1. Wähle den ESC-Jahrgang:

2. Wähle eine Rubrik zu 2021:

ESC 2021: Deutschland


Kurzinfo
Auswahlart Interne Auswahl
Bekanntgabe 6. Februar 2021
Songpräsentation 25. Februar 2021
TV-Sender NDR

 

 VERTRETER FÜR DEUTSCHLAND

JENDRIK
"I DON'T FEEL HATE"

 

 
  Albanien

 

SchreiberUnmittelbar nach der Absage des ESC 2020 äußerte sich ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber wie folgt: "Was das im Detail für uns und unseren Künstler Ben Dolic mit seinem erfolgreichen Song ‚Violent Thing‘ bedeutet, werden wir jetzt mit unseren kreativen Partnern besprechen.“ 

 

Dann wurde bestätigt, dass für 2021 das gleiche Auswahlkonzept wie 2020 Verwendung finden werde. Das bedeutete dann, dass Ben Dolic nicht automatisch gesetzt war. Es hieß, er werde sich mit einem neuen Song von Boris Milanov erneut bewerben. Am 16.11.2020 gab Ben Dolic auf seinem Instagram-Account bekannt, er habe sich gegen eine Teilnahme am ESC 2021 entschieden. Seine Karriere habe eine andere Richtung eingeschlagen. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, aber sie sei zu diesem Zeitpunkt als die richtige erschienen.

 

 

Der NDR hat sich also auch in diesem Jahr erneut für eine Auswahl des deutschen Beitrags durch Expertinnen und Experten entschieden. Zwei unabhängige Jurys haben bestimmt, wer für Deutschland in Rotterdam auf die Bühne gehen wird: eine „Eurovisions-Jury“ mit 100 Menschen aus ganz Deutschland und eine internationale Expertenjury aus 20 Musikprofis. In einem mehrstufigen Verfahren haben diese beiden Jurys sowohl Künstlerinnen und Künstler als auch Songs bewertet. Es gab insgesamt drei Auswahlrunden: Zunächst wurden die Bewerber*innen von den Jurys bewertet, dann die in Frage kommenden Songs. Die letzten 15 Interpret*innen haben dann ihre Songs live performt. Diese Videos wurden dann erneut den Jurys vorgelegt und bewertet. 

 

 

Am 6. Februar 2021 gab der NDR bekannt, dass der 26-jährige Jendrik Sigwart Deutschland beim Eurovision Song Contest 2021 vertreten wird. Der gebürtige Hamburger überzeugte in einem mehrstufigen Auswahlverfahren die beiden unabhängigen Jurys.

 

Der Titel des deutschen Beitrags lautet: "I Don't Feel Hate". Der Song hatte am Donnerstag, dem 25. Februar 2021, um 17.50 Uhr und um 19.56 Uhr im Ersten TV-Premiere. Zuvor wurde er in einer Online-Pressekonferenz des NDR erstmals vorgestellt.

 

  

 

 

 

Jendrik 1Jendrik: "Ich freue mich sehr, beim ESC für Deutschland auf der Bühne stehen zu dürfen.
OKAY ICH HALT ES NICHT AUS, DA SERIÖS ZU BLEIBEN, LEUTE ICH GEH ZUM ESC - DAS IST EIN TRAUM, DER IN ERFÜLLUNG GEHT! HOLLA DIE WALDFEE!"

 

Ursprünglich ist Jendrik Musical-Darsteller und schreibt mit großer Leidenschaft seit Jahren eigene Songs. Der ESC war schon lange sein Traum.

Im Sommer hat er seine corona-bedingt auftrittsfreie Zeit genutzt, um einen Song und ein dazugehöriges Musikvideo zu produzieren. Dessen Entstehung hat er sehr humorvoll bei TikTok und Instagram unter dem Motto: „How to make a Musikvideo“ begleitet. 
   

Ukulele

 

 

 

 

 

 

 

 

  

In jedem dieser kleinen kreativen Filme hat er seinen Wunsch formuliert, beim ESC auftreten zu dürfen. Dass er es wirklich schafft, mit seinem ersten selbstproduzierten Lied der Kandidat für Deutschland zu werden, hat sich der talentierte Musiker zwar erträumt, aber nicht wirklich für möglich gehalten.

 

Jendrik ist als Zweitältester mit vier Geschwistern in Hamburg aufgewachsen. Als Jugendlicher begann er Klavier und Geige zu spielen. Nach der Schule absolvierte er ein Studium zum Musical-Darsteller am  Institut für Musik der Hochschule Osnabrück. Während dieser Ausbildung schrieb er schon eigene Songs auf der Ukulele, seinem Lieblingsinstrument.

 

Jendrik schreibt seit Jahren eigene Songs. Mit einem im Sommer 2020 fertiggestellten Song bewarb er sich beim NDR.

Er stellte unter dem Motto "How to make a Musikvideo"  Making-of-Videos seines Clips auf die Social-Media-Plattformen TikTok und Instagram. Eines dieser Videos erreichte mehr als 250.000 Aufrufe. Daraufhin wurde er von digame kontaktiert, der für den Auswahlprozess verantwortlichen Firma. Er unterlief dann wie die anderen Bewerber*innen drei verschiedene Auswahlrunden, u.a. auch einen Live-Auftritt, und überzeugte damit die beiden Jurys. Er brachte also seinen eigenen Song mit in die Auswahl, nahm aber dennoch auch an dem Songwritingcamp teil, das den Bewerber*innen angeboten wurde. Die Jurys entschieden sich letztlich für die Eigenkompostion. Diese habe er auf und mit seiner Ukulele komponiert.     

 

 

  

  

 

 

WolfslastAlexandra Wolfslast, Head of Delegation:

 

„Jendrik ist durch und durch authentisch, hat eine tolle Ausstrahlung und unglaubliche Entertainment-Qualitäten. Er hat völlig zurecht die ESC-Jurys überzeugt. Wir freuen uns sehr, dass er für Deutschland antritt.“

 

 

  

 

 

Das Finale des Eurovision Song Contests wird am Samstag, dem 22. Mai 2021, im Ersten, auf ONE und  auf eurovision.de live ab 21.00 Uhr übertragen. Die beiden Semifinals am 18. und 20. Mai  werden live ab 21.00 Uhr in ONE übertragen. Das Finale am Samstag überträgt ONE parallel zur Ausstrahlung im Ersten mit Social-Media-Einblendungen.

Auch die ARD Mediathek wird den ESC 2021 umfangreich begleiten. So wird es ab dem 26.02.2021 hier eine Reportage über Jendrik und einem Blick hinter die Kulissen geben.
Es muss aus Pandemie- und Kostengründen auf die übliche Live-Show von der Reeperbahn vor dem ESC-Finale verzichtet werden. Stattdessen soll es eine Studiosendung ohne Publikum geben mit einem „großartigen Künstler und seiner Band, der eine ESC-Geschichte hat und bei uns Musik machen wird.“

 

In einem Interview mit ESC kompakt gaben Head of Delegation Alexandra Wolfslast und Thomas Schreiber Einzelheiten zum deutschen Act bekannt.

 

So hat Jendrik von den beiden Jurys der Vorauswahl die höchste Gesamtpunktzahl erhalten, die es in diesem System je gab, nämlich 11,82 von 12.  Der deutsche Beitrag sei gut, ein passender Kommentar zu unserer Zeit, der Künstler sei stark und habe eine großartige Präsenz auf der Bühne. Es sei der richtige Song zur richtigen Zeit mit dem richtigen Mann! Nach einem Jahr der Pandemie werde der Wunsch nach Spaß, Freude und positiver Energie groß sein und der Titel sei ein Ohrwurm.

Es wird dieses Mal mit einem litauischen Team zusammengearbeitet. Diese Zusammenarbeit entstand anlässlich des Auftritts von The Roop in der Elbphilharmonie im deutschen ESC-Finale 2020. Dort sei man mit dem Team der "Creative Industries" in Vilnius ins Gespräch gekommen. Das Video wird Anfang März in Vilnius produziert. Dort baut Creative Industries in einer leerstehenden Eishockeyhalle eine große Bühne.

Jendrik wird am 26.02.2021 abends in der NDR-Talkshow zu Gast sein und am 27.02.2021 bei Silbereisens „Schlagerchampions“ im Ersten.