Eurovision Song Contest
TEL AVIV BLOG. Das ECG-Tagebuch.

Wir leben noch...

Montag, 13 Mai 2019 10:07

Seit gestern Mittag haben wir nichts mehr gepostet, das lag daran, dass die Einzelproben und PKs nun abgeschlossen sind und wir den freien Nachmittag genutzt haben, um bei dem schönen Wetter ein wenig durch die Stadt zu bummeln und dann auch an den Strand zu gehen. Da Markus und ich beide nicht die Sonnenanbeter sind, allerdings eher, um mal am Strand Kaffee zu trinken. Ein leckeres Stück Kuchen muss für mich auch immer sein, zumal wir seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten. Irgendwie bin das Essen vom Foodcourt am Pressezentrum auch leid, jeden Tag Pitabrot mit einer nur minimal anderen Fleischfüllung....

Wie dem auch sei, Markus und ich haben auf dem Rückweg von der Halle unsere Bändchen für das Eurocafé abgeholt und dann gab es eben Kaffee und Kuchen. Die Preise hier in Tel Aviv sind allerdings wirklich so, dass man sich so etwas nicht jeden Tag leisten möchte. Wir haben für 2 Kaffee und 2 Stück Apfelkuchen 120 Schekel, also ca. 30 EUR zusammen bezahlt. Der Kuchen kostete ca. 11 EUR, das ist sogar noch teurer als ein Stück Sachertorte in Amsterdam beim Eurovision in Concert, dafür wollte man schon 9,50 EUR haben, so dass wir damals gar nicht erst bestellt hatten...

Nun gut, gestern das musste aber einmal sein, man gönnt sich ja sonst nichts:-) Dafür sind wir dann abends nicht essen gegangen, sondern haben uns in unserer Wohnung selbst versorgt.

Benni wollte live beim Orangenen Teppich dabei sein. Wir haben es vorgezogen, den von unserer Wohnung aus zu verfolgen. Wir haben einen großen TV-Screen und konnten darauf den Stream von eurovision.tv sehen und fanden es dieses Mal im Vergleich zu manch anderen Jahren ganz unterhaltsam.

Anschließend sind Markus und ich dann zum Eurocafé gefahren, das gestern eröffnet wurde. Man kommt gut mit dem Linienbus hin, muss von der Haltestelle nur ca. 100 m gehen, allerdings in eine Straße hinein, in die man wahrscheinlich sonst nicht freiwillig gehen würde, ziemlich schäbbig...

Nun denn, am Einlass wurden unsere Einlassbändchen gescannt und es gab einen Security-Check.

Innen gibt es einen großen quadratischen Raum mit einer Tanzfläche, einer relativ großen Bühne, an den Seiten 2 Theken. Die quadratische Form hat den Vorteil, dass man von überall sehr gut auf die Bühne sehen kann und den Künstlern relativ nahe ist.

Die Preise sind ähnlich wie die im EuroClub, Bier ca.7 EUR, Wein ca. 9 EUR.

Es war bei unserer Ankunft schon sehr gut gefüllt, und wurde im Laufe der Nacht noch voller, allerdings nicht zu voll. Wie sich das im Lauf der Woche entwickelt, wenn immer mehr Fans anreisen, muss man sehen. Es ist auf jeden Fall gut klimatisiert, anfangs noch relativ kühl, aber hinterher auch auf der Tanzfläche sehr angenehm. Wenn ich da an das stickige, heiße Eurocafe in Lissabon denke...

Nach einiger Zeit mit ESC-Disco begann dann das Bühnenprogramm, moderiert von einer nicht mehr ganz taufrischen Travestie-Dame namens Laila Carry. Nach einem Opener mit 4 Leuten, die, wenn ich das richtig verstanden habe, derzeit ein ESC-Musical proben oder demnächst aufführen, und die sehr gekonnt Bucks Fizz und Ruslana auf die Bühne brachten, kündigte Laila den ersten Stargast an, Imri Ziv sei „in the building“.

Er brachte zunächst „Heroes“, dann seine neue Single und seinen ESC-Song und kam sehr gut an damit.

Nach einer Disco-Pause kam für uns dann ein absolutes Highlight: Selma, die Fridrik Omar mitgebracht hatte. Zunächst sang Selma ihre beiden ESC-Titel und dann gab es ein ca. halbstündiges musikalisches ESC-Feuerwerk vom Feinsten, das sie offensichtlich extra gemeinsam einstudiert hatten. Das war ganz großartig.

Anschließend ging es dann mit ESC-Disco weiter, und wir tanzten bis. ca. 3. 00 Uhr morgens. Busse fuhren dann natürlich keine mehr zurück, so dass wir ein Taxi nahmen, das bis zu unserer Wohnung ca. 12 EUR kostete. Das fanden wir dann wieder für die Uhrzeit und die Entfernung moderat.

Kurzum, es war ein ganz toller Abend/Nacht im Eurocafé und allen, die sich ein Bändchen gekauft haben, sei gesagt: Ihr könnt euch darauf freuen!

Heute haben wir, nachdem es ja sehr spät/früh geworden ist, erstmal ausgeschlafen, und ich schreibe dieses noch vom Bett aus. Heute Nachmittag ist die 1. Generalprobe des 1. Semifinales, zu der die akkreditierten Zugang haben. Wir sind sehr gespannt auf die Show und berichten dann wieder.

Michael


Wohin mit der Lampe?

Sonntag, 12 Mai 2019 13:52

Wohin mit der Lampe?

 

Laut escdaily gab es heute eine nicht-öffentliche, zusätzliche Probe für die Niederlande. Die weiße Kugellampe soll hängen, aber wo? Offenbar hat die Produktion Probleme, den richtigen Ort dafür zu finden. 

 

Somit dürfte uns die Plexiglasacrylbox erspart bleiben und Niederlande 2020 wieder möglich sein. 

 

Markus


Finalauslosung

Sonntag, 12 Mai 2019 12:23

Bei den PKs der Finalisten wurde ausgelost, in welcher Hälfte des Finales sie antreten:

Frankreich, Spanien, Italien und UK zogen die 2. Hälfte, Deutschland die 1. Hälfte.

Michael


PK Deutschland

Sonntag, 12 Mai 2019 12:22

Sie hätten eine großartige 2. Probe gehabt. Die Kameraführung sei jetzt viel besser, sie hätten viel Spaß gehabt. Heute hätten sich sich erstmals ganz aufeinander fokussiert, Laurita hätte früher mal gesungen: "Ich will in die Disco gehen", sie beiden beide früher in Casting-Shows gewesen, in Kiddy-Contests, da hätte sie entschieden, sie wolle Sängerin werden. Ob viele Menschen glaiuben würden, sie seien wirklich Schwestern, na ja, sie sähen ja nun wirklich nicht wie Schwestern aus, man müsse halt den LIedtext zu Rate ziehen.

Zum Staging: wird die neue Version so bleiben, wie wollen sie die Message rüberbringen? Es sei besser, die Message über den Liedtext zu vermitteln, die Leute müssten das nicht auch noch lesen, es sei schließlich ein "Song-Contest" und kein "Show Contest".

SIe wollen auch nach dem ESC zusammenarbeiten, eigene Songs schreiben.

Wie wichtig die Mode beim ESC sei? Sehr wichtig, sie hätten lange über ihre Outfits nachgedacht. Carlotta war ja auch auf einer Modeschule, aber sie habe sich unter Musikern immer wohler gefühlt.

Als Kind hat Carlotta ja vor dem Bundespräsidenten gesungen, ob das aufregender gewesen sei als jetzt der ESC? Da sei sie ja noch ein Kind gewesen und habe das gar nicht so wahrgenommen, und natürlich sei der ESC sehr aufregend.

SIe ziehen die 1. Hälfte des Finales.

Dann singen sie in Hebräisch "Hallelujah, gemeinsam mit ihren 4 Backings. Das kommt natürlich hier sehr gut an!

Sie hätten wahnsinnig viel Spaß beim Postcard-Dreh gehabt. Laurita habe sich in Tel Aviv verliebt, es sei wie in Berlin, nur bei gutem Wetter!

Michael

 


Deutschland, 2. Probe

Sonntag, 12 Mai 2019 11:53

Hier ein paar Bilder zur deutschen Probe. Im Backdrop sind jetzt ausschließlich die S!sters, sowie grafische Elemente zu sehen. Also keine Schriftzüge wie "Respect" mehr, oder Frauenpaare. Das macht den Auftritt runder und stylisher, leider aber auch belangloser, da die Botschaft visuell jetzt nicht mehr vermittelt wird. Schwierig, da eine Entscheidung treffen zu wollen. Zwischen den Durchgängen waren Laurita und Carlotta auf jeden Fall weiterhin bestens gelaunt.

 

Markus

 

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Alles neu - macht der 12. Mai

Sonntag, 12 Mai 2019 11:09

Radikale Veränderung des deutschen Staging: Die Backdrops mit den Fotos und den Schrifteinblendungen SORRY und RESPECT sind verschwunden, stattdessen im Hintergrund Säulen, in denen gelbgoldene Bläschen aufsteigen. Offensichtlich hat man sich die fast durchweg negativen Kommentare zu Herzen genommen. Ansonsten gibt es allerdings kaum Änderungen: Sie sind außen, gehen aufeinander zu, stehen ausgerechnet bei dem Satz "I see flames in your eyes" Rücken an Rücken.  Es werden weiterhin beide singend groß im Hintergrund eingeblendet, Im 2. Durchlauf variieren die Kameraeinstellungen, man probiert also weiter aus, was am besten aussieht. Im letzten Durchlauf dann noch Goldregen von oben, dass ist dann wieder ein bisschen zuviel, finde ich. Insgesamt wirkt der Auftritt deutlich ruhiger, edler, allerdings vermittelt er nun überhaupt keine Botschaft mehr, ist lediglich schön anzusehen.

Michael


Zweite Probe Deutschland

Sonntag, 12 Mai 2019 11:04

Es gibt keine schwarzen LED-Lichter, von daher bleiben die Dreiecke beim Einblenden der deutschen Flagge an der Decke einfach ausgeschaltet.

 

Man hat sich für die Variante „zu Anfang stehend“ entschieden, Laurita und Carlotta stehen auf 1/3-Strecke des Catwalks. Close-Ups zum Beginn im Wechsel mit Totalen der Bühne, wo riesige singende Gesichter der beiden zu sehen sind. In der zweiten Strophe laufen sie aufeinander zu. Im Teil, wo der Refrain musikalisch gesehen „explodiert“, stehen sie sich nah gegenüber, die kreisförmige Kameraführung hier funktioniert jetzt besser. In der Glockenspiel-Bridge stellen sie sich mit den Rücken zueinander und enden nebeneinander stehend in Richtung Publikum blickend.

 

Die Fotos der Schwestern hat man jetzt weggelassen, genauso wie das fette „Sorry“ und „Respekt“. Richtige Entscheidung. Es gibt nur die singenden Riegengesichter, im Refrain-Explosions-Teil Multiplizierungseffekte und dann eine Goldpunktewand. Im letzten Durchlauf dann auch Goldregen.

 

Für mich ist das jetzt alles deutlich stimmiger als in Probe 1 und ganz hübsch anzusehen.

 

~ Bere ~



Am meisten ergriffen vom bedeutungsschweren „Home“ ist Kobi selbst. Jedes Mal am Ende des Auftritts. Die Trapezspiegel wirken in der Halle sehr hübsch. Insgesamt eine solide Performance. Aber das Double strebt Israel eindeutig nicht noch einmal an

 

Die Projektionen auf Bilals Gesicht zu Beginn wirken immer noch seltsam, da hätte ich jetzt erwartet, dass sie daran gearbeitet hätten. Insgesamt keine weltbewegenden Veränderungen zur ersten Probe, nur die normale Entwicklung zu „das wirkt jetzt so, wie man es im TV haben will und nicht mehr wie Probe“.

 

Frankreich ist in den Wetten ja ziemlich nach oben geschnellt. Ich fände es ehrlich gesagt schade, wenn eine plakative Botschaft und eine übergewichtete Tänzerin reichen würdenum einen mittelmäßigen mit einer eher schwachen Stimme gesungenen Song nach vorne zu katapultieren.

 

Ich frage mich gerade, wie es die gehörlose Tänzerin schafft im Rhythmus zu tanzen. Ist sie nicht vollkommen gehörlos? Spürt man den Beat als Bodenschwingung wenn man darauf trainiert ist? Eine kurze Googlerecherche ergibt, dass die Schwingungen tatsächlich wahrgenommen werden können.

 

Ich bin immer noch dafür: gebt das Kallax-Haus an Tschechien ab, den Leuchtroboter an Aserbaidschan und lasst Miki einfach über die Bühne tanzen. Die einzige gute Idee an dieser Inszenierung sind die Shots direkt ins Publikum.

 

Italien ist deutlich besser! Am Anfang gibt es jetzt schnell Close-Ups, die Tänzer erscheinen eher und die Schnitte „springen“ zum Rhytmus des Tracks. So ist der Beginn jetzt auch schon unterhaltsam, in der ersten Probe wirkte es nur wie Ewigkeiten langweilige Neondreiecke. Die übersetzten Textzeilen sind jetzt weiter oben. Auch eine wichtige Verbesserung, vorher wurden sie von Mahmood und den Tänzen verdeckt.

 

Das hat jetzt auf einmal wieder diese fesselnde moderne Power. Italien hat mich zurückgewonnen. Welcome back on my number one. Nach der ersten Performance, die zwar schon in Ordnung aber nicht packend war, sind sie in meiner persönlichen Top etwas abgerutscht, da andere meiner Favoriten live überzeugender wirkten.

 

Und Kompliment an die für die Show verantwortlichen Italiener, die es hinbekommen haben die Dinge, die bei der ersten Probe nicht richtig funktioniert haben, zu verbessern. Das wünscht man sich bei so manch anderen Land, das stur alles einfach weiter durchzieht, auch…

 

Huch? Haben die Briten die Schlusseinstellung, in der alle im Kreis stehen, jetzt weggelassen? Das war die beste Idee des ganzen Stagings und wirklich hübsch anzusehen. Zum Glück, sie ist doch noch da, das hat man wohl nur nicht so gut gesehen, wenn man nur auf die Bühne und nicht auf den Schirm schaut. Und falls es doch ein Test war, ob man sie beibehalten soll oder nicht: Unbedingt beibehalten!

 

Der Auftritt insgesamt überzeugt mich jetzt weniger als letzten Freitag. Da war es noch „keine weltbewegende Innovation, aber schon ganz ordentlich“. Jetzt wirkt alles doch etwas angestaubt und eher wie 1999 als 2019.

 

~ Bere ~


2. Probe - Großbritannien

Sonntag, 12 Mai 2019 10:35

Michaels erster Durchgang ist stimmlich noch nicht so toll  Die Kreisformation den der Chor am Schluss bilden soll ist zu Gunsten geändert  Passend zum Titel des Liedes verändern sich die Deckenelemente. Ein Dreieck wird in den oberen Teil der Bühne gefahren und die Seitenelemente des "Pultdaches" werden hoch gefahren  Das bleibt aber nur im ersten Durchlauf so. Beim dritten Durchlauf gibt's dann auch noch Pyro und die Kreisformation ist auch wieder zurück  Gute Probe für Michael.

Horst 



WIr kamen gerade herein, als Frankreich probte (hatten etwas länger geschlafen heute und der Shuttle kam auch nicht pünktlich), ich finde die französische Inszenierung schon sehr gut, allerdings lässt sie mich trotzdem irgendwie kalt, Botschaftsvermittlung mit dem Holzhammer, die Einblendungen der Messages sind mir irgendwann zu viel.

Spanien bleibt bei diesem kunterbunten Allerlei mit "Puppenhaus", Roboterriesen, Farbexplosionen auf den LEDs, und Miki ist da irgendwie verloren, seine Stimme heute auch, für mich ist das ein Anwärter auf den letzten Platz.

Der Italiener hat heute zunächst ein weißes Hend an, nicht mehr das mit den Vogelbildern, im 2. Durchlauf dann ein Hemd in Rot, Schwarz und Weiß, was besser zu den LED passt, wenn er nur nicht immer so böse schauen würde, passt ja vielleicht zur Aussage des Liedes, schreckt aber bestimmt auch Zuschauer ab.

Michael


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Wir vor Ort

Hier berichtet das ECG-Team aus Tel Aviv von den Proben, Empfängen und anderen Ereignissen. Diese Berichte sind natürlich rein subjektiv und sollen nicht in erster Linie eine detailgenaue Beschreibung der Proben liefern - diese kann man ja in verschiedenen Portalen teilweise sogar live verfolgen - sondern einen ganz persönlichen Eindruck unserer Erlebnisse und Erfahrungen live vor Ort darstellen. 

Habt ihr Fragen an uns vor Ort? Dann schickt uns eine Mail an
 
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Benni Berenike Horst
     
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Justine Markus Michael