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Der Eurovision Song Contest 1992


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37. Eurovision Song Contest - 9. Mai 1992
      Malmö

Halle Malmö Isstadion
Moderation Lydia Capolicchio & Harald Treutiger
Pausen-Act Tanzorchester Trelleborg
Wertung 11 Juror*innen pro Land bewerten jedes Lied, die ersten zehn Titel bekommen die Punkte 12-10-8-7...3-2-1
Teilnehmer 23 Länder

 

france

 Siegerland: Irland

Interpretin:

Linda Martin

Titel:

"Why Me?"

Musik & Text:

Johnny Logan

 

 

    Sieg91© EBU
           

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale
Platz         Land  PunkteStartnr.
1.
Irland
Linda Martin
"Why Me?"

155

17
2.
Ver. Königreich
Michael Ball
"One Step Out of Time"
139 16
3.
Malta
Mary Spiteri
"Little Child"
123 10
4.
 
Italien
Mia Martini
"Rapsodia"
111 19
5.
Griechenland
Cleopatra
"Olou tou kosmou i elpida" 
94 5
6.
Israel
Dafna
"Ze rak sport"
85 3
7.
Island
Heart 2 Heart
"Nei eda já"
80 11
8.
Frankreich
Kali
"Monté la rivié"
73 6
9.
  
Niederlande
Humphrey Campbell
"Wijs me de weg"
67 23
 10.
Österreich
Tony Wegas
"Zusammen geh'n"
63

15

11.
Zypern
Evridiki
"Teriazoume"
57 9
12.
Dänemark
Lotte Nilsson & Kenny Lübcke
"Alt det som ingen ser"
47 18
13.
Jugoslawien
Extra Nena
"Ljubim te pesmama"
44 4
14.
Spanien
Serafin
"Todo esto es la música"
37 1
15.
Schweiz
Daisy Auvray
"Mister Music Man"
32 13
16.
Deutschland
Wind
"Träume sind für alle da"
27 22
17.
Portugal
Dina
"Amor d'agua fresca"
26 8
18.
MA
Norwegen
Merete Trøan
"Visjoner"
23 21
19.
MA
Türkei
Aylin Vatankos
"Yaz bitti"
17 4
20.
MA
Belgien
Morgane
"Nous on veut des violons"
11 2
21.
MA
Luxemburg
Marion Welter
"Sou fräi"
10 14
22.
MA
Schweden
Christer Björkman
"I morgon är en annan dag"
9 7
23.
MA
Finnland
Pave
"Yamma-Yamma"
4 12

 

  


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

  

Unknown© www.ticknet.se

Mit einer Computeranimation zeigte das schwedische Fernsehen den Millionen Fernsehzuschauern den Standort des Song Contests 1992. Eine Reise, die von Rom startete und im Eisstadion von Malmö endete. Die Niederlande machten nach der kleinen Pause im vorigen Jahr wieder mit, so dass die Teilnehmerzahl auf 23 stieg - ein Rekord.

Die Delegationen all dieser Nationen wurden von der Fernsehmoderatorin Lydia Capolicchio und von Harald Treutiger begrüßt, allerdings mit einer gewissen nordischen Kühle und Distanz. Vorjahres-Siegerin Carola präsentierte ihr neues Lied „All The Reasons To Live“, und sie überreichte dem amtierenden EBU–Generalsekretär Frank Naef einen Blumenstrauß als Dankeschön für seinen 15-jährigen Einsatz, der in diesem Jahr zu Ende ging.

Das Bühnendesign symbolisierte die Vorderansicht eines Wikingerschiffes, der Bühnenboden zeigte das Eurovisions-Logo der EBU.

 

Moderatorin 92© ECG e. V. / MS

Lydia Capolicchio, Tochter eines italienischen Vaters und einer slowenischen Mutter, war zunächst Journalistin bei verschiedenen Zeitungen, bevor sie als Reporterin und Moderatorin zum Fernsehen wechselte. Seit der Jahrtausendwende ist sie hauptsächlich für Messen und Tagungen tätig.

 

Harald Treutiger ist ein Fernsehmoderator, der auch schwedische Vorentscheidungen moderierte. Seit 1997 war er der erste Moderator einer Realityshow im schwedischen Fermnsehen 

 

 

FAZIT

 

Serafin sang für Spanien „Alles ist nur Musik“ ("Todo esto es la musica"), aber nicht für die jugoslawische Sängerin Extra Nena, die angesichts der politischen Situation ihres Landes nicht so recht Kontakt zu den anderen Mitwirkenden fand. Der Titel Jugoslawiens, das aufgrund seiner bis Ende Juni 1992 bestehenden EBU-Mitgliedschaft noch teilnahmeberechtigt war, wurde intern als serbischer Beitrag deklariert.

 

Dafna aus Israel eroberte den sechsten Rang mit südamerikanischen Rhythmen, anders als die Vertreterin Griechenlands, Cleopatra. Sie setzte auf die Musikkultur Griechenlands, ein kluger Zug, wie sich herausstellte. Ihr Beitrag "Olou tou kosmou i elpida" landete auf dem fünften Rang, ein Ergebnis, das nur 1977 erzielt wurde und seitdem die beste Platzierung der Hellenen gewesen war.

 

Deutschland war seit längerer Zeit von besseren Resultaten entwöhnt, da diese in den letzen Jahren nicht mehr erzielt wurden. Auch die reformierte Gruppe Wind konnte ihren zweiten Platz von 1985 und 1987 nicht verteidigen. Mit Platz 16 setzte sich die Erfolglosigkeit der germanischen Vertreter der letzten Jahre fort.

 

Die Österreicher ließen sich von Tony Wegas vertreten, einem gebürtigen Ungarn. Dieter Bohlen schrieb zum zweiten Mal die Musik für einen österreichischen Titel, er musste aber viele Vorwürfe der österreichischen Presse im Kauf nehmen: Er würde sich von seinem Titel distanzieren und er würde seine Teamkollegen weitgehend ignorieren. Tony Wegas wurde Zehnter. Bohlen verwendete den Titel 2003 für seine Single "We Have A Dream", gesungen von allen Teilnehmern der ersten Staffel von DSDS, die ein Nummer-Eins-Hit wurde.

 

Für die Schweiz sollte ursprünglich Géraldine Olivier ins Rennen gehen. Ihr Titel "Soleil, Soleil" wurde aber nachträglich disqualifiziert, weil die Anmeldefrist nicht eingehalten worden war. Daisy Auvray bekam damit den Zuschlag, nach Malmö zu fahren, aber ihr Titel "Mister Music Man" landete nur auf Platz 15.

 

Hinter dem Namen Heart 2 Heart verbarg sich das Duo Stjornin, das Island beim Song Contest 1990 in Zagreb den vierten Rang beschert hatte. Der diesjährige Titel "Nei eda já" spiegelte die skandinavische Fröhlichkeit wider und wurde mit dem siebten Platz belohnt, eine Platzierung, von der der in Frankreich lebende Schwede Christer Björkman nur träumen konnte. Sein Heimvorteil nutzte ihm wenig. Vorletzter im eigenen Land zu werden, ist nicht gerade berauschend. Björkman blieb dennoch dem ESC treu und wurde später der Verantwortliche für das Melodifestivalen, die schwedische Vorentscheidung, und wirkte auch an entscheidender Stelle bei der Organisation verschiedener ESC, z.B. Kiew 2017, mit.

 

Härter traf es den Finnen Pave, der seinen letzen Platz wie folgt kommentierte: "Yamma – Yamma".

 

Gewonnen hat nicht Evridiki aus Zypern, die zarteste Versuchung, seit es den ESC gibt, nicht Mary Spiteri aus Malta und auch nicht Mia Martini, die nach 1977 zum zweiten Mal für Italien ins Rennen ging - und diesmal wesentlich erfolgreicher war als damals. Ihr Titel „Rapsodia“ bezog sich auf das Altwerden und das Leben mit Erinnerungen, aber auch auf das Vorausschauen in die Zukunft. Sie belegte den vierten Platz. Zwei Jahre später verstarb diese großartige Künstlerin an Herzversagen.

 

Michael Ball absolvierte mit Bravour seinen Auftritt und wurde Zweiter. Denn vor ihm stand Linda Martin aus Irland, die schon 1984 auf sich aufmerksam machte, als sie in Luxemburg mit dem Johnny Logan – Song „Terminal 3“ knapp Zweite wurde. Ihr damaliger Komponist und zweifacher ESC-Gewinner setzte die Zusammenarbeit mit ihr fort, und 1992 konnte er einen weiteren Höhepunkt in seiner Karriere feiern, und zwar als Komponist. Mit dem Sieg von Linda Martin begann für die grüne Insel eine glorreiche Geschichte. Denn dieser Sieg war der erste von insgesamt vieren, die in den 1990er Jahren erzielt wurden.

  


 

 DIE TEILNEHMENDEN

  

 

1.

AD
Spanien


Serafin

"Todo esto es la musica"

ESP 92

M.: Alfredo Valbuena,
L. Miguelez 
T.: Luis Miguelez
D.: Javier Losada

   
 

2.


Belgien

Morgane

"Nous on veut des violons"

ESP 92

M.: Claude Barzotti
T.: Anne-Marie Gaspard
D.: Frank Fiévez

   
 

3.

GB
Israel

Dafna

”Ze rak sport"

 ESP 92

M.: Kobi Oshrat
 T.: Ehud Manor
D.: Kobi Oshrat 

   

4.

AD
Türkei

Aylin Vatankos

"Yaz bitti"

ESP 92

M.: Aldogan Simsekyay
  T.: Aylin Ucanlar 
D.: Aydin Özari

   

5.

AD
Griechenland

 

Cleopatra

"Olou tou kosmou i elpida"

 ESP 92

 M. & T.:
Christos Lagos  
D.: Haris Andreadis

   

6.

AD
Frankreich

Kali

"Monté la rivié"
ESP 92

M.: Kali 
 T.: Rémi Bellenchombre
 D.: Magdi Vasco Novarrez

   

7.

ADSchweden

 

Christer Björkman

"I morgon är en annan dag"
ESP 92

 M. & T.:
Niklas Strömstedt 
D.: Anders Berglund

   

8.

ADPortugal

 

Dina

"Amor d'agua fresca"

ESP 92

M.: Dina
T.: Rosa Lobato de Faria
D.: Carlos Alberto Moniz

   

9.

AD
Zypern

Evridiki

"Teriazoume"

ESP 92

 M. & T.:
G
eorge Theophanos
D.: George Theophanos

   

10.

AD
Malta

Mary Spiteri

"Little Child"

ESP 92

M.: Georgina Abela
T.: Raymond Mahoney
D.: Paul Abela

   

11.

AD
Island

Heart 2 Heart

"Nei eda já"
ESP 92

M.: Fridrik Karlsson,
Gretar Örvasson
T.: Stefan Hilmarsson
D.: Nigel Wright

   

12.

AD
Finnland

Pave

"Yamma-yamma"
ESP 92

M.: Pave
  T.: Hector 
D.: Olli Ahvenlahti

   

13.

AD
Schweiz

Daisy Auvray

"Mr. Music Man"
ESP 92

 M. & T.:
Gordon Dent
D.: Roby Seidel

   

14.

AD
Luxemburg

Marion Welter

"Sou fräi"
ESP 92

M.: Jang Linster
 T.: Ab van Goor
D.: Christian Jacob

   

15.

ADÖsterreich

Tony Wegas

"Zusammen geh'n"
ESP 92

M.: Dieter Bohlen
 T.: Joachim Horn-Bernges
D.: Leon Ives

 

16.

AD
Ver. Königreich

Michael Ball

 "One Step Out of Time"
ESP 92

 

M. & T.: 
Tony Ryan,
Paul Davies,
Victor Stratton
D.: Ronnie Hazlehurst

 

17.

ADIrland

Linda Martin

"Why Me?"
ESP 92

 M. & T.:
Johnny Logan
D.: Noel Kelehan

 

18.
AD
Dänemark

Lotte Nilsson &
Kenny Lübcke

"Alt det som inger ser"
ESP 92

 M. & T.:
Carsten Warming
D.: Hendrik Krogsgaard

 

19.
AD
Italien

Mia Martini

"Rapsodia"
ESP 92

M.: Giuseppe Dati
 T.: Giancarlo Bigazzi
D.: Marco Falangiani

 

20.

ADJugoslawien

Extra Nena

"Ljubim te pesmama"
ESP 92

M.: Rade Radivojevic
 T.: Gale Jankovic
D.: Anders Berglund

 

21.

ADNorwegen

Merethe Trøan

"Visjoner"
ESP 92

M.: Robert Morley
T.: Eva Jansen
D.: Rolf Løvland

 

22.

ADDeutschland

Wind

"Träume sind für alle da"
ESP 92

M.: Ralph Siegel
T.: Bernd Meinunger
D.: Norbert Daum

 

23.

ADNiederlande

Humphrey Campbell

"Wijs me de weg"
ESP 92

 M. & T.:
Edwin Schimscheimer 
D.: Harry van Hoof

 

(Fotos der Teilnehmertabellen: © ECG e. V. / M. Sonneck)

 


  

DIE WERTUNG

 

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