Eurovision Song Contest
Der größte Musikwettbewerb der Welt.

Allgemeine Informationen

 

Bereits unmittelbar nach dem Sieg Israels verkündete Netta, der ESC werde in Jerusalem ausgetragen, was dann umgehend von Ministerpräsident Netanyahu bestätigt wurde. Dies müsste allerdings zunächst vom gastgebenden TV-Sender IPBC und der EBU bestätigt werden.

 

Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat nannte die Jerusalem Arena und das Teddy Stadion als mögliche Hallen, wobei das Stadion zunächst überdacht werden müsste. Der Bürgermeister von Tel Aviv hatte bereits am 13.05.2018 bekannt gegeben, dass Tel Aviv sich nicht um die Ausrichtung bewerben werde.

 

Terminlich gbt es Einschränkungen wegen verschiedener Feiertage und Gedenktage. Am 8. Mai wird der Unabhängigkeitstag gefeiert. An diesem Tag dürften keine Proben stattfinden. Daher erscheint entweder das Datum 21., 23. und 25.05.2019 wahrscheinlich oder aber der 14., 16. und 18.05.2019 (mit Unterbrechung der Proben am 08.05.)

 

Die Austragung in Israel ist bereits jetzt umstritten. So gibt es in Island eine Petition zum Boykott und der Bürgermeister von Dublin forderte RTE auf, 2019 nicht am ESC teilzunehmen, ähnlich äußerte sich Charlie McGettigan, ESC-Sieger 1994. Man könne dort nicht den ESC feiern, während andere Leute dort sterben. Aufrufe zum Boykott gibt es auch in Schweden und Großbritannien.

Eine offizielle Stellungnahme bzw. Bekanntgabe seitens der EBU gab es zunächst noch nicht, allerdings gab es bereits einen etwas ungewöhnlichen Aufruf seitens der EBU, man solle weder Flüge noch Hotels bereits jetzt buchen. Und sowohl in spanischen als auch in griechischen Medien gab es Berichte, nach denen die EBU dem israelischen TV-Sender IPBC (KAN) bereits mitgeteilt habe, man solle sich u.U. darauf einstellen, dass der nächste ESC nicht in Israel stattfinden werde, falls sich TV-Sender dazu entschließen sollten, in diesem Fall nicht teilzunehmen.

Andererseits hatte sich jetzt der Bürgermeister von Petah Tikva, der fünftgrößten Stadt Israels, dahingehend geäußert, dass die Stadt sehr an der Ausrichtung interessiert sei. Man habe zwar keine geeignete Halle, aber wenn in Baku eine Halle speziell für den ESC habe gebaut werden können, sei das auch in seiner Stadt möglich.

 

Die Diskussionen in Israel gingen unterdessen weiter. So hatte der Generaldirektor des Ministeriums für Kultur und Sport Yossi Sharabi sich dahingegehend geäußert, dass Jerusalem nicht  automatisch gesetzt sei. Wohingegen die Ministerin Miri Ragev selbst auf Jerusalem als Gastgeberstadt bestand. Sollte der Contest nicht in Jerusalem stattfinden, sehe sie keine Grundlage für den israelischen Staat, die Veranstaltung mit 14 Mio. Dollar zu finanzieren.  

Inzwischen wurde bekannt, dass Haifa, Israels drittgrößte Stadt, sich beworben hat. Es gibt dort das Sammy-Ofer-Stadion mit 30.000 Plätzen, dass allerdings noch überdacht werden müsste. Das sei kein Problem, und wenn es an Hotels fehlen sollte, würden diese noch gebaut werden, so der Bürgermeister. Inzwischen hat wohl doch Tel Aviv auch Interesse bekundet sowie der Touristenort Eilat am Roten Meer. Zudem wurde seitens der israelischen Regierung erklärt, man werde sich in den Vergabeprozess nicht einschalten.

 

Dann gab es Meldungen, wonach der Sender IPBC möglicherweise seine Aufnahme in die EBU erneut beantragen müsse, sollte die Absicht der Regierung in die Tat umgesetzt werden, die Sparten "Nachrichten" und "Unterhaltung" zu trennen, was gegen die EBU-Regeln verstoßen würde. Diese Entscheidung ist nun beim zuständigen israelischen Gericht anhängig. Mittlerweile hat die israelische Regierung jedoch vorerst darauf verzichtet, diese Trennung vorzunehmen. 

  

Nach einem Meeting von Repräsentanten des israelischen TV-Senders IPBC (KAN) mit der EBU in Genf am 20.06.2018 wurde nun seitens der EBU offiziell bekanntgegeben, dass der ESC 2019 auf jeden Fall in Israel stattfinden wird. 4 Städte stünden zur Wahl: Jerusalem, Tel Aviv, Haifa und Eilat. Eine Entscheidung über den Austragungsort und die Daten der 3 Shows soll bis September 2018 fallen. Angeblich soll sich auch auch Masada, die historische Stätte am Toten Meer, bewerben. In der "Nature’s Cultural Hall" fanden u.a. schon ein Konzert mit David Guetta statt. 

 

Mittlerweile sind nur noch 3 Städte im Rennen: Jerusalem, Tel Aviv und Eilat. Außerdem hat der TV-Sender KAN wohl Probleme, bis zum 1. August die geforderte Garantiezahlung von 12 Mio. Euro aufzubringen. Einen Staatskredit lehnte der Sender ab, forderte stattdessen eine entsprechende Erhöhung des staatlichen Jahresbudgets, was allerdings wiederum staatlicherseits abgelehnte wurde, so Presseberichte.

 

Die Zahlungsfrist wurde inzwischen verlängert bis zum 14. August. Allerdings sah es zunächst nicht danach aus, dass der Sender das Geld ohne Hilfe der israelischen Regierung aufbringen kann. Der Direktor des Senders IPBC hatte sich nun in einem Brief an Premierminister Netanjahu persönlich gewandt. Doch Netanjahu drohte damit, den Sender komplett zu schließen, falls man die 12 Mio. nicht aus dem Jahresbudget nehme. Dazu sah sich der Sender zunächst nicht in der Lage, man müsse dann auf Teile des regulären Programms verzichten und 200 Leute entlassen.

 

Heute, am 14.08., ist nun zu lesen, dass man sich geeinigt hat, dass der Sender einen staatlichen Kredit bekommt über die erforderliche Summe. 

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