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ESC 2026: Deutschland


  • Nationale VE

    "Eurovision Song Contest -
    Das deutsche Finale"

    Datum 28. Februar 2026
    Ort Berlin
    Halle Studio Adlershof
    Moderation Barbara Schöneberger & Hazel Brugger
    TV-Sender SWR

        


     
    Nach fast 30 Jahren gibt der NDR die Federführung an den SWR ab. Dieser hatte über die GEMA eine Ausschreibung gestartet. Bis zum 22. Oktober 2025 konnten sich "professionell tätige Künstler*innen bewerben. 
    Es wurde betont, dass es sich nicht um eine Castingshow handelt:
    „Was wir wollen, ist kein Casting-Format, sondern ein fairer, freundschaftlicher Wettbewerb unter den teilnehmenden Artists und den weiteren beteiligten Partnern. Gegenseiteiger Respekt vor dem kreativen Schaffen ist die Basis. Es geht darum, gemeinsam den besten deutschen Beitrag für den ESC 2026 zu finden. Unsere Überzeugung ist, dass wir mehr erreichen können, wenn wir gemeinsam unsere Energien bündeln.“
     
    Die Bewerber*innen mussten professionell als Sänger*in tätig sein und ein "Business-Umfeld" vorweisen. Außerdem mussten sie mindestens 18 Jahre alt sein und eine EU-Staatsangehörigkeit oder einen Aufenthaltstitel haben bis mindestens 20. Mai 2026 sowie einen klaren Deutschland-Bezug (deutsche Staatsangehörigkeit, Lebensmittelpunkt Deutschland, deutsches Elternteil, deutschsprachig). Es wurde Wert gelegt auf eine herausragende Stimmqualität und Bühnenpräsenz, künstlerische Glaubwürdigkeit und starke Persönlichkeit sowie berufliche Reife und Erfahrung, um dem Druck standzuhalten. Sie mussten erfahren sein im Umgang mit Medien. 
     
    „Wir suchen Songs, die das Potenzial haben, international erfolgreich zu sein – beim ESC, aber auch darüber hinaus. Dazu brauchen wir Artists, die das Talent sowie die Persönlichkeit für eine internationale Karriere in sich tragen.“ 
     
     
    Alle Einsendungen wurden zunächst von der ESC-Redaktion begutachtet „nach künstlerischer und stimmlicher Qualität". Auch Bühnen- und Medienerfahrung wurden berücksichtigt. So sollte ein "Artist Pool" entstehen. Alle Songs wurden dann auf ihre ESC-Tauglichkeit geprüft. Dabei bediente man sich einer internationalen Marktforschungsstudie mit Expertenjurys und musikaffinen Laien aus Europa, die das ESC-Finale simulieren sollte. Nach diesen Ergebnissen wurde dann eine Shortlist erstellt für die Teilnahme an der deutschen Vorentscheidung. Diese wird am Samstag, 28. Februar. in der ARD von 20.15 Uhr bis 23.15 Uhr ausgestrahlt werden. Die Entscheidung fällt dann durch eine internationale Jury aus Expert*innen und Publikumsvoting. Die Produktionsfirma Kimmig Entertainment zeichnet für die TV-Show verantwortlich, so wie bereits 2018 und 2019.
    Neue Head of Delegation ist Tina Sikorski. Laut SWR ist Sikorsi eine ausgesprochene Kennerin der Branche. Sie war früher an der Popakademie Baden-Württemberg und als Geschäftsführerin der Initiative Musik tätig. Über die kommende Vorentscheidung sagt sie: 

    "Musik ist eine Sprache, die wir alle verstehen. Seit 70 Jahren zeigt uns der ESC, wie kraftvoll und magisch diese Verbindung sein kann, aber auch, wie kontrovers immer wieder um Themen gerungen wird. Ich freue mich sehr, dass wir mit der ARD den musikalischen Funken weitertragen. Beim deutschen ESC-Finale werden wir großartige Performances sehen und den perfekten Act finden, der Deutschland beim 70. Eurovision Song Contest leuchten lässt."
     
     
    Am Abend des 15. Januar 2026 wurden die neun Acts der Vorentscheidung offiziell bekanntgegeben. 
    Außerdem wurden Details zum Voting bekannt: In einem ersten Schritt bewertet eine hochkarätig besetzte 20-köpfige internationale Jury aus Musikexpert*innen aus 20 ESC-Teilnehmerländern die neun Acts und wählt ihre drei aussichtsreichsten Favoriten. In einem zweiten Schritt entscheidet allein das Publikum, welcher dieser drei Acts das begehrte Ticket für den ESC erhält und Deutschland im Mai beim Eurovision Song Contest in Wien vertreten wird.

     

      
    Finale - 28. Februar 2026  
    Interpret*in/Titel
    BELA
    Herz
    Laura Nahr
    Wonderland
    Dreamboys The Band
    Jeanie
    Malou Lovs
    when I’m with you
    Molly Sue
    Optimist (Ha Ha Ha) 
    MYLE
    A OK
    Ragazzki
    Ciao Raggazki
    Sarah Engels
    Fire
    wavvyboi
    black glitter

     

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    Dies sind die neun Acts im ausführlichen Porträt 

     
    © SWR / Claudius PflugBELA (23)
    Song: "Herz"

    Text & Komposition: BELA, Jonas Mengler und Chris Cronauer
    Ort: Berlin
     

     

     

     

     

     

     

     

    Bereits mit 16 Jahren begann BELA, intensiv Musik zu machen, verbrachte viel Zeit in Studios und arbeitete früh mit namhaften Künstler*innen an deren Songs. Irgendwann wurde klar, dass Dinge in ihm lagen, die erzählt werden wollten: von Trennungen, von Selbstzweifeln, vom Wunsch, für jemanden genug zu sein. Erst dieser Moment führte zur Entscheidung, ein eigenes Projekt zu beginnen: nicht als Bruch mit dem Vergangenen, sondern als logische Fortsetzung.

    In seiner Musik sagt BELA Dinge mit einer Direktheit und Ehrlichkeit, die man so vielleicht nicht in einem Gespräch sagen würde – und genau darum geht es auch bei seinem ESC-Song „Herz“. Er erzählt von seiner Erfahrung, sich in jemanden zu verlieben, der aus einer ganz anderen Welt kommt. Über die Angst, in der scheinbar perfekten Welt des Gegenüber keinen Platz zu haben und trotzdem den Mut zu zeigen, sein Herz zu öffnen. Mit dieser Offenheit geht auch eine neue Aufmerksamkeit für sich selbst einher. Über Jahre hinweg versuchte BELA, allem gerecht zu werden – den Erwartungen anderer ebenso wie den eigenen Ansprüchen.

    Dass dies unter anderem auch gesundheitliche Konsequenzen für ihn hatte, betrachtet BELA als Teil desselben Weges, auf dem er gelernt hat, genauer hinzusehen: auf sich, auf Grenzen, auf das, was ihm guttut. Seine Musik ist seitdem weniger ein Ventil als ein Angebot – für Nähe, für Zugehörigkeit, für ein Gefühl von Halt. Dass BELA mit „Herz“ am deutschen ESC-Vorentscheid teilnimmt, ist deshalb mehr als ein Wettbewerbsmoment. Es ist die Einladung, ein sehr persönliches Projekt auf eine große Bühne zu tragen, ohne sich dafür zu verbiegen. Mit einer Stimme, die nicht erklären, sondern berühren will.

     

    © SWR / Claudius Pflug

    Laura Nahr (25)
    Song: „Wonderland”
    Text & Komposition: Laura Nahr, Samuel Dick, Ningyuan Jiang, Sam Harper
    Ort: Berlin

     

     

     

     

     

     

     

    Aufgewachsen in Magdeburg, künstlerisch geprägt durch mehrere Jahre in London und seit Kurzem in Berlin zu Hause, verbindet Laura Nahr akustische Gitarre, Klavier und eine klare, unmittelbare Stimme zu einem modernen Pop-Sound mit Tiefe. Laura verbindet gefühlvollen Pop- und Singer- Songwriter-Sound mit ehrlichen, persönlichen Texten. Im Zentrum ihrer Songs stehen persönliche Erfahrungen: Liebe, Verlust, Selbstfindung und das Gefühl, sich im Übergang zum Erwachsenwerden neu orientieren zu müssen. Ihr Stil lebt von Klarheit und Intimität, was ihren Songs eine besondere Fragilität und Emotionalität verleiht. Mit ihrer Debüt-EP „Missed Connections Collection“ legte sie 2025 ein erstes, selbstbewusstes Fundament. Nun folgt der nächste Schritt: In ihrem ESC-Song „Wonderland“ verhandelt Laura das Gefühl, irgendwo zwischen Aufbruch und Überforderung festzustecken, auf der Suche nach Orientierung, Sinn und einem eigenen Platz in einer Welt, die selten stillsteht. Wonderland ist kein Märchen, sondern ein ehrlicher Blick auf das Chaos des Erwachsenwerdens. Zitat: „Der ESC vereint unterschiedliche Kulturen, Sprachen und Perspektiven. Diese Offenheit und emotionale Vielfalt spiegeln genau das wider, was ich mit meiner Musik erreichen möchte.

     
     
    © SWR /Claudius Pflug Dreamboys The Band”
    Song: „Jeanie“
    Text: 
    Nina Caroline Wegener, Johanna Gußmagg, Philippa Kinsky, Janine Villforth
    Komposition: Benedikt Schöller, Timothy Auld, Nina Caroline Wegener, Johanna Gußmagg, Philippa Kinsky, Janine Villforth
    Ort: Berlin 
     
     
     

    Kennengelernt haben sich die vier Künstlerinnen Jo The Man The Music, Philippa Kinsky, VILLFORTH und Nina Caroline in Berlin und verbunden hat sie von Anfang an die Musik. Schon seit vielen Jahren als Solo-Musikerinnen erfolgreich unterwegs, wollen sie nun mit ihrem neuen Band-Projekt gemeinsam die ESC-Bühne erobern. Schon seit Frühjahr 2025 covern sie zeitlose Songs, die sie mit viel Feingefühl und Leidenschaft viers-mmig arrangieren und haben sich mittlerweile eine ansehnliche Fanbase erarbeitet.

    Was die Band neben der Musik verbindet, ist eine tiefe Freundschaft und die vier Songwriterinnen haben erkannt, wie wertvoll echte Verbundenheit in einer oft konkurrenzgeprägten Branche ist. Spontaneität und Kreativität ist bei „Dreamboys The Band” Trumpf – kein Wunder, dass ihr ungewöhnlicher Bandname aus einer WhatsApp-Gruppe entstand. Die Geburtsstunde ihre Songs „Jeanie“ war für die Band schließlich die Initialzündung, sich für den ESC zu bewerben. Der Song „Jeanie“ ist ein Befreiungsschlag von Meinungen und Blicken anderer, sowie von inneren Zweifeln. Er vereint die Erfahrungen von vier Frauen, durch diese Welt zu gehen, gleichzeitig kann man Jeanie in jedem Menschen finden - eine Ode an die Lebensfreude und die eigene Stärke. Mit warmen Harmonien und einem organischen Indie-Pop-Sound vermittelt der Track die Botschaft, dass man genau richtig ist, so wie man ist: „Jeanie, don’t you know you got it all / You don’t have to please ’em all / We got nothing to prove“.

     

     

    © SWR / Claudius Pflug

    Malou Lovis (26)
    Song: 
    „when I´m with you”
    Text & Kompositon: Malou Lovis Kreyelkamp, Louis Schoorl und Chelsee Grimes
    Ort: Berlin
     
     
     
     
     
     
     
    Malou Lovis ist eine Singer-Songwriterin mit einer sanften und zugleich kraftvollen Stimme, die berührt und im Gedächtnis bleibt. Aufgewachsen im Münsterland, entdeckte sie ihre musikalische Leidenschaft früh in einem Elternhaus voller Instrumente. Eine prägende Reise durch Spanien bestärkte sie schließlich darin, ihren eigenen Weg zu gehen – und führte sie auf die große TV-Bühne von „The Voice of Germany“, wo sie 2023 die 13. Staffel gewann. Im März 2025 veröffentlichte Malou Lovis ihr Debütalbum „things i wrote down last night“, auf dem sie in elf persönlichen Songs Themen wie Selbstfindung, Liebe, Verlust und Empowerment verarbeitet. Nach ihrer Teilnahme an „The Voice“ begleitete sie ihre Coaches Bill und Tom Kaulitz als Support-Act auf der Europatour von Tokio Hotel. Bevor sie das Jahr 2025 mit ihrer nahezu ausverkauften ersten eigenen Tour abschloss, folgte mit dem gemeinsamen Song „One More Day“ mit Tokio Hotel, der als Soundtrack zum Kinofilm „Momo“ eingesetzt wurde, ein weiteres musikalisches Highlight. Mit ihrem ESC-Song „When I’m With You“ erzählt Malou Lovis eine intensive Liebesgeschichte, die für sie persönlich in der Verbindung zwischen zwei Frauen verwurzelt ist. So thematisiert sie das Queersein und setzt damit ein klares Zeichen gegen Homophobie und Ausgrenzung und für Diversität. Durch ihre besondere Mischung aus Bodenständigkeit und künstlerischer Tiefe etabliert sich Malou Lovis als spannende neue Stimme der Poplandschaft, die ihre Werte lebt. Ihr moderner Sound und ihre ehrlichen Texte liefern dabei neue Impulse - emotional, verletzlich und gleichzeitig stark 
     
    © SWR / Claudius PflugMolly Sue (25)
    Song: „Optimist (Ha Ha Ha)“

    Text & Komposition: Molly Sue, Chris James, Sam Harper
    Ort: Laboe
     
     
     
     
     
     
     
     

    Mit ihren blonden Engelslocken, ihrer charismatischen, immer gut gelaunten Ausstrahlung und ihrer unverwechselbaren Stimme begeistert Molly Sue ein stetig wachsendes Publikum. Erfahren durch ihre erfolgreichen Teilnahmen bei „The Voice Kids“ und später bei „Deutschland sucht den Superstar“, möchte die bodenständige Norddeutsche nun die große ESC-Bühne nutzen, um sich musikalisch zu perfektionieren.

    Mit ihren eigenen Songs verbinden Molly Sue emotionale Heartbreak-Lyrics mit urbanen Pop-Beats und schafft es auf Social Media überdies, mit ihrer Musik und Cover Versionen von Balladen-Ikonen wie Lana Del Rey oder Birdy eine große Community zu erreichen. Ihre Musik thematisiert Liebe, Verlust und innere Ängste – immer mit dem Wunsch, ihren Fans Halt und Verständnis zu vermitteln.

    Auch ihr ESC-Song „Optimist (Ha Ha Ha)“ greift genau diese Perspektive auf: Er erzählt davon, dass man Menschen nicht ansehen kann, wie es ihnen wirklich geht. Dass jemand nach außen hin positiv, stark und lebensfroh wirkt, schließt nicht aus, dass er chronisch krank ist, Schmerzen hat oder mit inneren Kämpfen lebt. Der Song macht deutlich, dass niemand beweisen muss, wie es ihm geht – und dass das Lächeln, das viele tragen, oft selbst ein Zeichen großer Stärke ist.

     

     

    © SWR / Claudius PflugMYLE (25)
    Song: „A OK“
    Text & Komposition:
     Milo Hoelz (MYLE), Iain James, Bovvary, Sacha Rudy
    Ort: Berlin

     

     

     

     

     

     

     

    MYLE steht für warmen, ehrlichen, gitarrengetragenen Pop mit einem erdigen und rohen Kern. Seine Musik ist nahbar und umarmend, gleichzeitig groß und hoffnungsvoll. Catchy Hooks treffen auf emotionale Tiefe. Songs, die bleiben, weil sie etwas fühlen lassen. Aufgewachsen im süddeutschen Ravensburg verbringt der Deutschamerikaner seine Sommer bei seinen Großeltern in New York. Im Wohnzimmer steht eine alte Jukebox. Sie spielt Folk, American Rock, Blues und Jazz und wird ganz nebenbei zum Anfang von allem. Jahre später stolpert MYLE über Popmusik und beginnt sich zu fragen, warum manche Songs ihn nicht mehr loslassen. Diese Neugier wird zu seiner treibenden Kraft.

    Songs schreiben, verwerfen, weitermachen, bis daraus seine eigene Stimme entsteht, getragen von Gitarren und modernem Pop. Im Zentrum seines Schaffens stehen die „SMYLERS“. Sie sind mehr als nur Menschen, die seine Musik hören, sie sind eine Community, die auf MYLEs Geschichten reagiert, sich darin wiederfindet und eigene Erfahrungen in den Austausch einbringt. Diese Nähe spiegelt sich auch in seiner Offenheit wider.

    MYLE spricht in seinen Songs ehrlich über Mental Health, seine Hoch- und Tiefphasen, Zweifel und Hoffnung und darüber, wie Musik ihm dabei hilft, wenn gerade alles wackelt. Der Dialog setzt sich häufig auch nach den Konzerten fort, in Gesprächen, Nachrichten und persönlichen Begegnungen. Dabei begegnet MYLE immer wieder sehr persönlichen Geschichten aus seiner Community. Eine dieser Begegnungen hat ihn besonders geprägt. Sein ESC Song „A OK“ ist nicht nur Hoffnungsträger seiner eigenen Reise, sondern entstand nach einem persönlichen Kontakt mit einer Person aus seiner Community, die sich in einer schweren mentalen Krise befand. Die Nähe und das Vertrauen dieses Austauschs ließen ihn nicht los. Neben dem Vermitteln professioneller Hilfe wollte MYLE selbst etwas beitragen und einen musikalischen Halt geben. So wurde „A OK“ zu einem persönlichen Hoffnungsschimmer und zu dem leisen Versprechen, dass selbst an den dunkelsten Tagen ein Weitermachen möglich ist und es irgendwann wieder „A OK“ sein kann.

     

    © SWR / Claudius PflugRagazzki
    Song: „Ciao Ragazzki”

    Komposition: Marti Fischer
    Text: David Starosciak
    Ort: Berlin
     
     
     
     
     
     
     
     

    „Ragazzki“ ist eine neu gegründete Band aus Berlin, bestehend aus Musiker, Produzent, Multi-Instrumentalist und Social-Media-Creator Marti Fischer (35) sowie Musiker und Kreativkopf David „Miirtek“ Starosciak (33). Nachdem Marti Fischer bereits 2010 mit Stimmimitationen den „Secret Talents Award“ gewann, startete er seine erfolgreiche Karriere bei YouTube.

    Zu seinen bekanntesten Songs zählt eine Parodie auf den Rapsong „Chabos wissen wer der Babo ist“, sowie der weltweit bekannte Song „Barbaras Rhabarberbar“. Die Songs seines Brateks „Miirtek“ kombinieren markante 80er-Synthesizer mit zeitgemäßen Beats und deutschsprachigem Gesang zu einer atmosphärischen Klangwelt. Gemeinsam haben beide bereits mehrere Millionen Streams erreicht und treten nun erstmals als explosives neues Duo auf.

    Der Stil von „Ragazzki“ ist gleichzeitig auch Message des ESC- Songs „Ciao Ragazzki“: Man nehme einen gelungenen Mix aus glitzernden Disco-Vibes Süditaliens und vermenge es mit treibenden Beats Osteuropas: Fertig ist die einzigartige ‚Dolce Vita Blockparty‘ in einer Sommernacht zwischen Strandvilla und Hochhaussiedlung!

     

     

     

    © SWR /Claudius Pflug

    Sarah Engels (33)
    Song: „Fire“
    Komposition:
     Valentin Boes, Dario Schürmann, Raphael Lott, Luisa Heinemann
    Text: Sarah Engels, Valentin Boes, Dario Schürmann, Raphael Lott, Luisa Heinemann
    Ort: Köln

     

     

     

     

    2011 wird Sarah Engels durch ihre erfolgreiche Teilnahme bei „Deutschland sucht den Superstar“ einem Millionenpublikum bekannt. Mit ihrer Final-Single „Call My Name“ erreicht sie Platz 2 der deutschen Charts und eine „Echo“-Nominierung. Ihr 2018 erschienenes Album „Zurück zu mir“ markierte einen Wendepunkt: Persönliche Balladen und moderne Sounds brachten ihr weitere Spitzenplatzierungen in den Charts.

    Ihre Vielseitigkeit macht Sarah Engels zu einer der gefragtesten Künstlerinnen Deutschlands: Vom 2. Platz bei „Let’s Dance“ über ihre Siege bei „Das große Promibacken“, „The Masked Singer“ und „Dancing on Ice“ bis hin zu Engagements als Moderatorin, Schauspielerin und Synchronsprecherin. Zudem steht Sarah seit November 2025 in der Hauptrolle „Satine“ im erfolgreichen Musical „Moulin Rouge“ in Köln auf der Bühne. Ihre große Leidenschaft ist und bleibt aber die eigene Musik: Im August 2025 erschien ihr neues Album „Strong Girls Club“, das erstmals auch englischsprachige Titel enthält und einen neuen Abschnitt ihrer musikalischen Laufbahn einläutet. Das Album vereint gefühlvolle Balladen und energiegeladene Popsongs und setzt ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Empowerment.

    Denn hinter all den Erfolgen steckt auch eine sehr persönliche Geschichte: Sarah Engels weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, nicht immer stark zu sein, an sich selbst zu zweifeln und den eigenen Wert erst finden zu müssen. Dieses Empowerment spiegelt sich auch in ihrem ESC-Song „Fire“ wider, der von der Befreiung aus belastenden Situationen erzählt und dazu ermutigt, für sich selbst einzustehen, Grenzen zu setzen und den eigenen Träumen zu folgen.

     

     

    © SWR / Claudius Pflugwavvyboi (27)
    Song: „black glitter“

    Komposition: Simon Vogt-Grande (wavvyboi)
    Text: Cameron Louis Warren, Harlee Jayne Sudworth
    Ort: Liechtenstein
     
     
     
     
     
     

    Glitzer auf der Haut, verzerrte Gitarre in der Hand: wavvyboi bringt Gitarrenwucht aus Liechtenstein auf die größte Popbühne der Welt. Mit seinen welligen Haaren und einem ausgefallenen Kleidungsstil ist wavvyboi nicht nur ein Poet mit großer Sensibilität und einem Gespür für großartige Melodien. Der nicht-binäre Künstler fungiert auch als eine Art Katalysator für zeitgenössische Gedanken, die über persönliche Erfahrungen hinausgehen, um Stigmatisierungen zu überwinden und einen Dialog zu schaffen, der universell Anklang findet.

    Hinter der großen Geste steckt ein echtes Wertefundament, denn wavvyboi schöpft aus persönlichen Notizen und Tagebucheinträgen und ist überzeugt: Musik ist nur dann wirklich stark, wenn sie Verletzlichkeit zulässt. Genau diese Mischung aus Rainbow-Rockstar-Attitüde und ehrlicher Nähe macht ihn zu einer Stimme, die über reine Selbstinszenierung hinausgeht. Zentrale Themen seiner Kunst gehen von mentaler Gesundheit und queerer Identität hinüber zur Frage, wie man aus Unsicherheit und Brüchen Stärke gewinnen kann.

    Visuell bewegt er sich zwischen Emo-Ästhetik, Retro-Eleganz und Rock ’n’ Roll-Codes: queer, bewusst komponiert, nie zufällig „zu wild“, sondern mit einer fragilen Noblesse, die im nächsten Moment von Dunkelheit und Kontrast gebrochen wird. Mit „black glitter“ übersetzt wavvyboi die fluide Vielfalt der modernen Welt in Klang: Es wird laut, glitzernd und kompromisslos. Inmitten der hitzigen Debatten der letzten Jahre klingt „black glitter“ wie ein Gegenentwurf: eine riesige Wand aus Gitarrenriffs und epischen Gesangslinien – als Melodie für Werte, die Halt geben, und als Umarmung für alle, die in ihrer Identität bestärkt werden wollen.