Der ESC - Anzeige minimal

Der ESC - Anzeige minimal (144)

Die deutsche Vorentscheidung 1998


Nationale VE  -  "Countdown Grand Prix 1998"
Datum 26. Februar 1998
Ort Bremen
Halle Stadthalle
Moderation Axel Bulthaupt & Nena
TV-Sender Norddeutscher Rundfunk

Deutschland im ESC-Fieber, und ein einziger Künstler spaltete die Nation. Guildo Horn sorgte für Schlagzeilen wie kein anderer Teilnehmer vorher. Die Presse beschäftigte sich intensiv mit dem Phänomen Guildo Horn, und sein Name war überall zu sehen und zu lesen: "Darf dieser Mann Deutschland vertreten?"

 

Eigentlich sollte die Frage über den Sieger der Vorentscheidung am 28. Februar schon im Vorfeld beantwortet sein, wenn ein Gesangsduo namens Rosenstolz,  Peter Plate und AnNa R. nicht gewesen wäre. Fach- und Presseleute betrachteten das Berliner Duo als die kommenden Stars und als die stärksten Konkurrenten von Guildo Horn.

 

Beide Teilnehmer wurden von ihren Plattenfirmen zur Vorentscheidung entsendet, wie auch alle zehn Teilnehmer in Bremen. Diese beide Namen sorgten mit 7,73 Millionen Zuschauern für eine hohe Einschaltquote, doppelt so viel wie in den Jahren zuvor, und sie konnten mit ihren Vorentscheidtiteln die ersten kommerziellen Erfolge feiern, (Guildo Horn kam bis auf Platz vier der deutschen Charts. Rosenstolz schaffte es bis Platz 34). Am Ende gewann jedoch Guildo Horn mit gewaltigem Vorsprung: 61,8 Prozent der insgesamt 689.402 eingegangenen Anrufe galten nur dem "Meister". Rosenstolz wurden erwartungsgemäß Zweite. Auf dem dritten Platz landete das Trio Hearts & Roses, später als "Die jungen Tenöre2 bekannt. Als Viertplatzierter wurde später von den Medien Fokker genannt.

 

Ralph Siegel hatte drei Beiträge im Wettbewerb, er ging nichtsdestotrotz leer aus. Der Auftritt der reformierten Gruppe Wind mit der Rapsängerin Diana klang auch nicht sehr überzeugend. In der Pause sang Nena "Was hast du in meinem Traum gemacht?". Paul Oscar trat mit seinem ESC-Beitrag des vorigen Jahres "Minn hinsti dans" auf.

 

Es wurden wiederum nur die ersten drei Plätze bekanntgegeben, die Angaben über die übrigen Platzierungen sind inoffiziell. Rosenstolz etablierten sich zu den erfolgreichsten Interpreten der deutschen Popmusik.

 

 

Finale
Startnr. Interpret*in Titel Komponisten/Autoren Label Prozent Platz
1. Shana Es regnet nie in Texas Franz Troja / Klaus Hirschburger Intercord   9.
2. Ballhouse Can Can
Ralph Siegel / Bernd Meinunger BMG Ariola   6.
3. Maria Perzil Freut Euch! Markus Krüger, Dirk Schelpmeier / D. Schelpmeier Eastwest   10.
4. Diana & Wind Lass die Herzen sich berühren Peter Weigel, Dave Tchorz, Andreas Lebbing Koch Int.   5.
5. Sharon Kids Ralph Siegel / Bernd Meinunger Jupiter   8.
6. Guildo Horn & die Orthopädischen Strümpfe: Guildo hat euch lieb Alf Igel alias Stefan Raab EMI 61,8 1.
7. Rosenstolz Herzensschöner Peter Plate / Peter Plate & AnNa R. Polydor 10,6 2.
8. Köpenick Carneval Ralph Siegel / Bernd Meinunger Jupiter   7.
9. Fokker Gel-Song (Kleine Melodie) Fokker Universal   4.
10. Hearts & Roses Du bist ein Teil von mir Jörg Evers Sony 10,1 3.

 


 

 

leon© ARD

COver© EMI

Guildo Horn

Der in Trier geborene Guildo Horn alias Horst Köhler landete in Birmingham auf dem siebten Platz. Von der Guildo-Horn-Hysterie war nach seinem Auftritt zwar nicht mehr viel zu spüren, doch der große Verehrer von Steffi Graf (1992 sang er das Lied "Ich mag Steffi"), der den deutschen Schlager der 1970er Jahre und seine berühmten Nussecken sehr mag, ist immer noch erfolgreich im Showgeschäft.

 

 

 


Die deutsche Vorentscheidung 1997


Nationale VE  -  "Der Countdown läuft"
Datum 27. Februar 1997
Ort Lübeck
Halle Musik- und Kongresshalle
Moderation Jens Riewa
TV-Sender Norddeutscher Rundfunk

Das Televoting hatte zwar im Jahr davor nicht den erwünschten Erfolg gebracht, jedoch schien es, als ob dieses Auswahlverfahren sich durchsetzte. Die fünf größten deutschen Plattenfirmen wurden aufgefordert, je einen Künstler für das nationale Finale vorzuschlagen. Das restliche Feld mit vier weiteren Beiträgen wurd automatisch von den vier erstplatzierten Komponisten des vorigen Jahres aufgefüllt. Hanne Haller vertraute ihr Lied ein weiteres Mal dem unglücklichen Gewinner von 1996, Leon, an. Ralph Siegel durfte zwei Lieder einreichen (als Komponist und Repräsentant von Jupiter Records). Die bekannte Schlagersängerin Michelle trat zum ersten Mal an. Für das Lied "Zeit" hatte Ralph Siegel ursprünglich Esther Ofarim vorgesehen, allerdings kam die Zusammenarbeit wegen Uneinigkeit über die Gage nicht zustande.

Es wurden wiederum nur die ersten drei Plätze bekanntgegeben, die Angaben über die übrigen Platzierungen sind inoffiziell.

 

 

Finale
Startnr. Interpret*in Titel Komponisten/Autoren Label Prozent Platz
1. Verliebte Jungs Ich bin solo Siemons, Arnz, Hörnig Polydor 1,8 9.
2. Michaela Es lebe die Liebe
Wayne Morris / W. Morris & Sabine Morris EMI 9,3 5.
3. Jeana Kein 'Bitte verzeih mir'" Peter Hoff / Mike Bordt WEA  5,8 6.
4. All About Angels Engel Ralph Siegel / Bernd Meinunger Jupiter 4,3 7.
5. Michelle Im Auge des Orkans Jean Frankfurter / Irma Holder Sony 11,8 3.
6. Leon Schein (Meine kleine Taschenlampe) Hanne Haller / Bernd Meinunger BMG Ariola 13,0 2.
7. Bianca Shomburg Zeit Ralph Siegel / Bernd Meinunger BMG Ariola 40,2 1.
8. Viveca Komm zurück Martin de Vries, Roland Götz / de Vries, P. Cassier Universal 2,5 8.
9. Anke Lautenbach Zwischen Himmel und Erde Thomas Natschinski / Inge Branoner Monopol 11,4 4.

 

 

 

leon© ARD

COver© Jupiter Records

Bianca Shomburg

Bianca Shomburg aus Bielefeld gewann überragend diese Konkurrenz und fuhr nach Dublin. Ihr Titel "Zeit" wurde sehr hoch gehandelt, sie landete jedoch nur auf dem achtzehnten Rang. Sie sang schon als Kind in einem Gospel-Chor und später in diversen Bands, dort überwiegend in Englisch. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Bankkaufrau. 1996 gewann sie die europäische Soundmix-Show mit der Interpretation des Céline-Dion-Hits "Think Twice".

Ralph Siegel wurde auf sie aufmerksam und nahm sie unter Vertrag. Ihr ESC-Titel war der erste von ihr in Deutsch gesungener Song. Trotz ihrer sehr guten und ausgebildeten Stimme blieb sie beim ESC ohne Erfolg. Später arbeitete sie als Gesanglehrerin und gründete 2008 mit ihrem Ehemann Björn Diewald die Country-Rock-Band "Nashfield". 

 

 

 

 

 

 


Der Eurovision Song Contest 1998


 Logo98 

43. Eurovision Song Contest - 9. Mai 1998
      Birmingham
                              

Halle National Indoor Arena
Moderation Ulrika Jonsson & Terry Wogan
Pausen-Act Lesley Garrett & Vanessa Mae
Wertung Televoting -  Die ersten zehn Titel bekommen jeweils die Punkte 12-10-8-7...3-2-1
Teilnehmer 25 Länder

 

Siegerland: Israel


israel

Interpretin:

Dana International

Titel:

"Diva"

Musik: 

Tzvika Pik

Text:

Yoav Ginai


SIegerin© BBC 

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Israel Dana International Diva 172 8
2. Ver. Königreich Imaani Where Are You? 166 16
3. Malta Chiara The One That I Love 165 10
4.
Niederlande Edsilia Heemel en aarde 150 18
5. Kroatien Danijela Neka mi ne svane 131 1
6.
Belgien Mélanie Cohl Dis-oui 122 20
7. Deutschland Guildo Horn Guildo hat euch lieb 86 9
8. Norwegen Lars A. Fredriksen Alltid sommer 79 22
9. Irland Dawn Martin Is Always Over Now? 64 13
10. Schweden Jill Johnson Kärleken är 53 19
11.
Zypern Michalis Hajiyanni Genesis 37 17
12.
Portugal Alma Lusa Se eu te pudesse abraçar 36 14
  Estland Koit Toome Mere lapsed 36 23
14.
Türkei Tüzmen Unutamazsin 25 24
15. BOS Finnland Edea Aava 22 21
16. BOS Spanien Mikel Herzog Que voy a hacer sin ti? 21 4
17. Polen Sixteen To takie proste 19 7
18. MA Slowenien Vili Resnik Nai bogovi slisijo 17 12
19. BOS EJR Mazedonien Vlado Janevski Ne zori, zoro 16 25
20. MA Griechenland Thalassa Mia krifi evaisthissia 12 2
21. MA Slowakische Republik Katarina Hasprova Modlitba 8 6
22. MA Rumänien Malina Olinescu Eu cred 6 15
23. MA Ungarn Charlie A holnap mar ném lesz szomoru 4 11
24. Frankreich Marie-Line Où aller? 3 3
25. MA
Schweiz Gunvor Lass ihn 0 5

 

  


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN  

 

Halle 98© www.imagesofbirmingham.co.ukBereits kurz nach dem ESC 1997 wurde Manchester als Austragungsort für den 1998er Event gehandelt, die BBC entschied sich aber für die National Indoor Arena (NIA) in Birmingham. Eine wichtige Neuerung: In diesem Jahr sollten zum ersten Mal in fast allen Ländern – einzige Ausnahme Ungarn und Rumänien - die Zuschauer per Televoting abstimmen. Man durfte also auf den europäischen Zuschauergeschmack gespannt sein.

 

Es  gab eine kleine Rückblende in Schwarz-weiß auf das Jahr 1960, als die BBC zum ersten Mal den Eurovision Song Contest ausrichtete. Die damals zuständige „Rekordmoderatorin“ Catherine (Katie) Boyle (1960, 1963, 1968, 1974) saß als Ehrengast in der ersten Reihe der NIA. Die Bühne erstrahlte nach vielen Jahren der eher in dunklen Tönen gehaltenen Beleuchtung für die 25 Teilnehmer zum ersten Mal wieder in hellerem Glanz. Alle Länder, die im Vorjahr hatten aussetzen müssen, kehrten zurück, neu hinzu kam EJR Mazedonien, Italien zog sich endgültig vom Wettbewerb zurück (bis zur Rückkehr 2011).

 

 

Moderatorin 97© BBCDer britische ESC-„Veteran“ Terry Wogan – bereits seit vielen Jahren Kommentator des ESC bei der BBC – war prädestiniert für die Moderation und präsentierte in mehr oder weniger akzentfreiem Französisch seine  „Co-Presentatrice“ Ulrika Jonsson, gebürtige Schwedin und ebenfalls international bekannt durch Moderationen wie z.B. bei der alljährlichen Miss-World-Wahl in der Royal Albert Hall.

 

Terry Wogan, geb. in Limerick/Irland,  war zunächst Bank-angestellter und Nachrichtensprecher bei RTÉ, 1967 bekam er eine Radio-Show in Großbritannien, später eine TV-Talkshow bei der BBC.

 

 

Ulrika Jonsson kam mit ihren Eltern im Alter von 12 Jahren von Schweden nach England. Seit 1989 war sie "Wetterfee" im Frühstücksfernsehen, bekam dann u.a. eine erfolgreiche Spiel-Show und wirkte in einer Comedy-Show mit.  

Ulrika ließ es sich nicht nehmen, mit den Jury-Sprechern zu flirten, was sie aber offensichtlich ab und zu in zeitliche Bedrängnis geraten ließ. Der kroatische Sprecher fragte schließlich noch einmal nach, ob er denn jetzt auch wirklich anfangen solle. Die portugiesische Sprecherin ließ es sich nicht nehmen, ein paar Worte auf Portugiesisch und ein Kusshändchen ans Publikum zu senden, und der ungarische Sprecher setzte auf die zahlreichen Glückwünsche zu der gelungenen ESC-Show noch eins oben drauf, indem er seine ganz persönlichen 12 Punkte an Ulrika gab. Diese Höchstwertung hätte die niederländische Sprecherin Conny van den Bos, Teilnehmerin im Jahr 1965, ihr wohl kaum gegeben, spielte Ulrika doch höchst uncharmant auf deren Alter an.

 

FAZIT

 

Für die erste Sängerin hätte man den Saal getrost wieder verdunkeln können, denn Danijela aus Kroatien wünschte sich, dass die Sonne niemals wieder aufgehen sollte ("Neka mi ne svane"). Danijela – bereits zum zweiten Mal nach 1995 dabei – zeigte eine leidenschaftlich romantische Vorstellung, die zwar mit 40 Punkten mehr als 1995 belohnt wurde, sie aber beim Endstand nur einen Platz weiter nach vorn auf Rang fünf brachte.

 

Ebenfalls den zweiten Versuch startete in diesem Jahr Egon Egemann aus der Schweiz, der 1990 mit „Musik klingt in die Welt hinaus“ Platz 11 erreichte. In Birmingham ließ er die junge Künstlerin Gunvor (Guggisberg) die gemeinsam produzierte Komposition „Lass ihn“ singen – einen Titel über eine Frau, die sich hoffnungslos in einen Playboy verliebt hatte, der diese Liebe aber nur ausnutzte. Die wunderschönen Geigenklänge und Tanzeinlagen im Background fanden aber ebenso wie Gunvors Gesang und zahlreiche Skandale um ihre Person im Vorfeld des Wettbewerbs keinen Anklang bei der Zuschauerjury - 0 Punkte und damit Platz 25  für die Eidgenossen.

 

Frankreich, welches in den 1990er Jahren für seine ausgefallenen Titel bekannt war, hatte bereits 1996  und 1997 die extravagante Schraube etwas zurückgedreht und trat in diesem Jahr mit einem sozialkritischen Song „Où aller?“ (Wohin soll ich gehen?) an. Das Publikum aber wollte sich unbeschwert unterhalten und keine Kritik hören - Marie-Line landete exakt einen Platz vor Gunvor und bekam nur 3 Punkte. Das schlechteste Ergebnis, das je ein französischer Beitrag erzielt hatte.

 

Den dritten Startversuch nach 1996 und 1994 unternahm die Slowakei mit Katherina Hasprova und „Modlitba“ (Ein Gebet), das aber leider auch nicht von den Televotern in Europa erhört wurde: Acht Punkte und damit Platz 21.

 

Erst den zweiten Anlauf nach 1994 starteten die Rumänen mit Malina Olinescu und ihrem Glaubensbekenntnis „Eu cred“ (Ich glaube), einer ruhigen Ballade. Malinas goldenes Kleid konnte sie aber auch nicht weiter nach vorne bringen als Platz 22, nur Israel zeigte sich beeindruckt von der jungen Künstlerin und gab ihr die sechs Punkte, bei denen es dann auch für den Rest des Abends bleiben sollte.

 

Aufsehen mit seiner Garderobe erregte auch Lars A. Frederikson aus Norwegen, der im dicken Strickpullover vom ewigen Sommer sang ("Alltid sommer"). Die Norweger hatten ihren ESC-Bewerbern in der Vorentscheidung gestattet, die Lieder in Englisch vorzustellen, und Lars hatte prompt die norwegische ESC-Legende Elisabeth Andreassen (Siegerin 1985 mit Bobbysocks, Zweitplatzierte 1996) mit „Winds Of The Northerns Seas“ besiegt. In Birmingham wurde der studierte Theologe jedoch vom deutschen Vertreter Guildo Horn überholt und landete auf Platz acht, aber einmal gab’s immerhin die Höchstpunktzahl und die kam – wie könnte es anders sein – aus dem Nachbarland Schweden. Schweden wurde vertreten von Jill Johnson, die ihr Lied "Kärleken är" textlich der 1997 verstorbenen Prinzessin Diana gewidmet hatte.

 

Vor Guildo Horn fand sich im  Endergebnis die jüngste Teilnehmer des Wettbewerbs wieder: Mélanie Cohl aus Belgien mit „Dis oui“ (Sag ja). Sie holte seit dem einzigen belgischen Sieg durch Sandra Kim 1986 die mit Abstand beste Platzierung für die Belgier, die seit ihrem Sieg nicht einmal mehr unter die Top Ten kommen konnten. Einmal gab’s für Mélanie sogar 12 Punkte und zwar aus Malta, Nachbar Niederlande zog nach mit zehn Punkten. Die Niederlande wurden von Edsilia Rombley vertreten, die ihnen eine hervorragenden vierten Platz bescherte und es 2007 noch einmal versuchte, allerdings im Semifinale scheiterte. 

 

Große Hoffnungen hatten sich in diesem Jahr zweifellos die Zyprioten gemacht, vertreten durch den jungen Künstler Michalis Hajiyanni, der seinen Titel „Genesis“ selbst komponiert hatte. 12 Punkte gab es erwartungsgemäß vom Nachbarn Griechenland, ansonsten ernährte sich das stimmgewaltige zypriotische Eichhörnchen nur sehr mühsam von Punktzahlen zwischen fünf und eins und schaffte schließlich mit 37 Punkten Platz 11.

 

Die größte Enttäuschung bei diesem ESC mussten sicherlich die Finnen wegstecken, die mit großem Siegeswillen nach Birmingham gekommen waren Die Gruppe Edea sollte mit ihrer wunderschönen Ballade „Aava“ endlich einmal den ESC nach Finnland holen. Die Finnen aber, bekannt für ihre selbstzerstörerische Neigung, änderten noch einmal das Arrangement ihres Beitrags, zehn Punkte gab‘s jeweils aus Estland und Schweden, Norwegen und Mazedonien legten noch jeweils 1einen Punkt drauf: 22 Punkte und nur Platz 15 – das reichte nicht einmal für die Qualifikation 1999.

 

Sehr viel besser erging es Chiara aus Malta, die den EINEN besang „The One That I Love“, eine wunderschöne ruhige Liebesballade, die im darauffolgenden Herzschlagfinale letztendlich den dritten Platz erreichte, denn abgesehen vom eigenen Land übersahen nur die Rumänen und Mazedonier das Liebeslied aus Malta, das im Kerzenlicht vorgetragen wurde.

 

Die Vertreterin des Gastgeberlandes, Imaani, - übrigens die erste farbige Sängerin, die für das Vereinigte Königreich ins Rennen ging - die im Vorfeld bereits mit als große Favoritin gehandelt wurde, brauchte ihren Titel am Ende der Show nicht  zu wiederholen. Sechs Punkte trennten sie vom Siegertitel und „Where Are You?“ fand sich auf einem stolzen zweiten Platz wieder. Das Gastgeberland war der einzige Teilnehmer, der aus jedem Land (abgesehen natürlich vom eigenen) Punkte bekam, darunter viermal die Höchstpunktzahl aus Kroatien, Israel, Rumänien und der Türkei.

 

Für den größten Wirbel sorgten in Birmingham zweifellos zwei Beiträge, von denen der eine aus Israel kam: Die transsexuelle Dana International, in ihrer Heimat u.a. eine Repräsentantin der Trans- und Homosexuellen-Szene, war bereits im Dezember 1997 für die Teilnahme am ESC nominiert worden und hatte damit unter den streng religiösen und konservativen Parteien in Israel große Protestwellen ausgelöst. Ihr fetziger Uptempo-Song „Diva“ über eine alternde Künstlerin, die ihren besten Zeiten nachtrauert, zählte jedoch zweifellos zu den ganz großen Favoriten. 

 

Der zweite "Brüller" in Birmingham kam aus Deutschland: Von einem skandalumwobenen ESC-Titel blieb in diesem Jahr auch die deutsche ESC-Szene nicht verschont. Schlager-Therapeut Guildo Horn gewann mit einem „Erdrutsch-Wahlsieg“ von 64 Prozent die deutsche Vorentscheidung, und ein Aufschrei ging durch die Wohnzimmer der ganzen Republik: Entweder vor Freude darüber, dass endlich mal „etwas ganz Anderes“ zum ESC geschickt wurde, oder vor Entsetzen über einen derartigen „Blödelbeitrag“. Guildo schaffte es jedoch, in Deutschland eine Art „ESC-Revival“ zu erwecken: Der ESC war wieder in aller Munde, und ganz Deutschland war am 9. Mai in Partylaune. Bei seinen Auftritt in Birmingham wurde Guildo zum Hochleistungssportler: Er verließ die Bühne, flirtete kurz mit Mrs. Boyle und einigen anderen Zuschauern und erklomm dann ein Gerüst, von dem aus er auch den donnernden Applaus des Publikums entgegennahm. Der in Deutschland befürchtete „ESC-Televoter-Exodus“ am ESC-Wochenende war offensichtlich eingetreten, denn auffällig war, dass unsere Nachbarländer Schweiz, Niederlande und eines unserer liebsten Urlaubsländer, Spanien, 12 Punkte an Deutschland gaben, zehn Punkte gab’s dazu noch aus Portugal. Es reichte schließlich für die TOP TEN, Platz 7, und Deutschland war mit dem ESC wieder versöhnt.

  

Siegerin Dana International musste schließlich lange zittern, ehe sie über ihren Sieg jubeln konnte, denn so spannend war es lange nicht mehr beim ESC gewesen. Erst die letzte Wertung aus Mazedonien entschied über den Sieger, der, wie sich bereits frühzeitig abzeichnete, entweder aus Malta, Großbritannien, Israel oder aus den Niederlanden kommen sollte. Vor Bekanntgabe der mazedonischen Wertung lagen Malta und Israel punktgleich mit 166 Punkten in Führung. Bei den acht Punkten für Israel ging bereits ein entsetzter Aufschrei bei den israelischen Fans durch die Arena, zehn Punkte für Malta und 12 für Kroatien. Damit holte Dana International den dritten Sieg für Israel.

 

Für ihren Auftritt hatte sich Dana International extra von Haute Couture-Meister Jean-Paul Gaultier - übrigens ebenfalls bekennender ESC-Fan - ein schlicht schwarzes Kleid mit Federschmuck an Schultern und Ärmeln auf den Leib schneidern lassen. Dieses behielt sie sich aber für ihren Siegesauftritt vor, mit dem sich die Israelin dann auch noch Zeit ließ – schon fast etwas verlegen warteten Terry, Ulrika und Vorjahressiegerin Katrina auf die Siegerin, um die Trophäe zu übergeben. Dann endlich kam sie mit der israelischen Flagge in der Hand und von Fanfaren begleitet, wie es sich für eine ESC-Siegerin gehört, und lud bereits das Publikum nach Israel ein „See you in Jerusalem next year!“

 

  


 

DIE TEILNEHMER

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Kroatien Griechenland Frankreich Spanien
Danijela Thalassa Marie-Line Mikel Herzog
"Neka mi ne svane" "Mia krifi evaisthissia" ”Où aller?" "Que voy a hacer sin ti?"
M. & T.:
Petar Grašo
D.: Stjepan Kalogjera
 M. & T.:
 Yiannis Valvis
D.: Yiannis Malachias
 M.: Jean-Philippe Dary,
Moise Crespy, Micael Sene, Marie-Line
T.: Marie-Line Marolany
M .: Alberto Estébanez
T.: Mikel Herzog
D.: Alberto Estébanez
    
TUR 83 TUR 83 ESP 83 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Schweiz Slowakische Republik
Polen Israel
Gunvor Katarina Hasprova Sixteen Dana International
"Lass ihn" "Modlitba" "To takie proste" "Diva"
M.: Egon Egemann &
Gunvor
T.: Gunvor Guggisberg
 M.: Gabriel Dusic
T.: Anna Wepperyova
D.: Vladimir Valovic
 M.: Jaroslaw Pruszkowski
T.: Olga Pruszkowska
D.: Wieslaw Pieregorolka
 M.: Tsvika Pick
T.: Yoav Ginai
   
FIN 83 ARM 10 RUS14n ITA 60

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Deutschland Malta Ungarn Slowenien
Guildo Horn Chiara Charlie Vili Restik
"Guildo hat euch lieb" "The One That I Love" "A holnap mar ném
lesz szomoru"
 "Nai bogovi slisijo"
M. & T.:
 Stefan Raab
D.: Stefan Raab
M.: Jason Paul Cassar
T.: Sunny Aquilina
 M.: Atilla Horvath
T.: Istvan Lehr
D.: Miklos Malek
M.: Matjaž Vlašič
T.: Ursa Vlašič
D.: Mojmir Sepe
    
FRA 60 GER 83 GBR  61 ITA  61

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Irland Portugal Rumänien Ver. Königreich
Dawn Martin Alma Lusa Malina Olinescu Imaani
"Is Always Over Now?"  "Se eu te pudesse abraçar" "Eu cred"  "Where Are You?"
M. & T.:
Gerry Morgan
D.: Noel Kelehan
M. & T.:
José Cid
D.: Mike Sergeant
 M.: Adrian Romcescu
T.: Liliana Stefan
D.: Adrian Romcescu
  M.: Scott English
T.: Simon Sterling &
Phil Manikiza
D.: James McMillan
   
SLO15 SLO15 SLO15 POR 86

17.

AD

18.

AD

19.

AD

20.

AD

Zypern Niederlande Schweden Belgien
Michalis Hajiyanni Edsilia Jill Johnson Mélanie Cohl
"Genesis" "Hemel en aarde" "Kärleken är" "Dis oui"
M.: Michalis Hajiyanni
T.: Zenon Zindilis
D.: Kostas Kakojiannis
 M. & T.:
Jochen Fluitsma &
Eric van Tijn
D.: Dick Bakker
 M.: Håkan Almqvist &
Bobby Ljunggren
T.: Ingela "Pling" Forsman
D.: Anders Berglund
M. & T.:
Philippe Swan
    
SLO15 SLO15 YUG 89 YUG 89

21.

AD

22.

AD

23.

AD

24.

AD

Finnland Norwegen Estland Türkei
Edea Lars A. Fredriksen Koit Toome Tüzmen 
"Aava" "Alltid sommer"
"Mere lapsed" "Unutamazsin" 
M.: Alexi Ahoniemi
T.: Tommy Mansikka-Aho
D.: Olli Ahvenlahti
 M.: David Eriksen
T.: Linda Andemach Johannesen
D.: Geir Langslet
M.: Maria & Tomi Rahula
T.: Peeter Pruuli
D.: Heiki Vahar
 M.: Erdinç Tunç
T.: Canan Tunç
D.: Ümit Eroglu
    
SLO15

25.

AD

EJR Mazedonien
Vlado Janevski
"Ne zori, zoro"
M.: Vlado Janevski
T.: Grigor Koprov
D.: Alexander Dzambazo

 

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DIE WERTUNG

 

Scorebaord2

 

 

Scoreboard 95© BBC


 
         


 

AUS DER PRESSE

 

Presse 1a© Tagesspiegel
Presse 98 6© Süddeutsche ZeitungPresse 98 4© WZ   Presse 98 2© BBV
Presse 98 3© BBC

 

 


Der Eurovision Song Contest 1997


 Logo97 

42. Eurovision Song Contest - 3. Mai 1997
      Dublin
                              

Halle Point Theatre
Moderation Carrie Crowley & Ronan Keating
Pausen-Act Boyzone "Let The Message Run Free"
Wertung Televoting (freiwillig) und Jurywertung. Die ersten zehn Titel bekommen jeweils die Punkte 12-10-8-7...3-2-1
Teilnehmer 25 Länder

 

Siegerland: Vereinigtes Königreich


france

Interpreten:

Katrina & The Waves

Titel:

"Love Shine A Light"

Musik & Text:

Kimberley Rew


SIegerin© EBU 

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Ver. Königreich Katrina & The Waves Love Shine A Light 227 24
2. Irland Marc Roberts Mysterious Woman 157 5
3. Türkei Şebnem Paker & Group Ethnic Dinle 121 2
4.
Italien Jalisse Fiumi di parole 114 9
5. Zypern Hará & Andréas Konstantinou Mána mou 98 1
6.
Spanien Marcos Llunas Sin rencor 96 10
7. Frankreich Fanny Sentiments songes 95 22
8. Estland Maarja-Liis Ilus Keelatud maa 82 13
9. Malta Debbie Scerri Let Me Fly 66 18
10. Slowenien Tanja Ribič Zbudi se 60 6
11.
Polen Anna Maria Jopek Ale jestem 54 12
12.
Griechenland Marianna Zorba Horepse 39 17
  Ungarn V.I.P. Miert kell, hogy elmenj? 39 19
14.
Schweden Blond Bara hon älskar mig 36 16
15. BOS Russland Alla Pugacheva Primadonna 33 20
16. BOS Dänemark Koelig Kaj Stemmen i mit liv 25 21
17. Kroatien ENI Probudi me 24 23
18. MA Deutschland Bianca Shomburg Zeit 22 11
  BOS Bosnien & Herzegowina Alma Čardžić Goodbye 22 14
20. MA Island Paul Oscar Minn hinsti dans 18 25
21. MA Österreich Bettina Soriat One Step 12 4
22. MA Schweiz Barbara Berta Dentro di me 5 7
  MA Niederlande Mrs. Einstein Niemand heeft nog tijd 5 8
24. Norwegen Tor Endresen San Francisco 0 3
  MA
Portugal Celia Lawson Antes do adeus 0 15

 

  


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

  

Viele Künstler schafften es zwar, mit ihrem ESC-Beitrag im eigenen Land Erfolg zu haben, nicht jedoch auf dem europäischen Musikmarkt. Bis auf Gina G und Edyta Gorniak  ist es keinem weiteren Interpreten der 1990er Jahre gelungen, die Teilnahme beim Song Contest entsprechend zu vermarkten. Die Bemühungen vieler Nationen, sich mit guter Musik zu präsentieren, scheiterten an dem mangelhaften Interesse der Medien, und die Beteiligung der ehemaligen Ostblockländer brachte auch nicht viel Neues. Viele Lieder aus diesen Regionen besaßen zwar eine eigene Besonderheit, sie waren jedoch weit davon entfernt, die europäische Musikszene neu zu gestalten bzw. zu revolutionieren. Die Zukunft des Wettbewerbs schien ungewiss.

Die EBU führte einige Veränderungen ein, in der Hoffnung, dass der Wettbewerb wieder an Qualität gewinnt. Die Jurys existierten zwar noch immer, aber das Televoting sollte sie in den kommenden Jahren ersetzen. Denn die Fernsehzuschauer durften endlich per TED über Sieg und Niederlage bestimmen. Österreich, Deutschland, die Schweiz, Schweden und das Vereinigte Königreich machten sofort Gebrauch von den neuen Möglichkeiten, alle andere Nationen begannen ein Jahr später damit.

Ein Qualifikationsverfahren wurde auch festgelegt: Alle Länder kamen in eine Rangliste, die durch die gesamte Punktzahl jedes Landes binnen der letzten fünf Jahre berechnet wurde. Das Siegerland plus die fünf stärksten europäischen Nationen (Deutschland, UK, Italien, Spanien & Frankreich) sollten immer gesetzt sein. Das restliche Teilnehmerfeld, das eigentlich nur aus 23 Teilnehmern bestehen sollte, wurde von dem eingeführten Ranking ausgefüllt. Außerdem war der Einsatz des Orchesters nicht mehr verpflichtend. 

 

Moderatorin 94© RTÉMit  Hilfe zahlreicher Sponsoren wollte das irische Fernsehen bei der Auferstehung der Veranstaltung helfen. Zu Beginn der Liveübertragung sendeten ehemalige ESC-Künstler, unter anderem die beiden Herren von ABBA, Johnny Logan und Céline Dion ihre Glückwünsche an die 25 Delegationen, die sich in Dublin der Konkurrenz stellten.

Das Bühnendesign im Point Theatre, in dem der Contest erneut ausgetragen wurde,  war sehr modern gestaltet, u.a.mit hängenden Monitoren.

 

 

 

Moderatorin 97© RTÉDie Moderation übernahmen Carrie Crowley und  Ronan Keating, Sänger der erfolgreichen irischen Band Boyzone und Idol von Millionen Teenies. Solche Persönlichkeiten waren notwendig für den Contest.

Carrie Crowley war zunächst Radiosprecherin, bevor sie in den 1990er Jahren ins Schauspiel wechselte. SIe moderierte aber weiter im irischen Fernsehen, u.a. eine Kindersendung und eine abendliche Talkshow. Seit 2008 wirkte sie in Fersehfilmen und -serien mit.

Ronan Keating war seit 1993 Mitglied der Gruppe "Boyzone". 1999  startete er seine Solokarriere. Von 2010- 2014 war er Mentor beim australischen "X Factor". 2016 erschien ein Album und seitdem war er Coach bei "The Voice Australia".

 

 

FAZIT

 

Den Auftakt machten die Zyprioten. Der Beitrag "Mana mou" war eine Angelegenheit der Familie Konstantinou. Die älteste Schwester Konstantina, selbst ESC–Teilnehmerin 1983 in München, schrieb die Musik und den Text des Liedes. Ihre beiden jüngsten Geschwister Hara und Andreas standen als Interpreten auf der Bühne. Nach anfänglichen Problemen während der Probewoche konnten sie sich im Finale richtig steigern und holten mit dem fünften Platz  wie Anna Vissi 1982 das beste Ergebnis für die Insel. 

 

Die Türkei, seit 1975 dabei, konnte bis dahin nie solch eine hohe Platzierung erreichen. Die Vorjahresvertreterin Sebnem Paker startete zum zweiten Mal für das Land. Ihr „Dinle“ bekam viel Applaus und genauso viele Punkte, die ihr einen hervorragenden dritten Platz bescherten. Selbst Griechenland hatte nach fast 20 Jahren gemeinsamer Teilnahmen endlich einige Punkte übrig für einen türkischen Beitrag. Sebnem selbst wurde in ihrem Land als die Siegerin gefeiert.

 

Ein Wiedersehen gab es auch mit Maarja-Liis Iluus aus Estland, die bereits 1996 für das kleine Land im baltischen Meer ins Rennen ging und Fünfte wurde. Diesmal reichte es für den Titel „Keelatud maa“ nur zum achten Rang.

 

Weiter ging es mit Tor Endresen aus Norwegen, der Jahre lang versucht hatte, sein Land beim Song Contest zu vertreten, jedoch ohne Erfolg. 1997 war es aber soweit, er konnte trotzdem den Erwartungen seiner Landsleute nicht gerecht werden und unterbrach mit einer Nullrunde die gute Serie der norwegischen Teilnehmer in den 1990er Jahren.

Bettina Soriat aus Österreich konnte auch nicht überzeugen, ebenso wenig Barbara Berta aus der Schweiz, Mrs. Einstein aus den Niederlanden und Bianca Shomburg aus Deutschland. Alle drei Länder waren nach Ende der Wertung im hinteren Feld zu finden.

 

Italien machte „versehentlich“ wieder mit, denn das italienische Fernsehen verschlief den Absagetermin bei der EBU, und nun drohte eine hohe Geldstrafe. Desto größer war die Überraschung der Sieger des SanRemo-Festivals, als sie kurzfristig erfuhren, dass sie am Song Contest teilnehmen können. Die Gruppe Jalisse trat mit dem SanRemo–Siegertitel "Fiumi di parole" auf. Mit dem vierten Platz konnte man zufrieden sein, wenn man bedenkt, dass das Gesangduo aus Italien kaum die Zeit hatte, ein neues Arrangement für sein Lied zu fertigen.

 

Die britische Formation Katrina And The Waves hatte bereits 1985 mit dem Titel "Walking On Sunshine" einen Welthit gehabt. Die Teilnahme beim Song Contest sollte ihnen zum Comeback verhelfen, was schließlich auch gelungen ist. Mit dem hitverdächtigen Song "Love Shine A Light" holten sie den fünften Sieg für das Vereinigte Königreich und waren damit in vielen europäischen Charts vertreten. In Deutschland kam der Titel bis auf Platz 60, in Großbritannien reichte es "nur" bis Platz 3. der britischen Charts. Die Reformen der EBU hatten sich positiv ausgewirkt, und man konnte endlich aufatmen.

 

Obwohl Katrina die einzige Künstlerin dieser Veranstaltung war, die eine internationale Karriere vorzuweisen hatte, stand der Song Contest unter dem Zeichen einer anderen Interpretin: Alla Pugacheva aus Russland: Die 48-jährige Moskauerin galt seit über 20 Jahren als die Tina Turner Russlands, und sie war so erfolgreich wie kein anderer Künstler ihres Landes. Es war also selbstverständlich, dass die russische "Prima Donna" (so der Titel des Liedes) um den Sieg kämpfen würde. Man sollte jedoch den Tag nicht vor dem Abend loben. A. Pugacheva schaffte es zwar, ihre Gesangsqualität unter Beweis zu stellen, ihr Auftritt war jedoch nicht so professionell wie erwartet, eher enttäuschend und peinlich. So kam es, dass die erste Diva des Abends  - und als sichere ESC-Siegerin schon gefeiert - ganz abgeschlagen auf dem 15. Rang landete. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte dem Star des Abends klar werden müssen, dass der Song Contest seine eigenen Regeln hat und dass Namen eigentlich unwichtig sind. In drei Minuten muss eben alles perfekt sitzen, um siegen zu können. Das war bei A. Pugacheva nicht der Fall, obwohl sie sich als  ermeintliche sichere Siegerin mit einer Limousine von Flughafen hate abholen lassen.

 

Den krönenden Abschluss des Abends lieferte der isländische Sänger Paul Oscar, einer der populärsten Künstler seines kleinen Landes. Umgeben von  fünf Tänzerinnen, ließ er auf einem  Ledersofa die Vergangenheit einer berühmten Diva, die mittlerweile in Vergessenheit geraten war, Revue passieren. Sein Titel "Minn hinsti dans" (Mein letzter Tanz) fand nur beim Televoting viele Anhänger. Die Juroren in den restlichen Ländern empfanden wohl diesen Auftritt als ziemlich gewagt bis anstößig, um ihn entsprechend mit Punkten zu belohnen. Nur Platz 20 für das modernste Lied der Veranstaltung.

 

  


 

 DIE TEILNEHMER

 

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Zypern Türkei Norwegen Österreich
Hará & Andréas Konstantinou Şebnem Paker &
Group Ethnic
Tor Endresen
Bettina Soriat
"Mána mou" "Dinle" ”San Francisco" "One Step"
M. & T.:
Hára & Andréas
Konstantinou
D.: Stavros Lantsias
 M.: Levent Çoker
T.: Mehtap Alnitemiz
D.: Levent Çoker
M.: Tor Endresen &
Arne Myksvoll
T.: Tor Endresen
 D.: Geir Langslet
M. & T.:
Marc Berry & Ina Siber
    
TUR 83 TUR 83 ESP 83 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Irland Slowenien
Schweiz Niederlande
Marc Roberts
Tanja Ribič
Barbara Berta
Mrs. Einstein
"Mysterious Woman" "Zbudi se" "Dentro di me" "Niemand heeft nog tijd"
M. & T.:
John Farry
 M.: Sasa Losič
T.: Zoran Predin
D.: Mojmir Sepe
 M. & T.:
Barbara Berta
D.: Pietro Damiani
 M. & T.:
Ed Hoojmans 
D.: Dick Bakker
   
FIN 83 ARM 10 RUS14n ITA 60

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Italien Spanien Deutschland Polen
Jalisse
Marcos Llunas
Bianca Shomburg Anna Maria Jopek
"Fiumi di parole" "Sin rencor" "Zeit"  "Ale jestem"
M.: Fabio Ricci
T.: Carmen di Domenico & Allessandra Drusian
D.: Lucio Fabbri
  M. & T.:
Marcos Llunas
D.: Toni Xucla
M.: Ralph Siegel
T.: Bernd Meinunger
 M.: Tomasz Lewandowski
T.: Magda Czapinska
D.: Krzesimir Debski
    
FRA 60 GER 83 GBR  61 ITA  61

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Estland Bosnien & Herzegowina Portugal
Schweden
Maarja-Liis Ilus Alma Čardžić Celia Lawson Blond
"Keelatud maa"  "Goodbye" "Antes do adeus"  "Bara hon älskar mig"
M.: Harmo Kallaste
T.: Kaari Sillamaa
D.: Tarmo Leinatamm
M.: Sinan Alimanović &
Milic Vukasinović
T.: Milic Vukasinović
D.: Sinan Alimanović
 M.: Thilo Krasmann
T.: Rosa Lobato de Faria
D.: Thilo Krasmann
  M. & T.:
Stefan Berg 
D.: Curt-Eric Holmquist
   
SLO15 SLO15 SLO15 POR 86

17.

AD

18.

AD

19.

AD

20.

AD

Griechenland Malta Ungarn Russland
Marianna Zorba
Debbie Scerri
V.I.P.
Alla Pugacheva
"Horepse" "Let Me Fly" "Miert kell, hogy elmenj?" "Primadonna"
M. & T.:
Manolis Marousselis 
D.: Anakreon Papageorgiu
M. & T.:
 Ray Agius 
D.: Ray Agius
 M.: Viktor Rakonczai & Sandor Jozsa
T.: Kriszina Bohor Fekete & Attila Környei
D.: Peter Wolf
 M. & T.
Alla Puhacheva
D.: Rutger Gunnarson
    
SLO15 SLO15 YUG 89 YUG 89

21.

AD

22.

AD

23.

AD

24.

AD

Dänemark Frankreich Kroatien Ver. Königreich
Koelig Kej Fanny
ENI
Katrina & The Waves 
"Stemmen i mit liv" "Sentiments songes"
"Probudi me" "Love Shine A Lighht" 
M.: Lars Pedersen
T.: Thomas Laegard (Koelig Kay)
D.: Jan Glaesel
M & T.:
Jean Paul Dreau 
D.: Regis Dupré
M.: Davor Tolja
T.: Alida Sarar
M. & T.:
Kimberley Rew
D.: Don Airey 
    
SLO15

25.

AD

Island
Paul Oscar
"Minn hinsti dans"
M.: Trausti Haraldsson &
Paul Oscar
T.: Paul Oscar
D.: Szymon Kuran

   

 


  

DIE WERTUNG

 

Scorebaord2

(Die markierten Wertungen sind Televoting-Ergebnisse)

 

Scoreboard 95© RTÉ


 
         


 

AUS DER PRESSE

 

Presse 1a© RP
Presse 97 2© WZ
 Presse 97 4© BILD
Presse 97 5© RP
                        Presse 97 6Presse 97 1© RP

 

 


Der Eurovision Song Contest 1996


 Logo94 

41. Eurovision Song Contest - 18. Mai 1996
      Oslo
                              

Halle Spektrum
Moderation Ingvild Bryn & Morten Harket
Pausen-Act Film und Ballett "Beacon Burning"
Wertung 11 Juroren pro Land bewerten jedes Lied, die ersten zehn Titel bekommen die Punkte 12-10-8-7...3-2-1
Teilnehmer 23 Länder

 

Siegerland: Irland


france

Interpretin:

Eimear Quinn

Titel:

"The Voice"

Musik & Text:

Brendan Graham


SIegerin© NRK 

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Irland Eimear Quinn The Voice 162 17
2. Norwegen Elisabeth Andreassen I evighet 114 12
3. Schweden One More Time Den vilda 100 23
4.
Kroatien Maja Blagdan Sveta ljubav 98 7
5. Estland Maarja-Liis Ilus & Ivo Linna Kaelakee hääl 94 11
6.
Portugal Lúcia Moniz O meu coração não tem cor 92 4
7. Ver. Königreich Gina G. Ooh...Aah...Just A Little Bit 77 2
8. Zypern Constantinos Mono gia mas 72 5
  Niederlande Maxine & Franklin Brown De eerste keer 72 15
10. Malta Miriam Christine In A Woman's Heart 68 6
 
Österreich George Nussbaumer Weil's da guat got 68 8
12.
Türkei Sebnem Paker Besinci mevsim 57 1
13. Island Anna Mjöll Sjúbidú 51 19
14.
Polen Kasia Kowalska Chcę znać swój grzech 37 20
15. BOS Griechenland Marianna Eftratiou Emis forame to himona anixiatika 36 10
16. BOS Schweiz Kathy Leander Mon cœur l'aime 22 9
  Belgien Lisa del Bo Liefde is een kaartspel 22 16
18. MA Slowakische Republik Marcel Palonder Kým nás máš 19 22
 19. BOS Frankreich Dan Ar Braz & "L'Héritage des Celtes" Diwanit Bugale 18 13
20. MA Spanien Antonio Carbonell Ay que deseo 17 3
21. MA Slowenien Regina Dan najlepsih sanj 16 14
22. BOS Bosnien & Herzegowina Amila Glamočak

Za našu ljubav

13 21
23. MA Finnland Jasmine Niin kaunis on taivas 9 18

 

  


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

  

29 Länder meldeten sich  außer dem Gastgeber Norwegen für das Finale in Oslo an. Die Gesamtzahl von 23 Teilnehmern sollte unverändert bleiben, so dass es vorab eine Vorauswahl mittels Audiovorentscheidung gab. 30 nationale Jurys, die nicht mit den Jurys im Finale identisch waren, sortierten im Vorfeld die 23 Länder für das Finale aus. Zu diesem Zweck wurden Audiotapes der in Frage kommenden 29 internationalen Titel an jeden verantwortlichen TV-Sender der 30 Länder geschickt, um sie von nationalen Jurys bewerten zu lassen. Ein Resultat wurde nicht veröffentlicht.

Am 22. März 1996 erschütterte die deutschen Fans die Nachricht, dass Deutschland bei der internen Vorauswahl der EBU für den Song Contest in Oslo ausgeschieden war. 

Der deutsche Beitrag "Planet Of Blue", gesungen von Leon, blieb auf der Strecke. Dabei deutete alles darauf hin, dass die Qualifikation kein Problem darstellen sollte. So groß war die Überlegenheit des jungen Künstlers bei der Vorentscheidung, wie auch die Akzeptanz bei Publikum und Fans. Deutschland  also zum ersten Mal nicht dabei, durch eine kaum nachvollziehbare Entscheidung. Israel, Dänemark, Ungarn, Russland, Rumänien und EJR Mazedonien traf das gleiche Schicksal.

Unknown© http://www.visitoslo.comDie EBU hatte die Teilnehmerzahl auf 23 begrenzt, damit der Contest nicht länger als drei Stunden dauerte. Alle Länder, die 1994 hatten aussetzen müssen, kamen zurück, die letzten sieben Länder aus dem Vorjahr mussten aussetzen: Litauen, Estland, Niederlande, Finnland, Rumänien, Slowakische Republik und die Schweiz.

Während der Übertragung des Finales am 18. Mai aus dem Spektrum haben sich viele Fernsehzuschauer in Deutschland gefragt, wieso der von Hanne Haller komponierte Titel "Planet Of Blue" nicht das Finale erreicht hat. Es gab viele Beiträge, die mit Abstand nicht so gut wie der deutsche Beitrag waren. Genauso verwundert war auch Ulf Ansorge, der deutsche TV-Kommentator, dessen teilweise respektlosen, aber durchaus witzigen Kommentare sehr umstritten waren.

 

 

Moderatorin 96© NRKDas norwegische Fernsehen betrat insofern technisches Neuland, als es eine optische "virtuelle Realität" einführte. So schien das Scoreboard im Raum zu schweben, ja sogar einmal die Moderatorin Ingvild Bryn zu erschlagen. Ingvild Bryn war seit 1992 Nachrichtensprecherin beim norwegischen Fernsehen und arbeitete von 1995 bis 1999  als Korrespondentin in Washington. Ihr Co-Moderator war der Leadsänger der populären Band "a-ha", Morten Harket.

Es gab digitale Filter und den Wechsel von Farbe zu Schwarz-Weiß bei den einzelnen Acts, außerdem war das Bühnenbild sehr modern gestaltet, die Bühne erschien wie ein einziges Drahtgestänge.  Die Interpet*innen bekamen vor dem Auftritt Videobotschaften von Repräsentanten der jeweiligen Länder. 

 

FAZIT

 

Gina G. aus Großbritannien erreichte auch nur knapp den Sprung ins Finale. Ihr Beitrag "Just a little bit" war schon Wochen vorher an die Spitze der britischen Charts geklettert. Die gebürtige Australierin wurde bei den Buchmachern sehr hoch gehandelt, sie musste sich aber zum Schluss mit Platz sieben zufrieden geben.

 

Antonio Carbonell aus Spanien war schon im Vorfeld chancenlos, wie auch Marcel Palonder aus der Slowakei und Amila aus Bosnien & Herzegowina.

 

Das holländische Duo Maxine & Franklin Brown schien ganz froh über ihr "erstes Mal" zu sein, was mit dem siebten Platz belohnt wurde. Miriam Christine aus Malta verzichtete sogar auf eine Einladung zum South Pacific Song Contest, da ihr der Auftritt in Oslo wichtiger war. Die zweitjüngste Teilnehmerin des Abends versuchte den Juroren zu erklären, was im Herzen einer Frau vorgeht ("In A Woman´s Heart). Sie wurde nur Zehnte.

 

Lisa del Bo aus Belgien behauptete in einem schlecht geschnittenen Minikleid – bei weitem nicht so kurz, wie das von Gina G. aus Großbritannien -  Liebe sei ein Kartenspiel. Die Jurys waren jedoch nicht so einverstanden mit dieser Äußerung und setzten sie auf den 16. Platz, wie auch Kathy Leander aus der Schweiz, die ein Lied ohne einen einzigen Höhepunkt vortrug.

 

Die polnische Sängerin Kasia Kowalska suchte vergeblich nach einer Antwort auf ihre Frage bezüglich ihrer Sünden. Die einzige Antwort, die sie bekam, war der 15. Platz.

 

Für Griechenland ging Marianna Efstratiou ins Rennen. Dass sie singen konnte, hatte sie schon bei ihrer ersten Teilnahme 1989 in Lausanne unter Beweis gestellt, wo sie Neunte wurde. Dass sie 1996 nur bis auf Platz 14. kam, lag weniger an ihr. Vielleicht waren es die Herren im Chor (Ansage von Ulf Ansorge: "Sie sehen aus wie griechische Postbeamte. Man kann es machen, muss aber nicht sein"), die eine bessere Platzierung verhinderten, oder auch ihr Tänzer, dessen Oberkörper mit einer Art Tüte verhüllt war, die eine bessere Platzierung verhinderten. 

 

Für Lucia Möniz aus Portugal endete dieser Wettbewerb mit der Gewissheit, mit Platz sechs die beste Platzierung des Landes in der bisherigen ESC-Geschichte erzielt zu haben.

Auch Maja Blagdan, das Stimmwunder aus Kroatien, schien hoch zufrieden mit ihrem vierten Platz zu sein.

 

Die schwedische Gruppe One More Time hatte sich ein bisschen mehr ausgerechnet als den dritten Platz. In ihrer Besetzung hatten sie ja einen prominenten Namen, nämlich den Sohn von Benny Andersson, Peter. Ihr Lied "Den vilda" erweckte entweder den Traum von einer winterlichen nächtlichen Landschaft im Norden Schwedens, oder es ließ wegen seiner Kühle einige Leute unberührt. Die südländischen Jurys konnten sich auf jeden Fall mit dieser nordischen Melodie nicht identifizieren.

 

Auch Elisabeth Andreassen, die bereits zum vierten Mal dabei war, musste sich ihren zweiten Platz Schritt für Schritt erarbeiten. "I evighet" (In Ewigkeit), so der Titel ihres norwegischen Beitrags, gehörte zu der Kategorie Meisterwerke, die für den normalen Verbraucher sehr gewöhnungsbedürftig sind und eine ausgebildete und ausgereifte Stimme verlangen, um wirken zu können. E. Andreassen besaß sie. Sie erzielte mit Platz zwei ihr bestes Einzel-Ergebnis, wenn auch mit großem Rückstand hinter der Irin Eimear Quinn, die die Erfolgstradition der irischen Teilnehmer fortsetzte: Vierter Sieg innerhalb von fünf Jahren.

 

Spätestens zu diesem Zeitpunkt fragten sich Millionen Fans in ganz Europa, woran diese außergewöhnliche Stärke der Iren lag? Die 23-jährige Musikstudentin aus Dublin, Eimear Quinn, hatte nichts Besonderes aufzuweisen, bis auf eine klassische Musikausbildung und einige Solo-Auftritte im Musical "Riverdance" in London. Ihr Erscheinungsbild entsprach dem Eurovisions-Standard: Brav, engelsblonde Haare und eine sichere Stimme, das Ganze in ein weißes Kleid verpackt. Umrahmt von fünf weiteren Musikern, trug sie ihren getragenen Titel "The Voice" vor, stark geprägt von irischer Folkore, also die beliebteste Musikrichtung zu dieser Zeit in Europa. Das Rezept von Brendan Graham, dem in Sachen ESC erfahrenen Komponisten des Liedes, ging nach 1994 ein weiteres Mal auf. Nur die Briten, die Spanier und die Kroaten hatten keinen Punkt übrig für irische Klänge. Alle anderen Teilnehmer bedachten diesen Beitrag mit sehr hohen Wertungen. E. Quinn konnte jedoch keinen allzu großen Erfolg feiern, was eigentlich zu diesem Zeitpunkt als Selbstverständlichkeit galt. Denn der Song Contest verlor weiter an Bedeutung. In dieser modernen Zeit unternahmen die Verantwortlichen der EBU kaum etwas, um das Image des Wettbewerbs aufzupolieren. In den kommenden Jahren sollte sich jedoch vieles ändern.

 

  


 

DIE TEILNEHMER

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Türkei Ver. Königreich Spanien Portugal
Şebnem Paker
Gina G.
Antonio Carbonell
Lúcia Moniz
"Besinci mevsem" "Ooh...Aah...Just A
Little Bit"
”Ay que deseo" "O meu coração
não tem cor"
M.: Levent Çoker
T.: Dr. Selma Çuhaci
D.: Levent Çoker
M.: Steve Rodway & Motiv 8 T.: Simon Tauber
D.: Ernie Dunstall
M. & T.:
Ketama
D.: Eduardo Leiva
  M.: Pedro Osório
T.: José Fanha
D.: Pedro Osório
    
TUR 83 TUR 83 ESP 83 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Zypern Malta
Kroatien Österreich
Constantinos
Miriam Christine
Maja Blagdan
George Nussbaumer
"Mono gia mas" "In A Woman's Heart" "Sveta ljubav" "Weil's da guat got"
M.: Andreas Giorgallis
T.: Rodoula Papalambrianou D.: Stavros Lantsias
M.: Paul Abela
T.: Alfred Sant
D.: Paul Abela
M. & T.:
Zrinko Tutić
D.: Alan Bjelinski
 M. & T.: Mischa Krausz & George Nussbaumer
D.: Mischa Krausz
   
FIN 83 ARM 10 RUS14n ITA 60

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Schweiz Griechenland Estland Norwegen
Kathy Leander
Mariana Efstratiou
Maarja-Liis Ilus &
Ivo Linna
Elisabeth Andreassen
"Mon cœur l'aime" "Emis forame to himona anixiatika" "Kaelakee hääl"  "I evighet"
M. & T.:
T.: Régis Mounir
D.: Rodrigues Rui José
M.: Kostas Bigalis
T.: Iro Trigoni
D.: Michalis Rozakis
M.: Priit Pajusaar
T.: Kaari Sillamaa
D.: Tramo Leinatamm
  M. & T.:
Torhild Nigar
D.: Frode Thingnaes
    
FRA 60 GER 83 GBR  61 ITA  61

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Frankreich Slowenien Niederlande
Belgien
Dan Ar Braz &
"L'Héritage des Celtes"
Regina
Maxine & Franklin Brown Lisa del Bo
"Diwanit Bugale"  "Dan najlepsih sanj" "De eerste keer"  "Liefde is een kaartspel"
M. & T.:
Dan Ar Braz
D.: Fiachra Trench
M. & T.:
Aleksander Kogoj 
D.: José Privsek
M.: Peter van Asten
T.: Peter van Asten &
Piet Souer
D.: Dick Bakker
M.: John Terra &
Siirak Brogden
T.: Daniel Ditmar
D.: Bob Porter
   
SLO15 SLO15 SLO15 POR 86

17.

AD

18.

AD

19.

AD

20.

AD

Irland Finnland Island Polen
Eimear Quinn
Jasmine
Anna Mjöll
Kasia Kowalska
"The Voice" "Niin kaunis on taivas" "Sjúbidú" "Chcę znać swój grzec"
M. & T.:
M.: Brendan Graham
D.: Noel Kelehan
M. & T.:
Timo Niemi
D.: Olli Ahvenlahti
 M. & T.:
Anna Mjöll &
Olafur Gaukur
D.: Olafur Gaukur
  M.: Robert Amirian
T.: Kasia Kowalska
D.: Wiesiek Pieregorolka
    
SLO15 SLO15 YUG 89  

21.

AD

22.

AD

23.

AD

Bosnien & Herzegowina Slowakische Republik Schweden
Amila Glamočak Marcel Palonder
One More Time
"Za našu ljubav" "Kým nás máš"
"Den vilda"
M. & T.:
Sinan Alimanović, Adnan Bajramović & Aida Frljak
D.: Sinan Alimanović
M.: Juraj Burian
T.: Jozef Urban
D.: Juraj Burian
M.: Peter Grönvall
T.: Nanne Grönvall
D.: Anders Berglund
Die in der Audio-Vorentscheidung ausgeschiedenen Acts   
SLO15 SLO15 YUG 89 YUG 89

 

AD

 

AD

 

AD

 

AD

Deutschland Dänemark Ungarn Israel
Leon Dorthe Andersen &
Martin Loft
Gjon Delhusa
Galit Bell
"Planet Of Blue" "Kun med dig"
"Fortuna" "Shalom olam"
M.: Hanne Haller
T.: Anna Rubach
M.: Jascha Richter
T.: Keld Heick
M. & T.:
Gjon Delhusa
M.: Doron Vitenberg
T.: Eyal Madani 
    
SLO15 SLO15 YUG 89  

 

AD

 

AD

 

AD

EJR Mazedonien
Rumänien Russland
Kaliopi Grill
Monica Anghel & Sincron
Andrej Kosinski
"Samo ti" "Ruga pentru pacea lumii"
"Ja eto ja"
M. & T.:
Kaliopi Grill
M.: Cornel Fugaru
T.: Mirela Fugaru
M.: Andrej Kosinski
T.: Nikolai Denisow

    

 


  

DIE WERTUNG

 

Scorebaord2

 

Scoreboard 95© NRK


 
         


 

AUS DER PRESSE

 


Presse 96 1© RP 
Presse 96 2© BBV 
Presse 96 3© NRZ

 

 


Die deutsche Vorentscheidung 1996


Nationale VE  -  "Ein bißchen Glück"
Datum 1. März 1996
Ort Hamburg-Harburg
Halle Friedrich-Ebert-Halle
Moderation Jens Riewa
TV-Sender Norddeutscher Rundfunk

1996 fand wieder eine öffentliche Vorentscheidung zum Song Contest statt. Der Norddeutsche Rundfunk übernahm die Durchführung dieses nationalen Finales. Hans Blum schrieb die Titelmelodie "Ein bisschen Glück", die von den teilnehmenden Künstlern am Anfang der Sendung vorgetragen wurde. Um wieder erfolgreich sein zu können, wurden die vier beim Song Contest erfolgreichsten Komponisten der letzten 20 Jahre bzw. deren Beiträge einen der vorderen sechs Plätze belegten (Jean Frankfurter, Hanne Haller, Michael Reinecke & Ralph Siegel), direkt aufgefordert, je ein Lied zu schreiben.

Die weiteren sechs Titel wurden aus 737 Einsendungen von einer neunköpfigen Fachjury ermittelt. Der in München lebende 26-jährige Friseur Leon (bürgerlicher Name Jürgen Göbel) meisterte seinen ersten Fernsehauftritt mit Bravour. Mit dem von Hanne Haller komponierten Song "Planet Of Blue (Blauer Planet)" gewann er mit 37,9 % der eingegangenen Anrufe den Wettbewerb, vor André Stade (18,4 %) und der volkstümlichen Sängerin Angela Wiedl (11,9%). Die bekannte Gruppe Rendezvous wie auch der Sänger Ibo konnten keinen Erfolg verbuchen.Der Sieger wurde per TED ermittelt. 140.000 Anrufe wurden registriert. Es wurden nur die TOP 3-Resultate bekanntgegeben.

Der Siegertitel scheiterte überraschend bei der internen Vorauswahl der EBU, die in diesem Jahr wegen der enormen Anzahl an der Teilnahme interessierter Länder, 30 insgesamt, als Audio-Vorentscheidung durchgeführt wurde. Dies war auch das einzige Mal, dass kein deutscher Beitrag beim internationalen Finale zu hören war. 

 

Finale
Startnr. Interpret*in Titel Komponisten/Autoren Prozent Platz
1. Ibo Der liebe Gott ist ganz begeistert Mick Hannes, Walter Gerke    
2. Anett Kölpin Für dich...mein Kind Thomas Natschinski / Inge Branoner    
3. Enzo Wo bist du? Michael Reinecke    
4. Rendezvous Ohne dich Werner Petersburg    
5. Nina Flak Immer nur du Klaus-Peter Schweizer    
6. Leon Planet Of Blue (Blauer Planet) Hanne Haller / Anna Rubach 37,9 1.
7. Angela Wiedl & Dalila Cernatescu Echos Ralph Siegel / Bernd Meinunger 11,9 3.
8. André Stade Jeanny, wach auf Jean Frankfurter, Text: Irma Holder 18,4 2.
9. Euro-Cats Surfen-Multimedia Erich Offierowski    
10. Jacques van Eijck Ja, das kann nur die Liebe sein John Möring    

 



 

leon© ARD

COver© Ariola

Leon

1996 schickte der gelernte Frisör Jürgen Göbel ein Demoband an Halle Haller. Sie schickte ihn als Leon mit "Planet Of Blue" in die Vorentscheidung. Im Jahr daruaf trat er erneut in der Vorentscheidung an und wurde Zweiter. In Jahren darauf brachte Leon einige Singles und Alben heraus. Eine langandauernde Karriere blieb ihm jedoch versagt.

 

 


Die deutsche Vorentscheidung 1994


Kurzinfo
Auswahlart interne Auswahl
Songpräsentation 21. März 1994
Sendeanstalt Mitteldeutscher Rundfunk

In diesem Jahr fand wieder keine Vorentscheidung statt. Ralph Siegel und Bernd Meinunger wurden als einzige Autoren von den Unterhaltungschefs der ARD gebeten, einen wettbewerbstauglichen Titel zu schreiben. Am 21. März 1994 feierte der von Ralph Siegel komponierte Song "Wir geben 'ne Party" im Rahmen der Sendung "Die Goldene Eins" sein Fernsehdebüt. Die extra für den Wettbewerb zusammengestellte Mädchen-Gruppe MeKaDo sang es. MeKaDo, als hohe Favoriten in Dublin an den Start gegangen, belegten Platz drei.

 

 

Cover deutsch© Jupiter Records

MeKaDo

 

Melanie Bender ist die Tochter von Steve Bender, Mitglied der Gruppe Dschinghis Khan. Ihre Teilnahme beim Song Contest war der einzige Glanzpunkt ihrer musikalische Karriere.

Kati Karney wurde in Frankfurt/Oder geboren. Sie nahm bereits 1991 an den deutschen Schlagerfestspielen mit dem von Ralph Siegel komponierten Lied "Leben und leben lassen" teil, wo sie Siebte wurde.

Dorkas Kiefer ist am 21. Juni 1972 in Offenbach auf die Welt gekommen. Seit ihrem neunten Lebensjahr hatte sie Ballett- und Klavierunterricht. Sie wurde von Ralph Siegel und Bernd Meinunger entdeckt und produziert. 1989 belegte sie bei der deutschen Vorentscheidung zum  ESC mit dem Lied "Ich hab´ Angst" den dritten Rang. Nach ihrer Teilnahme beim ESC 1994 widmete sie dem Schauspiel ihre Aufmerksamkeit. Sie hatte eine Gastrolle in der TV-Serie "Unter Uns"  und spielt überwiegend Boulevardtheater.

 


Die deutsche Vorentscheidung 1995


Kurzinfo
Auswahlart interne Auswahl
Bekanntgabe 14.03.1995
Sendeanstalt Mitteldeutscher Rundfunk


Das Ehepaar Glen & Cheyenne Stone, alias Stone & Stone, wurde direkt für den Song Contest nominiert und vor dem ESC dem deutschen Fernsehpublikum nicht vorgestellt. Der selbstkomponierte- und produzierte Titel "Verliebt in Dich" war der erste Titel des religiösen Paares in deutscher Sprache.  

 

 

Cover deutsch© Jupiter Records

Stone & Stone

Überwiegend arbeiteten die beiden als Produzenten, unter anderen auch für Mandy Winter ("Julian"). Glen Stone schrieb auch den Vorentscheidungstitel von 1989 "Wunderland", gesungen von Canan Braun. Beim ESC in Dublin landeten sie auf dem letzten Platz, mit einem einzigen Punkt aus Malta.

Seitdem sind sie nie wieder in Erscheinung getreten.

 


Der Eurovision Song Contest 1995


 Logo94 

40. Eurovision Song Contest - 13. Mai 1995
      Dublin
                              

Halle Point Theatre
Moderation Mary Kennedy
Pausen-Act Micheal O' Suilleabhain mit "Lumen"
Wertung 11 Juroren pro Land bewerten jedes Lied, die ersten zehn Titel bekommen die Punkte 12-10-8-7...3-2-1
Teilnehmer 23 Länder

 

Siegerland: Norwegen


france

Interpreten:

Secret Garden

Titel:

"Nocturne"

Musik:

Rolf Løvland

Text:

Petter Skavlan


SIegerin© EBU 

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Norwegen Secret Garden Nocturne 148 5
2. Spanien Anabel Conde Vuelve conmigo 119 10
3. Schweden Jan Johansen Se på mig 100 18
4.
Frankreich Nathalie Santamaria Il me donne rendez-vous 94 12
5. Dänemark Aud Wilken Fra Mols til Skagen 92 19
6.
Kroatien Magazin & Lidija Nostalgija 91 11
7. Slowenien Darja Švajger Prisluhni mi 84 20
8. Israel Liora Amen 81 21
9. Zypern Alex Panayi Sti fotia 79 23
10. Ver. Königreich Love City Groove Love City Groove 76 15
 
Malta Mike Spiteri Keep Me In Mind 76 22
12.
Griechenland Elina Konstantopoulou Pia prosefhi 68 23
13. Österreich Stella Jones Die Welt dreht sich verkehrt 67 8
14.
Irland Eddie Friel Dreamin' 44 2
15. BOS Island Bo Halldórsson Núna 31 7
16. BOS Türkei Arzu Ece Sev! 21 10
17. Russland Philipp Kirkorov Kolybelnaya dlya vulkana 17 6
18. MA Polen Justyna Sama 15 1
 19. BOS Bosnien & Herzegowina Davor Popović Dvadeset i prvi vijek 14 4
20. MA Belgien Frédéric Etherlinck La voix est libre 8 14
21. MA Portugal Tó Cruz Baunhila e chocolate 5 16
22. MA Ungarn Csaba Szigeti Uj név régi ház falán 3 13
23. MA Deutschland Stone & Stone Verliebt in Dich 1 3

 

  


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN  

 

Unknown© http://www.wiwibloggs.com

Bis auf das Bühnenbild und die Moderatorin blieb alles andere gleich wie im vorigen Jahr. Irland war das Austragungsland, das irische Fernsehen mit der Hilfe unzähliger Sponsoren der zuständige Sender und das Point Theatre der Ort des Geschehens. Erfahrungen hatten die Organisatoren also bereits reichlich sammeln können und so ging der 40. Song Contest über die Bühne. Deutschland war nach dem Aussetzen Belgiens und der Schweiz – beide durch das im 1993 eingeführte Reglement betroffen - das einzige Land, das seit dem ersten Wettbewerb 1956 ununterbrochen dabei gewesen war. 40 Jahre ESC, Grund genug für einen kleinen Rückblick zu Beginn der Sendung, der vom Publikum dementsprechend bejubelt wurde.

 

Die EBU hatte die Teilnehmerzahl auf 23 begrenzt, damit der Contest nicht länger als drei Stunden dauerte. Alle Länder, die 1994 hatten aussetzen müssen, kamen zurück: Türkei, Slowenien, Israel, Dänemark und Belgien. Die letzten sieben Länder aus dem Vorjahr mussten aussetzen: Litauen, Estland, Niederlande, Finnland, Rumänien, Slowakische Republik und die Schweiz.

 

Moderatorin 94© RTÉ

Für die Fernsehmoderatorin Mary Kennedy ging ein Traum in Erfüllung, einmal den Song Contest zu moderieren, und sie meisterte ihre Aufgabe mit Bravour. Sie war Fernsehansagerin bei RTÉ und wechselte dann in die Nachrichtenredaktion. 1997 hatte sie eine Talkshow unter ihrem Namen "Kennedy", von 1998 bis 2003 moderierte sei ein Nachmittagsmagazin uns ab 2004 das Nachrichtenmagazin "Nationwide".

 

 

 

 

 

 

FAZIT

 

Unerfreuliches ereignete sich zwei Wochen vor dem ESC, als dem Beitrag des Gastgebers  "Dreamin'" eine Disqualifikation drohte, die auf jeden Fall bei einem möglichen Sieg in Kraft getreten wäre. Der Titel erinnerte sehr stark an den von Julie Felix gesungenen Song "Moonlight" aus dem Jahr 1973. Eddie Friel war der erste irische Interpret, der aus Nordirland stammte. 

 

Justyna aus Polen hätte gerne die Platzierung ihrer Vorgängerin Edyta Gorniak egalisiert, aber ihr Titel "Sama" war so gewöhnungsbedürftig, wenn auch etwas ganz Neues, so dass sie nur Achtzehnte wurde, direkt vor Bosnien & Herzegowina, das sich von Davor Popovic vertreten ließ, der auf eine 30-jährige musikalische Karriere zurückblicken konnte, welche mit der Gründung der ersten jugoslawischen Rock 'n' Roll-Band im Jahr 1964 begonnen hatte. Philipp Kirkorow fiel zwar wegen seines außergewöhnliches Make–Ups auf, konnte aber mit dem Song "Kobelnaya dlya vulkana" nicht überzeugen.

 

Die Türkin Arzu Ece hatte den Effekt einer Barbiepuppe, aber sie brachte auch die nötige ESC-Erfahrung mit: 1989 in Lausanne war sie Mitglied der Gruppe Pan, die für die Türkei ins Rennen ging. Das von Melih Kibar komponierte Lied über die Liebe, "Sev", machte einen netten Eindruck, blieb aber ohne Höhepunkte. Sie landete auf dem sechzehnten Rang.

 

Der griechische Beitrag "Pia prosefhi" hörte sich sehr geheimnisvoll an, im Gegensatz zu der pop-jazzigen Nummer der Österreicherin Stella Jones „Die Welt dreht sich verkehrt“, die nach einer Reihe von Balladen endlich das Publikum „Aufwecken“ konnte. Die Juroren ignorierten sie, wie auch den britischen Titel "Love City Groove", den modernsten Song im Hip-Hop-Stil: für den Song Contest doch zu gewagt und wenig eingängig.

 

Ignoriert wurde von fast allen Ländern auch das singende Ehepaar aus Deutschland Stone & Stone. Für den misslungenen Auftritt gab es einen einzigen Punkt aus Malta. Dabei gab es Lieder, wie das aus Ungarn oder auch Portugal, die weit schlimmer waren als "Verliebt in dich". Und singen konnten sie auch nicht besser als Cheyenne Stone, die allerdings sehr nervös war. Letzter Platz hieß laut Reglement eine Zwangspause von einem Jahr.

 

Die Skandinavier demonstrierten im Bunde, wie man zum Erfolg kommen konnte. Die Dänin Aud Wilken  beschwerte sich auf eigenartige Art, dass sie den Mann ihrer Träume nicht so oft sehen konnte, weil zwischen Mols (dem südlichsten Punkt Dänemarks) und Skagen (dem nördlichsten Punkt des Landes) zu viel Schnee lag. Die Lyrik war schon mal außergewöhnlich, Liebe mit Hindernissen anderer Art. Das Ganze geschah unter den melancholischen und weichen Tönen eines Banjo. Sie wurde Fünfte.

 

Der Schwede Jan Johansen, als großer Favorit gehandelt, sang eine wunderschöne Ballade, eine Mischung aus  Romantik à la Eros Ramazotti und nordischer Kühlheit. Monatelang hielt er mit seinem Beitrag "Se på mig“ (Schau mich an)" die Spitze der Charts in Schweden. Er wurde nur Dritter. Auf dem zweiten Platz landete die 20-jährige Anabel Conde für Spanien. 2000 versuchte sie erneut, Spanien in Stockholm zu vertreten, sie wurde aber mit dem Titel "Ni colores, ni fronteras" nur Vierte in der Vorentscheidung. 

 

Gesiegt hat eine Formation aus Norwegen, die von Rolf Løvland ins Leben gerufen worden war: Secret Garden. Løvland führte schon 1985 die Norweger zum Sieg. Dieses Jahr tat er es wieder, in Begleitung von Fionnuala Sherry, einer Geigerin des RTE-Orchesters. 1993 lernten sie sich beim Song Contest in Millstreet kennen, und aus dieser Bekanntschaft entstand Secret Garden. Der norwegische Beitrag "Nocturne" hatte gerade nur 25 Worte, der Rest des Liedes war instrumental. Darum war es schwer, die Chancen so eines Stückes einzuschätzen. Dabei musste eigentlich klar sein, dass die Mischung aus irischen und norwegischen Klängen sehr gut ankommen würde. Rolf Løvland schenkte seiner Heimat den zweiten Sieg, wenn auch mit Verstärkung aus der erfolgreichsten Nation des Song Contests.

 

  


 

 

 DIE TEILNEHMER

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Polen Irland Deutschland Bosnien & Herzegowina
Justyna
Eddie Friel
Stone & Stone
Davor Popović
"Sama" "Dreamin'" ”Verliebt in Dich" "Dvadeset i prvi vijek"
M.: Mateusz Pospieszalski & Wojciech Waglewski
T.: W. Waglewski
D.: Noel Kelehan
 M. & T.:
Richard Abott &
Barry Woods
D.: Noel Kelehan
M. & T.:
Cheyenne Stone
D.: Hermann Weindorf
 M.: Zlatan Fazlić &
Sinan Alimanović
T.: Zlatan Fazlić
D.: Sinan Alimanović
    
TUR 83 TUR 83 ESP 83 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Norwegen Russland
Island Österreich
Secret Garden
Philipp Kirkorov
Bo Haldórsson
Stella Jones
"Nocturne" "Kolybelnaya dlya vulkana" "Núna" "Die Welt dreht
sich verkehrt"
M.: Rolf Løvland
T.: Petter Skavlan
D.: Geir Langslet
M.: Ilya Reznyk
T.: Ilya Bershadsky
D.: Michael Finberg Novarrez
M.: Bo Halldórsson &
Ed Welch
T.: Jón Orr Marinósson
D.: Frank McNamara
  M. & T.:
Mischa Krausz
D.: Michael F. Kienzl
   
FIN 83 ARM 10 RUS14n ITA 60

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Spanien Türkei Kroatien Frankreich
Anabel Conde
Arcu Ece
Magazin & Lidija
Natalie Santamaria
"Vuelve conmigo" "Sev!" "Nostalgija"  "Il me donne
rendez-vous"
M. & T.:
 José Maria Purón
D.: Eduardo Leiva
 M.: Melih Kibar
T.: Zeynep Talu
D.: Melih Kibar
M.: Tonci Huljcić
T.: Vjekoslava Huljcić
D.: Stipica Kalogjera
 M.: François Bernheim
T.: Didier Barbelivien
D.: Michel Bernholc
    
FRA 60 GER 83 GBR  61 ITA  61

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Ungarn Belgien Ver. Königreich
Portugal
Csaba Szigetii
Frédérik Etherlinck
Love City Groove
Tó Cruz
"Uj név régi ház falán"  "La voix est libre" "Love City Groove"  "Baunhila e chocolate"
M.: Fernec Balázs
T.: Attila Horváth
M. & T.:
Pierre Theunis 
D.: Alec Mansion
M. & T.: Paul Hardy, Stephen Rudden, Tatsiana Mais,
Jay Williams
D.: Mike Dixon
  M.: Antonio Vitorino
de Almeida
T.: Rosa Lobato de Faria
D.: Thilo Krasmann
   
SLO15 SLO15 SLO15 POR 86

17.

AD

18.

AD

19.

AD

20.

AD

Zypern Schweden Dänemark Slowenien
Alex Panayi
Jan Johansen
Aud Wilken
Darja Švajger
"Sti fotia" "Se på mej" "Fra Mols til Skagen" "Prisluhni mi"
M. & T.:
Alex Panayi
D.: George Theophanos
M.: Håkan Almqvist &
Bobby Ljunggren
T.: Ingela "Pling" Forsman
D.: Anders Berglund
M.: Mette Mathiesen &
Lise Cabble
T.: Lise Cabble
D.: Frede Ewert
M.: Primoz Peterca
T.: Primoz Peterca &
Sasa Fajon
D.: Jose Privsek
    
SLO15 SLO15 YUG 89  

21.

AD

22.

AD

23.

AD

Israel Malta Griechenland
Liora
Mike Spiteri
Elina Konstantopoulou
"Amen" "Keep Me In Mind"
"Pia prosefhi"
M.: Moshe Datz
T.: Hamutal Ben Zeev
D.: Gadi Goldman
M.: Ray Agius
T.: Alfred Sant
D.: Ray Agius
M.: Nikos Terzis
T.: Antonis Pappas
D.: Haris Andreadis

 

 

 


  

DIE WERTUNG

 

Scoreboard© SVTScorebaord2

 

Scoreboard 95© RTÉ


 
         


 

AUS DER PRESSE

 

Presse 95 1© Uschi Braun 
 Presse 95 5© GONG
Presse 95 3© WZ
Presse 95 4© NRZ   Presse 95 6© RP


 

 

 


Der Eurovision Song Contest 1994


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39. Eurovision Song Contest - 30. April 1994 
      Dublin
                              

Halle Point Theatre
Moderation Cynthia Ní Mhurchú & Gerry Ryan
Pausen-Act Riverdance
Wertung 11 Juroren pro Land bewerten jedes Lied, die ersten zehn Titel bekommen die Punkte 12-10-8-7...3-2-1
Teilnehmer 25 Länder

 

Siegerland: Irland


france

Interpreten:

Paul Harrington & Charlie McGettigan

Titel:

"Rock'n'Roll Kids"

Musik & Text:

Brendan J. Graham



SIegerin© RTÉ 

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Irland Paul Harrington & Charlie McGettigan Rock'n'Roll Kids 226 3
2. Polen Edyta Górniak To nie ja! 166 24
3. Deutschland MeKaDo Wir geben 'ne Party 128 14
4.
Ungarn Friderika Kinek mondjam el vétkeimet 122 22
5. Malta Chris & Moira More Than Love 97 5
6.
Norwegen Elisabeth Andreassen & Jan Werner Daniels Duett 76 17
7. Frankreich Nina Morato Je suis un vrai garçon 74 25
8. Portugal Sara Tavares Chamar a musicá 73 8
9. Russland Youddiph Vechni strannik 70 23
10. Ver. Königreich Frances Ruffele We Will Be Free (Lonely Symphony) 63 6
11.
Zypern Evridiki Ime anthropos ki ego 51 4
12.
Island Sigga Naetur 49 5
13. Schweden Marie Bergman & Roger Pontaré Stjärnona 48 1
14.
Griechenland Kostas Bigalis & The Sea Lovers Diri Diri 44 19
15. BOS Bosnien & Herzegowina Alma & Dejan Ostani kraj mene 39 18
16. BOS Kroatien Toni Cetinski Nek'ti bude ljubav sva 27 7
17. Österreich Petra Frey Für den Frieden der Welt 19 20
18. MA Spanien Alejandro Abad Ella no es ella 17 21
 19. MA Schweiz Duilio Sto pregando 15 9
  MA Slowakische Republik Martin Ďurinda & Tublatanka Nekonečná pieseň 15 15
21. MA Rumänien Dan Bittman Dincolo de nori 14 11
22. MA Finnland CatCat Bye Bye Baby 11 2
23. MA Niederlande Willeke Alberti Waar is de zon 4 13
24. MA Estland Silvi Vrait Nagu merelaine 2 10
25. MA Litauen Ovidijus Vysniauskas Lopšinė mylimai 0 16

 

  


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

  

 

Unknown© http://www.wiwibloggs.com

Aus Millstreet wieder zurück nach Dublin ins Point Theatre: Neues Spiel, neues Glück für 25 Nationen, darunter auch sieben Neuzugänge: Estland, Litauen, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei & Ungarn.

Die früheren Mitglieder der Intervision konnten sich endlich dank der politischen Veränderungen aus den traditionellen Klischees lösen und ihre musikalische Identität in Europa suchen. Zu diesem Zeitpunkt war niemandem klar, was die Teilnahme dieser  Länder mit sich bringt. Einige Beobachter standen dieser Entwicklung sehr skeptisch gegenüber, andere begrüßten sie enthusiastisch, vor allem den Beitrag aus Russland. Klar war, dass diese Länder sich erst einmal herantasten mussten. Überhaupt war sehr fraglich, ob diese musikalischen Beiträge konkurrenzfähig wären. Tatsache war, dass sich die früheren Ostblockländer sehr sorgfältig auf das Betreten der westlichen Musikszene vorbereitet hatten.  Denn sie waren ein Stück Europa und sie mussten es beweisen, nicht mit politischen Entscheidungen, sondern auf friedlichem musikalischem Weg.

 

 

Moderatorin 94© RTÉ

Cynthia Ni Mhurchú & Gerry Ryan führten durch die Show. Erstmals waren über Satellitenverbindungen die Jurysprecher auch live zu sehen.

Cynthia Ni Mhurchú war als Journalistin und Moderatorin für RTÉ und RTÉ Raidió na Gaeltachta tätig. Seit 2005 arbeitet sie als Rechtsanwältin.

Gerry Ryan arbeitete seit 1979 bei RTÉ als DJ beim neu gegründeten Radio 2, heute 2FM. Er moderierte einige Staffeln der "Gerry-Ryan-Show", in der er bekannte Persönlichkeiten Irlands interviewte. 2010 wurde er tot in seiner Wohnung aufgefunden.

 

 

 

 

FAZIT

 

Der erste Beitrag des Abends kam aus Schweden. Marie Bergman, Mitglied der Band Family Four, die 1971 & 1972 für ihre Heimat ins Rennen ging, sang im Duett mit Roger Pontaré über die Sterne ("Stjärnorna").

 

Direkt danach betrat das finnische Duo CatCat die Bühne. Der Song „Bye Bye Baby“ gehörte zu den Favoriten, aber wer die Finnen kennt, weiß, dass sie mit den eigenen Liedern selbstzerstörerisch umgehen. Diese Eigenschaft, ständig das Arrangement ihrer Lieder zu ändern, hat sich als schädigend erwiesen. Wieso sollte es also in diesem Jahr anders sein. Sie hatten nicht aus den Fehlern gelernt, und das Resultat ließ wieder Bände sprechen. Nur Platz 22 - eine Kreativpause wurde erzwungen.

 

Zypern kam zum Zug dank der Absage Italiens. Evridiki, die lange nicht mehr so erotisch und verführerisch wie vor zwei Jahren in Malmö wirkte, sang einen mitreißenden Beitrag über das Verständnis unter Menschen, in diesem Fall über Zyprioten und Türken. Sie wiederholte ihren 11. Platz von 1992.

 

Die Isländerin Sigga, erstmals als Solistin, war einen Platz schlechter. Ihre Gesangskunst war zwar Spitze, der Song "Naetur" aber sehr nordisch. Sigga schwor unmittelbar nach dem Wettbewerb, nie mehr daran teilzunehmen.

 

Die Britin Frances Ruffelle, ein Star der Musicalbranche, und auch Sara Tavares aus Portugal, konnten zwar ihre Gesangsfähigkeiten unter Beweis stellen, scheiterten aber an Nervosität und Gehemmtheit - die Bilanz: Platz 10 für das Vereinigte Königreich und ein respektabler achter Platz  für die 16-jährige Withney Houston aus Portugal.  

 

Das Gebet des Schweizers Dulio wurde auch nicht erhört. Sein Titel "Sto pregando" (Ich bete) war nur für Platz 17 gut. Die 16-jährige Petra Frey aus Österreich scheiterte mit ihrer Friedenshymne "Für den Frieden der Welt" nicht nur an ihren Nerven, sondern auch an ihrer Gesangskunst - und wenn es eine Sprachprüfung gegeben hätte, wäre sie auch durchgefallen. Dass die Juroren kein Wort Deutsch verstanden war ja selbstverständlich, aber dass Menschen mit deutschen Kenntnissen nicht so richtig verstehen konnten, was da gesungen wird, ist wohl mehr als rätselhaft...

Ein Auftritt in Unterwäsche, wie der der Französin Nina Morato, oder einer wie der der Russin Youddiph in ihrem Vierjahreszeiten-Kleid, hätte dieses Ergebnis auch nicht verbessern können.

 

Der estnische Star Silvi Vrait, wie auch die Vertreter aus Rumänien, der Slowakei und auch aus Litauen, der roten Laterne der Veranstaltung, konnten nicht überzeugen:

 

Auch der niederländische Star Willeke Alberti sah, wie ihre Sonne, nach der sie so verzweifelt gesucht hat („Waar is de zon“, „Wo ist die Sonne“) unterging.

 

Elisabeth Andreasson ersang im Duett mit Jan Werner Danielsen bei ihrer dritten Teilnahme einen achtbaren sechsten Rang für Norwegen, und sie entkräftete damit alle Vorwürfe im Vorfeld, unter anderem dass der Altersunterschied zwischen beiden Gesangspartner zu groß sei.

 

Deutschland musste zu altbewährten Mitteln greifen, um wieder erfolgreich zu sein. Ralph Siegel wurde vom MDR beauftragt, ein Lied für den Song Contest zu schreiben. Drei Mädchen namens MeKaDo, wurden extra für diesen Wettbewerb zusammen gebracht. Melanie, Kati & Dorkas  wurden bei den englischen Buchmachenr als die hohen Favoriten gehandelt. Der Titel "Wir geben 'ne Party" hatte eigentlich viele Siegesqualitäten, es kam jedoch anders. Nur Platz drei und zwar mit riesigem Rückstand hinter den beiden erstplatzierten Beiträgen.

 

Friderika aus Ungarn mochte am Anfang der Wertung nicht glauben, dass sie haushoch führte, wie auch viele Zuschauer. Ihre ruhige Ballade, nur wenig vom Orchester instrumentiert, sollte die "Beichte" ihrer Abtreibungssünde sein. Die in Budapest geborene Sängerin war zwar mit ihren ökonomischen Handbewegungen und ihrem zauberhaften Lächeln eine Augenweide, trotzdem kam diese Führung unerwartet.

Zum Schluss ist sie jedoch nur Vierte geworden, denn da war eine 22-jährige Dame namens Edyta Gorniak aus dem Nachbarland Polen, die an ihr vorbeizog. Edyta besaß das Eurovisionsimage: jung, Engelsgesicht, zurückhaltend, schüchtern und zerbrechlich. Ihr Titel "To nie ja!" war auch nach dem Eurovisionsstandard geschrieben. Eine schmerzvolle Popballade, die die phonetischen Qualitäten der Sängerin zur Geltung brachte und natürlich die entsprechende Punktzahl einholte. Für manche mag dieses Ergebnis auch sehr überraschend sein, andere wiederum hatten es erwartet.

 

Den dritten Sieg in Folge jedenfalls hatte das irische Fernsehen nicht erwartet. Dabei enthielt der Song "Rock `n´ Roll Kids" all diese Kriterien, die für einen Sieg beim Song Contest erforderlich sind. Wenige Instrumente, eine weiche zugängliche Melodie und ein Song, der Emotionen auslöst, mögen es nun Erinnerungen sein oder Nostalgie oder auch Verliebtheit. Paul Harrington & Charlie McGettigan wirkten auch sehr brav und sehr sympathisch.  Ein dritter Sieg in Folge, so etwas hatte kein anderes Land vorher geschafft.  Nur eines war sicher zu diesem Zeitpunkt: nächstes Jahr wieder in Irland, mit oder ohne den tollen Pausenfüller, das weltberühmte "Riverdance".

 

  


 

 DIE TEILNEHMER

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Schweden Finnland Irland Zypern
Marie Bergman &
Roger Pontaré
CatCat Paul Harrington &
Charlie McGettigan
Evridiki
"Stjärnona" "Bye Bye Baby" ”Rock'n'Roll Kids" "Ime anthropos ki ego"
M.: Peter Bertilsson
T.: Micke Littwold
D.: Anders Berglund
M.: Ivar Must
T.: Leelo Tungal
D.: Urmas Lattikas
M. & T.: Brendan Graham
D.: Olli Ahvenlahti
 M. & T.:
George Theophanos
D.: George Theophanos
    
TUR 83 TUR 83 ESP 83 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Island Ver. Königreich
Kroatien Portugal
Sigga Frances Ruffele
Toni Cetinski
Sara Tavares
"Nætur" "We Will Be Free
(Lonely Symphony)"
"Nek'ti bude ljubav sva" "Chamar a musicá"
M.: Fridrik Karlsson
T.: Stefan Hilmarsson
D.: Frank McNamara
M. & T.: George De Angelis & Mark Dean
D.: Michael Reed
 M.: Zleljen Klasterka
T.: Zeljko Krnarić
D.: Zdravko Sljivac
 M.: João Carlos Oliveira
T.: Rosa Lobato Faria
D.: Thilo Krasmann
   
FIN 83 ARM 10 RUS14n ITA 60

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Schweiz Estland Rumänien Malta
Duilio Silvi Vrait
Dan Bittman
Chris & Moira
"Sto pregando" "Nagu merelaine" "Dincolo de nori"  "More Than Love"
M. & T.:
Giuseppe Scaramella
D.: Valeriana Chiaravalle
M.: Christian Kolonovits & Johann Bertl
T.: Thomas Spitzer
D.: Christian Kolonovits
M. & T.:
Antonio Furtuna &
Dan Bittman
D.: Noel Kelehan
M.: Christopher Scicluna
T.: C. Scicluna &
Moira Stafrace
D.: Anthony Chircop
    
FRA 60 GER 83 GBR  61 ITA  61

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Niederlande Deutschland Slowakische Republik
Litauen
Willeke Alberti
MeKaDo Martin Ďurinda & Tublatanka
Ovidijus Vysniauskas
"Waar is de zon"  "Wir geben 'ne Party" "Nekonečná pieseň"  "Lopšinė mylimai"
M.: Edwin Schimscheimer
T.: Coot van Doesburgh
D.: Harry van Hoof
M.: Ralph Siegel
T.: Bernd Meinunger
D.: Norbert Daum
 M.: Martin Ďurinda
T.: Martin Sarvas
D.: Vladimir Valovic
M.: Ovidijus Vysniauskas
T.: Gintaras Zdebskis
D.: Tomas Leiburas
   
SLO15 SLO15 SLO15 POR 86

17.

AD

18.

AD

19.

AD

20.

AD

Norwegen Bosnien & Herzegowina Griechenland Österreich
Elisabeth Andreassen &
Jan Werner Daniels
Alma & Dejan
Kostas Bigalis &
The Sea Lovers
Petra Frey
"Duett" "Ostani kraj mene" "Diri Diri" "Für den Frieden der Welt"
M.: Rolf Løvland
T.: Hans Olav Mørk
D.: Pete Knutsen
M. & T.: Edo & Adi Mulahalilović
D.: Sinan Alimanović
 M. & T.:
 Kostas Bigalis 
D.: Noel Kelehan
M.: Alfons Weindorf
T.: Karl & Johann Brunner
D.: Hermann Weindorf
    
SLO15 SLO15 YUG 89 ISR 93

21.

AD

22.

AD

23.

AD

24.

AD

Spanien Ungarn Russland Polen
Alejandro Abad
Friderika Youddiph
Edyta Gorniak
"Ella no es ella" "Kinek mondjam el vétkeimet" "Vechni strannik" "To nie ja!"
M. & T.:
M.: Alejandro Abad
D.: José Llobell
M. & T.:
Silvester Jenei
D.: Wolf Peter
M. & T.:
Lev Zemlinski
D.: Lev Zemlinski
  M.: Stanislas Syrevicz
T.: Jacek Cygan
D.: Noel Kelehan
    
SLO15

25.

AD

Frankreich
Nina Morato
"Je suis un vrai garçon"
M.: Bruno Maman
T.: Nina Morato
D.: Alain Goraguer


 

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DIE WERTUNG

 

Scoreboard© SVT

 

Scoreboard 94© RTÉ


 
         


 

AUS DER PRESSE

 

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