Malmö-Blog 2013


SAMSTAG, 4. MAI 2013

 

 

Hallo aus Malmö sagen Elvira, Erwin und ich,

 

 

Wir sind heute Morgen schon angekommen, konnten aber unsere Wohnung erst am Abend beziehen, daher haben wir bei herrlichem Sonnenwetter schonmal eine erste Tour durch die Stadt unternommen. Unsere Wohnung ist nicht weit weg vom Folketspark, 

 

 

wo ab Montag das Euro Fan Café seine Pforten öffnet. Hier wird noch emsig vorbereitet, so hatte es den Anschein, bis auf einen Hinweis im Eingangsbereich war noch nicht viel zu erkennen. 

 

 

 

Am zukünftigen Euroclub, einem ehemaligen Schlachthof, war überhaupt noch nichts von ESC zu erkennen. Dort soll es ja auch am Montag mit der Übertragung der Proben und einem kleinen Pressezentrum losgehen, bevor das "richtige" Pressezentrum am Freitag öffnet. 

In der Stadt ist noch nicht allzuviel an City-Dressing zu erkennen. Es gibt Fahnen mit Gesichtern, die in den verschiedenen Landesfarben Schmetterlinge im Gesicht haben, eine Countdown-Uhr und Wegweiser zu den Teilnehmerländern.   

 

 

 

 

 

 

Mal sehen, ob das noch mehr wird. Morgen haben wir noch  einen Tag zum Ausruhen und weiterem Sightseeing, bevor es dann am Montag (auch hier) richtig losgeht!

Michael

 


 

SONNTAG, 5. MAI 2013

Hej fran Malmö!

Der zweite Tag erwartete uns mit strahlendem Sonnenschein. Nach einem ausgiebigen und späten Frühstück streiften wir durch die Stadt und nahmen uns die Ecke um das neue Wahrzeichen, den "Turning Torso" vor. In diesem modernen Wohnkomplex nahe am Meer sind Luxusappartements untergebracht mit einem Mietpreis von 2.000 Kronen/m². 

 

 

Dies erfuhren wir bei einer Stadtrundfahrt per Boot. Die Tour war sehr entspannend und informativ. So erfuhren wir, dass es an vielen Stellen in Malmö einen dunkelgrünen Farbton gibt, der offiziell "Malmö-Grün" heißt und z.B. auf Brücken und Parkbänken zu finden ist. In Malmö leben rund 300.000 Menschen, die aus unfassbaren 174 verschiedenen Nationen kommen. Fast so viel wie bei Olympia... Also wirklich sehr viel Multi-Kulti auf kleinem Raum.

Inzwischen sind auch einige andere ECGler vor Ort. Herzliche Grüße an Arie, Michael und Thorsten. Und auch das nicht zu übersehende Akkreditierungsbüro hat heute seine Tore geöffnet.

 

 


In der Stadt sahen wir zu unserer Verwunderung Plakate von einem Konzert von Rambo Amadeus, der vor 2 Tagen hier aufgetreten ist und offenbar sehr populär geworden oder geblieben ist.
Ansonsten hatte ich mir insgesamt deutlich mehr "ESC-Flair" in der Stadt vorgestellt, wo die Schweden doch so ESC-verrückt sind. Aber vielleicht tauchen ja morgen, wenn die Proben starten, noch weitere Banner, Fahnen usw. auf.

 

 

Heute Abend gehen wir mit unseren Vermietern, einem schwulen Ehepaar, essen. Sie haben gestern was von einem karibischen Restaurant erzählt, was ja mal spannend wäre. Ich fände gutbürgerliche schwedische Küche mit Köttbullar oder Elchsteak aber auch ok. Mal gespannt.

Euch allen von uns Dreien viele Grüße in die Heimat und bis morgen.


LG
Erwin

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Guten Abend auch von mir, wir kommen zurück von einem wirklich schönen Abend mit unseren Vermietern beim Abendessen auf dem Möllevangstorget, einem Platz mit vielen Restaurants, wo wir sogar draußen sitzen konnten. Wir wurden nach unseren Vorlieben gefragt und haben uns dann doch gegen Karibisch und für typisch schwedisches Essen entschieden. Es nannte sich Plank, wurde auf Holzbrettern serviert, und zwar Fleisch nach Wahl mit überbackenem Kartoffelpüree, gebackenen Zwiebelringen, die wie Calamares aussahen und überbackenem Gemüse.

 

 

 

Das war köstlich, und wir hatten eine sehr interessante und amüsante Unterhaltung über Eurovision aus schwedischer Sicht und "Gott und die Welt". Vielen Dank an Glen und Anders für den netten Abend! Nun sind wir ganz gespannt auf den ersten Probentag morgen im "Slagthuset" bzw. Euroclub, Gerade läuft in SVT eine Preview-Show mit kritischen Kommentaren, zu Armenien fiel gerade als einziger Kommentat: "Nein!" (soweit wir Schwedisch verstehen).

Also bis morgen,

Michael

 


 

MONTAG, 6. MAI 2013

 

Guten Morgen aus dem Euroclub,

hier finden ja die ersten Tagen die Presseaktivitaeten statt, da die Proben nicht-oeffentlich sind und das eigentliche Pressezentrum noch geschlossen ist.
Nach einer Taschenkontrolle usw. sind wir jetzt drin und sitzen im Kino. Der Raum, in den die Proben übertragen werden, erinnert an ein altes Kino mit schraegen Stuhlreihen vor einer Leinwand. Der Raum ist schon ganz gut gefuellt und es ist ziemlich heiss hier drin. Na ja, dafür hat Österreich offenbar Eiszapfen auf der Buehne. Die nette Natalia Kelly probt als erste und wirkt sehr stimmsicher. Ansonsten ist der Auftritt dezent, was mir immer gut gefällt. Meine Nachbarn kommentieren es aber mit "langweilig". 5 Backings und Eiszapfen von der Decke, die auch mal oben haengen und dann wieder runter kommen.
Mal gespannt, was da noch kommt. Oder auch nicht.

Erwin

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Guten Morgen auch von mir. Erstaunlicherweise beginnen die Proben erst um 10.00 Uhr, so dass wir wieder etwas ausschlafen konnten. Von unserer Wohnung ging es mit dem Linienbus (Freifahrt mit Akkreditierung) zum Euroclub. Hier hat man immerhin seit Samstag an der Außenmauer ein paar Schmetterlinge angebracht.

 

 

Der Eingang mit der Sicherheitskontrolle befand sich noch im Aufbau, es wurde nichts durchleuchtet, nur Taschenkontrolle und abtasten mit Scanner.

 

 

 

Der Eingang zum Euroclub wirkt sehr plüschig, alles in Rot, aber dann öffnet sich eine große  luftige Halle mit Tischen und PC-Plätzen, einer Bar bzw wohl einem Bistro usw. Das fanden wir schonmal sehr schön.

 

 

 

 

 

Dann ging es die Treppe hinauf in den "Saal" wo die Proben übertragen werden. Ja, was soll man sagen, ein kleines Pantoffelkino, heute am ersten Morgen schon so gut wie voll, wie soll das bis Donnerstag werden? Auf der Land prangt ein großer Schriftzug: FILMING THE SCREEN IS PROHIBITED, quer über das Gesicht des jeweiligen Interpreten. Das ist schon eine ziemliche Enttäuschung. Mal sehen, wie später das "Meet & Greet" abläuft.

 

 

 

Die Bühne ist sehr unspektakulär, wie Erwin schon schrieb, bei Österreich senkten sich "Eiszapfen" von oben herab, die Estin singt jetzt auf dem Catwalk mit einem gardinenartigen langen Kleid, blauer Hintergrund mit gelben Scheinwerfern, es sind im Vgl. zu den LED-Jahren kaum Bühneneffekte, sehr minimalistisch das Ganze, scheint sich wirklich alles auf den Interpreten zu konzentrieren. Ob das nicht auf die Dauer langweilig wird? Mal abwarten. Um die Bühne herum hat man übrigens Pappkameraden aufgestellt, die wohl die Fans auf den Stehplätzen darstellen sollen. Ach, bei der Estin wird der Bildschirm erst zum Refrain farbig, vorher s/w, das hatten wir doch auch schon. Ach, es gibt doch ein paar LED im Hintergrund!

Michael

 

 

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Birgit aus Estland ist in eine Art Gardine mit Silberkante (oben) eingerollt. Von vorne geht das ja noch. Von der Seite sieht sie aus wie eine Tonne. Das wird wohl nicht das Auftrittsoutfit bleiben, wuerde der Israelin besser stehen. Vor der Buehne sind Pappfiguren aufgestellt, die offenbar die stehenden Fans symbolisieren sollen. Beim Song springt bei mir schon kein Funke über, und auch der Auftritt haut mich nicht vom Hocker. Die Bühne erstrahlt beim Lied in blauem und gelb-grünen Licht. Singen kann sie ja, aber das wird nicht reichen.

Erwin

 

 

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Hannah aus USA-Slowenien schreckt ab in einem schwarzgrauen Oberteil, das irgendwie an eine Ritterrüstung erinnert, dazu 3 Tänzer, die sich wirklich den Wolf um sie herum und hinter ihr her tanzen, wenn sie auf den Catwalk geht, na ja, die Slowenen hatten ja selten eine glückliche Hand bei der Auswahl des Outfits, wenn man sich nur noch an Rebeca erinnert, dieses Jahr also eine weitere Domina aus Slowenien mit hier auf dem Bildschirm schlechter Stimme, null Ausstrahlung, und wenn, dann eine negative!

Michael

 

 

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Nach den slowenischen Skatern nun also kroatischer Schlager. Die Herren tragen folkloristische Umhaenge, die man so in der Art auch bei uns im Karnevalsladen bekommt. Frag mich, wer im ersten Semi überhaupt ins Finale soll. Noch klappan sie auch gesanglich ziemlich schwach, das harmoniert noch nicht wirklich. Freu mich nach der Pause total auf Daenemark...

Erwin

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Ach du meine Güte, das ist ja wirklich "Mizerja", diese Misere aus Kroatien. Stimmlich schlecht, total statisch, nicht nett anzusehen, einschläfernd, was soll man noch sagen, die Chancen für Dänemark steigen ins Unermessliche, nach diesem Vorprogramm!

Michael

 

 

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Gerade fand das erste Meet and Greet mit Natalia Kelly statt. Sie wurde auf einer Bühne von einer Moderatorin kurz interviewt, dann die übliche Fotosession und dann gab es ein Speed-Interview-Dating!

 

 

An vier Stehtischen konnte man jeweils für 2 Minuten Interviews machen, wir hatten Glück, Erwin konnte ein paar Fragen stellen, aber das dürfte mit zunehmendem Andrang immer schwieriger werden.

 

 

Dann sind wir wieder hoch ins Kino, wo die Probe Dänemarks übertragen wird. Erwin meint, das ist es! Elvira hat das Lied bisher nur gehört und ist vom Auftritt enttäuscht, ich find es ganz nett anzuhören, aber irgendwie springt der Funke nicht über. Offensichtlich stehen wir mit unserer Meinung aber ziemlich allein da, denn es gibt hier reichlich Applaus! Der Auftritt unterscheidet sich nicht wesentlich von der VE, etwas befremdlich finde ich eine Stelle, wo sie um den Flötenspieler herumgeht, ihn ansingt, er aber überhaupt nicht auf sie reagiert und weiter mit total versteinerter Miene weiter so tut, als würde er flöten. Im letzten Durchlauf dann der aserbaidschanische Düsseldorf-Goldregen, das Kino flippt aus, !?!?

Michael

 

 

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Wie Michael schon schrieb, ich finde Dänemark auf der Bühne klasse, ähnlich wie in der VE.
Birgit aus Estland erzählte mir eben, dass ihre Vorfahren "Grünfeld" hießen und sie wohl deutsche Wurzeln hat. "Birgit" ist auch in Estland ein sehr populärer Vorname.
Jetzt probt Dänemark mit Pyro und alle jubeln. Auf nach Kopenhagen 2014!

Erwin

 

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Russland in einer 60er-Jahre-Deko mit großen Kugellampen um sie herum, sie in einem altrosa Ballkleid, zwar absolut stimmsicher, aber selbst auf mich wirkt es sehr old-fashioned. Komme mir vor wie in der deutschen VE 1969! Elvira meint, es passt alles zusammen, altbackenes Lied, altbackene Deko, ihr gefällt es.

Ach, und die Backgroundsänger halten die ganze Zeit jeden einen Ball in der Hand, und : Überraschung, sie werfen ihn tatsächlich ins Publikum, da sehe ich ja jetzt schon, wie sich die Meute auf den Stehplätzen auf diese Souvenirs stürzt! Das altrosa Kleid scheint nicht die einzige Option zu sein, es kann auch ein mausgraues werden!

Ich weiß nicht, ob ich das jetzt schon sagen kann, aber ich bin bisher zumindest von der Bühne ziemlich enttäuscht, da hätte ich doch mehr erwartet, was gab es für schöne Bühnen auch ohne massige LEDs. Diese hier hat so gar nichts Besonderes.

Michael

 

 

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Ach du Sch... Zlata aus der Ukraine lässt sich von einem Riesen wie der 007-Bösewicht mit dem Stahlgebiss auf die Bühne tragen, dann steht sie auf einem künstlichen Felsen und wedelt wild mit den Armen, macht sich die Haare ganz wuschig und bleibt da steif stehen. Gut dass mein Akku gerade leer ist, sonst würde ich noch was Böses schreiben, oder war das schon zu böse? Also erstmal bis später.

Michael

 

 

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Ach, ist das alles deprimierend ;-) Ich sitze jetzt hier im Foyer, weil da die einzige freie Steckdose zu finden war, bin zwischendurch mal schnell ins Kino hoch, weil einer meiner Favoriten, Niederlande, gerade probt. Ich bin enttäuscht. Anouk steht auf dem Satelliten, die Backings hinten auf der Bühne, man sieht sie nicht, im Hintergrund fliegen Vögel auf der kleinen LED-Wand, aber die Kamera ist überwiegend auf Anouk fokussiert, die meistens die Augen geschlossen hat. Selbst in dem Chor-Stück sieht man nur sie bzw. die Totale mit den Vögeln in weiter Ferne, das wirkt überhaupt nicht. Ich hoffe, da wird noch was verändert, sonst kann das ins Auge gehen. Das war für heute schon die letzte Probe, wir warten jetzt noch auf das Meet und Greet mit der Dänin, und wahrscheinlich verlassen wir dann dieses grandiose Pressezentrum für Arme für heute! Heute eröffnet ja auch das Euro Fan Café, es kann eigentlich nur besser werden, schlechter geht kaum!

Michael

 

 

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Ich habe zwischendurch nix von den Proben mitbekommen, weil ich einige O-Töne und Interviews für Pride1 gemaqct habe. Im "Meet & Greet" lauern einige "Journalisten" wie immer nur auf CDs. Find ich wie in jedem Jahr ziemlich peinlich, aber nun ja...

Die Hollaenderin hat entweder starke Zahnschmerzen und daher die Wange so geschwollen oder ihr ist ein Riesen-Vogel ins Gesicht gefallen. Mir gefaellt der Song ja ohnehin nicht, der Auftritt ist völlig nichtssagend . Aehnlich wie bei der Ukraine,.Die gute Zlata würde statt "Gravity" besser "Tragedy" singen, so oft kann man doch gar nicht aufs Klo gehen,, um das erste Semi einigermaßen zu ertragen. Da freut man sich ja fast auf Montenegro.

Sehr nett im "Meet & Greet" die Kroaten. Ist mir echt ein Raetsel, dass der Head of Press sich immer noch an mich erinnert (ich bin ja nicht Anke, die der ganze Balkan kennt!). Die Kombo hat eine tolle Acapella-Version gesungen, wow, das war toll. Vielleicht sollten sie so auftreten, und auch diese komischen Kostueme weglassen.

Ich überlege allen Ernstes, morgen nach Ystad zu fahren und auf Wallanders Spuren zu wandeln. Hab selten einen so belanglos-langweiligen Probentag erlebt. Aber vielleicht kommt ja noch ein Highlight...

Erwin

 

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Guten Abend aus Malmö,

wir sind soeben nach dem ersten Probentag in unserer Unterkunft angekommen und jetzt habe auch ich Gelegenheit, etwas von meinen Eindrücken heute zu schildern. Es war ein Tag, der sehr zäh dahin geflossen ist. Es wollte keine richtige ESC-Stimmung bei mir aufkommen. Im Kinosaal die Proben auf dem Bildschirm zu verfolgen, war nicht sehr aufregend. Wir saßen sehr eng bei etwas schlechter Luft und sehr wenig Licht. Ich habe alle bewundert, die unter diesen Bedingungen noch mit ihrem Laptop auf den Knien Eindrücke geschildert haben wie Michael und Erwin.

In Erinnerung geblieben sind mir besonders die Auftritte von Dänemark und Ukraine. Das dänische Lied ist eins meiner Lieblingslieder, aber ich war von der Darbietung sehr enttäuscht. Auch wenn wohl alles genau wie bei der dänischen VE war, so kam irgendwie nicht viel rüber. Emmelie wirkte auf mich etwas gelangweilt oder vielleicht war das auch nur angespannt und die Gesichtsausdrücke der flötenspielenden Männer sind schon sehr gewöhnungsbedürftig und es wurde sogar teilweise im Zuschauerraum gelacht. Danach folgte dann Russland. Ein ebenfalls für mich wunderschönes Lied, das aber auch ehr langweilig präsentiert wurde. Und dann kam für mich eine positive Überraschung: Ukraine. Da hatte ich nicht viel erwartet und fühlte mich aber gut unterhalten. Nicht nur vom Anfang, wo ein übergroßer kräftiger Mann Zlata auf das Podest hob. Jetzt muss ich leider für heute schon wieder aufhören, da Michael und Erwin fast am verhungern sind und wir zum Eurocafe wollen, um zu sehen, was dort so los ist und natürlich um etwas zu essen.

Elvira

 


 

DIENSTAG, 7. MAI 2013

 

Guten Morgen aus der ECG-Zentrale in der Klaragatan,

wie Elvira gestern Abend richtig schrieb, war der gestrige ESC-Tag... nun ja, besch...eiden. Und damit ist er noch gelobt! Ich kann mich an keinen Tag in früheren Jahren erinnern, an dem ich mich derart gelangweilt habe wie gestern. Es gab wirklich so gut wie kein Highlight. Die ganzen neuen Sachen, die man geaendert hat, kann man aus meiner Sicht in die Tonne kloppen. Wenn das mein erster ESC vor Ort wäre, würde ich mir wohl ein anderes Hobby suchen und Briefmarken sammeln. Oder so.

Passend dazu war auch unser Abend-Besuch im Eurocafé eine "Misere". Kaum Leute, kaum Deko, Kellner, die kaum was zu tun hatten, uns aber nicht beachteten, dazu dudelte escradio.com im Hintergrund. Nachdem wir 10 Minuten da gehockt haben, hatten wir die Schnauze voll und sind gegangen. Gegessen haben wir dann superlecker in dem schon mal erwähnten karibischen Restaurant, was uns unsere netten Vermieter Anders und Glen ja empfohlen hatten. Und dann haben wir unsere DVD "Die Brücke" weitergeguckt. Definitiv waren das Essen und der Film das Beste am gestrigen Tag !!!

Heute werden Elvira und ich uns erst später wieder melden, da wir mit der Bahn kostenlos nach Ystad fahren und auf Wallanders Spuren wandeln wollen. Es kann nur besser werden!!! Und rechnet es Michael hoch an (er hat offenbar eine masochistische Ader!), dass er sich nochmal so quält und sich das heute antut!

Erwin

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Guten Morgen auch von eurem masochistischen Präsidenten, der sich bei strahlendem Sonnenschein und schon jetzt über 20 Grad und blauem Himmel in die Katakomben eines  Euroclubs begibt, um sich dort in einem Kino die Probe Montenegros anzutun. Wie bekloppt kann man eigentlich sein ;-)

Aber, oh Wunder, das Pantoffelkino ist einem großen Kinosaal gewichen, den man offenbar heute Nacht im "Schlachthof" noch entdeckt hat. Die Leinwand ist größer, natürlich der Schriftzug FILMING PROHIBITED auch (was eigentlich  die Antwort auf die Frage im Forum erübrigt, warum wir die Proben nicht filmen). Ich sitze in einer Kinositzreihe mit einer Steckdose zu meinen Füßen, was will man mehr? Und weiteres Wunder: auf der Bühne tut sich etwas, es kommen 2 montenegrische Astronauten in entsprechenden Mondlandeanzügen und die dazugehörige Sängerin stakst mit Plastikflügeln als Alien-Schmetterling auf der Bühne herum. Aber immerhin, endlich passiert mal was auf der Bühne, das ist schrill, das ist bunt, das könnte sogar weiter kommen! 

 

 

Warum allerdings jetzt von der Proben jeweils nur die entsprechenden 3 Minuten übertragen werden und dann wieder ein Schmetterlingslogo erscheint, bleibt ein weiteres Rätsel, ebenso wie das Rätsel des mit Spannung erwarteten Eurocafés, dem wir ja gestern Abend einen ersten Besuch abgestattet haben, hungrig bis unter die Arme. Am Einlass war niemand, der Stand des schwedischen OGAE-Clubs war verwaist (okay es war 20.30 Uhr, aber trotzdem, am 1. Abend?) In einem dunklen Saal lief gerade auf einer großen Leinwand die historische 1975-Wertung mit Karin Falck, aber wir wollten ja dringend etwas zu Essen!

Im Bistro saßen einige Leute, die teilweise sogar etwas zu Essen vor sich hatten, aber es gab keine Speisekarte, die eine Bedienung bemühte sich konsequent, einen weiten Bogen um unseren Tisch zu machen, die andere zog es vor, mit dem Barkeeper zu diskutieren. Nach dem Motto, wer mich nicht will, den will ich auch nicht, haben wir uns dann wieder aufgemacht und wie von Erwin beschrieben, lecker karibisch gegessen!

Ich muss nochmal auf den gestrigen Tag zurückkommen: Wir haben den ja alle als sehr mies empfunden, ich will das ein bisschen näher erklären. Es gibt durchaus auch Leute hier, die das neue Konzept toll finden, man komme näher an die Interpreten ran als früher. Das mag für diejenigen "Journalisten" stimmen, denen es hauptsächlich darum geht, sich mit jedem Interpreten knipsen zu lassen oder ein Autogramm zu bekommen, die haben jetzt größere Chancen als vorher. Und wer gern 2 Sätze mit den Interpreten wechselt, vielleicht auch 3, bevor er streng aufgefordert wird, zum Ende zu kommen, der profitiert auch von dieser Regelung. Aber alle anderen, und zu denen zähle ich unser Team auch, steht nur dabei und beobachtet das Geschehen gelangweilt aus der Ferne.

Soviel fürs Erste, gerade fängt die belgische Probe an.

Michael

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Ja, Belgien, die haben das Lied ja ein bisschen aufgepeppt, aber leider den ganzen Pep nur ins Lied und nicht in den Interpreten gesteckt. Roberto Bellarosa wirkt auf mich total verkrampft, als wenn er jeden Augenblick anfangen möchte, zu weinen, was allerdings auch kein Wunder ist, wenn man seine beiden Tänzerinnen ansieht, beide in einen kurzen schwarzen Fummel gehüllt, die mit furchteinflößendem Gesichtsausdruck sich neben ihm in den wildesten Zuckungen ergehen und sich zwischendurch den Unterleib halten. DIe würde ich auch nicht ansehen wollen, und deshalb stiert Roberto stur geradeaus, als wenn er sagen wollte: "Ich kenne die nicht, ich habe mit denn nichts zu tun!" Erstaunlicherweise ist er absolut stimmsicher und das Lied hört sich durchaus viel besser an als in der Radio-VE. Schade, denn der Auftritt schreckt mich total ab.

Michael

 

 

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Trash is back to ESC,  hurra! Alyona aus Belarus zeigt uns, wie ein ESC-Auftritt sein muss: schön bunt, eine Discokugel gehört dazu, die die Protagonistin von innen öffnet, um von 2 Tänzern in weißen Jogginghosen und weißen Schlabbershirts aus der Kugel auf die Bühne gehoben zu werden, wo sie dann im Rhythmus des typisch weißrussischen Popsongs (ach nein, es ist ja ein Cha-cha, komponiert von einem Belgier) über die Bühne fegt, na ja, fegen wäre zu schön, um wahr zu sein, sie bewegt sich aber ganz ordentlich 2 rechts, 2 links (2 fallen lassen, bei den High Heels, wer weiß?) Und trotz allem, mir gefällt das irgendwie, muss ich mich jetzt schämen, und was sagt das allerdings über die bisherigen Auftritte??? 

 

 

Übrigens, wie ihr seht, gibt es jetzt auch schon Probenfotos, von gestern und sogar schon von heute! ich habe sie auf der Montagseite nachgetragen.

Michael

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Aliona Moon aus Moldau wächst förmlich und im wahrsten Sinne des Wortes über sich hinaus. Sie singt dieses wunderschöne Lied fehlerfrei und ausdrucksstark, trägt dazu ein weißes langes Kleid, das später immer länger wird, denn gegen Ende wird sie von einem unsichtbaren Lift in die Höhe gefahren, während das Kleid in den schönsten Farben schillert, Blitze es durchzucken usw. also der ähnliche Effekt wie schon in der VE und letztes Jahr bei der Babayeva. Aber das ist wunderschön anzusehen und anzuhören und bisher mein Highlight im 1. Semi. Danach ist erstmal Mittagspause, bis später!

Michael

 

 

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So, ich bin wieder zurück im Kino zur Nachmittagsvorstellung. Irland hat geprobt. Flottes Lied, flotter Typ, bunte Lichteffekte, 2 halbnackte tätowierte Tänzer, die trommeln, was das Zeug hält (ob die bulgarischen Trommeln hier eine Zweitverwertung finden?)

Wenn man das mal mit dem Belgier vergleicht, liege Welten dazwischen, Ryan Dolan hat absolute Bühnepräsenz, er weiß, dass man mit der Kamera spielen muss und nicht starr geradeaus starren, er kommuniziert mit den Backings, so macht man das, Roberto Bellarosa! Insgesamt ein schöner, stimmiger Auftritt.

 

 

 

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Bei Zypern konzentriert sich natürlich alles auf Despina, im schwarzen langen Spitzenkleid bringt sie sehr ausdrucksstark ihre Ballade, die mir bisher beim Hören absolut nichts sagte, mir aber jetzt ganz gut gefällt. Im 1. Durchlauf kam die Windmaschine ordentlich zum Einsatz, danach hat man sie zurückgefahren, weil Despina anfing zu frieren.

Michael

 

 

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Nebenbei mal zwischendurch ein Eindruck vom ECG- Headquarter in der Klarastraße;-)

 

 

 

Ich will ja hoffen, dass wir zumindest in der 2. Woche diesen Garten noch ein bisschen nutzen können! Da kommt doch so etwas wie

 

auf! Man muss auch insgesamt den sehr negativen Eindruck von gestern etwas revidieren, manches hat sich hier inzwischen etwas verbessert, dazu gehört der größere Kinosaal direkt neben dem Meet-and-Greet-Saal und nicht 2 Treppen höher wie gestern, obwohl nach jedem Probendurchlauf sofort die Leitung gekappt wird, so dass man Kommentare, Regieanweisungen etc. nicht mitbekommt. Dazu gehört auch, dass man ab heute nicht nur die 2-min-Kurzinterviews bekommt sondern auch längere Interviews buchen kann, und dazu gehört nicht zuletzt ein Abfalleimer an der Kaffeebar für die leeren Zuckertütchen ;-) Man freut sich ja schon über kleine Dinge!

Michael

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Dieses kleine "Etwas-Something" aus Litauen geht ja völlig an mir vorbei, das ändert auch der Auftritt nicht, er steht da und singt in Lederjacke und weißem Shirt, die Bühne ist dunkel, im Hintergrund mal violett zwischendurch, das war's. Nicht meins! Ach übrigens, Belgien und Litauen hatten heute die Probenzeiten getauscht. Im 2. Durchlauf trägt Andrius eine Sonnenbrille, ob's hilft? Im dritten hat er sie auch schon wieder abgenommen.

Michael

 

 

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Der Barbara-Dex-Award wurde gerade schon im Voraus vergeben! Die Serbinnen sorgen für die meisten Lacher heute hier. Sie tragen bonbonbunte knappe Kostüme, die einfach unbeschreiblich sind, ich kann sie zumindest nicht näher beschreiben. Wartet mal auf die Fotos! Dazu haben sie offensichtlich einen Riesen-Lockenwickler im Haar. Sie wollen mit der Choreo auch offensichtlich eine Geschichte erzählen, aber die erschließt sich dem nicht des Serbischen Mächtigen natürlich nicht, und mir damit auch nicht! Damit ist eigentlich alles gesagt, furchtbar! So das war es von den heutigen Proben, mir fällt jetzt auch nichts mehr ein, unsere Ausflügler sind auch gerade zurück, wir werden jetzt erstmal Kaffeetrinken gehen.

Michael

 

 

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Jep, we are back! Bei wunderschönem Wetter haben wir die herrliche Landschaft Schonens genossen und sind in Ystad Kurt Wallanders Spuren und Morden an jeder Ecke begegnet. Schon lustig, wenn man Häuser usw. nicht deshalb knipst, weil sie schön sind, sondern weil da das Mordopfer zuvor Kaffee getrunken hat. Oder so. Jedenfalls war es klasse, und dann der Schock. Nichtsahnend stapfen wir ins neue Kino... und dann trollen da 3 Pseudo-Barbies über die Bühne mit Kostümen, die man aus den furchtbarsten und schrillsten Fetzen, die es in ganz Serbien gibt, wild zusammen geklöppelt hat. Schallendes Gelächter und defintiv der Barbara-Dex-Award. Meine Fresse, es stimmt schon: schlimmer geht immer!!!! Echt geschockt hat mich aber, dass hier auch ernsthaft welche klatschen, weil es ihnen gefallen hat. Ansonsten hat Michael Recht, es ist besser als gestern (ok, war auch nicht schwer!).

Vitalie, der nette HoD aus Moldau, sagte mir eben, er will sich einen Mantel kaufen. So kalt sei es im Vergleich zu Chisinau. Ich meinte, daraufhin ich will mir neue T-Shirts kaufen, so heiß ist es im Vergleich zu dem, was ich an Temperaturen hier erwartet hatte.
Belarus hat offenbar eifrig Tüten mit Pralinen und CDs verteilt, zumindest haben alle, die sonst nix zu tun haben, eine in den Händen und rennen glücklich damit rum. Wir gehen jetzt mit dem Herrn Präsidenten Kaffee trinken. Bis später!

Erwin

 


 

MITTWOCH, 8. MAI 2013

 

Guten Morgen nach Deutschland,

der heutige Tag beginnt mit einem Schock. Das Wetter ist total umgeschlagen. Nach dem herrlichen Sonnenschein gestern regnet es nun in Strömen, es donnert und gewittert teilweise ziemlich heftig. Wollen wir mal hoffen, dass es nur vorübergehnd so ist...
Dafür endete der gestrige Tag aber sehr schön. Es sind ja oft die kleinen Momente, an die man im Nachhinein gerne zurückdenkt. Nette Begegnungen und Gespräche, die das Salz in der manchmal faden ESC-Suppe sind. Und so einen Moment gab es gestern, als wir nach dem serbischen "Meet & Greet" den Euro-Club verließen. Einige Offizielle und Teilnehmer düsten gerade in den offiziellen ESC-Autos ab, was bei einigen Beobachten zu spontanen Luftsprüngen und Begeisterungsausbrüchen führte. Dies wiederum führte bei mir zu Kopfschütteln. Doch wirklich baff war ich dann, als im nächsten Moment die nette Katharina, die Moderatorin der Kurz-Interviews beim "Meet & Greet", sich nicht zu einem solchen Auto sondern zu einem Fahrrad begab, was da am Bauzaun angekettet stand. In ihrem schicken Kleid und ihren hohen Schuhen machte sie sich am Schloss zu schaffen und wollte sich gerade aufs Rad schwingen, als ich sie völlig verdutzt um ein Foto bat. Das freute sie, und auf meine Frage, warum sie denn nicht den Car-Service nutzen würde, meinte sie nur "Ich bin für eine grüne Stadt. Und man soll sowas nicht nur wollen, sondern auch leben. Also fahre ich mit dem Rad!". Und es war tatsächlich eher eine alte Rostlaube als ein supermodernes Rad. Fand ich sowas von klasse! Wenn es hier doch nur mehr Katharinas geben würde!!!
Aber wer weiß, vielleicht bringt der heutige Tag wieder solche schönen kleinen bemerkenswerte Momente. Wir werden sie euch jedenfalls gerne berichten. Bis später!

Erwin

 

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Hallo aus Malmö,

es wurde ja schon viel zur Situation und Stimmung hier geschrieben und gemotzt. Und ja, auch ich kam am Montag absolut nicht in Stimmung. Die EBU wird ihre Gründe, die ich nur mutmaßen kann, haben, warum wir in einem schrabbeligen Kinosaal die Proben verfolgen müssen. Trotz allem möchte ich an dieser Stelle eine Lanze für den Jahrgang 2013 brechen! Tatsächlich liebe ich in diesem Jahr viele Songs, und gerade die Balladen finde ich meist gut bis sehr gut. Am ersten Probentag geben ja die Interpreten nie Vollgas, was durch den gefilterten Eindruck im Kino natürlich noch mal etwas lahmer wirkt, als wenn man es in der Halle bei vollen Sound hört und sieht.

Zum Thema Dänemark muss ich schon fast lachen, da genau das gerade eintritt, was auch schon im letzten Jahr bei Loreen der Fall war – nennen wir es Ermüdungsbruch. Mir gefiel die Show der Vorentscheidung sehr gut und es wurde zum Glück nicht an ihr herumgedocktert. So richtig präsent wird die gute Emmelie sowieso erst bei der zweiten Probe, vielleicht auch erst in den Generalproben sein. Kurz und gut – Flöte, Trommel, Emmelie – alles an seinem Platz. Ich glaube noch immer an einen dänischen Sieg, wenn dieser auch eher knapp ausfallen dürfte.

Schockiert war ich da schon eher vom Auftritt der guten Zlata aus der Ukraine. Diese King-Kong-Nummer wirkt auf mich so verstörend, dass ich mich fast schon fremdschämen musste. Deutlich kann ich die Televoter vor mir sehen, die lachend vorm Fernseher zusammenbrechen und erst wieder zu sich kommen, bis der Song verklungen ist.

Begeistert bin ich von Anouk, die, wie man es erwarten konnte, einen sehr reduzierten Auftritt gewählt hat. Vom Presserummel eher verwirrt und eingeschüchtert, hat sie dennoch auch beim meet & greet ihre Sache sehr souverän durchgezogen. Heute Morgen wurde ich beim Frühstück im Hotel von „Birds“ begrüßt, der Song läuft schon seit Tagen hier im Radio.

Eigentlich wollte ich der ersten Probe am Dienstag, nämlich der von Montenegro, entgehen, aber als ich im Euroclub ankam brach das Grauen doch noch über mich herein. Schlimm, schlimmer, Montenegro. Das Lied, wenn man es so nennen darf, heißt übersetzt Party. Ich möchte hiermit offiziell bekanntgeben, dass ich nie, und ich meine NIE auf eine montenegrinische Party eingeladen werden möchte! Auch die Präsentation in Raumfahreranzügen(!) rundet diesen Albtraum noch zusätzlich ab. Am Ende grunzen die beiden Typen noch in ihren Anzügen. Vielleicht ein Anfall von Schnappatmung? Man weiß es nicht.

Auch mit dem irischen Beitrag wird die Popgeschichte nicht neu geschrieben, doch die Ereignisse auf der Bühne reißen mich hier im Kino gewaltig mit. Was mir bei Belarus noch missfiel, findet bei Irland mehr meine Zustimmung. Halbnackte Tänzer trommeln, als ob es kein Morgen gibt. Stimmlich ist die Sache gewöhnungsbedürftig, da Ryan in einer sehr hohen Stimmlage singt. Am Ende zählt aber das Gesamtpaket, und das stimmt bei diesem Auftritt einfach.

OH MEIN GOTT!!!! Serbien schockt die versammelte Presse. Wer die drei Grazien aus der serbischen Vorentscheidung kennt, ist wahrlich nicht verwöhnt. Doch diese Outfits schlagen dem Fass den Boden aus. Mir fehlen die Worte. Alles ist in grellen Farben gehalten, eine hat untenrum nur einen roten Schlüpfer an, die andere eine gelb/weiße Leggins. Irgendwelche großen Perlen verunzieren die Hälse. Läuft der Stylist noch frei herum? Warum ist denn hier niemand vorbereitet??? Doch das Schlimmste ist, dass Serbien aufgrund der vielen Nachbarn im ersten Semifinale noch weiter kommen wird.

Meine persönliche Top 10 des ersten Semis:
1. Dänemark
2. Irland
3. Niederlande
4. Russland
5. Kroatien
6. Belgien
7. Ukraine (ich blende King Kong mal aus)
8. Österreich
9. Zypern
10. Moldau

Stephan

 

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Nach der für mich völlig belanglosen lettischen Mini-Playback-Show in Glitzeranzügen ohne T-Shirt drunter probt jetzt San Marino. Ein schwarzer Umhang (der aber nicht wirklich das Kleid darunter versteckt) wird von 2 Tänzerinnen entfernt und Valentina fuchtelt mit den Armen im roten Kleid rum. Die Bühne auch in rot, mich haut es einfach nicht vom Hocker, aber Applaus um mich rum. Ich gönne ihr und Ralph Siegel das Finale von Herzen, klar. Stimmlich geht da sicher noch mehr, ist ja erst die erste Probe.

Erwin

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Guten Morgen aus dem Kino im Euroclub.

So richtig kommt noch keine ESC-Stimmung in Malmö auf. Gestern war eher die Frage: Wo ist 'ne Party heut' Nacht? Aber noch sind viele Fans und Journalisten gar nicht angereist, sodass sich das in den kommenden Tagen und Nächten noch ändern wird. Inzwischen haben wir Halbzeit im Kinosaal des Euroclub, bis der Tross am Freitag ins Presszentrum zieht.

Für mich könnte das zweite Semi mit den lettischen Jungs kaum unglücklicher beginnen. Besonders cool wollen sie rüberkommen und bleiben doch bloß Buben, die in ihren Glitzeranzügen und Hühnerbrüsten peinlich wirken. Zur Vorentscheidung konnte ich keine gravierenden Änderungen feststellen, was auch keine Rolle spielt, da sie wohl am Freitag die Heimreise antreten werden.

 



Als die ersten Takte der Probe San Marinos zu vernehmen waren, füllte sich der Kinosaal merklich. Auch ich habe mich mit dem Beitrag angefreundet, was ich mir vor wenigen Wochen noch nicht vorstellen konnte, dafür saß der Uhhahhh-Schock zu tief. Crisalide könnte man sich fast schon beim San-Remo-Festival vorstellen, aber eben nur fast. An den Break nach zwei Minuten habe ich mich gewöhnt, aber ob das für den normalen Zuschauer auch nach einmaligen hören der Fall sein wird, wage ich zu bezweifeln. Valentina wirkt während ihrer Proben selber ganz ergriffen von sich selbst. Ganz großes Drama soll es wohl sein, doch auf mich wirkt diese Inszenierung zu aufgesetzt und ESC-like, wie es von Herrn Siegel kaum anders zu erwarten war. Wie im Video hält Frau Monetta eine leuchtende Kugel umschlungen und wirkt wie eine schrabbelige Wahrsagerin. Auch dieser schwarze Umhang mit dem roten Fledermauskleid darunter wirkt eher lächerlich, zumal sie sich immer darin verheddert, dabei tritt sie schon barfuß auf. Fürs Finale wird es bestimmt reichen, dann aber untergehen.

Stephan

 

 

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San Marino hat eine Probe abbrechen müssen. Das wird Herrn Siegel aber gar nicht gefallen haben... Dabei ist das in der Probe ja noch egal, wenn man sich im Kleid verhakt. Oder so.

Bei FYROM dachte ich zunächst, da steht Marija Serifovic auf der Bühne. Dann war er Max Mutzke. Augen konsequent zu. Als Esma dann kam, ging ein Raunen durch den Presse-Raum. Sie trug irgendwas in Lila, sah aus, als habe sie schon drin geschlafen und auch noch das Badetuch aufm Kopp...

Erwin

 

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Guten Morgen auch von mir,
nach dem "Schock" mit dem Wetterumschwung heute Nacht (inzwischen kommt aber die Sonne schon wieder raus) direkt der nächste Schock, als wir das KIno gerade zum letzten Durchlauf der Lettland-Probe betraten. Einfach nur furchtbar! Dann war ich natürlich auch gespannt auf Valentina Monetta, ich mag das Lied sehr. SIe hatte bei den einzelnen Durchläufen aber deutliche Probleme, sowohl stimmlich, als auch mit der Inszenierung, aber dafür sind ja Proben da, dass man das noch verbessert. Insgesamt finde ich die Inszenierung eher erstaunlich dezent, ja mir fehlt da sogar noch was am Übergang von Puppe zu Schmetterling, da hätte ich mir einen deutlicheren Knalleffekt gewünscht, statt nur den dunklen Umhang wegzuwerfen. Ihr seht, wie unterschiedlich die einzelnen Performances auf jeden wirken, Stephan ist es zuviel, mir eher etwas zuwenig an Inszenierung. Aber dass die Geschmäcker halt verschieden sind, sieht man auch daran, dass der erste Durchlauf von Mazedonien gerade hier mit Applaus bedacht wurde, und dabei war das für meine Begriffe ziemlich schlimm. Erstmal sang Lozano seinen Part komplett in schlechtem Englisch, beim zweiten Durchlauf in Mazedonisch (wobei man davon nur den Schluss übertragen hat), Esma steht schräg hinter ihm im Dunkeln, ganz in dunkles Lila gehüllt (so sei sie heute aber auch schon beim Frühstück erschienen, hört man)! Wenn sie aus dem Dunkeln auftaucht, wird sich der ahnungslose Zuschauer unwillkürlich fragen: Was will die da??? Für mich passen diese beiden Teile des Liedes überhaupt nicht zusammen.

Also, es bleibt offensichtlich bei Englisch, nur der Schluss wird dann von beiden mazedonisch gesungen.

Michael

 

 

 

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Aserbaidschan fand ich am Anfang richtig gut. Schöne Idee. Farid steht auf einem Glaskubus, in dem sich ein zweiter Mann befindet, der seine Bewegungen quasi kopiert. Doch dann ist der Delegation wahrscheinlich bewußt geworden, dass ja auch die geliebten Armenier mitwerten und man daher wohl noch was nachlegen muss. Eine Dame in einem roten Kleid mit einer Schleppe, die bis nach Baku reicht, taucht auf und im Würfel wirbeln rote Rosenblätter durch die Luft. Das ist mir dann definitiv "too much". Außer unserem polnischen Kollegen Simon und mir waren aber alle begeistert. Aber ich bin gerne Minderheit .

Erwin

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Wir schalten nun um zur F.J.R. Mazedonien, Untertitel „Wer hat mein Lied so zerstört“. Was als Zusammenspiel der Generationen geplant war, geht hier gerade grandios in die Hose. Esma, das Schlachtross der mazedonischen Musikszene, wirkt wie die Uromma des scheuen Lozano. Genug wurde in den Fanforen schon über den Song geschrieben, der in zwei Teile fällt, wobei ich jeden Teil für sich ganz schön finde. Live auf der Bühne wird es nicht besser, ganz im Gegenteil, denn zu allem Überfluss singt Lozano nun auch noch seinen Part englisch. Einem schlimmen englisch, mit einem noch schlimmeren Text. Schade, denn aus dieser Ursprungsidee hätte man mehr herausholen können.

Stephan
 

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Farid Mammadov aus Aserbaidschan next. Und ja, ich hatte die erste Minute des Liedes Gänsehaut. Er steht zunächst auf einem Bömbel aus Plexiglas, wobei im Bömbel ein zweiter Bursche als sein Spiegelbild seine Bewegungen nachahmt. Großes Kino. Plötzlich ein Kameraschwenk und ich dachte für einen Augenblick: Was macht denn Valentina Monetta in ihrem roten Kleid am Bühnenrand? Doch nein, eine Art weiblicher Dinosaurier, so sieht zumindest das Rückenteil des Kleides aus, zerstört souverän den Gesamteindruck der Darbietung. Farids Spiegelmann muss im besagten Bömbel nun auch noch durch einen grauenerregenden Blütensturm. Aber was soll’s, ich bin dennoch hingerissen!

Stephan

 

 

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Mir gefällt ja der aserbaidschanische Beitrag sehr gut, und ich war gespannt auf die Inszenierung hier- und ich finde das eine sehr gelungene Performance, Farid ist erstaunlich stimmsicher im Vgl. zur VE, wirkt auch sehr sympathisch, die Idee mit dem Glaskubus, in dem ein Double quasi spiegelverkehrt seine Bewegungen macht, und dafür sehr lange auf dem Kopf stehen muss, finde ich gelungen, und im Gegensatz zu Erwin gefällt mir auch die Dame in Rot, die von der Seite mit der Endlosschleppe in Rot auf den Kubus zuschreitet (ich liebe lange Schleppen ;-)) und dann noch verwirbelte Rosenblätter, ach wie schön!!!!

So, jetzt ist hier erstmal 1 Stunde Mittagspause, bis später!

Michael

 

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Beim Meet & Greet hat Erwin ein längeres Interview mit Ralph Siegel gemacht, ich bin dabeigeblieben, daher habe ich von Finnland nur die letzte Probe gesehen. Das ist bunt, ich find es witzig, sie hat natürlich das Brautkleid an, ihre Tänzerinnen zuerst- als Männer verkleidet- lila Samtanzüge, die sie später wegwerfen, um zu Frauen zu werden, die Backings tragen weiße Blusen mit knallroten Latexschürzen, zwischendurch bekommt Krista einen Schleier verpasst, der dann mittels Windmaschine wieder weggeblasen wird, die LEDs zeigen "DING DONG Krista", am Schluss gibt es einen Kuss zwischen Krista und einer der Backings mit der Latexschürze, na wenn das mal nicht so einige Zuschauer verschreckt!

Michael

 

 

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Wie Michael schon schrieb habe ich eben länger mit Ralph Siegel gesprochen. Das Interview senden wir dann im "Schlagercasino", also mal bei Pride1 reinhören!

 



Malta ist ja für mich fast ein Geheimfavorit. Gianluca ist fröhlich, bunt und so herrlich normal. Der nette Junge von nebenan singt einfach gut gelaunt und immer lächelnd sein Lied. Punkt. Ohne viel Schnickschnack und großes Gedöns. Das fällt dadurch aus dem Rahmen und wird seine Anhänger finden. Er nutzt die Bühne ganz gut aus und hat ansonsten seine Kombo aus dem Video dabei. Man schnippt mit und die eigenen Mundwinkeln verziehen sich automatisch zu einem Grinsen. Danke Malta!

Erwin

 

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Ja, Malta macht einfach gute Laune und zum Mitsingen wird der Text auf den LEDs eingeblendet.

Nur mal so nebenbei: Ich fühlte mich heute Morgen an die Postings von Jörg und Markus aus Baku erinnert: "Ach, das war gestern noch nicht da!" So ähnlich ist es hier auch, als wir heute Morgen zum Euroclub gingen, waren wie von Geisterhand über Nacht Schmetterlinge auf dem Boden, die den Weg vom Bahnhof zum Euroclub weisen, und man geht über eine grünen Rasenteppich, der auch gestern noch nicht da war.

 

 

 

Beim Eingang gibt es jetzt auch Sicherheitsschleusen, und man darf nichts zu Essen und zu Trinken mit reinnehmen, angeblich auch, damit das Catering hier drinnen keine Umsatzeinbußen erfährt. Catering? Es gibt Kaffee und Kraneberger umsonst, ansonsten ein paar winzige "Möppkes", will sagen Croissants von halber Normgröße und ca. 5 cm lange belegte Baguettes für 35 Kronen! Da kommt ja fast Sehnsucht auf nach den in Plastikfolie aufgewärmten Baguettes aus Moskau!

Michael

 

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Finnland zählt in diesem Jahr wahrlich nicht zu meinen Favoriten, entsprechend voreingenommen habe ich mir auch die erste Probe der guten Krista angesehen. Leider haben sich meine Vorurteile voll und ganz bestätigt. Optisch ein ähnliches Desaster wie Serbien gestern. Während die Hochzeit im Video noch ganz originell daherkommt, greifen die Finnen auf der Bühne einfach zu oft und in zuviele Trickkisten. Selbstredend tritt Krista im Hochzeitskleid auf, aber warum die Backgroundsängerinnen mit roten Schlachteschürzen auftreten, kann ich mir nicht erklären. Am Ende entscheidet sie sich dann mir ihrem Schmatzer für eine Lady. Wie sagte gerade eine Kollegin vor Ort: Das reißt es jetzt auch nicht mehr raus. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Nach Finnland wirkt der Malteser Gianluca wie Balsam für die Ohren. Nicht spektakulär, dennoch sympathisch, auch wenn das Lächeln immer wie angetackert bei ihm aussieht. Es würde mich nicht wundern, wenn Malta sogar die Top 10 knackt.
Stephan

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"Quälen sie uns schon" war mein Gedanke, bevor ich wieder ins Pressekino ging. Und, ja, sie haben schon losgelegt mit ihrem wirren Getrommel. Ich weigere mich ja hartnäckig, den bulgarischen Krach als Lied zu bezeichnen. So schlecht kann ESC sein. Und dann neben dem Gekloppe auch noch optisches Chaos. Ein Typ hält sich eine Riesenmaske oder was das sein soll vors Gesicht oder übern Kopf. Sieht aus wie das Rad eines Pfaus. Oh man, jetzt muss ich mir das Ganze nochmal antun... Vielleicht verstehe ich dann, was das sein soll. Michaels masochistische Ader reicht wohl auch nur für einen Trommel-Durchgang, er guckt sich erstmal das Meet & Greet mit Farid an.

Erwin

 

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Ich tue hiermit meine Pflicht und quäle mich auch durch dieses unsägliche Getrommel. An sich hätten die Bulgaren ja einfach das Video vom letzten Mal einspielen können, stattdessen lassen sie jetzt ein "Nachtgespenst" über die Bühne torkeln, der wohl aus gutem Grund sein Gesicht hinter einer Maske versteckt, und am Rand singen (oder quäken?) 3 Töchter der russischen Babushki dazu. Grauenhaft! Ja, vom Meet & Greet mit Aserbaidschan hab ich nicht viel mitbekommen, nur dass hier einige in Verzückung geraten, weil der Farid ja so sexy sei! Aber wie das oft so ist, wenn man die Interpreten in natura sieht: der ist sooooo klein, jetzt verstehe ich auch, warum sie ihn auf diesen Glaskubus stellen...

Michael

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Ooooooooooooooooooooooh, und jetzt MEIN Island!!!! Eythor und im Hintergrund ein isländisches Dorf am Meer mit Leuchtturm usw. Dass ich es toll finde, ist ja klar, und dann kommt am Ende der Chor auf die Bühne, singt aber noch sehr zurückhaltend,. Schade, aber sonst sooooooooooooooooo schön. Hach....

Erwin

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Ja, ist ja gut, aber ich find es auch sehr schön, sehr stimmungsvoll und beeindruckend, auch stimmlich. Er trug zuerst ein weißes Sakko, jetzt beim 3. Durchlauf ein schwarzes Sakko mit schwarzer Krawatte, wir sind doch nicht auf 'ner Beerdigung! Das Lied heißt doch "Jeder hat ein Leben", also bitte wieder weiß! Wobei die strahlend blonden langen Haare natürlich auf weiß nicht so gut kommen. Aber eigentlich ist es egal, ob schwarz oder weiß, ich glaube, der kommt ganz hoch!

 

 

Das war jetzt die letzte Probe für heute, es waren ein paar wirklich gute Sachen dabei vielleicht ist es doch noch nicht so sicher mit Dänemark, wie hier allgemein behauptet wird. Ich möchte eine spannende Wertung und eine Überraschung, nicht schon wieder so einen Durchmarsch wie bei Loreen!

Michael

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Für heute sind nun alle durch und für mich kam das Beste zum Schluss. Eythor aus Island hat mir eine Gänsehaut nach der anderen beschert. Einzig die Klamotte ist nicht so meins, ein schlichtes Hemd würde es auch tun, aber ist auch völlig egal, allein die Stimme und Stimmung bei diesem Auftritt passen. Leider ist die Startnummer etwas früh, sodass eine Finalteilnahme weiterhin unsicher ist. Meinen Daumen sind fest gedrückt.

So hat dann auch Eythor knapp Herrn Mammadov den Tagessieg geklaut und steht auf meiner persönlichen Rangliste auf Platz 1, gefolgt, wie erwähnt, von Aserbaidschan, auf Platz drei knubbeln sich Malta und San Marino.
Stephan

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Wir warten jetzt hier noch bis zum "bitteren Ende", nein, wir warten mit Erwin auf das Meet & Greet mit dem Isländer, bitteres Ende deswegen, weil es bis dahin noch ca. 1,5 Std. dauert, und dazwischen sicher noch die Bulgaren ihr Speed-Dating zertrommeln werden. Heute Abend werden wir dann in den EuroClub gehen, weil Konstantin DJ Ohrmeister dort auflegt. Also bis morgen in alter Frische (hoffentlich ;-)

Michael

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Und das Warten hat sich gelohnt!!! Eythor hat eine Gitarrenversion von "Eg a lif" gesungen. Ich habe ihn gefragt, warum sein Lied in Island in kürzester Zeit extrem populär und quasi zum Volkslied geworden ist. Seine Antwort: weil es in jede Lebenslage paßt! Man kann das Lied je nach Stimmung sowohl bei Hochzeiten als auch bei Beerdigungen singen. Und der Text würde jeden Isländer einfach berühren, weil er so "isländisch" sei. Daher auch das schwarze und weiße Sakko in den verschiedenen Proben. Was er tragen wird, steht noch nicht fest. Ich tippe aber stark auf weiß.

So, heute Abend gehts auf Tour, bin echt gespannt! Euch allen einen schönen Abend und bis morgen.

Erwin

 


 

DONNERSTAG, 9. MAI 2013

 

Guten Morgen,
wir haben gestern festgestellt, dass offenbar der frühe Malmöer den Wurm fängt. Es brauchte mehrere Versuche, um ein Restaurant zu finden, in dem nicht schon um 21.00 Uhr Küchenschluss war. Dagegen trinkt der einheimische, trotz der exorbitanten Preise für Alkohol, gern ein oder zwei oder drei Gläschen oder Fläschchen. Nachdem der Versuch der Nahrungsaufnahme dann doch noch erfolgreich verlief, führte uns zunächst der Weg ins Eurocafé, in dem es jeden Abend eine kleine Talkshow mit einem ESC-Interpreten gibt. Gestern war Despina aus Zypern der strahlende Gast dieser eher intimen Veranstaltung. Gleich zu Beginn sang sie ihren Beitrag „An Me Thimase“, der in diesem kleinen Rahmen perfekt zur Blüte kam. Allerlei interessante und uninteressante Themen wurden besprochen, wobei Despina sehr schlagfertig und sympathisch ihre Frau stand. Am Ende gab sie noch ihren ersten Hit, den sie in Zypern hatte, zum Besten, womit sie das Publikum nun restlos für sich einnahm.

 

 

 


Kurz vor Mitternacht ging es noch quer durch die kleine Stadt in den Euroclub zu DJ Ohrmeister. Schon etwas besser besucht, aber noch immer will die richtige Stimmung im Club nicht aufkommen.


Der Probentag heute begann soeben mit Griechenland, und das auf nüchternen Magen. Noch ohne ihre Schottenröcke hoppsten die Jungs von Koza Mostra auf der Bühne umher, dafür sind die Instrumente mit Leuchtstreifen versehenen. Eine wirklich gelungene und passende Präsentation zu diesem Song, den viele unterschätzen. Auch stimmlich klang das schon mehr als ordentlich und reißt mit. Mich erinnert der Beitrag immer ein wenig an „For real“ von Athena 2004, die ja immerhin den vierten Platz für sich verbuchen konnten. Ein kräftiges Yammas beendete den ersten Probendurchlauf. Daumen hoch!!!!

Stephan

 

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Guten Morgen auch von mir, sind gerade noch rechtzeitig eingetroffen, um 2 Durchläufe der Griechen zu sehen, ich schließe mich da Stefan an und habe nichts hinzuzufügen.
Wir waren nun gestern Abend doch nicht mehr im Euroclub, was wir versäumt haben, hat auch Stephan schon geschrieben, aber wir waren ziemlich k.o. nach dem Tag gestern, und als wir dann einmal zu Hause auf dem Sofa saßen und die Wahl hatten, nun um 23.00 Uhr wieder aufzubrechen und mit dem Bus zum Club zu fahren oder schön gemütlich auf dem Sofa sitzen zu bleiben und weiter "Die Brücke", den mehrteiligen Krimi mit dem Mord auf der Öresundbrücke, zu sehen, haben wir uns dafür entschieden, was uns natürlich heute morgen den Tadel von Konstantin eingebracht hat.  Aber da ich ja ohnehin als "der alte Mann" verschrien bin, kann ich  damit leben :-) 

Es gibt schon wieder etwas Neues draußen: im Hauptbahnhof begrüßen bunte Kreise in mehreren Sprachen die Ankommenden zum ESC. Und heute wurden an der Sicherheitsschleuse erstmals die "Hundemarken" eingescannt.


 

 


Gerade hat die Israelin das erste Mal gesungen. Man hat sie dazu wieder in dieses hautenge Kleid geschossen, das vor allem die Hinterfront betont, um nicht zu sagen nachzeichnet, und man muss wirklich Angst haben, dass das bei der kleinsten Bewegung aufplatzt! Wahrscheinlich steht sie deshalb auch so stocksteif da und traut sich keine Bewegung. Gesanglich ist das gut, ich mag das Lied, muss aber sagen, dass es mich nach der Hälfte zu langweilen beginnt.

Michael

 

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Bitte schließen Sie jetzt die Augen, denn wir kommen zu Israel. Ein wunderschönes Lied, das allerdings durch diese unfassbar schlecht beratene Sängerin komplett zerstört wird. Ein Kleid wie eine Megapresswurst, Brille wie Nana Mouskouri, Brüste, die… ich lasse das lieber… und von der Frisur will ich gar nicht erst reden. Dem Kleid aus der Vorentscheidung wurden nun noch glitzernde Steinchen hinzugefügt, um die Rundungen noch besser zur Geltung zu bringen. Es ist wirklich schade, denn das Lied hätte Besseres verdient. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Israel den Sprung ins Finale schaffen kann. Leider!
Stephan

 

 

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Guten Morgen ihr Lieben´

ich finde ja vom Song her Israel nicht so dolle. Mich als Balladen-Fan läßt das komischerweise total kalt. ABER: ich finde es gut und mutig, dass man nicht versucht, ihre Leibesfülle zu kaschieren. Kann mir auch vorstellen, dass die vielen übergewichtigen Europäer/-innen das auch positiv sehen und eifrig deshalb anrufen. Ich würde zwar nicht anrufen, aber wohlwollend zustimmen. Insofern.... sehe ich nicht so schwarz für Israel.

Die griechische Kombo kommt gut, keine Frage. Sehe die sicher im Finale, dann aber eher unter "Ferner sangen".

Armenien wird hoffentlich mit dieser belanglosen Langweilernummer scheitern. Der Sänger sieht ja ganz sympathisch aus, finde ich. Aber insgesamt erinnert mich der Auftritt, der sehr statisch ist, an eine Abi-Abschluss-Band. Das reicht für den Dorfball, hat aber auf einer internationalen Bühne nix zu suchen. und tschüß....

Erwin

 

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Für mich ist Armenien gar nicht langweilig. Auch wenn ich persönlich Rockmusik gar nicht so gerne mag, so gefällt mir dieser Beitrag ganz gut und er fällt auf jeden Fall auf. Und Rockmusik hat immer viele Anhänger. Der Sänger kommt auch gut rüber, obwohl ich so auffällige Augenbrauen eigentlich nicht anspreched finde. Auch gesanglich gibt es nichts zu bemängeln. Ein angenehmes Lied, was für mich Chancen fürs Finale hat.

Elvira

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Das ist zu befürchten. Ich finde das so schlimm und überlege gerade, ob wir Elvira aus unser Wohngemeinschaft ausquartieren ,-))) Nein, hier hat sogar auch eine Einzelperson nach der Probe geklatscht. Da sieht man aber mal wieder, wie unterschiedlich selbst unter uns die einzelnen Lieder und Auftritte bewertet werden, und das macht es ja dann (hoffentlich) am Ende so spannend.

Michael

 

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Und jetzt Ungarn. Schöne Grüße an die großen Ungarn-Fans Olli in Mannheim und Oliver in Hannover.
Der Song wird bunt und mit Cartoons (wie im Video) im Hintergrund präsentiert. ByeAlex singt mit einem Käppi, was ihm aber etwas zu groß zu sein scheint. Der Gitarrist neben ihm schien zwischendurch fast einzuschlafen, so gelangweilt hat ja selbst der dänische Flötenspieler nicht geguckt. Na ja, wird er am ESC-Abend sicher nicht machen. Ich mag ja den Song, aber der Auftritt haut mich nicht aus dem Kinosessel. Aber begeisterter Applaus um mich rum.

Erwin

 

 

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Für mich zählt der armenische Song in diesem Jahr zu denen, die beim Bügeln nicht weh tun. Kann man machen, muss man aber nicht. Bereits während der Performance hat man das Lied schon vergessen. Zwar kommen die Burschen der Gruppe Dorians mit dem charismatischen Frontsänger symapthisch rüber, aber stimmlich hatte man manchmal etwas Mühe.

Großer Beifall soeben im Kinosaal nach der ersten ungarischen Probe. ByeAlex steht ein bisschen wie ein angeschossenes Bambi auf der Bühne, was man sofort vor weiterem Unbill bewahren möchte. Insgesamt eine sehr entspannte Nummer, die angenehm auffällt. Auch stimmlich kann man bei dem Lied nicht viel falsch machen, sodass es für einen erneuten Finaleinzug Ungarns reichen sollte.
Stephan

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Ne, das wird nichts mit Ungarn, schade, er steht da wie ein Autist, scheint genauso gelangweilt wie der Gitarrist, schaute sogar während des Vortrags auf die Uhr, die Einzige, die wenigstens ein bisschen Spaß daran zu haben scheint auf dieser Bühne zu stehen, ist eine blonde Backing-Sängerin, die auch mal lächelt.Jetzt ist hier erstmal Mittagspause, bis später

Michael

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Gerade hat Norwegen geprobt, ich mag das Lied zwar ganz gern, halte es aber eigentlich für überbewertet, und der Auftritt wirkt  auf mich sehr kalt (was vielleicht beabsichtigt ist?) Margaret Berger trägt wieder das weiße enge Kleid, der Hintergrund ist dunkelblau mit Silber-LED-Effekten, immerhin lächelt sie ein bisschen, ansonsten wie gesagt, die kühle Blonde aus dem kalten Norden.

 

 

In der Mittagspause wurden wir von einer Dame aus dem schwedischen Produzententeam angesprochen und nach unserer Meinung gefragt, und ob wir uns auf das richtige Pressezentrum morgen freuen: und ob! Wir haben dann unsere Kritikpunkte geäußert, die wir hier ja schon gepostet haben, aber auch die Vorteile (Nähe zu den Künstlern, wer sie haben will - einige machen ja wie gewohnt auf eine  etwas peinliche Art davon Gebrauch, Fremdschämen ist angesagt!)

Sie lobte aber schon vorab das Pressezentrum, es werde uns gefallen, allerdings sei sie nicht sicher, ob es dort ein Catering gebe, eher nur Kaffee und Kuchen von 14 - 16.oo Uhr, aber in der Nähe sei ja das große Einkaufszentrum, da gebe es preiswertes und gutes Essen. Lassen wir uns mal überraschen! Es blieb danach aber noch etwas Zeit, uns ein wenig zu sonnen.

 

 

Während ich das hier schreibe, proben die Albaner, ich hab mal kurz auf den Bildschirm geschaut und gleich wieder weg, aber vielleicht schreibt Elvira da noch etwas Näheres ;-)))) Und nebenan machen die Armenier ihr Meet & Greet. Perfekte Gelegenheit zur Pinkelpause!

Michael

 

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Nach dem kühlen Auftritt von Norwegen bietet Albanien mit gelb-orangen Bühnenfarben einen guten Kontrast. Ein Auftritt, der mir sehr gut gefällt. Rockige Musik mit Geigen und Trommeln. Schon sehr speziell. Man trägt Jeans und schwarze jacketähnliche Oberteile mit Goldverzierungen. Einige Musiker stehen auf Podesten. Auf das Gitarrensolo mit wehenden Haaren hätte ich verzichten können. Aber eine klasse Nummer. Leider stehe ich damit ziemlich alleine da und befürchte, jetzt muss ich endgültig aus unserer Wohnung ausziehen.

Elvira

 

 

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Also Elvira schafft es auch nach all den Jahren immer noch, mich zu verwirren oder zumindest zu verblüffen. Hätte nicht gedacht, dass die zwei strähnigen und wildmähnigen Skipetaren sie in wallende Begeisterung versetzen. Ich finde den Krach, den sie machen, ziemlich daneben. Der Auftritt inkl. Pyro aus der Gitarre ist sicher ok, reißt es aber auch nicht raus.

Bei Georgien füllte sich das Kino trotz parallelem Schaulaufen nebenan von Ungarn. Es war ja immer wieder im Vorfeld die Rede von den großen Stimmen, besonders von Sopho. Entsprechend hoch waren die Erwartungen. Ich sehe die Geheimfavoriten-Rolle (noch) nicht. Sicher und souverän, aber kein WOW-Effekt. Mir ist der Song auch zu gezuckert, etwas Mut hätte dem Schlager sicher gut getan.

Erwin

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Die Georgier setzen ganz auf ihre großartigen Stimmen und machen kein Brimborium drumherum, natürlich zeigen die LEDs einen Wasserfall, aber das war es eigentlich. Sie trägt ein traumhaft schönes weißes Kleid mit zartblauem Teil, goldenen Applikationen, er ist ganz in Schwarz, eigentlich wie ein perfektes Brautpaar, trotzdem wirken sie auf mich nicht verliebt oder wie ein harmonisches Paar, kannten die sich eigentlich vorher schon oder wurden sie zusammengecastet? Ich hatte sehr viel von diesem Auftritt erwartet, er ist auch sehr gut, aber irgendwie ist nach dem ersten Durchlauf bei mir noch nichts richtig übergesprungen. Und auch beim zweiten nicht... Da ist kein Gefühl, es wirkt nur kalt  und stimmgewaltig, dabei sieht man ihm allerdings deutlich an, dass er sich bemühen muss, mir ihrer Stimme mitzuhalten.

Michael

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Georgien ist Gänsehaut pur. Mir reicht der Auftritt so voll und ganz. Sie in Weiß, er in Schwarz und dann noch die Windmaschine... Da kommt sicher später noch Pyro dazu und mehr braucht es nicht für dieses herausragende Lied. Man hört es einmal und ist hin und weg. Und die Stimmen passen mehr als gut zusammen. Da ist es mir egal, wenn es altmodisch ist.
Elvira

 

 

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Okay, das war ja zu erwarten, jetzt mit weißem, dann gelbem Bodennebel, Dampfdüsen-Pyro und am Schluss der Düsseldorfer Goldregen: jetzt gewinnen sie!!! (und das könnte sogar wirklich sein!)

Michael

 

 

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Zu Norwegen gibt es eigentlich nicht viel zu berichten, da der Auftritt fast identisch mit dem der Vorentscheidung ist. Margaret hat sich wohl gedacht, da mach ich mir ‚nen Schlitz ins Kleid und find es wunderbar. Und ja, sie kann das machen. Irgendwie habe ich allerdings bei dem Lied einen Ermüdungsbruch, denn mich ließ die Probe seltsam kalt. Stimmlich hat sie noch nicht alles gegeben, da schont sie sich offenbar noch.

Die Albaner haben nun wirklich Eisen in der Stimme, allerdings hörte es sich eher wie eine rostige Quetschkommode an. Eigentlich ein schöner Anfang mit Trommelgedöns, dann wird mein Nervenkostüm auf eine harte Probe gestellt. Drei Minuten können manchmal sehr lang sein. Einer der Sänger schüttelt nun auch noch seine verschwitzen Haupthaare wie irre. Ja ja, wir haben verstanden, ihr seid richtig harte Jungs. Puh, zu Ende.

Nun zu Georgien, und um es vorweg zu sagen, I’m flipping out. Es ist natürlich eine kitschige Angelegenheit auf der Bühne, aber es passt. Vom Bühnennebel, Windmaschine, tollem Licht auf der Bühne, Funkenregen und vor allem guten Sängern ist das Paket richtig geschnürt. Der Saal tobt und ein Ausflug nach Tiflis im nächsten Jahr ist nicht ausgeschlossen. Es könnte ein Kompromisssieg wie bei Ell & Nikki werden.
Stephan

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Ja, muss ich auch zugeben, der letzte Durchgang bei der Azeri-Kopie aus Georgien war gut. Hoffe nur, Europa fällt nicht auf sowas rein und lässt sich nicht wieder blenden. Den Titel finde ich nicht wirklich den Brüller, und nur wegen der Performance... nee, sorry...

Richtig gut finde ich ja das Lied aus der Schweiz. Aber der erste Probendurchlauf war gar nix, aber sowas von gar nix. Weiße Blusen und Hemden stehen verloren auf der Bühne, die Stimme im Vergleich zu Georgien dünn und harmlos. Opa wird kaum gezeigt, am Schluss schmiegen die beiden Hauptsänger/ -in ihre Gesichter aneinander. Das war schön, aber der Rest reif für die Tonne. Schaaaaaaaaade, Finale ohne Schweiz!

Erwin

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In Jeanshosen und weißen Hemden stehen Takasa in einer Reihe. Während die beiden Sänger in der Mitte mit leichten Gesten etwas Bewegung auf die Bühne bringen, spielen die anderen brav ihre Instrumente. Bei den "Hey, Hey"-Rufen blitzt es zwar ordentlich im Hintergrund, aber ansonsten fand ich die drei Durchgänge recht schwach und nur wenig überzeugend.

Tobias

 

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OH MEIN GOTT!!!!! Ich hab Angst, ich will hier raus!!! Die serbischen Billigmädels haben Konkurrenz für den Barbara-Dex-Award. Cezar aus Rumänien ist unfassbar, grottig reicht nicht, man müßte ein neues Wort kreieren. Unglaublich... von weitem sieht es aus, als stehe er auf einem Berg Schinken. Offenbar ist er Vegetarier, was seinen bösen Blick erklärt, weil er sicher lieber Käse statt Schinken hätte. Dazu zeigt er seine behaarte Brust in einem Mantel, den selbst die Altkleidersammlung nicht überall mitnehmen würde. Dazu tücherwedelnde Hüpfdohlen um ihn rum. Boah, sorry, man hat uns ja schon viel zugemutet, aber das ist echt der Höhepunkt. Oder der absolute Tiefpunkt, je nachdem.
Aber klar, wahrscheinlich soll die Performance, die wohl mit die schlimmste ist, an die ich mich je beim ESC erinnern kann, von dem fürchterlichen Eunuchen-Gesang ablenken. Tja, aber die Rechnung geht nicht auf. Die Klospülung in Europa wird in den drei Minuten Rekord-Quoten bekommen, Halb Europa wird sich totlachen, die andere Hälfte vor Entsetzen heulen. Und Elvira wirds gefallen. ;o)

Erwin

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So einen schlechten Geschmack kann selbst Elvira nicht haben! Das setzt ja wirklich dem Fass die Krone ins Gesicht! Ich habe wirklich auch noch nie so etwas Furchtbares gesehen. Da steht er wie Dracula (ohne Eckzähne) mit furchterregendem Gesichtsausdruck auf der Bühne und singt sein nächstes Opfer an, die vor ihm herumtänzelt. Da SVT ja alles billiger haben will, hat man auch den Lift von Moldau wiederverwertet und der gute Cezar schießt in die Höhe, man hätte ihn besser durch die Decke geschossen! Aber billig ist es geworden, ja!
Noch kurz zur Schweiz, da gebe ich Erwin recht. Ich finde, die sehen aus und wirken wie auf einem Feuerwehrball einer 1000-Seelen-Gemeinde. Auf ihren Hemden haben sie etwas eingestickt, ich vermutete schon eine Geheimbotschaft Richtung Heilsarmee, aber es steht nur : "Together we are one" drauf.

Michael

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Soooooooooooo schlimm fand ich es nicht. Das Lied mag ich ganz gerne. Die Präsentation dagegen ist auch für mich zu viel, aber auf der anderen Seite braucht so ein besonderes Lied auch eine besondere Show. Der schwarze Glitzeranzug von Cezar mit dem weiten Ausschnitt vorne mit dem Riesenkreuz gefällt mir nicht. Ist zu prozig. Aber so finster schaut er gar nicht. Der Gesang ist halt sehr anstrengend. Jedenfalls ist eine düstere Austrahlung besser als keine Ausstrahlung.

Elvira

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Und damit ergeht der eindringliche Aufruf: Wir suchen dringend eine neue Unterkunft für Elvira!! ;)

Michael

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Rumänien ... was Cezar uns auf der Bühne zeigt, macht mich einfach nur sprachlos... in einem schwarzen glitzernden Mantel, welcher (leider) die Sicht auf dichte Brusthaare bietet, steht Cezar Anfangs auf einem roten "Felsen" aus großen Stofftüchern, aus denen Tänzer herauskriechen und dann wild mit diesen Tüchern herumwedeln. Wie Aliona Moon wird Cezar im Laufe des Liedes nach oben gefahren. Alles habe ich (Gott sei Dank) nicht gesehen, dafür finde ich die Darbietung einfach absolut furchtbar, sorry!

Tobias

 

 

 

Übrigens, das ganze Elend erschließt sich einem aus diesen Fotos nicht, man muss das live gesehen haben!

Michael

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Man wird ja teilweise mit Mails verschiedener Delegationen überschüttet, da sind so einige jedes Jahr ganz vorne mit dabei, neben der Ukraine und Moldau auch Rumänien. Wir erfahren z.B. dass Cezar nach seiner Ankunft in Malmö überglücklich war, eine Tasse Tee zu bekommen, und noch andere Dinge, dir wir eigentlich nicht wissen wollten. Zu der Inszenierung des rumänischen Auftritts war da zu lesen:“It’s very important that everything goes as we requested the organizers – sound, lights, graphics etc. – so that our show can be high up in the pictures. And I mean it, both figuratively, as well as literally – and you will understand in short time what I’m talking about”, he says, offering a hint about what is to happen on the stage. " Noch Fragen?

Michael

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So, wir haben jetzt unser Tagesprogramm absolviert, gerade ist das letzte Meet und Greet mit dem Rumänen gelaufen, er ja so sehr nett und kann auch freundlich gucken, aber ich glaube, wir haben nur die Idee der Performance noch nicht verstanden. Erwin hatte noch ein interessantes Interview mit Thomas G:son, das ihr dann spätestens auch in unserer Nachbetrachtung demnächst auf PRIDE 1 hören und natürlich auch in der nächsten T.O.M. nachlesen könnt. Vielleicht erzählt Erwin euch aber auch morgen hier etwas darüber, momentan bereiten Elvira und Erwin ihre Beiträge für die PRIDE 1-Sendung   "Home"am kommenden Sonntag von 14.00 bis 16.00 Uhr vor (und direkt im Anschluss kommt dann Erwins Schlagercasino", allerdings ohne Erwin, denn er ist ja hier).

 

 

Beim Meet & Greet mit der Schweiz fragte die Moderatorin Katharina (Erwin und ich haben einen Katharina Fanclub gegründet) den Opa auf deutsch, aber er hat es nicht verstanden und in Englisch geantwortet: "We want to win" (aber wie wir inzwischen gesehen haben, dürfte das sehr schwer werden).

Und nach langem Hin- und Her ist es Erwin dann doch auch noch gelungen, von Sophie & Nodi eine Grußbotschaft fürs Radio in Georgisch zu bekommen. Die waren nämlich sehr belagert.

 

 

 

Wir warten jetzt nach auf den Beginn der Party von San Marino, die in 30 min. hier im Euroclub beginnen soll. Darüber, und was die Nacht sonst noch gebracht hat,  dann morgen mehr!

Einen lieben Gruß an euch alle,

Michael

 


 

FREITAG, 10. MAI 2013

 

"Dank" der nachtschlafenden SMS eines nicht-Uhren-lesen-könnenden Vereinsmitglieds, lächel, von mir ein ganz frühes "Guten Morgen" Euch allen. Das Wichtigste zuerst: Elvira schläft weiterhin mit uns im Haus. Wir haben es denn doch nicht übers Herz gebracht, sie meistbietend zu versteigern.....trotz ihres extravaganten Musikgeschmacks....ansonsten habe ich wider Erwarten nicht von Blut, Drama und kreischenden Rumänen geträumt. Nach dem Auftritt gestern grenzt das an ein Wunder. Hab mich den ganzen Abend gefragt, was einem Künstler wie Cezar durch den Kopf geht, wenn er sowas auf der Bühne präsentieren muss. Der arme Junge hat mir regelrecht leid getan. Bei den Ungarn von ByeAlex war ich mir sicher, dass sie bekifft waren und sie deshalb von ihrem einschläfernden Auftritt nichts mitbekommen haben, doch der Rumäne hätte wirklich Tote wecken (oder umgekehrt Herzinfarkte auslösen) können....so, der Auftsteh- und Duschplan ist hier streng geregelt und bevor ich mir ein anderes Bett suchen muss, geh ich erstmal duschen....bis gleich Chris

 

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Guten Morgen auch von mir, kurz was zur Party von San Marino gestern Abend:
Am Eingang gab es Namenskontrollen, was die ganze Prozedur etwas verzögerte. Danach stürzte sich alles auf 's Buffet, was reichlich und lecker war. Außerdem bekam jeder drei Bons für Freigetränke, die wir dann gleich mal in Wein eintauschten. Inzwischen sind etliche ECGler und sonstige Bekannte Gesichter hier vor Ort, was zu großer Wiedersehensfreude (zumindest in vielen Fällen ;-) ) führte. Nach einer kurzen Begrüßung durch den HoD von San Marino betrat zunächst Valentinas Begleitband und dann sie selbst die Bühne. Es erklangen spannende Versionen einiger bekannter und unbekannter Titel, so z.B. eine jazzige Fassung vom "Social Netbook Song". Hätte nie gedacht, dass es möglich wäre, dieses unsägliche Lied erträglich zu präsentieren. Auch die englische Fassung von "Crisalide" wurde in einer Weltpremiere aufgeführt. Valentina bat dann Ralph auf die Bühne, die beiden haben ein sehr herzliches Verhältnis, was nicht zu übersehen war. Ralph Siegel freut sich einfach sehr, wieder dabei sein zu dürfen. Aber das hatten wir auch so erwartet ;-) Ihm zu Ehren sang Valentina dann den Wind-Klassiker "Let the sun shine in your heart". Inzwischen wurde auch eifrig getanzt, auch Kriemhild bewegte sich eifrig auf der Tanzfläche. Zwischendurch wünschte sowohl sie als auch Ralph sich immer wieder "Crisalide" bzw. "Chrysalis", so dass der DJ eifrig das Lied spielte und selbst wir bald textsicher mitsingen konnten.
Um 1 Uhr wollte die Mehrheit von uns dann nach Hause, und so ging ein wirklich schöner Tag und vor allem Abend zu Ende. Danke San Marino und danke Ralph Siegel für eine wirklich wundervolle "serata bellissima!

Erwin

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...auch mir hat's gestern Abend gut gefallen....Valentina Monetta kann wirklich viel, viel mehr, als ich erwartet hätte.....gut, nach ihrem unsäglichen Aufritt im vergangenen Jahr ist alles eine Steigerung, aber dass sie soooooooo gut sein würde. Hut ab, alle Achtung!!! Mein ehrlicher Glückwunsch!!! Ich war echt angetan, auch wenn Valentinas gestriges Jazz-Programm leider nicht Clubtreffen-geeignet ist. Erwin hat völlig recht, selbst Uuh uuh aaah aah kann man hörbar präsentieren.....privat würde ich jederzeit in ein Konzert mit ihr gehen. Wünsche ihr eine gute Platzierung im ersten Drittel des Feldes. Das gilt im Übrigen auch für Moran Mazor, die für mich der Höhepunkt des gestrigen Probentages war....großartige Stimme, beeindruckende Erscheinung, voll Leidenschaft und Emotion singend, drei Minuten Drama pur. Hätte ich Haare auf der Brust, sie hätten sich samt und sonders voll Begeisterung gesträubt, so blieb es bei 'nem sentimentalen Tränchen im Augenwinkel.....ob ihr Kleid vorteilhaft ist, sei dahingestellt, ich finde es im positiven Sinne mutig, dass die Kamera sie zu Beginn ihres Auftritts von unten nach oben in voller Größe zeigt und sie keine Anstalten macht, auch nur ein Kilo wegzuschummeln. Abgesehen davon scheint Moran ein echt netter Mensch zu sein. Sie kommt ganz sympathisch bei mir an. Meine 12 Punkte beim Kölner Stammtisch sehe ich vollauf bestätigt.....So, nun gibt's bei uns Frühstück, Elvira kommt die windschiefe Treppe runter...alles weitere später...Liebe Grüße Chris

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"Ich will das Kino zurück"!  Das Pressezentrum neben der Halle ist für mich eine Enttäuschung. Erstmal ist es hier saukalt, es zieht aus allen Ecken und dann ist es rel. dunkel. Es gibt keine PCs oder Laptops, man kann sich allerdings welche leihen. Gut, die meisten haben eh ihr eigenes Equipment dabei, aber was nutzt das, wenn man keine Internetverbindung bekommt. Das WLAN funktioniert nämlich nicht richtig, unsere Beschwerden haben dann insofern etwas gefruchtet, dass man uns Internetkabel verteilt hat, aber die Möglichkeit, die Kabel einzustecken, gibt es  nur an ein paar Tischen. An so einem sitze ich jetzt mit einem Kabel und bin online.

 

 

 

Der Empfang von San Marino gestern Abend war eigentlich sehr schön. Allerdings ließ man uns 30 Min warten, um dann jeden einzelnen Gast per Namensliste abzuhaken Es waren 250 Leute geladen, es gab 3 Getränkebons und ein Büffet mit Salat, Brot, leckeren kalten Thunfisch-Stücken, kaltes Lamm in kleinen Gläschen und kleine Einmachgläser mit einer Art Gulasch, "Pot au feu" nannte sich das, sehr lecker.  Dann gab Valentina Monetta ein Konzert von ca. 30 Min., das war insgesamt sehr jazzig, mit Live-Band, sie sang ihren Beitrag in einer Jazz-Version, sehr schön, und dann Ralph Siegel zu Ehren "Let the sunshine in your heart", ebenfalls in einer jazzig-angehauchten Version, und in so einer Version gefiel sogar der Facebook-Song! Siegel war sehr gerührt, er hielt eine  kurze Ansprache, wie glücklich er ist, wieder dabei zu sein, wie glücklich er über die Zusammenarbeit mit Valentina ist usw. Das kam offenbar wirklich von Herzen, die beiden gingen auch sonst sehr nett und herzlich miteinander um. Und hinterher tobte die wirklich sehr sympathische Valentina zusammen mit Kriemhild Siegel über die Tanzfläche. Auch wir machten unsere ersten Tanzschritte, seit wir hier sind, obwohl wir "Die Brücke"  noch nicht  ganz zu Ende gesehen habe ;-)

Als wir ankamen, lief schon eine Pressekonferenz mit Jon Ola Sand, Sietse Bakker und den Produzenten von SVT. Es wurden u.a. Fragen gestellt zur Startreihenfolge im Finale, ob die Entscheidungen denn nicht durch das Bekanntsein der Semi-Ergebnisse beeinflusst würde, das sei nicht der Fall, denn nur Jon Ola Sand würde die Ergebnisse kennen und nicht die Produzenten, die die Reihenfolge festlegen. Es wurden Beschwerden laut bzgl. des Kino-Pressezentrums, aber man entschuldigte das damit, dass es ja das 1. Mal sei, und man lerne daraus für das nächste Jahr. Soviel von mir erstmal, wie ihr sicher verstehen könnt, bin ich etwas genervt, hinzu kommt, dass hier wehmütige Erinnerungen an Düsseldorf hochkommen, an das tolle Pressezentrum, aber auch an die nervenden Portugiesen, die mit ihren Trommeln ja überall auftauchten, wo sie nicht hingehörten, so ist das hier mit der Finnin, die hier  im Hochzeitskleid mit ihren Mädels ständig Polonaisen durchs Pressezentrum macht und "Ding Dong" schreit!

 

 

 

Bis später mal, wenn hoffentlich alles besser funktioniert.

Michael

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....so, nun im Pressezentrum angekommen, wo uns die Technik in Gestalt der WLAN-Verbindung über Stunden im Stich gelassen hat und immer noch lässt. Zustände, wie ich sie in Moldau oder Albanien tolerieren würde, hier aber doch arm finde....unser Präsident sitzt mir leicht angesäuert gegenüber und wir können nur versuchen, Euch auf Umwegen auf dem Laufenden zu halten. Jetzt hab ich gerade Glück und kann ins Netz......im Übrigen ist das Pressezentrum riiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeesengroß, riecht wie ein neues Auto nach Plastik und besticht durch eine offenbar in Aserbaidschan ausgeliehene Weihnachtsbeleuchtung. Sowas eigenartiges haben wir auch schon zwischen Euro-Club und Bahnhof bewundern dürfen...es glitzert und funkelt vor sich hin......

 

 

Musikalisch hat der Vormittag uns eine überraschend souveräne und gute Slowenin gebracht. Ich war von Hannah Mancini und ihren drei Tänzern mehr als überzeugt. Das Lied auf CD gefällt mir gar nicht, wird aber durch die Show entschieden aufgepeppt. Frau Mancini als entlaufene Domina, die Bühne mitsamt Laufsteg voll ausnutzend (na ja, sie hat auch elend lange Beine), kommt insgesamt gut......umso enttäuschter war ich von Birgit aus Estland.....in ihrem Tüllkleid sieht sie aus, als sei sie mit mitsamt Omis Gardinen in die Waschmaschine geraten. In der Pressekonferenz hat sie uns verraten, dass sie im Oktober Mutter eines Sohnes werden wird, doch das kann dieses Rüschendings (rechne rechne rechne 3ter Monat? 4ter Monat?) nicht rechtfertigen.....das Lied? Schon wieder vergessen...was die Interpretin am späten Dienstagabend auch wieder sein wird.....überragend für mich Natalia Kelly. Große Stimme, guter Background, viel Ausstrahlung.....ebenfalls eine der positiven Überraschungen. In der Pressekonferenz hat sie uns mit einer klasse Version von "Can't wait until tonight" von den Stühlen geholt. A-Capella gesungen. Wow!!! Alles gute für's Halbfinale, ich drücke alle Daumen. Zu den 6 jungen Tenören aus Kroatien kann ich wenig sagen. Eine steife, antiquierte und völlig uninspirierte Darbietung. Von Klapa S Mora hätte ich mir deutlich mehr erhofft. Enttäuschend. Gerade läuft die dänische Probe und ich musszugeben: Die Siegerin des diesjährigen ESC steht auf der Bühne. Mein favorisiertes Lied ist es ja nicht, doch als Gesamtpaket düfte Emmelie von nichts und niemand als sich selbst zu schlagen sein.....in Kürze geht's weiter...liebe Grüße Chris

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Ich komme gerade zurück vom Fanclubstand hier im Pressezentrum, den ich zusammen mit Chris für 2 Stunden betreut habe. Noch war nicht sehr viel los, wir haben die Wertungszettel eingesammelt der Akkreditierten, die jeweils die 10 Ländern der beiden Semis angeben sollen, von denen sie denken, dass sie ins Finale kommen. Es ist aber noch zu wenig an Wertungen, um da eine Tendenz zu posten. Und hier gehen wir im Rahmen des allgemeinen Sparkurses auch "Back to the roots", keine Bildschirmanzeige, wie wir sie in D'dorf hatten, nein, der gute alte Edding kommt wieder zum Einsatz.

Eine neue negative Überraschung gab es dann an den Pidgeon Holes, den Fächern, wo die Akkreditierten ihre Infos und Promomaterial hineingelegt bekommen. Da hatte man eine besonders schlaue Idee und hat die Fächer nach Ländern sortiert und durchnummeriert. Das hat jetzt die Folge, dass es unsere Fachnummer doppelt gibt, denn wir sind als Fans über OGAE International akkreditiert, und nicht über Deutschland. Ich hatte also fälschlicherweise dann plötzlich den Inhalt des Faches Deutschland statt meines bekommen, habe es aber brav zurückgegeben :wink: Man muss halt jetzt immer dazuschreiben: International!


Heute geht das Programm ja bis ca 23.00 mit den weiteren Proben und PK des 1. Semi. Ich hoffe, die anderen können nachher noch etwas posten. Es kann ja eigentlich nur besser werden.

Ach ja, noch nebenbei ein kleiner Lichtblick, es gibt hier sogar ein Restaurant, wo wir das 1. Mal seit wir hier sind, mal mittags etwas Warmes gegessen haben. Im Pressezentrum selbst gibt es Kaffee zur freien Verfügung, und weil das Wasser in Schweden so gut ist, was man uns laufend versichert, Kraneberger zum Selbstabfüllen, die Plastikflasche war teil der Erstausstattung!

Michael

 

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Elvira und ich haben brav alle Pressekonferenzen verfolgt. Es gab sicher paar Highlights, aber noch mehr lahmer Durchschnitt. Sehr mutig waren einige Fragen bei Belarus, z.B. von der Moderatorin (!), wie das Motto "We are one" in Belarus in Sachen Menschenrechten umgesetzt wird. Und auch ein polnischer Radiokollege fragte, warum das Siegerlied traditionell ausgetauscht werde. Dann war wieder die Moderatorin dran und meinte, was der weissrussische Präsident zu ihr vor dem Abflug gesagt habe. Alyona tat so, als verstehe sie die Frage nicht und meinte dann, es sei ein Gerücht, er habe gar nix gesagt, also auch nicht, dass sie gewinnen müsse. Ansonsten muss man wohl nicht sagen, was abging, als ein Wagen (!) mit prallgefüllten Plastiktüten in den PK-Raum geschoben wurde. Da aber schnell klar war, dass keine CD, sondern nur der Abfall der weissrussischen Zuckerfabrik in den Tüten war, hielt sich das folgende Chaos dann doch noch einigermaßen in Grenzen.

Bei Dänemark wurden an uns alle Flöten verteilt und man versuchte, die Journalisten dazu zu bekommen, die ersten Töne von "only teardrops" zu pusten, was viel Heiterkeit erzeugte.

Moldau hat seine PK abgesagt, gleich der Fan-Liebling Ryan aus Irland. Bis 23 Uhr ist ja nicht mehr lange... gähn...

Erwin

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Die Moderatorin war klasse. Ich hab ihr nach der weißrussischen PK aus tiefstem Herzen meine Hochachtung ausgesprochen, weil sie so deutlich bei Alonya ihre Einstellung zum Thema Menschenrechte abgefragt hat und wissen wollte, inwieweit sich das blonde Barbiegirl für dieses Grundrecht einsetzt. Die Nichtanwort "Ai wont to repräsänt mei kontrie and ai want to brink häppinäss" sagt alles. Die Moderatorin sagte im Gespräch mit mir, dass sie sich den Mund nicht verbieten lassen würde und sie stolz auf das tolerante und liberale Schweden sei, in dem jeder frei leben könne, egal on schwul oder hetero und gleich welcher Hautfarbe. Gerade deshalb müsse sie solche Fragen stellen. So muss sein und nicht wie in Düsseldorf 2011, wo ich wegen einer ähnlichen Frage so geprügelt wurde.

Auf der Bühne versucht gerade Robert Bellarosa, der eher chancenlose Belgier, sein Bestes...ach ja, eher ein Fall für Mitleid.....

Schauder.......die heutige Nacht werden mich garantiert Albträume plagen....da kommt man nichtsahnend nach ner Zigarette wieder ins Pressezentrum und was sehen meine ermüdeten Augen: Drei dem Babybordell entlaufene quietschebunte serbische Knallbonbons......um Himmels willen, wer hat sich denn diese Lolita-Nummer ausgedacht???? Damit geht der Babara Dex-Award an Cascada vorbei. Knapp nur, aber immerhin......

Chris

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Cascada wird ja ein neues Outfit tragen, das müssen wir erstmal abwarten ;-) Mittlerweile liegt hier eine Info aus, dass es wegen einer technischen Installation vor einigen Tagen hier heute diese Internetprobleme gegeben hat, und oh Wunder, jetzt funktioniert auch WLAN! Wir wollten gerade in der Pause etwas zu Abend essen, aber das Restaurant, das  ab 16.00 Uhr öffnen sollte, eröffnet erst am Montag, wir wurden in das Mittagsrestaurant geschickt, das aber immerhin in der Lage war, für  Elvira ein vegetarisches Nudelgericht zu zaubern, das nicht auf der Karte stand! Es scheint allmählich so, dass man hier ziemlich überrascht davon ist, dass wir alle  schon da sind! In der Stadt steht auch überall angeschlagen: Eurovision Song Contest vom 11. bis 18. Mai !?!?

Eine weitere Info gab es gerade über den Willkommensempfang. Das ist die nächste Enttäuschung und so strange, dass ich es zuerst nicht glauben wollte. Also: von 17.45 bis 18.15 haben die akkreditierten Journalisten die Möglichkeit, in einen abgesperrten Bereich am Roten Teppich vor der Oper zu gelangen, das Gleiche gilt für die akkreditierten Fans. DIeser Bereich wird um 18.15 geschlossen, ab 18.30 beginnt der Einmarsch der Nationen , der bis 20.40 beendet sein soll. Dann folgt von 21.00 bis 21.30 die Eröffnungszeremonie in der Oper, nur für die Delegationen, währenddessen werden die Akkreditierten in den Euroclub gefahren, wo dann die Willkommensparty steigt! Ist das zu glauben? Schmerzhafte Erinnerungen werden wach an den legendären Istanbulempfang auf einer Freiterrasse über dem Bosporus, ebenso in Kiew open air, im Rathaus in Oslo, und auch Düsseldorf konnte sich da durchaus sehen lassen! Tja, diese Zeiten scheinen nun endgültig vorbei zu sein:-(

Michael

 


 

SAMSTAG, 11. MAI 2013

1.00 UHR!

So, ein langer Probentag liegt hinter uns. Über die Probleme haben wir ja schon berichtet. Sicher muss ich auch selbstkritisch sagen, dass meine Enttäuschung zum Teil auch hausgemacht ist. Wir sind wohl zu früh angereist und hatten auch definitiv zu hohe Erwartungen an Schweden, was ja als völlig ESC-begeistert gilt.
Aber manche Sachen sind einfach auch nicht wirklich professionell hier. So finde ich es schon ziemlich peinlich, dass man bei den PKs immer neben den vorgedruckten Namensschildern der Interpreten auch immer wieder handgeschriebene Namensschilder einschieben muss, weil es offenbar nicht möglich war, im Vorfeld zu klären, wer auf dem Podium sitzen wird. Besonders krass war das bei Belgien, als gerade mal ein Schild gedruckt war. Immerhin war man davon ausgegangen, dass der Sänger Roberto Bellarosa vorne sitzen wird. Bei allen anderen musste schnell ein Zettel geschrieben werden. Hab ich so in der Form und Häufigkeit noch nie gesehen. Klar ist das kein Drama, aber auch nicht wirklich professionell...


 


Die Moderationen teilen sich ja "unsere" Katharina und Alexandra Pascalidou, eine Schwedin mit griechischen Wurzeln. Alexandra begrüßte die einzelnen Delegationsmitglieder aus Serbien und fasste es dann mit "Many -ic names" zusammen. Danach meinte die HoD, dass man in Serbien die besten Sängerinnen, die schönsten Mädels und die besten Lieder habe. Darauf ich zu Michael: "Warum haben sie dann denn keines mitgebracht?!".
Als Überraschungsgast tauchte dann plötzlich Marija Serifovic auf.
Ein Journalist fragte, warum man das Outfit im Vergleich zur VE komplett geändert habe und wie die Botschaft des Titels bei diesem Baby-Outfit denn transportiert werden solle. Auf die Antwort: "Wir haben einen berühmten Stage-Designer, der das so geplant hat" kam der Kommentar des Journalisten: "Fire him!!!". Angesichts der Tatsache, dass dieser Mann auch auf dem Podium saß, ein bemerkenswerter Satz.

Mit dem Belgier, der erst seit wenigen Monaten englisch lernt, schäkerte die Moderatorin eifrig. So wollte sie wissen, ob er denn mit seinen gerade mal 18 Jahren auch schon das erlebt habe, was er singe, halt "love kills". Als er das bejahte, fragte sie "Und im Moment?" Daraufhin er "Stehst du auf italienische Männer?". Schallendes Gelächter im PK-Raum und insgesamt ein erfrischendes Gespräch und eine Schlagfertigkeit, die wir Roberto in der Form gar nicht zugetraut hätten.

So, Michael sagt gerade zu Recht: "Wildes Getippe nachts um 1 Uhr, das kann doch nicht normal sein!!!". Also gehen wir jetzt pennen, zumal wir vorhin schon unsere geliebte "Brücke" zuende geguckt haben. Gute Nacht!!!

Erwin

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Während Ihr wahrscheinlich alle schon im Bett liegt, sitzen 4/5tel des ECG-Präsidiums um den Küchentisch unserer Malmöer Unterkunft versammelt und schreiben an verschiedenen Beiträgen für dieses Forum...viertel nach eins in der Früh ist es.....während die anderen bis zum bitteren Ende im Pressezentrum ausgeharrt haben, war ich im Euro Fan Cafe und habe mir eine Talkshow mit den slowenischen, österreichischen, kroatischen und bulgarischen TeilnehmerInnen angeschaut. Hat trotz des äußerst redseligen Moderators, der die Gespräche offenbar am liebsten mit seinem Spiegelbild geführt hatte, viel Spaß gemacht. Nette Idee der Veranstalter: Zu jedem Gast gab es ein eingespieltes Video mit "Vergangensheitsbewältigung" zu sehen (Natalia Kelly mit ihrer Girlieband, als sie 10 oder 11 war oder Hannah Mancini mit einem Video eines früheren Danceprojekts)...apropos.....ich befürchte, dass ich der Nächste sein werde dem die Schlafelegenheit hier gekündigt wird, doch auch heute Abend fand ich Hanna Mancini richtig gut....sie hängt sich voll rein, ist eins mit ihrem Lied, hat ne tolle Stimme und ist als Dancenummer super. Leider stehe ich mit dieser Meinung hier völlig verloren da und traue mich schon gar nicht mehr, sie fürs nächste Clubtreffen vorzuschlagen.....die Nächte hier sind nämlich ziemlich kalt und dann auf ner Parkpark...nöööö

Übrigens hat sich Hannah als Sympathisantin der Schwulen- und Lesbenbewegung geoutet, für deren Belange sie sich schon seit Jahren engagiere. Für sie sei es selbstverständlch, dass Menschenrechte nicht nur für Heten gelten. Fand ich gut, dass dieses Thema so deutlich angesprochen wurde.

Natalia Kelly war wieder mal ne Wucht, die Stimme haut einen total um und sie ist ne überaus nette Erscheinung. In meiner persönlichen Wertung steigt sie zusehends. Was den Bulgaren auch nach dem Auftritt heue Abend ebensowenig gelingt wie der kroatischen Klapa-Truppe....das Lied ist nicht mal schlecht, aber die Herren wirken bedauerlicherweise wie zweieinhalbklassige Tenöre von einer kleinen Dorfbühne. Schade drum.

So, nun aber von mir gute Nacht bw. Euch guten Morgen
Bis nachher
Chris

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....nach nem ausgiebigen Frühstück sind Elvira, Erwin, Michael und ich wieder in der Halle angekommen......der Siegel-Clan im Übrigen auch.....im Gegensatz zu uns, lächel, auch direkt von Fans umlagert. Mal sehen, was der Tag so alles bringt, gleich starten die Proben mit Lettland...bis später...liebe Grüße aus dem immer noch sehr ungesund riechenden Pressezentrum

Chris

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Hallo Ihr Lieben,

nach den Mühen des gestrigen Tages hier im Pressezentrum, nun auch von mir noch ein kurzer Stimmungsbericht kurz vor dem Start des langen Probentages.

Slowenien begann gestern den Tag. Frau Mancini im Raben-Kostüm hat zwar eine ganz hübsche Choreographie, lässt mich aber ansonsten völlig kalt. Zu austauschbar und belanglos und ich vergebe 2 von 10 Punkten.

Estland kommt sehr sympathisch rüber, was nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass es sich um drei Minuten gepflegter Langeweile handelt. Außerdem irritiert mich die Gardine mit dem Goldrand, das nur von der Windmaschine zerzauselt wird. 4 Punkte.

Österreich gefiel mir schon von Anfang an. Natália macht ihre Sache sehr souverän ist auch ein schöner Opener für das erste Semi. Allerdings wirkt sie auch ein bisschen kühl, genauso wie die Eiszapfen der Deko. 6 Punkte.

Kroatien. Hach. I like!!! Es ist natürlich ein Flashback in die neunziger Jahre, und genau deshalb bin ich hingerissen. Für mich passt auch die Inszenierung mit den traditionellen Roben, die an die Don Kosaken erinnern. 9 Punkte!

Emmelie aus Dänemark hat gestern ein bisschen ihre Stimme geschont, sodass der Gesamteindruck etwas gelangweilt war. Doch das macht gar nix, schließlich zählt erst der Auftritt, den sie perfekt meistern wird. Ich bleibe bei 10 Punkten.

Ja die Russen. Wir haben uns alle gaaaanz lieb und gemeinsam können wir die Welt ändern. Aha. Nach wie vor finde ich den Song wunderschön, der von einer Choreographie begleitet wird, wie sie Israel 1995 nicht hätte besser inszenieren können. Mein Fall ist es, aber man muss es realistisch sehen, im Jahr 2013 geht es eigentlich nicht. Trotzdem 8 Punkte.

Ukraine ist für mich der tragischste Fall in diesem Jahr. Der Riese Igor, der hier wie auf dem Jahrmarkt vorgeführt wird, zerstört die ganze Geschichte. In halb Europa werden die Menschen lachend vorm Fernseher liegen, und bis sie begreifen, was über sie kommt, ist der Song auch schon vorbei. Aber auch der bunte Bratenschlauch, den Zlata an hat, hilft nicht. Leider nur 4 Punkte.

Anouk ist Anouk ist Anouk. Ich denke schon, dass sie den magischen Moment auf die Bühne zaubern kann und habe ein gutes Gefühl für Holland. 8 Punkte.

Montenegro habe ich geschwänzt, aber im Schlachthaus konnte man es ja "bewundern". Meine Wertung liegt im Minusbereich!

Litauen. Gäääähhn. I delll juuu sammssing. 1 Punkt.

Alyona aus Weißrussland steigt aus einer Diskokugel. Wie originell. Natürlich ist alles bis ins kleinste Detail perfekt auf der Bühne umgesetzt und wird seine Liebhaber finden. Ich kann diesen Trash nicht mehr hören. 1 Punkt.

Moldau. Hmhhh. Das Kleid wird es ins Finale schaffen, auch wenn wohl der Pasha mit SVT im Klinsch liegt, da ihm die Beleuchtung nicht passt. Eine Presskonferenz wurde gleich mal abgesagt. Frau Moon fährt in luftige Höhen und irgendwie sieht es aus, als ob sie auf einem Scheiterhaufen steht. 3 Punkte.

Irland, Yeaaa. Für mich eher eine Überraschung in diesem Jahr, und zwar eine positive. Tolle Trommler und gute Show. Ob der Sänger am TV rüberkommt ,weiß ich nicht, da es in der Halle etwas dünn klang, wie bei so vielen gestern. 10 Punkte.

Zypern würde ich den Sprung ins Finale gönnen, es wird aber schwer. Dieser Ballade fehlt irgendetwas. Aber Despina macht es sehr schön. 7 Punkte.

Belgiens Roberto hatte deutliche Probleme, die Töne zu treffen, was sicher keinen überrascht. Er wirkt wie ein  angeschossenes Bambi. Lied ist nett, aber Finale? 6 Punkte.

Serbien hat wohl zuviel Obstbrand geschlürft. Sorry, ich kann es nicht ertragen. Alle ESC-Klischees werden erfüllt. 1 Punkt.
Stephan

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Hallo auch von mir, ich sitze gerade in der Pressekonferenz von San Marino. Die Valentina ist ja ne ganz nette, bescheidene, äußerst sympathische Person. Sie lebt und liebt dieses Lied, und ihr Ziel ist es nur, die Herzen der Menschen zu erreichen. Das Facebook-Stück war ja ursprünglich nicht für sie geschrieben, und sie habe sich damit dementsprechend auch nicht identifizieren und wohlfühlen können. Ralph Siegel meinte, er habe Valentina ja erst in Baku richtig kennenlernen können und habe ihr dann gesagt, wir haben jetzt 1 Jahr Zeit, dir einen Titel zu schreiben, der wirklich zu dir passt. Und aus 6 Titeln, die er für sie geschrieben hat, ist dann dieser ausgewählt worden. Es wurde gefragt, was passiert, wenn San Marino gewinnt, ob der ESC dann in Valentinas Wohnzimmer stattfindet. Der HoD meinte dazu, darüber würden sie erst nachdenken, wenn es soweit sei, alles sei möglich! Die 2. Probe war schon deutlich besser als die erste, zum Schluss klappte auch die "Entpuppung2 wesentlich besser. Nach wie vor bleibt die Frage, was soll diese beleuchtete Kugel, die sie sich vor den Unterleib hält.
Zu dieser Probe war ich das erste Mal in der Halle, meine Güte, ist die klein. Und der Innenraum ist fast zur Hälfte von der Bühne ausgefüllt und mindestens ein weiteres Drittel wird von der Technik in Beschlag genommen. Ich frage mich wirklich, wir da 2000 Fans noch stehen sollen. Na ja, umfallen wird wahrscheinlich keiner können bei dieser Enge.

Michael

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Den heutigen Probentag starteten die lettischen Jungs von PeR. Der Auftritt hat sich kaum veraendert. Eine Choreographie ist kaum vorhanden. Eher machen die beiden Saenger in ihren Glitzeroutfits auf Jedward und huepfen ein wenig herum. Neu aber ist eine Stage Diving-Einlage. Dazu liess sich der blonde Leadsaenger beim Rueckwaertsfall von mehreren SVT-Mitarbeitern auffangen. In allen drei Durchgaengen hat das gut geklappt. Ich bin gespannt, wie es im zweiten Semi laufen wird.

Auch der Auftritt San Marinos ist gleich geblieben. Valentina, gehuellt in einen schwarzen Mantel, kruemmt sich am Anfang auf dem Boden und haelt sich eine leuchtende Kugel vor ihren Bauch. Beim Tempowechsel reissen die Taenzerinnen Valentina den Mantel weg und sie erstrahlt in ihrem langen roten Kleid und gibt einfach alles. Stimmlich gibt es nichts auszusetzen. Ich bin noch immer ueberrascht, was fuer eine tolle Stimme sie ueberhaupt hat. Das Crisalide IHR Lied ist, hat Valentina heute wieder deutlich bewiesen. Ich denke, es gibt keinen Zweifel mehr, das San Marino ins Finale kommt.

Tobias

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Krista aus Finnland outet sich gerade in der PK als Riesen-Carola-Fan seit 1991 und gibt zum Beweis eine Einlage mit  "Fangad av en stormvind", sie haben extre eine Choreo heute Morgen einstudiert, und sie hat sogar eine eigene Windmaschine dabei in Form einer Assistentin, die Luft vor ihrem Gesicht wedelt. Wenn sie nicht gerade "Ding Dong" - schreiend durchs Pressezentrum rast, ist sie ja ganz nett. Angesprochen auf den Kuss mit ihrer Backing-Sängerin am Schluss, sagt sie, das sei doch im Jahr 2013 nichts Besonderes mehr, sie könne doch jeden küssen, den sie möchte.

Michael

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....ich kann mich nur wiederholen: Auch in der zweiten Probe ist Moran Mazor ganz ganz wunderbar......das unverändert unvorteilhafte Kleid ändert nichts an ihrer grandiosen Stimme, ihrer Leidenschaft und Ausdrucksstärke....sie lebt und leidet jedes Wort voller Inbrunst....wenn die Welt auch nur ein wenig gerecht ist, muss der israelische Beitrag ganz weit oben landen.....ich hoffe all die Leute, welche selbst an Morans Finaleinzug zweifeln, irren sich gewaltig.

Der bisherige Tag war ansonsten ereignislos......eine erwartet wunderbare Vaentina Monetta, unerwartet , weil stimmunsichere Mazedonier, ein befürchtet überinzenierter Aserbaidschaner und wie schon in den letzten Tagen supernervige Finninnen........nichts, was sich nicht schon in den ersten Proben angekündigt hätte....Ausnahme zu meiner Enttäuschung wirklich Mazedonien: Der Ton war grottig hoch drei, bumm bumm bumm plus kaum als Gesang warnehmbares Esma-Geschrei und ein stimmlich schwacher Lozano....bisher mochte ich den Beitrag sehr, aber so???? Bitte bis zum Halbfinale noch viele Stimmübungen betreiben.....

Chris

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Nachzutragen zu Mazedonien wäre, dass Lozano sich nun doch entschieden hat seinen Part auf Mazedonisch zu , ob's hilft? Es wurde in der PK auch gefragt, warum das Lied ausgetauscht worden sei, die etwas unbefriedigende Antwort des HoD war, dass man sich dazu entschieden habe, weil das mazedonische Volk sich gegen "Imperija" entschieden habe (ach was, gab's da einen Volksentscheid?), es würden aber wahrscheinlich beide Titel nach dem ESC als CD veröffentlicht.

In der bulgarischen Pressekonferenz haben wir nun endlich erfahren, was es mit der Maske auf sich hat, es sei eine traditionelle Karnevalsmaske aus Bulgarien. Dort fänden in jedem Jahr überall von Januar bis März Karnevalsfeste statt, wo man solche Masken trage. Habe ich was verpasst, haben wir Januar bis März und sind in Bulgarien??? Elitsa verkündete ganz stolz, dass sie eine ganz neue Trommelkollektion auf der Bühne haben! Von der isländischen PK wird Erwin gleich berichten.

Wahnsinn! ByeAlex und sein Gitarrist haben gelächelt, einmal sich gegenseitig an-, und einmal jeder für sich! Dazu trägt er jetzt statt Baseballkappe eine Wollmütze. Jetzt muss es klappen! Im Ernst, ich glaube nach wie vor, dass es so sehr schwer werden wird mit dem Finaleinzug, schade eigentlich.


So nebenbei haben wir erfahren, dass die spanische Delegation die Jungfernfahrt eines Kreuzfahrtschiffes dazu genutzt hat, nach Malmö zu kommen. Morgen sind ja endlich die Proben der BIG 5 und Schwedens und damit natürlich auch von Cascada! Und im Hintergrund kommt es mir so vor, als wenn die Griechen bei der PK den ESC-Song von Athena schmettern! Was es alles gibt!

Michael

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Ich war gerade ebenfalls erstaunt, dass die beiden tatsächlich gelächelt haben. Das macht sie doch schon sympathischer! Ich hatte durch alle drei Probendurchgänge hinweg eine Gänsehaut. Es wirkt in der Halle doch ganz anders als im Pressezentrum vor den Bildschirmen. Die Wollmütze steht ByeAlex übrigens ganz gut!

Tobias

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Hier bin ich mit Island... Hach, kann eigentlich noch gar nicht schreiben, so toll war es wieder. Am Schluss gab es eine acapella-version von "Eg a lif". Ich habe das Lied inzwischen in etlichen Versionen gehört und finde alle klasse. Aber es war nicht nur in Puncto "Gänsehaut" ganz großes Kino, sondern auch in Sachen "Comedy".
So fragte die Moderatorin, was er mit dem Lied ausdrücken und wen er besonders erreichen will. Daraufhin Eythor: "My wife and my 3 children!". Was Alexandra zur Gegenfrage brachte: "Dafür brauchst du 120 Millionen Zuschauer? Redet ihr zuhause nicht miteinander?". Eythor kurz und trocken: "No!"
Das Gelächter steigerte sich noch, als Alexandra ihn auf seine Hauptrolle im Musical "Jesus Christ Superstar" ansprach und meinte: "Du siehst auch tatsächlich aus wie Jesus. Also, ich meine, ich habe ihn noch nicht wirklich getroffen, aber du siehst so aus". Darauf er: "ich bin DEIN Gott!"
Am Schluss bekam er das obligatorische Island-Kissen überreicht, weil die Stühle im Green-Room laut Hera Björk so kalt seien. Am Ende der PK gab es tosenden Beifall, und ich hoffe wirklich sehr, dass wir "Eg a lif" nächste Woche zweimal hören.Mindestens! 

Die Griechen wurden wieder mal auf die Teilnahme trotz Finanzkrise angesprochen. Die übliche Antwort: "Wir sind ein frohes und fröhliches Volk und wollen nicht in Depressionen versinken. Und der ESC ist uns wichtig."
Eine ukrainische Journalistin überreichte Alkohol "for free", weil er in Schweden doch so teuer sei. Ach...
Außerdem sangen sie kurz "For real" von Athena, ihren ESC-Lieblingssong, der ja auch Ska sei wie ihr Song zum Teil.

Erwin

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Gerade ist die israelische PK mit einer supersympathischen Moran Mazor und einem Wachhund von Head of Press vorüber. Der gute Mann schaut und redet immer, als wolle ihm alle Welt Böses. Überrascht war ich darüber, dass hier auch politische Fragen zugelassen sind. So wurde die israelische Delegation gefragt, wie sie dazu stünde, dass es hier in Malmö eine Demonstration gegen die Teilnahme Israels am ESC geben soll. Antwort des Head of Press: Bedauerlicherweise habe keiner der Organisatoren der Demo mit ihnen gesprochen, sie seien aber jederzeit dafür offen. Im Übrigen sei Schweden ebenso wie Israel ein freies Land und jeder dürfe natürlich demonstrieren, auch wenn er in diesem Fall anderer Meinung sei. Ich finde es mehr als gut, dass die reale Welt beim ESC zunehmend nicht mehr ausgeklammert bleibt. Meiner Meinung nach dürfen die politschen Zustände in den Teilnehmerländern beim ESC nicht unter den Tisch fallen.

Bedrückend für mich die Nachricht, dass es im Hotel der israelischen Delegation wohl heute eine Bombendrohung gegeben haben soll. Nicht nur deswegen stehen Mran Mazor und ihr Team auch unter verschärftem polizeilichen Schutz (leider nichts Neues für die Israelis). Schrecklich, dass dies offenbar notwendig ist. Ich finde es auch wichtig und richtig, dass jeder seine Meinung sagen und sich dafür einsetzen darf. Aber doch bitte immer nur mit friedlichen Mitteln. Das sollte für einzelne Menschen ebenso wie für Organisationen und erst recht für Regierungen gelten. Gewalt kann nie niemals ein Weg oder eine Lösung sein.

Sorry, das musste ich jetzt loswerden.

Zum Abschluß der PK überraschte Moran Mazor mit einer Balladenversion von Loreens "Euhoria". Seufffzzz, diese Stimme..... Über das neue, auch gezeigt Video zu ""Rak bishvilo" muss ich allerdings das gnädige Mäntelchen des Schweigens breiten. Das gilt auch für Morans Kleid (oder was auch immer das golddurchwirkte Teil darstellen sollte), was sie während der PK getragen hat.

Chris

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Diese griechisch-schwedische PK-Moderatorin Alexandra ist ganz schön frech. Da fragt sie den Ungarn, wie er zu seinem Künstlernamen gekommen sei, er erklärt, dass er immer zur Begrüßung und zum Abschied zu seinen Freunden "Hi" und "Bye" gesagt habe, und daraufhin habe er den Spitznamen "Bye Alex" bekommen. Daraufhin sie zum Publikum gewandt und etwas abschätzig: "Ist ja schon merkwürdig, wie manche Künstler an ihre Künstlernamen kommen", dann spricht sie ihn darauf an, er habe ja Tattoos, was das denn für welche seien, daraufhin er: Die kann man so nicht sehen" und sie : "Dann zieh dich doch aus", dann zeigt er 2 Tattoos auf dem li Unterarm und erklärt, das dass eine die Budapester Kathedrale sei, weil er das Bauwerk sehr bewundere, und das andere stelle Nietzsche dar, womit sie zunächst nichts anfangen kann, dann fällt aber der Groschen und sie fordert ihn auf, doch etwas von NIetzsche zu zitieren, er: "Man muss Nietzsche gelesen haben, um das zu verstehen!!" Sie fragt, ob seine Familie auch so musikalisch sei, er: "Nein, meine Eltern sind einfache Leute"" und sie: "Muss man kompliziert sein, um Musik zu machen?"
Die Israelin sagt, angesichts der Bedrohungen vertraue sie und glaube fest an Gott, und Alexandra: ...und auf gute schwedische Polizisten!" Im übrigen stellt sie selbst die meisten Fragen und, lässt die Interpreten oft kaum ausreden und es bleibt wenig Zeit für die Presse, Fragen zu stellen. Sie erinnert uns stark an eine griechische Reporterin von STAR-TV, die immer sehr aufdringlich war!

Michael

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So nun sind wir Miguel und ich mit dem Auto nach 7 Stunden Fahrt in Kopenhagen angekommen. Dort ist unsere Unterbringung, da wir somit direkt gegenüber Malmö wohnen, ist es als Standort für den ESC aus unserer Sicht Klasse.
Angekommen, haben wir haben natürlich sofort rübergemacht, mit dem ÖPNV geht es per 2 Stationen nach Malmö. Malmö selbst ist eine moderne Stadt, die großen Wert auf Ökologie legt. Das Pressezentrum war schnell gefunden, so dass wir uns gleich ins Getümmel stürzen konnten. Wie jedes Jahr ein großes Hallo, man trifft alle möglichen Leute - wie ein Klassentreffen -.
Das Pressezentrum selbst ist in einer Halle, etwas dunkel, aber alles ist selbst auch dort schnell gefunden, Infodesk, Konferenzraum und dann rein in den Trubel der Pressekonferenzen.
Die Niederländerin, ganz allein auf dem Podium wirkt sehr cool, macht eher einen etwas gelangweilten Eindruck, wenn das nicht mal schief geht.
Und besonders überraschend war die Pressekonferenz von Serbien, das Beste halt zum Schluss, die Gruppe plaudert lustig vor sich hin und soll noch einen Beitrag vorsingen, da entscheidet man sich für Molitva. Das Grüppchen singt los und ruck zuck kommt die Siegerin aus Helsinki auf die Bühne und der Saal tobt, war schon toll die Idee.
Nach Ende des Interview Marathons geht es nun gegen 23 Uhr wieder Richtung Heimat nach Kopenhagen. Wir sind zwar totmüde, aber freuen uns tierisch auf morgen. An alle Daheimgebliebenen herzlichste Grüße aus dem hohen Norden

Burkhard und Miguel

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Hallo aus Malmö,

Wie Burkhard geschrieben hat, sind wir am 09.05 gut angekommen.
Gestern haben wir das volle Programm mit dem ersten SF durchgemacht. Normalerweise hätten wir 16 Pressekonferenzen erleben müssen, doch Moldau ließ die PK in letzter Minute ausfallen. Ansonsten ist die Pressehalle sehr, sehr groß, aber auch sehr dunkel. Halle und Pressehalle sind sehr nah zusammen und man muss nur kleine kurze Wege in Kauf nehmen, zum Glück.

Über die Proben brauche ich hier nicht mehr viel zu sagen. Dazu haben unsere anderen ECG-Freunde genug geschrieben.

Slowenien:
Hannah ist echt eine ganz Nette. Sie spricht natürlich fließend englisch, was für uns hier in der Halle sehr angenehm ist. Viele Überraschungen hat sie uns nicht erzählt, doch es war zum Start angenehm.

Österreich
Natalie ist echt eine ganz Süße. Die strahlt, finde ich, was ganz Besonderes aus. Sie erzählt vieles über Ihrer Herkunft und über die frühen Jahre als Sängerin.
Nachher bei der Fotowand war sie zu uns ebenfalls wie ein Engel.

Dänemark
Ich finde das Dänische weiterhin nicht den Hit. Der Funke fehlt total. Ich habe sie kurz in der Halle gesehen, und auch dort fand ich sie nicht sooo überzeugend.

Russland
Dina kommt sehr gut rüber. Sie wirkt sehr sicher und sympathisch. Bei der PK hat sie mit der englischen Sprache kleine Probleme, aber man verzeiht ihr es. Für mich sicher im Finale und sicher in den Top Ten, aber dieses mal gerecht. ;)

Ukraine
Die kleine Prinzessin mit dem Riesen. Das Verhältnis ist echt sehr groß. Mal was anderes. So zieht sich mal keiner aus, oder wird mit Sand gespielt oder was auch immer.
Ob das was hilft, keine Ahnung.

Niederlande
Anouk hat mich sehr überrascht. In der Pk kommt sie sehr cool rüber. Sie spricht gleich Klartext und nicht viel herum. Finde ich gut. Sie steht total hinter ihrem Lied, was wichtig ist. Kann eine Überraschung geben.

Montenegro
Die Pk war genau so spannend wie das Lied. 

Lithauen
Nachdem ich Andius in Amsterdam erlebt habe, kamen hier keine neue Überraschungen.

Belgien
Ich finde, Roberto schau irgendwie krank aus. Zum Lachen geht er auch in den Keller. Er ist sehr schüchtern, doch trotzdem hat er in alle Kameras gelächelt. Im allgemeinen ist er aber nicht so auffällig.

Irland
Ich finde, der Typ sieht aus wie Bulli. Er nuschelt sehr beim Reden, doch trotzdem versteht man ihn. Er ist echt sehr kommunikativ und lacht ohne Pause. Macht ihn sehr sympathisch. Ich mag sein Lied sehr. Ich hoffe er kommt weiter.

Zypern
Die PK war wirklich nicht aufregend. Eher langweilig. Schade.

Belarus
Natürlich wie immer, Tonnen von Promo, also Tonnen von Zucker. Alles sehr bunt und NETT. Aber nicht wirklich gut. Sie sprach kein Wort englisch, also wie gewohnt. Auch die Frage über die Menschenrechte von der Moderatorin fand ich völlig überflüssig. Man kennt doch die Antworten.

Serbien
Alle schimpfen über Serbien. Ich finde es OK. Endlich kein Weine-Lied wie fast typisch aus Serbien. Alles sehr bunt und süß. Die Bitte aus dem Saal, den Modeschöpfer zu kündigen, war völlig unpassend. Schön war die "Überraschung", dass Marija mit Molitva in den Saal dazu kam. War der Höhepunkt.

Estland
Kann mich nur noch an die Sängerin erinnern, dass sie sehr hübsch ist. Sonst keine Erinnerung.

So hier eine sehr kurze Zusammenfassung von Gestern.
Ich gehe schnell zur PK von Albanien. Bis Morgen mit der Zusammenfassung von heute (SF2)

LG aus Malmö, Miguel

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Die letzte Probe für heute, unser "Liebling", der Rumäne, hat gerade zu Ende "performt", ich konnte jetzt so mit einem Auge keine großen Unterschiede feststellen  bis auf die Tatsache, dass Cezar sich nun mit glattrasierter Brust präsentiert. Gerade stimmte  jemand hier laut den Refrain an, und das halbe Pressezentrum "countertenorte" mit, allgemeines Gelächter!

Dann gab es heute die Info, dass wir als Akkreditierte jeweils 1 Ticket für das Juryfinale am Mittwochabend bekommen könnten, warum nur für das 2. Semi, bleibt eines der vielen bislang ungelösten Rätsel von Malmö... Elvira, Chris und ich werden also dann doch einmal eine Show in der Halle sehen- sitzender Weise. Denn wir haben alle keine Ticketpakete (von wegen langem Stehen, Enge usw.) Erwin wird uns ja leider am Montag schon wieder verlassen!

Michael

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Ich habe mir die georgische PK gespart, laut Chris, der sich schon auf dem Weg zur weißrussischen Party im Euroclub befindet, wirkten Sophie und Nodi genauso gekünstelt wie auf der Bühne, sie scheinen nur für diesen Auftritt zusammengeklöppelt worden zu sein, sie antwortete auch ausweichend auf die Frage, ob es eine weitere Zusammenarbeit nach dem Contest gebe.
Und lt. Elvira, die gerade noch Mitgliedermails beantwortet (wohlgemerkt, es ist Samstagabend 22.30!) war meine "spezielle" Moderatorenfreundin Alexandra auch dort ziemlich unverschämt. Als Nodi meinte, er antworte lieber auf Georgisch, weil sein Englisch nicht gut genug sei, meinte sie, sein Englisch sei doch fabelhaft, und alles auf Georgisch würde zu lange dauern, dann würden sie ja nie fertig!
So, das war es für heute, wir tun uns gleich zwar noch die rumänische PK an, aber etwaige neue Erkenntnisse gibt es dann morgen, denn wir machen uns dann auf ins Euro Fan Café, wo heute DJ Ohrmeister auflegt, und da wir letztens schon geschwänzt haben wegen "Brücke", müssen wir uns da jetzt wirklich mal sehen lassen!
Also, liebe Grüße, eine guter Nacht, bis morgen zur Probe der BIG 5 und Schwedens!

Michael

 


 

SONNTAG, 12. MAI 2013 

 

2:15

Guten Morgen allerseits,

wir kommen gerade von der Disco im Euro-Café, wo Konstantin und ein israelischer DJ in 2 Räumen auflegten und wo wir auch wieder neue ECGler begrüßen durften. Schön, dass ihr hier seid!!
Ich bin immer noch ganz aufgedreht vom Tanzen und Mitsingen, daher schreibe ich jetzt noch kurz was zu einigen der PKs, bevor ich gleich dann auch ins Bett falle.
Insgesamt finde ich das Niveau der Fragen, die gestellt werden, deutlich besser als in den meisten Jahren zuvor. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber besonders die kritischen Fragen gefallen mir. So wurde Armenien von einem Holländer gefragt, ob man wirklich in den Niederlanden jedes Jahr jede Menge Telefonkarten aufkaufen würde, wie Gerüchte besagen. Dem widwrsprach die HoD natürlich vehement, Grund für die hohen Punktzahlen in Niederlande, Belgien usw. sei das "Diasporavoting" der vielen dort lebenden Armenier. Die kecke Alexandra meinte, ob das auch für Schweden gelte, was ihr einen bösen Blick und ein vorwurfsvolles "No, not Sweden, you never vote for us!!!" einbrachte. Nachfrage des Journalisten, ob es denn nicht besser sei, statt generell für ein bestimmtes Land für das beste Lied anzurufen, bejahte die HoD zwar, meinte aber, dass es doch völlig logisch sei, dass man für seine "Schwestern und Brüder" stimmen würde.
Ich gebe Michael Recht, was die Art und Weise der Moderation von Alexandra angeht, allerdings lockert ihr loses Mundwerk auch manche PK auf und sorgt für große Erheiterung. Insofern... gefällt das mir ;o)
Noch krasser wurde es bei Rumänien. Alexandra machte schon eine ziemlich anzügliche Bemerkung, als Cezar sagte "Ich ging mit Vivaldi ins Bett". Dann wurde er gefragt, warum er sich nur teilweise rasiert habe, nicht alle Brusthaare seien entfernt worden, worauf Cezar schlagfertig konterte: "Der Rasierapparat muss erst wieder aufladen, bevor ich den Rest entfernen kann". Doch dann kam die Krönung. Besagter holländischer Journalist fragte, ob das Lied tatsächlich ernst gemeint oder ein Witz bzw. eine Verarsche des ESC sei. Dem widersprach Cezar und blieb ganz cool, während das ein oder andere Delegationsgesicht merklich einfror.
Kurz darauf fragte Alexandra, ob jemand aus der Presseschar das Lied singen könne. Unser niederländischer Kollege sang das Lied (er war es auch, der es schon beim Auftritt nachgesungen hatte, wie Michael schrieb), allerdings mit eigenem Text, wie z.B. "Ich habe mein Brusthaar rasiert und mein Lied ist kein Joke!". Cezar blieb nach wie vor erstaunlich ruhig und lobte die Stimme des Holländers, und der Komponist meinte sogar, sein nächstes ESC-Lied solle der Niederländer singen. Kurz danach war die PK zu Ende und ein muskulöses Mitglied der Delegation baute sich ziemlich furchteinflößend vor dem Holländer auf... Auf jeden Fall waren einige kein bisschen "amused", das war nicht zu übersehen.

So, mein Bett ruft, mal gespannt, was wir morgen von den Proben der Big 5 und Schweden erzählen können.

Gute Nacht
Erwin

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Guten Morgen,
wir waren - für meine Verhältnisse - zu spät im Bett und dementsprechend noch ziemlich angeschlagen. Und da wir uns ja zu 4 ein Bad teilen und alle möglichst sauber zur deutschen Probe und zur Willkommensparty erscheinen wollten, haben wir es leider nicht geschafft, die spanische Probe zu sehen. Die Französin gefiel mir überraschend gut, sogar das Lied, das ich bisher nicht so mochte. Sie hat im Gegensatz zum letzten Jahr Anggun keinerlei Showelemente, sondern sie steht da und singt sich die Seele aus dem Leib, und das reicht!

Michael

 

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Hej,
heute nun steht Mutti zum ersten Mal auf der Bühne. Cascada is in the house und hat schon lustige pinke Tragetaschen verteilt. Wie schon bei den Ländern des Semis verfolgen wir die ersten Proben der Big 5 und Schweden nur auf Leinwänden. Gerade röhrt die Französin so vor sich hin und sieht noch ein bisschen derangiert aus. Stimmlich fällt sie schon auf und ich glaube, dass der Beitrag seine Liebhaber finden wird. Mir sind schon die drei Minuten zu viel.

Gestern hat es uns noch auf die schöne Nordic Party verschlagen, auf der alle nordischen Länder ihren Beitrag zum Besten gaben und sich unter das erlesene Volk mischten. Selbst Krista konnte mich auf der kleinen Bühne mit ihrer positiven Energie begeistern. Emmelie stand mit den Autoren ihres Liedes auf der Bühne und sang eine unplugged Version von „Teardrops“. Hometownboy Robin durfte als letzter die Gäste begrüßen und wirkte sehr locker und sympathisch. Allerlei Delegationen aus anderen Ländern waren auch vertreten, wobei die Party auf zwei Stunden begrenzt blieb und auch an Getränken gespart wurde. Kurz vor Mitternacht mussten wir dann noch einen Burger King plündern, um nicht dem Hungertod in die Hände zu fallen. Zeitgleich lud Weißrussland zu einem üppigen Empfang in den Euroclub, wo so richtig aufgetafelt wurde, ließ ich mir sagen. Die Diktatur lässt die Puppen tanzen. Gewöhnungsbedürftig.

Kreisch. Gerade hat Cascada die erste Probe abgeliefert. Und ich bin ja kein großer Fan, ABER, gerade flippe ich aus. Ein traum von Kleid, wer hätte das gedacht. Zwar gibt es wieder eine Treppe, aber sehr transparent. Es gibt ein Sturzpotential, fast wäre sie beim Gang über den catwalk über die Schleppe gestolpert. Am Ende musste sie sehr lachen und zeigte auf ihre Schuhe. Das wird sie aber noch lernen. Ich bin begeistert.
Stephan

 

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Großer Applaus im Pressezentrum nach Cascadas erster Probe. Leider ist die erste Probe ja ohne akkreditierte Fans und Presse, insofern sitzen wir nicht in der Halle. Aber, es war klasse!!! Natürlich noch nicht perfekt, aber aus meiner Sicht grandios. Tolles Kleid, paar Kilos weniger, eine Glas-Treppe, tolles Licht, 2 nette Backings und eine strahlende Power-Cascada, die schon richtig Gas gab und auch den Catwalk nutze. Hach, das war echt die beste erste deutsche Probe, an die ich mich erinnern kann. GEIL!!!!!
Die Anderen schreiben auch gerade eifrig, insofern fasse ich mich mal kurz.

Erwin

 

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Kompliment. Ganz ganz großes Kompliment an Cascada......

Ein goldenes Kleid, was mehr als das allenotwendigste bedeckt, tres chic und elegant, frisch blondierte Haare, offenbar ein paar Kilo weniger und eine Glastreppe....

Ein sehr eleganter, gut gesungener Auftritt, der das in meinen Augen weniger gelungene Lied mehr als vergessen macht!!!!!!!!!!!!!

Super, auf diesen Auftritt können Cascada und wir alle stolz sein. Wow!!!!!!!!!!!!!!!!!

Kein Vergleich zum Vorentscheid in Hannover.

Applaus von mir, Chris

 

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Bin auch total begeistert, ich liebe dieses aparte Kleid, ich liebe die superschönen harmonischen Lichteffekte, tolle LEDs, Cascada ist grandios, einzig an einigen Kameraeinstellungen könnte noch was verändert werden, aber da bin ich zuversichtlich, das stimmte bei Lenas 1. Probe damals überhaupt nicht, und hinterher war es super. Sie hat beim 2. Durchlauf vor dem Treppenabgang die Schuhe ausgezogen, vielleicht nur bei der Probe? Ich finde, sie sollte es sicherheitshalber beibehalten!

 

 

Und der letzte Durchlauf mit Pyro und Goldregen! Riesenapplaus hier im Pressezentrum! Jetzt gibt gleich Petra Mede eine Pressekonferenz, bis später!

Michael

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Ich bin ebenso begeistert! Was ihr Kleid angeht... WOW!!! Ich denke, mehr muss ich da nicht sagen. Nathalie hat wirklich schon alles gegeben. Mir gefaellt es, das sie zum Ende des Auftritt den Catwalk benutzt, das hat was! Im letzten Durchgang gab es noch den Goldregen. Passt, aber muss nicht wirklich sein. Ich fuehle mich schon gerade ein bisschen stolz... 
Tobias

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Info zu den nachbestellten Membershipkarten:

Heute gegen 18Uhr Ausgabe der nachbestellen Membershipkarten vor dem Euroclub im Slaghuset, in der Nähe vom Bahnhof.
Für die später Anreisenden wird es weitere Übergabetermine geben

Elvira

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Hier noch ein Nachtrag zu gestern: (ich darf übrigens noch in der Klaragatan wohnen!!!)

Ich war gespannt auf die Pressekonferenz von Albanien und ich glaube, das war bisher die PK, die am schlechtesten besucht war. Das lag vielleicht auch daran, dass es viele schon zur Belarus-Party gezogen hat. Aber das kann nicht der alleinige Grund gewesen sein, denn später bei Georgien war es schon wieder etwas mehr gefüllt. Irgendwie schon schade für die albanische Delegation. Wir haben erfahren, dass Adrian nicht nur Musiker ist, sondern auch als Anwalt in Montenegro arbeitet und dass das Lied eigentlich länger war als die vorgeschriebenen 3 Minuten, wie es bei Rockliedern häufig der Fall ist, aber das Kürzen wäre dann aber gut gelungen und man ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Das Lied "Identitet" wurde in Schweden produziert. Man hatte wohl auch Engand und Deutschland zur Auswahl, sich dann aber für Schweden entschieden. Es wurde dann auch nach den Favoriten gefragt und da wurde neben Griechenland auch Zlata aus der Ukraine genannt. Warum? Weil sie so gutaussehend ist... Da kam dann prompt der Komentar der Moderatorin, dass es kein Wettbwerb sei, wo es um Schönheit geht. ACH! Übrigens war der Designer der Bühnenkleidung auch anwesend. Man war der Meinung, dass die goldabgesetzten Oberteile gut zum Lied passen würden. Aber bei der Frage der Outfits lag Albanien leider schön öfter für mich daneben. Ich stehe immer noch allein auf weiter Flur mit meiner Vorliebe für den albanischen Beitrag. Dann gab es abends im Shuttlebus noch unerwartete Unterstützung. Ein niederländischer Journalist erkläre, dass der albanische Titel ein sehr gut gemachter und qualitativ hochwertiger Song sei. ICH habe es ja immer gesagt, aber mir wollte keiner glauben....

Elvira

 

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Schweden spaltet hier gerade mal wieder das Team: Chris findet das Outfit elegant, würde das gern selbst mal tragen! Erwin spricht von vergessenen Küchentüchern, die Robin und seine Tänzer anhaben. Ich enthalte mich da mal, der Auftritt ist okay, obwohl ich das Lied ja nicht mag.
 

 
DIe Choreo ist eigentlich ziemlich belanglos, es wird um ihn herumgetanzt, ist ganz nett anzusehen, mehr nicht.

Bonnie Tyler steht mit Band auf der Bühne, in der rechten das Mikro, mit dem li. Arm fuchtelt sie herum, gegen Ende schreitet sie den Catwalk ab und wird dann am Ende in die Höhe gefahren. Ich liebe dieses Lied, aber der Auftritt ist ziemlich unspektakulär, da kommt bisher nichts rüber, schade.

Michael

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...stimmt...im Gegensatz zum Lied finde ich die Outfits der Schweden super....wäre ich 35 Jahe jünger, würd ich das auch gern anziehen

Momentan probt ne alternde Kneipenwirtin, frisch dem Pub entlaufen und gröhlt irgendwas von "Believe in me".....unerträglich für mich.

Chris

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Beim Meet & Greet war Cascada total umlagert, sie war im Kurzinterview mit meiner "Lieblingsmoderatorin" Alexandra sehr sympathisch und schlagfertig, natürlich galt die 1. Frage der Ähnlichkeit mit "Euphoria", ja, es seien beides Dancesongs, und sie, Cascada, singe Dancesongs seit 10 Jahren! Dann war es anschließend sehr schwierig, an Natalie heranzukommen, da sich eine lange Schlange gebildet hatte. Chris und ich konnten dann aber doch kurz mit ihr sprechen und ihr die T.O.M.   überreichen, die sie gern in Empfang nahm und direkt begeistert war von unserem Titebild: "Ich liebe dieses Foto!" rief sie aus. Ich auch, liebe Natalie, deshalb habe ich es für den Titel ausgewählt ;-) Anschließend gab es dann Einzelinterviews in einer "Interviewbox", in der es wohl sehr heiß sein muss. Glücklicherweise konnte Erwin sein Interview mit dem HoD Torsten Amarell vor dieser Box führen (demnächst auf PRIDE 1 in unserer ESC-Nachbetrachtung zu hören und in der T.O.M. nachzulesen).

 

 

A propos T.O.M.: Ich habe mich heute sehr gefreut über das große Lob der Artist & Repertoire (A&R) Direktorin eines großen deutschen Plattenlabels für die neue T.O.M.! Danke auf diesem Weg auch noch einmal allen Autoren! Das Meet & Greet mit dem Schweden haben wir fast verpasst, aber wir haben uns  nur gewundert, dass nicht so viel schwedische Lokalpresse vertreten war wie erwartet. Jetzt warten wir auf Bonnie Tyler. er Auftritt des Italieners war völlig langweilig und unauffällig, er hat wohl eine Erkältung, stand da wie ein Schluck Wassser in der Kurve und hat auch das Meet & Greet abgesagt.

Michael

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Hier schonmal eine Ankündigung für alle Malmö-Reisenden! Das Management von Cascada hat auf unseren Wunsch hin einiges an Fanartikeln mitgebracht. Wir werden noch verkünden, wie wir die Dinge an den Mann bringen werden. Morgen müssen wir die erstmal am Delegationshotel abholen und sichten.

Michael

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Nachzutragen ist noch die PK von Petra Mede, die nun nicht zum Umwerfen lustig war wie vielleicht erwartet. Das Konzept sehe zwar war, auuh den einen oder anderen Lacher beim Publikum auszulösen, aber es solle keine Comedy-Show werden! Aber man habe sich auch deswegen für nur eine Moderatorin entschieden, so Christer Björkman, um dieser einen  Moderatorin genug Raum zu geben. Und das Moderationskonzept sei nicht so starr, dass es nicht Platz lasse, damit Petra sich entfalten könne. Alle Kleider für die den letzten Monaten Englisch- und Französischkurse belegt, um ihre Aussprache zu perfektionieren, natürlich wolle sie keine Lill-Lindfors-Kopie sein (sie wurde auf den Kleidertrick angesprochen) , aber man könne doch die eine oder andere Überraschung erwarten.

 

 

Bonnie Tyler sang in ihrem Meet & Greet "Total eclipse of the heart" und die ganze Presse sang mit. SIe bat inständig darum, dass man ihr doch ein paar Punkte gebe, aber sie findet diesen Jahrgang sehr stark und es sei sehr schwer.

So, das war es jetzt erstmal, wir machen uns gleich auf in den Euroclub, um den Einmarsch der Nationen auf dem Roten Teppich in unserem "geliebten" Kino zu verfolgen, besser, als 2-2,5 Stunden dort vielleicht in 3. oder 4. Reihe stehen zu müssen und  nichts zu sehen und zu frieren (ich bekomme mal wieder die übliche ESC-Erklältung befürchte ich).

Michael

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Jetzt sitzen wir also hier in unserem Kino, insgesamt 22 Personen! Als wir aus dem Pressezentrum kamen, standen schon eine Menge Presseleute an der Shuttle-Bus-Haltestelle, endlich kam ein Bus, aber die Busfahrerin verbot uns einzusteigen, sie habe jetzt die gesetzlich vorgeschriebene Pause, und ob andere Busse kämen, hänge von den anderen Busfahrern ab! Es war ja auch nicht so wichtig, die Leute der Presse jetzt zur Oper zu fahren, wo sie in einem Zeitfenster von 30 Min. ihre Stehplätze einzunehmen hatten! Wir haben dann den Zug genommen....
Der Rote Teppich ist wesentlich kürzer als z.B. der in Düsseldorf, die Delegationen werden mit PKWs vorgefahren, zunächst erschienen Christer Björkman, Petra Mede und Loreen, danach der Vorjahresveranstalter Aserbaidschan, danach dann in alphabetischer Reihenfolge, was den Vorteil hatte, dass zwischen Aserbaidschan und Armenien Albanien schritt.
Schön, dass am Anfang des Teppichs eine WE ARE ONE-Wand steht, wo zunächst offizielle Fotos gemacht werden. Das ganze wird von einem schwed. Moderatorenpaar vom Opernbalkon aus kommentiert. Es werden kurz die jeweiligen VIdeoclips eingespielt und wir erfahren Wichtiges und Unwichtiges über die Interpreten. Sie lobt natürlich die Frisuren und Kleider der Interpretinnen. Er fordert die - wie es aussieht - nicht und widemsehr zahlreiche - Malmöer Bevölkerung auf, zu winken, wenn sie eine Kamera sehen. So, ich mache erstmal Schluss und widme mich diesem ganz intensiv diesem EInmarsch der Nationen. Wir sind gespannt, wie es dann nachher hier bei der Willkommensparty weitergeht. Dazu dann entweder heute Nacht oder morgen früh mehr!

Michael

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Hallo an Alle,
der Tag begann mit einer Präsentation der Moderatorin im Rahmen einer Pressekonferenz. Die diesjährige Moderatorin Petra Mede ist in Schweden sehr bekannt und plaudert während der Konferenz über ihre Erfahrungen in Presse, Funk und Fernsehen, ihre Vorbereitungen auf den ESC, von dem Englischkurs bis hin zur Erlangung des Designs für das Kleid, welches sie beim diesjährigen ESC tragen wird, welches sie in Paris erworben hat. Na wenn sie die Moderation der Veranstaltung genauso erfrischend und h rüberbringt, wie sie es heute tut, dann ist ja alles in Butter. Und auch der französischen Sprache ist sie mächtig, wie sie auf Nachfrage eines französischen Konferenzteilnehmers beweisen konnte.
Dann war das große Meet and Greet für die Big Five plus Schweden im Pressezentrum. Als erster durfte Spanien ran. Die Truppe ESDM macht einen sehr angenehmen Eindruck und hält die Rolle als "Versuchtskaninchen" des Meet and Greet am heutigen Tag im Pressezentrum geduldig aus. Wie immer, wenn es um Foto und Co geht, heißt es für uns, auf sie mit Gebrüll. Aber was soll' s, dazu sind wir ja schließlich hier. Das Interesse ist doch recht beeindruckend und etliche Leute finden den diesjährigen Beitrag Spaniens, der aus Sicht des nationalen Musikmarkts in Spanien gut ankommen würde, auch aus Sicht des ESC als guten Beitrag.
Nächster Halt Frankreich. Hier ist das Interesse der Presse und Fans doch merklich geringer und wir kommen recht zügig an Amandine Bourgeois ran und erhalten auch hier Foto und Co. Ich finde, sie macht in Natura eine deutlich sympathischere Figur, als in Ihrem Video, bei dem Beitrag selbst kann man halt unterschiedlicher Meinung sein, aber wie das alte Sprichwort schon sagt, "Nicht schön ist schön, gefallen macht schön!".
Na und dann geht# s rund. Unsere gute Natalie ist als Nächste dran. Na da hat sich bewährt, dasS wir uns früh an die Schlange vor der Fotowand angestellt haben. Die Reaktionen aller Anwesenden ist durchweg positiv, ihre Proben, die wir am Bildschirm im Pressezentrum verfolgen konnten, waren gut und auch die Kollegen aus andern Ländern sind positiv beeindruckt und das ist ja bekanntlich nicht ganz unwichtig. Na und auch im Kontakt mit den Fans und Pressemenschen ist sie sicher, kommunikativ und super sympathisch, für jeden hat sie ein gutes Wort und Zeit für ein Foto und eine Unterschrift (und die ist schon fast ein Gemälde), na dann mal weiter so liebe Natalie!!

Nach dem wir beim Meet und Greet drei Runden überstanden hatten, ging's weiter mit Schweden, dass Robin Stjernberg und Bonnie Tyler ebenso belagert wurden, erschließt sich ja wohl von selbst. Aber die gute Bonnie ist und bleibt aber einfach eine super Person mit einer tollen Ausstrahlung und Erfahrung, da fällt einfach die jahrelange Erfahrung von ihr mit ins Gewicht, wenn einer weiß, wie es gehen muss, dann halt wirklich sie. Wenn man sie live sprechen hört, möchte man ihr am liebsten Hustenbonbons anbieten und man mag sich ja gar nicht vorstellen, dass diese Frau auch noch singen kann, aber wir wissen alle, sie kann es halt. Ich freue mich sehr über mein erstes persönliches Bild mit Bonnie Tyler und ich freue mich  darüber, dass sie mit dabei ist.
Tja Marco Mengoni aus Italien war nicht beim Meet and Greet, warum weiß er wohl nur selbst, ich finde es schade.

Also auf zum roten Teppich. Was man in Malmö übrigens noch gut verkaufen könnte, wären Hinweisschilder, das Auffinden der Oper, wo der Event stattfinden soll, war nicht ganz ohne, aber wozu gibt's ortskundige Bevölkerung. Unserem Suchttrupp beim Citylauf haben sich dann auch prompt eine paar russische Fans angeschlossen und Respekt, selbst mit Stöckelschuhen waren die gut zu Fuß. Die Oper selbst ist ein recht moderner sachlicher Bau, aber dieses Jahr gibt's neben einem roten Teppich noch eine Fotowand, wo die Presse sich bildtechnisch an den Künstlern abarbeiten konnte, dann gab'Äs noch eine Bildwand, an der beim Eintreffen der Künstler ein kleiner Ausschnitt aus dem jeweiligen Video gezeigt worden ist. In der Mitte der rote Teppich, Presse rechts davon Fans links davon und die übrige Menschheit aus Malmö drumherum. Statt mit Bussen wurden die diejährigen Künstler mit PKW vorgefahren und dann auf die Meute losgelassen. Ich muss wohl nicht sagen, dass dann ein Riesengeschrei losging, mit bitte hier und bitte dort reinlächeln. MIr besonders in Erinnerung werden die Finnen bleibe. Die Truppe rockte den ganzen Teppich und auch uns gelangen nun noch etliche tolle Bilder mit dem einen oder anderen.

Nachdem wir uns so die Beine in den Bauch gestanden hatten und es uns doch recht frisch geworden war, ging's wieder Richtung Hotel und Nahrungsquelle, denn der Mensch lebt nicht von Luft und Liebe allein.
Also bis dann, gehabt Euch wohl
Burkhard

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Hallo Ihr Lieben,

gestern war, wie schon hier erwähnt, das Meet & Greet von den Big 5 inkl. Sweden.

Eigentlich finde ich diese Meet & Greet Geschichte echt schön. Es geht wesentlich schneller als eine PK, wo immer wieder die gleichen Fragen bis zum Erbrechen gefragt werden. Für den einen oder anderen ist es scheinbar wichtig, zum xten Mal die gleichen Fragen zu stellen, die man überall und in jeder Pressemappe nachlesen kann, aber bitte wenn's schön macht.

Den Anfang hat Spanien gemacht. Die waren quasi die Versuchskarnickel. Es ging an der Fotowand teilweise drunter und drüber. Dafür konnte aber die spanische Delegation nichts. Die Organisatoren in der Halle haben scheinbar nicht mit so einem großen Erscheinen von Presse und Fans beim Meet and Greet gerechnet. Egal. Die Truppe El sueño del morfeo haben das alles ganz locker aufgenommen. Ich hatte das Glück, am Anfang der Warteschlage zu stehen und konnte einen schönen Gruß für die "Radiovision Dortmund" Zuhörer bekommen. Neben Musik interessiert sich zumindest David Feito (ESDM Mitglied) noch für Fußball, ich konnte über Borussia Dortmund auch dazu kurz mit ihm plauschen. Er ist auf jeden Fall für den BVB im Champions Finale. Darauf ein Heija BVB. 

Dann kam la France. Ich muss meine Meinung von Amandine total ändern. Vor diesen M & G empfand ich sie eher als "billig" und sehr unfreundlich, doch sie ist echt eine ganz Nette. Sie nahm sich für uns alle sehr viel Zeit, und da ich mich auch früh angestellt hatte, konnte ich auch von ihr einen sehr schönen Gruß ergattern. Diesmal in Französisch. Cool fand ich ihren spontanen Gesang inkl. Hustenbonbon. Perfekt.

Ja dann kam Deutschland. Die  PK- Halle füllte sich rapide und wir waren mal wieder sehr froh, früh an der Schlange gestanden zu haben. Wir gingen dann auch als Team. Burkhard, Yilmaz und ich. Wir teilten uns unsere Aufgaben in 2 Minuten auf. Es funktionierte und sogar die "Orga Tante" fand es sensationell und meinte, ihr seid eben aus Deutschland. 
Natalie schlug ein wie eine Bombe. Sie kommt sehr cool rüber im Sinne von nett, kommunikativ, lustig und sehr sympathisch. Sie kommt hier im Pressezentrum auch sehr gut an. Vor allem bei den Spaniern. Die meisten wünschen sich einen deutschen Sieg. 
Sie kommt so gut an, dass sie von einem spanischen Fan oder Journalisten eine selbst gemachte Decke bekam. Dort waren viele Bilder von ihr zu sehen. Sie fand das Geschenk echt schön.

Dann kam der Schwede Robin. Die Halle war immer noch voll, aber ich persönlich hatte den Eindruck, dass die Halle nicht so voll war als bei Deutschland. Es ging dann alles sehr schnell vorbei und die Halle füllte sich erneut deutlich mehr, denn United Kingdom, also Bonnie Tyler kam in den Saal. Ihr könnt euch ja vorstellen, wie da die Post abging. Die Frau ist genial. Ich hätte mir niemals erträumen lassen, mal diese Ikone so nah treffen zu dürfen. Bonnie hat so viel Energie, dass es uns automatisch mitriss. Man hörte immer wieder von ihr, PLEASE VOTE FOR ME. Ich denke, das werden so einige machen.

Marco Mengoni kam leider nicht zum M & G. Schade. Angeblich war ihm nicht gut. Na ja wenn ich an das Konzert in Amsterdam rückblicke, kann ich mir vorstellen warum.

Am Nachmittag gingen wir inkl. einem Teil der russischen Delegation zum offiziellen Empfang. Nach einer kleinen Schnitzeljagd durch Malmö City, fanden wir die Malmö Opera. Es war eine Mischung zwischen Oscar-Verleihung und der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele. Es wurden nach alphabetischer Reihenfolge die Delagationen aufgerufen. Sie wurden mit Autos und nicht wie die Jahren davor mit Bussen angeschleppt. Wir als F1 wurden zusammen mit F2 in einem extra für uns abgetrennten Bereich am roten Teppich perfekt platziert. Links waren die Fans und rechts war die Presse. Ihr könnt euch vorstellen, was da los war. Es wurde um die Wetter geschrien. Wir alle bekamen massig Fotos und Autogramme und hatten die Chance, mit den Interpreten ein wenig zu reden. Es war sehr schön und das Wetter hat zum Glück mitgespielt. Es wurde am Schluss zwar etwas kühler, doch uns kann doch nichts erschüttern.

Als alles vorbei war, gingen wir F1 und F2 Akkreditierte gemütlich und zufrieden unserer Wege. Was echt schön ist, dass man dabei wieder viele neue Freunde kennenlernt und wir uns bestimmt bei den nächsten ESC wieder treffen werden.

Miguel

 


 

MONTAG, 13. MAI 2013

Zum letzten Mal ein HALLO AUS MALMÖ von mir,

gestern der Empfang war klasse. Wir sassen ja in unserem Kino und haben das Flanieren da verfolgt. Es gab ja einige interessante Outfits. Israel war wieder sowas von reingeschossen, und kurz vorm Fotoshooting zog noch schnell jemand ihr das hautenge Kleid am Hintern etwas weiter runter. Elvira glaubt, dass die gute Dame kaum was sieht, was erklären würde, warum der HoP sie immer schiebt und zieht. Auch ansonsten gab es einige Klöpper-Kommentare der beiden Moderatoren, die vom Balkon aus das Geschehen kommentierte. So wurde das Outfit der Schweiz beschrieben als. "Die Damen tragen mintgrün, die Herren haben schöne Sachen an!"
Casacda trug ein buntes Kleidchen, was sie hoffentlich nicht auf der Bühne anziehen will. Für den Ballermannurlaub aber ideal geeignet.
Die Niederlande liefen ohne Anouk auf, die generell keine Parties und solche Showveranstaltungen mag.
Die Finninen kamen überhaupt nicht voran, sie machten mit jedem Gast ein Foto und schenkten ihm ihr "Ding Dong".
Die runderneuerte Bonnie Tyler bat wieder inständig um Punkte. Man könnte ihre Gesten auch als Betteln bezeichnen. Ob es satt um Punkte auch mal um Alkohol ging ... lassen wir mal dahin gestellt...

Danach wurde der eigentliche Empfang aus der Oper übertragen. Mit Eurovisionshymne vom Orchester, Reden vom Vertretern der Stadt und der Region sowie Jon-Ola Sand und dem Produzent Martin Österdahl. Es gab eine getanzte "Euphoria"-Version und am Ende tanzten und sangen Musik-Studenten zu schwedischen Popklassikern von Roxette bis Abba.

Anschließend gab es im Euroclub ein Buffet und ein Freigetränk. Überraschend viele Delegationen tauchten auf inkl. ESC-Stars wie Linda Martin und Ott Lepland. Und es wurde ESC-Musik gespielt, das ist ja beim Empfang echt nicht so üblich. Zwischendurch gab es ein Bühnenprogramm mit Marie Serneholt, Magnus Carlsson u.a. Dann wieder ESC-Disco-Party, wobei bei "Glorious" wirklich der ganze Euroclub ausflippte und begeistert tanzte und sang.
Und so ging ein schöner Empfang zu Ende. Und nun sitzen wir in unserem Haus in der Klaragatan. Asmin ist inzwischen auch hier eingetroffen.

Und für mich geht es heute Abend zurück in die Heimat. Sicher nicht tieftraurig, aber doch zumindest auch mit einem weinenden Auge. Nach dem mehr als durchwachsenen Start in die ESC-Zeit hier haben die letzten Tage doch für einiges entschädigt. Vermissen werde ich vor allem unsere tolle WG hier. Wir haben in den letzten Tagen unglaublich viel gelacht und haben uns prima verstanden. Danke, Leute, es war grandios mit euch. Schnief! 
Freu mich aber schon sehr, weiterhin eure Eindrücke hier zu lesen!

Auch die vielen ECGler, die inzwischen hier gut gelaunt und fröhlich angekommen sind, werden mir fehlen. Hätte gerne noch einige weitere Nächte mit euch gefeiert! Genießt es weiterhin!

Aber ich gehe auch mit einem lachenden Auge. Freu mich auf zuhause, und ich bin sooooooooo happy, am Donnerstag für Island anrufen zu können :D

Danke an euch alle fürs Lesen unserer Berichte und Eindrücke und für die vielen tollen Rückmeldungen!

Ein herzliches TACK und HEJ DA aus Malmö! Wünsche euch allen viel Spaß mit den Shows usw. in den nächsten Tagen!!!!

Bis bald, viele liebe Grüße
Erwin

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Ich kann das nur bestätigen, der Empfang gestern hat für Manches entschädigt. Ich war ja sehr skeptisch, als ich das Konzept las, wie ihr wisst. Aber den Empfang im Kino zu sehen, war sicher besser, als 3 Std. in der Kälte zu stehen, was miri einige, die vor Ort waren, bestätigt haben. Das hatte für uns den unglaublichen Vorteil, dass wir schon ans Büffet durften, bevor die Stars eintrafen, es gab Pellkartoffelsalat, kalte Lachsstückchen, Hähnchen, Melonen und eine Art Rote Beete-Salat. Sehr lecker! Als dann die Stars nach und nach eintrafen, war das Büffet schon so gut wie leer, ich hörte dann zufällig, wie meine geliebte Alexandra sich beklagte, sie sei am Verhungern, aber es gäbe ja nichts mehr! Das Bühnenprogramm war klasse, David Lindgren sang seine beiden MF-Titel. Das Highlight war der Auftritt von Magnus Carlsson, der ein Medley seiner MF-Hits brachte! Und mein persönliches Highlight war ein zufälliges Gespräch mit einem der Backings von Island, dem Bruder des Komponisten, der ganz überrascht war, zu hören, dass wir Hera Björk schon beim Clubtreffen 2009 hatten, bevor sie in Oslo dabei war. Woher wir sie denn gekannt hatten? Als ich im sagte, als Fans würden wir natürlich alle VE-Teilnehmer aller Länder zumindest mit Namen kennen, war er ziemlich perplex.
Und ein kleine Begebenheit am Rande, die bei uns einen Lachkrampf auslöste: Neben uns stand die Israelin, die uns den Rücken zudrehte, so dass man nun wirklich ganz genau erkennen konnte, wie knapp ihr Kleid wirklich war. Und gleichzeitig zeigte mir Torsten ein Porträtfoto von Bonnie Tyler in Nahaufnahme, das er geschossen hatte: Ich weiß nicht was schlimmer war!
Ich mache mich jetzt auf, um Anke abzuholen, die nur zum Empfang des deutschen Botschafters einfliegt, den werden wir dann ab 15.00 Uhr besuchen, danach melde ich mich wieder.

Michael

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FÜR ALLE MALMÖ-REISENDE

Wir haben von Cascadas Management einige Promo-Artikel erhalten. DIese verteilen wir am DIenstag ab 12.00 Uhr im Starbucks Café am Hauptbahnhof. T-Shirts, Fähnchen, Taschen, CDs. (Ausgabe solange der Vorrat reicht!) Auch geben wir hier die nachbestellten Membershipkarten aus.)

Wir sind zurück vom Empfang des deutschen Botschafters, der extra aus Stockholm angereist ist, um die seit einigen Jahren bestehende Tradition, dass der jeweilige Botschafter des Gastlandes die deutsche Delegation einlädt, hier in Malmö fortzusetzen, dafür bedankte sich unser HoD Torsten Amarell ganz herzlich, und wir danken natürlich auch für die Einladung! Das Ganze fand, mangels Botschaft, in einer ausrangierten und umgebauten ehemaligen Kirche statt, wovon allerdings nichts mehr zu merken war. Insgesamt eine "coole" Location, wie man sagt, unten ein rel. kleiner Raum mit einer Bühne und dann noch eine auch nicht sehr große Empore. Nach der kurzen Begrüßung durch den Botschafter und unseren HoD kamen auch gleich Cascada auf die Bühne und sangen "Glorious". Und was auch schon ein wenig Tradition hat, ist die Einladung des jeweiligen Interpreten des Gastlandes, in diesem Fall also Robin Stjernbergs, der eine erstaunlich stimmsichere Unplugged-Version von "You" sang. Danach gab es etwas zu Essen von einem kleinen, aber feinen Büffet und Small-Talk. Leider war Natalie natürlich von TV-Teams umlagert, so dass nur wenige von uns die Chance hatten, an sie heran zu kommen. Nach knapp 2 Std. war das Ganze auch schon wieder zu Ende. Sicherlich gab es in der Vergangenheit beeindruckendere Empfänge, etwa in Istanbul, Belgrad und auch in Helsinki und Moskau, aber wo es keine Botschaft gibt, gibt es natürlich auch keinen Botschaftsgarten, wo man grillen kann usw. Im übrigen regnet es jetzt und wird immer kälter!
Erwin ist wohl mittlerweile schon über den Wolken, danke für die netten Worte, wir vermissen dich jetzt schon! Und Anke, die für eine Stippvisite eingeflogen war, ist auch schon wieder weg.  
Wir werden gleich ins Pressezentrum fahren und dort die 2. Generalprobe des 1. Semi anschauen, bis später!

Michael

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Hier meine Eindrücke von der 2. Generalprobe des 1. Semifinale, das Elvira und ich im Pressezentrum verfolgt haben:

Es beginnt mit einem Vorfilm, in dem Schmetterlinge in den entsprechenden Landesfarben einige Länder vorstellen zu den Klängen von Euphoria, merkwürdiger Weise mit Deutschland beginnend und – Überraschung : eine bayerische Blaskapelle! Danach direkt Griechenland, ein Schelm, der Böses dabei denkt! Dann folgt ein Kinderchor der auf einer Brücke steht, die den gesamten Innenraum überspannt und über diese Brücke schreitet Loreen in Rot, die dann eine Treppe hinab zu den Fans in den Innenraum steigt.

Die Begrüßung von Petra Mede ist eher konventionell.

Österreich:

Natalia macht ihr Sache sehr gut, aber hinterlässt keinen nachhaltigen Eindruck, ganz nett, mehr nicht.

Estland: Wauw! Was für eine tolle , traumhaft schöne,stimmungsvolle Inszenierung, wir sind begeistert, zwar stört die Gardine, aber dennoch:  plötzlich gibt es einen Geheimtipp!!!

Slowenien: Grausam, sie singt schief, die Tänzer haben jetzt Alumasken vorm Gesicht, am besten macht man eine Alumaske vor den Bildschirm!

Kroatien: Ach, die singen auch schief, stehen weiter stocksteif da, das ist die Mizerja!

Dänemark: Die kann das machen! Wir haben Emmelie noch nie so gut gesehen, das ist eine perfekte Inszenierung, die an nichts spart, auch nicht an Pyro, das ist grandios in Szene gesetzt! Emmelie wächst über sich hinaus, nicht mehr steif, die Haare etwas aufgeplustert, perfektes Minenspiel, die zu schlagen, wird verdammt schwer! Ich sag das nicht gerne, weil ich das Lied bisher nicht als Sieger gesehen habe, aber...
Danach Werbepause: Petra Mede zeigt verschiedene Slogans, die man hätte nehmen können, ganz witzig.

Russland: Der Lampenladen stört gar nicht mehr! Auch sehr stimmungsvoll umgesetzt und super gesungen!

Ukraine: Nein, das gibt es nicht, der Riese stört in seinem Kostüm gar nicht mehr so, sie singt toll, die Inszenierung ist stimmig! Hat man uns gerade was ins Essen getan? Plötzlich finden wir Sachen schön, die wir vorher verrissen haben....

Niederlande: Ich habe Gänsehaut, das ist so minimalistisch, aber so wirkungsvoll! Ich hoffe, sie schaffen es!

Montenegro: Na endlich, Montenegro ist nach wie vor schrecklich, da bin ich ja beruhigt!

Litauen:
Langweilig, uninspiriert, hier klatscht man trotzdem vereinzelt

Belarus: Das ist so auf der Schiene Guri Schanke oder Stella Mwangi, ich denke, das schneidet auch so ab! Starker Beifall hier im Pressezentrum, ich glaube eher, allen anderen hier hat man was ins Essen getan!

Moldau: Traumhaft schön inszeniert, perfekt gesungen, Aliona hat wieder ne neue Frisur, aber eine nicht ganz so extravagante! Ich find's toll!

Irland: Ryan macht seine Sache zwar gut, aber irgendwie fällt das Stück nach den bisher gesehenen doch etwas ab.

Werbung: Ein Film aus Australien wird eingespielt, in dem die Begeisterung der Australier für den ESC witzig thematisiert wird

Zypern: Despina wirkt verkrampft, macht sehr auf Drama und die Windmaschine reißt es wahrscheinlich auch nicht raus!

Belgien: Es wird wieder wild gezuckt rechts und links von Roberto, ich kann verstehen, dass Roberto das nicht sehen will und weiter geradeaus stiert, ich würde es genauso machen! Aber so kommt man kaum ins Finale!

Serbien:

Die knallbunten Serbinnen erzählen wieder ihre Geschichte, die wir nicht verstehen, was soll man noch dazu sagen? Am besten gar nichts!

Schnelldurchlauf...

Petra Mede im Green-Room, sie sagt aber noch nicht ihren Text von morgen, es wird ein Film über die ESC-Geschichte gezeigt, wo Petra Mede in die verschiedenen Aufnahmen hineinkopiert wurde, aber täuschend echt, sehr schön! Die Geschichte wird im 2. Semi fortgesetzt.

2. Schnelldurchlauf...

Petra Mede kündigt an, der belgische Beitrag werde später noch einmal gebracht und schließt dann das Voting! ????

Es folgt der Pausenact, eine Tanzgruppe  tanzt irgendwie etwas Nordisch-winterliches im Schneegestöber.

Lynda Woodruff beginnt eine selbstironische Reise durch Schweden, beginnend im hohen Norden, lovely! to be continued...
Die BIG 5 und Schweden werden eingespielt. Von Cascada wird ein Ausschnitt aus Köln gezeigt, es scheinen Ausschnitte aus den Postcards zu sein, dann werden diese Finalisten im Publikum begrüßt.

Belgien singt nochmal es gab technische Probleme, also nochmal 3 Minuten Zuckungen für die heutige Jurywertung, denn heute ist ja das Juryfinale.

Die FInalisten werden kurz und schmerzlos in Form des landesfarbenen Schmetterlings angezeigt, nur bei den letzten 3 wird künstlich etwas Spannung durch Verzögerung erzeugt.

Fazit: Überwiegend schön inszenierte und wirkungsvolle Auftritte, eher langweilige Postcards mit den Interpreten in verschiedenen Situationen, aber nichts irgendwie Originelles oder Lustiges.

Ein für mich langweiliger Pausenact, und für mich die größte Enttäuschung: Petra Mede, da hatte ich mehr erwartet, aber sie ist keine Anke Engelke und auch keine Lill Lindfors.

Lichtblick: Sarah Dawn FIner als Lynda Woddruff!

Insgesamt also vom Gesamtkonzept her für mich nicht der nach den vollmundigen Ankündigungen erwartete große Wurf!

Wir werden jetzt ns Eurocafé fahren, da treten im Rahmen eines ESC-Quiz Hera Björk und Glen Vella auf, unsere alten bekannten vom Clubtreffen 2009 in Köln und dem ECG-Konzert in Düsseldorf 2011!

Und morgen werden wir, wie angekündigt, um 12.00 im Starbucks am Hbf die Cascada-Fan-Artikel verteilen.

Bis dahin, gute Nacht! Michael

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Jetzt haben wir alle Beiträge des 1. Semis gesehen und wie Michael schon geschrieben hat, sind wir von einer ganzen Reihe von Darbietungen auf einmal richtig überzeugt, die uns vorher gar nicht so angesprochen haben. So war für mich auch Estland ein richtiges Highlight. Birgit strahlt und schafft es, richtig zu verzaubern, Gänsehaut inklusive. Mit Slowenien dagegen kann ich wenig anfangen. Die Inlinerschutzkleidung der Tänzer und dazu noch die silbernen Masken sind nicht schrecklich und stimmlich gesehen war ich auch enttäuscht. Bei Russland geht es mir wie Michael, Ich bin heute begeistert und mir kam das alles gar nicht mehr so altmodisch vor. Es ist stimmig und sie singt einfach wunderschön. Dann folgt die märchenhafte Inzsenierung der Ukraine mit Zauberwald. Eine unterhaltsame Show, die mir gefällt. Zlata ist sehr ausdrucksstark. Auch Anouk war überzeugend. Da kann ich Michael nur voll und ganz zustimmen. Ich fand es bisher ziemlich langweilig, aber heute war ich zumindest zum größten Teil eingefangen. Ganz furchbar fand ich die rappenden Raumfahrer aus Montenegro. Aber vielleicht ist das auch nur nicht meine Musik. Mit Weissrussland habe ich meine Probleme. Alyona ist für mich eine Fehlbesetzung bei dem Lied. Sie ist wie eine Barbiepuppe mit einstudierten Bewegungen, die wie in einer Plastikwelt wirken. Die Show an sich gefällt mir gut, aber ihr fehlt einfach Pfeffer im ... Hier im Pressezentrum gab es Beifall. Danach kam dann Moldau. Wunderschön. Bei Belgien bin ich ganz anderer Meinung als Michael. Das LIed gefällt mir von Mal zu Mal besser und auch die ganze Show ist irgendwie interessant. Ich finde die beiden Tänzerinnen gar nicht unpassend und eine gute Untermalung des Ganzen. Roberto macht das gut. In der PK wurde er gefragt, warum er denn nicht mal lachen würde beim Singen und er hat erklärt, dass es nicht passen würde, wenn er die Liedzeile "love kills" singt und dabei lachen würde. Und damit hat er recht. Zum Ende des Liedes sieht man ihn jetzt allerdings auch etwas lächeln.

Ach ja, dann war da noch Dänemark. Bisher war ich enttäuscht, aber irgendwie hat sie es geschafft und mich heute abend dann wirklich überzeugt. Sie ist also in der Lage, eine Schüppe draufzulegen, wenn es drauf ankommt. Es war wirklich gut heute und es könnte tatsächlich gute Chancen auf einen Sieg haben. Das muss ich nun zugeben. Sie hat mich jetzt...

Wir wollen jetzt noch zum Eurocafe und machen uns jetzt gleich auf den Weg

Elvira

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Hallo zusammen,
nach dem wir wieder morgens von Kopenhagen nach Malmö gefahren sind, haben wir uns auf den Weg zum Bubbelclub gemacht. Dort fand in diesem Jahr der deutsche Empfang statt.
Die Lokalität ist zwar deutlich kleiner, als die Lokalitäten in den Vorjahren, aber das nimmt dem Event nicht von seinem Charme. Mit von der Partie waren neben Cascada (Natalie) und der schwedische Vertreter Robin natürlich auch der deutsche Botschafter, der extra aus Stockholm angereist war, sowie etliche Vertreter von Presse Funk und Fersehen. Nachdem die Grußworte und Glückwünsche gesprochen waren, durfte sowohl Natalie als auch Robin das jeweilige Lied begleitet von Gitarrenklängen vortragen. Die Lieder wirken so schon ganz anders, klingen aber denoch sehr gut.
Ein schöner Eindruck, den viele Anwesenden für sich mit den Kameras festgehalten haben. Auch wir haben wieder unser obligatorisches Foto mit dem Botschafter, eine lieb gewordene Tradition.
Schön war es auch auf dem Empfang eine Dortmunderin (Dortmund-Asseln) zu treffen, sowie eine Berlinerin, die seit jahrzenten in Schweden lebten und aus ihren Erlebnisschatz plauderten und uns beste Grüße an ihre alte Heimat auftrugen.
Nach dem Empfang ging es wie. Fer in die City selbst, man merkt nun deutlich das immer mehr Besucher anreisen und die Spannung steigt, den morgen ist ja auch das erste Semifinale, da sind schon die ersten mächtig am Zittern, wie jedes Jahr, na mal sehen was dabei für uns alle rauskommt.
Gehabt euch wohl, wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen.Für Euch aus Malmö Burkhard und Miguel.

 


 

DIENSTAG, 14. MAI 2013

 

.....der Morgen vor dem ersten Halbfinale......wir 4 sitzen hier noch nicht ganz wach am Frühstückstisch und stärken uns, bevor wir dann gleich die Cascada-Fanartikel (T-Shirts, CDs, Fahnen und Buttons) an unsere Clubmitglieder verteilen werden....

Als Einziger von uns habe ich mir gestern nicht das Jury-Finale angeschaut, sondern war auf der israelischen Party an den Docks. Erstaunlicherweise gab es trotz Bombendrohung und antiisraelischer Demonstration keine Sicherheitskontrollen und auch von sichtbarer Polizeipräsenz war nichts zu merken.

Im rappelvollen Saal gab es neben dem üblichen großzügigen Büffet Auftritte von Cascada, Esma & Lozano (die beiden hatten zur großen Freude der israelischen Delegation "Hava nagila hava" einstudiert, was sie zusammen mi Moran Mazor auf der Bühne vorgetragen haben), Kosa Mostra, den unvermeidlichen Bulgaren und Albanern (bei denen wie auch bei den Armeniern die Leute fluchtartig den Saal verlassen haben) und natürlich zwei Auftritten meiner Favoritin des Herzens Moran Mazor. Gestern Abend nicht in eine Wurstpelle gezwängt -der Designer und ihre Berater gehören schnellstens entlassen-, sondern in einem lockeren schwarzen Kleid und mit offenen Haaren und dadurch viel jünger und natürlicher wirkend......und rauchend und Rotwein trinkend vor dem Saal stehend.

 

zMoran Mazor israelische Party

 


Neben ihrem ach sooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo schönen "Rak bishvilo" sang sie noch einige Lieder mit deutlich arabischem Flair......man merkte ihr den Spaß an der Sache deutlich an und natürlich war das Publikum begeistert.....

Verwundert waren wir, dass trotz ESC ab kurz nach 12 keine Busse mehr fahren und wir nur die Wahl zwischen Taxi und laufen hatten....angesichts des Wetters (Kälte und Regen haben) wir uns für's Taxi entschieden.

Chris

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Ihr Lieben, heute melde ich mich etwas später, weil wir ja um 12.00 Uhr unsere Verteilaktion von Cascada-T-Shirts, Button, Fähnchen, CDs und Taschen hatten, um die ich das Management gebeten hatte. Es hat alles wunderbar geklappt, der Andrang von ECG-Mitgliedern war allerdings so groß, dass wir nicht allen alles geben konnten.

Es bleibt von gestern noch einiges nachzutragen:

Zunächst mal waren die Reaktionen unserer Leute, die die Probe in der Halle gesehen haben, deutlich euphorischer als meine. Die meisten fanden die Show supertoll, und ich gebe ihnen recht, dass SVT wirklich die Auftritte aller Interpreten perfekt und beeindruckend in Szene setzt.  Und möglicherweise waren meine Erwartungen nach den vollmundigen Ankündigungen der Produzenten im Vorfeld (wir haben ausführlich in der T.O.M. darüber berichtet) etwas zu hoch geschraubt. Auch die Schweden können das Rad nicht neu erfinden, und es ist sicher insgesamt eine beeindruckende Show! Ihr könnt euch heute Abend dann ein eigenes Bild machen Wir berichten ja eh äußerst subjektiv und mit einem Augenzwinkern, was man ja an unserem Geplänkel mit Elvira gemerkt haben dürfte.;-)

Wir hatten heute übrigens das große Glück, Tickets für den Zuschauerbereich im Green Room zu bekommen, da bin ich sehr gespannt. Ein herzliches Dankeschön an den edlen Spender!

Nach der Probe gestern Abend sind Elvira und ich dann ins Euro Fan Café gefahren, wo das größte ESC-Quiz aller Zeiten angekündigt war. Und das wirklich toll, da hat sich der schwedische Club ordentlich ins Zeug gelegt. Der Saal war rappelvoll und als wir ankamen, war das Publikum gerade instruiert worden Das Quiz lief nämlich über das Internet, über I-phones (da ich keines besitze, habe ich auch nicht mitgemacht) Man musste immer aus 4 Antwortmöglichweiten die richtige innerhalb von 20 sec. möglichst schnelle auswählen und eintippen. Leider gab es ein paar technische Pannen, so dass es am Ende kein Endergebnis gab, das soll heute verkündigt werden,  der Sieger soll einen Platz im Greenroom im Finale bekommen.

Die Fragen waren teilweise so ausgewählt, dass sie als Einleitung der Auftritte der Gaststars dienten. Leider fiel die angekündigte Hera Björk wegen Erkrankung aus, als schlechter Ersatz traten die Albaner auf und rockten 3 Lieder durch. Glen Vella bot im Wesentlichen das Programm, was er uns auch in Düsseldorf beim ECG-Konzert gesungen hat. Dann kam Linda Martin! Man hört ja schonmal den einen oder anderen nicht so freundlichen Kommentar zu Linda, aber ich muss sagen, sie hat es drauf, einen Saal in Stimmung zu bringen, sie sang zuerst die engl. Version von "Främling" - "Stranger", dann ihr "Terminal 3", dann "Self control" von Laura Branigan und zum Schluss natürlich "Why me", der Saal tobte, und wir mit! Und zum Abschluss dann die Bobbysocks, Bettan hat "Day after day" von Chips allein gesungen, dann  "I evighet", immer noch traumhaft schön und stimmlich perfekt! Dann haben beide gemeinsam einen Titel gesungen, den ich nicht kannte und zum Abschluss dann natürlich "La det swinge"!

Ein toller Abend, um 3.00 Uhr sind wir dann endlich nach Hause, dementsprechend heute etwas angeschlagen, ich zumindest ;-)!

Wir machen uns dann nachher auf ins Pressezentrum, zur letzten Generalprobe schaffen wir es nicht mehr, die hat  gerade angefangen, aber es reicht ja eigentlich auch, wenn man die Show 2 x gesehen hat. Nach dem Semifinale gibt es eine Balkanparty im Euro Fan Café mit den Mazedoniern und den  Bulgaren, momentan kann ich mir nicht vorstellen, dass ich mir das antue, mal sehen, aber wahrscheinlich geh ich dann mal etwas früher zu Bett.

Sollte ich mich vor dem Semi nicht mehr melden, wünsche ich jetzt schon allseits einen tollen und spannenden Abend, es liegt mit nicht, Tipps abzugeben, ich kann euch höchstens schreiben, wen ich gern im Finale sehen würde .

Österreich, Estland, Dänemark, Russland, Ukraine, Niederlande, Moldau, Irland, Zypern. Ups, das sind nur 9, dann nehme ich noch Belgien dazu (irgendwie tut er mir leid, er schaut immer so verzweifelt)!

Michael

 

Hier noch rasch als Nachtrag Fotos vom Botschafterempfang:

 

zBotschafter I

 

zCascada Botschaftsempfang

 

zEmpfang dt Botschafter

 

zStjernberg Botschaftsempfang

 

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Nach über einer Woche in Malmö, wird es wirklich Zeit für Entscheidungen. Ich freue mich auf eine tolle Show, die SVT mit viel Herzblut hier auf die Bühne zaubert. Allen voran die tolle Petra Mede, die man natürlich zwangsläufig mit Anke Engelke vergleicht, macht ihren Job ganz ausgezeichnet. Schon die zweite Generalprobe gestern Abend war so voll, wie ich es noch nie bei einer ESC-Probe erlebt habe, und allen Unkenrufen zum Trotz, scheint die Hütte heute Abend auch voll zu sein. Bestimmt werden viele Dänen über die Brücke kommen, um ihrer Emmelie zuzujubeln. In den Medien hier ist sie ebenfalls die klare Favoritin.

Es ist viel zu allen Beiträgen und deren Auftritten geschrieben worden, sodass ich hier nicht alles wiederkauen muss. Meine Highlights gestern waren, wie schon zu Beginn, Dänemark, aber auch Irland, welches den größten Sprung nach vorn gemacht hat. Montenegro bekommt von mir die rote Laterne in diesem Semi.

Folgende Länder tippe ich in die Top 10:
Dänemark
Weißrussland
Irland
Niederlande
Moldau
Serbien
Ukraine
Österreich
Russland
Kroatien
Mein persönliches Ranking:
1. Dänemark
2. Irland
3. Niederlande
4. Russland
5. Ukraine
6. Belgien
7. Österreich
8. Zypern
9. Kroatien
10. Moldau

Ich wünsche allen daheim einen wunderbaren ESC-Abend, mit hoffentlich nicht zu vielen Enttäuschungen.
Stephan

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Wir haben im Pressezentrums-Restaurant gerade die zypriotische Teilnehmerin Despina Olympiou getroffen, der ich (aus Überzeugung) viel Glück für's Halbfinale gewünscht und ihr gesagt habe, dass sie ein wunderschönes Lied hat und ich ihr wünschen würde, dass sie es ins Finale schafft. Leider wirkt Despina recht mutlos und meinte, das Glück könne sie brauchen. Ich würde mir wünschen, dass ihr Aufritt ohne großes Zipp und Zapp und Brimborium genügend Zuschauer zum Anruf motiviert und Zypern am Samstag wieder mit dabei ist.

Freue mich total auf's Halbfinale live in der Halle (sitzend!!!!) und bin gespannt, ob es meine Lieblingslieder ins Finale schaffen.

Den Daheim gebliebenen wünsche ich einen vergnüglichen Fernsehabend zusammen mit netten Menschen

Liebe Grüße Euch allen

Chris

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Hallo zusammen!
Nun ist der Tag des ersten Semifinales. Die ersten Menschen in und um die Malmö Arena werden nun super nervös. Im Detail alle Vertreter und Fans der Aspiranten, die im erstem Semifinale antreten müssen. Wir haben dieses Mal den Besuch des Familienfinales um 15 Uhr gebucht und wollen dann das "echte" Semifinale an den Bildschirmen im Pressezentrum verfolgen. - Mal sehen wie das ist, ob es eine gute Idee war-? Die Stimmung vor der Halle ist toll, die Einlasskontrolle hat was vom morgendlichen Hamburger Fischmarkt, denn die Damen der Einlasskontrolle feuern die Gäste lautstark an, sich zügig bei den Einlasskontrollen anzustellen, damit möglichst alles zu und zügig von statten geht.
Nachdem wir dann Ruck Zuck durchgecheckt waren, konnten wir die Halle das erste Mal unter Echtbedingungen besuchen. Wie vermutet, bietet die Halle eine familiäre Atmosphäre. Alles was man braucht ist vor Ort, vom Gratiswasser bis hin zum Popkorn, welches man dann auch mit zum Event nehmen kann. Die Sitzplätze, die wir gebucht haben, sind gut, aber da der Event nicht ausgebucht war, konnten wir uns sogar noch mal umsetzen.

Und als dann die Show losgeht, haben wir trotzdem Gänsehaut, auch wenn es nicht das "echte" Semifinale ist. Positiv fallen mir an dem Abend die Einspielungen zu den Künstlern auf sowie die Pausenbeiträge. Ich hoffte, die Moderatorin legt zum echten Semifinale noch was Make Up auf, denn so ganz ohne ist das Gesamterscheinungsbild aus meiner Sicht doch zu minimalistisch.
So nun treten die allzeit bekannten Aspiranten in der bekannten Reihenfolge nach und nach auf und es war, im Nachhinein betrachtet, interessant, dass wieder einige Beiträge am Bildschirm deutlich besser, oder auch schlechter rüberkommen als in der Halle. So z.B. war mein Eindruck vom niederländischen Beitrag, dass der Beitrag per TV noch mal gewann.

Die aus meiner Sicht sympathische estnische Vertreterin kam sowohl in der Halle als auch am TV gleichermaßen gut rüber. Na und dann war da noch die Dame mit dem Flötenspieler aus Dänemark. Da war der Event auf der Bühne nur ein kleiner Vorgeschmack von dem, was man auf dem Bildschirm wahrnahm, dass Dänemark mit dem Auftritt eine absolute Favoritenrolle inne hat, ist aus meiner Sicht völlig berechtigt.
Auch sehenswert war sowohl in der Halle als auch am Bildschirm der Beitrag von Moldau. Wobei am Bildschirm nochmals deutlich wurde, dass der Beitrag deutlich von dem Kleid profitiert, wobei mich das ein wenig an meine Kindheit mit dem Werbespruch einer Zigarettenwerbung erinnerte - "Wer wird den gleich in die Luft gehen?...". Na sie ging in die Luft und das war für sie von Vorteil, wenn auch nicht mit Pauken und Trompeten, so aber mit Gesang und Blitz.
Bei den anderen Beiträgen hielt sich sowohl der Event in der Halle als auch die Präsentation am Bildschirm die Waage.

Nach dem der Event abgelaufen war, ging es ins Pressezentrum zur zweiten Runde. Zu uns gesellten sich noch vier Kollegen, einer spendierte davon eine Pralinenschachtel und schon hatte das Ganze ein Atmosphäre vergleichbar mit dem heimischen Wohnzimmer, bis auf den Unterschied, dass wir hier in der ersten Reihe des Presskonferenzcenters des ESC 2013 saßen.
So richtig spannend wurde es dann nochmals, als das letzte Ticket verlost wurde. Sowohl im Pressecentrum als auch in der Halle brüllten alle für unsere Nachbarn in den Niederlanden. Na und dann passierte es! Schön doch, nach so vielen Jahren unsere Nachbarn wieder mal im Finale zu sehen und das noch in Verbindung mit Belgien.
Ansonsten kann man natürlich aus der ein oder anderen Sicht mit dem Ergebnis entweder einverstanden sein, oder hadern, aber es ist immer wieder das selbe, erstens kommt es anders anders, zweitens als man denkt.

Bezüglich der anschließenden Pressekonferenz bestätigte sich noch mal die Richtigkeit der Entscheidung, sich das Semifinale im Pressezentrum anzuschauen. Beim Einfallen der übrigen Konferenzteilnehmer in die Halle konnte man den Eindruck bekommen, hunderte Menschen wollten unbedingt gleichzeitig in der ersten Reihe stehen/sitzen oder auch liegen. Aber mit etwas gutem Zureden von Seiten der Organisatoren und einiger hilfreicher Unterstützung von Seiten beherzter Teilnehmer ließ sich dann doch ein halbwegs durchgängiges Miteinander für die Konferenz finden.
Alle Gewinner waren doch mit ihrem Weiterkommen gleichermaßen glücklich und zogen im Anschluss der Befragung von im Umfang von jeweils ca. zwei Fragen, welche von Seiten des Publikums gestellt wurden, brav ein Los, welches darüber entschied, ob sie in der ersten Hälfte es Finales auftreten würden, oder in der zweiten Hälfte. Alles in allem war ich mit unserer Strategie für den heutigen Abend im Nachhinein zufrieden.

Zum Schluss gingen wir dann gemeinsam zum Zug, um wieder nach Kopenhagen zu fahren. Auf der Fahrt dorthin kommt mir so langsam der Eindruck, dass ich mich mit der Kapazitätsplanung unseres Hotels für Mai des nächsten Jahres schon mal befassen sollte. Na ja, das Auto kennt ja auch schon den Weg nach Kopenhagen.
Bis dann, Burkhard und Miguel

 


 

MITTWOCH, 15. MAI 2013

 

Guten Morgen, ich hoffe, die meisten von euch sind mit dem Ergebnis von gestern Abend einigermaßen zufrieden. Ich lag ja gar nicht so schlecht, nur Litauen und Belarus hatte ich nicht auf der Rechnung! Wir hatten ja da große Glück, die Show im Green Room zu genießen. Ich konnte mir vorher gar  nicht vorstellen, wie das werden würde, und ich hatte auch keine Ahnung, dass um die Couchgarnituren herum Publikumsreihen aufgebaut waren, ich schätze so 8 x 15 Reihen. Auf 3 Riesen-Screens wurde das Semi hierher übertragen. Wir hatten ein weiteres Glück, dass wir ganz außen in der 1. Reihe saßen, wo die Interpreten auf einer Entfernung von ca. 3-5 Metern vorbeigeführt werden zu ihrem Auftritt und wieder zurück auf die Couch (immer 4 Acts, bevor sie selbst dran waren). So konnten wir die Künstler noch einmal anfeuern bzw. ihnen bei der Rückkehr applaudieren. Aufregend, mit anzusehen, wie nervös und beinahe verängstigt einige den Weg zum Auftritt antraten, z.B. der Belgier, die Zypriotin, und wie gelöst sie dann wieder von der Bühne zurück kamen. Interessant auch, mitzuerleben, wie Petra Mede auf den Segway gehievt wurde und das Kleid "einklemmsicher" um die Füße gelegt wurde, dabei fuhr sie damit ja nur etwa 10 m. Und nach dem Ergebnis dann die ausgelassene Freude bei den Weitergekommenen und die betretenen Gesichter bei den Ausgeschiedenen. Ein tolles und einmaliges Erlebnis!

Zur Show selbst: Ich war schwer beeindruckt von den sensationellen Fernsehbildern, der perfekten Inszenierung der Auftritte, dem spektakulären Eröffnungsact mit Loreen und den Kindern, und erwähnte ich schon, dass ich Lynda Woodruff klasse finde?

Dabei habe ich festgestellt, dass es einem manchmal den Blick für das Ganze verstellt, wenn man sich zu sehr darauf konzentriert, die einzelnen Auftritte zu analysieren und zu zerlegen. Das habe ich bei meinem Live-Bericht von der Generalprobe des 1. Semi gemacht, und das werde ich heute nicht mehr machen, dann lieber eine Zusammenfassung, wenn die Probe zu Ende ist.

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Die Pressekonferenz der Finalisten war insgesamt so öde und nichtssagend wie immer, es dürfen ja jeweils nur 2 Fragen gestellt werden, eine von der Landespresse und eine von der internationalen Presse. Diese Fragen sind immer "wahnsinnig originell" und  die Antworten dementsprechend nichtssagend. Es gab 2 Ausnahmen gestern. So wurde die Weißrussin gefragt, ob es dadurch, dass sie ins Finale gekommen sei,  zur Verbesserung der Menschenrechtssituation in Belarus kommen würde. Unsere Lieblingsmoderatorin Katharina würgte diese Frage jedoch ab, man möge doch die Interpretin nicht mit politischen Fragen behelligen. Jeweils nach 2 Länderfragerunden zogen dann die Interpreten eine der Papierrollen, auf denen  FIRST HALF und SECOND HALF stand. Als Anouk an der Reihe war, fragte Katharina, was sie sich denn wünsche, darauf Anouk: "Ist das denn wichtig?" - Katharina: "Es wird allgemein behauptet"- Anouk: "Was ist denn besser"? - Katharina: "Man sagt, die 2. Hälfte" - Anouk: "Ach wirklich, dann verstehe ich nicht, wieso immer alle jubeln, egal, was sie gerade gezogen haben und so tun, als hätten sie sich gerade dieses Losergebnis immer gewünscht!!" Und als sie dann die 1. Hälfte zog, tat sie demonstrativ so , als wenn sie sich vor Begeisterung  nicht mehr halten könnte! Große Klasse!

Ich sitze jetzt hier erstmal allein im Pressezentrum, die anderen wollen sich bei heute strahlende blauem Himmel mal das Euro-Village ansehen, wo gleich der Belgier und die Zypriotin auftreten.

Ich wollte gern die Probe der Spanier sehen, aber aus irgendwelchen Gründen wurden die Bildschirme hier erst angeschaltet, als die letzten Takte des letzten Durchlaufs liefen, ich kann also dazu nichts sagen.

Die Französin trägt jetzt ein Etwas aus schwarzen Fransen, in Jeans und Lederjacke gefiel sie mir wesentlich besser!

Bis später, Michael

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Gerade hat Spanien die 1. Hälfte zugelost bekommen, die Probe von Cascada konnte ich nur fast ohne Ton verfolgen, weil zeitgleich die Spanier in der PK laut gesungen haben. Optisch war sie wieder sehr gut, ich konnte keine wesentlichen Veränderungen feststellen, der Treppenabgang wird etwas geschickter gezeigt bzw. teilweise nicht gezeigt.

Michael

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Und weiter geht der Trubel.
Es war eine tolle Show, die wir auch irgendwann auch mal genießen konnten, als wir ein Plätzchen an der Bühne erkämpft hatten. Die ganze Organisation gestern war der Horror, und zum ersten Mal dachte ich, dass ich vielleicht mal ein Jahr aussetze, zumindest wenn die Stehplätze beibehalten werden. Zunächst standen wir bereits 18.30 Uhr vor der Halle, um eine halbe Stunde später wenigstens ins Foyer gelassen zu werden. Weite 30 Minuten später ging der Run, und es war eher ein Kampf, um die besten Stehplätze los. Leider wurden wir bereits nach wenigen Metern gestoppt, da auch die Stehplätze noch mal unterteilt sind wir leider die Loserplätze hatten (alle zum gleichen Preis). Direkt vor der Bühne blieb es völlig leer und dahinter drängelte sich alles. In mehreren Etappen erstritten sich meuternde Zuschauer Zugang zum Innenbereich, der kurz vor neun dann endlich "geflutet" wurde. Raus kam man dann natürlich nicht mehr. Dafür fungierten wir dann als willige Statisten. Nun gut, wir machen das Beste daraus und lassen uns die Laune nicht verderben.

Spanien und Frankreich reißen mich von so gar keinem Hocker, nicht einem Fußschemel. Spanien kommt zwar ganz nett rüber, besser als ich dachte, bleibt doch ein heißer Kandidat für den letzten Platz.
Frankreichs Amandine trägt ein Kleid wie aus schwarzen Lederpeitschen und schreit um ihr Leben. Gräuselig.

Cascada haben noch mal an der Pyroschraube gedreht, ansonsten kommt Natalie besser mit ihren Schuhen und der Schleppe klar. Ich weiß noch immer nicht, ob es wirklich gut geht. Mal sehen in welcher Hälfte wir starten. Falls es die erste ist, wird Deutschland bestimmt gleich auf Startnummer eins verbraten und dann hat es sich erledigt. Hier kommen Cascada aber wirklich sehr gut an. Meine Daumen bleiben gedrückt.
Stephan

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In der Pressekonferenz hat Natalie auch die 1. Hälfte gezogen! Es ist zu befürchten, dass sie damit die Show eröffnet, denn das ist eigentlich ja ein toller Opener : "It's gonna be glorious", na ja, am Freitagnachmittag wissen wir es.

DIe PK war klasse, professionell und lustig zugleich. Natalie redet ja gern und viel, das sei  auch das größte Problem für ihre Stimme, sie hatte vor Jahren auch mal eine Stimmband-OP, wie so viele Sänger/innen. Das passiere eben, wenn wann so viel singe wie sie, sie habe manchmal mehrere Auftritte an einem Abend, und bei jedem einzelnen sei sie auch nach Jahren immer noch total nervös, und es gebe auch nichts, was sie dagegen tun könne. Der ESC sei das Größte in ihrer bisherigen sehr erfolgreichen Karriere, und sie seit stolz später mal ihren Kinder oder Enkelkinder sagen zu können: "Ich war bei der Eurovision". Und wenn sie sagen könnte: "Ich habe die Eurovision gewonnen", fragte Katharina: Natalie wehrte ab, darüber wolle sie nicht nachdenken, da  alle Interpreten 150 % geben würden und sie überhaupt nicht einschätzen könne, was der Televoter so für musikalische Vorlieben hat und wofür er anruft. Sie ist als Kind britischer Eltern in Bonn geboren und zweisprachig ausgewachsen, das sei ein großer Vorteil für sie,  denn wenn es mit der Karriere mal nicht mehr klappen sollte, könne sie ja damit immer noch im Hotel arbeiten.

Michael

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Bonnie Tyler hat nochmal geprobt, hat mir schon besser gefallen, sie hatte ein schickes schwarzes Kleid an und kam ganz gut rüber, habe gerade noch den letzten Teil ihrer PK mitbekommen, sie wurde gefragt, warum sie denn hier teilnehme. Sie sei natürlich stolz, ihr Land zu vertreten, ihre Eltern wären bestimmt auch sehr stolz auf sie, wenn sie das noch erlebt hätten, sie seien große ESC-Fans gewesen, und sie schaue auch immer, wenn sie nicht gerade arbeiten müsse. Und dann sagte sie: "Seien wir doch ehrlich, es geht natürlich auch darum, dass ich gerade ein neues Album auf dem Markt habe, und in diesem Geschäft muss man jede Promo-Gelegenheit ergreifen! Sympathisch ehrlich!

Sie zog erwartungsgemäß die 2. Hälfte.

Der Italiener stand immer noch ziemlich verloren auf der Bühne, ich fürchte, mit diesem Auftritt und der eher langweiligen Ballade, die sich erst nach mehrmaligem Hören festsetzt, dürfte es schwer für ihn werden, an die Platzierungen seiner Vorgänger heranzureichen.

Michael

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Der Besuch im Eurovision Village war enttäuschend. Die für die Mittagszeit angekündigten Auftritte von Zypern, Belgien und Serbien haben alle nicht stattgefunden. Dabei wäre das bei dem herrlichen Sonnenschein schön gewesen. Statt dessen gab es ein Quiz. Belgien wurde verschoben auf den späten Nachmittag. Vielleicht hat Roberto gestern abend groß seinen Einzug ins Finale gefeiert und war noch nicht wieder fit für einen Auftritt. Zu Zypern und Serbien gab es keine Info, aber vielleicht waren sie einfach zu enttäuscht, dass sie nicht weiter sind und haben schon die Heimreise angetreten. Auf der anderen Seite musste doch bei dieser Terminsetzung davon ausgegangen werden, dass die Möglichkeit, nicht weiterzukommen, immerhin auch besteht.
Elvira

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Schock, ich werde verfolgt: Lys Assia ist hier aufgetaucht, prompt zieht es hier wie Hechtsuppe, als wenn sie die Klimaanlage hochgefahren hätten, um sie frisch zu halten :wink:
Und heute kam ich erstmalig in den Genuss der Kaffeetafel, die es hier von 14.00-16.00 Uhr gibt, reichliche Kuchenauswahl und Kaffee aus Omas Porzellantassen, aber Punkt 16.00 wird das alles wieder weggeräumt!
Wir warten jetzt auf den Beginn der 1. Generalprobe des 2. Semi, die um 17.00 Uhr beginnt. Es soll einen Auftritt von Agnes geben, die ihr neues Lied und "Release me" singt.

Michael

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Generalprobe1- 2. Semifinale, wir schauen im Pressezentrum:

Es beginnt mit einer Orchesternummer, Eurovisionshymne mit einem Tanz von jungen Leuten, teilweise auf dem Rad, die an einer LED-Steilwand hochfahren und später scheinbar auf einer PC-Tastatur. Was soll uns das sagen? Petra Mede erscheint in einem unbeschreiblichen Outfit, Gautier oder Karnevalsladen? Schwarz und Gold, vorne frei bis an .... So schöne Beine hat sie nun wirklich nicht, irgendwie wirkt sie total unecht. Ist das Absicht und Ausdruck ihres subtilen Humors? Man weiß es nicht...

Lettland:

Ein lebhafter Auftakt mit einigen schönen Effekten, auch wenn man das Lied wie ich nicht mag, es sorgt für Stimmung am Anfang.

San Marino:

Valentina gibt alles, kommt sympathisch rüber, aber irgendwie fehlt der letzte Pfiff, mich irritiert nach wie vor diese beleuchtete Kugel vor dem Unterleib.

Mazedonien:

Lozano heute ohne Brille, Esma taucht als knallroter Kugel-Blitz (Betonung auf Kugel) au und singt relativ unsauber. Das passt nach wie vor nicht zusammen.

Aserbaidschan:

Zwar leichte stimmliche Unsicherheiten, aber insgesamt toller Auftritt, ich liebe diese Inszenierung auch wenn sie etwas drüber ist.

Finnland:

So sehr mich ihr Ding Dong hier auch genervt hat, auf der Bühne find ich es klasse! Das macht richtig Spaß (mir zumindest) Elvira findet es furchtbar.

Werbepause: Schaltung in den Greenroom, Petra sitzt auf der leeren Couch und erzählt etwas, was sie sicher morgen nicht erzählen wird, auch hier erreicht mich ihr Humor nicht.

Malta:

Das ist eingängig, sympathisch präsentiert, Gianluca nutzt den Catwalk und reicht dem Publikum die Hand, mir macht es gute Laune, ist für mich ein Geheimtipp! Heftige Proteste von Elvira und Chris, die es blöd finden!

Bulgarien: Ich kann es einfach nicht ertragen, die Drumsticks leuchten gelb und mir läuft ein Schauer über den Rücken, oder Schauder? Ich weiß nicht, auf jeden Fall schaurig!

Island:

Ich bin etwas geschockt, Eythor trägt eine graue Kombination mit einem offenen bordeauxfarbenen Hemd, wenn er die Arme hebt, wölbt sich sein Bauch über den Gürtel, sehr unvorteilhaft, er singt wieder super, aber dieses Outfit nimmt bei mir die Stimmung weg.

Griechenland:

Die Griechen tragen keine karierten sondern schwarze Kilts mit weißen Längsstreifen, springen munter auf der Bühne und dem Catwalk herum und werden wahrscheinlich hoch landen.

Israel:

Moran singt wie immer überragend, Chris hat natürlich Gänsehaut, die hab ich nicht, aber toll finde ich es auch.

Armenien:

Ehrlich gesagt, habe ich während des Auftritts geschrieben, ich kann, wie ihr wisst, damit überhaupt nichts anfangen, schiefe Töne habe ich keine gehört.

Ungarn:

Ihn höre ich lieber als ich ihn sehe, glaube nicht, dass rr weiterkommt.

Norwegen:

Kalt, kälter, Margarete. Mich lässt es auch kalt....

Werbepause: Lynda Woodruff, Teil 2, sie ist in Malmö, meint  sie, wieder ein Highlight.

Albanien: siehe Armenien, für Liebhaber solcher Musik sicher Highlights, für mich leider nicht.

Georgien: 

Emmelie, zieh dich warm an, für mich ist das der Sieger, Elvira nickt begeistert;-)

Schweiz:

Da kommt immer noch nicht viel rüber. Ich glaube nicht, dass sie es schaffen!

Rumänien:

Meine Meinung ist ja bekannt, aber Elvira schaut mich ganz angetan an, kein Kommentar...

Ich stelle gerade fest, dass ich das 1. Semifinale viel stärker finde, aber da steh ich wohl auch mit meiner Meinung allein da!

Werbepause: Greenroom, Petra fährt Segway und verrät nicht, was sie morgen dort sagt. Zweiter Teil des historischen Rückblicks mit witzigen Einlagen Petras.

Schnelldurchlauf Nr. 2

Pausenact: Agnes tritt auf, davor ein junger schwedischer Sänger, den man wahrscheinlich kennen muss, aber wir kennen ihn nicht und verstehen Petra auch nicht, wen sie da ankündigt.

Die Ausschnitte der BIG 5 und Schweden werden wieder gezeigt.

Die Fake-Verkündung der 10ß Finalisten folgt, das war's

Wer soll meiner Meinung nach weiterkommen?

San Marino, Aserbaidschan, Finnland, Malta, Island (mit anderem Sakko!),  Israel, Georgien, und dazu kommen dann wohl noch Albanien, Norwegen und Griechenland. 

Vielleicht wird  es auch Lettland statt San Marino (der Kati-Wolf-Effekt?) und Armenien kann ich nicht einschätzen. Vermutlich schlagen sie San Marino in meiner Liste.

Wir gehen jetzt  schnell was essen und sind heute Abend dann in der Halle, um wenigstens einer der Shows in der Halle zu erleben, weil wir ja keine Tickets haben (Stehplätze, ihr wisst schon...)

Heute ist dann ab 23.00  Uhr die große OGAE-Party im Euro Fan Café, mal sehen, ob die Schweden unseren Düsseldorfer Rekord an Interpreten brechen.

Evtl. nochmal bis später, ansonsten melde ich mich  morgen wieder!

Michael

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Wir sitzen jetzt hier im Pressezentrum und sehen uns die erste Generalprobe an.

Lettland
Mit den hüpfenden Glanzanzügen kann ich so gar nichts anfangen. Mir gefällt weder das Lied noch die Show.

San Marino
Der Funke springt leider nicht so richtig über trotz vollem Einsatz. Valentina gibt alles, aber irgendwas fehlt.

Mazedonien
Eines meiner Lieblingslieder, aber ich glaube es wird schwer. Mir gefällt Lozano mit Brille besser und das rote voluminöse Kleid von Esma ist nicht glücklich gewählt. Die ersten Proben haben mir hier besser gefallen. Aber sie beiden zusammen sind schon drollig.

Aserbaidschan
Eine wahnsinnige Show! Ich finde die Darbietung sehr faszinierend mit dem Tänzer im durchsichtigen Kasten, der die Bewegungen von Farid spiegelt und dazu noch ein wunderschönes Lied.

Finnland
Ein nervtötendes Lied, aber sehr witzig und unterhaltsam auf die Bühne gebracht. Krista macht ihre Sache mehr als gut, aber ich finde das Lied einfach nur furchtbar und möchte das nicht im Finale hören.

Malta
Dem singenden Doktor kann ich nichts abgewinnen. Das Dauergrinsen überzeugt mich nicht und auch das Tralala-Lied führt bei mir leider überhaupt nicht zu guter Laune. Das Lied ist fröhlich und gut gemeint, aber ist einfach nicht mein Fall. Lediglich die Gruppenaufnahme am Ende ist irendwie ganz nett und ich bin froh, dass ich es dann überstanden habe.

Bulgarien
Und schon wieder ein Lied, das mir so gar nichts gibt. Voda fand ich klasse, aber das ist ein billiger Abklatsch. Bitte nicht weiter!

Island
Ein toller Sänger mit einem nicht so tollen Lied, was aber durch das wunderschöne Bühnenbild sehr gewinnt und es inzwischen geschafft hat, auch mich zu begeistern. Es hat gedauert, aber jetzt ist es soweit.

Griechenland
Es kommt fröhlich und flott daher, mit viel Bewegung und guter Stimmung. Es macht ihnen Spaß, was sie das machen und überzeugt mich.

Israel
Unser liebgewonnene Presswurst hat wie immer klasse gesungen. Trotz wunderschönem Lied fehlt mir hier auch noch was.

Armenien
Gutes Lied und ansprechende Präsentation. Einfach, nur etwas Pyro und Feuerblitze. MIr gefällts.

Ungarn
Bunte Bühnenfarben und ein etwas gelangweilter Sänger. Aber das ist genau so gewollt und hat etwas Spezielles. Und hat sich in meinem Ohr festgesetzt.

Norwegen
Margaret ist klasse, aber trotzdem werde ich kein Fan von diesem Lied.

Albanien
Ich mag das Lied sehr und auch die Show. Die Nahaufnahmen von Adrian sind nicht so günstig. Ansonsten nichts auszusetzen.

Georgien
Mein absolutes Lieblingslied, immer noch. Und auch immer noch mit Gänsehaut verbunden und eine Show, dir für mich wie die Faust aufs Auge passt.

Schweiz
Ein Ohrwurm, aber ein unauffälliger Auftritt. Irgendwie sehr brav und ohne den Opi gäbe es nicht viel, was in Erinnerung bleibt.

Rumänien
Dieser Auftritt ist das Sahnehäubchen zum Schluss. Die Show passt gut zum Lied und ich würde mich sehr freuen, wenn es Cezar ins Finale schafft. Es wurde doch viel gelächelt und hätte es sehr verdient.

So, und jetzt geht es zum Abendessen, bevor wir uns die ganze Show heute abend nochmal in der Halle anschauen. Mal sehen, ob wir da andere Eindrücke bekommen.

Elvira

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Und auch von mir eine kurze Einschätzung des Probendurchlaufs, welcher wahrscheinlich völlig von meinen fleißigen MitschreiberInnen Elvira und Michael an den Nebenplätzen abweichen wird:

Lettland: So nen Glitzeranzug hätte ich auch gern, der schmückt jedes Clubtreffen. Würde auch (großes Ehrenwort) im Gegensatz zu den Jungs von PER ein T-Shirt oder Hemd drunter tragen. Das Lied: Schrecklich. Mein Montenegro des 2ten Halbfinales.

San Marino: Das Lied und die Stimme von Valentina Monetta bleiben fantastisch. Die Show ist bedauerlicherweise eher antiquiert und nicht im Gedächtnis bleibend. Ich hoffe aber trotzdem sehr, dass sie ins Finale kommt.

Mazedonien: Ich liebe das Lied und die extravagante Kombination Esma & Lozano. Auf der Bühne wirkt das ganze allerdings eher skurril, die Stimmen sind nicht die allerbesten und ich befürchte, das wird trotz des roten Ungetüms von Kleid, was Esma trägt, nicht reichen.

Aserbaidschan: Schönes Lied, doch völlig überinszeniert. Des Guten viel zu viel. Und die Stimme von Farid Mammadov haut mich nicht vom Hocker. Kommt aber sicher weiter.

Finland: Laut und lärmig und billig. Der Kuß einer Frau sei Krista Siegfrieds als Zeichen wachsender lesbischer Emanzipation ja hoch angerechnet, nur der Rest???? Schauder. Befürchte, das kommt nichtsdestotrotz weiter.

Malta: Lalalalalalalalalalalalalalala Gianluca lächelt lalalalalalalalala Gianluca hüpft lalalalalalala she's like tomorrow lalalalalalala Gianluca lächelt lalalalalalala.

Bulgarien: Elitsa Todorova und Stoyan Yankulov wollen gewinnen und strahlen das in agressivster Art und Weise auch aus. Selten unsympathischer Auftritt, so sehr ich es auch stets bewundere, wenn ein Land typische Folkloreelemente in seine ESC-Beiträge einbaut. Kommt aber wohl auch weiter.

Island: Wunder- wunderschön. Hoffentlich reicht der Auftritt von Eythor Ingi für's Finale. Endlich mal ein Lied, das man auch zuhause auf dem Sofa hören und sich drüber freuen kann. Gehört in meine Top 5

Griechenland: Sicherer Finalist. Das Lied von Koza Mostra geht sofort ins Ohr und macht gute Laune. Witziger Auftritt, für den es genügend Anrufer geben sollte.

Israel: Was soll ich sagen. Moran Mazor ist und bleibt meine Favoritin des Herzens. Hatte wieder mal Gänsehaut und einige Tränen im Augenwinkel. Es steht jedoch zu befürchten, dass ihr unglückliches Outfit sie die notwendigen Stimmen kosten wird. Ich hoffe auf die Juries.

Armenien: Gute Rockmusik, mit der ich null und nix anfangen kann.

Ungarn: Sowas ödes gibt es die Tage in Malmö nur selten. Sicher keine schlechte Musik, aber unendlich langweilig. Und zumindest die beiden Jungs von ByeAlex wirken dauerbekifft.

Norwegen: Ebenfalls sicherer Finalist. Wenn man solch eiskalte Musik wie das Lied von Maragret Berger mag, ist das siche gut gemacht. Mir gefriert dabei das Blut in den Adern.

Albanien: Siehe Armenien, nur dass sich (ich glaube es ist) Bledar Sejko für die Reinkarnation von Jimi Hendrix hält. Nix für meine alten Ohren.

Georgien: Die Kunstnummer des Jahres. Nodi & Sophie kommen mit hrem Waterfallsicherins Finale, aber ich glaube den beiden nichts ihrer vorgetäuschten Zuneigung. Wie bei Aserbaidschan überinszeniert und dadurch unglaubwürdig.

Schweiz: Ach ja, was für die Dorfjugend oder Feuerwehrkapelle. Humtahumptaufftata. Das wird nichts mit dem Finale.

Rumänien: Selten so gelacht wie bei diesem Auftritt. Tagischerweise nimmt sich Cezar auch noch ernst. Grottig hoch drei. Sicherlich am Samstag nicht mehr dabei

So, das ist meine ganz persönliche Beurteilung, doch zum Glück sind Geschmäcker ja völlig verschieden. Und genau das macht es so schön und spannend hier.

Liebe Grüße Chris

 


 

DONNERSTAG , 16. MAI 2013

 

Hallo aus dem sommerlichen, warmen Malmö, endlich! Wir haben uns heute mal zunächst eine Auszeit genommen, lange geschlafen und jeder macht so, was er möchte, ich habe 3 Maschinen Wäsche gewaschen (man muss die Sonne zum Trocknen auszunutzen), da ich ja nächste Woche nach einem Zwischenstopp in Hilden  nochmal ein paar Tage verreise, zwischendurch nutzen wir endlich ein bisschen unseren wunderschönen Garten, Elvira liegt in der Sonne, ich gleich auch wieder, bin nur schnell mal reingegangen, um euch dieses zu schreiben

Gestern Abend waren wir ja noch auf der OGAE-Party, die ist ja inzwischen traditionell am Mittwoch zwischen den beiden Semis, und es treten in der Regel viele Künstler dort auf. Anke hatte es in Düsseldorf geschafft, insgesamt 29 Interpreten an Land zu ziehen, dieser ECG-Rekord bleibt ungebrochen! Gestern waren von vornherein nur 14 Interpreten angekündigt, letztlich erschienen dann gerade mal  6! Estland, Schweden, Albanien, Russland,  Montenegro und Griechenland. Es war rappelvoll, weil sich viele natürlich  mehr davon versprochen hatten und man teilweise ja auch Eintritt bezahlen musste. Die Einlasspolitik war wieder einmal undurchsichtig, angeblich sollte der Eintritt mit der Membershipcard ja frei sein, ich kam allerdings damit nicht umsonst hinein, sondern nur mit der Presseakkreditierung andere wurden trotzdem zur Kasse gebeten, die Garderobe war nur mit 1 Mann besetzt, was zu Schlangestehen bis ca. 20 Min. führte, an der Bar gab es teilweise Discount mit der Membershipcard, teilweise aber auch nicht. Ein ziemliches Durcheinander, wofür aber sicher der organisierende schwedische Club nicht unbedingt etwas kann, auch dass so viele Künstler einfach nicht erschienen sind, ist sehr schade für unsere schwedischen Kollegen. Aber wir wissen aus unserer Düsseldorfer Erfahrung, dass es nicht einfach ist, normale Gastronomie und entsprechende Lokalitäten auf die Bedürfnisse von ESC-Fans zuzuschneiden ;-)

Zum 2. Semi nochmal, ich merkte gestern, dass wir offenbar nach 1,5 Wochen vor Ort wieder eine Art Gehirnwäsche durchgemacht haben;-), das gipfelte bei mir darin, dass ich gestern Abend in der Halle sogar dachte, Lettland könnte ganz hoch kommen! Ihr seht, ich bin nicht mehr ganz zurechnungsfähig, also enthalte ich mich jetzt weiterer Vorhersagen und wünsche euch einen weiteren spannenden Abend, ich denke, er wird spannender als Dienstag, denn heute ist wirklich alles ist möglich!

Soviel von mir für heute, ich habe heute Urlaub :-)

Michael

 


 

FREITAG, 17. MAI 2013

Guten Morgen, das war ja mal wieder eine Riesenüberraschung gestern, ein Ergebnis, mit dem so wohl die wenigsten gerechnet hatten Der große Fanfavorit, die Nr. 1 im ECG-Voting San Marino, ist draußen, mit Mazedonien ist auch das letzte ex-jugoslawische Land aus, Albanien raus, Armenien drin, das waren hier die meistdiskutierten Ergebnisse im Pressezentrum. Für wen ruft jetzt der Balkan an? Wir sind natürlich jetzt sehr gespannt auf die Startreihenfolge, wird Cascada wirklich auf 1 gesetzt, wie viele befürchten? Apropos Cascada, wir unterhielten uns gestern mit einem niederländischen Journalisten, der Cascada ganz oben sieht, wie so viele andere auch hier, sie sei so bekannt in ganz Europa und habe den einzigen richtigen Dance-Act im Finale! Na ja, morgen Nacht sind wir schlauer. Die PK der 10 Finalisten war so unergiebig wie immer, ich habe mich auch gefragt, wieso die letzten 4 Interpreten überhaupt noch ihre Startposition ziehen mussten, denn zu dem Zweitpunkt war die 1. Hälfte bereits mit 13 besetzt und es waren eh nur noch Papierrollen mit der 2. Hälfte zum Losen da. Wir sind danach direkt nach Hause, war ja immerhin doch schon 1:00 Uhr, und heute morgen etwas früher aufgestanden, weil wir gleich zum alljährlichen OGAE-Präsidententreffen müssen. Danach eile ich direkt zur 1. Generalprobe des Finales, die anderen schauen sie heuten Abend an. Ich hole heute Abend Jörg ab, der letztes Jahr so fleißig im Tagebuch aus Baku berichtet hat, aber jetzt nur zum Finale anreist und unser 5. Logiergast bis Sonntag sein wird. Ich melde mich dann später, sobald es etwas Neues gibt

Michael

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Zurück vom Präsidententreffen sitze ich jetzt im Pressezentrum und schaue die 1. Finalprobe an. Wer sich für morgen die

Spannung erhalten möchte, sollte nicht weiterlesen!

Der Einführungsfilm zeigt eine Raupe, die sich von Baku auf den Weg macht quer durch Europa bis vor die Öresundbrücke, wo sie sich verpuppt, um dann als Schmetterling rüber nach Malmö in die Halle zu fliegen, ich finde es süß gemacht.

Der Opening-Act ist, wie angekündigt, die Hymne "We write the story", extra für den ESC geschrieben von Benny und Björn von ABBA, die auch im Publikum begrüßt werden. Während ein Chor diese Hymne auf der Bühne singt (sie klingt für mich eher als musikalische Untermalung denn als eigenständiges Musikwerk, aber vielleicht muss man sie öfter hören), senkt sich die lange Brücke aus dem 1. Semi, und über diese Brücke erfolgt wie bei Olympia der Einmarsch der Nationen in Startreihenfolge, jeweils 1 Fahnenträger vorweg und dann der Interpret. Die Interpreten verschwinden dann und die Fahnenträger bleiben auf der Bühne zum Gruppenbild. Die Hymne endet mit "We are one".

Petra Mede erscheint, jetzt noch ungeschminkt und mit 2 dicken Lockenwicklern im Haar. Ihr "Kleid" ist ein weiteres Ungetüm, diesmal in Pink. Es gibt eine kurze Live-Schaltung nach Australien, wo der ESC morgens um 5 live ausgestrahlt wird.

Dann geht es schon los mit Frankreich, es ist mir wirklich schleierhaft, wieso man Amandine die Startnummer 1 gegeben hat. Vielleicht, damit die Zuschauer, die die Semis verfolgt haben, als erstes eine neue Nummer sehen? Wie gesagt, ich hätte wirklich auf Cascada getippt, aber so ist es für uns schon besser.

Mich schreckt nach wie vor dieser Lederfransenfummel ab, so dass ich mich auf das Lied kaum konzentrieren kann, furchtbar. Und der Auftritt ist (natürlich jetzt ohne Hallenpublikum) ziemlich nichtssagend.

Ich erspare mir und euch, die bekannten Auftritte der Semifinalisten nochmal ausführlich zu kommentieren, es sei denn , es ist etwas Besonderes dabei.

An Spaniens Auftritt ist für mich lediglich das strahlend gelbe Kleid der Sängerin erwähnenswert und dass sie jetzt barfuß ist, ansonsten plätschert das unauffällig vor sich hin und wird auch schlecht gesungen.

Roberto aus Belgien trägt  einen Schal eng um den Hals, hat er sich erkältet? An der Stimme ist aber nichts auszusetzen.

Die Tänzer von Belarus tragen jetzt hochgeschlossene  Hemden mit blauen Fransen.

Malta ist für mich so ein typisches Dark Horse, er trällert sich unauffällig bis ganz nach oben, mir gefällt's (sorry Elvira) !

Dina aus Russland gut wie immer, jetzt allerdings nicht im Bühnenoutfit.

Die Tänzer von Belarus tragen jetzt hochgeschlossene  Hemden mit blauen Fransen.

Malta ist für mich so ein typisches Dark Horse, er trällert sich unauffällig bis ganz nach oben, mir gefällt's (sorry Elvira) !

Dina aus Russland gut wie immer, jetzt allerdings nicht im Bühnenoutfit.

Cascada trägt auch nur Jeans und Stiefel, der Auftritt noch ein Stück besser geworden die Kameraeinstellung beim Treppenabgang verbessert, genial, mitreißend, Natalie hat sichtlich immer mehr Spaß an der Sache! Stimmlich auch super, die vielen Auftritte und Interviews haben der Stimme offensichtlich nicht geschadet, allerdings konnte ich nicht ganz exakt alles hören, weil neben mir 2 Frauen trotz Ermahnung meinerseits irgendein osteuropäisches Kauderwelsch brabbeln.

Armenien ohne Kommentar...

Werbepause: ein neuer genialer Film mit Lynda Woodruff!!!!

Absolute Gänsehaut bei Anouk!!!!

Rumänien ohne das Unterteil des Outfits, so sieht man mal, dass es zweiteilig ist und der unterer Teil dazu dient, den Lift zu verdecken, mit dem er in die Höhe gehoben wird.

Bonnie Tyler ist nicht gut bei Stimme, die Abstimmung mit den Backings klappt nicht so ganz, schade, ich mag das so sehr.

Robin Stjernberg hat die Haare noch nicht jedwardmäßig hochstehen, steht ihm so viel besser, finde ich, stimmlich sehr gut, ich mag's ja nicht so sehr, aber er wird sicher gut platziert werden.

Ungarn ohne neue Erkenntnisse...

Emmelie wird immer besser, es wird schon schwer werden, an ihr vorbeizuziehen!

Bei Eythor kam mir  bei der Kameraeinstellung am Schluss, wenn die Backings aus dem Hintergrund hervortreten und er im Scheinwerferlicht die Arme ausbreitet und das Ganze sich im Boden spiegelt, die Assoziation: Jesus mit Heiligenschein auf dem See Genezareth mit seinen Jüngern, sehr effektvoll, wieder grandios gesungen.

Aserbaidschan perfekt wie gewohnt, ich find's nach wie vor toll!

Griechenland ohne neue Erkenntnisse...

Der Riese und Zlata auch  ohne Bühnenoutfit, da ist der Zauber momentan weg, aber er kommt natürlich im Finale wieder!

Dieser Marco Mengoni ist schon ein ulkiger Typ, heute in dunkelgrünem Anzug mit Krawatte wirkt er zwar seriöser, aber er ist total schlaksig, scheint völlig in sich versunken, er hat kein einziges Mal richtig in die Kamera geschaut, aber das hat was, gesanglich sehr stark und durch diesen Minimalismus durchaus wirkungsvoll.

Norwegen ohne neue Erkenntnisse...

Georgien: sie in einem Silberkleid, er in Straßenkleidung. Das ist wieder perfekt gesungen und inszeniert.

Ryan Dolan kommt gut, da ist nichts auszusetzen, seine  Chancen kann ich sehr schwer einschätzen , aber es ist eine gute Schlussnummer.

Jean Paul Gautier wird im Publikum begrüßt, dazu ein kleiner Scherz von Petra Mede.

Schnelldurchlauf 1:

Bei Frankreich irgendeine Stelle mittendrin, kein Refrain, was haben die vor? Ersr die Startnummer 1, dann dies, wollen die Frankreich fertig machen?
Bei Cascada der Übergang von Treppe zu Catwalk mit Beginn des Goldregens und ein Stück auf dem Catwalk.
Bei Island der See Genezareth.

Pausenact: Loreen mit Federkragen singt: "We got the power"  über  ein kurzes Stück "My heart is refusing me" zu  "Euphoria im Rahmen einer Tanzeinlage. Sie endet oben auf dem Aufzug, den Bonnie Tyler schon benutzt hat, und hat eine Schleppe, die die von Aserbaidschan bei weitem an Länge übertrifft. Trotzdem haut mich das nicht vom Hocker.

Schnelldurchlauf 2

Ein selbstironischer Filmeinspieler über den Schweden an sich folgt, für mich nur teilweise witzig, da er eine Kriegsszene enthält. Dann folgt ein zweiter Pausenact, und jetzt kommt Petra Mede ganz groß raus: in der Inszenierung und  musikalisch angelehnt an "Mary Poppins" oder ähnliches bringt sie ein durchaus witziges Intermezzo über Schweden und die Schweden mit einigen Knalleffekten, die ich nicht verraten möchte. Es folgt wieder ein historischer Rückblick, wieder sehr witzig, dann eine Schaltung zu Eric Saade in den Green Room.

Dann kommt die "richtige" Sarah Dawn FIner (Lynda Woodruff) mit "The winner takes it all", Wahnsinn!!! Danach wird durch einen Tänzer das Scoreboard installiert. Damit endet diese Probe. Wir haben jetzt schon fast 3 Stunden hinter uns, und die Wertung hat noch nicht begonnen, keine Ahnung, wie lange die Sendung dann letztlich dauern wird. Ich habe gerade erfahren, dass es noch Pressekonferenzen gibt, Frankreich habe ich verpasst, Deutschland ist als nächstes dran.

Natalie sympathisch und professionell wie immer, es gibt so viele gute Songs dieses Jahr, meint sie, sie will keine Vorhersage wagen, der Plagiatsvorwurf sei vom Tisch durch das Gutachten und die positive Äußerung von Thomas G:son,  es sei nur eine Pressekampagne, sagt Thomas Schreiber. Ihr gefällt Schweden sehr gut und Norwegen.

So, das war es jetzt erstmal von mir, ich melde mich wahrscheinlich später nochmal, so wie es aussieht, kann ich das Juryfinale  zum Teil noch sehen, bevor ich zum Bahnhof fahre.

Michael

 

Schaue jetzt noch ein bisschen Juryfinale, muss aber gleich aufbrechen, aber Cascadas Auftritt habe ich noch mitbekommen:
GRANDIOS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Riesenapplaus!

Und damit verabschiede ich mich für heute, was morgen angesagt ist, weiß ich noch nicht, ich melde mich!

Michael

 


 

SAMSTAG, 18. MAI 2013

Guten Morgen, hier erstmal die offizielle Pressemitteilung zur deutschen Jury:

Eurovision Song Contest: Lena, Tim Bendzko, Carolin Niemczyk, Florian Silbereisen und Alina Süggeler sind die deutsche Jury 2013

Lena, Tim Bendzko, Carolin Niemczyk ("Glasperlenspiel"), Florian Silbereisen und Alina Süggeler ("Frida Gold") sind in diesem Jahr die nationale ESC-Jury. Damit bestimmen sie zu 50 Prozent, an welche Länder Deutschland beim Eurovision Song Contest wieviele Punkte vergibt. Die anderen 50 Prozent kommen vom TV-Publikum, das per Telefon, Anruf und - erstmals - per App live vor dem Bildschirm seine Favoriten wählen kann. Beide Votings werden zusammengerechnet und ergeben die Punktewertung aus Deutschland. Jury-Präsidentin Lena wird die deutschen Punkte im ESC-Finale am 18. Mai im Ersten live von der Reeperbahn in Hamburg verkünden - dorthin lädt der NDR zum großen Public Viewing des Finales aus Malmö ein, das um 21.00 Uhr beginnt. Zudem überträgt das Erste von der Reeperbahn live den "Countdown für Malmö" (20.15 Uhr) und die "Grand Prix Party" (0.00 Uhr).

Lena: "In diesem Jahr beim ESC in der Jury zu sitzen, bedeutet mir unheimlich viel, weil ich weiterhin ein Teil des Ganzen sein darf. Es ist eine Herausforderung und große Ehre, die Künstler beurteilen zu dürfen, die dieses Jahr antreten werden."

Tim Bendzko: "Ich durfte ja dankenswerterweise schon im letzten Jahr Teil dieser Jury sein. Ich hatte dabei soviel Spaß, dass es selbstverständlich war, in diesem Jahr wieder dabei zu sein."

Carolin Niemczyk: "Ich freue mich sehr, dass ich in der ESC Jury sitzen darf, gerade weil ich diesen Contest von klein auf verfolgt habe. Es ist eine imposante Show, die bunt und facettenreich ist und einem ein Stück weit, trotz des Wettbewerbsgedankens, das Gefühl von Zusammengehörigkeit gibt. Außerdem ist es ein Wettbewerb für Songschreiber, was das Ganze für mich, als Songschreiberin, noch interessanter macht."

Florian Silbereisen: "Es gibt nur eine Show, die überall in Europa zur selben Zeit so viele Menschen bewegt! Ich freue mich sehr, dass ich als Juror beim Songcontest mitmachen darf!"

Alina Süggeler: "Der 58. ESC steht vor der Tür und ich darf zum zweiten Mal in der deutschen Jury dabei sein. Beim ESC entfaltet Musik ihre volle Kraft und vereint Menschen aus den verschiedensten Nationen. Ich bin sehr froh, Teil des Ganzen zu sein! Ich drücke allen Beteiligten die Daumen!"

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Bescherung! Nun ist der Tag aller Tage also gekommen und ein bisschen Wehmut, dass morgen wieder alles vorbei ist, schleicht sich heute schon ein. Nach einer tollen Generalprobe gestern und noch einer langen Nacht im Euroclub, werde ich heute noch ein bisschen die Sonne und das herrliche Wetter hier in Malmö genießen.
In diesem Jahr scheint das Rennen so offen wie selten zu sein, was auf eine spannende Wertung heute Abend hindeutet. Noch immer denke ich, dass Dänemark den Pokal holen wird, aber man weiß es nicht. Leider kommen Cascada hier in den Zeitungen heute gar nicht gut an, ganz im Gegensatz zur Halle, wo aber auch sehr viele deutsche Fans angereist sind. Eine Top-10-Platzierung halte ich für sehr unwahrscheinlich, drücke aber die Daumen.

Mein Tipp für heute:
1. Dänemark
2. Ukraine
3. Aserbaidschan
4. Norwegen
5. Griechenland
6. Georgien
7. Niederlande
8. Russland
9. Finnland
10. Italien
11. Irland
12. Schweden
13. Moldau
14. Malta
15. Island
16. Deutschland
17. Ungarn
18. Frankreich
19. Belgien
20. Estland
21. Litauen
22. Weißrussland
23. Rumänien
24. Armenien
25. Großbritannien
26. Spanien

Und meine persönliche Liste:
1. Dänemark
2. Island
3. Griechenland
4. Norwegen
5. Italien
6. Irland
7. Schweden
8. Niederlande
9. Russland
10. Aserbaidschan
11. Ukraine
12. Georgien
13. Finnland
14. Ungarn
15. Belgien
16. Deutschland
17. Estland
18. Malta
19. Moldau
20. Großbritannien
21. Frankreich
22. Spanien
23. Weißrussland
24. Armenien
25. Litauen
26. Rumänien

Allen heute ein wunderbares Fest!!!!!!
Stephan

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Hallo aus dem sommerlich heißen Malmö, wo heute in der Innenstadt der Teufel los ist. Ganz Malmö und halb Europa ist auf den Beinen, so scheint es. Ich war mit dem gestern Nacht angekommenen Jörg dann auch nochmal ein bisschen bummeln, aber jetzt muss ich mich mal so allmählich mental vorbereiten. Außerdem auch den Koffer schonmal packen, denn morgen Mittag geht es ja zurück, und es wird bestimmt eine lange Nacht! Ich kann Stephans Prognose so gar nicht teilen, ich sehe Cascada in den TOP 10, obwohl es natürlich bei diesem außergewöhnlich starken Finale
viele Favoriten gibt, denen ich den Sieg zutraue, da ist natürlich Dänemark,
aber eben auch Georgien, Aserbaidschan, Ukraine, Russland, Island, Malta nicht zu vergessen, und ich könnte noch ein paar aufzählen, die für eine hohe Platzierung gut sind. Wer hätte das anfangs gedacht, als die einzelnen VE-Ergebnisse nach und nach eintrudelten. Aber da kann man nun wirklich sehen, und wir haben das hier ja von Probe zu Probe miterleben können, wie man einen Act, der musikalisch wirklich nicht so viel Substanz hat, so inszeniert, dass er diese tolle Wirkung bekommt wie viele der diesjährigen Acts heute Abend. Ich hoffe (und rechne eigentlich auch damit), dass es eine spannende Wertung wird und dass wir natürlich einen würdigen Sieger bekommen!
Im Namen des gesamten ECG-Teams hier in Malmö wünschen ich euch allen einen traumhaft schönen, spannenden ESC-Abend, bedanke mich ganz herzlich für die zahlreichen positiven Rückmeldungen zu unserem Tagebuch, es hat uns sehr viel Spaß gemacht, für euch zu berichten!

Michael

 

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