Allgemeine Informationen

Letzte Änderung am Donnerstag, 09 April 2020 13:54

Nach der Absage des ESC 2020 in Rotterdam wegen der Corona-Pandemie werden laut Executive Supervisor Jon Ola Sand Gespräche mit den niederländischen TV-Sendern NPO, NOS, AVROTROS und der Stadt Rotterdam geführt, inwieweit man den ESC 2021 in Rotterdam veranstalten könne. Die niederländische Zeitung AD berichtet, dass der Stadtrat von Rotterdam am 23. April 2020 entscheiden wird, ob Rotterdam den ESC 2021 ausrichten wird. Nach der Erstattung eines Teiles der Kosten (1,4 Mio. EUR), die bisher in Rotterdam für die Veranstaltung 2020 bereits aufgelaufen sind, seitens der Versicherung bleibt ein Defizit von 6,7 Millionen EUR, das der Stadtrat zusätzlich bewilligen müsste. Andererseits seien mit einer Entscheidung für 2021 die bereits angefallenen Kosten nicht verloren, so der Beigeordnete des Bürgermeisters.  

 

Die Reference Group hat beschlossen, dass - den Regeln des ESC entsprechend - die Lieder dieses Jahrgangs nicht erneut im Jahr 2021 eingereicht werden dürfen. Allerdings steht es jedem teilnehmenden nationalen TV-Sender frei, ob der diesjährige Vertreter erneut nominiert wird oder ein anderer.

 

Einige Länder haben bereits angekündigt, dass sie ihren für 2020 nominierten Künstler 2021 zum ESC schicken wollen, so Aserbaidschan, Australien, Belgien, Bulgarien, Georgien, Griechenland, Israel, Niederlande, Österreich, Rumänien, die Schweiz, Spanien und die Ukraine.

 

In Dänemark soll es die traditionelle Vorentscheidung "Melodi Grand Prix" geben. Die diesjährigen Kandidaten Ben & Tan haben auf eine Teilnahme verzichtet. Sie möchten niemandem den Startplatz wegnehmen und als Sieger in Erinnerung bleiben.

 

In Estland hat man Uku Suviste eine Wildcard für eines der Semifinale 2021 angeboten.

 

In Finnland hat YLE dem Sieger von UMK 2020, Aksel, angeboten, auch 2021 in der Vorentscheidung anzutreten. Ein Aufruf an alle Interessierten soll im September 2020 ergehen, dieses Mal soll die Bewerbung offen sein und es sollen keine Künstler direkt angesprochen werden.

 

In Island wird Daði nicht erneut als Sänger in der Vorentscheidung antreten. Er wolle nicht nur gewählt werden, weil er bereits 2020 gewonnen habe. Er habe mit seinem Song im Netz ja auch ohne den ESC-Auftritt einen Riesenerfolg gehabt und wolle nun weiter Musik schreiben.   

 

In Litauen wurde der Gruppe The Roop ein Finalplatz in der Vorentscheidung 2021 angeboten.

 

In Norwegen soll es wieder eine Vorentscheidung "Melodi Grand Prix" mit zehn Teilnehmern geben, denen auch wieder einige Vorrunden vorgeschaltet werden. NRK hat der diesjährigen Siegerin Ulrikke einen Finalplatz angeboten. Diese lehnte das allerdings ab mit der Begründung, sie sei enttäuscht, dass sie nicht direkt für 2021 nominiert worden sei, sie wolle nicht nur im Finale gesetzt werden, weil sie 2020 nicht antreten konnte, sondern weil sie einen starken Song habe. Nun aber wolle sie sich erstmal auf andere Projekte konzentrieren.

 

In Schweden wird es ein neues Melodifestivalen zur Auswahl des schwedischen Acts 2021 geben.