweden und die Schweiz. Diese Delegationen schauten im Laufe des Abends vorbei und sangen ihr Lied. Und natuerlich trat auch Lena auf. Charmant und konzentriert absolvierte sie ihren Auftritt. Unter anderem sang sie 'Taken by a stranger'. Allerdings in einem neuen, reduzierten Arrangement mit Liveband. Das kam sehr gut an.

Die Stimmung hielt sich insgesamt aber leider arg in Grenzen. Vielleicht lag das auch an dem Veranstaltungsort, einem ehemaligen Film- und Tonstudio mit düsterer Atmosphäre. Zum anderen schwirrten zudem sehr viele Kamerateams und Journalisten herum, die natuerlich zum Arbeiten gekommen waren. Feierwilliges Publikum war offenbar wenig eingeladen. Das Ganze erinnerte eher an einen Empfang.

Lena wurde natuerlich vollkommen abgeschottet. Einerseits sehr schade, andererseits verstaendlich, wenn man sieht, wie die Kamerteams sich auf sie stuerzen, wenn sie sich auch nur mal kurz raeuspert. Als sie uns nach ihrem Auftritt aufforderte, zu feiern, zu essen und zu trinken, machten wir uns auf die Suche nach dem Buffet. Das gab es allerdings nur im VIP-Bereich. Peinlich fuer eine Party des Gastgeberlandes. Mir haette schon ein Broetchen mit Sauerkraut und Frikadelle gereicht ;-). So machten wir uns auf nach Israel...

Auf dem Weg dahin sahen wir noch etwas von Duesseldorf bei Nacht. Gut, das wir mit Dirk einen Duesseldorfer bei uns hatten, der uns etwas fuehren konnte. So liefen wir unter anderem an den beruehmten Gehry-Haeusern vorbei.

Die Israelis gaben ihre Party in der Nachtresidenz, einem grossen Veranstaltungsort mitten in Duesseldorf. Und dort zeigte man uns wie richtig gefeiert wird! Ausgelassene Stimmung, große Tanzflaeche und um Mitternacht der Auftritt der Diva Dana International. Das Ganze war gleichzeitig eine Party in den Nationalfeiertag Israels hinein. Dana wuenschte sich denn auch weniger, dass der naechste ESC in ihrem Heimatland stattfinden wuerde, als vielmehr Frieden zwischen Israel und den Nachbarlaendern. Ach ja, und es gab auch warmes Buffet. Obwohl wir erst recht spaet kamen, konnte ich meinen Hunger noch an Haehnchenspiessen und einem Frikadellenbaellchen etwas stillen.

Markus


Ich sitze gerade in der Straßenbahn auf dem Weg ins Eurocafe. Dort können wir heute die Tickets für die drei Shows abholen. Über Durchsagen wird davor gewarnt, dass es wegen des 'Eurovision Song Contests vermehrt zu Taschendiebstählen kommen kann. Ihre Rheinbahn'. Na das verbreitet ja ein Image vom ESC.

Markus


Da bin ich auch mal wieder. Heute wir hier im Eurocafé wirklich der Teufel los, wir hatten unsere Ticketverteilaktion, ca 300 Ticketpakete fanden ihren Weg, für den Rest stellt sich unser Schatzmeister Chris heute vor die Halle! Zeitgleich verteilten auch die Finnen ihre Tickets und es liefen Autogrammstunden mit Dino Merlin, Nadine Beiler und Dorkas Kiefer. DIe Schlangen waren endlos, und die Fan-Rucksäcke gingen weg wie geschnitten Brot, so dass wir sogar Nachschub holen mussten. Heute Abend ist die Aftershowparty im Euroclub, nur für geladene Gäste, daher bietet sich für die Fans nach dem Semi  das Monkey's und der Knoten zum feiern.    

Euch allen viel Spaß, einen schönen Abend,

Michael


Wir sind nun zurück von einem kleinen Ausflug durch Düsseldorf. Nach einer Woche haben wir etwas mehr von der Stadt gesehen als Arena, Pressezentrum und Euroclub. Dank an Dirk, der uns fachkundig geführt hatte. Im Eurocafe waren wir zur Autogrammstunde von Dino und Nadine. Wieviel da los war, hatte Michael ja schon geschrieben. Vor der Arena sind nun die ersten Besucher und Fans eingetroffen. Viele Flaggen sind zu sehen. Auch zwei Herren in Schottenröcken. Im Pressezentrum ist es voll geworden. Johnny Logan wird gerade interviewt. Die Russen haben die Couches mit den hohen Rückenlehnen zusammengeschoben und als Lagerstätte für ihr Promomaterial zweckentfremdet. Gleich geht es in die Arena. Die Spannung steigt...

Markus


Ein kurzer Bericht zur Party der deutschen Delegation in den Rudas Studios am Medienhafen. Eintritt war nur für geladene Gäste, offizieller Titel der Party: Germany 12 Points. Dementsprechend waren alle Delegationen geladen, die Deutschland im letzten Jahr 12 Punkte gegeben haben (hatte ich gestern schon gepostet)
Irgendwoher tauchte das Gerücht auf, dass es auf der Party definitiv auch etwas zu essen gebe, weswegen sich die meisten mit leerem Magen und ordentlich Hunger Richtung Medienhafen begaben. Essen gab es auch, aber offensichtlich nur in der VIP-Lounge, wo man als Nicht-Delegations-Mitglied nicht hinkam. Dafür hatte man dann zwar einen knurrenden Magen, durfte aber auf Kosten der deutschen Delegation bis Mitternacht so viel trinken, wie man wollte. Dass es Essen nur im VIP-Bereich gab, erwähne ich nur deshalb, weil es ein wenig den Charakter dieser Veranstaltung widerspiegelt. Während die Feiern z. B. im Euroclub selbstverständlich so sind, dass alle Künstler mitten zwischen den Leuten stehen, wurden die Künstler gestern abgeriegelt, hatten ihren eigenen Zugang zur Bühne, waren nur im Foyer zwischen allen anderen und danach im VIP-Bereich verschwunden. Im Hauptsaal selber gab es eine Empore, auf denen die VIPs Platz nehmen konnten, die aber ebenfalls bewacht und durch Gitter abgeriegelt war. Dadurch hatte das Ganze etwas von "die da oben, wir da unten". Nach den Auftritten der Künstler verschwanden die dann auch wieder im VIP-Bereich und wurden nicht mehr gesehen...
Das war im Vergleich zu den bisher von mir besuchten Länderpartys die unnahbarste und distanzierteste. Auf der anderen Seite muss man aber ehrlichweise sagen, dass es offensichtlich bei einer Party mit Lena als Gast (die hier am Anfang drei Lieder und dann später noch Taken by a Stranger in einer Live-Band-Jazz-Version gesungen hat) nicht anders geht. Ich war ja eigentlich immer ein wenig säuerlich, dass sich Deutschland als Gastgeber hier so rar macht und Lena es "nicht für nötig hält", mal irgendwo aufzutauchen, aber gestern hab ich mit eigenen Augen gesehen, was passiert, wenn sie irgendwo auftaucht. Die Leute, vor allem die mit den Kameras (und das sind VIELE!!), sind nicht zu bremsen und die Frau wird belagert und bestürmt. Echt beängstigend.
Dennoch bleib ich dabei - die Party von San Marino und die Party der deutschen Clubs, die Anke Jonschker vom ECG organisiert hatte, waren die Highlights der letzten Tage.
Jörg


Hallo melde mich hiermit auch noch mal zurück. Ich habe den Tag über weitestgehend im Eurocafe verbracht und dafür gesorgt, das die von Lufthansa gesponserten Rucksäcke an die Fans aus Europa verteilt wurden.  War gerade mal kurz in die Halle um zu sehen ob schon viele Fans da sind. Hier im Pressezentrum steigt auch die Stimmung so langsam. Viele habe ich Flaggen mitgebracht um bald mit ihrem Beitrag zu zittern und ihn gleichzeit auch zu unterstützen.
Horst


Hallo Ihr Lieben,

Michael hat ja schon knapp etwas zum Eurocafe geschrieben, und ich habe gerade ein wenig mehr Zeit Euch davon zu berichten.
Bin schon sehr früh dagewesen und gerade zurück. Die ersten Fans fanden sich schon kurz nach 10.00 Uhr vorm Eurocafe ein wartetetn mehr oder weniger geduldig auf die Öffnung um 11.00 Uhr.
Wie Michael bereits schrieb war heute die Ticketausgabe und Ausgabe der Memberchipkarten ( hurra , sie sind eingetroffen ) des ECG statt , der O.G.A.E. gab noch seine restlichen Tickets aus und auch nach meiner Info der norwegische Fanclub ( ist ja egal ob Finnland oder Norwegen ).
Nach und nach trafen immer mehr ein - Fans aus allen Ländern , teilweise beflaggt, teilweise noch mit ihren Koffern vom Flughafen , überall verschiedenen Sprachen; na die alten Hasen von Euch werden wissen welche Eindrücke da auf einen einstürzen.
Auch das Fandesk war heute sehr gefragt ; die Fans informierten sich über Wege , Veranstaltungen, usw.
Zwischendurch gingen halt die gelben Give-A-Way- Säckchen aus. Und der Nachschub wurde dann direkt vor Ort von uns bestückt. Erst mal Danke an alle die da kräftig geholfen haben, u.a. auch spontane Helfer aus dem Ausland. Das war echt lieb.
Die große deutsche Fluggesellschaft , die die Säckchen und deren Inhalt überwiegend gesponsort hat war auch vertreten, und ein Fotograf machte Bilder mit Fans und den Sponsorenartikeln. Meinem Eindruck nach dürften da sehr tolle Bilder entstanden sein, da sich die Fans aus Deutschland , Spanien, Mexiko, Norwegen und ein paar Volunteers sehr ins Zeug gelegt haben.
Poli aus Bulgarien, Dino aus BiH , Nadine aus Österreich, Dorkas Kiefer , und wenn ich es richtig mitbekommen habe Mika aus der Ukraine gaben Interviews und verteilten Autogramme an Fans.
Habe einiges nur am Rande mitbekommen, aber zu dem wovon ich ein bißchen mehr mitbekam :
Dino kam mit Hut und Sonnenbrille. Er brachte sein Promomaterial, u.a. CD / DVD unter die Leute. Ich kann nur sagen " Hut ab ", der weiß das es die Fans sind die seine CDs kaufen , und ich fand das eine sehr nette Geste. Ansonsten ließ er sich durch einen Briefmarkenrahmen mit den Fans fotografieren.
Nadine war wieder sehr natürlich. Sie mischte sich u.a. unters Fanvolk. Nahm sich Zeit für Gespräche, Autogramme und herzte den ein oder anderen. In einer Seitengasse des Euroclubs gab sie dann auch eine Probe ihres Gesangs, und wurde dafür mit umjubelten Applaus verwöhnt.
Am Fandesk stand dann eine zierlich Frau mit großem Hut und großer Sonnenbrille.Erst hat sie keiner so recht wahrgenommen. Dann ging es doch recht fix. Es war Dorkas Kiefer, Smalltalk, Fotos, Fernsehteam. Auch sie sehr sympatisch und natürlich.
Von Poli und Mika habe ich leider nicht viel mitbekommen.

Viele Fans , gerade die weit angereisten , waren sehr enttäuscht. Leider bleibt der Euroclub den Delegationen vorbehalten, und o war eine der häufigsten Fragen war " Where can I go tonight after the show ". So wirklich glücklich waren die Fans mit unseren Antworten nicht , da sich viele erhofft hatten sie könnten , wie bei verhergegangenen ESCs , mit Ihrer Memberchipkarte in den Euroclub.
Der Monkeys Club und der Knoten sind für die Fans Alternativen zum Euroclub. Und wer weiß , vielleicht verirrt sich ja zumindest mal in den Monkeys Club eine Delegation, um sich bei den Fans beliebt zu machen - wäre ja eine wirklich tolle Geste.

Habe heute viele Freunde dort getroffen, nette Leute aus unseren deutschen Vereinen und nette Fans aus dem Ausland kennengelernt. Ganz liebe Grüße an alle.

Habe mir sagen lassen A. Rybak sei auch vor Ort. Ich wünsche uns allen heute, wo auch immer, ein tolles Semifinale.

Mic

 


 

MITTWOCH, 11. MAI 2011

Hallo,

die ersten Entscheidungen sind nun also gefallen. Bei Gesprächen in der Halle und im Pressezentrum war schnell klar, was die Überraschungen des Abends waren.
Bei den Verlierern:
- Norwegen, die in der Halle viel Stimmung gemacht haben
- Türkei und eingeschraenkt auch Armenien, die viele einfach als gesetzt angenommen hatten
Bei den Gewinnern:
- Litauen hatte kaum jemand auf der Rechnung
- Schweiz und Island, die sich damit zu Geheimfavoriten entwickelt haben duerften

Besonders erstaunt hatte mich schon das Verhalten des Publikums beim Auftritt der Schweiz. Anna Rossinelli wurde mit starkem Applaus begruesst. Ebenso wie später bei der Pressekonferenz. Als die Portugiesen die Bühne betraten herrschte hingegen eisige Kälte. Das war nicht mehr als ein Höflichkeitsapplaus. Als sehr angenehm empfand ich es, dass es keine Buh-Rufe gab.

Ich hatte meinen Platz fast hinter der Buehne an einer der Rampen, auf denen das ganze Equipment auf- und abtransportiert wurde. So sah ich die Auftritte nur von hinten, bekam aber dadurch mal einen ganz anderen Einblick. Vor mir saßen ein paar Helfer. Sie beobachteten auf dem Monitor, wann die nächste Postkarte eingespielt wurde. Dann schossen sie in einem irren Tempo auf die Bühne, fegten die Glitterschnipsel beiseite, wischten die Seifenblasenlauge auf oder koordinierten jene, die über die Rampe Schlagzeug, Piano usw. hochfuhren. Teilweise waren ca. 20 Personen bei den Umbauten auf der Bühne. Anschließend rasten sie wieder zurück oder sprangen sogar seitlich von der Rampe. Erstaunlich, das sich dabei niemand verletzt hatte. Bei Aserbaidschan musste eigens eine große Plane ausgelegt werden, um den Pyroregen aufzufangen.

Beim Verlassen der Halle sangen einige Norweger noch in einer Mischung aus Trauer und Trotz ihr 'Haba haba'. Als ich mein Bedauern ausdrückte, meinte einer von ihnen, dass das ihm das Ausscheiden nichts ausmache. So könne er nächstes Jahr wenigstens wieder woanders hinreisen. Oslo kenne er ja schon gut genug. So kann man das auch sehen.

Die offizielle Aftershow-Party im Euroclub war hauptsächlich als Feier für die Delegationen gedacht. Neben ihnen waren noch Personen, die an der Produktion der Show beteiligt waren und ein paar Pressevertreter anwesend. Die Stimmung war bestens, die Musik eine Mischung aus ESC-Titeln und aktuellen Charts. Ich hatte den Eindruck, dass gerade jene, die ausgeschieden waren, besonders ausgelassen tanzten und sangen. Möglicherweise, weil die Anspannung der letzten Tage von ihnen abgefallen war und sie keinen Auftritt mehr vor sich haben. Zudem schwirrten diesmal kaum Fernsehteams oder Fotojäger herum. So hatten die Künstler mal Gelegenheit weitestgehend ungestört zu feiern.

Heute steht das erste Dress-Rehearsal für das 2. Semifinale auf dem Programm. Am Abend geht es dann zu den Grand-Prix Classics in die Tonhalle.

Bis später!
Markus


Guten Morgen liebe Eurovisionäre, wie es so schön im NDR Videoblog heißt! Das war ja ein Abend voller Überraschungen, wer hätte das gedacht! Eine erste Einschätzung konntet ihr ja schon von Markus erhalten, hier nun ein paar Infos und Eindrücke meinerseits.
Vielleicht habt ihr es ja schon den Medien entnommen, zu Beginn der Show gab es Übertragungsprobleme. Zunächst wurde nur von kurzen Tonproblemen gesprochen, vereinzelt ist von schwarzem Rauschen/ Bildausfall die Rede. Erschreckend, dass die ARD noch nicht sagen kann, wo das technische Problem lag, sprich wie es für die beiden anderen Shows zu vermeiden sein wird. Auffällig auch, dass sich gerade die ersten fünf Beiträge nicht für das Finale qualifizieren konnten- Spekulationen über Spekulationen, die in den unterschiedlichen ESC Foren auftauchen, bzw. von unseren Eurovision Freunden der nicht qualifizierten Länder bei Facebook gepostet werden! „Enttäuschung- technisches Versagen der Organisatoren“ las ich heute früh auf dem Profil eines polnischen ESC Freundes oder „Norwegen verlangt die Wiederholung des ersten Semifinals!"
Es irritierte mich während der Show, dass auf den beiden kleinen Leinwänden, links und rechts der Bühne zwar die „Postcards“ und Background Animationen zu sehen waren, aber nicht die Bilder, wie sie der TV Zuschauer zu sehen bekam. Bestand ein Zusammenhang mit den technischen Problemen oder sollte es Absicht gewesen sein?! Vielleicht gehöre ich zu der Minderheit der Fans, die neugierig ist, wie die Livebilder aussehen, die übertragen werden- fand es wirklich schade!
Tja, zum Ergebnis vermag ich nicht so viel zu sagen. Mein Favorit Ungarn ist trotz der großen Fankritik weiter und die Türkei ausgeschieden, was ich nicht wirklich schlimm finde. Gänsehautgefühl entstand bei den Beiträgen Finnlands und der Schweiz und der Retrosong aus Serbien ist eine Bereicherung für das Finale! Und der Beitrag aus Griechenland hat mich aufgrund seiner Kraft, Emotionalität und Authentizität und natürlich auch durch das hervorragende Bühnenbild zu tiefst beeindruckt! Ach ja, Litauen hat sich übrigens auch für das Finale qualifiziert…. Für das zweite Semifinale wünsche ich mir auch Überraschungen, allerdings nur künstlerischer Art und nicht aufgrund der Technik!

Stefan


Komme gerade von der Sonderpressekonferenz der EBU bezüglich der gestrigen technischen Probleme. Von 64 Übertragungskanälen war einer wohl ausgefallen und das Backup funktionierte wohl nicht, da die einzelnen Kommentatoren selbst nicht mitbekamen, dass sie von den Zuschauern nicht gehört wurden. Wie viele Ländern betroffen waren und wie lange die "Panne" im einzelnen dauerte, wird noch ermittelt. Bild und Ton der Sendung waren okay. Seit heute nacht wird an dem Problem gearbeitet und man will durch eine zweites Backup-System sicherstellen, dass sich eine solche Panne nicht wiederholen kann. Alle System waren am Montag überprüft worden, jedoch zeigte sich bis gestern abend während der Live-Übertragung keine Fehlfunktion. Von Seiten aller daran Beteiligten: EBU, NDR sowie der Firma Riedel, entschuldigten sich offiziell bei den Zuschauern und den Kommentatoren für die Panne!  .... es gibt keine 100%ige Sicherheit.....

Stefan


So die Probe ist gelaufen. Meine persönlichen Favoriten fürs Finale: Bosnien & Herzegowina, Österreich, Schweden, Slowenien, Rumänien, Estland, Weissrussland oder Ukraine, Lettland, Dänemark, Irland.

Nachdem ich gestern doch ziemlich daneben lag, mal schauen ob ich mit dem 2. Semi besser tippe. Das ist einfach immer wieder schön, dass es Überraschungen gibt.
Horst


So - mit der ersten Generalprobe sind wir, was die Songs angeht, durch. Neben mir auf dem Monitor proben noch Anke Engelke, Stefan Raab und Judith Rakers - und haben wie gestern noch eine Menge zu tun. Raab fing vorhin ernsthaft an, der Regie zu erklaeren, wie sie was zu machen hat...
Zu den Beitraegen waere zu sagen, dass es tatsaechlich kaum Veraenderungen gegeben hat. Die bulgarische Saengerin hat ihren Fetzen, mit dem sie offensichtlich in der Tat im Fahrstuhl haengengeblieben ist, durch ein schwarzes Sacko eingetauscht, und die bosnische Keyboard-Trommlerin hat heute wenigstens mal in Ansaetzen so getan, als wuerde sie Keyboard spielen.
Auf Pyrotechnik wird im ersten Durchlauf verzichtet.
Wenig ueberraschend und nachwievor merkwuerdig bleiben die fettigen Haare und die Pseudo-Roxy-Music-Verkleidung des niederlaendischen Leadsaengers.
Mal sehen, wer morgen Abend einzieht ins grosse Finale. Nach gestern Abend ist ja alles moeglich und so genannte Gesetzte scheinen nicht IMMER weiterzukommen. Gleich geht hier die EBU und NDR-PK los. Ich kann mich im Uebrigen Stefan nur anschliessen, dass es aergerlich war, dass man auf den LED-Anzeigen links und rechts der Buehne die TV-Bilder nicht zu sehen bekam. Wer schlechte Plaetze hatte - und davon gibt es hier viele - sieht ohne diese Monitore von der Show fast nichts. Das gilt sogar fuer die mit guten Plaetzen, wenn direkt vor einem Minuten lang riesige Fahnen geschwungen werden.
Joerg

 


 

DONNERSTAG, 12. MAI 2011

 

Guten Morgen , heute mal aus Köln -
ich bin noch zu Hause und hole gerade ein paar Sendungen der letzten Tage zum ESC 2011 nach. So stecke ich gerade in "Countdown für Lena" und bin überrascht, was uns die ARD da alles an Moderationen präsentiert. Matthias Opdenhövel macht dabei ja noch die beste Figur. Selbst die charmante Barbara Schöneberger glänzte mit kompetentem UNwissen, von Frank Elstner (ganz besonders schrecklich!!) ganz zu schweigen. Auch Allgemeinwissen scheint nicht mehr gefragt zu sein, sei es, dass die finnische Flagge für die griechische gehalten wird, oder dass Hella von Sinnen Aserbeidschan und den Iran in Rumänien vermutet....Himmel!!!
Dafür aber zeigte der WDR gestern nach 22 Uhr eine Aufzeichnung der "Grand Prix Classics" aus der Tonhalle. Das WDR Rundfunkorchester und ein vierköpfiger Chor (2 Männer, 2 Frauen) begleitete (unter der sehr hölzernen und verhaspelten Moderation von Ralph Morgenstern) Mary Roos, Nino de Angelo, Guildo Horn, Johnny Logan, Ingrid Peters, Katja Ebstein, die ihre ESC-Beiträge zum Besten gaben. Das war noch einmal etwas für Nostalgiker. ESC-Musik mit großem Orchester. Gänsehaut gleich beim Opener: Hold Me Now mit Herrn Logan, dem seine Managerin offensichtlich gut tut, denn von dem aufgedunsenen Gesicht der letzten Jahre ist kaum noch was zu sehen - und die Stimme ist wirklich gut. Auch seine Interpretation von Why Me, das er 1992 für Linda Martin schrieb, war vom Feinsten.
Am Ende sangen alle gemeinsam mit dem Publikum (man hatte Texte verteilt) den deutschen Beitrag von 1985: Für alle von Wind. Was man im Fernsehen nicht mehr sah, war, dass es noch ein bisschen weiterging, denn die Tonhalle flippte fast aus und forderte eine Zugabe. Die war offensichtlich nicht geplant, kam aber im Form von "Wunder gibt es immer wieder". Auffällig war übrigens, dass Ingrid Peters auf dem Sofa wirklich ALLE Lieder mitsingen konnte.
Die Pressekonferenz der EBU gestern gab nicht viel Neues. Die Tonprobleme wurden entschuldigt, aber es gab wohl außer den Kommentaren-Ton-Problemen nur ein Problem in Spanien beim polnischen Beitrag, weswegen der polnische omnipräsente Journalist Simon auch entschieden wissen wollte, wen man "angeklagt" hat für diese unentschuldbaren Fehler.... Weitere Beschwerden konnte Jon Ola Sand nicht bestätigen. Auch an der 12-Punkte-Präsentation wird nicht gerüttelt. Dafür aber präsentierte er die geplanten Termine für nächstes Jahr: Semi1 am 22.5., Semi2 am 24.5. und Finale am 26.5.2012 - das wäre dann der Pfingstsamstag.
Bis später mal
Jörg


Hallo,
bei unserem Rundgang durch Düsseldorf haben wir auch das Rathaus besucht. Dort ist eine kleine Presselounge eingerichtet. Hier können sich die Jounalisten über Düsseldorf und den ESC informieren. Zusätzlich stehen einige PCs für die Arbeit zur Verfügung. Man kann es sich aber auch bei kostenlosen Getränken und Kuchen auf einer Couch bequem machen.

Für jeden zugänglich sind im Foyer des Rathauses die "Host City Insignia" ausgestellt. Dabei handelt es sich um einen Ring an dem jede Stadt einen Schlüssel oder ein für sie typisches Symbol hängt. Der Ring wird dann jeweils an den nächsten Austragungsort weitergereicht. Mit dieser Tradition wurde 2007 in Helsinki begonnen. Moskau hat sich zum Beispiel mit einer Balalaika verewigt, Oslo/Baerum mit einem Notenzeichen.

Auf geht's zum zweiten Halbfinale!
Das ist schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man mit der Straßenbahn - mit der ich sonst zur Arbeit komme - mal eben zum ESC fährt. So unspektakulär.
Heute gab es eine letzte Probe für das 2. Semi, bei dem die Presse allerdings nicht zugelassen war. Lassen wir uns überraschen, ob die Probleme aus der ersten Probe behoben worden sind. Da fiel es Herrn Raab sehr schwer einen Countdown von 10 bis 1 herunter zu zählen. Naja, zum Glück gibt es ja noch Anke Engelke!
Viel Spaß!
Markus


Hallo auch von mir. Habe den Tag am Stand im Eurocafe verbracht, deshalb kein Posting von mir hier. Hatte schon etwas Aufregung, da ich meine Karte für heute abend verloren habe aber dank unserem Schatzmeister habe ich jetzt wieder eine neue!
Vielleicht noch so viel zur Info: die Halbfinale sind vom Verkauf her bei ca. 16.000 (1. Halbfinale) und 18.000 (2.Halbfinale).
Auf dem Weg hier hin sind mir schon Fans aus Schweden in der U-Bahn begegnet die richtig gut drauf waren und alle möglichen "Melodifestivalen-Hits" und natürlich "Popular" zum Besten gaben.  Heute vormittag auf dem Weg zum Euro-Club ist mit noch Glen Vella mit ganzer Verwandtschaft begegnet. Sie sind zwar traurig, dass er es nicht ins Finale geschafft haben, aber "live goes on". Eine Tante von Glen meinte scherzbar: Ob ich ihn nicht noch mal heute abend singen lassen kann.... :wink: Maybe next year.....

Horst


Heute am Donnerstagnachmittag hatten Horst und ich, gemeinsam mit Markus vom OGAE, Dienst am Infostand im Euro Cafe. Es hat Spaß gemacht, so viele neue Fans in Düsseldorf begrüßen zu können und sie mit den ersten Informationen über den ESC und die Stadt Düsseldorf zu versorgen. In vielen Gesprächen wurde das Interesse bekundet, in einen der beiden Fanclubs beizutreten. Auch viele Reporter waren vor Ort, die sich bei uns über das Rahmenprogramm des ESC informierten und uns für TV und Radio interviewten. Darüber hinaus hat es mich auch mit ein wenig Stolz erfüllt, dass ich einen kleinen Teil dazu beitragen konnte, dass Deutschland als diesjähriger Gastgeber von den ausländischen Fans und Pressevertretern positiv wahrgenommen wird! Und unser ECG hat sich hervorragend positioniert, dank der vielen fleißigen Helfer vor Ort und natürlich dank unseres Präsidiums! Im unermüdlichen Einsatz, fast ohne Schlaf in den vergangenen zwei Wochen, haben Michael, Anke, Erwin, Chris und Elvira hervorragende Arbeit geleistet- im Namen aller anwesenden Fans ein HERZLICHES DANKESCHÖN!

Stefan

 


 

FREITAG, 13. MAI 2011

 

Gerade ist die erste Generalprobe fuer das Finale zu Ende gegangen. Ich habe mir die Probe mal unter allgemeineren Gesichtspunkten wie zum Beispiel der Reihenfolge der Auftritte angeschaut. Die einzelnen Auftritte sind ja schon bekannt. Zudem sparen sich einige Kuenstler noch fuer das Juryfinale heute Abend auf, nicht alle trugen ihr Buehnenoutfit und die die Pyros waren nicht im Einsatz.

1. Finnland
Obwohl der erste Platz eher als undankbar gilt, halte ich ihn fuer optimal fuer Paradise Oskar. Er wird durch seinen Auftritt auffallen, er wird in Erinnerung bleiben und es wird nichts Vergleichbares folgen.
Chancen: gestiegen

2. Bosnien-Herzegowina
Nach dem Finnen wirkt der Auftritt etwas verspielt, wenn nicht gar albern.
Chancen: gesunken

3. Daenemark
Kommt sehr gut und modern nach den beiden Vorgaengern.
Chancen: gestiegen

4. Litauen
Guter Platz nach Daenmark. Bekam in der Halle viel Applaus
Chancen: unberechenbar

5. Ungarn
Voelliges Kontrastprogramm zu Litauen. Optisch eine Katastrophe. Tut zwar gut nach Litauen, aber wer danach die Iren schaut, wird sich an Kati Wolf wohl nicht mehr erinnern.
Chancen: gesunken

6. Irland
Jetzt kommen die "Killerplaetze" 6 bis 8. Irland macht den Anfang, kommt erfrischend rueber.
Chancen: gestiegen

7. Schweden
Faellt im Vergleich zu Irland stark ab und wirkt danach eher wie eine gewoehnliche Euro-Pop-Nummer. Irland bleibt knalliger im Gedaechtnis, da hilft auch keine zerspringende Glasscheibe. Nicht ohne Grund sackte der schwedische Komponist Fredrik Kempe in der PK gestern auf seinem Stuhl in sich zusammen, als klar war, dass fuer Schweden nur der Platz nach Jedward uebrig bleibt.
Chancen: gesunken

8. Estland
Nach seinen beiden Vorgaengern sieht das aus wie ein Beitrag vom Junior Eurovision Song Contest und ziemlich albern.
Chancen: gesunken

9. Griechenland
Nach drei Nummern mit Pop-Gehuepfe ist Griechenland auf einmal eine wohltuende Abwechslung. Da werden einige sogar ueber den Rapper hinwegsehen. Ohnehin ist der Beitrag gut in Szene gesetzt.
Chancen: gestiegen

10. Russland
Schwer einzuschaetzen. Wirkte auf mich heute eher langweilig.
Chancen: gleich geblieben gut (wegen vieler Punkte aus den oestlichen Laendern)

11. Frankreich
Lebt von der Einzigartigkeit und den Juryvotings.
Chancen: gleich geblieben gut

12. Italien
Beschwingt nach dem theatralischen Amaury Vassili.
Chancen: gestiegen

13. Schweiz
Der Startplatz ist auf dem Papier schlecht für unsere Nachbarn und wuerde nach Italien eigentlich untergehen. Aber: Davor gibt es eine Pause. Und dann kommt Anna Rossinnelli frisch und gut gelaunt.
Chancen: unberechenbar

14. Grossbritannien
Wirkt nach der Schweiz fast schon modern.
Chancen: gleich geblieben gut

15. Moldau
Voellig egal, wann und wo sie auftreten. Immer ein Hingucker, ob man will oder nicht.
Chancen: voellig unberechenbar

16. Deutschland
Nach dem schrillen Auftritt Moldaus ist Lenas Auftritt wohltuend unterkuehlt.
Chancen: gestiegen

17. Rumaenien
Nett, aber nach Lenas stylischer Performance etwas langweilig.
Chancen: gesunken

18. Oesterreich
Guter Platz fuer die Ballade nach der rumaenischen Mitschnipp-Nummer.
Chancen: gestiegen

19. Azerbaidschan
Duerfte von jedem Startplatz aus gut ankommen.
Chancen: gleich geblieben gut

20. Slowenien
Kommt auf den Monitoren gut rueber. Duerfte von dem spaeteren Startplatz profitieren.
Chancen: ?

21. Island
Vor Sigurjón's Friends kommt zunaechst wieder eine Werbeunterbrechung. Ich habe den Eindruck, dass die Pausen fuer die nachfolgenden Beitraege eher von Vorteil ist.
Chancen: gestiegen

22. Spanien
Kommt auf den Partys hier immer gut an, wirkt auf mich auf dem Bildschirm aber als gewoehnlicher spanischer Happy-Sound ohne "Ruf-mich-an"-Aufforderung. Bei den Jurys ohnehin ohne Erfolgsaussichten.
Chancen: gesunken

23. Ukraine
Faellt natuerlich wegen der Sandmalerin auf.
Chancen: ?

24. Serbien
Frisch und voll guter Stimmung. Kommt besonders gut nach der duesteren ukrainischen Atmosphaere.
Chancen: gestiegen

25. Georgien
Die einzige Rocknummer - wenn man von der Zirkus-Moldau-Nummer mal absieht. Wird einen lauten, knalligen Schlusspunkt setzen.
Chancen: gestiegen

Ansonsten gab es die ueblichen Probleme beim Herunterzaehlen des Countdowns. Diesmal bei dem zum Start des Votings. Erst zaehlte jeder hintereinander in einer der drei Sprachen (englisch, franzoesisch, deutsch) von drei bis eins herunter, dann alle zusammen in einem Sprachgewirr. Mal sehen, wie es dann in der Sendung wird.

Markus


Hinzuzufügen zu Markus´ Bericht ist noch neben dem bereits bekannt gewordenen Pausenact Jan Delay der bisher so geheimnisumwitterte Opener.
Stefan Raab wird nach Ankündigung, dass ja Lena als Teilnehmerin 2011 kaum ihren Titel vom Vorjahr singen könne, Satellite selber mit einer erweiterten Big Band in einer ganz eigenen, ich würde mal sagen Raab-typischen Version, singen. Im letzten Teil des Liedes kommen 42 Lena-Doubles mit den Fahnen der Gastnationen auf die Bühne, bevor dann letztlich doch Lena herself auf der Bühne mit Raab herumrockt. Wenn man genau hinhört, erkennt man sogar das Lied.
Für mich als bekennender Nicht-Raab-Fan definitiv viel zu viel Raab, aber wer ihn mag, und das sind ja nun mal sehr viele, wird hier richtig bedient. Dafür ist Anke Engelke recht zurückgenommen und uns wurde leider auch kein witziger Zwischenfilm gezeigt wie bei den Semis. Mal sehen, was noch kommt.
Im Anschluss an die erste Generalprobe, die wir nach dem letzten Ton Georgiens verlassen mussten, gab es um 18 Uhr eine Pressekonferenz der Big 5 in der Reihenfolge Frankreich, Italien, UK, Spanien und Deutschland.
Dazu werde ich morgen Vormittag etwas posten.

Jörg

 


 

SAMSTAG, 14. MAI 2011

Guten Morgen, habe heute nacht mal etwas mehr geschlafen als die Nächte zuvor. Und es wird so langsam Zeit, dass der große Abend des Jahres 2011 endlich da ist.
Ich hatte gestern noch Karten fürs Jurorenfinale und konnte mir schon mal einen Überblick über die Show verschaffen. Die Stimmung in der Halle war sehr gut und natürlich tobender Applaus bei Lenas Vortrag. Die Show wird mit einer einer neuen Version von "Satellite" eröffnet an der auch die beiden Moderatorinnen mitwirken und Lena da doch noch kurz auftaucht. Das Lied wird mit einem tollen Feuerwerk beendet. Ich weiß nicht ob das am Bildschirm so rüber kommt, aber in der Halle war das echt toll. Durch die Auslosung gewinnen bzw. verlieren für mich doch einige Titel an Kraft. Für mich ist der Gewinner Finnland mit der ersten Startnummer. Kommt sehr gut rüber und da war schon richtig gute Stimmung da . Verloren haben für mich die Titel von Irland, Ungarn und Schweden, da sie unmittelbar hintereinander kommen. Ich habe etwas den Überblick verloren, da ich momentan keinen Favoriten habe und es für mich sehr stark auf den Auftrag heute abend noch ankommen wird. Mal schauen wie das heute abend die Zuschauer sehen, bzw. die Juroren gestern gesehen haben. Heute ist in Düsseldorf noch großes Programm in der Stadt angesagt. Um 14.00 Uhr gibt es einen Brauchtumsumzug, den ich mir noch ansehen werde. Melde mich dann später noch mal zurück. Ich denke meine "Schreiberkollegen" werden hier dann auch noch vom gestrigen abend auf dem"Euroboat" berichten!

Horst


 

Um 18 Uhr hatten die Big 5 Länder noch ihre letzte Pressekonferenz. Viel Neues gab es nicht, eigentlich gar nichts.... dennoch die Ergebnisse in der Zusammenfassung:
Frankreich:
Amaury hat bereits CDs in Südafrika und Kanada veröffentlicht, nicht aber in Europa. Deshalb versucht man über den ESC den europäischen Markt zu erobern. Amaury ist fasziniert von der Qualität der Songs dieses Jahr und hätte - aus der Sicht des Sängers, nicht des Broadcasters - nichts dagegen gehabt, sich der Konkurrenz bereits im Semifinale zu stellen.
Auffällig wieder einmal, dass die französische Delegation kaum in der Lage ist, Englisch zu sprechen, selbst der Head of Delegation, Bruno Berberes, spricht eher holprig, dafür aber endlos und vor allem die Stopp-Zeichen der Moderatoren ignorierend. Da werden dann noch eben die Eltern von Amaury vorgestellt, dann noch die Erfinderin des Bühnenbildes, blablabla.....ansonsten aber: Amaury ist in der Tat sehr sympathisch. Sein Lied -und dabei bleib ich, und sei es noch so favorisiert - finde ich grauenhaft!
Italien:
Raphael ist - natürlich - stolz darauf, sein Land zu vertreten beim ESC, dabei kannte er den ESC bis vor ein paar Monaten gar nicht und wollte auch nur mitmachen, wenn genügend Leute das sehen (na, DAS kann man ja nun garantieren...). Er hatte mehrere Gigs in Jazzkellern hier in Düsseldorf, die anwesende Journalisten ziemlich beeindruckt haben. Die italienische Delegation ist bemüht zu vermitteln, dass der ESC in Italien wieder ernst genommen werden soll,was aber angesichts des ungeheuer beliebten San Remo-Festivals eine große Aufgabe ist. Gestern ist das Album von Raphael in Deutschland erschienen - und in den I-tunes-Jazz-Charts ist er bereits die Nummer eins mit seinem Album "Reality and Fantasy"...
Jan Feddersen pestete gestern auf Pro7 mal wieder mit den Worten: Das Lied gibt nur vor, gut und besonders zu sein, ist aber langweilig... (oder so ähnlich)....
Na, der muss es ja wissen. Ich find´s großartig! -
UK:
Die CD-Single von I Can ist gestern in Deutschland erschienen. Passend dazu auch die Erklärung zu kritischen Kommentaren der britischen Journalisten, warum der Song im UK nicht mehr und besser promotet wurde. Man wollte den Contest wohl abwarten, und genau auf den Punkt, wenn das Interesse an der Veranstaltung am größten ist, mit der Promotion anziehen. Blue legt Wert darauf hinzuweisen, dass für sie der Beitrag zum ESC ein Neuanfang ist und dass sie jüngeren Interpreten keine Tipps geben wollen, weil sie selber wieder Anfänger seien. Auch die UK-Delegation ist bemüht mitzuteilen, dass die Briten den ESC sehr wichtig nehmen. Immer noch und immer wieder.
Spanien:
Spanien will noch Dinge verändern zwischen erster Generalprobe und der Abendveranstaltung (Jury-Finale), da das notwenig sei nach einer Woche Bühnenpause. So wolle man die Grafik an der LED-Wand komplett verändern... Lucia erwartet oder hofft, dass der ESC ihr Türen für eine Karriere öffnet. Am meisten in Erinnerung wird ihr von Düsseldorf die Bühne bleiben. Einen Song aus der Vergangenheit, an den sie sich besonders erinnert, kann sie nicht benennen, aber sie erinnert sich, dass ihre Eltern und Großeltern den ESC immer schon gesehen haben....
Deutschland:
Da gab es auch nicht viel, was erwähnenswert wäre, außer dass für Pro7 der hässliche schmierige Elton mit seinem Kamerateam im Pressesaal war und die Kameraleute das Astro-Outfit der Backgroundsängerinnen anhatten. Das fand Lena sehr lustig und sie quiekte und johlte heftig und überrascht am Pressetisch. Inhaltlich gab sie auch etwas zum Besten: sie sei keineswegs eine Marionette der Medien, denn sie allein entscheide, was sie möchte und was nicht, und die vielen Interviewtermine seien kein Problem für sie, da sie sonst ja auch immer rede. Druck, dass sie den Titel verteidigen will und dass der ESC im eigenen Land ist, verspürt sie auch nicht.
Das war´s von der Konferenz!
Jörg


Guten Morgen!

Seit 14 Tagen  schaffe ich es heute zum ersten Mal, zu Hause am Rechner zu sitzen und etwas zu posten, bevor es gleich wieder ins Eurocafé und anschließend zur Arena geht. Für mich waren diese 2 Wochen ESC in Düsseldorf einerseits sehr aufregend, andererseits aber auch sehr anstrengend. Ich habe zum ersten Mal vorher so gut wie keine Probe gesehen, daher bin ich wahnsinnig gespannt auf das Finale heute Abend. Fast jeden Tag gab es Pressetermine oder andere Aufgaben im Eurocafé usw. Ich möchte aber noch von zwei Highlights berichten, die mir von Anfang an sehr am Herzen gelegen haben und bei denen ich an der Realisierung maßgeblich mitgewirkt habe. Am Mittwochabend gab es in der Düsseldorfer Tonhalle das Galakonzert "Grand Prix Classics" mit Ingrid Peters, Katja Ebstein, Mary Roos, Nino de Angelo, Johnny Logan und Guildo Horn. Ich hatte mir so einen Ehemaligen-Abend unbedingt für Düsseldorf gewünscht, und war daher sehr glücklich, dass der Intendant der Tonhalle, der ohnehin etwas Besonderes zum ESC bieten wollte, diese Idee begeistert aufnahm, und dadurch, dass der WDR mit ins  Boot genommen wurde, konnte sich unser Vorhaben auch realisieren lassen. Und so saß ich da nun im Parkett inmitten meiner Präsidiumskollegen und ESC-Freunde, und schon von Anfang an, als Ingrid Peters "Über die Brücke geh'n" anstimmte, war es um mich geschehen: Gänsehaut und feuchte  Augen!! Und als dann Mary Roos mit  "Aufrecht geh'n"  - meinem deutschen All-time-favourite -  begann, da war ich völlig fertig, und es kullerten wirklich ein paar Tränen, einerseits vor Rührung, andererseits aber auch Freudentränen, dass dieses einmalige Konzert realisiert werden konnte! Und unser Euroboat gestern Abend war der Knaller schlechthin, es war mit ca. 1000 Gästen so gut wie ausverkauft, und wir konnten neben einem tollen Auftritt von Igor Cukrov einmal  mehr die grandiose Nicki French erleben, die den Saal zum Kochen brachte. Schließlich begeisterte die Gruppe Wind mit ihren Titeln  von 1985 und 1987, einem Dschinghis Khan - und einem Abba-Medley, und zwischendurch und nach den Live-Acts sorgten unsere DJs Ohrmeister und Douze Points dafür, dass alle ESC-Discofans voll auf ihre Kosten kamen! Zeitweise hatte ich etwas Angst, das nagelneue Schiff MS Rhein-Fantasie könnte dem nicht  gewachsen sein, der Boden unter den tanzenden Fans bebte mitunter bedenklich!

Gleich geht es nun noch einmal zum Abschluss ins Eurocafé, um unseren Stand heute Nachmittag aufzulösen, und anschließend dann ins Pressezentrum bzw. die Halle.

Ich wünsche euch allen ein super spannendes Finale, ich habe wirklich keine Ahnung, wer gewinnt, und das ist doch das Schöne, wenn man es eben nicht schon vorher weiß oder ahnt, wie bei Rybak in Moskau. Natürlich drücke ich Lena fest die Daumen für einen superguten  (wenn möglich zweiten ) Platz ;-)))) Aber wenn sie wirklich gewinnen sollte, werden wir natürlich auch im nächsten Jahr alles tun , um zu einem Erfolg des ESC beizutragen, was uns, wie man allgemein hört, dieses Jahr schon sehr gut gelungen ist!  Wir haben zumindest alles, was uns möglich war, dafür getan.

Michael


Hallo zusammen,
jetzt will ich mich auch noch am großen Tag bei euch melden. Ich komme gerade vom letzten 'Dienst' im Eurocafe. Wie ich dort hörte, ist in der Stadt schon eine Menge los. Viele Flaggen sind zu sehen. In den letzten Tagen fielen mir besonders Niederländer, Schweden, Iren und Briten auf. Heute sind wohl etliche Franzosen angekommen. Bei schöner Atmosphäre fiebern viele Fans dem Abend entgegen.

Die meist gestellte Frage im Euroclub war die nach einer Aftershow-Party. Zur offiziellen Party in die Rheinterrassen kommen nur geladene Gäste. Der Knoten ist super, nur leider viel zu klein und das Monkeys ist heute geschlossen. Im Euroclub gibt es heute Abend ein Public Viewing, und danach normalen Barbetrieb, also keine Euroclub-Party. Da gab es viele enttäuschte Gesichter an unserem Infotisch. Hoffen wir, dass die Betreiber trotzdem ESC-Musik auflegen. Wäre doch schön, wenn man sich dort alle wiedersehen könnten, um gemeinsam nochmal zu feiern, anstatt auf der Suche nach einer ESC-Party orientierungslos durch die Altstadt zu laufen.

Jetzt aber erstmal viel Spaß beim Finale, ob auf Privatfeiern, beim Public-Viewing oder in der Arena!!!
Markus


Wie heute morgen angekündigt, war ich noch in die Altstadt um mir den "Brauchtumsumzug" anzusehen. Für mich war das eher ein Karnevalsumzug im Mai, aber sehr schön gemacht. Die erste Gruppe kam mit den Flaggen aller teilnehmenden Eurovisionsländer. Verschiedene Karnevalsgruppen, Schützenvereine und sonstige Musikgruppen sorgten für gute Laune beim Publikum. Düsseldorf hat sich wirklich sehr viel einfallen lassen um ein guter Gastgeber zu sein. Ich hoffe das entsprechende Feedback aus den Gastländern wird, sofern nicht schon geschehen, noch kommen.  So ich sitze jetzt im Pressezentrum und schaue mir gerade die Probe für heute abend an. Momentan ist gerade die Wertung dran. Ist echt lustig, so emotionslos werde ich heute abend nicht da sitzen können!
Ich wünsche Euch allen einen schönen abend, den Verantwortlichen hier: drücke ich die Daumen, dass es keine Pannen gibt und uns allen einen würdigen Sieger 2011 mit einem Superhit in Europa! ... Schade das das, was hier momentan über den Bildschirm geht, nicht gesendet wird. Anke Engelke ist einfach spitze !!!  Sie singt gerade das Siegerlied.......... das bisher kein Mensch gehört hat.... der Abspann läuft...
Uns  allen dann den besten Abend des Jahres 2011!!!! 

Horst

Wenn Weihnachten und Ostern zusammenfallen.... ist in der Regel das Finale des Eurovision Song Contest...
zwei Wochen sind jetzt vorbei, seit wir hier am 30.4. unsere Akkreditierungen holten und über das ungeheure Pressezentrum staunten. Einen Tag später ging es dann zur ersten Probe, zu Polen, erstmals für uns in die Halle und anschließend zu den Pressekonferenzen. Inzwischen ist das alles schon so vertraut und selbstverständlich, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, dass dies vermutlich schon der letzte Beitrag aus dem Pressezentrum von mir sein wird.
Wir haben hier zwei Wochen viel Spaß gehabt, haben versucht, immer ehrlich, manchmal ein bisschen böse, dafür aber hoffentlich humorvoll und natürlich nicht immer sehr objektiv von allen Proben und Konferenzen und auch vom Drumherum zu berichten. Wie viele bunte Bilder haben wir gesehen, wie viele gescheiterte Frisuren, dramatische und vergeigte Choreographien, peinliche bis traumhafte Roben.... einiges wurde noch zum Besseren verändert, anderes wiederum ist geblieben und lässt uns fragend und verständnislos zurück... dazu gehören der Kinderkanal-Auftritt der Esten genauso wie der unsägliche Fummel samt Begleitpersonal der Ungarin. Das Burda-Schnittmuster der Ukrainerin ist weg, stattdessen steht sie vor der Sandmalerin als gerupftes Huhn ("Das sind NATÜRLICH echte Federn!!") auf der Bühne. Offensichtlich hat man das Huhn aus der Türkeinummer schnell als Ukrainerin verkleidet - so weit liegt das alles ja geographisch auch nicht auseinander, und bei den Kenntnissen unserer ARD-Moderatoren und Gästen sind schließlich Finnland und Griechenland dasselbe und liegt Asebaidschan an der bulgarisch-rumänischen Grenze....was macht das also schon...?
Gut - in anderthalb Stunden öffnen sich die Türen der Halle... in viereinhalb stunden geht es los. Und dann wissen wir dreieinhalb Stunden später endlich, wie sich unser Geschmack mit dem Europas deckt.
Auf den Monitoren im PZ ist gerade die letzte Probewertung in der Halle zu Ende gegangen - gewonnen hat dort die Ukraine und Anke Engelke steht gerade auf der Bühne und spielt und singt den Ukrainischen Beitrag in Pseudo-Chinesisch. Applaus hier im Pressezentrum.
Was für ein Abschluss!
Ich wünsche allen einen tollen Abend
Jörg

 

Guten morgen, habe heute nacht mal etwas mehr geschlafen als die Nächte zuvor. Und es wird so langsam Zeit, dass der große Abend des Jahres 2011 endlich da ist.
Ich hatte gestern noch Karten fürs Jurorenfinale und konnte mir schon mal einen Überblick über die Show verschaffen. Die Stimmung in der Halle war sehr gut und natürlich tobender Applaus bei Lenas Vortrag. Die Show wird mit einer einer neuen Version von "Satellite" eröffnet an der auch die beiden Moderatorinnen mitwirken und Lena da doch noch kurz auftaucht. Das Lied wird mit einem tollen Feuerwerk beendet. Ich weiß nicht ob das am Bildschirm so rüber kommt, aber in der Halle war das echt toll. Durch die Auslosung gewinnen bzw. verlieren für mich doch einige Titel an Kraft. Für mich ist der Gewinner Finnland mit der ersten Startnummer. :o :Kommt sehr gut rüber und da war schon richtig gute Stimmung da . Verloren haben für mich die Titel von Irland, Ungarn und Schweden, da sie unmittelbar hintereinander kommen. Ich habe etwas den Überblick verloren, da ich momentan keinen Favoriten habe und es für mich sehr stark auf den Auftrag heute abend noch ankommen wird. Mal schauen wie das heute abend die Zuschauer sehen, bzw. die Juroren gestern gesehen haben. Heute ist in Düsseldorf noch großes Programm in der Stadt angesagt. Um 14.00 Uhr gibt es einen Brauchtumsumzug, den ich mir noch ansehen werde. Melde mich dann später noch mal zurück. Ich denke meine "Schreiberkollegen" werden hier dann auch noch vom gestrigen abend auf dem"Euroboat" berichten!

Horst

 

Um 18 Uhr hatten die Big 5 Länder noch ihre letzte Pressekonferenz. Viel Neues gab es nicht, eigentlich gar nichts.... dennoch die Ergebnisse in der Zusammenfassung:
Frankreich:
Amaury hat bereits CDs in Südafrika und Kanada veröffentlicht, nicht aber in Europa. Deshalb versucht man über den ESC den europäischen Markt zu erobern. Amaury ist fasziniert von der Qualität der Songs dieses Jahr und hätte - aus der Sicht des Sängers, nicht des Broadcasters - nichts dagegen gehabt, sich der Konkurrenz bereits im Semifinale zu stellen.
Auffällig wieder einmal, dass die französische Delegation kaum in der Lage ist, Englisch zu sprechen, selbst der Head of Delegation, Bruno Berberes, spricht eher holprig, dafür aber endlos und vor allem die Stopp-Zeichen der Moderatoren ignorierend. Da werden dann noch eben die Eltern von Amaury vorgestellt, dann noch die Erfinderin des Bühnenbildes, blablabla.....ansonsten aber: Amaury ist in der Tat sehr sympathisch. Sein Lied -und dabei bleib ich, und sei es noch so favorisiert - finde ich grauenhaft!
Italien:
Raphael ist - natürlich - stolz darauf, sein Land zu vertreten beim ESC, dabei kannte er den ESC bis vor ein paar Monaten gar nicht und wollte auch nur mitmachen, wenn genügend Leute das sehen (na, DAS kann man ja nun garantieren...). Er hatte mehrere Gigs in Jazzkellern hier in Düsseldorf, die anwesende Journalisten ziemlich beeindruckt haben. Die italienische Delegation ist bemüht zu vermitteln, dass der ESC in Italien wieder ernst genommen werden soll,was aber angesichts des ungeheuer beliebten San Remo-Festivals eine große Aufgabe ist. Gestern ist das Album von Raphael in Deutschland erschienen - und in den I-tunes-Jazz-Charts ist er bereits die Nummer eins mit seinem Album "Reality and Fantasy"...
Jan Feddersen pestete gestern auf Pro7 mal wieder mit den Worten: Das Lied gibt nur vor, gut und besonders zu sein, ist aber langweilig... (oder so ähnlich)....
Na, der muss es ja wissen. Ich find´s großartig! -
UK:
Die CD-Single von I Can ist gestern in Deutschland erschienen. Passend dazu auch die Erklärung zu kritischen Kommentaren der britischen Journalisten, warum der Song im UK nicht mehr und besser promotet wurde. Man wollte den Contest wohl abwarten, und genau auf den Punkt, wenn das Interesse an der Veranstaltung am größten ist, mit der Promotion anziehen. Blue legt Wert darauf hinzuweisen, dass für sie der Beitrag zum ESC ein Neuanfang ist und dass sie jüngeren Interpreten keine Tipps geben wollen, weil sie selber wieder Anfänger seien. Auch die UK-Delegation ist bemüht mitzuteilen, dass die Briten den ESC sehr wichtig nehmen. Immer noch und immer wieder.
Spanien:
Spanien will noch Dinge verändern zwischen erster Generalprobe und der Abendveranstaltung (Jury-Finale), da das notwenig sei nach einer Woche Bühnenpause. So wolle man die Grafik an der LED-Wand komplett verändern... Lucia erwartet oder hofft, dass der ESC ihr Türen für eine Karriere öffnet. Am meisten in Erinnerung wird ihr von Düsseldorf die Bühne bleiben. Einen Song aus der Vergangenheit, an den sie sich besonders erinnert, kann sie nicht benennen, aber sie erinnert sich, dass ihre Eltern und Großeltern den ESC immer schon gesehen haben....
Deutschland:
Da gab es auch nicht viel, was erwähnenswert wäre, außer dass für Pro7 der hässliche schmierige Elton mit seinem Kamerateam im Pressesaal war und die Kameraleute das Astro-Outfit der Backgroundsängerinnen anhatten. Das fand Lena sehr lustig und sie quiekte und johlte heftig und überrascht am Pressetisch. Inhaltlich gab sie auch etwas zum Besten: sie sei keineswegs eine Marionette der Medien, denn sie allein entscheide, was sie möchte und was nicht, und die vielen Interviewtermine seien kein Problem für sie, da sie sonst ja auch immer rede. Druck, dass sie den Titel verteidigen will und dass der ESC im eigenen Land ist, verspürt sie auch nicht.
Das war´s von der Konferenz!
Jörg

Guten Morgen!

Seit 14 Tagen schaffe ich es heute zum ersten Mal, zu Hause am Rechner zu sitzen und etwas zu posten, bevor es gleich wieder ins Eurocafé und anschließend zur Arena geht. Für mich waren diese 2 Wochen ESC in Düsseldorf einerseits sehr aufregend, andererseits aber auch sehr anstrengend. Ich habe zum ersten Mal vorher so gut wie keine Probe gesehen, daher bin ich wahnsinnig gespannt auf das Finale heute Abend. Fast jeden Tag gab es Pressetermine oder andere Aufgaben im Eurocafé usw. Ich möchte aber noch von zwei Highlights berichten, die mir von Anfang an sehr am Herzen gelegen haben und bei denen ich an der Realisierung maßgeblich mitgewirkt habe. Am Mittwochabend gab es in der Düsseldorfer Tonhalle das Galakonzert "Grand Prix Classics" mit Ingrid Peters, Katja Ebstein, Mary Roos, Nino de Angelo, Johnny Logan und Guildo Horn. Ich hatte mir so einen Ehemaligen-Abend unbedingt für Düsseldorf gewünscht, und war daher sehr glücklich, dass der Intendant der Tonhalle, der ohnehin etwas Besonderes zum ESC bieten wollte, diese Idee begeistert aufnahm, und dadurch, dass der WDR mit ins Boot genommen wurde, konnte sich unser Vorhaben auch realisieren lassen. Und so saß ich da nun im Parkett inmitten meiner Präsidiumskollegen und ESC-Freunde, und schon von Anfang an, als Ingrid Peters "Über die Brücke geh'n" anstimmte, war es um mich geschehen: Gänsehaut und feuchte Augen!! Und als dann Mary Roos mit "Aufrecht geh'n" - meinem deutschen All-time-favourite - begann, da war ich völlig fertig, und es kullerten wirklich ein paar Tränen, einerseits vor Rührung, andererseits aber auch Freudentränen, dass dieses einmalige Konzert realisiert werden konnte! Und unser Euroboat gestern Abend war der Knaller schlechthin, es war mit ca. 1000 Gästen so gut wie ausverkauft, und wir konnten neben einem tollen Auftritt von Igor Cukrov einmal mehr die grandiose Nicki French erleben, die den Saal zum Kochen brachte. Schließlich begeisterte die Gruppe Wind mit ihren Titeln von 1985 und 1987, einem Dschinghis Khan - und einem Abba-Medley, und zwischendurch und nach den Live-Acts sorgten unsere DJs Ohrmeister und Douze Points dafür, dass alle ESC-Discofans voll auf ihre Kosten kamen! Zeitweise hatte ich etwas Angst, das nagelneue Schiff MS Rhein-Fantasie könnte dem nicht gewachsen sein, der Boden unter den tanzenden Fans bebte mitunter bedenklich!

Gleich geht es nun noch einmal zum Abschluss ins Eurocafé, um unseren Stand heute Nachmittag aufzulösen, und anschließend dann ins Pressezentrum bzw. die Halle.

Ich wünsche euch allen ein super spannendes Finale, ich habe wirklich keine Ahnung, wer gewinnt, und das ist doch das Schöne, wenn man es eben nicht schon vorher weiß oder ahnt, wie bei Rybak in Moskau. Natürlich drücke ich Lena fest die Daumen für einen superguten (wenn möglich zweiten ) Platz ;-)))) Aber wenn sie wirklich gewinnen sollte, werden wir natürlich auch im nächsten Jahr alles tun , um zu einem Erfolg des ESC beizutragen, was uns, wie man allgemein hört, dieses Jahr schon sehr gut gelungen ist! Wir haben zumindest alles, was uns möglich war, dafür getan.

Michael

Hallo zusammen,
jetzt will ich mich auch noch am großen Tag bei euch melden. Ich komme gerade vom letzten 'Dienst' im Eurocafe. Wie ich dort hörte, ist in der Stadt schon eine Menge los. Viele Flaggen sind zu sehen. In den letzten Tagen fielen mir besonders Niederländer, Schweden, Iren und Briten auf. Heute sind wohl etliche Franzosen angekommen. Bei schöner Atmosphäre fiebern viele Fans dem Abend entgegen.

Die meist gestellte Frage im Euroclub war die nach einer Aftershow-Party. Zur offiziellen Party in die Rheinterrassen kommen nur geladene Gäste. Der Knoten ist super, nur leider viel zu klein und das Monkeys ist heute geschlossen. Im Euroclub gibt es heute Abend ein Public Viewing, und danach normalen Barbetrieb, also keine Euroclub-Party. Da gab es viele enttäuschte Gesichter an unserem Infotisch. Hoffen wir, dass die Betreiber trotzdem ESC-Musik auflegen. Wäre doch schön, wenn man sich dort alle wiedersehen könnten, um gemeinsam nochmal zu feiern, anstatt auf der Suche nach einer ESC-Party orientierungslos durch die Altstadt zu laufen.

Jetzt aber erstmal viel Spaß beim Finale, ob auf Privatfeiern, beim Public-Viewing oder in der Arena!!!
Markus

Wie heute morgen angekündigt, war ich noch in die Altstadt um mir den "Brauchtumsumzug" anzusehen. Für mich war das eher ein Karnevalsumzug im Mai, aber sehr schön gemacht. Die erste Gruppe kam mit den Flaggen aller teilnehmenden Eurovisionsländer. Verschiedene Karnevalsgruppen, Schützenvereine und sonstige Musikgruppen sorgten für gute Laune beim Publikum. Düsseldorf hat sich wirklich sehr viel einfallen lassen um ein guter Gastgeber zu sein. Ich hoffe das entsprechende Feedback aus den Gastländern wird, sofern nicht schon geschehen, noch kommen. So ich sitze jetzt im Pressezentrum und schaue mir gerade die Probe für heute abend an. Momentan ist gerade die Wertung dran. Ist echt lustig, so emotionslos werde ich heute abend nicht da sitzen können!
Ich wünsche Euch allen einen schönen abend, den Verantwortlichen hier: drücke ich die Daumen, dass es keine Pannen gibt und uns allen einen würdigen Sieger 2011 mit einem Superhit in Europa! ... Schade das das, was hier momentan über den Bildschirm geht, nicht gesendet wird. Anke Engelke ist einfach spitze !!! Sie singt gerade das Siegerlied.......... das bisher kein Mensch gehört hat.... der Abspann läuft...
Uns allen dann den besten Abend des Jahres 2011!!!!

Horst

 

Wenn Weihnachten und Ostern zusammenfallen.... ist in der Regel das Finale des Eurovision Song Contest...
zwei Wochen sind jetzt vorbei, seit wir hier am 30.4. unsere Akkreditierungen holten und über das ungeheure Pressezentrum staunten. Einen Tag später ging es dann zur ersten Probe, zu Polen, erstmals für uns in die Halle und anschließend zu den Pressekonferenzen. Inzwischen ist das alles schon so vertraut und selbstverständlich, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, dass dies vermutlich schon der letzte Beitrag aus dem Pressezentrum von mir sein wird.
Wir haben hier zwei Wochen viel Spaß gehabt, haben versucht, immer ehrlich, manchmal ein bisschen böse, dafür aber hoffentlich humorvoll und natürlich nicht immer sehr objektiv von allen Proben und Konferenzen und auch vom Drumherum zu berichten. Wie viele bunte Bilder haben wir gesehen, wie viele gescheiterte Frisuren, dramatische und vergeigte Choreographien, peinliche bis traumhafte Roben.... einiges wurde noch zum Besseren verändert, anderes wiederum ist geblieben und lässt uns fragend und verständnislos zurück... dazu gehören der Kinderkanal-Auftritt der Esten genauso wie der unsägliche Fummel samt Begleitpersonal der Ungarin. Das Burda-Schnittmuster der Ukrainerin ist weg, stattdessen steht sie vor der Sandmalerin als gerupftes Huhn ("Das sind NATÜRLICH echte Federn!!") auf der Bühne. Offensichtlich hat man das Huhn aus der Türkeinummer schnell als Ukrainerin verkleidet - so weit liegt das alles ja geographisch auch nicht auseinander, und bei den Kenntnissen unserer ARD-Moderatoren und Gästen sind schließlich Finnland und Griechenland dasselbe und liegt Asebaidschan an der bulgarisch-rumänischen Grenze....was macht das also schon...?
Gut - in anderthalb Stunden öffnen sich die Türen der Halle... in viereinhalb stunden geht es los. Und dann wissen wir dreieinhalb Stunden später endlich, wie sich unser Geschmack mit dem Europas deckt.
Auf den Monitoren im PZ ist gerade die letzte Probewertung in der Halle zu Ende gegangen - gewonnen hat dort die Ukraine und Anke Engelke steht gerade auf der Bühne und spielt und singt den Ukrainischen Beitrag in Pseudo-Chinesisch. Applaus hier im Pressezentrum.
Was für ein Abschluss!
Ich wünsche allen einen tollen Abend
Jörg

 


 

SONNTAG, 15. MAI 2011

Nun ist also das eingetroffen, was einige von uns "befürchtet", andere aber auch freudig begrüßt haben: Es geht nächstes Jahr nach Baku! Ich persönlich bin mit dem Sieger sehr zufrieden, und alles Weitere wird sich finden ;-)
Ich fand es ein sehr, sehr starkes Finale, fand Lena großartig und war wahnsinnig überrascht über den 2. Platz für Italien. Wieder einmal mehr hat sich gezeigt, dass Wettquoten nicht viel taugen. Nachzutragen ist noch kurz, dass die offizielle Aftershowparty in den Düsseldorfer "Rheinterrassen" stattfand, es gab Rotkäppchensekt, kleine Schüsselchen mit "Himmel un ääd" (Kartoffelpüree, gebratene Blutwurst und Apfel) und fischiges Fingerfood, sehr laute Musik (natürlich keine ESC-Musik- wie immer auf den Aftershowpartys). Einige Interpreten waren da, Jedward, Alex Sparrow, Daria Kinzer, sicher noch viele andere, die ich aber in der Menge nicht entdeckt habe. Als ich um 4.30 ging, kamen gerade die Schweden.
Eine ausführliche Berichterstattung und Nachlese gibt es dann in der nächsten T.O.M.
Aus ECG-Sicht war der ESC in Düsseldorf ein großer Erfolg, so dass sich unsere monatelange Vorbereitung und Arbeit wirklich gelohnt hat. Gestern Nachmittag feierten Hunderte von Fans aus ganz Europa im Eurocafé und auf der Ratinger Straße voller Vorfreude eine tolle Party, und das bestätigte uns noch einmal, wie großartig die Eurovisions-Stimmung in Düsseldorf insgesamt war. Düsseldorf war aus Fansicht, wie wir durchgehend von unseren ausländischen Fans bestätigt bekamen, ein Highlight in der ESC-Geschichte, wenn auch mit deutlichen Abstrichen, was den Euroclub betrifft.
Nun kehren wir alle ins "normale" Leben zurück, ich habe mir den Montag noch zur Erholung gegönnt, obwohl ich jetzt eigentlich gut noch 2 Wochen Urlaub gebrauchen könnte!
Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen Freunden und Mitgliedern des ECG, die uns in den letzten Wochen so toll unterstützt haben, an welcher Stelle auch immer - sei es beim Packen von 2000 Fanrucksäcken, beim Dienst am Fandesk im Pressezentrum und im Eurocafé -, bei unseren eifrigen Tagebuchautoren, beim gesamten ECG-Präsidium, aber vor allem bei unserem DJ Ohrmeister, Konstantin, für die großartige Unterstützung bei den Vorbereitungen hier in Düsseldorf sowie bei unserer Vizepräsidentin Anke, die die Vergabe und Sitzverteilung der über 2000 Ticketpakete, die an alle nationalen Fanclubs gingen, so souverän gemeistert hat, die die Autogrammstunden der Interpreten im Eurocafé organisiert und die uns allen eine unvergessliche Fanclubparty im Euroclub mit über 20 Auftritten beschert hat!
Der ESC in Düsseldorf war für uns eine immense Herausforderung, aber ich denke, wir können stolz sein auf das, was wir erreicht haben!

Michael


Oslo-Blog 2010


SONNTAG, 16. Mai 2010

Hallo aus dem wolkenbruchverregneten Oslo, nachdem unser Präsident mich gerade fragte, wie ich heisse (???) und Anke nach einem Lachkrampf wegen meines Fotos auf dem Presseausweis (GRRRRR) vor Lachen untern Tisch gefallen ist, schreibe ich mal kurz einige erste Eindruecke, bevor die erste Probe losgeht.
Gleich bei der Ankunft am Flughafen fielen uns die "Share the moment"-Plakate auf, die ueberall zu sehen sind. In gross und klein, oben und unten, ueberall war der ESC zugegen. Prima. Und auch in der Stadt sind viele Infoplakate, und sogar Autos mit dem Logo des diesjaehrigen Festivals duesen durch die Stadt.
Am Bahnhof hingen jede Menge "Vote for Shine, Georgia"-Plakate. Soviel zum Thema "sparen wegen Wirtschaftskrise".

So, die Halle bzw, Olia ruft, bis gleich.

LG
Erwin


 

So, die erste Probe ist gelaufen. Moldau eröffnet seine Show mit einer Geige, die von einem blauen Lichtschlauch eingefasst ist, und mit sich drehenden Leuten, bevor Olia aus dem Hintergrund stimmlich gut zu singen beginnt. Ich mag den Song und die Performance ist solide, aber auch nicht der Brueller. Bisschen Angst habe ich, dass sie schnell "Lost and forgotten" sein könnten, um den anschliessend auftretenden Russen zu zitieren.

Peter Nalitsch steht mit Band in einem Sternenhimmel und klingt live schon sehr gut bis fast bombastisch. Starker Auftritt, auch wenn anscheinend ähnlich wie beim Vorentscheid auf der Buehne nicht viel passiert. Aber insgesamt sehr stimmig.

Das Pressezentrum befindet sich in einem Zelt an der Halle. Toiletten gibt es keine, nur einige Klowagen, die neben dem Zelt stehen. Wie in Ormont auf der Kirmes... Und auch in der Halle kann man nicht auf eine Toilette gehen, sondern muss durch den Regen zu besagten Klowagen latschen. Na ja...

Erwin


 

So, ich wollte auch mal mit einem "so" anfangen.

Wohnungsmaessig sind Michael und ich grad das,was sich auf der Buehne abspielt: lost and forgotten.
Wir haben explizit eine Wohnung gebucht, in der man nicht durch's Wohnzimmer ins Bad gehen muss. Weil einer von uns in eben jenem schläft. Was haben wir bekommen? Eine Wohnung, in der man durch's Wohnzimmer ins Bad geht. Zudem haben wir wenig Platz, kein Licht und keinen Sauerstoff - direkt unter dem Dach in der 5. Etage ohne Aufzug. Na herzlichen Dank. Vielleicht koennen wir heute Abend umziehen, hab mich gestern schon beim Vermieter beschwert.

Probenmaessig gibt es nichts wirklich Neues. Immerhin ist es vom Pressezentrum in die Halle nicht weit. Nur nass. Aber nachdem man erst 5mal komplett durchweicht, leicht angetrocknet und wieder klatschenass ist, macht einem das irgendwann auch nichts mehr.

Scheinbar wollen die Leute aus Moldawien pressekonferieren. Mal rueberhueppen.


 

Guten Morgen aus Oslo nun auch von mir. Gestern angekommen, schon gleich der erste Schock, weil wir nicht das Apartment bekommen haben, das wir gebucht hatten, jetzt hängen wir unter dem Dach, total stickig, ein kleines Fenster lässt sich nur etwas öffnen, die Beleuchtung beschränkt sich auf eine Stehlampe in der Ecke, wir müssen unbedingt sehen, dass wir da eine andere Lösung finden, das halte ich 14 Tage nicht aus! Auf den Schreck hin sind wir dann erstmal was essen gegangen, war ganz gut, zwar teurer als bei uns, aber jetzt auch nicht so astronomisch wie erwartet.
Der Vorteil der Wohnung ist der kurze Weg zum Radisson Hotel, wo die Shuttle-Busse zur Halle abfahren. Hier bekam ich den nächsten Schreck: ich hasse ja eigentlich diese Pressezentren in Zelten, immer muss man raus laufen, um zur Halle zur kommen, es regnet in Strömen, Toiletten gibt es nicht, nur solche Kirmes-Toilettenwagen... In der Halle kann man nicht sitzen, sondern die Proben nur stehend verfolgen. Das haben wir gerade bei Moldau und Russland gemacht. Die Bühne ist eigentlich nur eine große Plattform mit Catwalk, dahinter eine große LED-Wand, mal mit bunten Ornamenten (bei Moldau), dann mit Sternenhimmel (bei Russland), es gibt keine Videowände. Pressekonferenzen gibt es erst nach dem 2. Probendurchlauf, ansonsten eher sog. "intime Pressekonferenzen", gleich mal sehen, was das bedeutet.
Hörte sich das alles jetzt zu negativ an? Es kann ja nur besser werden.
Bis später,
Michae
l


Ich beginne jetzt nicht mit "so"

Die ersten Pressekonferenzen sind gelaufen. Das Ganze wird bewusst im kleinen Rahmen abgehalten, weil wohl noch eher wenig Leute hier vor Ort sind und im grossen Konferenzraum die Leere nicht so dolle waere.

Moldau gab sich extrem flippig und gut gelaunt, war schon hart an der Schmerzgrenze.
Richtig witzig war danach Peter Nalitch, der z.B. auf die Frage, ob er sagen koenne, worum es in seinem Lied ging, mit einem "I don`t know" antwortete und auch sonst oft die Lacher auf seiner Seite hatte. Insgesamt erinnern die Pressekonferenzen eher an eine Talkshow, ab und zu stellt auch mal ein Fan oder Journalist eine Frage, ansonsten redet der Moderator. Er macht auch mit allen einen kleinen Norwegentest, mit Fragen wie "Wie heisst die Hauptstadt von Norwegen?" (bisher hat komischerweise noch niemand "Stockholm" gesagt) oder wie oft Norwegen den ESC gewonnen hat. Und als Kroenung will er den Namen eines norwegsichen Fussballers wissen. Alles eher droege bisher.
Dafuer verlauft alle sehr geordnet, was auch daran liegt, dass es den Delegationen verboten ist, im Presseraum Promomaterial zu verteilen. Da hat man wohl aus den Dramen der Vergangenheit gelernt.

Interessanterweise haben sowohl Estland als auch Russland als Favoriten auf den Sieg Lettland und ... DEUTSCHLAND genannt. Beides finde ich suuuuper! Fazit bisher: Die Norwegen hier sind alle sehr nett und geben sich grosse Muehe, aber es ist doch noch ziemlich zaeh. Ich habe ja nur Belgrad als Vergleich bisher, aber damals war mein erster Eindruck deutlich poistiver. Aber warten wir mal ab, was noch kommt.

Jetzt habe ich erstmal Hunger. Fuer den Moment erstmal Tschuess aus dem dauerverregneten Oslo!

Erwin


Nach der estnischen PK war erstmal Mittagspause, und wir haben dieses Mal wirklich einen richtigen "Speisesaal" mit einem Angebot eines warmen Hauptgerichts (heute "Pasta Bolognese" für 85 Kronen, d.s. ca.11,33 EUR, wir haben uns für einen Caesar's Salat entschieden für 8,66 EUR. Ist ja schonmal ein Fortschritt, wenn ich an die Mikrowellen-aufgewärmten Croissants mit Schinken und Plastikfolie in Moskau denke. Direkt neben dem Restaurant gibt es eine Lounge  und theoretisch auch eine Außenterrasse (heute allerdings wegen Überschwemmung nicht nutzbar!)

 

Pressezentrum   Pressezentrum 2

 

Pressezentrum Lounge

 

Die slowakische Probe habe ich nur am Monitor gesehen, Kristina trug das Outfit aus der VE, hat irritierender Weise einen neuen Mittelteil im Lied, fand ich etwas befremdlich, und das Singen sollte sie noch etwas üben. 

 

solwakei

 

Gerade stehen die Finninnen im Nebel und strahlen so blendend weiß, das es fast in den Augen weh tut, dazu ein blauer Hintergrund, an dem kreisförmig angeordnete Birnen an und ausgehen. Ich hätte nicht gedacht, dass die Birnen aus München 1983 noch funktionieren , und sind die nicht verboten??? Vom Himmel hängt ein "Perlenvorhang" aus Glühbirnen.

Ich muss sagen, bisher bin ich von dieser Bühne und ihren Effekten eher enttäuscht, gut, dass Yohanna letztes Jahr mit ihrem Delphin angereist ist, dieses Jahr hätte sie Probleme damit bekommen.

Michael


Finnland verteilte vor der PK Zettel mit dem finnischen Liedtext, alle sollten mitsingen, was sich naturgemäß äußerst schwierig gestaltete, da gibt es ja Wörter...

 

finnland


Ansonsten sind die beiden äußerst sympathisch. Die Lettin wirkte bei der Probe auf mich sehr ängstlich und verkrampft, als Deko hingen schwarze Vorhänge im Hintergrund herunter, ziemlich trübe, aber wahrscheinlich trägt sie dann ein entsprechend helles Outfit, sonst sieht man nämlich nur ihre blonden Haare. Sie neigt ein wenig zum Pressen und Schreien, auf CD gefällt es mir deutlich besser. Gerade hüpft der Serbe, ihm haben sie ein paar Plexiglas-Stelen auf die Bühne gestellt, erinnert an Stockholm, sieht schon besser aus als bei den vorherigen.

Michael


serbien

 

 

 

Milan Stankovic probt grad, sympathisches Kerlchen, aber schwacher Song. Kennt man einen Bregovic, kennt man alle.
Fräulein Kristina spricht kein Englisch, ich hoffe sie hat wenigstens Ohren. Ihre Gesangsleistung war sehr schwach, jetzt mal freundlich ausgedrueckt.

Dann haette ich um ein Haar jemanden in der Halle begruesst, der 2m neben mir stand. Als ich den Mund öffnete fiel mir auf, dass nur ich Gjoko Taneski kenne, er mich aber nicht. Der gute Mann ist aufgrund seiner Flugangst 3 Tage lang mit dem Auto durch Europa gefahren, war vermutlich auch besser so, er zieht schon ne eigene Aschewolke hinter sich her. Als wir die Halle wieder verliessen, quarzte er draussen vor der Tuer.

Bosnien wird gleich proben, ich fliege in die Halle!

Anke


Ein Wort noch zu dieser neuen Art von Pressekonferenzen nach der ersten Probe: Statt auf dem Podium sitzen die Protagonisten jetzt mit dem Moderator seitlich in einer gemütliche Sofaecke, der Moderator stellt eigentlich die meisten Frage selbst, lässt dann zwischendurch was singen und dann kommen halt doch die unvermeidlichen üblichen Fragen der üblichen Fragensteller. Also was das betrifft, hat diese Art der PK dann doch etwas für sich, weil sich diese Fragestunde entsprechend verkürzt. Am Schluss werden jeder Delegation als Quiz 10 Fragen gestellt, beginnend mit "Wie heißt die Hauptstadt von Norwegen", wieviel Einwohner hat Norwegen, welche Grenzen hat es, wie heißt ein norwegischer Fußballer, wie oft hat Norwegen den ESC gewonnen, hat Norwegen eine Monarchie oder einen Präsidenten usw..., Finnland waren die ersten , die 10 von 10 Punkten erreicht haben, ist ja auch nicht so einfach!

Michael


Ich bin ja sehr enttäuscht, dass die Letten die aus meiner Sicht geniale Waschweiber-Performance geändert haben. Auf der PK eben gab Aisha als Grund an, dass der Text des Liedes zu ernst sei, als das man durch eine Performance davon ablenken wolle oder das Ganze gar als Joke auffassen könnte. Man will mit dem Song punkten, nicht mit der Darbietung. Lobenswert und sicher Sinn und Zweck eines SONG Contests, aber ich fuerchte, das geht schief.

Die Finninnen mit ihrer erfrischenden und offenen Art sowie die Russen waren bisher fuer mich klar die Gewinner, was die Pressekonferenz anging.

Erwin


Wir sind inzwischen wieder "zu Hause" angekommen und haben gleich einen Termin mit unserem Vermieter, mal sehen, was dabei herauskommt, über Bosnien wird Anke später noch berichten. Ansonsten war es das für heute, heute Abend um 22.00 wird der Euro-Club offiziell eröffnet, evtl. gehen einige von uns noch hin. Kurz vor der Abfahrt von der Halle tauchte Hera noch auf und freute sich sehr, uns wieder zu sehen, wir natürlich auch. Sie ist guter Dinge und freut sich auf ihre Probe morgen.

Michael

 

bosnien

 

 


 

MONTAG, 17. Mai 2010

God morgen!

Im Pressezentrum geht's derweil noch sehr beschaulich zu. Die meisten Leute schlafen noch, gestern wurde der Euroclub eröffnet, der m.E. aber ein totaler Reinfall ist. Nur der in Istanbul soll noch kleiner gewesen sein.
Noch dazu bietet die Butze nur wenige Möglichkeiten, sich mal hinzusetzen. Das geht entweder draussen auf der Raucherterasse oder in der benachbarten Bar. Bei unserem Eintreffen wurde die uebliche Chartmusik gedudelt, später legte Miran aus Slowenien auf, nach 40min kam eine katastrophale Liveband. Madame Sängerin verjaulte gleich mal "Invincible" und spätestens bei "Release me" standen allen die Haare zu Berge. Die Musik war zudem zu laut, die Bässe wummerten in allen Körperregionen - Hilfe! Michael und ich sind nach etwa 1,5 Stunden gefluechtet.

Gestern Abend ist Michael uebrigens noch umgezogen. Unsere Vermietung scheint fest in albanischer Hand zu sein, aber sie waren recht verständnisvoll und haben und ein Angebot unterbreitet. Dabei gab es zwar auch wieder ein Missverständnis (ich bin jetzt noch im grossen sauerstoffreien Apartment mit Dachschrägen *aua* geblieben), während Michael ein kleines Einzimmer-Apartment in der 1. Etage bezogen hat. Er darf trotzdem zum Essen kommen.
Heute soll ich auch ein kleines Apartment kriegen. Lueftungsmässig ergaben sich Fortschritte durch das Offenlassen der Schlafzimmertuer und der recht gewaltsamen Öffnung des winzigen Fensterchens ueber dem Bett. Mal schauen ob wie versprochen bei meiner Rueckkehr ein Schluessel in der Wohnung liegt und ich meinen Koffer dann nach gestrigem hektischen Ein- endlich endlich auspacken darf.

Was hat sich heute getan... bisher hat Marcin Mrozinski geprobt. Irgendwo in der polnischen Tatra hat er noch ein paar Muttis in Kostuemen aufgetrieben. Die waren wohl grad bei der Apfelernte, selbige rollen nämlich ständig ueber die Buehne und werden gleich mal abgeknabbert. Marcin stirbt am Ende geplant gesanglich den Heldentod. Joa. Nun. Das Schlimme: ich beginne schon wieder damit, mir alles schön zu hören.

 

polen  polen2



Tom Dice hat seinen Hut heute im Hotel vergessen. Ich find das Lied ja auch irgendwo ganz nett, aber der Typ selbst ist der Schwachpunkt im Gesamtpaket. Leider null Ausstrahlung, da kannste so geschickt rumleuchten wie du willst. Vukasin gewinnt durch Nebel und Lampen, Tom wirkt h immer wie ein belgisches Strassenkind, das fuer ne Tuete Fritten ein Liedchen klampft.

Anke


Ach ja, so schlimm ist es ja auch nicht, für mich ist Belgien im 1. Semi nach dem gestrigen Tag endlich mal ein Highlight, ich find's schön, klar, er hat nicht die Wahnsinnsaustrahlung, zumal er gerade ohne Hut probt, aber nach dem polnischen Geschrei tut das doch richtig gut. 
Ja, ich durfte gestern umziehen und hatte eine gute Nacht, nachdem ich mich vom Ausflug in den Euroclub erholt hatte. 1 Seven-up für 35 Kronen (4,70 EUR), jede Menge Krach und Bässe, die im Magen wummern, das ist nicht meins. 
Nochmal zur Bühne, heute bei Polen hingen wieder Gardinen von der Decke und der LED-Boden aus der Vogelperspektive verwirrt eher. 
Heute morgen kamen übrigens schon aus allen Ecken Leute in norwegische Trachten aus den Häusern, ganz Oslo scheint schon früh auf den Beinen für die Parade, von der wir wieder nichts mitkriegen, weil wir nichts Besseres zu tun haben, als hier am PC zu sitzen ;-)


Nach einer kurzen Nacht melde ich mich auch einmal zu Wort:

Am letzten Freitag ange- und gestern dem strömenden Regen entkommen, werde ich ein wenig meine Erlebnisse schildern.

Im Gegensatz zu Moskau 2009 hat es auch mit meinem Zimmer direkt geklappt, so dass ich nicht wild umherlaufen oder im Internet nach einer neuen Unterkunft suchen musste. Von daher können wir uns voll auf die Geschehnisse in der Fornebu-Arena, den Pressekonferenzen und im Euroclub konzentrieren:

Gestern wurde der Euroclub eröffnet, eine nette Location für den, der auf engsten Körperkontakt steht, wenn alle da und drin sind. Dazu war gestern eine Sängerin auf der Bühne, wenn man das Wort Sängerin für so etwas benutzen darf. Erst einmal wurde gar keine Eurovisions-Musik gespielt, dann ein paar Songs und dann wurde live alles zum Besten gegeben, was die Sängerin so drauf hatte - Bruce Darnell würde sagen: Das war absolute Kaackaa!" Nicht nur, dass sie den Text von "Invincible" nicht kannte oder konnte, die Lieder danach waren auch mehr zum Weglaufen. Stimmung kam eigentlich erst wieder auf als Sunstroke Project & Olia Tira sangen.

Nach einer langen Nacht im Euroclub - ja, Anke, ich habe fast bis zum Schluss durchgehalten - und mit sehr wenig Schlaf (der Wecker klingelte, als ich mich gerade hingelegt hatte), habe ich mich auf den Weg ins Pressezentrum gemacht.

Nicht ausgeschlafen wurde das Lied aus Polen erst recht zur Qual. Ich bitte euch trotzdem, am 25. Mai genau zu- und hinzuhören, denn dieses Lied wird nur ein einziges Mal beim ESC 2010 erklingen. Anke ist gerade bei der Pressekonferenz von Marcin, damit wenigstens einer dabei ist.

Der Junge mit der Gitarre probt gerade, und nein, ich kann mir das Lied nicht schön hören. Für mich wäre es eine Überraschung, wenn er es ins Finale schaffen würde. Keine Ausstrahlung, nichts, auf der Bühne kam der Song rüber, wie bei einem Casting zu DSDS. Es fehlte nur noch die Nummer auf seinem Leibchen.

Jetzt gerade gab das maltekische "Cabaret"-Gedächtnis-Mädel Thea "Shirley McLaine" Garrett ihren ersten Versuch von "My Nightmare", äh "My Dream" zum Besten. Allerdings war sie heute auch bisher die Beste.

Mal sehen, was der weitere Tag so bringt.

Torsten


esc heft

Gerade bekam ich von Bernd aus Frankfurt den Tipp, dass es wohl in Deutschland diese Zeitschrift gibt für den 3,95 EUR. Immerhin, das hatten wir wohl auch noch nicht für einen deutschen Beitrag!

Malta probt gerade, augenscheinlich im gleichen Outfit wie in der VE. Für meinen Geschmack ist das nun auch nicht gerade der Knaller, aber ich finde das 1. Semi ja ohnehin sehr schwach. Und die Choreografie mit dem Engel bleibt möglicherweise  nach Finnland, Slowakei und Serbien am ehesten im Gedächtnis, denn bei den anderen passiert ja auf der Bühne so gut wie gar nichts.

Ach Gott, gerade ist Malta total im Nebel versunken und fast erstickt!

Michael

 


Guten Morgen auch von mir,

schon toll, dass hier sogar heute die Kinderwagen mit Flaggen geschmueckt sind und viele Einheimische aller Altersgruppen mit Tracht unterwegs sind. Superschoen!

Elvira und ich waren noch länger im Euro-Club. Moldau gab noch ein Konzert und sang diverse Lieder, bevor sie mit "Run away" in 2 Versionen den Auftritt beendeten. Kam richtig gut an, auch wenn die Truppe wieder sehr ueberdreht wirkte. Aber so sind sie wohl

Belgien finde ich einfach nur wunderschoen und hatte zum ersten Mal Gänsehaut. Ohne viel Schnickschnack, grandiose Stimme, schoener Song, mein Fav im ersten Semi bisher.

Polen lieferte gerade die bisher beste Pressekonferenz ab. Marcin outete sich als grosser Grand Prix-Fan und war sehr flippig und aufgedreht, was der PK sehr gut tat. Er erzaehlte im perfekten Englisch, dass sein Lied endlich mal wieder ein Beitrag fuer Polen sie, der auch polnisch in seiner Art sei. Ausserdem sang er noch paar Musicalsachen. Insgesamt echt ein guter Start nach der doch eher biederen Pressekonferenzschlacht gestern. Er war auch noch lange gestern im Euro-Club, worueber Elvira und ich leicht verwundert waren, weil er ja schon frueh proben musste, aber er wirkte frisch und ausgeschlafen. Und nuechtern

So, ( ) Belgien gibt die PK, ich bin denn mal weg...

 

belgien1

 

 

Also wenn Belgien nicht ins Finale geht, dann versteh ich die Welt nicht mehr. Tom spielt hier fuer mich bisher in einer eigenen Liga, so deutlich besser als der Rest.

Die PKs sind heute irgendwie lockerer als gestern, die Zeit vergeht deutlich schneller und die Fragen ziehen sich nicht so wie Kaugummi.

Thea Garrett hat u.a. die VE-erfahrenen Pamela Bezzina und Nadine Axisa als Chorsängerinnen dabei, und die Möwe im Hintergrund war schon Tänzer bei "Vertigo". Auf die Frage, ob ihre Chormädels nicht angepisst waren, weil sie seit Jahren versuchen, Malta zu vertreten und dann kommt ein junges Mädel und siegt gleich beim ersten Versuch, meinten sowohl Pamela als auch Nadine, dass sie jetzt mit derselben Inbrust fuer Thea singen wueden wie fuer sich selbst. Das ganze sei eine Ehre und eine nationale Aufgabe, im Team fuer Malta das beste zu erreichen. Und wer die Malteser kennt, weiss, dass das ernst gemeint ist. Ich freu mich auf Valerie Vella, die immer sehr sympatisch ist und am Mittwoch kommt. Sie wird wieder fuers maltesiche Fernsehen kommentieren. "My dream" wurde wiederum bereits von Cap Sounds in Deutschland veröffentlicht, und ich habe es auch schon im Radio gehört.

 

Malta 1     malta2 n


Gerade hat Albanien geprobt. Das war mal richtig gut und ging total ab, in der Halle herrschte Begeisterung unter den Fans. Sicher im Finale!

Erwin


Da muss ich Erwin Recht geben, Albanien war fuer mich der erste Auftritt, der so richtig abgeht. Da stimmt alles, Juliana ist sehr souverän, stimmsicher, und erstmals wirkt auch die Inszenierung mit Lichteffekten usw. richtig gut. Wer bis dahin eingeschlafen ist, wird jetzt sicher wieder hellwach! Die Griechen danach kommen auch gut, alle in weiss und mit Trommeln und Lichteffekten, die können halt Choreos, wobei mir das Lied ja nun ueberhaupt nicht gefällt. Portugal jetzt mit Fluegel und Kerze, wie in der VE, und wieder hängen Perlenvorhänge vom Dach herunter. Die gute Filipa mueht sich redlich, aber wirkt auch etwas gequält, die Kerze bleibt zwar hier jetzt an, die wird man ihr dann wohl bei der Wertung auspusten.

Michael


Albanien war auch in der PK sehr erfrischend. Ueberhaupt ist heute alles besser als gestern, und das liegt nicht nur am Wetter.
Juliana sang auch kurz die albanische Version ihres Titels. Der Geiger, der sie begleitet, ist wohl in Italien ein Superstar und hat die Rueckkehr von Italien zum ESC gefordert, was natuerlich mit grossem Applaus bedacht wurde.
Die 3 Backingdamen sind alle aus den USA und durften auf der PK dann auch mal alleine singen. Grosses Kino!
Juliana war sogar zu Traenen geruehrt, als sie nochmal "It's all about you" anstimmte, weil ihr Mann auch im Saal war und sie ihr Lied immer speziell auch fuer ihn singen wuerde.

 

ALbanien1


Der Komponist erzaehlte noch von der Zeit, als sie heimlich mit 10 Familien vor einem TV-Geraet den ESC verfolgt hatten und davon traeumten, einmal auch dabei sein zu duerfen. "Après toi" habe ihn seinerzeit besonders beruehrt. Alles in allem eine sehr schoene PK.
Mal gespannt, ob es mit den Griechen so locker weitergeht! OPA!

Erwin


Die griechische PK verlief erstaunlich ruhig, das kennt man so gar nicht von den Griechen, ich habe sie nicht im einzelnen verfolgen können, aber normalerweise hört man schon von weitem, wenn die Griechen ihre PK geben, auch in der Halle war die Reaktion der griechischen Fans bei weitem nicht so enthusiastisch, wie sonst gewohnt. 

 

Griechenland  Griechenland2

 

Mazedonien war gerade dran, wenn es nach dem Auftritt geht, dürften die eigentlich nciht weiter kommen, das gibt einem so gar nichts, hinten 3 silberne Blöcke, auf denen zuerst die TÜnzerinnen sitzen, danach währned des Rap-Teils nimmt Gjoko selbst da Platz, das war es.
Und jetzt singt uns Weißrussland gerade in den Schlaf, ich glaube , ich brauch erstmal nen Kaffee.

Ne, doch nicht , bin schlagartig wieder wach geworden, als ein Gelächter hier im Pressezentrum ausbrach, weil während "Butterflies" allen Ernstes 2 bunte Schmetterlinge am Nylonfaden an der Kamera vorbeigezogen werden!

Und es wird noch doller, jetzt breiten die Sängerinnen am Schluss noch Schmetterlingsflügel am Rücken aus.... und es regnen Schmetterlinge vom Himmel!!!

Michael


Ich fand Gjoko Taneski grossartig. Habe es in der Halle 4x gesehen und 4x hat er gesungen wie auf CD. Dieter und ich sind beide der Meinung, dass da wenigstens mal ein cooler, lockerer Mann auf der Buehne steht und kein ferngesteuertes Kind. Mazedonien hat seine PK um 16.10Uhr, mal gucken ob da ausser Dieter und mir noch jemand sitzen wird.

Weissrussland find ich so weit ganz schoen, ich wuerde im Prinzip auch dafuer anrufen, aber nur wenn sie die Nummer mit den Schmetterlingen aus dem Video hier auf der Buehne wiederholen.
Anke


Weissrussland war wirklich sehr schmalzig, ueberall Schmetterlinge und wie Michael schon schrieb wachsen den Damen am Ende Fluegel an ihren goldenen und silbernen Glitzerkleidern, aber in der Halle kam das durchaus gut an. Neben mir war ein langes "Aaaaaaah" zu hoeren, als die Fluegel entfaltet wurden. Mir zu kitschig, sorry.

Hera probt gerade in ihrem roten Kleid. Stimmlich natuerlich stark, aber das ist fuer mich wie Autofahren mit angezogener Handbremse, mir kommt da viel zuwenig Fahrt auf. Aber sie hat ja noch was Zeit, um Gas zu geben oder sich zumindest bisschen zu bewegen.

Erwin


Ja, das ist wohl ein bisschen Heras Problem, es ist halt alles etwas statisch, gut, dass die Lichteffekte da einiges kaschieren, stimmlich natuerlich ueberragend, aber das ist fuer uns ja keine Uberraschung. Auf jeden Fall trotz allem fuer mich das Beste im 1. Semi, und es muesste schon wirklich mit dem Teufel zugehen, wenn Island nicht ins Finale käme.
Wir machen gleich noch ihre PK mit, und dann werden wir wohl in die Stadt fahren, wo ab 18.00 ein Open-Air-Konzert norwegischer ESC-Teilnehmer stattfindet.

Michael


Weissrussland pressekonferierte soeben. Die Maedels wurden gut gedrillt, sassen die ganze Zeit huldvoll laechelnd in huebschen Kostuemchen auf ihren Stuehlchen und sprachen kein Wort Englisch. Auf die Frage des Moderators, wie es sich denn als junger Mensch in Weissrussland so lebe (ob ihm die Brisanz der Frage bewusst war?) wurde auch sehr huebsch und brav geantwortet, dass es doch generell toll sei, jung zu sein.
Die Jungs waren etwas entspannter als die doppelte Catterfeld und das schwarzhaarige Busenwunder, trugen aber auch nicht mit Englischkenntnissen zur Entspannung der Veranstaltung bei.

 

belarus

 

Gjoko Taneski zeigte sich in seiner PK als der lockere Typ der er auch auf der Buehne ist. Der Moderator bemerkte, er sei ja auch Musicalstar, was Gjoko sich zunaechst wiederholen liess. Er war wohl selbst verwundert, denn er hat noch nie im Musical gesungen, da er kein guter Schauspieler sei. Nimmt man ihm ab, er scheint tatsaechlich der unkomplizierte und bodenstaendige Kerl zu sein als der er sich gibt.
Anke

 

fyrom

 


Belarus machte mit Abstand die meiste Promo bisher. Einige Leute sind von Kopf bis Fuss in stechend apfelgruene Belarus-Eurovision-Klamotten gepackt, in denen sie hier den ganzen Tag rumlaufen. Sie verteilten auch etliche Tueten mit CDs und DVDs. Mal gespannt, ob morgen mit Wodka gefuellte Schoko-Schmetterlinge folgen.

Die isländische PK war wirklich grandios. Hera und ihre Truppe verbreiteten Superstimmung, sangen jede Menge und sorgten auch mit diversen sehr spontanen Quizantworten (z. B. auf die Frage: "Wie oft hat Norwegen den ESC gewonnen?" - "9.000 mal"!) fuer manchen Lacher im Saal. Der Chor ist ja schon traditionell supergut bei Island, und mit der bombastischen Hera werden sie Europa an die Wand singen. Klar sind sie im Finale, nur ist mir der Song zu durchschnittlich und die Performance trotz aller Superstimmen, sorry, einfach deutlich zu schwach.

 

Island 1 n  Island 2 n

 

Island 3 nHera mit einer Hälfte" von Two Tricky (ESC 2001)

 

 

Wir werden uns das norwegische Konzert schenken und stattdessen was kochen (fuer mehr als Tuetennudeln bzw. heute dann Reis reicht unser Budget hier auf Dauer nicht). Ab 22 Uhr legt Konstantin im Euro-Club auf, da wollen wir dann natuerlich wieder hin.

Bis morgen frueh zu den Proben des 2. Semis. Gute Nacht und viele Gruesse an die ECG-Familie in Deutschland!

Erwin

 


 

DIENSTAG, 18. Mai 2010

 

Wunderschoenen guten Morgen in die Heimat,

gestern Abend waren wieder einige Delegationen im Euro-Club. Besonders Hera und ihre Crew tanzten eifrig zu den Hits, die unser DJ Ohrmeister auflegte. Auch die nahezu komplette maltesische Truppe war viel auf der Tanzflaeche. Dabei erwies sich Thea als grosser ESC-Kenner, zumindest sang sie bei Liedern wie "Yassou Maria" oder "Secret combination" lauthals mit. Einige Mitglieder aus Moldau suchten auch den etwas engeren Kontakt zur maltesischen Delegation. Besonders Pamela konnte sich nicht ueber mangelnde Tanzaufforderungen und sonstige Kontakte beklagen.
Alles in allem ein schoener Abend im Club, wenn man mal von der halben Stunde absieht, die eine Liveband meinte, ein ESC-Gegenprogramm bieten zu muessen. Wir waren noch begeistert zu "Satellite" am tanzen, als die Truppe meinte, loslegen zu muessen.

Ansonsten laeuft hier gerade die armenische Probe. Da werden Anke und Michael sicher gleich was zu schreiben, sie sind in der Halle, waehrend ich mir gleich die litauische PK ansehe.

Erwin


Moin, moin auch von mir aus Oslo.
Der erste Beitrag fuer das Oslo-Tagebuch. Toll.

Litauen war heute als Erstes dran mit proben. Vieles ist auf der Buehne gleich geblieben wie bei der VE. InCulto haben wieder weisse Hemden mit schwarzer Krawatte an und diese kakifarbenen Hosen, die sie zum letzten Refrain ausziehen. Trickkleid ick hör die trapsen... Am Ende erinnern sie mich an die ukrainischen Tänzer des letzten Jahres in den goldenen viel zu kurzen Hosen, ausser das Litauen keine Römerkostueme anhaben.
Die Lichteffekte sind dabei bei Litauen brilliant. Im Hintergrund leuchten die LEDs so, dass 3 kleine Ampelmännchen zu sehen sind, die ebenfalls mit der Chereografie mittanzen. Es war echt mitreissend in der Halle, manche Zuschauer haben beim 3.Durchlauf sogar die Chereo perfekt mitgetanzt. Ausserdem werden noch ein paar Plastikgitarren und Plastikbläser durch die Gruppe auf die Buehne getragen.
Also mein Fazit: gute Opening-Nummer, kommt höchstwahrscheinlich ins Finale.

Momentan probt gerade Armenien. Das erste: Der Gesang ist am Monitor in Ordnung. Auch das Buehnenbild ist stimmig mit Felsbrocken und einem ueberdimensionalen Aprikosenkern in der Mitte. Ein potentieller Sieger. Aber dazu können Michael und Anke wahrscheinlich mehr sagen, sie sin dbei der armenischen Probe in der Halle.

Ich mache mich dagegen jetzt mal zur litauischen PK. Wird bestimmt lustig, da bin ich der fest Ueberzeugung. InCulto werden uns am fruehen "Pressemorgen" richtig einheizen.

Viele Gruesse
Frank


God morgen fra Norge!

Ich sehe Armenien keinesfalls als Sieger, das wird nen netten Mittelfeldplatz machen, wenn sie Glueck haben. Ich habe mir die Vorstellung 1x in der Halle angesehen und 3x am Bildschirm. Als ich die Halle betrat verklang grad der letzte Ton eines vorherigen Durchgangs, der mich beinah wieder nach draussen getrieben haette.
Auch Frau Rivas hat so einiges mit auf die Buehne schleppen lassen, einen vermutlich von Christo verpackten Felsblock, auf dem ein Flötist sitzt und das erledigt, was man von einem Flötisten erwartet. Sie selbst hat den orientalischen Hueftschwung perfektioniert, waehrend im Hintergrund ein grosser brauner Kackhaufen... ääh... Aprikosenkern auf seine spätere Entfaltung zum Baum wartet. Ein Tänzer mit einer Gerätschaft, die alles zwischen Bodenvase und Urne sein könnte mueht sich redlich, die drei Erntehelfer des Backgrounds zur Arbeit zu animieren.

 

armenien



Nachdem wir jetzt eben mit Abgasen eingedieselt wurden, hat man Harel Skaat auf die Buehne geschoben. Ich frage mich ob er ueberhaupt schon mitmachen darf, der ist doch erst fuempfzehn! Ok, mit Schminke kann man das uebertuenchen. Viel macht er nicht. Steht da und singt, 1 zu 1 sein Auftritt aus Israel. Klar, ich hab nicht erwartet dass er zur Tanzmaus mutiert, aber das wirkt doch alles ein wenig lahm.

Anke


Auch von mir guten Morgen nach Deutschland, das Wetter scheint sich hier allmählich zu bessern. Anke und ich sind erst zur armenischen Probe gekommen, Litauen haben wir uns zugunsten einer halben Stunde längerem Schlaf geschenkt.

Ich hatte ehrlich gesagt etwas Mühe, zu verstehen, was die Armenier uns mit dieser Performance sagen wollen, da tanz die ganze Zeit einer mit einer Vase oder Urne herum, aus der er dann auch mal trinkt, dann steht da ein überdimensionierter offensichtlicher Aprikosenkern auf der Bühne und ein Felsbrocken, rechts wohl auch so etwas wie ein angedeutetes Lagerfeuer, alles umgeben von den großen Vorhängen, die natürlich - jetzt schonmal gekauft - sich auch in möglichst vielen Acts amortisieren müssen. Das reißt mich nicht vom Hocker. Israel singt, und ich frage mich immer noch, wieso das so hoch gewertet wird Ich bin ja bekanntermaßen Balladenfan, aber da gibt es doch viel Besseres, auch von Harel Skaat selbst. 

Michael


Die Litauer haben auch die PK zum Erlebnis gemacht und eine grosse Show abgezogen. Sogar ihre Glitzer-Hotpants wurden verteilt. Umgekehrt bekamen die Jungs auch Unterhosen von einem schottischen Fan.

Armenien war dann eher bieder. Der Duduk-Spieler kommt noch nach, er ist 83 Jahre alt und in Armenien ein grosser Star, wobei ich nicht ganz verstanden habe, ob er durch seinen Auftritt bei "Apricot stone" ein Star wurde oder schon vorher bekannt war.

Israel kam mir auf der Buehne auch sehr brav vor. Ich stimme Michael zu, den Hype, den der bei manchen Umfragen ausgeloest hat, kann ich auch absolut nicht nachvollziehen. Ich finde es sehr nichtssagend, sorry, und sehe das Lied auch keinesfalls im Finale. Da gibt es doch deutlich staerkere Balladen im Feld.

Kurzer Nachtrag zur israelischen Pressekonferenz. Dort war Harel sehr charmant und bezaubernd. Er erzaehlte, dass er sein Lied seinem kuerzlich verstorbenen Grossvater widme, der immer wollte, dass er einmal zur Eurovision gehen wuerde. Und was fuer ein Erlebnis es fuer ihn war, in Tel Aviv vor 40.000 Menschen die israelische Nationalhymne vor dem Fussball-Laenderspiel Israel-Frankreich singen zu duerfen. Sein All-time-ESC-Fav sei "Tu te reconnaitras", und er ist sehr stolz, dass Anne-Marie David einen franzoesischen Text fuer "Milim" geschrieben habe, weil "Milim" wie ein klassisches grosses franzoesisches Chanson sei. Harel sang dann unter grossem Applaus kurz diese Version.

 

israel


Daenemark probt und kommt hier am Bildschirm ganz gut rueber, die Beiden fahren auseinander und bewegen sich, nutzen die Groesse der Buehne und den Catwalk. Nicht schlecht!

Erwin


Hallo und guten Morgähn,

gestern war der Nationalfeiertag und den habe ich dann auch ausgiebig mitgefeiért. Ich kam dann wieder ins Hotelzimmer, als mein Zimmerkollege unter der Dusche war. Heute morgen um 7:30 Uhr.

Demnach war ich auch bei den ersten Proben des zweiten Halbfinales nicht dabei, aber die wurden ja von den anderen hier genügend beschrieben.

Als ich gerade hier ankam und an der Halle vorbei ging, konnte ich noch den Beitrag Israels hören, und meinen Vorschreibern nur zustimmen kann, dass ich den Hype um diesen Song nicht nachvollziehen kann. Selbst die Vögel hier sind weg geflogen. Ich finde ihn nicht

Ich persönlich mag ja den dänischen Beitrag und die Probe war auch ganz ok, das Lied tut keinem weh und könnte sowohl bei den Juries als auch bei den Televotern gut ankommen. Der Auftritt bei den Proben ist nicht sehr unterscheidlich zu dem aus der VE, und den fand ich toll.

Bei den PKs ist momentan Pause, während in der Halle Michael von der Heide (mit Bart) sein "Il Pleut De L'Or" schmettert. Da gefällt das Bühnenbild - die Kugeln, die von der Decke hängen, werden im Lied passenderweise gold angeleuchtet. Stimmlich sehr gut, kommt glich der dritte Durchgang.

So, jetzt aber erst einmal was essen. Tschö

Torsten


Ich war von der dänischen Probe etwas enttäuscht, denn ich mag das Lied. Aber irgendwie kamen mir die beiden noch sehr uninspiriert vor, da sprang noch kein Funke über, der Effekt am Anfang mit der Herzblatt-Wand ist ja sehr schön, wobei sie zunächst technische erhebliche Probleme hatten, aber dann plätscherte es so dahin, sie nutzen zwar den Catwalk, aber sie stolzierten da Händchen haltend drüber wie beim Schaufensterbummel. Ein verliebtes Paar nahm ich ihnen zu keiner Zeit ab. Und die Schweizer Probe bekomme ich gerade so nebenher am Monitor mit, höre da aber ziemlich schräge Töne aus dem Background, ansonsten eine Choreo mit Tüchern, Gold und Pyro. Haut mich nicht vom Hocker, ich glaube, die werden's wieder schwer haben.

 

Daenemark

 

Die dänische PK war ganz interessant und auch witzig. Sie haben selbst bemerkt, dass da technisch noch einiges verbessert werden muss und sie wollen auch unbedingt noch mehr Wind. Außerdem stehen sie total hinter ihrem Lied und freuen sich, dass sie nun einen Titel singen, der in Schweden letztes Jahr nicht fürs MF zugelassen worden sei, Tomas wurde auf seine Teilnahme bei der russischen VE letztes Jahr angesprochen, er nehme zwar an, dass Russland ein demokratisches Land sei und die Entscheidung per Televoting getroffen wurde, doch die Verantwortlichen des russischen TV hätten ihm schon vorher gesagt, er könne ruhig mitmachen, aber es käme überhaupt nicht in Frage, dass ein Däne Russland vertreten würde beim ESC. 
Schweden hat gerade geprobt, das ist so wie im MF, mich irritiert ja anfangs immer, dass die Gitarre, die Anna hält, fast so groß ist wie sie, das passt irgendwie nicht zusammen, ansonsten war das solide und auch nett anzusehen.

Michael


Gerade ging die dänische PK zuende und brachte einige zumindest fuer mich neue Facts. So war "In a moment like this" im letzten Jahr in Schweden zum Melodifestivalen eingereicht, wurde aber abgelehnt. Umso groesser ist jetzt die Genugtuung, dass der Titel in Schweden sehr populaer ist. Die Dänen waren nicht wirklich mit der Probe heute zufrieden, besonders nicht mit der Windmaschine, die ihnen viel zu schwach war. "We always said: More wind, much more wind!".
N'Evergreen sagte auf die Frage, was der Unterschied zu seinem letztjährigen Versuch in der russischen VE war, dass Russland offiziell ein demokratisches Land sei, niemand aber wisse, wie der Sieger bestimmt wuerde, trotz Televotings. Er sei wohl 12. von 11 geworden. Und ein Delegationmitglied habe ihm seinerzeit gesagt, dass man niemals zulassen wuerde, dass ein Däne, auch wenn er nahe Moskau lebt, fuer Russland singen wuerde.

Gerade probt die Schwedin. WOW, eigentlich nicht mein Lied, aber eine supertolle Performance, ähnlich wie beim Melodifestivalen, tolle Ausstrahlung.

Erwin

 

schweden


 

Und nach dem wirklich guten schwedischen Auftritt nun der "große Favorit" Aserbaidschan. Da hatte ich ja nun Gott weiß was erwartet, aber was war das denn?

3 Treppen auf der Bühne, es dauert erstmal ein paar Minuten bis Safura und ihre 3 Backing-Mädels auf ihren High Heels da raufgestakst sind, dann klettert Safura ganz vorsichtig Stufe für Stufe (die natürlich jeweils beleuchtet wird) herunter und dann geht es los: sie turnt ein bisschen mit dem Tänzer, der hat natürlich einen nackten Oberkörper, dann eilt sie auf den Catwalk, bleibt dabei fast im dunkeln, kniet sich am Ende hin, rast dann in Windeseile wieder zurück und macht den Schluss auf der Bühne. Das ist ja dermaßen enttäuschend, ich kann es gar nicht fassen. Neben mir meinte allerdings jemand, diese Performance erinnere ihn an Dima Bilan!?!?!

Safura hat nun für meine Begriffe wirklich null! Ausstrahlung, und es ist zu befürchten, dass sie, wenn sie nun schon beim ihrem sensationellen Videodreh nicht im Pool ertrunken ist, sich jetzt wenigstens jetzt bei ihrem Treppenmanöver auf die Schn... legt.

 

Aserbaidschan

 

In der PK wurde dann erklärt, dass man bzgl. der Performance noch mit Überraschungen zu rechnen habe, Safura sprach kein Englisch, wurde von DJ Pasha übersetzt, der das aserbaidschanische Team unterstützt, weil sie die beste Sängerin dieses Contests! hätten, der Frage danach, ob sie wirklich erst 17 Jahre alt sei, wich Safura aus, es sei für sie kein Problem, dass es ein schwedischer Titel sei, den sie singe und auch die High Heels seien kein Problem. Ansonsten gibt es nichts Spektakuläres zu berichten, es sei denn, man vermutet, dass der 20 minütige, vorher angekündigte Stromausfall im Pressezentrum just zum Zeitpunkt von Safuras Probe, als dann viele in die Halle rannten, kein Zufall war...
Es ist schon merkwürdig, aber in jedem Jahr habe ich so einen "Hassbeitrag", nicht, weil mir das Lied nicht gefällt, sondern weil mir das ganze Drumherum auf den Geist geht, diese Promomaschinerie, die mich u.a. alle paar Tage mit Mails in 3-facher Ausfertigung zumüllt, was Safura wieder gerade macht oder gemacht hat oder noch machen wird, es fehlt nur noch die Meldung, "Safura hat einen Pups quersitzen", sorry, das nervt einfach.
Ach ja, einer meiner "Hassbeiträge" in diesem Sinne war Dima Bilan...

Michael


Leider kann ich zum Probennachmittag nicht viel beitragen, da ich mich in einer wichtigen mehrstuendigen Pressekonferenz mit Jostein Pedersen auf der Terasse befand. Diverse Delegationen (Polen, Daenemark, Norwegen, Schweiz) eilten herbei um uns interessante Fragen und neue Aspekte einzelner Proben zu unterbreiten, doch im Endeffekt war unsere wichtigste Frage, wie denn nun Lippenstift riecht. Wir wissen es nicht. Aber immerhin wiffen wir jetft, woher Fafura ihren engliffen Akfent hat. Ihr amerikaniffer Choreograf, welcher fon mit Bejonnfie gearbeitet hat, ift hier in Oflo dabei.
Anke


schweiz n

Aufgrund des Stromausfalls haben wir noch nix zur PK von Michael von der Heide geschrieben. Die haette man komplett und ungeschnitten in einer Comedyshow zeigen koennen. Wir haben Tränen gelacht. An seinen Auftritt 1999 in unserer VE kann sich Michael wie auch an sonst einiges nicht mehr erinnern , und auf die Frage, ob der ESC seiner Karriere in der Schweiz förderlich sein kann, sagte er "Nein, aber es kann deine Karriere beenden, wie wir in den letzten Jahren gesehen haben".
Er sang auch kurz das Lied in der deutschen Version an, sehr schöner Text, finde ich.

 

Zu Safura ist alles gesagt, das tröpfelt ganz unspektakulär, um es mal noch neutral zu beschreiben. Die PK erinnerte mich auch etwas an Belarus, so gekuenstelt war da alles.

Erwin

 

 


Zum Abschluss des Tages gab es die PK der Ukraine. Sie luden uns ein zu einer Umweltaktion in ein paar Tagen in einem Park von Oslo. Der Gedanke, etwas fuer die Umwelt zu tun und sorgsam mit ihr umzugehen, ist ihnen sehr wichtig.
Das Video wurde in Tschernobyl gedreht, um dies noch zu betonen.

 

ukriane



Nun verabschieden wir uns erst mal und fahren in unsere Wohnungen zum Kochen bevor es dann heute abend zur Eroeffnung des Eurocafes geht.

Elvira

 


 

MITTWOCH, 19. Mai 2010

 

Guten Morgen aus einem endlich sonnigen und warmen Oslo. Gestern Abend wurde, wie schon erwähnt, das Eurocafé eröffnet. Es befindet sich in einer offenen Bar eines großen Hotels, was doch ziemlich ungewöhnlich ist. Das stehen einzelne Sitzgruppen (sehr unbequeme Sessel, zumindest für meinen angeschlagenen Rücken), als ESC-Fan bekommt man Ermäßigung auf die Getränke. Wir haben da ganz nett zusammen gesessen, aber so ein richtiges ESC-Feeling kam nicht auf, ich kam mir die ganze Zeit vor, als wäre ich Hotelgast und mein Zimmer noch nicht fertig. Wir sind dann mal etwas früher nach Hause, den Euroclub haben wir uns geschenkt, angeblich sollen aber die Beschwerden über die Livebands erfolgreich gewesen sein, und es soll jetzt mehr ESC-Musik gespielt werden.
Heute morgen beginnen die Proben mit den Niederlanden, und natürlich steht da eine große Drehorgel in Form eines Wetterhäuschens mit einem Figurenpärchen davor, die so tun, als seien sie Puppen. Das Bühnenbild ist knallbunt, Sieneke macht das ganz ordentlich, und ich denke, nach dem Depri-Song der Ukraine geht das so richtig ab, die Niederländer schicken wirklich was Landestypisches und das finde ich anerkennenswert, und so ein bisschen Schunkeln und Mitsingen und Schmunzeln hat wohl noch nie geschadet.

Michael


Shalalie Shalala!
Ich glaub wir haben hier alle einen neuen Lieblingsbeitrag, das ist so bekloppt, das kommt bestimmt weiter.
Fuer heute habe ich Besserung gelobt, ich werde keinen alkoholfreien Hopfentee auf der Sonnenterasse trinken, sondern meine Favoriten Kroatien und die Tuerkei aufmerksam beobachten. Um kurz vor 11 sind erstmal die Slowenen inkl. "meinem" Bonjovi dran, darauf freu ich mich auch - als Einzige.

Rumänien singt derzeit das erste Mal. Nicht uebel, aber warum wird bei manchen Leuten aus einem simplen "you" immer ein "chew"?

Anke


Rumänien macht die gleiche Performance wie in der VE mit den 2 Klavieren, und damals habe ich mich schon gefragt, was das nun mit dem Titel zu tun hat, aber vielleicht gehen die Klaviere ja am Schluss noch in Flammen auf??? Ich hör das Lied ganz gern, aber auf der Bühne find ich's total blass.
Übrigens: auf unserer ESC 2010-Übersichtsseite bedeutet "WC" entgegen anders lautenden Gerüchten nicht vom ECG-empfohlene Pinkelpause sondern Wildcard bei der Startplatzauslosung!

Michael


Guten Morgen auch von mir,

vom Eurocafe war ich ja auch ziemlich enttaeuscht, paar ESC-Plattencover an der Wand und ESC-Musik, ansonsten wenig Bezug zum Grand Prix. Mir hat die Disco im Euroclub gestern wieder sehr gut gefallen, zumal gleich nach der Liveband, die ich wesentlich besser als an den vorherigen Abenden fand, das wunderbare "Love shine a light" erklang.
Allerdings war das griechische Fernsehen mit einer sehr ueberdrehten und leicht durchgeknallten Reporterin (wie in den Vorjahren) vor Ort und hat uns beim Tanzen gefilmt und interviewt, was mich dann doch zur Flucht veranlasst hat. Die Tante ist zwar supernett, aber ich steh halt nicht auf gebruellte Interviews, die dann die Omas in Athen beim Fruehstueck erschrecken.

Niederlande war auf der Buehne fantastisch, ich sehe Sieneke sogar im Finale und freu mich, obwohl das Lied eigentlich so gar nicht mein Fall ist. Aber die Froehlichkiet und Begeisterung steckt sofort an. So wunderbar kitschig, dass es toll ist.

 

Niederlande


Rumaenien fand ich auch gut praesentiert, vor allem nimmt man den Beiden ab, dass sie was sie singen auch empfinden, da sind Blickkontakte usw., was wir gestern bei den Daenen ja so vermisst haben.

Mal gespannt, ob Vater Abraham auch gleich den Schlaumi-Schlumpf zur PK mitbringt, damit Holland beim Norwegen-Quiz gut anbschneidet

Erwin


 

 

Die PK der Niederlande begann mit Verspätung und ohne Sieneke, stattdessen wurde ein offizielles Statement verlesen, wonach Sieneke eine Stimmbanderkrankung hat und deshalb ihre Stimme schonen muss, eine Pressekonferenz könne ihr da zu sehr schaden, sie gebe aber eine begrenzte Anzahl an Interviews, aber die seien schon im Vorfeld gebucht. Ihr persönlicher Leibarzt habe ihr dazu geraten. Sie wurde dann allerdings auf Drängen von Konstantin wenigstens für ein paar Fotos geholt, leider hat sie den Mund nicht so weit aufgemacht, dass ich mal hätte reinschauen können. Böse Zungen behaupten hier, sie habe Sprechverbot bekommen, damit sie sich nicht um Kopf und Kragen redet, Vader Abraham wird übrigens noch nach Oslo kommen und dann werde es ein großes Presse-Event geben.

Die Probe von Slowenien habe ich so nebenbei am Monitor verfolgt, bot keine besonderen Überraschungen.

Michael


So schön langsam stellen wir fest, dass die Ventilatoren im Pressezeltdach eigentlich keine hilfreiche Funktion haben. In den ersten Tagen hat man sich darunter den Allerwertesten abgefroren, jetzt wird es zum Miefquirl und die Temperaturen steigen trotzdem.

Slowenien hab ich mir komplett in der Halle gegeben, zusammen mit den 3 OGAE-Slowenien-Leuten und Andrej Hofer (slow. Kommentator), der einen Grossteil der Probe bei uns stand. Ich fand es ziemlich schade, dass sie den Catwalk nicht nutzen, insbesondere da Pepi (Bonjovi) manchmal fast gelangweilt rechts und links ueber die Buehne läuft. Bei der EMA war das noch anders. Andrej will das mal im Team zur Sprache bringen, ihm war nicht bewusst, dass man den Catwalk nutzen kann. Die Chancen sind aber sehr gering, da die Kameraeinstellungen alle schon im März geplant und eingereicht werden mussten. Naja, vielleicht unterhält Pepi dann wenigstens ein bisschen das Publikum.
Anke


So auch einen wunderschoenen Mittag aus Oslo von mir,

die Probe der Niederlande habe ich mir geschenkt, man will sich ja den guten Geschmack bewahren.
Aber die PK der Niederlande war wenigstens mal was anderes: Der Head of Delegation und der Liebarzt kamen zur PK und erklaerten, Sieneke muesse ihre Stimme schonen und koenne nicht zur PK kommen.
Hoffen wir aber mal, dass die stimmlichen Probleme bis Donnerstag naechster Woche ausgeraeumt sind. Wenn die Probelme schliesslich schon ueber ein paar Wochen bekannt sind...
PS: Am Mittwoch naechster Woche soll Vadder Abraham nach Oslo kommen

Rumaenien dagegen beschert uns einen tollen Auftritt. Die zwei, Ovi und Paula, harmonieren praechtig und den beiden nimt man dieses Duett als Duell ab. Ausserdem sieht Paula ih ihren Catsuit mal wieder umwerfend aus (Aber lasst dies nicht ihren Mann lesen, der ebenfalls im rumaenischen Team ist, fuer Technik etc.).
Tipp: Klarer Finalkandidat, wenn die nicht weiterkommen, dann weiss ich auch nicht!
Frank


Die slowenische PK ist vorbei, es war eigentlich ganz lustig, Pepi hat fast allein die Show gemacht. Andrej durfte zwar auch zwei oder drei Fragen beantworten, dann war aber schon wieder Pepi dran.

 

Slowenien


Niamh probt und sie ist grandios. Sie kann es also noch! Es wird viel mit Beleuchtung gearbeitet, sie singt entspannt und locker, haut dabei echt einen raus - fantastisch! Dieser Auftritt ist nicht zu unterschaetzen, wenn sie's so bringt ist sie sicher eine Kandidatin fuer eine Top-Platzierung.
Nur den Schluss hat sie jetzt ordentlich daneben gesetzt... uff.
Anke


Jep, ich muss Anke Recht geben, so wenig mich der Song auch begeistert. Niamh war fantastisch, da passte alles, Nebel, bisschen Wind, gute Lichteffekte, gelungene Kamerafuehrung und eine umwerfende Niamh, die locker mit der Kamera spielte und flirtete. WOW!
4 Leute kommen zur 2. Strophe und stehen dann als Chor im Halbrund hinter ihr, dazu die irische Floete. Nur das Ende versemmelt Niamh irgendwie immer. Ansonsten eine runde Sache ;o), da schaue ich auch ueber den schmalzigen Weltverbesserungstext hinweg.
Klarer (Geheim-)Tipp fuer den Sieg!!!
Erwin


Und da ist sie nun endlich auf der Bühne nach ihrer Aschewolken-Odyssee durch Europa: Niamh Kavanagh! Man sah erst nur ihr rotes Haar, und wusste schon, dass sie es war. Toller Auftritt, totale Gänsehaut, in der Halle war das wirklich supergut, aber es zeigt sich jetzt einmal wieder, dass manchmal der Sound am Bildschirm nicht so gut ist, ich hoffe, dass sie das noch in den Griff bekommen. Das Bühnenbild zeigt einen angedeuteten Wald, natürlich die Farben grün und orange, sie steht einfach da auf ihrem kleinen Podest und singt, und das mit einem Charme, da braucht man weder High Heels noch Treppen oder sonstigen Firlefanz. Allerdings sind am Schluss noch deutl. Unsicherheiten, vielleicht hat sie sich auf der Fähre auch einen Pips geholt, dann werden wir das ja in der PK erfahren.

Michael


Jetzt zur Mittagszeit wird es hier im Pressezelt immer waermer und waermer. Die Ventilatoren schaffen nicht wirklich viel Erleichterung. Aber egal. Wir haben uns ja schoeneres Wetter gewuenscht.

In der rumaenischen PK erzaehlte Paula, dass sie Ihre Stimme vor der Probe eingesungen habe mit Hilfe ihrer Gesangslehrerin. Und das Ganze erfolgte dann uebers Telefon. Die Kostprobe des Liedes, die dann gegeben wurde, hoerte sich fuer mich aber nicht ganz so toll an. Aber sie kann ja noch mittels Telefon weiterueben. Bei der Probe in der Halle hat es mir dageben sehr gut gefallen.

 

Rumaenien



Gerade laeuft die Probe von Irland auf den Bildschirm und kommt super rueber.
Da werden sicher einige mit Traenen in den Augen von der Probe zurueckkehren.
Elvira


SEUFZ! Nach der in ihrer souveraenen Schlichtheit supertollen irischen Performance wird uns jetzt bei Bulgarien wieder die volle Droehnung zugemutet. Baender, Hebefiguren, Gehopse, Armwedeln... Ich glaube, nach Irland kommt das nicht wirklich gut! Schade fuer Miro und sein schoenes Lied.

Erwin

 

Bulgarien n


Die PK mit Niamh Kavanagh ist gerade gelaufen, Niamh ist einfach eine Supernette! Sie erzählte, dass sie in den ESC-Zirkus zurückgekehrt sei in erster Linie wegen des tollen Liedes, man habe sie in den letzten Jahren öfter gefragt, aber sie könne das nur mit Überzeugung machen , wenn sie hinter dem Lied stehe. Ansonsten gab es viel Erinnerungen an 1993 und Vergleiche zu heute, dass sich ja nun doch einiges verändert hat, aber für sie sind es immer noch die 3 min., die sie auf der Bühne steht und ihr Bestes gibt. Sie habe deshalb auch keinen besonderen Druck, weil sie ja eine ehemalige Siegerin sei, und RTE wünsche sich wohl auch eher den 2.Platz als den Sieg. Auf die Bitte, ob sie ihren Siegersong mal kurz ansingen könne, meinte sie scherzhaft: Den von damals oder von jetzt? und sang dann natürlich kurz "In your eyes"! Wegen der PK habe ich Bulgarien und Zypern nicht proben sehen.

Michael

 

irland  irland2 n

 


Feminnem sind toll! Zunächst gab es Tonprobleme, da sie sich nicht hören konnten, doch dann legten sie los. Grundsätzlich ist die Choreo so wie bei der Dora, allerdings sieht man, dass sie noch ordentlich dran gearbeitet haben und nicht mehr daher kommen wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Ein Platz in den Top10 sollte damit drin sein.

 

kroatien


Jetzt singt Sophia aus Georgien. Wird betanzt und tanzt mit. Schade, das Video hatte mir gut gefallen, da steht sie in verschiedenen Kleidern auf einem Fleck und singt. Stimmlich ist sie dennoch gut dabei, hat bisher auch alle schwierigen Passagen gut gemeistert. Doch Kroatien und Irland haben die weitaus schöneren Balladen.
Anke

 

georgien n

 


Kroatien hat geprobt, super gesungen, wunderschöner Auftritt, wieder mit der Parkbank, zuerst alles in Blau, zwischendurch in Rot, nur dass sie am Schluss ein zerteiltes großes Herz vor den dreien zusammenschieben, gefällt mir nicht.
Let's dance on ice bei Georgien: Sofia und 2 Tänzer geben alles, es fehlt nur noch der 3-fache Rittberger, aber wenigstens wird sie am Schluss in den Himmel gehoben.

Michael


Gerade hatte Zypern ihre PK. Die bunt zusammengewuerfelte Truppe machte einen sehr relaxten Eindruck und alle Mitglieder betonten mehrfach, wie gluecklich und dankbar sie sind, beim zypriotischen Vorentscheid sowohl von den Juroren als auch den Televotern akzeptiert worden zu sein, unabhaengig von der Nationalitaet der Saenger. Sie forderten auch Europa dazu auf, das beste Lied zu waehlen, egal, aus welchem Land der jeweilige Teilnehmer kommt.

Zypern 2 n     zypern

 


Auf die Frage, was die Briten in der Kombo zum bei uns heiss dikutierten Akzent von Lena hielten, wurde dieser als sehr gut und als Hommage an Grossbritanien beschrieben und als gutes Englisch.
Mehr zu Zypern schreibe ich hier nicht, da ich ja noch Material fuer den Bericht in der T.O.M. brauche

Erwin


Die tuerkische Probe habe ich ja zugunsten der kroatischen PK sausen lassen, aber die tuerkische PK musste ich natuerlich sehen.
Die Jungs sprechen alle hervorragend Englisch, fanden es recht einfach, einen englischen Text (zusammen mit einem kanadischen Freund) zu schreiben. Auf Tuerkisch sei dies schwieriger. Ferman (der Sänger) wurde gefragt, ob mit ihm alles wieder in Ordnung sei, da er vor einigen Tagen auf der Buehne mit Herzproblemen zusammen gebrochen war. Er spielte den Vorfall ein wenig herunter, er sei zwar 6 Tage im Krankenhaus gewesen und aufgrund dessen prima erholt, aber es sei nichts wirklich ernstes. Wenigstens haette er das Lied zu Ende gesungen und sei dann erst umgefallen.

Die kleine Autogrammsammlerin in mir hielt den Jungs später zwei CD-Booklets hin. Alle reagierten zunächst erstaunt, dass eine Ausländerin ihre CDs besitzt. Als ich auf die Frage woher ich sie habe mit "ich wohne in Köln" antwortete, kam von der Gruppe nur noch ein "ach sooooo..."

Anke


Der Probentag ist für heute beendet, von der türkischen Probe habe ich nur kurz etwas am Monitor gesehen, es hat ordentlich geblitzt auf der Bühne.

Hier ist es inzwischen unerträglich heiß geworden in dem Pressezelt, so dass wir jetzt auch froh sind, für heute Schluss machen zu können. Ein Teil von uns ist gerade zum serbischen Empfang gefahren, da gab es ein bisschen Chaos, es wurden ein paar Einladungen verteilt vorgestern, und dann wurde gesagt, wer keine erwischt habe, könne sich per Mail anmelden, allerdings haben auf diese Mail dann nur wenige eine positive Antwort bekommen, andere eine Ablehnung, andere (ich auch) gar keine Antwort. Na ja, ist nicht so tragisch, ich bin ja nicht so der Balkanfreak, dafür freue ich mich schon auf den isländischen Empfang morgen (für den haben Anke und ich nämlich eine Einladung). Das gehört sich ja wohl auch so, nachdem Hera bei uns in Köln war ;-)

Bis morgen also zum 2. Durchlauf des 1. Semi.

Michael

 


 

DONNERSTAG, 20. MAI 2010

 

Guten Morgen aus Oslo, als erstes eine Pressemitteilung des NDR, die ich heute bekam:
"Unser Star für ..." 2011: ARD, Stefan Raab und ProSieben setzen Zusammenarbeit fort

Das Erste, ProSieben, Stefan Raab und die Popwellen in der ARD setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Auch 2011 wird Stefan Raab auf ProSieben und im Ersten den deutschen Teilnehmer für das Internationale Finale des Eurovision Song Contest suchen.

NDR Intendant Lutz Marmor: "Anders als der DFB machen wir schon vor der Meisterschaft klar, wie es weitergeht. Die Kooperation ist unabhängig vom Ergebnis in Oslo ein so großer Erfolg, dass sich die Fortsetzung lohnt."

Andreas Bartl, TV-Vorstand der ProSiebenSat.1 Group: "Mit 'Unser Star für Oslo‘ hat Stefan Raab wieder einmal gezeigt, dass er der innovativste Fernsehmacher dieser Zeit ist. Deswegen kann es für uns nur heißen 'Never Change a Winning Team‘. Gemeinsam werden Stefan Raab, ProSieben und Das Erste auch 2011 beweisen, dass man mit Qualität Menschen begeistern kann."

Stefan Raab: "Endlich mal eine Koalition, die hält, was sie verspricht. Ein kleiner Schritt für die beiden Sender, aber ein großer für Deutschland."

Wann genau die Shows laufen werden, wird noch entschieden. Über die Möglichkeiten, sich für "Unser Star für 2011" zu bewerben, werden wir rechtzeitig informieren.

20. Mai 2010 / IB

Ansonsten konnten wir heute mal etwas länger schlafen, weil die Proben hier erst um 11.00 Uhr losgingen, gerade hat Moldau angefangen. Wir werden aber heute nicht so lange bleiben können, da wir ja um 16.00 in die isländische Botschaft eingeladen sind.

Michael


Die Moldawier machen das nicht schlecht, zuers