Der ESC - Anzeige minimal

Der ESC - Anzeige minimal (144)

Die deutsche Vorentscheidung 2005


Nationale VE  -  "Germany 12 Points"
Datum 12. März 2005
Ort Berlin
Halle Arena Treptow
Moderation Reinhold Beckmann
TV-Sender Norddeutscher Rundfunk

Zum zweiten Mal war die Arena in Berlin-Treptow Schauplatz der deutschen Vorentscheidung. Nominiert wurden vom NDR in Zusammenarbeit mit der deutschen Plattenindustrie zehn Acts, denen man internationale Erfolgschancen zutraute. Bekannte Namen waren eher selten, ein Sieg wurde am ehesten Orange Blue, der DSDS-Teilnehmerin Gracia (sie bekam eine Wildcard aufgrund ihrer guten Chartplatzierung) und dem Duo Nicole Süßmilch (ebenfalls Ex-DSDS - Teilnehmerin) und Marco Matias (Zweitplatzierter der Casting-Show "'Die deutsche Stimme") - von Ralph Siegel ins Rennen geschickt - zugetraut.

Die Show wurde eröffnet von Vorjahressiegerin Ruslana, die Pausenacts bestritten Ex-Spice-Girl Emma Bunton und Patricia Kaas. Beim Voting gab es wieder zwei Durchgänge, im Finale fiel die Entscheidung wiederum zwischen den besten zwei Titeln der Vorrunde. Das Medieninteresse war vergleichsweise gering, Schlagzeilen machte vor allem der Text des Beitrags von Ellen ten Damme (Autor: Udo Lindenberg), dessen Titel auf Veranlassung des NDR von "Plattgef****" in "Plattgeliebt" geändert werden musste.

Nur die zwei erstplatzierten Songs sind bekannt gegeben worden.

 

 

Finale
Startnr. Interpret*in Titel Komponisten/Autoren Superfinale
Platz
1. The Murphy Brothers Pickin' Up The Pieces Andrew & Stephen Murphy    
2. Ellen ten Damme Plattgeliebt Udo Lindenberg    
3. Orange Blue A Million Teardrops Volkan Baydar, Bülent Aris, Fontaine Burnett    
4. Königswerq Unschlagbar Dania König, Matthias Kiefer    
5. Villaine Adrenalin Peter Power, Ully Jonas, Vera Viehöfer    
6. Allee der Kosmonauten Dein Lied Mischa Martin    
7. Nicole Süßmilch & Marco Matias A Miracle Of Love Mario Matias (Ralph Siegel), Jim Leary (Bernd Meinunger) 47,2%  2.
8. Gracia Run & Hide David Brandes, Jane Tempest, John O'Flynn (Bernd Meinunger 52,8%  1.
9. Stefan Gwildis Wunderschönes Grau Stefan Gwildis, Micky Reincke  
10. Mia Aegerter Alive Mia Aegerter, Julian Feifel    

 

 

leon© ARD

COver© BROS Music

Gracia

Gracia Baur wurde Fünfte in der ersten Staffel von "Deutschland sucht den Superstar". Nach ihrem Ausscheiden bekam sie einen Plattenvertrag und brachte ein Album heraus, dessen zwei Single-Auskopplungen Platz 3 bzw. Platz 12 der deutschen Charts erreichten. Nach dem ESC erschien noch ein Album. Dann zog Gracia sich aus dem Musikbusiness zurück,machte ihr Abitur nach und trat noch in einigen TV-Shows auf. Eine neues Album war geplant, kam aber nicht zustande. Sie arbeitete dann zunächst  als Personalchefin in einem  Unternehmen, 2014 nahm sie einen Titel zur Vierschanzentournee auf.  Bis 2018 mahcte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester.    

Nach der Vorentscheidung wurde bekannt, dass der Produzent und Komponist des Siegertitels, David Brandes, verdächtigt wurde, durch CD-Käufe die Charts manipuliert zu haben. Der Auftritt Gracias in Kiew wurde dadurch jedoch nicht gefährdet, da laut NDR nicht erkennbar sei, dass die Zuschauerentscheidung bei einer regulären Anmeldung ohne Chartplatzierung anders ausgefallen wäre. In Kiew belegte Gracia einen enttäuschenden letzten Platz!

 

 


Der Eurovision Song Contest 2005


 

Logo05

 

50. Eurovision Song Contest - 21. Mai 2005
      Kiew

Halle Palats Sportu
Motto Awakening
Moderation Maria Efrosinina (Masha) & Pavlo Shylko (DJ Pasha)
Pausen-Act Ruslana
Wertung Televoting -  Die ersten zehn Titel bekommen jeweils die Punkte 12-10-8-7...3-2-1
Teilnehmer 39 Länder (Finale 24 /  Semifinale 25)

 

Siegerland: Griechenland


israel

Interpretin:

Helena Paparizou

Titel:

"My Number One"

Musik:

Christos Dantis & Manos Psaltakis

Text: 

Christos Dantis & Natalia Germanou


SIeger05© EBU 

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale - 21. Mai 2005
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Griechenland Helena Paparizou My Number One 230 19
2. Serbien Montenegro Malta Chiara Angel 192 3
3. Rumänien Luminita Anghel & Sistem Let Me Try 158 4
4.
Israel Shiri Maimon Hasheket shenish'ar
154 11
5. Lettland Walters & Kazha The War Is Not Over 153 23
6.
Moldau Zdob și Zdub Boonika bate toba 148 7
7. Serbien-Montenegro No Name Zauvijek moja 137 12
8. Schweiz Vanilla Ninja Cool Vibes 128 22
9. Norwegen Wig Wam In My Dreams 125 5
  Dänemark Jakob Sveistrup Talking To You 125 13
11.
Kroatien Boris Novković Vukovi umiru sami 115 18
12. Ungarn Nox Forogj világ 97 1
13.
Türkei Güsleren Rimi rimi ley 92 6
14.
Bosnien & Herzegowina Feminnem Call me 79 21
 15. BOS Russland Natalia Podolskaja Nobody Hurt No One 57 20
16. BOS Albanien Ledina Çelo Tomorrow I Go 53 8
17. EJR Mazedonien Martin Make My Day 52 15
18. MA Zypern Constantinos Ela ela 46 9
19. BOS Schweden Martin Stenmarck Las Vegas 30 14
  MA Ukraine Greenjolly Razom nas bahato 30 16
21. MA Spanien Son de Sol Brujería 28 10
22. MA Ver. Königreich Javine Touch My Fire 18 2
23. MA Frankreich Ortal Chancun pense à soi 11 24
24. MA Deutschland Gracia Run & Hide 4 17

  


 

Semifinale - 19. Mai 2005
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Serbien-Montenegro 
Rumänien Luminita Anghel & Sistem
Let Me Try 235 14
2. Moldau Zdob și Zdub Boonika bata toba 207  4
3. Dänemark Jakob Sveistrup Talking To You 185 24
4. Kroatien Boris Novković Vukovi umiru sami 169 20
5. Ungarn Nox Forogj világ 167 15
6. Norwegen Wig Wam In My Dreams 164 13
7. Israel Shiri Maimon Hasheket shenish'ar  158  7
8. Schweiz Vanilla Ninja Cool Vibes 114 19
9. EJR Mazedonien Martin Make My Day 97  17
10. Lettland Walters & Kazha The War Is Not Over 85 5
11. Polen Ivan & Delfin Czarna dziewczyna 81 25
12. Slowenien Omar Naber Stop 69  23
13. Belarus Angelica Agurbash Love Me Tonight 67 8
14. Irland Donna & Joseph McCaul Love? 53 22
. Niederlande Glennis Grace My Impossible Dream 53 9
16. Island Selma If I Had Your Love 52 10
17. Portugal 2B Amar 51 3
18. Finnland Geir Rönning Why 50  16
19. Bulgarien Kaffe Lorraine 49 21
20.  
Estland Suntribe Let's Get Loud 31 12
21. Österreich Global.Kryner Y así 30 1
22. Belgien Nuno Resende Le grand soir 29 11
23.  
Andorra Marian van de Wal La mirada interior 27 18
24.
Monaco Lise Darly Tout de moi 22 6
25. Litauen Laura & The Lovers Little By Little 17 2

 

  


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN  

 

Halle 04© www.112.ua

Nach Revolution und Wahl-Manipulation durfte man sehr gespannt sein, wie der ESC 2005 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ablaufen würde.  Das Motto "Awakening" sollte das "Erwachen" des Landes nach der friedlichen Revolution im Vorjahr thematisieren. Hut ab vor den Organisatoren – von der politisch angespannten Lage war in der ESC-Woche nichts zu merken. Die Stimmung war grandios, die Show lief perfekt – 21. Mai 2005 und endlich wieder ESC-Samstag, einer, dem es an Originalität und Ideenreichtum nicht fehlen sollte. 

Und wieder wurde der Teilnehmerreigen erweitert: Moldau und Bulgarien gaben sich die Ehre.

 

Moderatoren 05© NTUDie Moderation im Palats Sportu im Zentrum von Kiew übernahmen Maria Efrosinina, auch Masha genannt, und der als DJ Pasha bekannte Pavlo Shylko

 

Masha ist eine der berühmtesten und beliebtesten ukrainischen TV-Moderatorinnen. Sie begann ihre TV-Karriere mit 19 Jahren und wurde zweimal zur elegantesten Moderatorin gewählt. 2009 moderierte sie eine Castingshow.

DJ Pasha ist einer der größten ukrainischen Fernsehstars.Er begann als Radiomoderator und wurde mehrfach zum besten Radio-DJ gewählt. Er moderierte zahlreiche Show-Events, war mehrfach Olympia-Kommentator. Er hat Sprachen studiert und ein Buch herausgegeben "Englisch mit DJ Pasha". Er kommentierte mehrfach den ESC  und schrieb 2006 den Text zum ukrainischen Beitrag.

 

 

FAZIT

 

Die ersten Vertreter aus Moldau bei ESC, die Gruppe Zdob și Zdubsollte den Zuschauern auch gleich im Gedächtnis bleiben, denn sie machten aus ihrem Auftritt quasi ein Familientreffen und brachten die Oma im Schaukelstuhl mit auf die Bühne – diese durfte dann auch zwischenzeitlich für die Punkte trommeln. Das tat sie erfolgreich, denn Moldau kam sofort ins Finale und dort auf Platz sechs!

 

Demgegenüber scheiterte der zweite Neuling, Bulgarien, mit der Gruppe Kaffe bereits im Semifinale auf Platz 19. Ebenso scheiterte trotz massiver Promotion im Vorfeld die weißrussische Millionärsgattin Angelica Agurbash, da hatte auch die Anreise im Privatjet und der vor Ort verteilte herzzerreißende Lebenslauf der Dame (in dem sie ihren Aufstieg vom "Aschenputtel" zum Star beschreibt) nichts genutzt.

 

Nicht nur für Moldau wurde getrommelt, auch die Gruppe Sistem trommelte, und zwar für die rumänische Vertreterin Luminita Anghel, was ihr für Rumänien die bis dato beste Platzierung einbrachte: Platz drei!

 

Originell und erfolgreich war die Idee von Walters & Kaza aus Lettland, ihre harmonische Ballade „The War Is Not Over“ zusätzlich zum Gesang in Gebärdensprache zu präsentieren. Das junge sympathische Männerduo schaffte so gerade den Einzug ins Finale und endete dort angenehm überraschend auf Platz fünf. 

 

Einen eigentlich weniger originellen, aber dafür sehr eingängigen Mid-Tempo-Pop präsentierte Jakob Sveistrup aus Dänemark mit „Talking To You“. Die Zuschauer sprachen zwar nicht direkt mit ihm, aber dafür mit der Telefonstimme, die ihre Anrufe zählte. Dänemark kam ins Finale, dort auf Platz zehn und war somit für 2006 direkt qualifiziert!

 

Shiri Maimon aus Israel trat auf, als wollte sie die Diva sein, die ihre erfolgreiche Siegerkollegin Dana International 1998 besungen hat. Sie trug „Hasheket shenish'ar“ sehr überzeugend und selbstbewusst vor, und ihre lange blonde wallende Mähne sowie die echte Diva-Robe waren einfach ein Augenschmaus – hinein ins Finale – und dort fast aufs Treppchen, Platz vier für Israel.

 

Glamourös liebten es auch Wig Wam aus Norwegen. In Schlaghosen, Plateauschuhen und Langhaarperücken à la 1970er Jahre sangen sie von ihren Träumen „In My Dreams“. Der Traum vom großen Sieg blieb leider aus, aber es reichte immerhin fürs Finale und dort für Platz neun. 

 

Viermal durften die ESC-Fans in diesem Jahr ein Wiedersehen mit bereits erfahrenen Contest-Teilnehmern feiern: zum einen mit Chiara aus Malta, die 1998 kein einfaches Los hatte, als sie mit ihrer Ballade „The One That I Love“ direkt hinter dem „wilden Guildo“ auftreten musste und dann aber doch Dritte wurde. Sie konnte sich sogar steigern – Silbermedaille für die wunderschöne Ballade „Angel“ aus Malta.

1996 schlug er noch mit den Wimpern um sich und verzauberte die Moderatorin Ingvild in Oslo, 2005 nahm Constantinos dann zu Ethno-Pop namens „Ela Ela“ den Stock in die Hand – er hätte lieber wieder per Blickkontakt Tuchfühlung zu seinem Publikum aufnehmen sollen, denn es reichte diesmal nur für Platz 18.

Noch weniger erfolgreich war die Silbermedaillen-Gewinnerin von 1999, Selma aus Island, denn ihr „If I Had Your Love“ wurde nur einmal aufgeführt, das war im Halbfinale und dort reichte es nur für Platz 16.

 

Den Reigen der Comeback-Kandidaten beschloss Helena Paparizou. 2001 wollte sie zusammen mit Antique für ihren Liebsten sterben und wurde für soviel Opferbereitschaft mit der Bronzemedaille belohnt. 2005 wollte sie die Nummer 1 sein – und Wille versetzt offensichtlich nicht nur Berge, sondern sorgt auf für Punkte. „My Number One“ war eine poppige Uptempo-Ballade mit typisch griechischen Elementen und tollen Tanzszenen. Nach der Fußball-EM und den Olympischen Spielen gab es jetzt verdient ESC-Gold für Griechenland. Mit 38 Punkten Vorsprung vor Malta war der Sieg deutlich. 

 

Ein weinendes und ein lachendes Auge gab es 2005 zweifelsohne für den Produzenten David Brandes, denn er hatte gleich zwei Eisen im Feuer. Eine der Flammen war Superstar 2003-Anwärterin Gracia mit „Run & Hide“ für Deutschland. Dem Motto dieses Titels hätte sie sicher gerne Folge geleistet, denn mit vier Punkten reichte es 2005 nur für den letzten Platz, Nr. 24 – direkt hinter Spanien (21), Ver. Königreich (22) und Frankreich (23). Die sogenannten BIG 4 fanden sich also gemeinsam an der roten Laterne wieder.

In Deutschland zog der NDR-Verantwortliche für den ESC, Dr. Jürgen Meier-Beer, kurz nach dem ESC die Konsequenzen und trat zurück (s. Interview unter "Presse") 

Mit dem lachenden Auge konnte David Brandes dafür auf seine Mädels aus Estland schauen, die sich zu „Vanilla Ninja“ formiert hatten und für die Schweiz von „Cool Vibes“ sangen. Sie katapultierten die Schweiz erfolgreich zum ersten Mal seit 1993 wieder auf eine Top Ten-Position. Zwischenzeitlich lagen Vanilla Ninja sogar in Führung, letztendlich blieb es bei Platz acht. 

 

Man durfte also gespannt sein, was die in Großveranstaltungen gut trainierten Griechen aus dem ESC 2006 machen würden...

 

 


  

 

 DIE TEILNEHMER - FINALE

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Ungarn Ver. Königreich
Malta Rumänien
Nox Javine
Chiara
Luminita Anghel & Sistem
"Forogj világ" "Touch My Fire" ”Angel" "Let Me Try"
M.: Szabolcs Harmath
T.: Attila Valla
M. & T.:
John Themis &
Javine Hylton
  M. & T.: 
Chiara Siracusa
 M. & T.: 
Cristian Faur
    
TUR 83 TUR 83 RUS 02 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Norwegen
Türkei
Moldau Albanien
Wig Wam
Gülseren
Zdob și Zdub Ledina Çelo
"In My Dreams" "Rimi rimi ley" "Boonika bate toba" "Tomorrow I Go"
M. & T.:
Trond "Teeny" Holter
M.: Erdinç Tunç
T.: Göksan Arman
  M.: Mihai Gancu
T.: Roman Lagupov
 M.: Adrian Hilla
T.: Pandi Laço
   
FIN 83 ARM 10 POR 01 SWE 02

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Zypern Spanien Israel Serbien-Montenegro
Constantinos
Son de Sol
Shiri Maimon
No Name
"Ela ela" "Brujería" "Hasheket shenish'ar"  "Zauvijek moja"
M. & T.:
Constantinos Christoforou
  M. & T.:
Alfredo Panebianco
M.: Pini Aaronbayev
T.: P. Aaronbayev &
Eyal Shachar
 M.: Slaven Knezović
T.: Milan Perić
    
FRA 60 FRA 01 GBR  61 ITA  61

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Dänemark Schweden EJR Mazedonien
Ukraine
Jakob Sveistrup Martin Stenmarck
Martin Greenjolly
"Talking To You"  "Las Vegas" "Make My Day"  "Razom nas bahato"
M. & T.:
Jacob Launbjerg &
Andreas Mørck
M. & T.: Niklas Edberger, Johann Fransson, Tim Larsson & Tobias Lundgren  M.: Dragan Kostić
T.: Branka Kostić
M.: Roman Kalyn
T.: Roman Kostyuk &
Oleg Lanjak
   
SLO 01 SLO15 SLO15 POR 86

17.

AD

18.

AD

19.

AD

20.

AD

Deutschland Kroatien Griechenland Russland
Gracia Boris Novković Helena Paparizou
Natalia Podolskaja
"Run & Hide" "Vukovi umiru sami" "My Number One" "Noboday Hurt No One"
M.: David Brandes &
Jane Tempest
T.: John O'Flynn
(Bernd Meinunger)
M.: Franjo Valentić
T.: Boris Novković
M.: Christos Dantis
T.: Christos Dantis &
Natalia Germanou
 M.: Viktor Drobysh
T.: M.S. Applegate &
J.P. Chase
   
ROM 02 SLO 02 DEN 01 DEN 01

21.

AD

22.

AD

23.

AD

24.

AD

Bosnien & Herzegowina
Schweiz Lettland Frankreich
Feminnem Vanilla Ninja
Walters & Kazha
Ortal
"Call me" "Cool Vibes"
"The War Is Not Over" "Chacun pense à soi"
M. & T.:
Andrej Babić
M.: David Brandes
T.: John O'Flynn
 M. & T.:
Martins Freimanis
M.: Saad Tabainet
T.: Ortal

 

  

 DIE TEILNEHMER - SEMIFINALE

  

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Österreich Litauen Portugal Moldau
Global.Kryner
Laura & The Lovers
2B Zdob și Zdub
"Y así" "Little By Little" ”Amar" "Boonika bate toba"
M.: Christof Spörk &
Edi Köhldorfer
T.: Christof Spörk
 M.: Bobby Ljunggren
T.: William "Billy" Butt
M. & T.: José da Ponte, Alexandre Honrado & Ernesto Leite  M.: Mihai Gancu
T.: Roman Lagupov
    
TUR 83 TUR 83 RUS 02 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Lettland
Monaco
Israel Belarus
Walters & Kazha
Lise Darly
Shiri Maimon Angelica Agurbash
"The War Is Not Over" "Tout de moi" "Hasheket shenish'ar" "Love Me Tonight"
M. & T.:
Martins Freimanis
M.: Didier Fabre
T.: Phil Bosco
M.: Pini Aaronbayev
T.: P. Aaronbayev &
Eyal Shachar
 M.: Nikos Terzis
T.: Nektarios Tyrakis
   
FIN 83 ARM 10 POR 01 SWE 02

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Niederlande Island Belgien Estland
Glennis Grace
Selma
Nuno Resende
Suntribe
"My Impossible Dream" "If I Had Your Love" "Le grand soir"  "Let's Get Loud"
M.: Robert D. Fisher
T.: Bruce Smith
 M.: Thorvaldur Bjarni Thorvaldsson &
Vignir Snær Vigfússon
T.: Linda Thompson &
Selma Björnsdottir
M. & T.:
Alec Mansion &
Frédéric Zeitoun
M. & T.:
Sven Lõhmus
    
FRA 60 FRA 01 GBR  61 ITA  61

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Norwegen Rumänien Ungarn
Finnland
Wig Wam
Luminita Anghel & Sistem
Nox Geir Rönning
"In My Dreams"  "Let Me Try" "Forogj világ"  "Why"
M. & T.:
Trond "Teeny" Holter
M. & T.:
Cristian Faur
M.: Szabolcs Harmath
T.: Attila Valla
M.: Mika Toivanen
T.: Steven Stewart
   
SLO 01 SLO15 SLO15 POR 86

17.

AD

18.

AD

19.

AD

20.

AD

EJR Mazedonien
Andorra Schweiz Kroatien
Martin Marian van de Wal
Vanilla Ninja
Boris Novković
"Make My Day" "La mirada interior" "Cool Vibes"
"Vukovi umiru sami"
M.: Dragan Kostić
'T.: Branka Kostić
M.: Rafael Artesero
T.: Rafael Artesero, Daniel Aragay & Rafael Fernández
M.: David Brandes
T.: John O'Flynn
M.: Franjo Valentić
T.: Boris Novković
   
SLO 02 SLO 02 DEN 01 SLO 02

21.

AD

22.

AD

23.

AD

24.

AD

Bulgarien Irland
Slowenien Dänemark
Kaffe Donna & Joseph McCaul
Omar Naber
Jakob Sveistrup
"Lorraine" "Love?"
"Stop" "Talking To You"
M.:  Vesselin Vesselinov-Eko T.: V. V.-Eko & Orlin Pavlov
 M. & T.:
Karl Broderick
 M.: Omar Naber
T.: Ursa Vlasić
 M. & T.:
Jacob Launbjerg &
Andreas Mørck 
   
SLO 01  

25.

AD

Polen
Ivan & Delfin
"Czarna dziewczyna"
M.: Lukasz Laser
T.: Ivan Komarenko &
Michael Szymanski

 

 


  

DIE WERTUNG - FINALE

 

Scorebaord2

 

 

Scoreboard 95© NTU


 

DIE WERTUNG - SEMIFINALE

 

Scoreboard SF


         


 

AUS DER PRESSE

 

Presse 05 1© RP

Überschrift

MB1

MB2© RP

Presse 05 3© ZEIT

Presse 05 4© Neue Zürcher


 

              Presse 05 2a    Presse 05 2b© taz

 

 


Die deutsche Vorentscheidung 2004


Nationale VE  -  "Germany 12 Points"
Datum 19. März 2004
Ort Berlin
Halle Arena Treptow
Moderation Sarah Kuttner & Jörg Pilawa
TV-Sender Norddeutscher Rundfunk

Schluss mit No-Name-Produkten und ESC-Schlager - und Komponistenoldies... Ein völlig neues Konzept sollte 2004 her, um den deutschen Vertreter auszuwählen. Trotz des respektablen 12. Platzes für Lou in Riga waren jetzt die "angesagten" Acts der deutschen Musikszene an der Reihe. Und hierzu bediente sich der NDR einer einmaligen Kooperation mit dem Musik-TV-Kanal VIVA. Nicht nur der Veranstaltungsort wurde gewechselt, auch der Moderator Axel Bulthaupt wurde in den ESC-Ruhestand geschickt und durch Sarah Kuttner von VIVA und Jörg Pilawa ersetzt.

Vorab wurden die VE-Titel als Videoclips auf VIVA ab Januar 2004 in der Sendung EUROCLASH publik gemacht! Doch insgesamt standen die Interpreten wesentlich mehr im Vordergrund als die Lieder. Und so mancher Titel war längst nicht so stark wie die bereits erstveröffentlichte Single aus dem jeweiligen Album. Irgendwie kam das neue Konzept dann doch nicht so zum Zuge wie geplant, denn ein als Wildcard ins Rennen geschickter, bis dato völlig unbekannter Newcomer, Maximilian Nepomuk Mutzke, Sieger der Stefan-Raab-Casting Show SSDSGPS (Stefan sucht den Super Grand Prix Star), führte die VIVA-Kooperation so ziemlich ad absurdum, indem er in einem Erdrutschsieg beide Finalrunden mit 66,24 % und 92,05 % haushoch für sich entschied.

Als Pausenacts waren Rosenstolz zu Gast. Weitere Gäste waren Lionel Ritchie, der gerade europaweit Promotion betrieb und gerade beim Sanremo-Festival in Italien zu Gast war, und Mustafa Sandal, der als Einziger ein bisschen türkisches Flair in die Show bringen sollte! Am 17. März wurde noch ein Showact "nachnominiert": Wie schon 2002 traten dieses Jahr die Ten Tenors aus Australien auf - mit einem Tributemedley an Ralph Siegel!

Beim Voting gab es wieder zwei Durchgänge, allerdings standen im Finalvoting dann nur die beiden bestplatzierten Titel des ersten Durchgangs zur Wahl, und auch nur das Ergebnis dieser beiden Acts wurde bekanntgegeben. 

 

Finale
Startnr. Interpret*in Titel Komponisten/Autoren Superfinale
Platz
1. Patrick Nuo Undone David Jost, Dave Roth    
2. Mia Hungriges Herz
G. Spies, Mietze    
3. Sabrina Setlur feat. Glashaus & Franziska Liebe Moses Pelham, Martin Haas, Sabrina Setlur    
4. Overground Der letzte Stern Mike Michaels, M.M. Dollar, Mark Tabak, Deema Platz    
5. Tina Frank Ich schenk dir mein Herz Jens Langbein, Robert Schulte-Hemming, Jörn Christof Heilbut, Jan Philip Kelbe    
6. Max Can't Wait Until Tonight Stefan Raab 92,05% 1.
7. Westbam & Africa Islam Dancing With The Rebel Westbam, Africa Islam, Professor Klaus    
8. Laith Al-Deen Höher Laith Al-Deen, Götz v. Sydow, A.C. Boutse    
9. Wonderwall Silent Tears Wonderwall    
10. Scooter Jigga Jigga! H.P. Baxxter, Rick J. Jordan, Jay Frog, Jens Thele 7,95% 2.

 

 

leon© ARD

COver© AllMusic

Max Mutzke

Seit seinem achten Platz beim ESC in Istanbul hat Max Mutzke eine beispiellose Karriere aufzuweisen. 2005 bekam er die "Goldene Stimmgabel" als bester Solist, es folgten zahlreiche Auftritte bei Stefan Raabs „TV Total“, „TV Total Jazz Night“, „Schlag den Raab“ sowie als unerschrockener Fahrer bei „TV Total Stockcar Crash Challenge“. Zudem zeichnete Max Mutzke 2010 als Co-Songwriter für den „Unser Star für Oslo“-Finaltitel „I Care For You“ (interpretiert von Jennifer Braun) verantwortlich!

Er veröffentliche bsi 2020 sieben Alben und hat sich in der deutschen Musiklandschaft als einer der besten Sänger etabliert. Mit seinem Album „Durch Einander“ hat er sogar den Jazz Platin Award bekommen. Er ist überdies der bisher einzige Künstler aus einer Talentshow, der sich in diesem Maße und auf diesem Niveau etablieren konnte und unabhängig von diesem ursprünglichen Schritt in die Öffentlichkeit eine langjährige und erfolgreiche Karriere aufweisen kann.

 

 


Der Eurovision Song Contest 2004


 

Logo04

 

49. Eurovision Song Contest - 15. Mai 2004
      Istanbul
                              

Halle Abdi İpekçi Spor Salonu
Motto Under The Same Sky
Moderation Meltem Cumbul & Korhan Abay
Pausen-Act Tanzformation "Fire Of Anatolia"
Wertung Televoting -  Die ersten zehn Titel bekommen jeweils die Punkte 12-10-8-7...3-2-1
Teilnehmer 36 Länder (Finale 24 / Semifinale 22)

 

Siegerland: Ukraine


israel

Interpretin:

Ruslana

Titel:

"Wild Dances"

Musik:

Ruslana Lyzchicko

Text: 

Alexander Ksenofontov


SIeger04© EBU 

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale - 15. Mai 2004
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Ukraine Ruslana Wild Dances 280 10
2. Serbien Montenegro Serbien-Montenegro Željko Joksimović Lane moje 263 5
3. Griechenland Sakis Rouvas Shake It- 252 16
4.
Türkei Athena For Real
195 22
5. Zypern Lisa Andreas Stronger Every Minute 170 21
 
Schweden Lena Philipsson It Hurts 170 24
7. Albanien Anjeza Shahini The Image Of You 106 9
8. Deutschland Max Can*t Wait Until Tonight 93 8
9. Bosnien & Herzegowina Deen In The Disco 91 12
10. Spanien Ramón Para llenarme de ti 87 1
11.
Russland Julia Savicheva Believe Me 67 14
12. Malta Julie & Ludwig On Again...Off Again 50 6
 
Kroatien Ivan Mikulić You Are The Only One 50 11
14.
EJR Mazedonien Toše Proeski Life 47 15
 15. BOS Frankreich Jonathan Cerrada À chaque pas 40 4
16. BOS Ver. Königreich James Fox Hold Onto Our Love 29 20
17. Polen Blue Café Love Song 27 18
18. MA Rumänien Sanda I Admit 18 23
19. BOS Island Jónsi Heaven 16 17
20. MA Niederlande Re-union Without You 11 7
21. MA Österreich Tie-Break Du bist 9 2
22. MA Belgien Xandee 1 Life 7 13
  MA Irland Chris Doran If My World Stopped Turning 7 18
24. MA Norwegen Knut Anders Sørum High 3 3

  


 

Semifinale - 12. Mai 2004
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Serbien Montenegro 
Serbien-Montenegro Željko Joksimović Lane moje 263 20
2. Ukraine Ruslana Wild Dances 256  11
3. Griechenland Sakis Rouvas Shake it 238 10
4. Albanien Anjeza Shahini The Image Of You 167  13
5. Zypern Lisa Andreas Stronger Every Minute 149 14
6. Niederlande Re-union Without You 146 22
7. Bosnien & Herzegowina Deen In The Disco  133  21
8. Malta Julie & Ludwig On Again...Off Again 74 8
9. Kroatien Ivan Mikulić You Are The Only One 72  18
10. EJR Mazedonien Toše Proeski Life 71 15
11. Israel David D'Or To Believe 57 5
  Estland Neiokõsõ  Tii 57  17
13. Dänemark Tomas Thordarson Shame On You 56 19
14. Finnland Jari Sillänpää Takes 2 To Tango 51 1
15. Portugal Sofia Vitória Foi magia 38 7
16. Litauen Linas & Simona What's Happened To Our Love?  26 12
17. Lettland Fomins & Kleins Dziesma par laimi 23 4
18. Andorra Marta Roure Jugarem a estimar-nos 12  6
19. Belarus Aleksandra & Konstantin My Galileo 10 2
  Monaco Märyon Notre planète 10 9
21. Slowenien Platin Stay Forever 5 16
22. Schweiz Piero Esteriore & The MusicStars Celebrate 0 3

 

  


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN  

 

Halle 04© www.sondakika.com

Die türkische Millionenstadt Istanbul war zum ersten Mal in der Geschichte Gastgeber des ESC. Premiere hatte ebenfalls das neue Auswahlsystem für die Finalrunde, denn aus einem Abend hatte die EBU jetzt zwei Events gemacht. Am Mittwoch, dem 12. Mai, vor dem Samstagsfinale am 15. Mai, mussten sich zehn aus 22 Ländern noch für das Finale qualifizieren. Direkt qualifiziert waren die Big Four (Ver. Königreich, Spanien, Frankreich und Deutschland) sowie die zehn bestplatzierten Länder des Vorjahres. Sowohl Neulinge als auch Rückkehrer wurden in diesem Jahr unter den Teilnehmern begrüßt: Andorra, Albanien, Belarus und Serbien-Montenegro hießen die Newcomer, und ein Wiedersehen gab es seit 1979 mit dem Herzogtum und Steuerparadies Monaco.

Ursprünglich hatte man als Austragungsort das "Mydonose Showland" vorgesehen, verlegte dann den ESC aber in das größere Abdi İpekçi Sport Center mit ca. 10.000 Plätzen.

Die EBU hatte auch ursprünglich vorgesehen, das Televoting über die Halbfinal-Kandidaten bis zum Finalsamstag um 12.00 Uhr zu ermöglichen und dann die Qualifizierten erst im Finale selbst bekannt zu geben. Allerdings gab man dieses Vorhaben aufgrund massiver Proteste auf. Die genauen Ergebnisse des Halbfinales wurden erst nach dem Finale veröffentlicht. Im Halbfinale wurden nur die zehn qualifizierten Länder genannt. Im Semifinale sollten eigentlich alle 36 Länder werten,. Allerdings strahlten Frankreich, Polen und Russland und Polen das Semifinale nicht aus und durften daher nicht mitwerten.

Erstmals erschien eine DVD der Shows und erstmals gab es ein offizielles Logo, das die Flagge des Gastgeberlandes in Herzform zeigte.

 

Moderatoren 04© TRTBeide Shows wurden moderiert von Meltem Cumbul und Koran Abay.

Meltem Cumbul besuchte die Schauspielschule in Istanbul und begann ihre Karriere zunächst in London als Moderatorin und musikalische Leiterin beim Turkish National Radio. Wieder in der Türkei, übernahm sie die Moderation einer Game-Show und widmete sich dann zunächst ihrer Schauspielkarriere.1997 bekam sie ein eigenes Format im Fernsehen, die "Meltem Cumbul Show". Außerdem übernahm sie Film- und Musicalrollen. Sie spielte auch im Fatih Akins Film "Gegen die Wand", der mit dem Goldenen Bären" ausgezeichnet wurde. 

Korhan Abay studierte zunächst an der Wirtschafts- und Verwaltungsakademie in Istanbul, bevor er 1974 seine Schauspielkarriere begann. Er spielte in zahlreichen Theaterstücken und Filmen, 1980 übersetzte er "Ein Käfig voller Narren" aus dem Französischen.1987 schrieb er die TV-Serie "Büjük Kosu", die er auch produzierte und in der er die Hauptrolle spielte. Er moderierte unzählige Liveshows, Wettbewerbe und Galas. 

FAZIT

 

Zwei der Newcomer sorgten gleich für eine Überraschung: Anjeza Shahini aus Albanien schaffte mit „The Image Of You“ gleich den Sprung ins Finale und landete dort auf einem stolzen siebten Platz – im Halbfinale war sie noch als braves Engelchen in Rosa gekleidet, zog aber dann im Finale erfolgreich progressives Rot vor – ein Bild, dass den europäischen Zuschauern offensichtlich sehr gut gefallen haben muss. Željko Joksimović aus Serbien-Montenegro und seine wunderschöne Ballade „Lane moje“ waren sogar Halbfinal-Sieger 2004. Instrumente und Stimme überzeugten auch im Finale, wo es immerhin für die Silbermedaille reichte. 

 

Balladen machten generell in diesem Jahr eine gute musikalische Figur. Hervorzuheben sei hier zum einen die junge Zypriotin Lisa Andreas, die mit Barbra-Streisand-Schmollmund und leichtem Lampenfieber-Kiekser in der Stimme ihr „Stronger Every Minute“ vortrug und dafür nicht nur donnernden Applaus in der Halle, sondern auch noch 170 Punkte und einen fünften Platz im Finale erntete.

 

Max aus Deutschland, begleitet auf der Bühne von Entdecker und Produzent Stefan Raab, ließ sein „Can’t Wait Until Tonight“ sogar auf Türkisch verlauten, und die euphorische Reaktion in der Halle ließ nicht lange auf sich warten – mit Platz acht im Finale war man sehr zufrieden. 

 

Dass man aber auch mit einem klassischen „Schmalz-Schlager“ noch einen Mittelfeld-Blumentopf ergattern kann, bewiesen Julie & Ludwig aus Malta mit „On Again...Off again“ - arrangiert von Ralph Siegel aus Deutschland. Leicht verdauliche Schlagerkost mit kontrastreichen Stimmen wurde hier erfolgreich dargeboten, und man landete schließlich und endlich auf Platz 12 – die direkte Final-Qualifikation für 2005 war gerettet! 

 

Den Vogel in der 2004er Jagd um die begehrte Trophäe aber schossen die „Jungen Wilden“ ab. Sakis Rouvas aus Griechenland machte seinem Titel „Shake It“ alle Ehre und präsentierte wahre Bühnenakrobatik inkl. Flic Flac. Eine hohe B-Note in Form der Bronze-Medaille wurde ihm dafür verliehen, und natürlich gab es ein tobendes Publikum bei dieser Nummer. Gastgeber Türkei versuchte es zum ersten Mal in der ESC-Geschichte mit Ska-Pop und holte sich immerhin mit Athena und „For Real“ den vierten Platz. 

 

Die Krone des Schlagers und der Wilderness aber ging 2004 verdient zum ersten Mal in die Ukraine, und das bereits beim zweiten Jahr der Teilnahme! Ruslana Lyzhichko trug ihre „Wild Dances“ im Ledermini und in Begleitung von felltragenden Tänzern mit Peitschen knallend und mit Stampfschritten vor. Bei der Generalprobe ging hier noch der Glasboden zu Bruch, aber am 15. Mai hieß es: Istanbul, 22:00h, stürmisch – der Boden hält. Im Halbfinale musste sie sich noch von Serbien-Montenegro geschlagen geben, aber am Finalabend war sehr schnell deutlich, wer hier das Rennen machen würde. 

 

Wie immer landen am Schluss die Null-Punkte-Kandidaten. Die Schweiz sollte dieses Jahr in die Fußstapfen des Vereinigten Königreiches treten. Zwar schaffte es Casting-Star Piero Esteriore, sein „Celebrate“ sehr gut rüberzubringen und auch das Publikum zum Mitklatschen zu bewegen, aber dafür gab es leider keinen einzigen Punkt bzw. Anruf – wahrscheinlich war es einfach zu kommerziell. Der große Fanfavorit, Xandee, landete für Belgien auf einem sehr enttäuschenden Platz 22. Das Duo Platin aus Slowenien inszenierte medienwirksam in der Probenwoche seine Hochzeit, genutzt hat es nichts, sie scheiterten im Semifinale.

 

Insgesamt wies der ESC 2004 eine sehr gute qualitative Mischung auf, bei der für jeden Zuschauer etwas dabei sein sollte. 2003 noch orientalisch peppig, jetzt barbarisch wild - Riesenfreude herrschte bei den Ukrainern, und man durfte sich auf einen wilden, feurigen ESC 2005 gefasst machen.

 


 

  

 DIE TEILNEHMER - FINALE

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Spanien Österreich Norwegen Frankreich
Ramón Tie-Break
Knut-Anders Sørum
Jonathan Cerrada
"Para llenarme de ti" "Du bist" ”High" "À chaque pas"
M. & T.:
Kike Santander
 M. & T.:
Peter Zimmermann
  M.: Thomas Törnholm &
Lars Andersson
T.: Dan Attlerud
 M.: Ben Robbins &
Steve Balsamo
T.: Jonathan Cerrada
    
TUR 83 TUR 83 RUS 02 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Serbien-Montenegro
Malta
Niederlande Deutschland
Željko Joksimović Julie & Ludwig
Re-union
Max
"Lane moje" "On Again...Off Again" "Without You" "Can't Wait Until Tonight"
M.: Željko Joksimović
T.: Leontina Vukomanović
 M.: Philipp Vella
T.: Gerard James Borg
 M.: Ed van Otterdijk
T.: Angeline van Otterdijk
M. & T.:
Stefan Raab
   
FIN 83 ARM 10 POR 01 SWE 02

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Albanien Ukraine Kroatien Bosnien & Herzegowina
Anjeza Shahini
Ruslana Ivan Mikulić
Deen
"The Image Of You" "Wild Dances" "You Are The Only One"  "In The Disco"
M.: Edmond Zhulali
T.: Agim Doci
  M.: Ruslana Lyzhichko
T.: Oleksandr Ksenofontov
M.: Ivan Mikulić
T.: Dusco Gruborović &
Marina Mudrinić
M. & T.:
Vesna Pisarović
    
FRA 60 FRA 01 GBR  61 ITA  61

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Belgien Russland EJR Mazedonien
Griechenland
Xandee
Julia Savicheva
Toše Proeski Sakis Rouvas
"1 Life"  "Believe Me" "Life"  "Shake It"
M.: Marc Paelinck
T.: Dirk Paelinck
M.: Maxim Fadeev
T.: Brenda Loring
 M.: Jovan Jovanov
T.: Damjan Lazarev &
Irena Dukić
M.: Nikos Terzis
T.: Nektarios Tyrakis
   
SLO 01 SLO15 SLO15 POR 86

17.

AD

18.

AD

19.

AD

20.

AD

Island Irland Polen Ver. Königreich
Jónsi Chris Doran
Blue Café
James Fox
"Heaven" "If My World
Stopped Turning"
"Love Song" "Hold Onto Our Love"
M.: Sveinn Runar Sigurdsson T.: Magnus Thor Sigmundsson  M. & T.:
Brian McFadden &
Jonathan Shorten
M.: Pawel Rurak-Sokal
T.: Tatiana Okupnik
M. & T.:
Gary Miller &
Tim Woodcock
   
ROM 02 SLO 02 DEN 01 DEN 01

21.

AD

22.

AD

23.

AD

24.

AD

Zypern Türkei Rumänien Schweden
Lisa Andreas
Athena
Sanda Lena Philipsson
"Stronger Every Minute" "For Real"
"I Admit" "It Hurts"
M. & T.:
Mike Connaris
 M. & T.:
Athena
M. George Popa
T.: Irina Gilgor
  M. & T.:
Thomas "Orup" Eriksson

 

  

 DIE TEILNEHMER - SEMIFINALE

 

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Finnland Belarus Schweiz Lettland
Jari Sillanpää
Aleksandra & Konstantin
Piero Esteriore &
The MusicStars
Fomins & Kleins
"Takes 2 To Tango" "My Galileo" ”Celebrate" "Dziesma par laimi"
M.: Mika Toivanen
T.: Jari Sillanpää
M.: Aleksandra & Konstantin T.: Aleksey Solomaha   M. & T.:
Greg Manning
 M.: Tomass Kleins
T.: Guntars Racs
    
TUR 83 TUR 83 RUS 02 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Israel
Andorra
Portugal Malta
David D'Or
Marta Jure
Sofia Vitória
Julie & Ludwig
"To Believe" "Jugarem a estimar nos" "Foi magia" "On Again...Off Again"
M.: Ofer Maor & David D'Or
T.: David D'Or
 M. & T.:
Jofre Bardagi
 M.& T.:  
Paulo Neves
M.: Philipp Vella
T.: Gerard James Borg
   
FIN 83 ARM 10 POR 01 SWE 02

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Monaco Griechenland Ukraine Litauen
Märyon
Sakis Rouvas
Ruslana
Linas & Simona
"Notre planète" "Shake It" "Wild Dances"  "What's happened To
Our Love?"
M.: Phil Bosco
T.: Patrick Sassier & Phil Bosco
  M.: Nikos Terzis
T.: Nektarios Tyrakis
M.: Ruslana Lyzhichko
T.: Oleksandr Ksenofontov
M.: Linas Adomaitis & Michalis Antoniou
T.: Camden-MS
    
FRA 60 FRA 01 GBR  61 ITA  61

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Albanien Zypern EJR Mazedonien
Slowenien
Anjeza Shahini
Lisa Andreas
Toše Proeski Platin
"The Image Of You"  "Stronger Every Minute" "Life"  "Stay Forever"
M.: Edmond Zhulali
T.: Agim Doci
M. & T.:
Mike Connaris
 M.: Jovan Jovanov
T.: Damjan Lazarev &
Irena Dukić
M.: Simon Gomilsek
T.: Diana Lecnik
   
SLO 01 SLO15 SLO15 POR 86

17.

AD

18.

AD

19.

AD

20.

AD

Estland Kroatien Dänemark Serbien-Montenegro
Neiokõsõ   Ivan Mikulić Tomas Thordarsson
 Željko Joksimović
"Tii" "You Are The Only One" "Shame On You" "Lane moje"
M.: Priit Pajusaar &
Glen Pilvre
T.: Aapo Ilves
M.: Ivan Mikulić
T.: Dusco Gruborović &
Marina Mudrinić
M. & T.:
Ivar Lind Greiner
 M.: Željko Joksimović
T.: Leontina Vukomanović
   
  SLO 02 DEN 01  

21.

AD

22.

AD

Bosnien & Herzegowina
Niederlande
Deen
Re-union
"In The Disco"
"Without You"
 M. & T.:
Vesna Pisarović
M.: Ed van Otterdijk
T.: Angeline van Otterdijk

 

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DIE WERTUNG -  FINALE

 

Scorebaord2Scorebaord2Scoraboard3

 

 

Scoreboard 95© TRT


 

DIE WERTUNG - SEMIFINALE

 

Scoreboard SF


         


 

AUS DER PRESSE

 

Presse 04 1© DPA
Presse 04 3© RP

Presse 04 4© ZEIT


 Presse 04 2© NRZ

 

 


Der Eurovision Song Contest 2003


 Logo02 

48. Eurovision Song Contest - 24. Mai 2003
      Riga
                              

Halle Skonto Halle
Motto Rendezvous in Riga
Moderation Marie N. & Renārs Kaupers
Pausen-Act Musik-Videoclip "Impressionen aus Riga"
Wertung Televoting -  Die ersten zehn Titel bekommen jeweils die Punkte 12-10-8-7...3-2-1
Teilnehmer 26 Länder

 

Siegerland: Türkei


israel

Interpretin:

Sertab Erener

Titel:

"Everyway That I Can"

Musik:

Sertab Erener & Demir Demirkan

Text: 

Demir Demirkan


SIeger03© ARD 

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Türkei Sertab Erener Everway That I Can 167 4
2. Belgien Urban Trad Sanomi 165 22
3. Russland t.A.T.u. Ne ver', ne bojsia 164 11
4.
Norwegen Jostein Hasselgård I'm Not Afraid To Move on
123 18
5. Schweden Fame Give Me Your Love 107 25
6.
Österreich Alf Poier Weil der Mensch zählt 101 2
7. Polen Ich Troje Keine Grenzen -  Żadnych granic 90 20
8. Spanien Beth Dime 81 12
9. Island Birgitta Open Your Heart 81 1
10. Rumänien Nicola Don't Break my Heart 73 24
11.
Irland Mickey Harte We've Got The World Tonight 53 3
12. Deutschland Lou Let's Get Happy 53 10
13.
Niederlande Esther Hart One More Night 45 14
14.
Ukraine Olexandr Hasta la vista 30 16
 15. BOS Kroatien Claudia Beni Više nisam tvoja 29 8
16. BOS Bosnien & Herzegowina Mija Martina Ne brini 27 6
17. Griechenland Mando Never Let You Go 25 17
18. MA Frankreich Louisa Baïleche Monts et merveilles 19 19
19. BOS Israel Lior Narkis Words For Love 17 13
20. MA Zypern Stelios Constantas Feeling Alive 15 9
21. MA Estland Ruffus Eighties Coming Back 14 23
22. MA Portugal Rita Guerra Deixa-me sonhar 13 7
23. MA Slowenien Karmen Nanana 7 26
24. MA Lettland F.L.Y. Hello From Mars 5 21
25. MA Malta Lynn To Dream Again 4 5
26. MA Ver. Königreich Jemini Cry Baby 0 15

 

  


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN  

 

Halle 03© LETADie EBU hatte die Teilnehmerzahl erhöht auf 26.  Die Aussetzer von 2002, Niederlande, Polen, Irland, Island und Norwegen, kehrten zurück. EJR Mazedonien, Finnland, die Schweiz, Litauen und Dänemark mussten aussetzen. Portugal hatte 2002 freiwillig verzichtet, war aber nun wieder dabei. Erstmals nahm die Ukraine teil und schickte einen der größten heimischen Stars ins Rennen, Olexandr Ponomariov. Auch Albanien hätte gern einen Vertreter geschickt, aber die EBU wollte in diesem Jahr nur einen Neuling zulassen. Nach einer Ausschreibung des lettischen Fernsehens wurde Riga letztlich der Vorzug vor Ventspils gegeben. Die Skonto Halle mitten im Zentrum der Hauptstadt fasste 6.500 Zuschauer. 

Mit ihrem Titel „Hello From Mars“ schienen sich die Letten ja schon hoch hinaus zu wagen, aber dass tatsächlich prominente Zuschauer aus dem All angeschlossen waren, war der erste Knüller des Abends: Die Besatzung der International Space Station (ISS) konnte den ESC 2003 live verfolgen. Viel des Lobes gab es im Vorfeld zur diesjährigen Auswahl, hohe Qualität, gute Beiträge, von denen einige auch wieder zum Teil in der Landessprache gesungen wurden.  

Erneut gab es eine Regeländerung: Bei Punktegleichstand an der Spitze sollte die größere Anzahl der Länder, die dem jeweiligen Beitrag Punkte gegeben hatten, entscheiden. Die Regelung kam 2003 aber nicht zum Zuge. Fast alle Länder stimmten per Televoting ab. lediglich Russland und Bosnien & Herzegowina griffen auf Juryvoting zurück wegen mangelnder Telefonkapazitäten. Die hätte Irland zwar gehabt, aber durch eine Verzögerung bei der Auszählung des Televotings musste auch auch hier auf die Back-Up-Jury zurückgreifen.  

Der Contest stand unter dem Motto "Rendezvous in Riga"

 

Moderatoren 03© LTVSterne funkelten hinter der Bühne und die Stimmung in der Skontohalle von Riga schien bereits stetig zu steigen, als die Moderatoren des Abends, Vorjahressiegerin Marie N. und Renārs Kaupers, die Bühne betraten. Vielleicht lag es auch an ihren tollen Muppet-Show-artigen Mänteln, dass die Skontohalle so aus dem Häuschen war.

 

Marie N. alias Marija Naumova machte bereits als junges Mädchen als Tochter einer Schauspielerin erste Bühnenerfahrungen bei Aufführungen des Russischen Dramatheaters. 1994 nahm sie an Talentwettbewerben teil und begann so ihre Gesangskarriere. 1997 erschien ihr erstes Album in russischer Sprache. 2000 nahm sie an der lettischen Vorentscheidung teil, die die Gruppe Brainstorm gewann. 

Renārs Kaupers war der Leadsänger der Gruppe "Brainstorm", als diese 2000 für Lettland bei der erstmaligen Teilnahme Platz drei ersungen hatte. Er moderierte 2005 auch gemeinsam mit Katrina Leskanich die Show zum 50. Jubiläum des ESC in Kopenhagen. Er hat Journalistik studiert, ist aber auch Schauspieler und wurde 2001 mit dem lettischen Filmpreis ausgezeichnet.

 

FAZIT

 

Zur Eröffnung ging es gleich in den hohen Norden nach Island: Blumenkind Birgitta Haukdal wurde bei den Fans und den Buchmachern recht hoch gewettet und lieferte auch eine sehr gute Performance ihres Beitrags „Open Your Heart“ ab. Am weitesten hatten die Norweger ihre Herzen geöffnet, aber auch im maltesischen Süden wurde tief in die Tasche gegriffen: zweimal 12 Punkte und ansonsten viel Kleinvieh brachten die Isländer nach 1999 erstmals wieder in die Top Ten.

 

„Hier wird nicht gepfiffen, das österreichische Publikum hat entschieden“ so die strengen Worte von DJ Ötzi, dem Moderator der diesjährigen Vorentscheidung in Österreich, zur Reaktion auf den Sieg von Alf Poier. „Weil der Mensch zählt“ wurde in Österreich zum Enfant Terrible des ESC 2003 gestempelt, eine Ulk- und Klamauknummer, die mit internationaler Chartqualität so wenig zu tun hatte, wie das Schwein mit dem berühmten Uhrwerk. Aber Alf war derjenige, der in diesem Jahr allen beweisen sollte, wie gut man den ESC doch für Überraschungen nutzen kann. Europa bewies seinen Humor: Nur acht von 25 stimmberechtigten Ländern gaben Österreich keine Punkte. Alf brachte die Alpen-Republik nach 14 Jahren wieder in die Top Ten der Eurovision: 101 Punkte für einen Song über Frau Holle und ihre Wolle, den man als den todsicheren Null-Punkte-Kandidaten eingestuft hatte. Da keine lebenden Tiere auf der Bühne erlaubt waren, standen Papp-Tiere mit auf der Bühne! Während der Probenwoche inszenierte sich Alf Poier als das "Enfant terrible", dessen Ruf ihm schon vorauseilte, z. B. mit merkwürdigen und völlig sinnfreien "Show-Einlagen" für die Presse.

 

Weitere "Enfants terribles" waren die beiden Mädel des Duos t.A.T.u. aus Russland. Sie provozierten, wo sie nur konnten.  Trotz des provokanten Kusses auf der ESC-Bühne reichte es zum dritten Platz.

 

Jede Menge Plagiatsvorwürfe konnten Mickey Harte aus Irland nicht den Spaß an diesem ESC verderben. Außer der mit 12 Punkten dotierten Nachbarschaftshilfe aus UK konnte er aber keinen nennenswerten Bonus für „We’ve Got The World Tonight“ verzeichnen -  trotz großer Ähnlichkeit mit dem dänischen Siegersong von 2000 - und musste sich mit Platz 11 zufrieden geben. 

 

Lou aus Deutschland wollte aus dem ESC 2003 eine Happy Hour machen. Ralph Siegel hatte für sie den Titel „Let’s Get Happy“ produziert, der immerhin für einen guten Mittelfeldplatz reichen sollte: 53 Punkte und Platz 12 (punktgleich mit Irland, das aber eine 12-er-Wertung verzeichnete) waren sicher nicht der Gipfel der Siegelschen Happiness, aber man durfte zufrieden sein.

 

Lynn Chircop aus Malta und Mija Martina aus Bosnien hatten es schwer im starken Teilnehmerfeld. Das maltesische „To Dream Again“ sollte für Lynn wahr werden, denn von dem großen Erfolg musste sie weiter nur träumen – vier Punkte brachten den vorletzten Platz. Mija sang „Ne brini“ (Could It Be) – aber nein, es sollte NICHT sein. Zwar gab es einmal 12 Punkte vom Sieger Türkei, aber es blieb dennoch nur beim 16. Platz. Der Reigen der traurigen Diven ging weiter mit Rita Guerra aus Portugal mit ihrer Ballade „Deixa-me sonhar“ – sie schaffte es nur auf Platz 22. Nummer Fünf in diesem Bunde war Claudia aus Kroatien, die es mit ihrem „Više nisam tvoja“ gerade auf Platz 15 brachte. 

 

Der griechische Star Mando blieb eher durch ihr sehr offenherziges Outfit als ihren Titel "Never Let You Gou" in Erinnerung. Platz 17 war der "Lohn" für die besondere Korsage.

 

Der polnische Beitrag wurde zweisprachig gesungen, in Deutsch(!) und Polnisch. Keine Grenzen forderten Ich Troje um den charismatische Michał Wiśniewski und wurde mit Platz sieben belohnt.

 

Die Türken sangen komplett in Englisch – und das funktionierte wie folgt: Man nehme den Superstar des eigenen Landes in der Person von Sertab Erener, orientalische Rhythmen, gekrönt mit eine paar geschickten Schulter-Shimmys,  und eine Show aus 1001 Nacht und nenne das ganze „Everyway That I Can“. Und sie tat wirklich ALLES was sie konnte, um diesen Auftritt zu einem Erfolg für ihr Land zu machen. Wunder geschehen nicht nur in 1001 Nacht, sondern auch in einer Mai-Nacht in Riga: Es hagelte Punkte für die Türkei. Mit einem hauchdünnen Zwei-Punkte Vorsprung reichte es schließlich für den Sieg, dem ersten, seit die Türkei 1975 zum ersten Mal teilgenommen hatte. Der Sieg war erst mit der allerletzten Wertung perfekt, und so gab es ein äußerst spannendes Voting. Die Türkei war sichtlich stolz auf ihren Sieg und empfing ihre Siegerin daheim gebührend. Man durfte gespannt sein, wie der erste ESC im Orient 2004 ablaufen würde...

 

Die Belgier hatten die Gruppe Urban Trad am Start mit einem Lied "Sanomi" in einer Phantasiesprache. Bei der Wertung stellte sich schnell heraus, dass die Gruppe ganz oben mitspielen würde. Bis zur letzten Wertung aus Slowenien sah es sogar so aus, dass sie gewinnen würden. Aber dann überrundete sie die Türkei um zwei Punkte.

 

Erstmals in der ESC-Geschichte gab es null Punkte für das Vereinigte Königreich. Das Duo Jemini hatte aber auch so gut wie null Töne getroffen...

 

  


 

 DIE TEILNEHMER

 

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Island Österreich Irland Türkei
Birgitta Alf Poier
Mickey Harte
Sertab Erener
"Open Your Heart" "Weil der Mensch zählt" ”We've Got The
World Tonight"
"Everway That I Can"
M.: Hallgrimur Oskarsson
T.: Sveinbjorn I. Baldvinsson & Birgitta Haukdal
 M. & T.:
  Alf Poier
M. & T.:
Keith Molloy &
Martin Brannigan
M.: Sertab Erener
T.: Sertab Erener & Demir Demirkan
    
TUR 83 TUR 83 RUS 02 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Malta Bosnien & Herzegowina
Portugal Kroatien
Lynn Mija Martina
Rita Guerra
Claudia Beni
"To Dream Again" "Ne brini" "Deixa-me sonhar" "Vise nisam tvoja"
M.: Alfred Zammit
T.: Cynthia Sammut
 M.: Ines Prajo
T.: Arjana Kunstek
M. & T.: 
Paulo Martins
M. & T.:
Andrej Babić
   
FIN 83 ARM 10 POR 01 SWE 02

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Zypern Deutschland Russland Spanien
Stelios Constantas
Lou t.A.T.u. Beth
"Feeling Alive" "Let's Get Happy" "Ne'ver, ne bojsia"  "Dime"
M. & T.:
Stelios Constantas
  M.: Ralph Siegel
T.: Bernd Meinunger
M.: Mars Lasar
T.: Valeriy Polienko
M.: Jesus Maria Peréz
T.: Amaya Martinez
    
FRA 60 FRA 01 GBR  61 ITA  61

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Israel Niederlande Ver. Königreich
Ukraine
Lior Narkis
Esther Hart
Jemini Oleksandr
"Words For Love"  "One More Night" "Cry Baby"  "Hasta la vista"
M.: Yoni Ro'eh
T.: Yossi Gispan
M. & T.:
Tjeerd van Zanen &
Alan Michael
M. & T.:
Martin Isherwood
  M.: Tzvika Pick
T.: Mirit Shem-Ur
   
SLO 01 SLO15 SLO15 POR 86

17.

AD

18.

AD

19.

AD

20.

AD

Griechenland Norwegen Frankreich Polen
Mando Jostein Hasselgård
Louisa Baïleche Ich Troje
"Never Let You Go" "I'm Not Afraid
To Move On"
"Monts et merveilles" "Keine Grenzen-
Żadnych granic"
M.: Mando
T.: Terry Siganos
 M. & T.:
Arve Furset
 M. & T.:
Hocine Hallaf
M.: André Franke &
Joachim Horn-Bernges
T.: A. Franke, J. Horn-Bernges, Michal Wisniewsli & Jacek Lagwa
   
ROM 02 SLO 02 DEN 01 DEN 01

21.

AD

22.

AD

23.

AD

24.

AD

Lettland Belgien Estland Rumänien
F.L.Y. Urban Trad
Ruffus Nicola
"Hello From Mars" "Sanomi"
"Eighties Coming Back" "Don't Break My Heart"
M. & T.:
Martins Freimanis &
Lauris Reiniks
 M. & T.:
Yves Barbieux
M. & T.: 
Vaiko Eplik
 M.: Mihai Alexandru
T.: Nicola
   







SLO 02 DEN 01





25.

AD

26.

AD

Schweden Slowenien
Fame
Karmen
"Give Me Your Love"
"Nanana"
M. & T.:
Kalle Kindbom &
Carl Lösnitz
M. Martin Stibernic
T.: Karmen Stavec

 

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DIE WERTUNG

 

Scorebaord2

 

 

Scoreboard 95© LTV


 
         


 

AUS DER PRESSE

 

Presse 1© WELT
Presse2© Kölner Stadtanzeiger


Presse 03© BILD


 

 

 


Der Eurovision Song Contest 2002


 Logo02 

47. Eurovision Song Contest - 25. Mai 2002
      Tallinn
                              

Halle Saku Suurhall
Motto Modern Fairytale
Moderation Annelie Peebo & Marko Matvere
Pausen-Act "Rebirth" - Tanz- und Musikformation
Wertung Televoting -  Die ersten zehn Titel bekommen jeweils die Punkte 12-10-8-7...3-2-1
Teilnehmer 24 Länder

 

Siegerland: Lettland


israel

Interpretin:

Marie N.

Titel:

"I Wanna"

Musik:

Marija Naumova

Text: 

Marija Naumova & Marats Samauskis


SIeger01© EBU 

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Lettland Marie N. I Wanna 176 23
2. Malta Ira Losco 7th Wonder 164 20
3. Estland Sahlene Runaway 111 8
 
Ver. Königreich Jessica Garlick Come Back
111 2
5. Frankreich Sandrine François Il faut du temps 104 17
6.
Zypern One Gimme 85 1
7. Spanien Rosa Europ's Living A Celebration 81 5
8. Schweden Afro-Dite Never Let It Go 72 12
9. Rumänien Monica Anghel & Marcel Pavel Tell Me Why 71 21
10. Russland Prime Minister Northern Girl 55 7
11.
Kroatien Vesna Pisarović Everything I Want 44 6
12. Israel Sarit Haddad Light A Candle 37 10
13.
Belgien Sergio & The Ladies Sister 33 16
 
Bosnien & Herzegowina Maja Na jakustu za dvoje 33 15
  BOS Slowenien Sestre Samo ljubezen 33 22
16. BOS Türkei Buket Bengisu & Safir Leylaklar soldu kalbinde 29 19
17. Griechenland Michalis Rakintzis S.A.G.A.P.O. 27 4
18. MA Österreich Manuel Ortega Say A Word 26 3
19. BOS EJR Mazedonien Karolina Od nas zavisi 25 9
20. MA Finnland Laura Addicted To You 24 13
21. MA Deutschland Corinna May I Can't Live Without Music 17 18
22. MA Schweiz Francine Jordi Dans le jardin de mon âme 15 11
23. MA Litauen Aivaras Happy You 12 24
24. MA Dänemark Malene Tell Me Who You Are 7 14

 

  


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN  

 

Halle 02© hctallinn.eeMit großer Spannung erwartete die Gemeinschaft der ESC-Begeisterten von Portugal bis Russland und von Island bis Malta, wie das kleine Estland, welches als erster Newcomer aus dem Ostblock den ESC gewonnen hatte, die Mammutaufgabe „Eurovision Song Contest“ bewältigen würde. Der Bau einer neuen Halle, der „Saku Suurhall“ wurde kurz nach dem Sieg in Kopenhagen beschlossen und fristgerecht fertiggestellt. 

Die EBU hatte festgelegt, dass wieder 23 Länder teilnehmen durften, aber man änderte die Anzahl dann auf 24, so dass Lettland eine Chance bekam... und prompt gewann! Aussetzen mussten die Niederlande, Polen, Irland, Island und Norwegen (s.u.).

 

Es war das erste Mal, dass der Contest unter ein spezielles Motto gestellt wurde. Es lautete 2002 "Modern Fairytale", ein modernes Märchen, und die "Postcards" nahmen dieses Thema auf. 

 

Moderatoren 00© ERRDer in Estland bekannte Schauspieler Marko Matvere und die an der Wiener Oper als Mezzo-Sopranistin tätige Annely Peebo waren die charmanten Gastgeber des Abends und meisterten ihre Aufgabe mir Bravour. Zur Halbzeit gab es sogar ein wunderschönes Duett der beiden Moderatoren zu den Klängen eines bekannten estnischen Komponisten, das das meist besungene Thema im ESC behandelte, die Liebe : "A Little Story In The Music".

 

Annely Peebo studierte klassischen Gesang in Wien und war an bedeutenden Opernhäusern engagiert, u.a. in Wien, Mailand, Neapel. 2003 sang sie anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Pontifikates von Johannes Paul II. Beethovens 9. Symphonie im Vatikan. Weitere Höhepunkte waren ihr Auftritt bei "Christmas in Vienna" 2006 mit Juan Diego Flórez und Grace Bumbry und Open Air-Galakonzerte mit Andrea Boccelli (2003) und José Carreras (2013) in Tallinn. Außerdem war sie die Hauptdarstellerin in dem mehrfach preisgekrönten Musikfilm "Leçons de ténèbres". Sie ist auch eine gefragte Barock- und Konzertsängerin.

Marko Matvere hat einen Abschluss an der Tallinner Theaterhochschule und spielte verschiedene Rollen am Tallinner Stadttheater. Außerdem wirkte er in zahlreichen Fernseh- und Musicalfilmen mit. Als Regisseur inszenierte er auch einige Musicals auf der Theaterbühne. Er wurde mehrfach als "Bester Schauspieler" ausgezeichnet.     

 

FAZIT


Für frischen Wind und noch mehr gute Stimmung sorgten gleich zu Beginn fünf junge Herren aus Zypern, die Formation ONE mit ihrem Beitrag „Gimme (your lovin’)“. Punkte gab es für diesen ersten Beitrag nicht gerade wenig: 85 Punkte - davon die „traditionellen“ 12 Punkte aus Griechenland, aber auch 12 vom Nachbarn Malta - sicherten Platz sechs und somit auch die Teilnahme in 2003.


Großbritannien gilt als Rekordhalter für den Titel „Zweiter Sieger“, diesmal sollten sie von der Startposition zwei aus starten. „Come Back“, eine romantische Ballade, hieß der Titel der jungen Jessica Garlick, die als Top-Favoritin gehandelt wurde. Im wahrscheinlich „fransigsten“ Glitter-Fummel des Abends zeigte sie eine sehr professionelle und sichere Vorstellung und wurde mit Platz drei belohnt.


Manuel Ortega, auch als die österreichische Ausgabe von Ricky Martin bezeichnet, versuchte nach dem ruhigen Vortrag aus England, mit seinem Lied „Say A Word“ wieder Schwung in die Halle zu bringen. Er kam aber offensichtlich etwas eintönig rüber und konnte nur insgesamt 26 Punkte erzielen.


Nur einen Punkt mehr bekam der bekannte griechische Sänger Michalis Rakintzis. Für ihn war es ein sehr schweres Los, den erfolgreichen dritten Platz aus 2001 zu verteidigen. Er forderte seine Geliebte auf, das Passwort „S.A.G.A.P.O“ einzugeben, um sich in seine Welt einloggen zu können. Gekleidet wie Stargate-Offiziere und im strengen Schritt trugen er und seine Gruppe den griechischen Beitrag vor. Liebe mit Passwort war aber offensichtlich nicht angesagt bei den Zuschauern und so landete „S.A.G.A.P.O“ auf Absteigerplatz 17.


Big Brother ist out, es lebe die „Operación Triunfo“. So nannten die Spanier ihren Vorentscheidungsmarathon, den die junge Sängerin Rosa aus Granada gewann. Sie sang von einem Fest in Europa „Europe’s Living A Celebration“ und die Saku Suurhall feierte kräftig mit. So ganz konnte sie ihrer Favoriten-Rolle nicht gerecht werden, das Endergebnis war Platz sieben.


Das Publikum mit ihrer Ausstrahlung um den Finger zu wickeln, das verstand Vesna Pisarović schon in der kroatischen Vorentscheidung, wo sie einen wahren Erdrutschsieg errungen hatte. Das kroatische Publikum hatte dann entschieden, dass Vesna am 25. Mai in Englisch singen sollte. Der große Sieg sollte in Tallinn für ihren Titel „Everything I Want“ aber ausbleiben. Es reichte nur für Platz 11.


Boygroup die Zweite - so hieß es beim russischen Beitrag der Formation „Prime Minister“. Sie besangen das „Northern Girl“, dessen Herz sie so gern zum Schmelzen bringen wollten. Platz zehn sicherte Russland schließlich ein weiteres Mal die Teilnahme am ESC.


Der Gastgeber war nun an der Reihe. Die Schwedin Sahlene trat für Estland mit dem Titel „Runaway“ an. Grund zum Weglaufen hatte Sahlene aber absolut nicht, denn sie wurde natürlich vom heimischen Publikum begeistert empfangen und verstand es, während ihres Vortrages die Stimmung in der Halle noch weiter nach oben zu treiben. Für den Beifall bedankte sie sich mit einem lauten „I love you“. In Schweden und Lettland hatte man diesen Ruf offensichtlich am lautesten vernommen, den von dort gab es 12 Punkte, Sahlene endete schließlich punktgleich mit Jessica Garlick  auf einem tollen Platz drei.


Der Eurovision Song Contest ist ja auch immer eine Herausforderung für die Modemacher, denen bei dem Auftritt der mazedonischen Sängerin Karolina sicherlich die Spucke wegblieb: Karolina trug eine goldfarbene Korsage zu einem großzügigen roten bodenlangen Tüllrock. Diese Kombination wurde zunächst von einem brombeerfarbenen Kleid überdeckt, welches Karolina - ähnlich wie Danijela aus Kroatien 1998 - dann zur Hälfte des Liedes fallen ließ. Da Mode aber nicht über den Sieg beim ESC entscheidet, reichte es für Karolina nur für Platz 19.


Israel, welches sich nach seinem letzten Sieg 1998 und dem fünften Platz 1999 im eigenen Land mehr schlecht als recht durch die Qualifikation gehangelt hatte, wählte diesmal seine erfolgreichste Sängerin aus. Sarit Hadad sang eine Friedenshymne aus Israel. „Light A Candle“ war nicht das erste Friedenslied aus Israel und bei Platz 12, der für die Qualifikation 2003 ausreichte, vielleicht auch nicht das Letzte, welches wir in den nächsten Jahren hören werden.


Im Garten der Volksmusik ist sie bereits seit mehreren Jahren sehr erfolgreich zu Hause. Jetzt besang sie – beauftragt von den Schweizer Zuschauern – den Garten ihrer Seele. Francine Jordi aus der Schweiz und ihr Chanson „Dans le jardin de mon âme“ wirkten allerdings ein bisschen wie ausgeschnitten aus einem 1980er Jahre ESC-Video und schienen in den modernen Eurovision Song Contest nicht so ganz zu passen. Die höchste Punktzahl, das waren fünf Punkte, gab es vom Nachbarn Österreich. Eine wunderschöne harmonische Darbietung, aber für die Qualifikation 2003 sollte es leider nicht reichen.


Gladis, Blossom, Kayo alias Afro-Dite kamen für Schweden nach Tallinn, um zu siegen und in Europa ganz groß herauszukommen. „Never Let It Go“ war der Top-Favorit bei den Buchmachern und die drei Damen gaben ALLES, um in der Halle Stimmung zu machen. So richtig wollte der Funke aber weder in der Halle noch bei den Fernseh-Zuschauern überspringen. Nur Bosnien & Herzegowina gab einmal die Höchstpunktzahl 12 nach Schweden, Platz acht war sicherlich nicht das, was das Damentrio sich erhofft hatte.


Aus Finnland kam – die modisch ebenfalls in der ESC-Woche immer sehr auffallend gekleidete – Laura Voutilainen, eine der Top-Künstlerinnen in Finnland. An diesem Abend zeigte sie sich aber eher schlicht in weißer Hose mit blauer Bluse, trug aber ihren Song „Addicted To You“ sehr selbstbewusst vor. Die zehn Punkte aus Schweden sollten aber für Laura der einzige Trost sein, denn Platz 20  reichte nicht, um 2003 wieder dabei zu sein.


Skandinavische Enttäuschungen anno 2002 die Dritte: Am schlimmsten traf es die Dänen. Malene sang eine ruhige Ballade mit dem Titel „Tell Me Who You Are“, die aber einen sehr langweiligen Eindruck hinterließ. Nach den zwei erfolgreichen Jahrgängen 2000 und 2001 gab es diesmal die rote Laterne für das Königreich im Norden. Platz 24 und somit Aussetzen im nächsten Jahr.


Im letzten Jahr noch gerade qualifiziert mit einer ruhigen Ballade, versuchten die Bosnier es diesmal mit einem flotten Popsong. Maja erzählte Märchen der Liebe: „Fairytales Of Love“ zum Teil in ihrer Heimatsprache und dann in Englisch. Ob es am Akzent lag oder an der Frisur – es reichte nur für Platz 13.

Vor zwei Jahren in Stockholm kamen sie noch mit bravem Gospel, jetzt wollten sie wohl mal etwas ganz Anderes machen. Die belgische Rockröhre Sergio & The Ladies sangen „Sister“. Haushoch bei der Vorentscheidung gewonnen, sollte es hier auch nur für Platz 13 reichen – punktgleich mit Bosnien & Herzegowina.


Man nehme eine stimmenstarke hübsche Sängerin, einen erfahrenen Komponisten und eine ausdrucksvolle Ballade – nach diesem Rezept waren die Franzosen bereits 2001 erfolgreich auf Platz vier gelandet. Sandrine François sang darüber, dass alles Zeit braucht „Il faut du temps“. Zeit zum Punkte vergeben ließen sich die Zuschauer nicht sehr viel, denn Punkte kamen reichlich, und die reichten für Platz fünf.


Corinna May aus Deutschland hatte lange kämpfen müssen, bis der Traum vom ESC wahr wurde. 20 Jahre nach dem Sieg von Nicole startete sie ebenfalls auf Startnummer 18, und ihr Titel „I Can’t Live Without Music“ war bei den Buchmachern auf Platz zwei gesetzt – alle Vorschuss-Lorbeeren waren also auf ihrer Seite. Leichte Schräglage gab es allerdings beim Background-Chor, und Corinnas Nervosität war auch nicht zu übersehen. Der Traum wurde schließlich zum Albtraum für die Künstlerin und ihren Komponisten Ralph Siegel: insgesamt nur 17 Punkte und Platz Nr. 21, darunter ein Punkt aus Österreich und drei aus der Schweiz.


Buket Bengisu & Group Safir sangen „Leylaklar soldu kalbinde“ für die Türkei. Ein sehr sympathischer Auftritt, der auch zum Teil in Englisch gesungen wurde, dem der internationale Durchbruch aber fern blieb: Platz 16 lautete das türkische Endergebnis.


Für viele ESC-Teilnehmer erscheint es sicherlich wie ein Wunder, wenn sie bei der nationalen Vorentscheidung zum ESC-Repräsentanten ihres Landes gewählt werden. Ira Losco bezeichnete es sogar als „7th Wonder“ und lieferte einen sehr selbstbewussten, harmonischen und sympathischen Auftritt, bei dem sie sogar Glitter-Kusshändchen ins Publikum warf. Sie galt als Geheimtipp und machte dieser Rolle alle Ehre, denn die Punkte prasselten für Malta schneller herein, als viele erwartet hatten. Ira fand sich schließlich mit 164 Punkten auf der zweiten Stufe des Treppchens wieder, und das war sicherlich eine der großen Überraschungen des Abends.


Zwei starke Stimmen sandte dieses Jahr Rumänien ins Rennen: Monica Anghel und Marcel Pavel sangen ihre melancholische Ballade „Tell Me Why“. Ein sehr gelungenes Duett von zwei erfahrenen Künstlern, das Rumänien erstmals eine Top Ten-Position bescherte. Auffällig war, dass die Höchstpunktzahl 12 zweimal aus Ex-Ostblockstaaten kam, nämlich Russland und Mazedonien.


Die umstrittensten Eurovisions-Vertreter im eigenen Land waren sicherlich „Sestre“ aus Slowenien. Die drei Travestiekünstler in perfektem Stewardessen-Outfit waren eine der wenigen Teilnehmer, die ihren Song „Samo ljubezen“ (Only Love) komplett in ihrer Heimatsprache sangen. Für die Show gab es viel Applaus, aber nur sehr wenig Punkte. Gemeinsam mit Belgien und Bosnien & Herzegowina fanden sich Sestre auf Platz 13 wieder.


Bucks Fizz kamen 1981 mit eingebauter Sollbruchstelle im Röckchen und siegten, Danijela ließ 1998 ihren Mantel fallen und wurde Fünfte. Einen guten Song präsentieren und sich dabei ausziehen – dieses Rezept hatte sich offensichtlich Marija Naumova alias Marie N. auf die Fahne geschrieben. Sie startete ihren flotten Latino Song „I Wanna“ im weißen Hosenanzug à la Humphrey Bogart und ließ beim zweiten Refrain mit Hilfe ihrer Background-Tänzer Jacket, Hemd und Hose fallen. In der Schlusspose zeigte sie sich dann ladylike im figurbetonten pinkfarbenen Abendkleid. Sicherlich die aufwändigste Show des Abends, präsentiert mit toller Stimme und perfekter Mimik – es passte alles. Und das war auch die Meinung vieler, vieler Zuschauer: Fünfmal gab es die Höchstwertung, und  mit 12 Punkten Vorsprung siegte Lettland vor Malta: Der Eurovision Song Contest sollte im Baltikum bleiben. Diese beiden Geheimfavoriten hatten sich bereits früh bei der Wertungsbekanntgabe herauskristallisiert und das ESC-Rennen 2002 unter sich ausgemacht.


Nach dieser tollen Show hatte Litauens Vertreter, Aivaras, mit seinem Song „Happy You“ als 24. und somit letzter Starter einen sehr schweren Job. Man gab sich im 1970er Jahre Blumenkinder-Stil und sang vom Fröhlichsein. Danach war ihm sicherlich nach der Wertungsbekanntgabe nicht mehr zumute. Insgesamt 12 Punkte – davon kam die Hälfte vom Nachbarn Lettland - reichten nicht für die Teilnahme 2003.


Nachdem sich in den letzten zwei Jahren die Herren der Schöpfung jeweils in doppelter Ausführung klar durchsetzten, herrschte diesmal unter den TOP 5 eindeutig der Lady Power vor. 1. Marie N. aus Lettland, 2. Ira Losco aus Malta, 3. Jessica Garlick aus GB punktgleich mit Sahlene aus Estland, 5. Sandrine François aus Frankreich.


Viel diskutiert wurde über Stimmenabsprachen/-manipulation unter benachbarten bzw. befreundeten Ländern (Rumänien/Russland/Mazedonien oder Zypern/Griechenland und den baltischen Ländern). Die Schweden fühlten sich verschaukelt aufgrund des schlechten Abschneidens ihres Top-Favoriten und ließen verlauten, sie planten vielleicht eine Art „Nordic Song Contest“ als Vorentscheidung für skandinavische Beiträge im ESC.
Dieser Plan wurde jedoch nicht realisiert.

 

  


 

 DIE TEILNEHMER

 

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Zypern Ver. Königreich Österreich Griechenland
One Jessica Garlick Manuel Ortega Michalis Rakintzis
"Gimme" "Come Back" ”Say A Word" "S.A.G.A.P.O."
M. & T.:
 George Theofanous
 M. & T.:
 Martyn Baylay
M. & T.:
Alexander Kahr &
Robert Pfluger
 M. & T.:
  Michalis Rakintzis
    
TUR 83 TUR 83  RUS 02 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Spanien Kroatien
Russland Estland
Rosa Vesna Pisarović Prime Minister Sahlene
"Europe`s Living
A Celebration"
"Everything I Want" "Northern Girl" "Runaway"
M.: Toni Ten
T.: Xasqui Ten
M. & T.:
Milana Vlaović
M.: Kim Breitburg
T.: Karen Kavaleryan,
Eugene Fridyland,
Irina Antonyan
M.: Peara Paulus,
Ilmar Laisaar &
Alar Kotkas
T.: Jana Hallas
   
FIN 83 ARM 10 POR 01 SWE 02

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

EJR Mazedonien Israel Schweiz Schweden
Karolina Sarid Haddad Francine Jordi Afro-Dite
"Od nas zavisi" "Light A Candle" "Dans le jardin de
mon
âme"
 "Never Let It Go"
M.: Nikola Perevski
T.: Vladimir Krstevski
  M.: Tsvika Pick
T.: Yoav Ginai
M. & T.:
Francine Jordi
 M. & T.: 
Marcos Ubeda
    
FRA 60 FRA 01 GBR  61 ITA  61

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Finnland Dänemark Bosnien & Herzegowina Belgien
Laura Malene Maja Sergio & The Ladies
"Addicted To You"  "Tell Me Who You Are" "Na jakustu za dvojen"  "Sister"
M.: Maki Kohlemainen
T.: Tracy Lipp &
Janina Frostell
M. & T.:
 Michael Ronson
 M.: Dragan Mijatovič
T.: Ruzica Cavič &
Stevo Cvikič
M.: Marc Paelinck
T.: Dirk Paelinck
   
SLO 01 SLO15 SLO15 POR 86

17.

AD

18.

AD

19.

AD

20.

AD

Frankreich Deutschland Türkei Malta
Sandrine François  Corinna May Buket Bengisu & Safir Ira Losco
"Il faut du temps" "I Can't Live Without Music" "Leylaklar soldu kalbinde" "7th Wonder"
M.: Patrick Bruel &
Rick Allison
T.: Patrick Bruel &
Marie-Florence Gros
 M.: Ralph Siegel
T.: Bernd Meinunger
 M.: Fani Hodara
T.: Sami Hodara &
Figen Cakmak
M.: Philip Vella
T.: Gerald James Borg
   
ROM 02 SLO 02 DEN 01 DEN 01

21.

AD

22.

AD

23.

AD

24.

AD

Rumänien Slowenien Lettland Litauen
Monica Anghel &
Marcel Pavel
Sestre Marie N Aivaras
"Tell Me Why" "Samo ljubezen"
"I Wanna" "Happy You"
M.: Ionel Tudor
T.: Mirela Figaru
M.: Ionel Tudor
T.: Mirela Figaru
M. Marija Naumova
T.: M.Naumova &
Marats Samauskis
M. & T.:
Aivaras Stepukonis

 

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DIE WERTUNG

 

Scorebaord2

 

 

Scoreboard 95© ERR


 
         


 Teilnehmer 2001 copy


 

AUS DER PRESSE

 


Presse 02 1b

Presse 02 1aPresse 02 1c© Süddeutsche Zeitung
 

Presse 02 2a 

Presse 02 2b© FAZ

PR2002© NRZ


Presse 02 4© WELTPresse 02 3© WZ

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 PR02 M© NRZ

 

 


Die deutsche Vorentscheidung 2003


Nationale VE  -  "Countdown Grand Prix 2003"
Datum 7. März 2003
Ort Kiel
Halle Ostseehalle
Moderation Axel Bulthaupt
TV-Sender Norddeutscher Rundfunk

Das Konzept der deutschen VE änderte sich auch 2003 nicht wesentlich. Wieder wurden die Titel der VE durch Kooperation mit den größten deutschen Plattenfirmen ausgewählt. 14 Interpreten traten an, darunter als einziger einigermaßen bekannter Name der Gerd-Schröder-Imitator Elmar Brandt. Die bereits als Vertreter Polens in Riga gewählten Ich Troje versuchten es als "Troje" auch in Kiel. Im Falle ihres Sieges wäre es wahrscheinlich zu Schwierigkeiten gekommen und die EBU hätte entscheiden müssen, ob Interpreten gleichzeitig für zwei Länder antreten dürfen.

Qualitativ im Vorfeld als qualitativ hochwertig und international chancenreich angekündigt, war das diesjährige Angebot der größten deutschen Plattenfirmen überwiegend textlastig, schwermütig und wohl kaum dazu angetan, international zu punkten. Es gab wiederum zwei Wertungsrunden, überraschenderweise erreichten Beatbetrieb das Finale, die Gerd-Show war der umstrittenste Act des Abends und erntete auch viele Buhs, aber dass Lou ins Finale vorrückte, war keine wirkliche Überraschung.

Erstmals wurden auch Medienpatenschaften vergeben: Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung unterstützte den Jungen mit der Gitarre, die Bildzeitung die Gerd-Show, die taz Senait, das Teenie-Magazin Yam Freistil und das türkische Boulevardblatt Hürriyet Tagträumer feat. Aynur, die mit ihrem dreisprachigen Song „eine Brücke vom Christentum zum Islam schlagen“ wollten.

Den Pausenact bestritten der designierte Moderator für Riga, Renārs Kaupers mit seiner Band Brainstorm, die Vorjahressiegerin Marie N. und zum dritten Mal Modern Talking.

Nur die drei erstplatzierten Songs sind bekannt gegeben worden. Die restlichen Plätze sind nicht offiziell bestätigt.

 

 

Finale
Startnr. Interpret*in Titel Komponisten/Autoren Superfinale
Platz
1. Sascha Pierro Wenn Grenzen fallen Sascha Pierro, Pat Benzer, Peter Hoffmann   10.
2. Charlemaine Life
Charlemaine, Peter Ries   12.
3. Der Junge mit der Gitarre Die Seite, wo die Sonne scheint Tobias Schacht   13.
4. Lou Let's Get Happy Ralph Siegel, Bernd Meinunger 38,0% 1.
5. Elija Somehow, Somewhere André Franke, William Lennox   9.
6. Beatbetrieb Woran glaubst du? T. Eissler, M. Janz, D. van Krogh, T. Wörner, D. Pieper, G.v.Sydow 31,6% 2.
7. Isgaard Golden Key Jens Lück, Sabine Lück   7.
8. Vibe Für immer Daniel Biskan, Philipp Palm, Julian Maas   8.
9. Troje Liebe macht Spaß André Franke, Joachim Horn-Bernges   6.
10. Lovecrush Love Is Life Peter Bischof-Fallenstein, Sabine Mayer-Förste   14.
11. Die Gerd-Show Alles wird gut Michael Kernbach, Elmar Brandt, Peter Burtz 30,4% 3.
12. Senait Herz aus Eis Senait, Frank Ramond, Oliver Pinelli   4.
13. Freistil Hörst du meine Lieder N. Sukup, S. & P. Schmid, F. Keitel, D. Falk   11.
14. Tagträumer feat. Aynur Living In A Perfect World Andy Jonas, Arno Brugger   5.

 

 

leon© ARD

COver© Jupiter Records

Lou

Sängerin Lou hat es mit dem Song, der ihrem Lebensmotto entspricht, in Kiel zum Sieg gebracht und damit alle Newcomer-Bands hinter sich gelassen.
Nach 15 Jahren Show-Biz und einem guten dritten Platz beim Vorentscheid vor zwei Jahren wollte es die Sängerin noch einmal wissen. Zu verdanken haben ihre Fans diesen Sieg aber natürlich nicht nur dem Drive von Lous Performance, sondern vor allem natürlich dem nimmermüden Team Ralph Siegel & Bernd Meinunger!

"Ich bin noch ganz neben der Schiene", sagte Lou und: "Ich werde in Riga alles, was ich habe, geben, um irgendwo einen anständigen Platz zu holen." Am - längeren - ersten Wahlgang beteiligten sich rund 602.000 Zuschauer, am zweiten etwa 367.000. Lou gewann mit 38 Prozent der Stimmen vor Beatbetrieb mit 31,6 Prozent und der Gerd-Show, die 30,4 Prozent erreichte. Abgeschlagen wurden die zuvor als Favoriten gehandelten Isgaard und die Kandidatin der taz, Senait, die barfuß auftrat. Erleichterung gab es vermutlich bei der Band Troje, die die ersten waren, die Lou um den Hals fielen, als das Endergebnis verkündet wurde: Troje konnte sich jetzt ganz auf das Finale in Riga vorbereiten, wo sie Polen vertraten. Überraschung des Abends war die gute Platzierung der christlichen Band Beatbetrieb: "Wir sind so glücklich, überrascht und fühlen uns geehrt. Das Ergebnis ist geil."

In Riga erreichte Lou den 12. Platz.

Lou tritt mit Schlagerprogrammen auf und ist auch als Theaterschauspielerin tätig.

 

Den Countdown Grand Prix Eurovision 2003 verfolgten in der ARD lediglich 5,64 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 18,1 Prozent entsprach. Ein dramatischer Quoteneinbruch für die Vorentscheidung, dessen Gründe man wohl zum einen im Medienrummel um "Deutschland sucht den Superstar" bei RTL und zum anderen im schlechten Abschneiden in 2002 suchen könnte.
Im letzten Jahr waren es noch 9,75 Millionen Zuschauer (38,2 Prozent), die Corinna Mays Sieg verfolgten. Die bisher beste Quote gab es im Jahr 2000, 10,03 Millionen Zuschauer (43,5 Prozent).

 

 


Die deutsche Vorentscheidung 2002


Nationale VE  -  "Countdown Grand Prix 2002"
Datum 22. Februar 2002
Ort Kiel
Halle Ostseehalle
Moderation Axel Bulthaupt
TV-Sender Norddeutscher Rundfunk

Wieder wurden die Titel der VE durch Kooperation mit den größten deutschen Plattenfirmen ausgewählt. 14 Interpreten traten an, und eine 15. lnterpretin, Isabel Soares, wurde durch ein Casting der BILD-Zeitung ausgewählt! Musikalisch reichte das Feld vom Schlager über Gospel und Soul bis zum Punk, es war also für fast jeden Musikgeschmack etwas dabei. Die bekanntesten Namen waren Joy Fleming, Ireen Sheer & Bernhard Brink, Nino de Angelo, die Weather Girls sowie die Kelly Family, die hoch favorisiert ins Rennen gingen.

Überraschend erfolgreich wurde die christliche Band Normal Generation, während die gecastete Newcomerin Isabel Soares mit einem Titel von Dieter Bohlen die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen konnte. Den Gewinner der VE ermittelten natürlich wieder die Fernsehzuschauer per T-Vote Call. Es gab zwei Wertungsrunden, und nach einem atemberaubenden Finale stand schließlich die Siegerin fest: Corinna May mit dem Ralph-Siegel-Stück "I Can't Live Without Music", die damit ihre zweite Chance bekam und nach ihrer Disqualifikation 1999 endlich die deutschen Farben beim ESC vertreten durfte, dieses allerdings entgegen enormer Vorschusslorbeeren nur mit ganz bescheidenem Erfolg: Sie wurde in Tallinn Einundzwanzigste!

Als Pausenacts gab es wieder Modern Talking und die Ten Tenors aus Australien, die ein ESC-Medley brachten, außerdem die deutsche Gruppe Schiller & Isgaard mit einem ausgefallenem Musikprojekt.

Nur die drei erstplatzierten Songs sind bekannt gegeben worden. Die restlichen Plätze sind nicht offiziell bestätigt.

 

 

Finale
Startnr. Interpret*in Titel Komponisten/Autoren Prozent Superfinale Platz
1. Disco Brothers feat. Weather Girls Get Up, Stand Up Harald Reitinger, Uli Fischer     13.
2. Normal Generation Hold On
Simon Veigel, Steve Waidelich, Judy Bailey  12.0  26,4 3.
3. Nino de Angelo Und wenn du lachst Andreas Fahnert, Hartmut Krech, Mark Nissen     9.
4. Unity 2 You Never Walk Alone Klaus Dehr, Peter Voll, Eckhardt Horst     14.
5. Mundstuhl Fleisch Lars Niederreichholz, Ande Werner     11.
6. Isabel Soares Will My Heart Survive Dieter Bohlen     6.
7. Linda Carriere Higher Ground Ali Neander, Linda Carriere, Lisa Cash     12.
8. SPN-X Bravo Punk Alexander Muth     8.
9. Zarah To Be Or Not To Be Guido Craveiro, Johannes Kram, Michael Holm     15.
10. Ireen Sheer & Bernhard Brink Es ist niemals zu spät Michael Buschjahn, Jean-Pierre Valance, Bernhard Brink, Norbert Hammerschmid     7.
11. Kelly Family I Wanna Be Loved The Kelly Family     4.
12. Tuesdays Du bist mein Weg Gino Trovatello, Matthias Stingl     10.
13. Corinna May I Can't Live Without Music Ralph Siegel, Bernd Meinunger 19,5 41,1 1.
14. Natalie Don't Say Goodbye Jan Löchel, Vincent Sorg     5.
15. Joy Fleming & Jambalaya Joy To The World Jason Homan, Hans Steingen 14,0 32,5 2.

 

 

 

leon© ARD

COver© Jupiter Records

Corinna May

Corinna May, von Geburt an blind, begann ihre Musikkarriere in einem Gospelchor. 1997 brachte sie ihr erstes Album heraus, hauptsächlich mit Jazztiteln. Bekannt wurde sie dann durch ihren Sieg bei der deutschen Vorentscheidung 1999 und der Disqualifikation. Im Jahr 2000 versuchte sie es erneut und wurde Zweite hinter Stefan Raab. Im dritten Anlauf erreichte sie schließlich die ESC-Teilnahme. Obwohl im Vorfeld sehr hoch gewettet, erreichte sie in Tallinn nur Platz 21.

Danach blieben größere Erfolge mit weiteren Single-Veröffentlichungen aus. Sie konzentrierte sich dann mehr auf Live-Auftritte, hauptsächlich im Jazz-Bereich.

 

 


Die deutsche Vorentscheidung 2001


Nationale VE  -  "Countdown Grand Prix 2001"
Datum 2. März 2001
Ort Hannover
Halle Preussag Arena
Moderation Axel Bulthaupt
TV-Sender Norddeutscher Rundfunk

9,10 Millionen Fernsehzuschauer (27,43 Prozent Marktanteil) verfolgten aus der Preussag Arena in Hannover die deutsche Vorentscheidung zum ESC 2001. Es handelte sich hier um eine deutsch-schweizerische Co-Produktion mit zwölf Titeln, die durch deutsche Plattenfirmen eingebracht wurden, und einem dreizehnten Titel, den das Schweizer Fernsehen einbrachte. Der Grund für die schweizerische Beteiligung lag darin, dass die Schweiz im internationalen Finale 2001 aussetzen musste. Auch Österreich musste aussetzen. Ein Beteiligungsangebot wurde aber abgelehnt.

Axel Bulthaupt führte bereits zum vierten Mal durch die Sendung. In zwei Wahlgängen wurde der Sieger ermittelt. Aus 12 Titeln wählte das Publikum per Televoting die drei besten Lieder des Abends, und unter den drei Finalisten bestimmte noch einmal das Publikum über Sieg und Niederlage. Die Wahl fiel auf die 29-jährige Kölnerin und zweifache Mutter Tanja Hewer, alias Michelle. 36,6 % der Anrufer entschieden sich für das Lied "Wer Liebe lebt", komponiert von Gino Trovatello & Matthias Stingl, getextet von Eva Richter. Die deutsche ESC-Legende Joy Fleming belegte zusammen mit Lesley Bogaert und Brigitte Oelke, stellvertretend für das Schweizer Fernsehen, mit "Power Of Trust" den zweiten Platz. Lied, Interpreten wie auch Garderobe wurden über eine Internetumfrage bestimmt.

Beinahe wäre Thomas Gottschalk mit einem Lied in der Vorentscheidung angetreten. Er hatte in seiner Sendung "Wetten dass?" die sog. Saalwette verloren und sein Wetteinsatz war die Teilnahme an der Vorentscheidung gewesen. Allerdings zog Gottschalk seine Teilnahme mit dem Lied "What Happened To Rock 'n Roll" nach erheblichen Protesten und Manipulationsvorwürfen zurück. 

 

Die zwei umstrittensten Künstler des Abends, der Modemacher Rudolf Moshammer und der Ex Big Brother-Bewohner Zlatko gingen leer aus. Ca. 5600 Besucher - so viel wie nie zuvor - durften vor Ort das Musikereignis des Jahres live erleben. In der Pause präsentierten die Gruppe Rosenstolz und Marc Almond die neue CD "Total Eclipse". Die Formation "Bauhouse" verarbeitete den ESC zum ersten Live-DJ-VJ-Mix des deutschen Fernsehens. Die Gruppe Modern Talking wie auch die 14-jährige Millane Fernandez, als neue Blümchen gehandelt, traten ebenso in der Pause auf.

 

 

Finale
Startnr. Interpret*in Titel Komponisten/Autoren Prozent Superfinale Platz
1. German Tenors A Song For Our Friends Ralph Siegel / Bernd Meinunger 16,4   4.
2. Zwietracht & Rudolph Moshammer Teil Freud und Leid Wolfgang Köbele / Wolfgang Köbele & Hans Greiner 2,28   10.
3. Soultans Set Me Free Tony Hendrik / K. van Haaren     8.
4. Michelle Wer liebe lebt Gino Trovatello & Matthias Stringl / Eva Richter 22,2 36,4 1.
5. DJ Balloon Techno Rocker Markus Binapfl, Gordon Delay, Gerd Lehmkuhl, Oliver Goedicke, Oliver Lübbering 2,8   9.
6. Tagträumer Träumen und Hoffen Mike Pro & Andy Jonas / Susanne Kemmel & Andy Jonas     7.
7. Illegal 2000 Ich weiß es nicht T. Lötzsch, F. Schlüter, Fred Sonnenschein, Jens Liebscher, C. Warkocz     5.
8. Lesley, Joy & Brigitte Power Of Trust Bernd Klimpel 22,1 34,7 2.
9. Zlatko Einer für alle Bob Arnz, Christoph Siemons 3,7   6.
10. Wolf Maahn Better Life Wolf Maahn     12.
11. Kevin Playin' On My Mind Lutz Fahrenkrog-Petersen / Mary Applegate     11.
12. Lou & Band Happy Birtday Party Ralph Siegel / Bernd Meinunger 18,0 28,7 3.

 

Nur die drei erstplatzierten Songs sind bekannt gegeben worden. Die Platzierung von R. Moshammer stammt aus der Sendung "Brisant". Die restliche Plätze und Zahlen sind nicht offiziell bestätigt.

 

leon© ARD

COver© EMI Electrola

Michelle

Michelle wurde von Kristina Bach entdeckt und brachte 1993 ihre erste Single "Und heut' Nacht will ich tanzen" auf den Markt. 1994 wurde sie Zweite bei den deutschen Schlagerfestspielen mit "Silbermond und Sternenfeuer". 1997 erreichte sie bei der deutschen ESC-Vorentscheidung den dritten Platz mit "Im Auge des Orkans" und gewann im gleichen Jahr mit "Wie Flammen im Wind" die deuschen Schlagerfestspiele. Ein Schlaganfall 2003 und Depressionen unterbrachen ihre Karriere, zwischenzeitlich betrieb sie einen Hundesalon, kehrte aber wieder ins Musikgeschäft zurück. Nach einem Schwächeanfall während eines Konzertes 2007 erklärte sie das Ende ihrer Karriere als Michelle. Doch seit 2009 ist sie zurück und so erfolgreich wie eh und je. 

 

Der deutsche Schlager ist nicht tot...

...so die Botschaft der 29-jährigen frisch gekürten Vorentscheidungssiegerin Michelle bei der NDR- Pressekonferenz am 2. März in der Preussag-Arena. Michelle präsentierte sich überglücklich und wie immer sehr selbstbewusst den zahlreichen Fotografen und Journalisten.      

„Wer Liebe lebt“ heißt unser Lied für den Eurovision Song Contest 2001 am 12. Mai in Kopenhagen.

Die Entscheidung war jedoch im Vergleich zu den letzten Jahren, als Zuschauer-Magneten wie Guildo Horn und Stefan Raab wahre „Erdrutsch“-Siege davon trugen, mehr als knapp ausgefallen. Laut Dr. Jürgen Meier-Beer (NDR) wurde dieses neue Wahlsystem eingeführt, um ein stabileres Ergebnis bei der Vorentscheidung zu erzielen und verlorene Zuschauerstimmen aufzufangen – man werde bei zukünftigen Vorentscheidungen weiter daran festhalten.

Trotz der hauchdünnen Niederlage des Schweizer Beitrags „Power Of Trust“ zeigte sich der Vertreter des Schweizer Fernsehens, Toni Wachter, beeindruckt und hocherfreut über den Erfolg des Schweizer Internet-Produkts: „Wir haben die Internet-User und Zuschauer aufgefordert, mitzuwirken, ihre Ideen einzubringen und ihre Wahl zu treffen – und es hat mehr als gut funktioniert!“ Meier-Beer bemerkte hierzu, man werde zwar an dem bisherigen Auswahlverfahren, das zur Zeit darin besteht, die führenden deutschen Plattenfirmen ihre Interpreten benennen zu lassen, grundsätzlich nicht rütteln, den Erfolg des Schweizer Auswahlverfahrens aber selbstverständlich bei zukünftigen Vorentscheidung nicht außer Acht lassen.

Ebenso griff er das während der Sendung geäußerte Angebot von Dieter Bohlen auf, mehr namhafte und bekannte Künstler zum ESC bzw. zur Vorentscheidung zu locken – hierauf werde man auf jeden Fall mit großem Interesse zurückkommen. Ferner zeigte sich der ESC-Verantwortliche des NDR begeistert von der Unterstützung und der Stimmung in der Preussag Arena und äußerte bereits die Hoffnung, dass ihm dieser Austragungsort auch 2002 wieder zur Verfügung gestellt werde.

Siegerin Michelle, die minutenlang in Siegerpose mit hochgestreckten Armen und Triumpf-Lächeln für die begeisterten Fotografen parat stand, zeigte sich an diesem Abend als eifrige Verfechterin des deutschen Schlagers: „Ich weiß, dass in der Presse viel geschrieben wurde über die Qualität der Lieder in diesem Jahr. Aber wie wir alle heute gesehen haben – der deutsche Schlager ist nicht tot“.

Michelles ganz persönlicher Lieblingssong in Hannover war „Träumen und Hoffen“ von der Gruppe Tagträumer. Darüber hinaus brach sie eine Lanze für Big-Brother-Star Zlatko, dem das Publikum an diesem Abend durch zahlreiche unüberhörbare Buh-Rufe seine Missbilligung ausgesprochen hatte und der entgegen aller Sieges-Zuversicht nicht einmal das Finale erreicht hatte.

„Es ist nie einfach für einen Künstler, da rauszugehen und zu singen ... – für Zlatko bedeutet das genauso einen Adrenalinstoß wie für mich ... – dass ein Künstler vom Publikum so behandelt wird, ist nicht fair!“

Auf die Frage, warum sie für die Teilnahme bei der Vorentscheidung ein anderes Produzenten-Team als üblich gewählt habe, sagte Michelle, dies habe überhaupt nichts mit der Beziehung zu ihrem bisherigen Produzenten zu tun. Man habe ihr „Wer liebe lebt“ angeboten, der Titel habe ihr so gut gefallen, dass sie zusagte.

Natürlich durfte die brennende Frage nach einer fremdsprachigen Version von „Wer liebe lebt“ an diesem Abend nicht fehlen. Michelles Statement hierzu: „Es ist durchaus denkbar, dass es fremdsprachige Versionen geben wird.“ In Kopenhagen – so betonte Michelle MEHRFACH – werde sie als Vertreterin Deutschlands und des deutschen Schlagers aber definitiv in Deutsch singen.

Dr. Meier-Beer bemerkte hierzu, man riete grundsätzlich den Künstlern bei einer Vorentscheidung dazu, den Titel genauso vorzustellen, wie er dann auch im internationalen Finale präsentiert werden würde, da zwischenzeitliche Änderungen bis zum ESC-Prix sich als sehr kompliziert erweisen könnten.

Auf die abschließende Frage, wie sie persönlich zur Zeit Liebe lebe – offensichtlich eine Anspielung auf die kürzliche Trennung von Mattias Reim – konterte Michelle: „Mein Leben sind meine Kinder – das ist meine Liebe!“

In Kopenhagen wolle Michelle mit dem olympischen Gedanken an den Start gehen: „Es ist schon ein Sieg für mich, dabei zu sein!“ Angst vor einer Niederlage kennt sie nicht: „Ein Titel muss ausgestrahlt werden und der Künstler muss voll hinter seinem Vortrag stehen“ Zweifelsohne hatte Michelle an diesem Abend die 5.600 Zuschauer in der Preussag Arena und viele Fernsehzuschauer spontan davon überzeugt, dass sie mit ihrer Ausstrahlung und ihrer tollen Stimme dieser Anforderung 100% gerecht wird.


 

 


Die deutsche Vorentscheidung 2000


Nationale VE  -  "Countdown Grand Prix 2000"
Datum 18. Februar 2000
Ort Bremen
Halle Stadthalle
Moderation Axel Bulthaupt
TV-Sender Norddeutscher Rundfunk

Die deutsche Vorentscheidung am 18. Februar in der Stadthalle Bremen verlief ohne große Überraschungen. Stefan Raab ging aus einem hochkarätigen Wettbewerb erwartungsgemäß als Sieger hervor. Mit seiner eigenen Komposition "Wadde hadde dudde da?" konnte er 57,4 Prozent der Zuschauer überzeugen, die ihm die Vertretung Deutschlands beim internationalen Eurovision Song Contest am 13. Mai 2000 in der schwedischen Hauptstadt Stockholm anvertrauten.

Die Vorjahressiegerin und Mitfavoritin Corinna May - deren Siegertitel "Hör' den Kindern einfach zu" nachträglich disqualifiziert wurde - kam mit dem von Ralph Siegel komponierten Song "I Believe In God" auf den zweiten Platz. Die größte Überraschung des Abends gelang der Gruppe Kind of Blue, die mit dem eigenen Song "Bitter Blue" auf den dritten Rang kam. Der vierte Platz der Gruppe Knorkator mit ihrem Titel "Ick wer zun Schwein" sorgte für eine weitere Überraschung. Sogar in den Charts war die Gruppe auf Platz 75 zu finden, wie auch der Beitrag von Lotto King Karl, der es bis Platz 58 der TOP100 geschafft hat.Das Comeback von Fancy oder auch der Gruppe E-Rotik verlief glanzlos.

Nach Angaben der Münchener Abendzeitung belegte den letzten Platz Marcel und sein Schlager "Adios". An der T-Vote Abstimmung beteiligten sich 1,52 Millionen Zuschauer - eine Rekordzahl. Insgesamt sahen 7,87 Millionen Zuschauer das Spektakel aus Bremen, 800.000 mehr als vor zwei Jahren, als Guildo Horn gewann.

 

Finale
Startnr. Interpret*in Titel Komponisten/Autoren Prozent Platz
1. E-Rotic Queen Of Light David Brandes / Tom Fairchild   6.
2. Lotto King Karl & Die Barmbek Dream Boys fischering ROH Fliegen
Carsten Pappe / Carsten Pappen & Gerrit Heesemann   7.
3. Marcel Adios Marcus Wolter   11.
4. Claudia Cane & Mother Bone Free Claudia & C. Cane   10.
5. David Kisitu Du musst kein Model sein David Kisitu   9.
6. Corinna May I Believe In God Ralph Siegel / John O´Flynn (B. Meinunger) 14,2 2.
7. Knorkator Ick wer zun Schwein Alf Ator 7,1 4.
8. Kind Of Blue Bitter Blue Bernd Klimpel 7,4 3.
9. Stefan Raab Wadde hadde dudde da? Stefan Raab 57,4 1.
10. Goldrausch Alles wird gut Goldrausch / Goldrausch & F. Ramond   8.
11. Fancy We Can Move A Mountain Glass, H. Varzi & R. Tess   5.

 

Es wurden wiederum nur die ersten drei Plätze bekanntgegeben, die Angaben über die übrigen Platzierungen stammen aus der Münchener Abendzeitung.

 

leon© ARD

COver© RARE / Raab Records

Stefan Raab

Stefan Raab begann seine Karriere 1990 mit Jingles und Spots für verschiedene TV-Formate, sowie für VIVA, wo er nach einem Casting jahrelang das Format VIVAVISION moderierte. In dieser Sendung machte er die Songs "Böörti Böörti Vogts" und "Hier kommt die Maus" zum 25. Jubiläum der "Sendung mit der Maus" zu Hits. 1997 schrieb er für Guildo Horn den ESC-Titel "Guildo hat euch lieb", bevor er dann 2000 selbst antrat und den fünften Platz erreichte. Auf ProSieben entwickelte er erfolgreiche eigene Shows wie "TV Total" und "Schlag den Raab". 2010 führte er Lena zum Sieg beim ESC in Oslo. Ende 2015 beendete er seine TV-Karriere.

 

 


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