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Der Eurovision Song Contest 1960


 logo60 

5. Eurovision Song Contest - 29. März 1960 
       London
                              

Halle Royal Festival Hall
Moderation Catherine Boyle
Wertung 10 Juroren pro Land / Jeder Juror hat 1 Stimme
Teilnehmer 13 Länder

 

Siegerland: Frankreich


norway

Interpretin:

Jacqueline Boyer

Titel:

"Tom Pillibi"

Musik: 

André Popp

Text:

Pierre Cour 

Siegerin 1958© BBC

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Frankreich Jacqueline Boyer Tom Pillibi 32 13
2. Ver. Königreich Bryan Johnson 
Looking High, High, High
25 1
3. Moncao François Deguelt Ce soir là 15 8
4. Norwegen Nora Brockstedt
Bonne nuit, ma chérie 11 6
  Deutschland Wyn Hoop Uh - jeg ville onske jeg var dig 11 11
6. Belgien Fud Leclerc Mon amour pour toi 9 5
7.  Österreich Harry Winter Du hast mich so fanziniert 6 7
8. Schweiz Anita Traversi Cielo e terra 5 9
 9. Italien Renato Rascel Romantica 5 12
10.  Schweden Siw Malmkvist Alla andra far varann 4 2
  Dänemark Katy Bødtger Det var en yndig tid 4 4
12. Niederlande Rudi Carrell Wat een geluk 2 10
13. Luxemburg Camillo Felgen So lang we's du do bast 1 3

 

 


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

 

20.000.000 Fernsehzuschauer verfolgten aus London den ESC 1960 - eine Rekordzahl für jene Zeit. Eigentlich wäre das niederländische Fernsehen verpflichtet gewesen, den Wettbewerb auszurichten. Die Verantwortlichen sagten jedoch wegen finanzieller Schwierigkeiten eine Ausrichtung ab. Norwegen stieg ins Geschehen ein, und Luxemburg schickte wieder einen Beitrag.

 

Moderatorin 60© BBC

Catherine (Katie) Boyle moderierte erstmals den ESC. (Sie moderierte auch 1963 , 1968 und ein viertes Mal 1974.)

Sie war eine britische Schauspielerin, Radio- und TV-Moderatorin der BBC. Sie war engagierte Tierschützerin und auch eine Briefkastentante bei der TV Times. Sie verstarb 2018 im Alter von 92 Jahren.

 

 

 

 

 

FAZIT


 

Als „Aufwärmer“ ging Großbritannien an den Start. Bryan Johnson sang eine Hymne, die stark an die amerikanischen Volkslieder aus dem Bürgerkrieg erinnerte - Platz zwei für "Looking high, high, high".

Nachdem Siw Malmkvist 1959 zu Gunsten von Brita Borg auf ihre Teilnahme verzichten musste, bekam sie in diesem Jahr die Chance, Schweden beim Song Contest zu vertreten. Für Luxemburg sang Camillo Felgen, der zu dieser Zeit auch in Frankreich und Deutschland bekannt war, in luxemburgischem Dialekt "So laang we´s du do bast" und wurde mit dem letzten Platz bedacht. Fud Leclerc sang schon zum dritten Mal für Belgien, er kam aber trotz der gesammelten Erfahrung über den sechsten Platz nicht hinaus.

 

Das Nachbarland Niederlande hatte noch weniger Glück. Der damals 26-jährige aufstrebende Künstler Rudi Carrell lobte zwar in seinem Lied sein Glück, landete aber nur auf dem vorletzten Platz. Das hinderte ihn dennoch nicht, eine großartige Karriere zu starten. 1964 wurde er mit der "Silbernen Rose" in Montreux für die Sendung „Allein auf der Insel“ (mit Esther Ofarim) ausgezeichnet und hatte über 40 eigene Shows in den Niederlanden. Auch in Deutschland gehörte er seit den 60er Jahren zu den größten Showmastern.

 

Der deutsche Newcomer Wyn Hoop schaffte zwar mit "Bonne nuit, ma chérie" den vierten Platz gemeinsam mit Nora Brockstedt aus Norwegen, sein Beitrag wurde aber hier zu Lande nur zu einem mittelmäßigen Erfolg, während der zweitplatzierte Song der nationalen Vorentscheidung "Wir wollen niemals auseinander geh'n", gesungen von Heidi Brühl, wochenlang die Verkaufslisten in Deutschland anführte und ein absoluter Evergreen wurde.

 

Das Feld der dreizehn Teilnehmer komplettierte die 18-jährige Französin Jacqueline Boyer, Tochter der bekannten Chansonette und Tänzerin Lucienne Boyer und des Artisten Jacques Pills. Schon mit 15 Jahren sang sie zusammen mit ihrer Mutter. 1959 hatte sie gemeinsame Aufnahmen mit Marlene Dietrich. In ihrem schwungvollen Lied und mit Hitambitionen erzählte sie von dem Charmeur Tom Pillibi, der von einer Königstochter geliebt wurde. Ihre überzeugende Interpretation brachte den zweiten Triumph für Frankreich, und sie löste in ihrer Heimat eine Welle der Begeisterung aus. "Tom Pillibi" war der erste Siegertitel, der in die britischen Charts einstieg und für Furore sorgte. 

 


  

 DIE TEILNEHMER

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Ver. Königreich Schweden Luxemburg Dänemark
Bryan Johnson Siw Malmkvist Camillo Felgen Katy Bødtger
"Looking High, High, High" "Alla andra får varann" ”So lang we's du do bast” "Det var en yndig tid"
 M.: John Watson
T.: John Watson
D.: Eric Robinson
 M.: Ulf Källquist
T.: Åke Gerhard
D.: Thore Ehrling
M.& T.: Henri Mootz &
Jean Rodères
D.: Henri Mootz
 M.: Vilfried Kjaer
T.: Sven Buemann
D.: Kay Mortensen
    
NOR14 arnaud 02 ASE 10 2 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Belgien Norwegen Österreich Monaco
Fud Leclerc Nora Brockstedt Harry Winter François Deguelt
"Mon amour pour toi" "Voi-voi" "Du hast mich so fasziniert" „Ce soir-là”
M.: Jack Say
T.: Robert Montal
D.: Henry Segers
 M.: George Elgaaen
T.: George Elgaaen
D.: Øivind Bergh
  M.: Robert Stolz
T.: Robert Gilbert
D.: Robert Stolz
 M.: Hubert Giraud
T.: Pierre Dorsey
D.: Raymond Lefèvre
    
AUT 59 ARM 10 RUS14n ITA 60

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Schweiz Niederlande Deutschland
Italien
Anita Traversi Rudi Carrell Wyn Hoop  Renato Rascel
"Cielo e terra" "Wat een geluk" "Bonne nuit, ma chérie"  "Romantica"
M.: Mario Robbiani
T.: Mario Robbiani
D.: Cedric Dumont 
M.: Dick Schallies
T.: Willy van Hemert
D.: Dolf van der Linden
 M.: Franz Josef Breuer
T.: Kurt Schwabach
D.: Franz Josef Breuer
 M.: Renato Rascel
T.: Dino Verde
D.: Cicino Angelini 
    
FRA 60





 

 

 

13.

AD

Frankreich
Jacqueline Boyer
"Tom Pillibi" 
M.: André Popp
T.: Pierre Cour
D.: Franck Pourcel 

 

 


 

DIE WERTUNG

 

Scoreboard

 

Scoreboard 60© BBC

 

 

 

 

 


Der Eurovision Song Contest 1959


 kursal 

4. Eurovision Song Contest - 11. März 1959  
       Cannes
                              

Halle Palais des Festivals
Moderation Jacqueline Joubert
Wertung 10 Juroren pro Land / Jeder Juror hat 1 Stimme
Teilnehmer 11 Länder

 

Siegerland: Niederlande


norway

Interpretin:

Teddy Scholten

Titel:

"Een beetje"

Musik: 

Dick Schallies

Text:

Willy van Hemert

Siegerin 1958© RTF

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Niederlande Teddy Scholten Een beetje 21 5
2. Ver. Königreich Pearl Carr & Teddy Johnson
Sing Little Birdie
16 10
3. Frankreich Jacques Philippe Oui, oui, oui, oui 15 1
4. Schweiz Christa Williams
Irgendwoher 14 8
5. Dänemark Birthe Wilke Uh - jeg ville onske jeg var dig 12 2
6. Italien Domenico Modugno Piove 9 3
  Belgien Bob Benny Hou toch van mij 6 11
8. Deutschland Alice & Ellen Kessler Heute Abend woll'n wir tanzen geh'n 5 6
 9. Schweden Brita Borg Augustin 4 7
  Österreich Ferry Graf Der K.u.K  Calypso aus Wien 4 9
11. Monaco Jacques Pills Mon ami Pierrot 1 4

 

 


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

 

Palais de Congres© RTFDas französische Fernsehen bekam ordnungsgemäß den Zuschlag für die Austragung des Song Contests 1959. Er fand statt im Palais des Festivals in Cannes und wurde moderiert von Jacqueline Joubert. Sie war TV-Ansagerin des französischen Fernsehens, außerdem moderierte sie Musiksendungen und arbeitete als TV-Produzentin. In den 1980er Jahren war sie Programmchefin bei Antenne 2.  Sie moderierte auch den ESC 1961. 2005 verstarb sie im Alter von 84 Jahren.

 

 

FAZIT

 

Elf Länder zeigten an einer Teilnahme Interesse, darunter zum ersten Mal auch Monaco. Leider endete das Debüt des kleinen Fürstenturms erfolglos: letzter Platz für Jacques Pills und seinen Freund Pierrot („Mon ami Pierrot“). Luxemburg war nicht dabei, dafür aber wieder Großbritannien. Pearl Carr & Teddy Johnson sangen “Sing Little Birdie”. Sie wurden Zweite, und damit begann eigentlich die glorreiche Geschichte des Vereinigten Königreichs.

 

Italien setzte ein weiteres Mal auf den Weltstar Domenico Modugno. “Piove - Ciao Ciao Bambina”, konnte sich auch nicht durchsetzen, es wurde aber wieder zu einem kommerziellen Erfolg. Birthe Wilke aus Dänemark ließ ihren Begleiter von 1957 Gustav Winckler zu Hause und beteiligte sich diesmal solo am Song Contest – und das genauso erfolgreich wie vor zwei Jahren.

Die 34-jährige Christa Williams, in Trier geboren als Rita Maria Gracher, sang für die Schweiz "Irgendwoher", während Ferry Graf aus Österreich mit "K. und K. Kalypso aus Wien" sein Glück versuchte. 

 

Die damals 23-jährigen Zwillinge Alice & Ellen Kessler aus Nerchau gehörten, auch angesichts ihrer Popularität in Deutschland und Italien, zum engen Favoritenkreis. Sie waren jung, charmant und elegant. Vom deutschen Fernsehen direkt als Vertreterinnen des Landes nominiert, forderten sie singend die jungen Männer zum Tanzen auf, bei den Juroren aber fanden sie nur wenig Anklang und wurden nur Achte.

 

Seit dem ersten Song Contest ist Belgien abwechselnd in den beiden Landessprachen aufgetreten. In den geraden Jahren sang man in Französisch, in ungeraden Jahren dann in Flämisch, so auch 1959. Bob Benny sang “Hou toch van mij”. Er belegte den sechsten Rang. Diese Platzierung ist von keinem anderen in Flämisch gesungenen Beitrag übertroffen worden.

 

Für die Niederlande ging die junge Sängerin Teddy Scholten ins Rennen. Sie sang ein Lied von Dick Schallies mit dem Titel “Een beetje”. Zum Schluss der Veranstaltung stand fest, dass diese Sängerin etwas überraschend den zweiten Sieg für die Niederländer geholt hatte. 

 


  

 DIE TEILNEHMER

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Frankreich Dänemark Italien Monaco
Jacques Philippe
Birthe Wilke
Domenico Modugno
Jacques Pills
"Oui, oui, oui, oui" "Uh - jeg ville onske jeg var dig" ”Piove” "Mon ami Pierrot"
M.: Hubert Giraud
T.: Pierre Cour
D.: Franck Pourcel
M.: Otto Lington
T.: Carl Andersen
D.: Kai Mortensen
M.: Domenico Modugno
T.: Dino Verde
D.: William Galassini
 M.: Florence Veran
T.: Raymond Bravard
D.: Franck Pourcel
    
NOR14 arnaud 02 ASE 10 2 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Niederlande
Deutschland Schweden Schweiz
Teddy Scholten Alice & Ellen Kessler Brita Borg Christa Williams
"Een beetje" "Heute Abend woll'n wir tanzen geh'n" "Augustin" „Irgendwoher”
M.: Dick Schallies
T.: Willy van Hemert
D.: Dolf van der Linden
 M.: Helmut Zander
T.: Astrid Voltmann
D.: Franck Pourcel
 M.: Harry Sandin
T.: Åke Gerhard
D.: Franck Pourcel
 M.: Lothar Loffler
T.: Lothar Loffler
D.: Franck Pourcel
    
AUT 59 ARM 10 RUS14n

 

 





9.

AD

10.

AD

11.

AD

Österreich Ver. Königreich Belgien
Ferry Graf Pearl Carr &
Teddy Johnson
Bob Benny
"Der K.u.K. Calypso aus Wien" "Sing Little Birdie" "Hou toch van mij"
M.: Norbert Pawlicki
T.: Günther Leopold
D.: Franck Pourcel 
M.: Stan Butcher
T.: Syd Cordell
D.: Eric Robinson
M.: Hans Flower
T.: Ke Riema
D.: Francis Bay

 

 


                      

                                                 

DIE WERTUNG

 

Scoreboard

 

 

 

 

 


Der Eurovision Song Contest 1958


 kursal 

3. Eurovision Song Contest - 12. März 1958  
       Hilversum
                              

Halle AVRO Studio
Moderation Hanni Lips
Pausen-Act Het Metropole Orkest
Wertung 10 Juroren pro Land / Jeder Juror hat 1 Stimme
Teilnehmer 10 Länder

 

Siegerland: Frankeich


norway

Interpret:

André Claveau

Titel:

"Dors mon amour"

Musik: 

Pierre Delanoë

Text:

Hubert Giraud

Siegerin 1958© AVRO

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Frankreich André Claveau Dors mon amour 27 3
2. Schweiz Lys Assia
Giorgio
24 10
3. Italien Domenico Modugno Nel blu dipinto di blu 13 1
4. Schweden Alice Babs
Lilla stjärna 10 4
5. Belgien Fud Leclerc Ma petite chatte 8 7
  Österreich Liane Augustin Die ganze Welt braucht Liebe 8 9
7. Deutschland Margot Hielscher Für zwei Groschen Musik 5 8
8. Dänemark Raquel Rastenni Jeg rev et blad ud af min dagbog 3 6
 9. Niederlande Corry Brokken Heel de wereld 1 2
  Luxemburg; Solange Berry Un grand amour 1  4

 


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

 

avro 4www.vanhoogevest.nl/Schon 1957 wurde von der EBU festgelegt, dass das Siegerland für die Ausrichtung des nächsten Song Contests zuständig sein sollte. So versammelte sich 1958 die Elite der europäischen Musikszene im Fernsehstudio der AVRO in Hilversum/Niederlande.

 

 

 

 

 

 

 

 

Moderatorin 58© AVRO

 

Die Moderation übernahm Hanni Lips.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

FAZIT

 

Es waren zehn Länder am Start. Großbritannien nahm wegen des schlechten Abschneidens von 1957 nicht teil. Die Skandinavier waren in diesem Jahr mit zwei Ländern vertreten: Neben Dänemark kam Alice Babs aus Schweden. Lys Assia vertrat zum dritten Mal die Schweiz. Nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit Frankreich wurde ihr "Giorgio" knapp zweiter. Auch Corry Brokken versuchte es nach 1956 u.1957 noch einmal. Dieses Mal sang sie über die Herrlichkeit unserer Welt. Es reichte zu einem enttäuschenden neunten und letzten Platz, gemeinsam mit Luxemburg.

 

Margot Hielscher aus Deutschland hielt dieses Jahr keinen Telefonhörer in der Hand, sondern einige Schallplatten. “Für zwei Groschen Musik” hieß der Titel, mit dem sie im Outfit von  Miss Juke Box zum zweiten Mal Deutschland vertrat. Fud Leclerc sang nach 1956 wieder für Belgien. Die Dänin Raquel Rasteni riss - passend zum Titel ihres Liedes „Ich reiße ein Blatt aus meinem Tagebuch“ – während ihres Vortrags mehrere Seiten aus einem Tagebuch.

 

Gewonnen hat André Claveau aus Frankreich. Überraschend landete er vor der Schweiz und Italien. Sein Lied “Dors, mon amour” fand nur bei den Juroren Zustimmung. Der Sänger selbst ist nach seinem Sieg weitgehend in Vergessenheit geraten.

Den größten kommerziellen Erfolg lieferte aber Domenico Modugno aus Italien. Mit der Startnummer 1 musste er zum Abschluss der Vorstellung aller Beiträge wegen einer technischen Panne noch einmal sein Lied vortragen. Sein “Nel blu dipinto di blu”, bekannt als „Volare“, stürmte die Charts nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika, wo er die Spitzenposition der Verkaufslisten eroberte. In Großbritannien kam er ebenfalls in die TOP 10. Ein Evergreen war geboren. 

 


 

  DIE TEILNEHMER

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Italien Niederlande Frankreich Luxemburg
Domenico Modugno
Corry Brokken
André Claveau
Solange Berry
"Nel blu dipinto di blu" "Heel de wereld" ”Dors mon amour” "Un grand amour"
M.: Domenico Modugno
T.: Franco Migliacci & D. Modugno
D.: Alberto Semprini
M.: Benny Vreden
T.: Benny Vreden
D.: Dolf van der Linden
M.: Pierre Delanoë
T.: Hubert Giraud
D.: Franck Pourcel
M.: Michel Eric
T.: Monique Laniece & Raymond Roche
D.: Dolf van der Linden
    
NOR14 arnaud 02 ASE 10 2 ASE 10 2

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Schweden
Dänemark Belgien Deutschland
Alice Babs
Raquel Rastenni
Fud Leclerc
Margot Hielscher
"Lilla stjärna" "Jeg rev et blad ud af min dagbog " "Ma petite chatte" „Für zwei Groschen Musik”
M.:Åke Gerhard
T.: Åke Gerhard
D.: Dolf van der Linden
M.: Harry Jensen
T.: Harry Jensen
D.: Kai Mortensen
M.: André Dohet
T.: André Dohet
D.: Dolf van der Linden
 M.: Friedrich Meyer
T.: Fred Rauch & Walter Brandin
D.: Dolf van der Linden
    

 

 





ARM 10 RUS14n

 

 





9.

AD

10

AD

Österreich Schweiz
Liane Augustin
Lys Assia
"Die ganze Welt braucht Liebe" "Giorgio"
M.&.T.: Gunther Leopold & Kurt Werner
D.: Willy Fantl
M.: Paul Burkhard
T.: Fridolin Tschudi
D.: Dolf van der Linden

 

 


 

DIE WERTUNG

 

Wertung

 

 

 


Der Eurovision Song Contest 1957


 kursal 

2. Eurovision Song Contest - 3. März 1957   
       Frankfurt
                              

Halle Großer Sendesaal des HR
Moderation Anaïd Iplicjian
Wertung 10 Juroren pro Land / Jeder Juror hat 1 Stimme
Teilnehmer 10 Länder

 

Siegerland: Niederlande


norway

Interpretin:

Corry Brokken

Titel:

"Net als toen"

Musik: 

Geo Voumard

Text:

Willy van Hemert

 

Siegerin 1957 copy© HR

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Niederlande Corry Brokken Net als toen 31 6
2. Frankreich Paule Desjardins
La belle amour
17  8
3. Dänemark Birthe Wilke & Gustav Winckler Skibet skal sejle i nat 10 9
4. Luxemburg Danièle Dupré
Tant de peine 8 2
  Deutschland Margot Hielscher Telefon, Telefon 8 7
6. Italien Nunzio Gallo Chorde della mia chitarra 7 4
7. Ver. Königreich Patricia Bredin All 6 3
8. Belgien Bobbejaan Scheupen Straatdeuntje 5 1
 9. Schweiz Lys Assia L'enfant que j'étais 5 10
10. Österreich Bob Martin Wohin, kleines Pony? 3  5

 


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

 

download© frankfurt.city-map.de/Der Hessische Rundfunk stellte den Großen Sendesaal zur Verfügung für die Durchführung des Song Contests 1957.  DIe Moderatorin war die Schauspielerin Anaïd Iplicjian. Vertreter aus zehn Ländern kamen nach Frankfurt - unter anderen Großbritannien, Österreich und Dänemark - und kämpften am ersten Märzsonntag um die Musikkrone Europas.

 

 

 

 

 

 

Wertung 57 copy© HR

 

Der Sieger wurde ab diesem Jahr durch ein neu eingeführtes Wertungssystem ermittelt. In jedem Teilnehmerland saßen zehn Personen in einer Jury, die in verschiedene Altersgruppen eingeteilt waren. Jeder Juror konnte nur seinen Favoriten bewerten. Die Wertung wurde zum Schluss der Sendung telefonisch an die Moderatorin Anaïd Iplicjian durchgegeben. Es ist noch gerade gut gegangen mit den Telefonleitungen, denn Verständigungsprobleme gehörten zur Tagesordnung.

 

 

 

FAZIT 

Für die Schweiz sang die Gewinnerin des ersten Song Contests, Lys Assia, über ihre Kindheitserinnerungen. Sie konnte aber diesmal die Juroren in Europa nicht so richtig beeindrucken und wurde nur Achte.

 

Das Vereinigte Königreich Großbritanniens wurde von der Musicalsängerin Patricia Bredin vertreten. Sie trug ein operettenhaftes Lied vor. Die Spieldauer ihres Liedes “All” ist neben dem luxemburgischen Titel von 1956 “Ne crois pas” der kürzeste der Grand Prix Geschichte. Der Song des Italieners Nunzio Gallo “Corde della mia chitarra” dauerte über fünf Minuten. Das war der längste ESC-Titel.

 

Dänemark debütierte in diesem Jahr eindrucksvoll. Das dänische Fernsehen stellte das erste Duett in der ESC-Geschichte. Birthe Wilke & Gustav Winkler inszenierten ihr Lied in einer einmaligen Art und Weise. Beendet wurde dieser dramatische Vortrag mit einem langen Abschiedskuss zwischen den beiden, bevor das Schiff auf hohe See ging.

 

Für die bekannte deutsche Schauspielerin Margot Hielscher schrieb ihr Ehemann Friedrich Meyer den Titel “Telefon, Telefon”. Während ihres Vortrags hielt sie einen Telefonhörer in der Hand und versuchte, Kontakt zu ihrem Geliebten aufzunehmen. Diese Darbietung wurde mit dem vierten Rang belohnt.

 

Paule Desjardins aus Frankreich konnte ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden. Der Song über eine schöne Liebe landete auf dem zweiten Platz. Für die Niederlande wünschte sich Corry Brokken, dass alles so blieb wie vorher: “Net als toen”. Die im holländischen Breda geborene Sängerin absolvierte neben ihrer Gesangskarriere auch ein Jurastudium. 1957 nahm sie bereits zum zweiten Mal für ihre Heimat teil und gewann haushoch den ESC. Die große Karriere konnte beginnen. Im Jahr 1976 moderierte sie den ESC in Den Haag.

 


 

 DIE TEILNEHMER

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Belgien Luxemburg Ver. Königreich Italien
Bobby Scheupen
Danièle Dupré
Patricia Bredin
Nunzio Gallo
"Straatdeuntje" "Tant de peine" ”All” "Chorde della  mia chitarra"
M.: Harry Frekin
T.: Eric Franssen
D.: Willy Berking
M.: Jean Pierre Kemmer
T.: Jacques Taber
D.: Willy Berking
M.: Reynell Wreford
T.: Alan Stranks
D.: Eric Robinson
M.: Maria Ruccione
T.: Fiorelli Cavaliere
D.: Armando Trovaioli
    
NOR14 arnaud 02 ASE 10 2 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Österreich
Niederlande Deutschland Frankreich
Bob Martin Corry Brokken Margoto Hielscher Paule Desjardins
"Wohin kleines Pony?" "Net als toen" "Telefon, Telefon" „La belle amour”
M.: Kurt Svab
T.: Hans Werner & K.Svab
D.: Carl de Groof
M.: Guus Jansen
T.: Willy van Hemert
D.: Dolf van der Linden
M.: Friedrich Meyer
T.: Ralph Maria Siegel
D.: Willy Berking
M.: Guy Lafarge
T.: Francis Caro
D.: Paul Durand
    

 

 





ARM 10 RUS14n

 

 





9.

AD

10

AD

Dänemark Schweiz
Birthe Wilke &
Gustav Winckler
Lys Assia
"Skibet skal sejle i nat" "L'enfant que j'étais"
M.: Eric Fiehn
T.: Paul Sørensen
D.: Kai Mortensen
M.: Géo Voumard
T.: Emie Gardaz
D.: Willy Berking

 

 


 

DIE WERTUNG

 

 Scoreboard 1957

 


Der Eurovision Song Contest 1956


 kursal 

1. Eurovision Song Contest - 24. Mai 1956   
       Lugano
                              

Halle Teatro Kursaal
Moderation Lohengrin Filipello
Pausen-Act Les Joyeux Rossignols
Wertung Zwei Juroren pro Land
Teilnehmer 7 Länder

 

Siegerland: Schweiz


norway

Interpretin:

Lys Assia

Titel:

"Refrain"

Musik: 

Geo Voumard

Text:

Emile Gardaz

Siegerin© SRG SSR

 


 

 ALLGEMEINE INFORMATIONEN

 

unnamedEs war einmal an einem Frühlingsabend im Mai im Kursaal zu Lugano...  

Künstler aus sieben europäischen Ländern kamen nach Lugano in die Schweiz, um am ersten Eurovision Song Contest teilzunehmen. So wie eine Märchenerzählung könnte die langjährige Geschichte dieser Institution beginnen, die einerseits über die Jahre hinweg große Krisen überstehen musste, andererseits vielen Leuten große Freude bereitet hat. Ein Ende ist am Horizont noch nicht zu sehen, denn es handelt sich um eine unendliche Geschichte.

 

 

Am Abend des 24. Mai 1956 wurde die Planung über mehrere Gemeinschafts-Fernsehproduktionen und -Übertragungen realisiert. Zur Überraschung aller Funktionäre fehlten die Briten, die an diesem Objekt mitgewirkt haben und zu den Befürworter dieser Veranstaltung gehörten. Sie verpassten die Anmeldefrist, ebenso wie Österreich und Dänemark.

 

FAZIT

 

Beim allerersten ESC gab es noch keine Regelungen über die Sprache, die Spieldauer der Lieder und den Veranstaltungsort. Einzige Regel: Jedes Teilnehmerland war verpflichtet, im Vorfeld der Veranstaltung eine nationale Endausscheidung durchzuführen. Alle Länder schickten Solisten ins Rennen. Nur die Schweiz nahm eine Chorsängerin in Anspruch. Es gab auch nicht irgendwelche Jurys, die Punkten vergaben. Jedes Land sandte neben dem Künstler auch zwei Jurymitglieder mit nach Lugano. Luxemburg verzichtete aus finanziellen Gründen auf eigene Juroren.  Das Gastgeberland stellte zwei weitere Juroren zur Verfügung, die stellvertretend für Luxemburg abstimmten. Vierzehn Leute entschieden also hinter verschlossenen Türen über Sieg und Niederlage. Punkte fürs eigene Land durften sie damals auch noch verteilen. Nur der Sieger des Abends wurde zum Schluss bekannt gegeben. Darum ist auch der angebliche zweite Platz des deutschen Teilnehmers, Walter Andreas Schwarz, nie offiziell bestätigt worden.

 

Durch den Abend führte Monsieur Lohengrin Filipello, ein Schweizer TV-Moderator, der erste - und bis heute der einzige - männliche Solomoderator.

Diese Premiere war in jeder Hinsicht sehr stark vom dem 1952 ins Leben gerufenen San Remo Festival beeinflusst. Damit der Abend mit nur sieben musikalischen Beiträgen nicht so kurz werden sollte, entsandte jedes Land zwei Songs nach Lugano. Der allererste Beitrag in der Grand Prix Geschichte kam aus den Niederlanden: Jetty Paerl sang “De Vogels von Holland”.

 

Italien sandte die beiden erstplatzierten Lieder des Sanremo-Festivals “Aprite le finestre” und “Amami se vuoi” ins Rennen. Keiner der beiden Songs konnte sich durchsetzen.

 

Für Deutschland ging neben dem Newcomer Walter Andreas Schwarz auch Freddy Quinn an den Start. Sein Lied “So geht das jede Nacht” war zwar sehr kommerziell, konnte aber keine Lorbeeren bei den Juroren ernten. Es lag vielleicht an den Rock 'N' Roll- Elementen, die diesen Song sehr stark prägten.

 

Rosel Schärer, alias Lys Assia, aus Hürlikon in der Schweiz, sang beide Songs des Gastgebers: “Das alte Karussell” und “Refrain”. Im selben Jahr versuchte sie auch für Deutschland ins Rennen zu gehen, sie scheiterte aber schon bei der nationalen Vorentscheidung, obwohl sie auch hier im Lande sehr populär war mit Titeln wie „Auf der Heide blüh’n die letzten Rosen“ (1952), „Oh, Mein Papa!“ (1954), „Arrivederci Roma“ (1956), „Wenn die Glocken hell erklingen“ (1960) u.v.a.. Nachdem sie 1942 den Titel der Miss Schweiz gewann, holte sie auch den Titel beim allerersten Song Contest und sie vergaß während des Vortrags des Siegertitels den Text. Der Siegertitel “Refrain” stammte aus der Feder von Géo Voumard und Emile Gardaz.

 


 

DIE TEILNEHMER

  

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Niederlande Schweiz Belgien Deutschlaand
Jetty Paerl
Ly Assia
Fud Leclerc
Walter Andreas Schwarz
"De vogels van Holland" "Das alte Karussel" „Messieurs les noyés de la Seine” "Im Wartesaal zum großen Glück"
 M.: Cor Lemaine
T.: Annie Schmidt
D.: Fernando Paggi
 M.: Georg Betz-Stahl
T.: Georg Betz-Stahl
D.: Fernando Paggi
M.: Jean Miret & Jack Say
T.: Robert Montal
D.: Leo Souris
M.: Walter A. Schwarz 
T.: Walter A. Schwarz
D.: Fernando Paggi
    
NOR14 arnaud 02 ASE 10 2 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Frankreich
Luxemburg Italien Niederlande
Mathé Althéry Michèle Arnaud Franca Raimondi Corry Brokken
"Le temps perdu" "Ne crois pas" "Aprite le finestre" „Voor goed voorbij”
M.: André Lodge
T.: Rachèle Thoreau
D.: Franck Pourcel
 M.: Christian Guittreau
T.: Christian Guittreau
D.: Jacques Lassry
M.: Virgilio Panzuti
T.: Pinchi
D.: Gian Stellari 
M.: Jelle de Vries
T.: Jelle de Vries
D.: Fernando Paggi
    
ALB 10 GRE14n CYP15 BLR 10

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Schweiz Belgien Deutschland Frankreich
Lys Assia
Mony Marc
Freddy Quinn
Dany Dauberson
"Refrain" "Le plus beau jour de ma vie" "So geht das jede Nacht” "Il est là"
M.: Géo Voumard
T.: Emile Gardaz
D.: Fernando Paggi
M.: Claude Alix
T.: David Bee
D.: Leo Souris
M.: Lothar Olias
T.: Peter Mösser
D.: Fernando Paggi
M.: Simone Vallauris
T.: Simone Vallauris
D.: Franck Pourcel
    

 

 





ARM 10 RUS14n

 

 





13.

AD

14

AD

Luxemburg Italien
Michèle Arnaud
Tonina Torrielli
"Les amants de minuit" "Amami se vuoi"
M.: Pierre Lambry
T.: Simone Laurencin
D.: Jacques Lassry
M.: Vittorio Mascheroni
T.: Mario Panzeri
D.: Gian Stellari

 




Über unser ESC-Archiv


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Der Eurovision Song Contest übt seit vielen Jahren auf viele Leute eine außergewöhnliche Faszination aus. Warum das so ist, kann man nicht erklären. Jeder Grand-Prix-Fan verfolgt dieses Ereignis aus ganz persönlichen Gründen: Sind es die Lieder, ist es die festliche Atmosphäre der Veranstaltung, ist es der Kampf um die Punkte, ist es die Verbundenheit, die durch die Musik entsteht oder ist es der friedliche Umgang unter Menschen? Viele Fragen, die keine Antwort finden. Eines ist sicher: Jeder ESC- Fan identifiziert sich mit diesem Ereignis, das oft mit persönlichen Erfahrungen in Verbindung gebracht wird. Witzige oder traurige Situationen, die im Zusammenhang mit dem Song Contest unvergesslich bleiben.

 

Das ist die Seite für alle ESC - Fans: Alles über den Eurovision Song Contest, die Geschichte des Song Contests und der deutschen Vorentscheidungen seit 1956 wie auch die Geschichte aller Teilnehmerländer, kurz, alles, was ihr schon immer mal wissen wolltet: Informationen über alle Jahrgänge, über die Teilnehmer, über die Wertungen, Texte der Siegertitel und der deutschen Beiträge. Und natürlich viele Bilder und Statistiken.

 

 

Texte von 1956 - 1999: Apostolos Gussios und Michael Sonneck

Texte von 2000 - 2009: Brigitte Krawinkel und Michael Sonneck

Texte von 2010 - 20XX: Michael Sonneck (Text 2011: Jörg Schleifer)

 

Fotos: Falls nicht anders angegeben, stammen die Fotos entweder von der EBU selbst oder vom Eurovision Club Germany e. V.


Der Eurovision Song Contest 2010


ESC Logo 2010 

55. Eurovision Song Contest - 29. Mai 2010
Oslo

Halle Telenor Arena
Motto Share The Moment
Moderation Erik Solbakken, Haddy N'jie, Nadia Hasnaoui
Pausen-Act Madcon - "Glow" (Flashmob)
Wertung Jury-/Televoting 50/50%
Teilnehmer 39 Länder (Finale 25 / Semifinale jeweils 17)

 

Siegerland: Deutschland


norway

Interpretin:

Lena

Titel:

"Satellite"

Musik & Text:

Julie Frost & John Gordon

Lena© www.eurovision.tv 

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale - 29. Mai 2010
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Deutschland Lena Satellite 246 22
2. Türkei MaNga
We Could Be The Same  170  14
3. Rumänien Paula Seling & Ovi Playing With Fire 162 19
4. Dänemark Chanée & N'evergreen In A Moment Like This 149 25
5. Aserbaidschan Safura Drip Drop . 145 1
6. Belgien Tom Dice Me And My Guitar 143 7
7. Armenien Eva Rivas Apricot Stone 141 21
8. Griechenland Giorgos Alkaios & Friends OPA  140 11
 9. Georgien Sopho Nizharadze Shine. 136 13
10. Ukraine Aloysha Sweet People 108  17
11. Russland Peter Nalitch & Friends Lost And Forgotten 90 20
12. Frankreich Jessy Matador Allez! Ola! Olé!  82 18
 13. Serbien Milan Stanković Ovo je Balkan 72 8
14. Israel Harel Skaat Milim 71 24
15. Spanien Daniel Diges Algo pequeñito 68 2
16. Albanien Juliana Pasha It's All About You 62 15
17. Bosnien & Herzeg. Vukašin Brajić Thunder And Lightning 51 6
18. Portugal Filipa Azevedo Há dias assim 43  23
19. Island Hera Björk Je ne sais quoi 41 16
20. Norwegen Didrik Solli-Tangen     My Heart Is Yours 35 3
21. Zypern Jon Lilygreen & The Islande Life Looks Better In Spring 27 5
22. Moldau Sunstroke Project & Olia Tira Run Away 27 4
23. Irland Niamh Kavanagh It's For You  25  10
24. Belarus Three Plus Two Butterflies 18  9
25. Ver. Königreich Josh That Sounds Good To Me  10 12

 

 

Semifinale 1 - 25. Mai 2010
Platz         Land  InterpretTitelPunkteStartnr.
1. Belgien Tom Dice Me And My Guitar 167 10
2. Griechenland Giorgos Alkaios & Friends OPA  133 13
3. Island Hera Björk Je ne sais quoi  123 17
4. Portugal Filipa Azevedo Há dias assim  89 14
5. Serbien Milan Stanković Ovo je Balkan  79 7
6. Albanien Juliana Pasha It's All About You  76 12
7. Russland Peter Nalitch & Friends Lost And Forgotten 74 2
8. Bosnien & Herzeg Vukašin Brajić Thunder And Lightning 59 8
9. Belarus Three Plus Two Butterflies 59 16
10. Moldau Sunstroke Project & Olia Tira Run Away  52 1
11. Finnland Kuunkuiskaajat Työlki ellää  49 5
12. Malta Thea Garrett My Dream 45 11
13. Polen Marcin Mroziński Legenda  44 9
14. Estland Malcolm Lincoln & Manpower Siren  39 3
15. EJR Mazedonien Gjoko Taneski Jas ja imam silata  37 15
16. Slowakei Kristina Horehronie 24 4
17. Lettland Aisha What For? (Only Mr. God Knows Why)  11 6
Semifinale 2 - 27. Mai 2010
1. Türkei MaNga We Could Be The Same  118 17
2. CH Aserbaidschan Safura Drip Drop 113 7
3. Georgien Sopho Nizharadze Shine  106 16
4. Rumänien Paula Seling & Ovi Playing with fire  104 10
5. Dänemark Chanée & N'evergreen In A Moment Like This  101 4
6. Armenien Eva Rivas Apricot Stone 83 2
7. Ukraine Alyosha Sweet People  77 8
8. Israel Harel Skaat Milim  71 3
9. Irland Niamh Kavanagh It's For You  67 12
10. Zypern Jon Lilygreen & The Islanders Life Looks Better In Spring  67 12
11. Schweden Anna Bergendahl This Is My Life 62 6
12. Litauen InCulto Eastern Europe Funk 44 1
13. Kroatien Feminnem Lako je sve  33 15
14. Niederlande Sieneke Ik ben verliefd (Sha-la-lie)  29 9
15. Bulgarien Miro Angel si ti  19 13
16. Slowenien Roka Žlindere & Kalamari Narodno zabavni rock 6 11
17. Schweiz Michael von der Heide Il pleut de l'or  2 5

  


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN 

 

Telenor© www.eurovision.tvDer ausrichtende TV-Sender NRK hatte als Veranstaltungsort die neuerbaute Telenor-Arena ausgewählt. Sie ist Nord-europas größtes Indoor-Stadion mit ca. 23.000 Plätzen. Insgesamt 39 Länder haben einen Act nach Oslo entsandt. Wegen der Finanzkrise haben Ungarn, Andorra, Montenegro und San Marino abgesagt, Österreich blieb erneut fern wegen zu hoher Kosten und Unzufriedenheit mit dem Reglement, und in Tschechien fehlte nach dreimaligem Scheitern im Semifinale angeblich das Zuschauerinteresse. Die sog. Big 4 - Länder und der Gastgeber Norwegen waren für das Finale gesetzt, die restlichen 34 Länder wurden auf die beiden Semifinale aufgeteilt. Aus jedem Semifinale erreichten die besten Zehn das Finale.

Nachdem 2009 die hälftige Jurywertung nur im Finale zur Anwendung gekommen war, entschied die EBU, das 50/50-Splitvoting auch in den Semifinalen anzuwenden. Außerdem wurden die Telefonleitungen bereits nach dem ersten Lied freigeschaltet.

Erstmals in der ESC-Geschichte wurde für das Finale ein sog. "Flash-Mob" inszeniert. In mehreren europäischen Städten (z.B. Oslo, London, Ljubljana) und sogar auf dem Burgplatz in Düsseldorf trafen sich auf Anregung des NRK Tausende von ESC-Fans, um gemeinsam nach einer im Internet gezeigten Choreografie zu tanzen. Die "Postcards" wurden nach längerer Zeit wieder in den einzelnen Teilnehmerländern gedreht unter Beteiligung von ESC-Fans. So waren bei der deutschen Postkarte ECG-Mitglieder in Berlin vor dem Brandenburger Tor dabei. 

 

Die Moderation übernahm ein Trio:Moderatoren 10© NRK

Erik Solbakken und Haddy N'jie moderierten die Show, Nadia Hasnaoui die Wertung.

 

Erik Solbakken ist Moderator von Kindersendungen im norwegischen Fernsehen.

 

Haddy N'jie ist eine norwegische Komponistin, Sängerin und Journalistin, ihr Vater stammt aus Gambia.

 

Nadia Hasnaoui moderierte seit 1991 verschiedene Formate im norwegischen Fernsehen. Ihr Vater stammt aus Marokko.

 

 

FAZIT

 

Deutschland gewann den ESC, und zwar in einer solchen Deutlichkeit, wie man sie selten erlebt hat.  Das Gesamtpaket „Lena“ hat so ziemlich ganz Europa überrascht, aber auch überzeugt.  So etwas aus Deutschland zu sehen und zu hören, damit haben wohl die wenigsten Zuschauer gerechnet. Da stellt sich eine junge Abiturientin auf diese Bühne, singt einen flotten Popsong und hopst dazu ein wenig herum. Keine ausgefeilte Choreographie hat es gebraucht, keine theatermäßige Inszenierung. Dass eine solche Performance zum Sieg führen kann, dürfte all diejenigen erschreckt haben, die wieder einmal das ganze doch so ESC - typische Arsenal an Kostümen und Requisiten aufgeboten hatten. „Das wollen wir nicht mehr sehen“ schien die Mehrzahl der Televoter und Juroren sich gedacht zu haben. Und so hagelte es nur so Höchstwertungen für Lena und ihr „Satellite“.

 

Wie immer, gab es auch dieses Mal handfeste Überraschungen bei der Wertung. Der als einer der Favoriten immer wieder genannte Vertreter des Gastgeberlandes, der norwegische Tenor Didrik Solli-Tangen, stürzte ebenso ab wie die ESC-Siegerin von 1993, Niamh Kavanagh, die es noch einmal wissen wollte.Und erstmals seit der Einführung der Semifinals scheiterte Schweden im Halbfinale. Anna Bergendahls Gitarren-Lied  fiel halt auch aus dem Rahmen des sonst so üblichen Schweden-Pop. 

 

Und einmal mehr gelang es der  Favoritin der ESC - Fangemeinde, in diesem Jahr der Isländerin Hera Björk - ECG-Clubtreffen-Stargast 2009, nicht, eine gute Platzierung zu erreichen. Stattdessen belegte überraschender Weise die türkische Rock-Band maNga den zweiten Platz, und der Belgier Tom Dice konnte mit seinem ruhigen Gitarren-Titel immerhin Platz sechs erreichen.

 

Natürlich gab es auch in diesem Jahr wieder die eine oder andere ESC - typische Inszenierung, so die überladene Performance Armeniens und der verkitschte Auftritt der Weißrussen, passend zum Titel "Butterflies" mit Schmetterlingsflügeln ausgestattet! Die - wie man lesen konnte - äußerst kostenintensive Promotion-Maschinerie Aserbaidschans brachte der 19-jährigen Safura (in den Medien zur schärfsten Konkurrentin Lenas hochstilisiert) immerhin den fünften Platz ein.

 

Während des Auftritts des Spaniers Daniel Diges gelang es eine Störnfreid namens "Jimmy Jump", die Bühne zu stürmen. Er wurde von Sicherheitskräften abgeführt. Spanien durfte seine Performance als Nummer 26 wiederholen.    

Die Niederländer versuchten es mit einem Lied von Vader Abraham, dem Vater der Schlümpfe, aber Sieneke erreichte mit "Ik ben verliefd (Sha-la-lie)" das Finale nicht, obwohl sie die Halle zum Mitschunkeln brachte. 

 

Dieser 55. Eurovision Song Contest wird in die Geschichte eingehen, auch wegen der glänzenden Umsetzung durch den ausrichtenden norwegischen Sender NRK. Der verzichtete auf die vermeintlich schon unentbehrlichen riesigen LED-Animationen, brachte eine technisch perfekte Show auf den Bildschirm, der es aber dennoch an Charme nicht mangelte. Genial war der Pausenact. In einigen europäischen Städten (u.a. in Düsseldorf) waren zuvor lokale Flashmobs veranstaltet und von NRK gefilmt worden. Überall tanzten junge Menschen zur Musik des norwegischen Duos Madcon - "Glow". Und während der Wertungspause wurde ein Zusammenschnitt dieser Filme mit Bildern aus der Telenor-Arena in Oslo kombiniert, wo Madcon live auftraten und das gesamte Hallenpublikum mittanzte. Das in der Halle mitzuerleben als auch am Bildschirm anzusehen, war eine wahre Freude.

In Deutschland kannte der Jubel über diesen Sieg 28 Jahre nach Nicoles "Ein bisschen  Frieden" keine Grenzen. Und bereits in der Sieger-Pressekonferenz in der Nacht des 29. Mai verkündete Stefan Raab, dass Lena ihren Titel im nächsten Jahr in Deutschland (in welcher Stadt auch immer) verteidigen wolle!

 


    

 DIE TEILNEHMER - FINALE

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Aserbaidschan Spanien Norwegen Moldau
Safura Daniel Diges Didrik Solli-Tangen Sunstroke Project &
Olia Tira
"Drip Drop" "Algo pequeñito" ”My Heart Is Yours" "Run Away"
M.: Anders Bagge,
Stefan Örn
T.: Sandra Bjurman
M. & T.: Jesus Cañadilla. Luis Miguel de la Varga, Alberto Jodar, Daniel Diges M. & T.:
Hanne Sørvaag, Fredrik Kempe
M.: Anton Ragoza,
Sergey Stepanov
T.: Alina Galetskaya
    
TUR 83 TUR 83 RUS 02 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Zypern Bosnien & Herzegowina Belgien Serbien
Jon Lilygreen &
The Islanders
Vukašin Brajić Tom Dice Milan Stanković
"Life Looks Better
In Spring"
"Thunder And Lightning" "Me And My Guitar" "Ovo je Balkan"
M.: Nasos Lambrianides,
Melis Konstantinou
T.: Nasos Lambrianides
M. & T.:
 Dino Saran
 M. & T.:
Tom Dice, Jeroen Swinnen, Ashley Hicklin
M.: Goran Bregović
T.: Goran Bregović,
Martina Tucaković,
Ljiljana Jorgovanović
   
FIN 83 ARM 10 POR 01 SWE 02

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Belarus Irland Griechenland Ver. Königreich
Three Plus Two Niamh Kavanagh Giorgos Alkaios & Friends Josh
"Butterflies" "It's For You" "OPA"  "That Sounds Good
To Me"
M.: Maxim Fadeev
T.:Malka Chaplin
M. & T: Niall Mooney, Mårten Erikson, Jonas Gladnikoff, Lina Eriksson M.: Giorgos Alkaios
T.: Giorgos Alkaios & Friends
 M. & T.:
Peter Waterman, Mike Stock, Steve Crosby 
    
FRA 60 FRA 01 GBR  61 ITA  61

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Georgien Türkei Albanien
Island
Sofia Nizharadze maNga
Juliana Pasha Hera Björk
"Shine" "We Could Be The Same" "It's All About You"  "Je ne sais quoi"
M. & T.:
Hanne Sørvaag, Harry Sommerdahl, Christian Leuzzi
 M.: maNga
T.: Evren Özdemir, maNga, Movery Akinci
M.: Ardit Gjebrea
T.: Pirro Cako
   M. & T.:
Örlygur Småri, Hera Björk
   
SLO 01 SLO15 SLO15 POR 86

17.

AD

18.

AD

19.

AD

20.

AD

Ukraine Frankreich Rumänien Russland
Alyosha Jessy Matador Paula Seling & Ovi
Peter Nalitch & Friends
"Sweet People" "Allez! Ola! Olé! " "Playing With Fire" "Lost And Forgotten"
M.: Olena Kucher, Borys Kukoba, Vadim Lisitsa
T.: Olena Kucher
M. & T.:
H. Ducamin, J. Ballue 
M. & T.:
Ovidiu Cernauteanu
  M. & T.: 
Peter Nalitch
   
ROM 02 SLO 02 DEN 01 DEN 01

21.

AD

22.

AD

23.

AD

24.

AD

Armenien Deutschland Portugal Israel
Eva Rivas Lena Filipa Azevedo Harel Skaat
"Apricot Stone" "Satellite"
"Há dias assim" "Milim"
M.: Armen Martirosyan
T.: Karen Kavaleryan
 M. & T.:
Julie Frost, John Gordon
 M. & T.:
Augusto Madureira 
M.: Torner Adaddi
T.: Noam Horev
   
ROM 02  

25.

AD

Dänemark
Chanée & N'evergreen
"In A Moment Like This"
M. & T.:
Thomas G:son, Henrik Sethsson, Erik Bernholm

 

  

 DIE TEILNEHMER - SEMIFINALE  1

 

  

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Moldau Russland Estland Slowakische Republik
Sunstroke Project &
Olia Tira
Peter Nalitch & Friends
Malcolm Lincoln Kristina
"Run Away" "Lost And Forgotten" ”Siren" "Horehronie"
M.: Anton Ragoza,
Sergey Stepanov
T.: Alina Galetskaya
 M. & T.: 
Peter Nalitch
M. & T.:
Robin Juhkental
 M.: Martin Kavulic
T.: Kamil Peteraj
    
FIN 10 TUR 83 RUS 02 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Finnland
Lettland
Serbien Bosnien & Herzegowina
Kuunkuiskaajat Aisha
Milan Stanković Vukašin Brajić
"Työlki ellää" "What For?" "Ovo je Balkan" "Thunder And Lightning"
M. & T.:
Timo Kiiskinen 
 M.: Janis Lusens
T.: Guntars Racs
M.: Goran Bregović
T.: Goran Bregović,
Martina Tucaković,
Ljiljana Jorgovanovićh
T.: Zahra Badalbeyli
M. & T.:
 Dino Saran
   
FIN 83 ARM 10 POR 01 SWE 02

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Polen Belgien Malta Albanien
Marcin Mroziński Tom Dice
Thea Garrett
Juliana Pasha
"Legenda" "Me And My Guitar" "My Dream"  "It's All About You"
M.: Marcin Nierubiec
T.: Marcin Mroziński
M. & T.:
Tom Dice, Jeroen Swinnen, Ashley Hicklin
M.: Jason Cassar
T.: Sunny Aquilina
M.: Ardit Gjebrea
T.: Pirro Cako
    
FRA 60 FRA 01 GBR  61 ITA  61

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Griechenland Portugal EJR Mazedonien
Belarus
Giorgos Alkaios & Friends Filipa Azevedo
Gjoko Taneski Three Plus Two
"OPA"  "Há dias assim" "Jas ja imam silata"  "Butterflies"
M.: Giorgos Alkaios
T.: Giorgos Alkaios & Friends
M. & T.:
Augusto Madureira 
M. & T.:
Kristijan Graboski
M.: Maxim Fadeev
T.:Malka Chaplin
   
 SLO15  

17.

AD

Island
Hera Björk
"Je ne sais quoi"
    M. & T.:
Örlygur Småri, Hera Björk

 

 DIE TEILNEHMER - SEMIFINALE  2

  

SLO 02 SLO 02 DEN 01 DEN 01

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Litauen Armenien
Israel Dänemark
InCulto Eva Rivas Harel Skaat Chanée & N'evergreen
"Eastern European Funk" "Apricot Stone"
"Milim" "In A Moment Like This"
M. & T.:
InCulto
M.: Armen Martirosyan
T.: Karen Kavaleryan
M.: Torner Adaddi
T.: Noam Horev
M. & T.:
Thomas G:son, Henrik Sethsson, Erik Bernholm
   
SLO 02 SLO 02 DEN 01 DEN 01

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Schweiz Schweden
Aserbaidschan Ukraine
Michael von der Heide Anna Bergendahl Safura
Alyosha
"Il pleut de l'or" "This Is My Life"
"Drip Drop" "Sweet People"
M.: M.v.d.Heide, Pele Loriano T.: Heike Kospach, Mv.d.Heide, André Grüter M.: Bobby Ljunggren
T.: Kristian Lagerström
M.: Anders Bagge, Stefan Örn T.: Sandra Bjurman M.: Olena Kucher, Borys Kukoba, Vadim Lisitsa
T.: Olena Kucher
   
SLO 02 SLO 02 DEN 01 DEN 01

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Niederlande Rumänien
Slowenien Irland
Sieneke Paula Seling & Ovi Roka Žlindere & Kalamari Niamh Kavanagh
"Ik ben verliefd
(Sha-la-lie)"
"Playing With Fire"
"Narodno zabavni rock" "It's For You"
M. & T.:
 Pierre Kartner
M. & T.:
Ovidiu Cernauteanu
M.: Marino Legović
T.: Leon Oblak
 M. & T: Niall Mooney, Mårten Erikson, Jonas Gladnikoff,
Lina Eriksson
   
SLO 02 SLO 02 DEN 01 DEN 01

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Bulgarien Zypern
Kroatien Georgien
Miro Jon Lilygreen &
The Islanders
Feminnem Sofia Nizharadze
"Angel si ti" "Life Looks Better
In Spring"
"Lako je sve" "Shine"
M. & T.: 
Miroslav Kostadinov
M.: Nasos Lambrianides,
Melis Konstantinou
T.: Nasos Lambrianides

M.: Branimir Mihaljević
T.: Pamela Ramljak,
Neda Parmac
M. & T.:
Hanne Sørvaag,
Harry Sommerdahl,
Christian Leuzzi
   
SLO 02  

17.

AD

Türkei
maNga
"We Could Be The Same"
M.: maNga
T.: Evren Özdemir, maNga, Movery Akinci

 

  


 

DIE WERTUNG

 

Scoreboard Finale© ECG e. V.

 

 


 

DIE WERTUNG SEMIFINALE 1 + 2

 

Scoreboard Semifinale 1© ECG e. V.

Scoreboard Semifinale 2© ECG e. V.

   

 

 


 

 

AUS DER PRESSE 

 

 

Love, oh Love

von Matthias Oden und Anja Rützel , Financial Times Deutschland, 31. Mai 2010 

 

Sie ging als einer der Favoriten nach Oslo, aber dass ihr Sieg so deutlich ausfallen würde, hätte keiner gedacht. Lenas Auftritt beim Eurovision Song Contest war ein Triumph – und ein Durchmarsch des Unkonventionellen. 

Er wird den Strauß einfach nicht los. Christian Wulff steht da, am Sonntagnachmittag auf dem Flughafen in Hannover, und findet keine Gelegenheit, seine Blumen an die Frau zu bringen. Gerade eben ist sie gelandet, drückt ihm erst mal einen Kuss auf die Wange – und wendet sich ab, um die beiden Moderatoren Matthias Opdenhövel und Sabine Heinrich zu begrüßen. Dann reden alle ein bisschen miteinander, Wulff steht daneben, die Blumen im Arm, und endlich, endlich gelingt es ihm doch noch, Lena Meyer-Landrut den Strauß zu überreichen. Er spricht vom „Symbol der großen Freude“ und von den „Grüßen der Frau Bundeskanzlerin“. Sie sagt „danke“ und stapft dann los, vorbei am roten Teppich, rüber zu den Fans, die schon seit Stunden warten: „Ihr seit ja verrückt“, ruft sie ihnen durchs Megafon eines Polizeiwagen zu. „Geht doch rein, es regnet.“

Es ist eine Szene, wie sie besser kaum symbolisieren könnte, warum Lena am Vortag beim Eurovision Song Contest die Konkurrenz auf die Plätze verwies und ihr Lied „Satellite“ knapp 30 Jahre nach Nicoles Pazifistenschnulze „Ein bisschen Frieden“ den Siegespokal nach Deutschland holte. Lena – das blieb nämlich auch in Oslo die Verkörperung unbekümmerter Unperfektheit und unberechenbarer Spontaneität, Wesenszüge, die nun nicht eben als sprichwörtlich typisch deutsch gelten.

Zu Hause war sie in den vergangenen Monaten die bildungsbürgerliche Alternative zu Dieter Bohlens Hartz-IV-Sonnenbänkelsängern von DSDS. Nun, international, bildete sie den Gegenentwurf zu hoch geschnallten armenischen Showbrüsten, Hans-Klok-Föhnfrisuren aus Dänemark und weißrussischen Schmetterlingssängern: eine beim Tanzen in den Knien einknickende 19-Jährige, die zwischen den Versen hörbar nach Luft japste, und deren Bühnenauftritt ebenso minimalistisch war wie ihr Lied eingängig.

Tatsächlich sollte das bohrend-betörende Leitmotiv von „Satellite“ der einzige Ohrwurm des Abends sein. Die restlichen Beiträge: das übliche Grand-Prix-Pandämonium aus über dramatisch vorgetragenen Schmachtballaden und wummerndem Neopop à la Balkandisko.

Selbst den beiden treibendsten Beiträgen – Griechenlands Antikrisensong „OPA“ und Frankreichs stark an Ricky Martins Fußballhymne „Copa de la Vida“ erinnerndes „Allez! Olla! Olé!“ - fehlte das letzte bisschen Kraft, um sich von der Banalität des Durchschnittlichen befreien zu können. Und das war dann die vielleicht größte Überraschung des Abends: dass es nicht einen Kandidaten gab, der auch nur annähernd so begeisterte wie die Abiturientin aus Hannover.

Bereits nach der sechsten Punktevergabe lag Lena in Führung, und während sich die besten ihrer Wettbewerber ein Rennen um Platz zwei und drei lieferten, geriet ihr Vorsprung nie wirklich in Gefahr. So fand das, was NDR-Kommentator Peter Urban den „kometenhaftesten Aufstieg der deutschen Popgeschichte“ nannte, seine Vollendung im Durchmarsch von Oslo: Mit 76 Punkten Vorsprung siegte Lena am Ende überdeutlich vor dem Zweitplatzierten Türkei.

Rund 14,69 Millionen Fernsehzuschauer verfolgten den Song Contest – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, mehr als das zeitgleiche Länderspiel Deutschland-Ungarn und Vitali Klitschkos Boxkampf zusammen. Und spätestens als Lena während ihres Siegesauftritts die Deutschlandfahne verkehrt herum und wie ein besudeltes Handtuch über die Bühne trug, war klar, dass sie sich diese Rekordquote mehr als verdient hatte.

„Total irreal“, lautete das recht fassungslose Fazit der Siegerin, die nach Stefan Raabs Willen auch nächstes Mal wieder antreten soll. Und damit hatte sie wohl irgendwie recht: Nach Jahren herzerweichender Niedrigqualität der deutschen Teilnehmer findet der Eurovision Song Contest 2011 nun ausgerechnet hierzulande statt.

Oder, wie es ein begeisterter Zuschauer bereits in der Siegesnacht auf Twitter ausdrückte: „Jetzt Aktien kaufen, nun ist alles möglich!“   

Europas Glückskind

von Holger Kreitling, Die Welt, 31. Mai 2010  

Mit überwältigender Mehrheit gewann die 19-jährige Lena Meyer-Landrut den Eurovision Song Contest. Sie bleibt ein Rätsel: Es hat noch nie einen Star gegeben, über den man so wenig weiß. 

 

Vierzig Meter können für einen Sieger eine verdammt lange Strecke sein, egal wie glückstrunken und freudeberauscht er ist. Es ist nach zwei Uhr in der Frühe, als Lena Meyer-Landrut die große Party nach dem Eurovision Song Contest erreicht. In einem Hotel im Stadtzentrum ist eine Etage freigeräumt, es gibt zum Erstaunen der anderen Teilnehmer des Wettbewerbs viel deutsche Bratwurst und kleine Frankfurter Würstchen. Im Tanzsaal ist die Stimmung bestens. Die Europäer wollen Lena feiern. Und sie wollen singen. „Love, oh love“.

Der deutsche Tross steht auf einmal da, zu erkennen am Blitzlichtgewitter, Lena wird durch Gänge in Richtung Saal geschoben. Worte werden gebrüllt, erst erklingt aus den Lautsprechern das Lied „Congratulations“, dann unter großem Jubel „Satellite“, ihr Siegersong. 40 Meter weit kommt Lena in Richtung Tanzfläche, um dort vielleicht ein paar Tanzschritte für die Kameras zu wagen, 40 Meter, dann ist der Rummel zu groß. Der Pulk dreht sich, Lenas Gesicht ist bleich und starr, sie schüttelt den Kopf, Stefan Raab hält sie an der schmalen Schulter fest, glatzköpfige Männer kämpfen den Weg frei.

In diesem Augenblick steht im schönen Gesicht der 19-Jährigen Ratlosigkeit, Schrecken und Furcht. Lena, das Glückskind Europas, die neue Prinzessin des internationalen Pop, will nur weg. Und es ist, als erkenne sie in diesem Moment tatsächlich, was in den kommenden Tagen, Wochen, Monaten auf sie zukommt. Nach 40 Meter Strecke. Sie schüttelt still den Kopf und geht wie ferngesteuert. Es ist ihr zu viel.

Man weiß heute von der Sängerin Nicole wenig, nur, dass die letzte deutsche Siegerin des Song Contests immer noch „Ein bisschen Frieden“ singt. Seit nunmehr 28 Jahren. Nicole war damals 17 Jahre alt, Lena ist vor einer Woche 19 geworden. Es ist das Privileg der Gewinner, ihr Lied unaufhörlich vortragen zu dürfen, ob sie das will oder nicht, eine lange Zeit noch, und sie wird sich an viel Aufruhr gewöhnen müssen. Bei der After-Show-Party geht der Rückzug flott, eine breite Treppe herunter, durchs Foyer und raus. Die begeisterten Fans und die Fotografen bleiben zurück. Stefan Raab hatte vorher angekündigt, Lena und er wollten sich so richtig weg schießen, mit den Mitarbeitern feiern, Party machen. Anderswo.

Ist das Mädchen anders als die Darstellerin und Sängerin von „Satellite“? Aber ja! Das ist eben, Teil ihres Erfolgs. In den drei Minuten auf der Bühne hat sie es geschafft, fast ganz Europa mit ihrem Auftritt zu bezaubern. Von 39 Nationen vergaben nur vier keine Punkte (Anm. d. Red.: Es waren 5 – Belarus, Israel, Moldau, Georgien und Armenien), mehrere Juroren sandten die zwölf Punkte direkt an „Lovely Lena“... Lenas ungezwungene Art, ihr Lächeln und ein sehr guter Popsong verführten so unterschiedliche Länder wie Estland, die Slowakei und die Schweiz zu Höchstwertungen. Sie kam, sang und siegte. Die Veteranen stimmen begeistert die Schlagerweisheit an: „Wunder gibt es immer wieder.“ ...

Wie klar und vernünftig Lena Meyer-Landrut ist, wie schalkhaft und zugleich ausgekocht, beweist sie gleich nach dem Sieg. Vor der versammelten Presse sind ihre ersten Worte: „Hallo.“ Jubel und Fahnenschwenkerei im Publikum. „Hallo, ich bin Lena, ich bin 19 Jahre alt, und ich komme aus Hannover.“ Wie beim Formel-1-Rennen spritzen sie und Stefan Raab mit Sektflaschen die Meute nass, sie singen „Ich – liebe – deutsche – Land“ und schwenken die schwarz-rot-goldene Fahne.

Dann folgen immer wieder Stimmungsbeschreibungen wie „Wahnsinn“, „irreal“, „surreal“, geschockt“. Wie „500 kleine Hundebabys“ freue sie sich, ruft Lena, und fügt eine Zahl hinzu, die irgendwie nicht korrekt wiederzugeben, jedenfalls enorm riesengroß ist und das ganze Glücksausmaß verdeutlichen soll. Wie immer rettet sich das fröhliche Mädchen in flapsige Gesten, in spleenige Ausflüchte, die nie richtig einleuchten, doch stets beredsam sind. Sie ist spontan, doch sich ihrer Wirkung sehr bewusst, auch wenn sie selbst darüber überrascht scheint, wenn 120 Millionen Europäer sie schlicht toll finden. Ihre gespielten Zusammenbrüche, ihr Teenager-Reichtum sind unschlagbar europäisch, Sie zeigt Generationen und Nationen, wie es ist, heute jung und froh zu sein.

Wie der kurze Besuch bei Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit direkt nach dem Sieg war, wird sie gefragt. Ehrliche Antwort: „So eine Prinzessin ist schon was Geiles.“ Ein ulkiges rosa Kostüm habe Mette-Marit getragen, erzählt Lena. Dann eine kleine Bedenkpause: „Komisch“ sei es gewesen, entfährt es ihr mit einem Kräuseln um die Nase, komisch im Sinne von seltsam. Und klar: Die Pop-Prinzessin redet hier nicht bloß über Mette-Marit. Wie sie sich jetzt fühle? „So wahnsinnig verdammt anders.“ Eben.

(…) Der Siegeszug der Lena Meyer-Landrut ist eine der erstaunlichsten und mit Sicherheit positivsten Geschichten, die das Castingshow-Zeitalter der letzten Jahre hervorgebracht hat. Sie selbst hat mehrfach daraufhin gewiesen, dass noch vor wenigen Monaten ihr Leben ganz normal war. Lena stand auf keiner Bühne. Dann entschied sie heimlich, sich für den Wettbewerb „Unser Star für Oslo“ zu melden, sie wurde unter mehr als 4000 Bewerbern angenommen und setzte sich durch.

Was sie vor der Entdeckung tat und dachte, weiß man nicht. Was sie heute denkt und jenseits der Glitzerwelt tut, weiß man auch nicht. Es hat wohl noch nie einen Star gegeben, über den so wenig bekannt ist. Wer ihre Familie ist, wer ihre Freunde sind – unbekannt. Es gibt kein Bild der Mutter, der Diplomaten-Großvater hält sich zurück, der leibliche Vater wurde von „Bild“ entdeckt, er hat Lena seit 16 Jahren nicht gesehen. Lena wehrt wie ihr Beschützer Stefan Raab konsequent alle Fragen über ihr Privatleben ab. Auch Sonntagnacht wurde sie gefragt, ob sie einen Freund habe und ihm vielleicht den Erfolg widme? Fehlanzeige. „I don't talk about my private life.“ Die Wunschtochter des deutschen Bürgertums bleibt verschlossen; so verschlossen und zurückhaltend übrigens wie das echte Bürgertum des 19. Jahrhunderts, von dem die glühenden Neuverfechter kaum eine Ahnung haben, es ebenfalls war. Man spricht darüber nicht.

(…) Auf ihrem Album sind genug Songs, um die Hitparaden Europas für eine Weile zu bestimmen. Doch die Popgeschichte ist angefüllt mit überforderten Musikern, die den Erfolg verkraften müssen und zu ihren eigenen Darstellern wurden. Wird sich Lena weiter verhüllen können und ihre Stärken ausspielen, ohne einzufrieren?

Stefan Raab sagt dazu, man werde behutsam planen und sie beschützen. Er bittet um Nachsicht mit der Künstlerin. Lena selbst hat in den letzten Tagen immer wieder Zuflucht zur Musik gesucht, hat mehrfach mit Mentor Stefan Raab gesungen und witzige Einlagen aufgeführt. Das hat wunderbar funktioniert. Sie soll plappern, sie soll Lena sein. Doch es bleibt eine Wahrheit: Die 40 Meter in der Nacht von Oslo waren ein Klacks. „Love, oh love.“ Vorhang auf.

Unser Mädchen

von Edo Reents, Frankfurter Allgemeine, 31. Mai 2010 

Lenas Sieg zeigt Europa, dass es noch über eine andere gemeinsame Währung verfügt. 

 

War wenigstens das Koketterie – als sie hinterher sagte, sie sei nicht stark genug, die Trophäe zu tragen? Der Sieg Lena Meyer-Landruts beim Eurovision Song Contest in Oslo ist schon insofern historisch, als er der erste deutsche seit achtundzwanzig Jahren ist. 1982 gewann, siebzehnjährig, in einem rührend biederen Kleid, mit Föhnwelle und akustischer Gitarre Nicole mit dem Lied „Ein bisschen Frieden“; dieses Mal eine neunzehnjährige Abiturientin, ebenfalls als Solistin, in einem auffallend schlichten schwarzen Kleid, mit fast noch ein wenig ungelenken Bewegungen und dem eher konventionellen Liebeslied „Satellite“. Wieder war es das Unschuldig-Unbedarfte, das sich durchsetzte gegen Abgebrühteres. Ist die Zeit denn stehen geblieben?

Dieser Sieg, der trotz der enormen Aufmerksamkeit wie aus dem Nichts kommt und mit den Tennis-Erfolgen Boris Beckers und Steffi Grafs zu vergleichen ist, war wohl eher deswegen möglich, weil die Zeiten sich geändert haben; er birgt insofern auch eine äußerst ästhetische Dimension.

Nach dem Ende der Sowjetunion suchten die ost- und südosteuropäischen Ländern, die mit Macht, Selbstbewusstsein und lustvoller Unverbrauchtheit in diesen Wettbewerb drängten, Anschluss an die Ästhetik westlicher Unterhaltungsmusik: Statt der traditionellen, steif-kontrollierten Anmutung gaben in den vergangen Jahren durchchoreographierte, extrovertierte, bisweilen auch ordinäre, aber insgesamt austauschbare Darbietungen den Ton an.

Von dieser gleichsam internationalisierten, schnell verbrauchten Ästhetik hebt sich Lena Meyer-Landrut auffällig ab. Auf öffentlichen Bühnen gibt es nichts, was nicht inszeniert wäre; aber der Auftritt dieser unausgebildeten Sängerin ließ einen Willen zur Stilisierung kaum erkennen und käme insofern dem nahe, was wir unter einer natürlichen Ausstrahlung verstehen, die in Zeiten des Überdrusses an Konfektionsware einfach besser ankommt.

Dabei wäre es verfehlt, hier eine besonders ausgeprägte individuelle Note zu wittern. Lena Meyer-Landrut wird vor allem für das bewundert, was nicht individuell an ihr ist: dass sie sich vernünftigerweise reifer, cooler gibt, als sie ist. In Übersee würde man sie ein „all American girl“ nennen; hier attestiert man ihr, zu Recht, die keineswegs sonderlich beflissene Nettigkeit und Natürlichkeit des Mädchens von nebenan, das auch unter größter Anspannung und Belagerung, aber vor allem auch im größten Triumph auf dem Teppich bleibt und niemanden provoziert. Das ungeachtet ihres attraktiven Äußeren Harmlos-Unverruchte wirkte auch deswegen so überzeugend, weil sich seine Präsentation keiner Absicht zu verdanken schien, die, bei einem Hintermann namens Stefan Raab, natürlich trotzdem dahinter steckte.

Wenn also Lena Meyer-Landrut in der reduzierten, ganz auf sich allein gestellten und ohne Mätzchen auskommenden Darbietungsweise die Fortsetzung Nicoles mit anderen Mitteln ist, dann ist Stefan Raab der moderne Ralph Siegel, der seinerzeit Nicole betreute und ebenfalls das Maß aller Dinge war.

Das ist deswegen verwunderlich, weil Raab es war, der mit seinen programmatisch gegen die alte Siegel-Ästhetik gerichteten Grand-Prix-Engagements für jene sogenannte Spaßgesellschaft stand, die der späten Kohl- und der Schröder-Ära als ein vom Boulevard und vom Privatfernsehen befeuerter Sittenverfall angekreidet wurde. Dass sich Raab, der vom in dieser Sache zunehmend ratlosen öffentlich-rechtlichen Fernsehen gleichsam als Retter an Bord geholt wurde, nach mehrmaligen musikalisch keineswegs minderwertigen Anläufen nun mit seinem Schützling durchgesetzt hat, sollte immerhin Anlass sein, ihm als einem von wenigen nicht nur die ohnehin vorhandene Professionalität, sondern auch künstlerisches Gespür und, im behütenden Umgang mit seiner Sängerin, Verantwortungsbewusstsein zuzugestehen. Denn unverkennbar mischte sich in die große Freude auch eine gewisse Bangigkeit – jeder weiß, unter welchem Druck zumal sehr junge Objekte einer solchen Aufmerksamkeit stehen.

Was sagt dieser auch in der Punktzahl erstaunlich souveräne Sieg über unsere Zeit aus? Als Lena Meyer-Landrut im Mai 1991 geboren wurde, war Michail Gorbatschow Präsident der bald darauf endgültig kollabierenden Sowjetunion. Aus ihrer Heimatstadt Hannover schickten die Scorpions „Wind of Change“ um die Welt. Helmut Kohl betrieb mit noch einmal verstärkter Energie die europäische Einigung, deren Ergebnisse den damals Geborenen heute wie selbstverständlich erscheinen. Auch in diesem Lichte sind dieser so oft diskreditierte Liederwettbewerb und der überraschend deutsche Sieg Ereignisse als Bestätigung dafür, dass es in diesen Zeiten, die für die EU schwieriger denn je sind, einer europäischen Öffentlichkeit nicht nur möglich ist, sondern auch geboten erscheint, sich auf bemerkenswert faire, skandalfreie Weise über ästhetische Fragen zu verständigen, die in die Gesellschaft hineinwirken und nicht nur ein vordergründiges Interesse bedienen. Lena Meyer-Landruts Triumph von Oslo zeigt uns, wenn auch nur für einen Moment, dass es in Europa noch eine andere Währung gibt, auf die sich alle einigen können: die menschlich-künstlerische.     

 

 

 >> Informationen über die nationalen Vorentscheidungen gibt es derzeit noch im "alten Archiv".

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We would like to kindly invite all Eurovision fans to our Annual Club Convention in 2022 on November 19th at the GLORIA-Theater in Cologne.

 

Since we currently cannot know how the corona pandemic will develop until November, this announcement is initially subject to change. Negotiations with star guests are still ongoing.

 

We have invited the following star guests so far:

 

Ingrid Laurent© Ako Lehemets   

 

STEFAN

The representative of Estonia at the ESC 2022 got the audience with his song "Hope" in Turin. We are confident that he will be able to do the same at the club meeting.

 

 

 

 

 

 

SELMA & FRIÐRIK ÓMAR

At ESC 2019, Selma and Friðrik performed as a duo in the Euro Fan Café. The two delighted the fans with a rousing ESC program. We are therefore particularly looking forward to their joint appearance.

 

Tamara klein© FB Selma

 In 1999, Selma became second at the ESC in Jerusalem with her song "All Out Of Luck" for Iceland. In 2005 she was already an acclaimed star guest at our club meeting. 

Michael klein© RIGG VIDBURDIR  
Friðrik Ómar
represented Iceland together with Regina Ósk as Euroband at ESC 2008 in Belgrade with "This Is My Life". In 2009 he was backing singer for Yohanna in Moscow and in 2019 he came second in the Icelandic preselection.

 

In addition to the appearances of the star guests, there will again be contributions to the programme. The traditional ESC disco with DJ Ohrmeister afterwards depends on the corona rules that apply at the time.The same applies to the traditional raffle.  

 HOST:

Our club member Bernd Ochs will lead through the program for the fourth time. Bernd has been a member of the ECG since the association was founded and, together with Stefan Leidner from the OGAE, made the Frankfurt regional meeting one of the largest local ESC meetings in Germany. There he moderates the previews, each with over 100 guests, as well as the "Grand Prix sur le Main", an internal Frankfurt competition.

  

ENTRANCE FEE:

ECG Members:       Non-Members:

     35 €                           40 €

There will probably be no day/evening box office!

 

We will announce the start of the ticketsale and the booking modalities in autumn.

      


                         

The most important details you should know:  

 

DATE: November 19 2022

LOCATION: The GLORIA Theater, Apostelnstraße 11, D-50667 Köln

TIME: Doors will open: 4.00 p.m.  -  Start of the programme: 5.30 p.m. 

Most likely there will be no box office!

BOOKING:  

Our bank account is: Deutsche Skatbank, IBAN: DE45 8306 5408 0004 5898 58, BIC: GENODEF1SLR

Owner of bank account: Eurovision Club Germany e.V., Nordstraße. 19, D-40724 Hilden

 

How to find the location: From the Central Train Station (Hauptbahnhof) please take the underground, direction “Neumarkt”. Then look out for the large church and pass it on the right. The second street on the right is “Apostelnstraße”. The theatre is on the left side of the street.

 

 
 
 
 

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Semifinale 1

 

 

  Benni DJ Ohrmeister Markus Michael Stephan
Litauen X X X X X
Slowenien O O      
Russland X X X X X
Schweden X X X X X
Australien          
Nordmazedonien          
Irland     O    
Zypern X X X X X
Norwegen X X   X X
Kroatien O     O O
Belgien   X X X X
Israel     X    
Rumänien          
Aserbaidschan X X X X X
Ukraine X X X X X
Malta X X X X X
richtig getippt 8 9 9 9 9

 

 

 

Semifinale 2

 

 

  Benni DJ Ohrmeister Markus Michael Stephan
San Marino X   X X
Estland          
Tschechische Republik     O    
Griechenland X X X X X
Österreich O O O    
Polen          
Moldau         X
Island X X X X X
Serbien X X   X X
Georgien          
Albanien X X X X X
Portugal X   X X X
Bulgarien X X X X X
Finnland X X X X X
Lettland          
Schweiz X X X X X
Dänemark   O O O  
richtig getippt SF2 9 8 7 9 10
richtig getippt SF1 & SF2 17 17 16 18 19

 

 Finale

 

 

Benni   DJ Ohrmeister Markus   Michael   Stephan  
Tipp Erg Diff Tipp  Erg Diff Tipp Erg Diff Tipp Erg Diff Tipp Erg Diff
1. FRA 2 -1 1. MLT 7 -6 1. POR 12 -11 1. LIT 8 -7 1. ITA 1 0
2. ISL 4 -2 2. FRA 2 0 2. ISL 4 -2 2. ISL 4 -2  2. FRA 2 0
3. ITA 1 2 3. LIT  8 -5 3. BUL 11 -8 3. ITA 1 2 3. POR 12 -9
4. UKR 5 -1 4. ISL 4 0 4. LIT 8 -4 4. FRA 2 2 4. ISL 4 0
5. SUI 3 2 5. ITA 1 4 5. UKR 5 0 5. SUI 3 2 5. MLT 7 -2
6. MLT 7 -1 6. UKR 5 1 6. ITA 1 5 6. NOR 18 -12 6. BUL 11 -5
7. LIT 8 -1 7. BUL 11 -4 7. MLT 7 0 7. MLT 7 0 7. LIT 8 -1
8. FIN 6 2 8. SUI 3 5 8. RUS 9 -1 8. CYP 16 -8 8. RUS 9 -1
9. RUS 9 0 9. POR 12 -3 9. FRA 2 7 9. GRE 10 -1 9. UKR 5 4
10.BUL 11 -1 10.FIN 6 4 10.CYP 16 -6 10.UKR 5 5 10.SWE 14 -4
    13     32     44     41     26

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