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Nationale VE"Eurovision Song Contest - | |
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| Datum | 28. Februar 2026 |
| Ort | Berlin |
| Halle | Studio Adlershof |
| Moderation | Barbara Schöneberger & Hazel Brugger |
| TV-Sender | SWR |
"Musik ist eine Sprache, die wir alle verstehen. Seit 70 Jahren zeigt uns der ESC, wie kraftvoll und magisch diese Verbindung sein kann, aber auch, wie kontrovers immer wieder um Themen gerungen wird. Ich freue mich sehr, dass wir mit der ARD den musikalischen Funken weitertragen. Beim deutschen ESC-Finale werden wir großartige Performances sehen und den perfekten Act finden, der Deutschland beim 70. Eurovision Song Contest leuchten lässt."
| Finale - 28. Februar 2026 |
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| Interpret*in/Titel |
| BELA Herz |
| Laura Nahr Wonderland |
| Dreamboys The Band Jeanie |
| Malou Lovs when I’m with you |
| Molly Sue Optimist (Ha Ha Ha) |
| MYLE A OK |
| Ragazzki Ciao Raggazki |
| Sarah Engels Fire |
| wavvyboi black glitter |
Dies sind die neun Acts im ausführlichen Porträt
© SWR / Claudius PflugBELA (23)Song: "Herz"
Text & Komposition: BELA, Jonas Mengler und Chris Cronauer
Ort: Berlin
Bereits mit 16 Jahren begann BELA, intensiv Musik zu machen, verbrachte viel Zeit in Studios und arbeitete früh mit namhaften Künstler*innen an deren Songs. Irgendwann wurde klar, dass Dinge in ihm lagen, die erzählt werden wollten: von Trennungen, von Selbstzweifeln, vom Wunsch, für jemanden genug zu sein. Erst dieser Moment führte zur Entscheidung, ein eigenes Projekt zu beginnen: nicht als Bruch mit dem Vergangenen, sondern als logische Fortsetzung.
In seiner Musik sagt BELA Dinge mit einer Direktheit und Ehrlichkeit, die man so vielleicht nicht in einem Gespräch sagen würde – und genau darum geht es auch bei seinem ESC-Song „Herz“. Er erzählt von seiner Erfahrung, sich in jemanden zu verlieben, der aus einer ganz anderen Welt kommt. Über die Angst, in der scheinbar perfekten Welt des Gegenüber keinen Platz zu haben und trotzdem den Mut zu zeigen, sein Herz zu öffnen. Mit dieser Offenheit geht auch eine neue Aufmerksamkeit für sich selbst einher. Über Jahre hinweg versuchte BELA, allem gerecht zu werden – den Erwartungen anderer ebenso wie den eigenen Ansprüchen.
Dass dies unter anderem auch gesundheitliche Konsequenzen für ihn hatte, betrachtet BELA als Teil desselben Weges, auf dem er gelernt hat, genauer hinzusehen: auf sich, auf Grenzen, auf das, was ihm guttut. Seine Musik ist seitdem weniger ein Ventil als ein Angebot – für Nähe, für Zugehörigkeit, für ein Gefühl von Halt. Dass BELA mit „Herz“ am deutschen ESC-Vorentscheid teilnimmt, ist deshalb mehr als ein Wettbewerbsmoment. Es ist die Einladung, ein sehr persönliches Projekt auf eine große Bühne zu tragen, ohne sich dafür zu verbiegen. Mit einer Stimme, die nicht erklären, sondern berühren will.
© SWR / Claudius Pflug
Laura Nahr (25)
Song: „Wonderland”
Text & Komposition: Laura Nahr, Samuel Dick, Ningyuan Jiang, Sam Harper
Ort: Berlin
Aufgewachsen in Magdeburg, künstlerisch geprägt durch mehrere Jahre in London und seit Kurzem in Berlin zu Hause, verbindet Laura Nahr akustische Gitarre, Klavier und eine klare, unmittelbare Stimme zu einem modernen Pop-Sound mit Tiefe. Laura verbindet gefühlvollen Pop- und Singer- Songwriter-Sound mit ehrlichen, persönlichen Texten. Im Zentrum ihrer Songs stehen persönliche Erfahrungen: Liebe, Verlust, Selbstfindung und das Gefühl, sich im Übergang zum Erwachsenwerden neu orientieren zu müssen. Ihr Stil lebt von Klarheit und Intimität, was ihren Songs eine besondere Fragilität und Emotionalität verleiht. Mit ihrer Debüt-EP „Missed Connections Collection“ legte sie 2025 ein erstes, selbstbewusstes Fundament. Nun folgt der nächste Schritt: In ihrem ESC-Song „Wonderland“ verhandelt Laura das Gefühl, irgendwo zwischen Aufbruch und Überforderung festzustecken, auf der Suche nach Orientierung, Sinn und einem eigenen Platz in einer Welt, die selten stillsteht. Wonderland ist kein Märchen, sondern ein ehrlicher Blick auf das Chaos des Erwachsenwerdens. Zitat: „Der ESC vereint unterschiedliche Kulturen, Sprachen und Perspektiven. Diese Offenheit und emotionale Vielfalt spiegeln genau das wider, was ich mit meiner Musik erreichen möchte.
© SWR /Claudius Pflug Dreamboys The Band”Song: „Jeanie“
Text: Nina Caroline Wegener, Johanna Gußmagg, Philippa Kinsky, Janine Villforth
Komposition: Benedikt Schöller, Timothy Auld, Nina Caroline Wegener, Johanna Gußmagg, Philippa Kinsky, Janine Villforth
Ort: Berlin
Kennengelernt haben sich die vier Künstlerinnen Jo The Man The Music, Philippa Kinsky, VILLFORTH und Nina Caroline in Berlin und verbunden hat sie von Anfang an die Musik. Schon seit vielen Jahren als Solo-Musikerinnen erfolgreich unterwegs, wollen sie nun mit ihrem neuen Band-Projekt gemeinsam die ESC-Bühne erobern. Schon seit Frühjahr 2025 covern sie zeitlose Songs, die sie mit viel Feingefühl und Leidenschaft viers-mmig arrangieren und haben sich mittlerweile eine ansehnliche Fanbase erarbeitet.
Was die Band neben der Musik verbindet, ist eine tiefe Freundschaft und die vier Songwriterinnen haben erkannt, wie wertvoll echte Verbundenheit in einer oft konkurrenzgeprägten Branche ist. Spontaneität und Kreativität ist bei „Dreamboys The Band” Trumpf – kein Wunder, dass ihr ungewöhnlicher Bandname aus einer WhatsApp-Gruppe entstand. Die Geburtsstunde ihre Songs „Jeanie“ war für die Band schließlich die Initialzündung, sich für den ESC zu bewerben. Der Song „Jeanie“ ist ein Befreiungsschlag von Meinungen und Blicken anderer, sowie von inneren Zweifeln. Er vereint die Erfahrungen von vier Frauen, durch diese Welt zu gehen, gleichzeitig kann man Jeanie in jedem Menschen finden - eine Ode an die Lebensfreude und die eigene Stärke. Mit warmen Harmonien und einem organischen Indie-Pop-Sound vermittelt der Track die Botschaft, dass man genau richtig ist, so wie man ist: „Jeanie, don’t you know you got it all / You don’t have to please ’em all / We got nothing to prove“.
© SWR / Claudius Pflug
Song: „when I´m with you”
Text & Kompositon: Malou Lovis Kreyelkamp, Louis Schoorl und Chelsee Grimes
Ort: Berlin
© SWR / Claudius PflugMolly Sue (25)Song: „Optimist (Ha Ha Ha)“
Text & Komposition: Molly Sue, Chris James, Sam Harper
Ort: Laboe
Mit ihren blonden Engelslocken, ihrer charismatischen, immer gut gelaunten Ausstrahlung und ihrer unverwechselbaren Stimme begeistert Molly Sue ein stetig wachsendes Publikum. Erfahren durch ihre erfolgreichen Teilnahmen bei „The Voice Kids“ und später bei „Deutschland sucht den Superstar“, möchte die bodenständige Norddeutsche nun die große ESC-Bühne nutzen, um sich musikalisch zu perfektionieren.
Mit ihren eigenen Songs verbinden Molly Sue emotionale Heartbreak-Lyrics mit urbanen Pop-Beats und schafft es auf Social Media überdies, mit ihrer Musik und Cover Versionen von Balladen-Ikonen wie Lana Del Rey oder Birdy eine große Community zu erreichen. Ihre Musik thematisiert Liebe, Verlust und innere Ängste – immer mit dem Wunsch, ihren Fans Halt und Verständnis zu vermitteln.
Auch ihr ESC-Song „Optimist (Ha Ha Ha)“ greift genau diese Perspektive auf: Er erzählt davon, dass man Menschen nicht ansehen kann, wie es ihnen wirklich geht. Dass jemand nach außen hin positiv, stark und lebensfroh wirkt, schließt nicht aus, dass er chronisch krank ist, Schmerzen hat oder mit inneren Kämpfen lebt. Der Song macht deutlich, dass niemand beweisen muss, wie es ihm geht – und dass das Lächeln, das viele tragen, oft selbst ein Zeichen großer Stärke ist.
© SWR / Claudius PflugMYLE (25)
Song: „A OK“
Text & Komposition: Milo Hoelz (MYLE), Iain James, Bovvary, Sacha Rudy
Ort: Berlin
MYLE steht für warmen, ehrlichen, gitarrengetragenen Pop mit einem erdigen und rohen Kern. Seine Musik ist nahbar und umarmend, gleichzeitig groß und hoffnungsvoll. Catchy Hooks treffen auf emotionale Tiefe. Songs, die bleiben, weil sie etwas fühlen lassen. Aufgewachsen im süddeutschen Ravensburg verbringt der Deutschamerikaner seine Sommer bei seinen Großeltern in New York. Im Wohnzimmer steht eine alte Jukebox. Sie spielt Folk, American Rock, Blues und Jazz und wird ganz nebenbei zum Anfang von allem. Jahre später stolpert MYLE über Popmusik und beginnt sich zu fragen, warum manche Songs ihn nicht mehr loslassen. Diese Neugier wird zu seiner treibenden Kraft.
Songs schreiben, verwerfen, weitermachen, bis daraus seine eigene Stimme entsteht, getragen von Gitarren und modernem Pop. Im Zentrum seines Schaffens stehen die „SMYLERS“. Sie sind mehr als nur Menschen, die seine Musik hören, sie sind eine Community, die auf MYLEs Geschichten reagiert, sich darin wiederfindet und eigene Erfahrungen in den Austausch einbringt. Diese Nähe spiegelt sich auch in seiner Offenheit wider.
MYLE spricht in seinen Songs ehrlich über Mental Health, seine Hoch- und Tiefphasen, Zweifel und Hoffnung und darüber, wie Musik ihm dabei hilft, wenn gerade alles wackelt. Der Dialog setzt sich häufig auch nach den Konzerten fort, in Gesprächen, Nachrichten und persönlichen Begegnungen. Dabei begegnet MYLE immer wieder sehr persönlichen Geschichten aus seiner Community. Eine dieser Begegnungen hat ihn besonders geprägt. Sein ESC Song „A OK“ ist nicht nur Hoffnungsträger seiner eigenen Reise, sondern entstand nach einem persönlichen Kontakt mit einer Person aus seiner Community, die sich in einer schweren mentalen Krise befand. Die Nähe und das Vertrauen dieses Austauschs ließen ihn nicht los. Neben dem Vermitteln professioneller Hilfe wollte MYLE selbst etwas beitragen und einen musikalischen Halt geben. So wurde „A OK“ zu einem persönlichen Hoffnungsschimmer und zu dem leisen Versprechen, dass selbst an den dunkelsten Tagen ein Weitermachen möglich ist und es irgendwann wieder „A OK“ sein kann.
© SWR / Claudius PflugRagazzkiSong: „Ciao Ragazzki”
Komposition: Marti Fischer
Text: David Starosciak
Ort: Berlin
„Ragazzki“ ist eine neu gegründete Band aus Berlin, bestehend aus Musiker, Produzent, Multi-Instrumentalist und Social-Media-Creator Marti Fischer (35) sowie Musiker und Kreativkopf David „Miirtek“ Starosciak (33). Nachdem Marti Fischer bereits 2010 mit Stimmimitationen den „Secret Talents Award“ gewann, startete er seine erfolgreiche Karriere bei YouTube.
Zu seinen bekanntesten Songs zählt eine Parodie auf den Rapsong „Chabos wissen wer der Babo ist“, sowie der weltweit bekannte Song „Barbaras Rhabarberbar“. Die Songs seines Brateks „Miirtek“ kombinieren markante 80er-Synthesizer mit zeitgemäßen Beats und deutschsprachigem Gesang zu einer atmosphärischen Klangwelt. Gemeinsam haben beide bereits mehrere Millionen Streams erreicht und treten nun erstmals als explosives neues Duo auf.
Der Stil von „Ragazzki“ ist gleichzeitig auch Message des ESC- Songs „Ciao Ragazzki“: Man nehme einen gelungenen Mix aus glitzernden Disco-Vibes Süditaliens und vermenge es mit treibenden Beats Osteuropas: Fertig ist die einzigartige ‚Dolce Vita Blockparty‘ in einer Sommernacht zwischen Strandvilla und Hochhaussiedlung!
© SWR /Claudius Pflug
Sarah Engels (33)
Song: „Fire“
Komposition: Valentin Boes, Dario Schürmann, Raphael Lott, Luisa Heinemann
Text: Sarah Engels, Valentin Boes, Dario Schürmann, Raphael Lott, Luisa Heinemann
Ort: Köln
2011 wird Sarah Engels durch ihre erfolgreiche Teilnahme bei „Deutschland sucht den Superstar“ einem Millionenpublikum bekannt. Mit ihrer Final-Single „Call My Name“ erreicht sie Platz 2 der deutschen Charts und eine „Echo“-Nominierung. Ihr 2018 erschienenes Album „Zurück zu mir“ markierte einen Wendepunkt: Persönliche Balladen und moderne Sounds brachten ihr weitere Spitzenplatzierungen in den Charts.
Ihre Vielseitigkeit macht Sarah Engels zu einer der gefragtesten Künstlerinnen Deutschlands: Vom 2. Platz bei „Let’s Dance“ über ihre Siege bei „Das große Promibacken“, „The Masked Singer“ und „Dancing on Ice“ bis hin zu Engagements als Moderatorin, Schauspielerin und Synchronsprecherin. Zudem steht Sarah seit November 2025 in der Hauptrolle „Satine“ im erfolgreichen Musical „Moulin Rouge“ in Köln auf der Bühne. Ihre große Leidenschaft ist und bleibt aber die eigene Musik: Im August 2025 erschien ihr neues Album „Strong Girls Club“, das erstmals auch englischsprachige Titel enthält und einen neuen Abschnitt ihrer musikalischen Laufbahn einläutet. Das Album vereint gefühlvolle Balladen und energiegeladene Popsongs und setzt ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Empowerment.
Denn hinter all den Erfolgen steckt auch eine sehr persönliche Geschichte: Sarah Engels weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, nicht immer stark zu sein, an sich selbst zu zweifeln und den eigenen Wert erst finden zu müssen. Dieses Empowerment spiegelt sich auch in ihrem ESC-Song „Fire“ wider, der von der Befreiung aus belastenden Situationen erzählt und dazu ermutigt, für sich selbst einzustehen, Grenzen zu setzen und den eigenen Träumen zu folgen.
© SWR / Claudius Pflugwavvyboi (27)Song: „black glitter“
Komposition: Simon Vogt-Grande (wavvyboi)
Text: Cameron Louis Warren, Harlee Jayne Sudworth
Ort: Liechtenstein
Glitzer auf der Haut, verzerrte Gitarre in der Hand: wavvyboi bringt Gitarrenwucht aus Liechtenstein auf die größte Popbühne der Welt. Mit seinen welligen Haaren und einem ausgefallenen Kleidungsstil ist wavvyboi nicht nur ein Poet mit großer Sensibilität und einem Gespür für großartige Melodien. Der nicht-binäre Künstler fungiert auch als eine Art Katalysator für zeitgenössische Gedanken, die über persönliche Erfahrungen hinausgehen, um Stigmatisierungen zu überwinden und einen Dialog zu schaffen, der universell Anklang findet.
Hinter der großen Geste steckt ein echtes Wertefundament, denn wavvyboi schöpft aus persönlichen Notizen und Tagebucheinträgen und ist überzeugt: Musik ist nur dann wirklich stark, wenn sie Verletzlichkeit zulässt. Genau diese Mischung aus Rainbow-Rockstar-Attitüde und ehrlicher Nähe macht ihn zu einer Stimme, die über reine Selbstinszenierung hinausgeht. Zentrale Themen seiner Kunst gehen von mentaler Gesundheit und queerer Identität hinüber zur Frage, wie man aus Unsicherheit und Brüchen Stärke gewinnen kann.
Visuell bewegt er sich zwischen Emo-Ästhetik, Retro-Eleganz und Rock ’n’ Roll-Codes: queer, bewusst komponiert, nie zufällig „zu wild“, sondern mit einer fragilen Noblesse, die im nächsten Moment von Dunkelheit und Kontrast gebrochen wird. Mit „black glitter“ übersetzt wavvyboi die fluide Vielfalt der modernen Welt in Klang: Es wird laut, glitzernd und kompromisslos. Inmitten der hitzigen Debatten der letzten Jahre klingt „black glitter“ wie ein Gegenentwurf: eine riesige Wand aus Gitarrenriffs und epischen Gesangslinien – als Melodie für Werte, die Halt geben, und als Umarmung für alle, die in ihrer Identität bestärkt werden wollen.

