Der Eurovision Song Contest 2008


 

Logo08© RTS

 

53. Eurovision Song Contest - 24. Mai 2008
      Belgrad

Halle Beogradska Arena
Motto Confluence Of Sound
Moderation Jovana Janković & Željko Joksimović
Pausen-Act Goran Bregović
Wertung Televoting -  Die ersten zehn Titel bekommen jeweils die Punkte 12-10-8-7...3-2-1
Teilnehmer 43 Länder (Finale 25 / Semifinale jeweils 19)

 

Siegerland: Russland


israel

Interpret:

Dima Bilan

Titel:

"Believe"

Musik & Text:

Dima Bilan & Jim Beanz


SIeger08© EBU 

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale - 24. Mai 2008
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Russland Dima Bilan Believe 272 24
2. Serbien Montenegro Ukraine Ani Lorak
Shady Lady 230 18
3. Griechenland Kalomira Secret Combination 218 21
4.
Armenien Sirusho Qele Qele
199 5
5. Norwegen Maria Hold On Be Strong 182 25
6.
Serbien Jelena Tomašević Oro 160 23
7. Türkei Mor ve Ötesi Deli 138 12
8. Aserbaidschan Elnur & Samir Day After Day 132 20
9. Israel Boaz The Fire In Your Eyes 124 7
 10. Bosnien & Herzegowina Laka Pokusaj 110 6
11.
Georgien Diana Gurtskaya Peace Will Come 83 17
12. Lettland Pirates Of The Sea Wolves Of The Sea 83 14
13.
Portugal Vânia Fernandes Senhora do mar 69 13
14.
Island Euroband This Is My Life 64 11
 15. BOS Dänemark Simon Matthew All Night Long 60 16
16. BOS Spanien Rodolfo Chicilicuatre Baila el chici chiki 55 22
17. Albanien Olta Boka Zemrën e lamë peng 55 3
18. MA Schweden Charlotte Perrelli Hero 47 15
19. BOS Frankreich Sébastien Tellier Divine 47 19
20. MA Rumänien Nico & Vlad Pe-o margine de lume 45 1
21. MA Kroatien Kraljevi Ulice & 75 cents Romanca 44 9
22. MA Finnland Teräsbetoni Missä miehet ratsastaa 35 8
23. MA Deutschland No Angels Disappear 14 4
24. BOS Polen Isis Gee For Life 14 10
25. MA Ver. Königreich Andy Abraham Even If 14 2

  


 

Semifinale 1 - 20. Mai 2008
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Griechenland Kalomira Secret Combination 156 19
2. Armenien Sirusho Qele Qele 139 14
3. Russland Dima Bilan Believe 135  18
4. Norwegen Maria Hold On Be Strong 106  9
5. Israel Boaz The Fire In Your Eyes 104 2
6. Aserbaidschan Elnur & Samir Day After Day
 96  7
7. Rumänien Nico & Vlad Pe-o margine de lume 94 17
8. Finnland Teräsbetoni Missa miehet ratsastaa 79 16
9. Bosnien & Herzegowina Laka Pokusaj 72 13
10. Polen Isis Gee For Life 42 10
11. Slowenien Rebeka Dremelj Vrag nai vzame 36 8
12. Moldau Geta Burlacu A Century Of Love 36 4
13. Niederlande Hind Your Heart Belongs To Me 27 15
14. Serbien-Montenegro 
Montenegro Stefan Filipović Zauvijek volim te 23 1
15. Irland Dustin The Turkey Irelande douze points 22 11
16. Andorra Gisela Casanova 22  12
17. Belgien Ishtar O julissi 16 6
18. Estland Kreisiraadio Leto svet 
8 3
19. San Marino Miodio Complice 5 5
Semifinale 2 - 22. Mai 2008
1. Ukraine Ani Lorak Shady Lady 152 4
2. Portugal Vânia Fernandes Senhora do mar 120 19
3. Dänemark Simon Matthew All Night Long 112 13
4. Kroatien Kraljevi Ulice & 75 cents Romanca 112 11
5. Georgien Diana Gurtskaya Peace Will Come 75 14
6. Lettland Pirates Of The Sea Wolves Of The Sea 86 10
7. Türkei Mor ve Ötesi Deli
85 3
8. Serbien-Montenegro 
Island Euroband This Is My Life 68 1
9. Albanien Olta Boka Zemrën e lamë peng 67 6
10. EJR Mazedonien Tamara, Vrčak & Adrijan Let Me Love You 64  18
11. Bulgarien Deep Zone & Balthazar DJ, Take Me Away 56  12
12. Schweden Charlotte Perrelli Hero 54 2
13. Schweiz Paolo Meneguzzi Era stupendo 
47  7
14. Malta Morena Vodka 38 16
15. Zypern Evdokia Kadi Femme fatale 36 17
16. Litauen Jeronimas Milius Nomads In The Night 30 5
17. Belarus Ruslan Alehno Hasta la vista 27  9
18. Tschechische Republik Tereta Kerndlova Have Some Fun 9 8
19. Ungarn Czézy Candlelight 6 15

 

  


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN  

 

Halle 07© www.vesti.rs

Zum ersten Mal in der Eurovisionsgeschichte waren aller guten Dinge Drei. Nach den immer stärker werdenden Protesten insbesondere nach der Ostlastigkeit des ESC-Ergebnisses von Helsinki beschloss die EBU, das Format deutlich zu verändern. Es galt nun nicht mehr, dass sich die Top-Ten des Vorjahrganges automatisch für das nächste Finale qualifizierten, sondern es wurden zwei Semifinale eingeführt, und nur noch die sog. BIG 4 und der Gastgeber waren automatisch für das Finale gesetzt.  

Außerdem kamen aus den Semifinalen jeweils die ersten 9 des Televoting ins Finale plus jeweils einem Titel, den die Wertung der Backup-Jurys bestimmte. So traten insgesamt 38 Länder in den beiden Semifinalen an. Unter dem Gesichtspunkt des Wertungsverhaltens seit 2005 und besonderer Nachbarschaftsverhältnisse wurden sie zunächst auf sechs Töpfe verteilt und den beiden Vorrunden zugelost. So kamen jeweils die Balkanländer in einen Topf, die skandinavischen Nachbarländer, die Ex-Sowjetrepubliken,die eher "neutralen" Länder usw. Mit 43 Ländern gab es einen neuen Teilnahmerekord! 

Und was für eine tolle Mischung war da in der Belgradska Arena am Start, aus sowohl einfallsreicher Schauspielkunst (Bosnien & Herzegowina) als auch billiger Komödie (Irland), großen Stimmen, Feuerwerk, Mitsing-Ohrwurm-Akustik (Dänemark, Lettland), Kletter- und Umzieh-Kombis (Griechenland, Zypern) und schlechten I-Love-East-Einschmeichel- Versuchen (Malta) – Wow! Das konnte sich sehen lassen! Und viel wurde uns vermittelt über den Austragungsort, seine Kultur, seine Weltstars, seine Musik - Serbien präsentierte sich als würdiger ESC-Gastgeber! 

 

 

Moderatoren 05© RTS

Der gastgebender Sender RTS hatte ein Casting ins Leben gerufen, um das passende Moderatorenpaar zu finden. Allerdings gefiel das Ergebnis nicht, so dass man dann doch die Moderation Jovana Janković & Željko Joksimović anvertraute.

 

Jovana Janković studierte eigentlich Kunst, machte dann relativ schnell Karriere beim serbischen Fernsehen. So produzierte und moderierte sie zwei Kinomagazine, gefolgt von der langjährigen Moderation beim Frühstücksfernsehen. Als Teenager wurde sie dreimal mit dem Titel "Beste Handballerin Belgrads und Serbiens" ausgezeichnet.

Željko Joksimović belegte 2004 beim ESC mit "Lane moje" den zweiten Platz, damals noch für Serbien-Montenegro. Mit zwölf Jahren gewann er bereits ein erstes Musikfestival in Paris. In den 1990 Jahren hatte er große Erfolge als Komponist beim Belgrader Frühlingsfestival, internationale Festivalerfolge in Osteuropa schlossen sich an. Er schrieb zahlreiche Filmmusiken und begann dann 2000 eine Karriere als Sänger. Für seine ESC-Titel "Lane moje" und "Lejla" 2006 erhielt er jeweils den Marcel-Besançon-Award für die beste Komposition. 2012 trat er noch einmal beim ESC an und wurde Dritter.

Jovana Janković und Željko Joksimović sind seit dem ESC ein Paar und heirateten im Januar 2012. 2014 bekamen sie einen Sohn.

 

FAZIT

   

Es war auffällig, dass manche Teilnehmer dieses Jahrgangs sich nicht nur auf ihre persönliche Gesangskompetenz verließen, sondern sich auch nicht scheuten, höhere Mächte anzurufen wie z.B. Helden, Engel, den Glauben an das, was auch immer zum ESC-Sieg führt, und sogar den unverkennbaren Jesus-Look …  Danke Dima Bilan für den seit dem 24. Mai 2008 unumstrittenen Beweis, dass Glauben nicht nur Berge versetzen, sondern auch jede Menge Punkte einholen kann. Aber nicht nur der von Timbaland in den USA produzierte Titel "Believe", sondern das ganze "Paket" mit  dem ungarischen Geiger Edvin Marton und dem Eislauf-Superstar Eugeny Pluschenko, der auf einer Kunsteisfläche seine Pirouetten drehte, sorgte schließlich für den deutlichen Sieg Russlands. Da hatte man wirklich nichts dem Zufall überlassen!

 

Dass Jesus bereits Auto fahren konnte – wer das glaubt, wird selig! Jesus Christ Superstar alias Sebastién Tellier und sein „Divine“ wollten für Frankreich aus dem Rahmen fallen – Verzeihung, wohl eher aus der Punktewertung. Mit Platz 19 musste er sich punktgleich einen Platz hinter dem von Charlotte Perrelli besungenen „Hero“ aus Schweden einsortieren. Der „Hero“, der Charlotte Perrelli, geb. Nilsson, 2008 zu ihrem zweiten ESC-Triumph verhelfen sollte, hatte aber offensichtlich am Finalabend anderes vor (wahrscheinlich abgeschreckt von ihrem viel belächelten „Alien-Face“): nur Platz 18 für die ESC - Siegerin von 1999.  Und sie war nur durch das Votum der Back-Up-Jury überhaupt ins Finaole gekommen, denn sie war in ihrem Semifinale nur auf Platz 12 gelandet!  Große Hoffnungen hatten sich die Schweden sicherlich gemacht, als sie eine erfahrene ESC-Sängerin ins Rennen schickten. Was lernen wir daraus? ESC-Lebenslauf und bisherige Chart-Erfolge sind in dem Moment, in dem es darauf ankommt, Millionen von Fernsehzuschauern zu beeindrucken, nicht von Bedeutung – Nur der Moment zählt! 

 

Diese bittere Lektion mussten bedauerlicherweise auch unsere „No Angels“ lernen – mit noch so viel Vorschuss-Lorbeeren und Siegeshoffnung bedacht, sollten sie leider ihrem Titel „Disappear“ alle Ehre machen und in der Wertungsversenkung verschwinden – nur eine rettende Hand aus Bulgarien und ein kleines Händchen aus der Schweiz verhinderten das Allerschlimmste, die totale Nullrunde.

 

Da waren Engelchen und Teufelchen aus dem  Newcomerland Aserbaidschan schon erfolgreicher. Der Kampf zwischen Gut und Böse wurde hier so wirkungsvoll veranschaulicht, dass es bei der ESC-Premiere sofort für das Finale und dort für die Top Ten reichte. 

 

Doch wo blieben die Songs zum Mitsingen/-brüllen/-schunkeln und –klatschen. Wie erfolgreich man mit einfachen Mitbrüll-Nummern sein kann, hatten 2006 LT-United mit „We Are The Winners (of Eurovision) demonstriert. Beim Nachbarn Lettland wollte man dieses Rezept 2008 aufgreifen: Gut verkleidet in Piratenkostümen präsentierte man sich als Piraten zur See und sang von den Wölfen der See. Es wurde zwar gewunken und gesungen, aber es reichte auch hier nicht für die Top Ten. 

 

Glückwunsch Herr Stockselius – ihre Neuregelungen zum Auswahl- und Votingverfahren anlässlich der stark osteuropäisch geprägten Ergebnisse 2007 haben Früchte getragen. Zum ersten Mal seit Einführung des Halbfinals waren die Portugiesen nicht nur im Finale dabei, sondern trugen auch noch die Halbfinal-Silbermedaille davon. Und Fanfavoritin Vânia Fernandes konnte ihr Glück kaum fassen. Platz 13 erreichte sie im Finale!

 

Serbien musste im Finale ohne den Nachbarn Montenegro auskommen. Dass der serbische Beitrag "Oro" vom Moderator Željko Joksimović geschrieben wurde, war nicht unumstritten, war der Moderator dadurch nicht unbedingt neutral.

 

Bei Belarus war das Abgucken von der erfolgreichen Vorjahresnummer wohl zu offensichtlich. Montenegro wollte mit einer eher landesuntypischen ESC-Nummer mal so richtig auftrumpfen – bitte ein Runde aussetzen hieß es aber auch hier. Und auch der "Truthahn" aus Irland war nur für eine spektakuläre Bühnenshow gut, aber nicht für einen Platz im Finale.

 

Was am ESC 2008 allerdings sehr, sehr nachdenklich gestimmt hat, war das Abschneiden vieler guter romantischer und stimmenstarker Lieder – allen voran Rumänien und Schweiz. Zugegeben, über den rumänischen Dresscode konnte man streiten, Andrea Bocelli und Sarah Brightman hätten „Pe-o margine de lume“ aber kaum wirkungsvoller vortragen können. U

Und endlich gab es mal wieder italienisch(-sprachige) Romantik im ESC – wo war Europa, als Paolo sang und die Funken sprühen ließ? Das konnte sich messen mit „What’s Another Year“ oder „The One That Love“ – das war Herz-Schmerz-Romantik-Amore-ESC à la 1980er/1990er Jahre, gepaart mit Dancefloor-Sound und einer Show des 21. Jahrhunderts. Super gemacht.

 

Isis Gee aus Polen erinnerte stark an den glanzvollen Auftritt von Shiri Maimon in Kiew: Dass Isis für ihr Leben gern singt, hat man ihr sofort abgekauft und auch das stilvoll aufgezogene Candle-Light-Dinner aus Ungarn mit der romantischen Ausstrahlung von Czésy wäre absolut finaltauglich gewesen. Haben Songs nach dem Strickmuster von „Hold Me Now“, „Après toi” oder „Neka mi ne svane“ im ESC ihre Chancen eingebüßt? Lieber nicht darüber nachdenken – schieben wir es einfach auf die unglückliche rumänische Startposition Nr. 1 im Finale, auf den Übereifer mancher Schweizer Pyrotechniker, die vielleicht doch etwas starke Ausstrahlung mancher polnischer Sonnenbänke und den eventuell mit zuviel Volant überspielten Schlitz im ungarischen Beinkleid …!

 

Sportliche Akrobatik wurde 2008 nicht nur vom Sieger demonstriert – auch dieses Jahr hieß es wieder: hoch das Bein, auf die Schulter, von hinten über die Brust – aber bitte nicht ins Auge …   Ani Lorak aus der Ukraine brachte sogar ihre eigene Kletterwand mit und bewies auch sehr wirkungsvoll, dass sie damit umgehen konnte - wieder eine verdiente Silbermedaille für die Ukraine!

 

Dass die Kombination aus Sex-Appeal, gutem Gesang und Tanzkunst ein ziemlich sicheres Rezept ist für einen vorderen ESC-Rang, bewies ebenso Sirusho aus Armenien; hinzukommt, dass „Qele Qele“ echte Ohrwurm-Qualitäten hatte. Klettern, Ausziehen, Singen sollte auch Zypern ins Finale bringen. Evdokia Kadi hatte allerdings viel mehr von einer hilflosen Marlene Dietrich und ihrem „Männer umschwirren mich wie Motten das Licht“. Aber dennoch: Ein wenig Ablinsen von erfolgreichen Vorgängerinnen – das kann durchaus Punkte bringen. Und dies war das Geheimrezept von Kalomira aus Griechenland. Die „Secret Combination“ wirkte schon ein wenig abgeguckt von Helenas „My Number One“! Aber mit der Kombination aus Hüftschwung, Ausziehen und Singen waren die Griechen in den letzten Jahren mehr als einmal erfolgreich.

 

Russland hatte bei seinem erfolgreichen ESC-Titel 2008 an nichts gespart – und das sollten sie 2009 bei der ESC- Show ganz sicher auch nicht tun. Wer soviel investiert, um den ESC ins eigene Land zu holen, der würde es sich um keinen Preis nehmen lassen, eine Show zu veranstalten, die ohne Zweifel in die Eurovisionsgeschichte eingehen sollte.

 


 

DIE TEILNEHMER - FINALE

 

 Tab1Tabelle 2

Tab3

Tab5

Tab7

Tab6

Tab7

 

 


  

 DIE TEILNEHMER - SEMIFINALE 1

 

 Tab1Tabelle 2

Tabelle 3

Tab5

Tab7

 

 

DIE TEILNEHMER - SEMIFINALE 2

 

 

SF2a

SF2b

SF2c

SF2d

SF2e

 


  

DIE WERTUNG - FINALE

 

 Scoreboard Finale© ECG e. V.

 

Scoreboard 08© RTS 

 
 

DIE WERTUNG - SEMIFINALE 1 + 2

 

Scoreboard 95© ECG e. V.

Semi 2 Wertung© ECG e. V.


         


 

AUS DER PRESSE

 

No Angels: Sturzflug in die Hölle 

Von Stefan Küper, Westdeutsche Zeitung 26.05.2008  

 

Bitterer geht’s kaum: Deutschland landet zum zweiten Mal binnen vier Jahren auf dem letzten Platz. Der russische Popsänger Dima Bilan schnulzte sich zum Sieg. 

Vor acht Jahren kamen Lucy, Sandy, Nadja und Jessica aus dem Nichts: Die No Angels waren die Pop-Sensation des Jahres 2000, gewannen die Casting-Show „Popstars“, landeten Chart-Erfolge im In-und Ausland. Gut möglich, dass ihre Karriere in Belgrad kurz nach ihrer Wiedervereinigung wieder beendet wurde. Mickrige 14 Punkte (...) bedeuteten den letzten Platz (...) So eine Demütigung muss man erstmal verdauen.

Immerhin erwies sich das Quartett als fairer und mutiger Verlierer: Zur After-Show-Party kamen die vier trotz der Enttäuschung, und in der Live-Schaltung nach Deutschland lobten sie sogar die tolle Stimmung in Belgrad. Aber ein Blick in ihre versteinerten Mienen sprach Bände, und Lucy versuchte auch gar nicht erst, etwas schönzureden: „Das Ergebnis ist sehr, sehr schockierend für uns.“

Hand aufs Herz: Niemand hatte wirklich erwartet, dass sie ihr Song „Disappear“ zum Sieg tragen würde. Das eher balladesk angehauchte Lied taugt einfach nicht für eine mitreißende Bühnenshow, und Ohrwurm-Charakter kann man ihm auch nur schwer attestieren. Aber der letzte Platz? Den hätte man eher anderen schrägen Teilnehmern gegönnt: zum Beispiel der albernen Truppe aus Lettland, die ihren Piraten-Song in schlechten Kostümen       schwankend zum Besten gab. Ergebnis: Platz elf. Eher zum Gruseln war auch der Auftritt der Schwedin Charlotte Perrelli – weniger wegen ihres Titels, als wegen ihres maskenhaften Gesichtsausdrucks, der auf den exzessiven Einsatz des Skalpells beim Schönheitschirurgen schließen ließ.

Dass am Ende wieder fast ausschließlich osteuropäische Staaten in der oberen Hälfte auftauchten, überrascht niemanden mehr. Die gegenseitigen Liebesbeweise dort sind wir ja schon gewöhnt. Ganz unverdient war der Sieg des Russen Dima Bilan aber nicht. Sein Schmuse-Pop-Song „Believe“       ging leicht ins Ohr und wurde professionell auf die Bühne gebracht. Begleitet wurde er von einem Geiger auf einer Stradivari, und derjenige, der auf Schlitzschuhen wilde Pirouetten um ihn herum drehte, war kein geringerer als Eiskunstlauf-Olympiasieger Jewgeni Pluschenko. Der Sänger selbst betrat mit nackter Brust unter dem offenen Hemd die Bühne und dürfte so insbesondere bei vielen Frauen zum Favoriten aufgestiegen sein. Regierungschef Wladimir Putin ließ es sich natürlich nicht nehmen, den Sieg gleich anschließend in einen „Triumph für ganz Russland“ umzudeuten. In diesem Stil wird er sicher auch dafür sorgen, dass das Finale nächstes Jahr in Moskau zu einer gigantischen Show wird. Ob wir das allerdings noch mal live erleben, ist noch nicht sicher. Bei der ARD gibt es nach den mehrfachen Blamagen in den vergangenen Jahren angeblich Überlegungen, den Sendeplatz mit volkstümlichen Angeboten zu füllen.

Russischer Siegeswille 

Dima Bilan lässt beim Eurovision Song Contest die Konkurrenten souverän hinter sich 

Von Hans-Hermann Kotte, Frankfurter Rundschau 26.05.2008 

 

In seinem Lied singt er von einer Aufstiegsmission: Mission to keep climbing. Die hatte der russische Popstar Dima Bilan am Ende ganz zweifellos erfüllt: Er gewann den Eurovision Song Contest souverän mit 272 Punkten. In der Arena von Belgrad hielt er die Heimatflagge in die Kameras und umarmte seinen Bühnenpartner, den Eiskunstläufer Jewgeni Pluschenko. Der hatte nett lächelnd ein paar Pirouetten geliefert; der ungarische Geiger Edvin Marton wiederum hatte auf einer echten Stradivari (Baujahr 1697) wild streichend so getan, als ob er geigt. Und ganz vorn Bilan mit aufgerissenem Hemd.

Der Russe ließ sie alle hinter sich: den großartig singenden Israeli Boaz Mauda, Mor ve Ötesi, die schnörkellose Rockband aus der Türkei, den komischen Elektropop-Star Sébastien Tellier aus Frankreich. Und auch Portugals sentimentale Balladen-Königin Vânia Fernandes.

Dima Bilans Auftritt war alles andere als geschmackssicher, vor „russischem Neo-Protz“ hatte die taz gewarnt. Aber der unbedingte Siegeswille war da. Und letztlich konnten sowohl der Song „Believe“, an dem noch in der Soundwerkstatt des US-Produzenten Timbaland gebastelt worden war, als auch die stimmliche Performance überzeugen. Eine Ballade mit Geigen-Bombast und dicken Beats, ein Sänger, der sich auf dem Boden räkelt. Mehr ging nicht rein in die drei Minuten. Da standen sie nun, Bilan und Pluschenko, und mancher mochte an ein anderes Siegerduo denken, Medwedjew und Putin.

Der 26-jährige Dima Bilan ist in Russland längst ein Star. 2005, 2006 und 2007 wurde er von MTV Russia zum besten Künstler gewählt. Er nahm erstmals 2005 an einem Eurovisions-Vorentscheid teil und vertrat sein Land 2006 beim Song Contest in Athen. Mit „Never let you go“ belegte er den zweiten Platz – und schon damals war die Bühnenshow spektakulär kitschig: Einem weißen Flügel, auf dem sich Bilan räkelte, entstieg eine Ballerina. Der jetzige Sieg des Russen kam also nicht wirklich überraschend, zumal er gemeinsam mit der Griechin Kalomira und den lettischen Piraten zu den Favoriten zählte. Nun will es Bilan mit einer Weltkarriere probieren: Sein neues Album erscheint in russischer, englischer und spanischer Version.

Die No Angels, die für Deutschland antraten, können dagegen das erhoffte Comeback komplett vergessen. Die Ex-Castingband landete auf dem letzten Platz gemeinsam mit Polen und England. Null Punkte aus 40 Ländern – lediglich 12 Punkte aus Bulgarien, der Heimat von Sängerin Lucy, und zwei Punkte aus der Schweiz. Und das völlig zu Recht: Denn sie sangen so schief, wie man es selten gehört hat beim Eurovision Song Contest. Auch wenn ARD-Moderator Peter Urban gleich mehrfach betonte, dass die No Angels einen klasse Auftritt hingelegt hätten: Sie klangen erbarmungswürdig. Und ihre Choreographie war ziemlich ideenfrei, verglichen mit anderen klebten sie geradezu auf der Bühne.

Natürlich fragte die Bild am Sonntag gleich wieder: „Mag uns keiner? Oder sind wir zu blöd zum Siegen?“ Beides trifft zweifellos zu. Ersteres lässt sich nur schwer ändern, weil Deutschland nun mal wenige Freunde hat in der ganzen Welt. Zweiteres könnte ganz schnell besser werden, wenn der NDR – zuständig für die Auswahl der Künstler – endlich mal zeitgemäßen Pop und echte Stars ins Rennen schicken würde.

Immerhin: Mit wilden Verschwörungstheorien über die Punkte-Mafia Osteuropas, Nachbarschaftshilfe und Polit-Klimbim hielten sich diesmal sowohl die ARD-Leute als auch die Boulevardpresse zurück. Kein Wunder, schließlich gab es auch aus so gut wie allen Ländern Westeuropas keine Punkte für die No Angels. Schon ihr Titel war wohl nicht klug gewählt: "Disappear“.

Von Russland rundum eingewickelt 

Dima Bilan gewinnt in Belgrad haushoch den Grand Prix und lädt schon mal nach Moskau ein. 

Von Peter-Philipp Schmitt, Frankfurter Allgemeine 25.05.2008 

 

Vor lauter Bodyguards war der kleine Gewinner in der Mitte fast nicht zu sehen. So treten wohl Stars auf. Megastars, die allerdings weniger um ihre Sicherheit fürchten, als auf sich aufmerksam machen wollen. Und so versuchte der kaum zu sehende Dima Bilan wenigstens sein gläsernes Mikrofon in die Höhe zu recken – über alle Köpfe hinweg. Die Eurovisions-Trophäe, die die erste Gewinnerin des Grand Prix aus dem Jahr 1956, die Schweizerin Lys Assia, und die serbische Vorjahressiegerin Maria Serifovic in Belgrad vorgestellt hatten, wurde in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben. Es war nicht der einzige Preis, den der Russe bekommen sollte. Immerhin ist er auch – zusammen mit Jim Beanz – der Komponist und Texter seines Siegertitels „Believe“. So gab es für ihn noch einige gläserne Kleinigkeiten und goldene Statuetten. Still neben ihm saß derweil am Sonntagmorgen Jewgeni Pluschenko, eingehüllt in die Fahne seines Heimatlandes. Der Weltmeister und Olympiasieger im Eiskunstlaufen hatte zuvor, noch auf der Bühne der Beogradska Arena, seinen Triumph in Worte gefasst: „Nun habe ich noch einen Titel gewonnen – die Eurovision.“ In den vergangenen Tagen waren die Meinungen auf den Fluren des Belgrader Sava Centers heftig auseinander gegangen, dort also, wo Fans, Teilnehmer und Journalisten zusammentrafen. „Bloß nicht nächstes Jahr nach Russland“, sagten die meisten Gäste aus dem Westen. Dann, so hieß es, bleiben wohl noch mehr der sonst jährlich zum „Eurovision Song Contest“ (ESC) wiederkehrenden Besucher zu Hause. Schon in diesem Jahr waren weniger Grand-Prix-Touristen als sonst nach Belgrad gefahren. Sie wollten nicht nach Serbien reisen, spätestens nachdem sich das Kosovo für unabhängig erklärt hatte und im Februar Botschaften gebrannt hatten. Danach gab es Anfragen der EBU und etlicher Regierungen an Belgrad, auch in Berlin, und der Staatspräsident Serbiens, Boris Tadic, sah sich veranlasst, eine Garantieerklärung für die Sicherheit der ausländischen Gäste abzugeben. Trotzdem gab es zu Beginn des ESC einen Brief der Grand-Prix-Verantwortlichen, der klare Verhaltensregeln für die Tage in der serbischen Hauptstadt empfahl und zugleich Warnungen aussprach. So etwas hatte es noch nicht gegeben, doch so etwas wird es sicher auch in Russland wieder geben. Schon jetzt scheint festzustehen, dass der nächste Grand Prix in Moskau stattfinden wird – trotz einer Zeitverschiebung von zwei Stunden.

Wie erwartet, stürzten die großen Vier, die Hauptgeldgeber des ESC und gesetzten Finalisten, bis ans Ende des Feldes ab. Deutschland, Großbritannien und Polen erhielten jeweils 14 Punkte. Ohne die „Lucy-Stimmen“ – zwölf Punkte aus Bulgarien – wären die No Angels jämmerlich allein auf dem letzten Platz gelandet. Dann wären ihnen nur die zwei Punkte aus der Schweiz geblieben. (…) Weil Deutschland einmal die Höchstpunktzahl bekam, wird es nun auf Platz 23 geführt. Polen erhielt einmal zehn Punkte und damit die zweihöchste Punktzahl. Es liegt auf Rang 24, Großbritannien mit nur einmal acht Punkten ist offiziell das Schlusslicht.

Frankreich erreichte wie Schweden 47 Punkte, liegt aber hinter den Skandinaviern auf Platz 19, Spanien bekam wie Albanien 55 Punkte (auf Platz 17) und erreichte Rang 16. Wie frustriert die EBU mit der „Big 4“-Regelung inzwischen ist, wurde in Belgrad ebenfalls klar. Ein Vertreter der Union hatte am Freitag gesagt, dass über die künftige Position Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und Spaniens sowie über ihre Ausnahmestellung gesprochen werden müsse.

Einige Fakten zum russischen Beitrag: Timbaland, der eigentlich Timothy Z. Mosles heißt und unter anderen schon Destinys Child, Jay-Z, Missy Elliott, Nelly Furtado, Madonna und Justin Timberlake zu ihren Erfolgen führte, war für die Produktion von Dima Bilans Siegertitel verantwortlich. Auf der Bühne neben dem Russen spielte der ungarische Starviolinist Edwin Marton auf, der vor allem als Komponist von Titeln für Weltklasse-Eisläufer wie Stéphane Lambiel und Jewgeni Pluschenko bekannt wurde. Pluschenko selbst tanzte für Bilan auf der Belgrader Bühne, sprang und drehte seine Pirouetten auf einer künstlichen Eisfläche. Insgesamt zehn Millionen Dollar soll Russland in die diesjährige Teilnahme ihres Vertreters gesteckt haben. Ob davon auch Call-Center finanziert wurden, die für den Sechsundzwanzigjährigen angerufen haben – darüber wird bestimmt spekuliert werden. Die EBU allerdings schließt das kategorisch aus.

Es zählt auch nur eines: Russland hat klar mit 272 Punkten vor der Ukraine (230 Punkte) und Griechenland (218 Punkte) gewonnen. Das Endergebnis stand schon fest, noch ehe überhaupt alle 43 Teilnehmerländer ihre Punktzahlen öffentlich bekannt gegeben hatten. Dabei hatte Bilan nur knapp im März den russischen Vorentscheid gewonnen. So knapp, dass er in Tränen ausbrach, als seine zweite ESC-Teilnahme für Russland in nur drei Jahren endlich feststand. Bilan, der als Viktor Belan geboren wurde, war 2006 in Athen von den Rockmonstern Lordi aus Finnland geschlagen worden. Mit seinem Lied „Never let you go“ kam er auf Platz zwei. Seither versucht er, den westlichen Markt zu erobern. Noch in diesem Jahr werden drei neue Alben erscheinen: ein russisches, ein englisches und ein spanisches, das von Rudy Perez produziert wurde und ein Duett mit Nelly Furtado zu bieten hat.

Russland erhielt im Schnitt mehr als sechs Punkte aus jedem Land. Sieben Mal bekam Dima Bilan zwölf Punkte – aus sechs ehemals sowjetischen Republiken und aus Israel, wo viele Russen leben. Zehn und acht Punkte gab es noch zehn Mal – aus sieben Ländern des ehemaligen Ostblocks sowie aus Zypern, Malta und Finnland. Deutschland stimmte mit sieben Punkten für Russland. Auf den ersten zehn Plätzen finden sich vier klassische Grand-Prix-Länder wieder – Griechenland, Norwegen, Türkei und Israel – und sechs Vertreter aus dem einstigen Ostblock. Hätten nur die 25 Nationen im Finale abgestimmt, die tatsächlich in der Endrunde standen, dann hätte trotzdem Russland gewonnen. (…) Zählt man nur die Stimmen aus dem Westen, dann hätte Armenien vorne gelegen. (..)

Deutschland wäre in diesen beiden Fällen auf dem letzten Platz gelandet. Dabei waren die No Angels am Samstagabend so gut wie kein einziges Mal zuvor in den Tagen in Belgrad gewesen. Jede Probe und Generalprobe war nicht optimal gelaufen. Zudem war das Quartett durch eine Virusinfektion geschwächt worden. Sängerin Jessica musste tagelang das Bett hüten. Sie stand zwar rechtzeitig wieder auf der Bühne, doch das durchaus eingängige Poplied der No Angels kam nicht an.

Nicht nur für die No Angels, auch für den Grand-Prix-Sender NDR war das Abschneiden eine bittere Lehre. Wenn man sieht, wie professionell Länder wie Russland, die Ukraine und sogar schon der Debütant Aserbaidschan an den ESC herangehen, müssen sich die Verantwortlichen eingestehen, dass man so nicht konkurrenzfähig ist. Es muss dringend etwas geändert werden. Die EBU wird wohl Konsequenzen ziehen. Ob sich Deutschland dann im nächsten Jahr noch auf eine Finalteilname in Moskau verlassen kann, ist ungewisser denn je.

Kraft von Gebetsmühlen 

Total verloren: Deutschland beim Eurovision Song Contest 

Von Hans Hoff, Süddeutsche Zeitung 26.05.2008 

 

Man muss Thomas Hermanns nicht mögen. Zu oft hat er schon mit seinem penetrant gezoomten Dauergrinsen Nichtigkeiten zur großen Angelegenheit erklärt. Trotzdem gab es in der Nacht zu Sonntag einen Moment, da war man geneigt, dem Mann sozusagen um den Hals zu fallen, weil er wie das Kind vor dem nackten Kaiser das einzig wahre Urteil fällte. „Ein Desaster“, sagte Hermanns und meinte damit das Abschneiden des deutschen Beitrags beim diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC). Dazu stellte er gleich noch klar, auf welchem Platz die No Angels gelandet waren: auf dem letzten.

(…) So kann man das natürlich sehen, wenn man die Party wie die ARD mitveranstaltet. Man lässt dann einfach außer Acht, dass sich bei 25 Teilnehmern auf dem 23. Platz punktgleich drei Verlierer tummeln, Deutschland, Polen und Großbritannien. Da braucht es einen Kerl wie Hermanns, der die Dinge wieder gerade rückt. Dank sei ihm.

Dass die klaren Worte nach einer über dreistündigen Trillertortur fällig wurden, kann man letztlich nur erklären aus dem Hang zum Masochismus im deutschen Fernsehgewerbe. Jedes Jahr lässt die ARD wieder Künstler aus dem reichhaltigen deutschen Angebot der Mittelmaß-Industrie erwählen, die dann losziehen, um sich mangelnde Wettbewerbsfähigkeit attestieren zu lassen. Waren es 2006 noch mehr als zehn Millionen Menschen, die sich hierzulande für den ESC interessierten, so versammelten sich 2007 nur noch 7,38 Millionen vor dem Schirm. In diesem Jahr war es noch eine Million weniger, was einen vergleichsweise mageren Marktanteil von knapp 28 Prozent bedeutete. Auf die schon während der Sendung behaupteten hundert Millionen Zuschauer im ESC-Sendegebiet konnte wohl nur hoffen, wer an die Kraft von Gebetsmühlen glaubt.

Das magere Interesse dürfte kaum jemanden verwundern, der den deutschen Beitrag kennt – erst recht niemanden, der die quietschbunte Show mit 25 Liedern und dauerhaft durch die Luft fliegenden Kameras erlitten hat und erleben durfte, dass der russische Beitrag „Believe“, interpretiert von Dima Bilan und produziert von der amerikanischen Mischpultgröße Timbaland (Madonna, Destiny’s Child), völlig zu Recht abräumte. Wobei angemerkt werden muss, dass noch das letzte Miniland am Schwarzen Meer mehr Kraft auf die Bühne brachte als die deutschen Abgesandten.

Die präsentierten sich wie eine aufgescheuchte Herde beschwipster Hausfrauen, die im Harmoniegesang meist so klangen, als wollten sie ein Garagentor imitieren. Zwei Punkte gab es dafür aus der Schweiz und zwölf aus Bulgarien, der Heimat von No-Angels-Mitglied Lucy. Die restlichen 41 Länder mit Abstimmberechtigung sahen sich nicht in der Lage, den No Angels auch nur einen Mitleidspunkt zu geben. Völlig zu Recht.

 

 

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