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Der Eurovision Song Contest 1991


 Logo91 

36. Eurovision Song Contest - 4. Mai 1991
      Rom
                              

Halle Studio 15 de Cinecittá 
Moderation Gigliola Cinquetti & Toto Cutugno
Pausen-Act Verwandlungskünstler Arturo Brachetti
Wertung 11 Juroren pro Land bewerten jedes Lied, die ersten zehn Titel bekommen die Punkte 12-10-8-7...3-2-1
Teilnehmer 22 Länder

 

Siegerland: Schweden


france

Interpretin:

Carola

Titel:

"Fångad av en stormvind"

Musik & Text:

Stephan Berg



Sieg91© Sveriges Radio 

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Schweden Carola Fångad av en stormvind 146 8
2. Frankreich Amina C'est le dernie qui a parlé qui a raison 146 9
3. Israel Duo Datz Kan 139 15
4.
Spanien Sergio Dalma
Bailar pegados
119 19
5. Schweiz Sandra Simó Canzone per te 118 5
6.
Malta Paul Giordimaina & Georgina Could It Be 106 3
7. Italien Peppino di Capri Come e doce'o mare 89 22
8. Portugal Dulce Lusitana paixão 62 12
9. Zypern Elena Patroclou S.O.S. 60 21
10. Irland Kim Jackson Could It Be That I'm In Love 47 11
 
Ver. Königreich Samantha Janus A Message To Your Heart 47 20
12.
Türkei Izel Celiköz, Reyhan Karaca & Can Ugurluer Iki dakika 44 10
13. Griechenland Sophia Vossou I anixi 36 4
14.
Luxemburg Sarah Bray Un baiser volé 29 7
15. Island Stefan & Eyfi Nina 26 2
16. Belgien Clouseau Geef het op 23 18
17. Norwegen Just 4 Fun Mrs Thompson 14 14
18. MA Deutschland Atlantis 2000 Dieser Traum darf niemals sterben 10 17
 19. MA Dänemark Anders Fransen Lige der hvor hjertet slår 8 2
20. MA Finnland Kaija Hullo yö 6 16
21. Jugoslawien Baby Doll Brazil 1 1
22. MA Österreich Thomas Forstner Venedig im Regen 0 6

 

  


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

  

Unknown© www.ansa.it

Dass die Italiener dem Eurovision Song Contest nicht den gleichen Stellenwert wie dem eigenen Sanremo-Festival beimaßen, wurde bei dieser ESC-Veranstaltung ganz deutlich. Es kam so, wie es kommen sollte: Das italienische Fernsehen wollte nicht unnötig Geld ausgeben für ein Event, das in Italien nicht besonderes beliebt war. Alles war sehr provisorisch und lieblos organisiert, was weniger damit in Zusammenhang gebracht werden konnte, dass wegen eines Korruptionsskandals der Austragungsort kurzfristig gewechselt werden musste - von San Remo nach Rom. Im Studio 15 der berühmten italienischen Filmstadt Cinecittá mit einer Kapazität für gerade 800 Personen sollte der Nachfolger von Toto Cutugno gefunden werden. 22 Länder traten an, die Niederlande setzten wegen des nationalen Gedenktages erneut aus, Malta kehrte zurück.

In den "Postcards" sangen die Interpret*innen bekannte italienische Canzone.

 

 

 

Moderatorin 91© RAI

Toto Cutugno stand in diesem Jahr wieder auf der Bühne, gemeinsam mit der ersten ESC–Gewinnerin für Italien 1964, Gigliola Cinquetti. Nachdem die beiden ihre Siegertitel vorgetragen hatten, begannen sie mit der Moderation der Sendung. Gigliola war zwar nicht mehr 16 Jahre alt, aber genauso brav wie damals, nur viel reifer, sie bemühte sich ständig, ihre Moderation durch den Abend einigermaßen über die Bühne zu bringen. Herr Cutugno betrachtete alles ganz desinteressiert, ohne sich die Mühe zu machen, die Titel der einzelne Beiträge richtig auszusprechen. Er machte eher peinliche Witze und vergab Küsschen an die weiblichen Interpretinnen. Während der Wertung entstand durch die mangelhaften Sprachkenntnisse beider Moderatoren das absolute Chaos, so dass der Schiedsrichter der EBU, Frank Naef, mithelfen musste.

Toto Cutugno nahm insgesamt 15 Mal am Sanremo-Festival teil und gewann es 1980 mit dem Titel "Solo noi". Er schrieb auch viele Lieder für italienische und internationale Künstler.

Gigliola Cinquetti startete ihre Karriere mit dem Sieg beim ESC 1964. Sie nahm zwölfmal am Sanremo-Festival teil und gewann dieses zweimal. Sie gewann auch den Wettbewerb "Canzonissima" 1973 mit "Alle porte del sole", was ihr zu ihrem zweiten ESC-Auftritt 1974 verhalf, bei dem sie mit "Si" den zweiten Platz hinter ABBA belegte. 2014 erschien ihre Autobiografie, 2015 ihr letztes Album.

 

FAZIT 

 

Der Wettbewerb an sich verlief zum Glück einigermaßen erfreulich - und das schon vom ersten Beitrag des Abends an. Baby Doll aus Jugoslawien versuchte mit ihrem Lied "Brazil" ein lebensfrohes Bild zu vermitteln, obwohl die politischen Ereignisse in ihrem Land den bevorstehenden Bürgerkrieg schon ankündigten. Sicherlich keine einfache Situation für die sehr ausgefallene Interpretin, deren temperamentvoller Song durch ihre ziemlich verkrampfte Darbietung keine Anerkennung fand und Vorletzter wurde. Der Freudenfunke kam eben nicht rüber.

 

Nach 16-jähriger Abwesenheit meldete sich die Mittelmeerinsel Malta wieder zurück - und zwar so erfolgreich wie nie zuvor. Paul Giordimaina und Georgina sangen eine typische ESC-Ballade. Nachdem sie auf dem sechsten Platz landeten, wurde die Frage "Could It Be" wohl beantwortet.

 

Der Gastgeber Italien schickte mit Peppino di Capri ein Lied in neapolitanischem Dialekt, vermutlich hatte man Angst, erneut zu gewinnen und den ESC ausrichten zu müssen: immerhin Platz 7!

 

Ob Kim Jackson aus Irland eine Antwort auf ihre Frage, ob sie verliebt sei - „Could It Be That I 'm In Love“ - erhalten hat , ist unbekannt. Ihre Ungewissheit erweckte allerdings das Mitleid der Juroren und sie setzten sie auf den zehnten Rang, gemeinsam mit Samantha Janus aus Großbritannien, die in einem rosafarbenen kurzen, schulterfreien Barbiekleid über den Hunger und die Not vieler Kinder auf der Welt sang. Wie unpassend!

 

Dramatischer, auch vom Outfit her, ging es im zypriotischen Beitrag zu: Der Hilfeschrei S.O.S. für die Rettung unseres Planeten hätte beinahe für die größte Sensation der Veranstaltung gesorgt. Denn bis zur Hälfte der Wertung hielt sich die Zypriotin Elena Patroklou hervorragend. Zum Schluss reichte es jedoch nur zum neunten Platz.

 

Wesentlich schlimmer erging es Sofia Vossou, einer der populärsten Künstlerinnen Griechenlands. Ihr Mann Andreas Mikroutsikos schrieb das Lied "I anixi" (Der Frühling), das von den Fachleuten sehr hoch gehandelt wurde. Stimmlich gehörte sie mit Abstand zu den besten des Wettbewerbs. Der Song an sich hatte auch Siegesqualitäten, nur der Saxofonist des Unterhaltungsorchesters der RAI hatte offensichtlich seine Hausaufgaben nicht gemacht (er passte perfekt in das organisatorischen Chaos). Er spielte so falsch, dass den Juroren die Ohren weh taten und sie diesen Beitrag nur mit dem dreizehnten Platz belohnten.

 

Für die deutschsprachigen Songs war es auch kein gutes Jahr. Für Atlantis 2000 aus Deutschland war schon bei der nationalen Vorentscheidung klar, dass es keinen Blumentopf zu gewinnen gab. "Dieser Traum darf niemals sterben" starb mit dem 18. Platz in Rom, wie später die Gruppe. Für Thomas Forstner aus Österreich endete seine zweite Teilnahme mit einem großen Desaster: Für sein Lied "Venedig im Regen" hat es keinen einzigen Punkt geregnet, und er wurde Letzter.

 

Auch Hanne Krogh aus Norwegen konnte an ihren Sieg von 1985 nicht anknüpfen. Als Mitglied der Gruppe Just 4 Fun kam sie nur bis auf Rang 17.

 

Sandra Simó aus der Schweiz ersang mit "Canzone per te" (Lied für dich) den fünften Platz hinter dem Spanier Sergio Dalma, und das israelische Ehepaar Orna und Moshe Datz, alias Duo Datz, das lange führte, fiel ganz knapp auf den dritten Platz zurück. Das Lied „Kan" (Hier) war fast fünf Jahre alt, es hatte aber in der Schublade des Komponisten Uzi Chitman gelegen, der es wiederum während des Golfkriegs schrieb, inspiriert von einer Rakete, die neben seinem Haus landete. Es war ein Lied des Friedens und des Zusammenlebens aller Völker.

 

Die für Frankreich startende gebürtige Tunesierin Amina befasste sich in ihrem Song "C´est le dernier qui a parlé, qui a raison" mit einem wirklich anspruchsvollen und gleichzeitig außergewöhnlichen Thema: Die Stellung der Frauen bzw. die Unterdrückung der Frauen in der muslimischen Welt. Ein emanzipiertes Kunstwerk, das musikalisch dementsprechend mit orientalischen Klängen untermalt wurde. Selbst die israelische Jury war von dieser Thematik, wie auch von der attraktiven Künstlerin, sehr beeindruckt und vergab für Frankreich die höchste Wertung. Amina, selbst eine Muslima, lief auf das israelische Paar Duo Datz zu und umarmte sie. Amina hätte fast gesiegt, denn nach 12 Punkten von der italienischen Jury, die als letzte aufgerufen wurde, lag sie punktgleich mit Carola aus Schweden auf dem ersten Platz. Gewonnen hat sie aber nicht: Laut Reglement muss im Falle eines Gleichstands unter zwei oder mehreren Ländern die Anzahl der höchsten Wertungen im direkten Vergleich über Sieg und Niederlage entscheiden. Sowohl Schweden als auch Frankreich hatten jeweils 4 x 12 Punkte bekommen, Schweden hatte aber häufiger die Punktzahl 10 bekommen.

Somit erklärte man den Wirbelsturm aus Schweden namens Carola zur Siegerin. Carola hatte 1983 als 16-jährige beim Song Contest in München teilgenommen und sich mit ihrem dritten Platz zu einer der bekanntesten Künstlerinnen ihrer Heimat gemausert. Ihre Mitgliedschaft in der christlichen Sekte "Das Wort des Lebens" sorgte damals für reichlich Gesprächsstoff.  Ende der 1980er Jahre wurde es etwas ruhiger um sie. 1990 startete sie ein Comeback, sie konnte sich aber bei der schwedischen Vorentscheidung nicht gegen Edin-Ådahl behaupten. 1991 war es dann soweit. Mit dem Stephan-Berg-Lied "Fångad av en stormvind" und mit viel Glück eroberte sie die Herzen der meisten Juroren und wurde zur Siegerin von Rom gekrönt. Für Amina war es ein moralischer Sieg in jeder Hinsicht - traurig über den Ausgang des Wettbewerbs war sie aber auf jeden Fall, wie auch viele Zuschauer, die diese Entscheidung als ungerecht empfanden.

 

   


 

 DIE TEILNEHMER

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Jugoslawien Island Malta Griechenland
Baby Doll
Stefan & Eyfi
Paul Giordimaina & Georgina
Sophia Vossou
"Brazil" "Nina" ”Could It Be" "I anixi"
M.: Zoran Vracević
T.: Dragana Zarić (Baby Doll) D.: Slobodan Marković
 M. & T.:
Eyjolfur Kristjansson
D.: Jon Olafsson
M.: Paul Abela
T.: Raymond Mahoney
D.: Paul Abela
M. & T.:
Andreas Mikroutsikos
D.: Haris Andreadis
    
TUR 83 TUR 83 ESP 83 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Schweiz
Österreich Luxemburg
Schweden
Sandra Simó
Thomas Forstner
Sarah Bray
Carola
"Canzone per te" "Venedig im Regen" "Un baiser volé" "Fångad av en stormvind"
M. & T.:
 Renato Mascetti
D.: Flavio Cuffari
 M. & T.: Robby Musenbichler, Hubert Moser &
Wolfgang Eltner
D.: Richard Österreicher
M.: Patrick Hippert
T.: Mick Wersant &
Linda Lecomte
 D.: Francis Goya
M. & T.:
Stephan Berg 
D.: Anders Berglund
    
FIN 83 ARM 10 RUS14n ITA 60

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Frankreich Türkei Irland
Portugal
Amina
Izel Celiköz, Reyhan Karaca, Can Ugurluer
Kim Jackson
Dulce
"C'est le dernier qui a parlé qui a raison" "Iki dakika" "Could It Be That
I'm In Love"
 "Lusitana paixão"
M.: Wasis Diop
T.: Amina Annabi
D.: Jean-Jacques Hertz
 M.: Sevket Ugurluer
T.: Aysel Gürel
D.: Turan Yüksel
M. & T.:
Liam Reilly
D.: Noel Kelehan
M. & T.: Fred Micaela,
Jorge Quintela &
José da Ponte
D.: F. Correira Martins 
    
FRA 60 GER 83 GBR  61 ITA  61

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Dänemark
Norwegen
Israel Finnland
Anders Frandsen Just 4 Fun
Datz
Kaija
"Lige der hvor hjertet slår"  "Mrs. Thompson" "Kan"  "Hullo yö"
M. & T.:
Michael Elo
D.: Henrik Krogsgaard
 M.: Dag Kolrsud
T.: P.G. Roness &
Kaare Skevik
D.: Peter Knutsen
M. & T.:
Uzi Chitman
D.: Kobi Oshrat
M.: Ile Kallio
T.: Jukka Valimaa
D.: Olli Ahvenlahti
   
SLO15 SLO15 SLO15 POR 86

17.

AD

18.

AD

19.

AD

20.

AD

Deutschland Belgien Spanien
Ver. Königreich
Atlantis 2000 Clouseau Sergio Dalma Samantha Janus
"Dieser Traum darf
niemals sterben"
"Geef het op" "Bailar pegados" "A Message To Your Heart"
M.: Alfons Weindorf
T.: Helmut Frey
D.: Hermann Weindorf
M. & T.: B. Savenberg,
K. Wauters &
J. Leyers
D.: Roland Verlooven
 M.: Julio Seijas
T.: Luis G. Escolar
D.: Eduardo Leyva
M. & T.:
Paul Curtis 
D.: Ronnie Hazlehurst
    

 

 SLO15  YUG 89  

21.

AD

22.

AD

Zypern Italien
Elena Patroclou Peppino di Capri
"S.O.S." "Come e doce'o mare"
M.: Kypros Charalambous
T.: Andreas Christou
D.: Alexandros Zografou
M.: Marcello Marocchi
T.: Giampero Artegiana
D.: Bruno Canfora

 

 


  

DIE WERTUNG

 

Scoreboard© SVT

 

Scoreboard 86© RAI


 
         


 

AUS DER PRESSE

 

Presse 91 1© BBV

 Presse 91 2© NRZ

Presse 6© Süddeutsche Zeitung

Presse 91 4                                      
Presse 91 5© BBV     

Presse 91 3© GONG

Die deutsche Vorentscheidung 1991


Nationale VE  -  " Ein Lied für Rom"
Datum 21. März 1991
Ort Berlin
Halle Friedrichstadtpalast
Moderation Hape Kerkeling
TV-Sender Bayerischer Rundfunk / Sender Freies Berlin

Die erste gesamtdeutsche Vorentscheidung drohte zum Fiasko zu werden. Das Publikum im Friedrichstadtpalast war offensichtlich über das Ergebnis ganz entsetzt. Selbst Hape Kerkeling, der Moderator des Abends, konnte sich mit dieser Entscheidung nicht anfreunden. Er versucht weiter witzig zu bleiben, damit sich das Saalpublikum sich beruhigte. Die Münchener Gruppe Atlantis 2000 wurde unter vielen Buhrufen noch einmal auf die Bühne geholt. Alle sechs Mitglieder spüren sofort, dass ihr Beitrag "Dieser Traum darf niemals sterben" nicht die Akzeptanz des Publikums genoss.

Dabei hatte sich der Bayerische Rundfunk in Zusammenarbeit mit dem SFB und mit dem DFF viel Mühe gegeben, um einen fairen Wettbewerb durchzuführen. Wegen Manipulationsvorwürfen durch TED wurde dieser abgeschafft und durch 1000 von der GfK ( Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung e.V.) repräsentativ ausgewählte Fernsehzuschauer als Juroren ersetzt. Sie sollten nach Beendigung der musikalischen Vorträge binnen  zehn Minuten ihre Stimme telefonisch für ihren Favoriten abgeben. Außerdem hätte die Durchführung von TED wegen des schlecht ausgebauten Telefonnetzes in der ehemaligen DDR sehr problematisch werden können.

Bei der Vorauswahl der Finalbeiträge wurden automatisch Musiktitel aus den östlichen Bundesländer mit einbezogen, weil viele östliche Plattenfirmen bis zum 1. Oktober 1990 noch keine Mitgliedschaft im Phonoverband beantragen konnten. Jede Plattenfirma durfte mindestens zwei Titel vorschlagen. Aus 55 Eingängen wählt eine Fachjury die zehn Finalsongs.

Am 9.03 und am 10.03.91 wurden alle Beiträge im Hörfunk ausgestrahlt. Die Hörer wählten per Postkarte ihren Favoriten. Das waren die Strandjungs mit "Junge Herzen".

150 Journalisten vergaben unmittelbar nach der Vorstellung der Titel im Finale den Pressepreis, den die unbestrittene Favoritin des Abends, Cindy Berger, erhielt.

 

Der auf Startplatz 7 vorgesehene Titel "Mal Astronaut sein" (Musik: Roland Häring, Text: Ben Brocker) wurde wegen mangelnder Professionalität der Sängerin Francis aus dem Wettbewerb genommen. Das Produzententeam Altera Pars nominierte nachträglich den Titel "Herz an Herz". Die zweimalige VE-Teilnehmerin Denise brachte im gleichen Jahr den zurückgezogenen Titel als Single auf den Markt.  

 

 

Finale
Startnr. Interpret*in Titel Komponisten/Autoren Pate*in Prozent Platz
1. Tanja Jonak Hand in Hand in die Sonne Jean Frankfurter / Irma Holder Harald Juhnke 9,5 6.
2. Susan Schubert Du bist mehr
Willy Klüter / Anna Rubach Wolfgang Lippert 10,8 5.
3. Cindy Berger Nie allein Rainer Pietsch / Werner Schüler Eberhard Feik 6,4 7.
4. Barbara Cassy Hautnah ist nicht nah genug Luis Rodrigez / Peter Zentner Hella von Sinnen 14,1 4.
5. Conny & Komplizen Jedesmal Dirk Schiller Vera Tschechova 2,8 10.
6. Vox & Vox Tief unter der Haut Andreas Lebbing Carlo Thränhardt 14,9 3.
7. Stefan de Wolff Herz an Herz Stefan de Wolff / Andreas Bärtle Katerina Jacob 3,7 9.
8. Ziad & Sandrina Die Wächter der Erde Walter J.W. Schmid / Alf Schwegeler Karl Dall 15,2 2.
9. Atlantis 2000 Dieser Traum darf niemals sterben Alfons Weindorf, Text: Helmut Frey Gerhard Konzelmann 18,5 1.
10. Strandjungs Junger Herzen Marco Junge, Bernd Morawitz / B. Morawitz Leo 4,1 8.

 

 

 

leon© ARD

Unknown© Jupiter Records

Atlantis 2000

Atlantis 2000, das waren Helmut Frey, Jutta Niedhardt, Klaus Pröpper (Begleitmusiker von Ingrid Peters in Bergen 1986), Alfons & Clemens Weindorf, sowie Eberhard Wilhelm. Die Formation wurde unmittelbar nach ihrem Auftritt beim ESC in Rom aufgelöst. 

Helmut Frey wurde am 29.09.1947 in München geboren. Er war zunächst als Begleitmusiker tätig, überwiegend als Chorsänger. Seit 1979 arbeitete er mit Harald Steinhauer zusammen und nahm an der deutschen Vorentscheidung 1984 teil. Er schrieb und textete Lieder, u.a. auch für Nicki und Peter Maffay.

Alfons Weindorf arbeitet überwiegend als Produzent und Komponist, unter anderen für Petra Frey & Patrick Lindner.

 

 


 

AUS DER PRESSE

 

PResse VE© RP

 

 


Der Eurovision Song Contest 1990


 Logo90 

35. Eurovision Song Contest - 5. Mai 1990
       Zagreb
                              

Halle Koncertna Dvorana Vatroslav Lisinski
Moderation Helga Vlahović & Oliver Mlakar
Pausen-Act Filmkollage: "Jugoslawien im Wechsel" 
Wertung 11 Juroren pro Land bewerten jedes Lied, die ersten zehn Titel bekommen die Punkte 12-10-8-7...3-2-1
Teilnehmer 22 Länder

 

Siegerland: Italien


france

Interpret:

Toto Cutugno

Titel:

"Insieme: 1992"

Musik & Text:

Toto Cutugno



Sieg90© JRT 

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Italien Toto Cutugno Insieme: 1992 149 19
2. Frankreich Joëlle Ursull White And Black Blues 132 14
  Irland Liam Reilly Somewhere In Europe 132 17
4.
Island Stjronin
Eitt lag enn 124 8
5. Spanien Azúcar Moreno Bandido 96 1
6.
Ver. Königreich Emma Give A Little Love Back To The World 87 7
7. Jugoslawien Tajci Hajde da ludujemo 81 15
8. Dänemark Lonnie Devantier Hallo, hallo 64 11
9. Deutschland Chris Kempers & Daniel Kovac Frei zu leben 60 13
10. Österreich Simone Keine Mauern mehr 58 20
11.
Schweiz Egon Egemann Musik klingt in die Welt hinaus 51 12
12.
Belgien Philippe Lafontaine MacédoMienne 46 3
13. Luxemburg Céline Carzo Quand je te rêve 38 6
14.
Zypern Anastazio Milas poli 36 21
15. Niederlande Maywood Ik wil alles met je delen 25 5
16. Schweden Edin-Ådahl Som en vind 24 18
17. Türkei Kayahan Acar Gözlerinin Hapsindeyim 21 4
18. MA Israel Rita Shara barechovot 16 10
 19. MA Griechenland Christos Callow Horis Skopo 11 2
20. MA Portugal Nucha Há sempre alguém 9 16
21. MA Norwegen Ketil Stokkan Brandenburger Tor 8 9
  MA Finnland Beat Fri? 8 22

 

  


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

  

Unknown© www.zagrebonline.hr

Als der Song Contest 1990 in Zagreb über die Bühne ging, ahnte noch keiner, welchen Verlauf die Geschichte Jugoslawiens in den kommenden Jahren nehmen würde. An diesem Abend sah alles noch friedlich und fröhlich aus. Dank der Hilfe zahlreicher Sponsoren meisterte das jugoslawische Fernsehen die Ausrichtung des Festivals, das von 500 Millionen Fernsehzuschauern mitverfolgt wurde. In der Vatroslav Lisinski- Konzerthalle traten wieder 22 Länder an.

 

 

 

 

Moderatorin 89© JRT

Die beiden Moderatoren, Helga Vlahović & Oliver Mlakar, die im Vorfeld der Veranstaltung wegen Streitigkeiten mit dem jugoslawischen Fernsehen zeitweilig ihre Mitwirkung in Frage stellten, sagten zweisprachig an. Sie begrüßten die Fernsehzuschauer aller der Sendung angeschlossenen Nationen und hoben – im Jahr des Tourismus - den ESC als eine der wirkenden Kräfte für die europäische Vereinigung hervor.

 

Helga Vlahović arbeitete bereits während ihres Studiums von Deutsch, Englisch und Kunstgeschichte seit 1964 bei Radiotelevizija Zagreb und brach dann deswegen das Studium ab. Ab 1966 war sie Moderatorin von Fernseh-Unterhaltungshows sowie von Live-Events wie dem SopotFestival in Polen 1971. Ab 1972 moderierte sie im Frühstücksfernsehen und später eine Varieté-Show. Von 1978 bis 1980 organisierte sie die jugoslawische Ausgabe von "Spiel ohne Grenzen". Sie verstarb 2012 im Alter von 67 Jahren.

Oliver Mlakar studierte Französisch und Italienisch und wurde dann 1965 Moderator bei Television Zagreb, wo er die erste jugoslawische Quizsendung moderierte sowie "Spiel ohne Grenzen" und fünfmal die jugoslawische ESC-Vorentscheidung, von 1993 bis 2002  auch das jugoslawische"Glücksrad".

 

FAZIT

 

Das politische Ereignis der letzten Monate aus europäischer Sicht war unbestritten die Wiedervereinigung Deutschlands. Sowohl der zum zweiten Mal für seine Heimat gestartete Norweger Ketil Stokkan, wie auch die österreichische Sängerin Simone bezogen die Thematik ihrer Lieder aus diesem Geschehen. Ketil Stokkan sang über das "Brandenburger Tor" - aber ohne Erfolg. Die Botschaft des Liedes war wohl vielen Juroren nicht so eindeutig.

 

Die in St. Pölten/Niederösterreich geborene Sängerin Simone freute sich darüber, dass es keine Mauer mehr gab und dass dies vor einiger Zeit noch unvorstellbar gewesen wäre - sie beendete den Wettbewerb als Zehnte. Die 21-jährige Künstlerin bekam den Zuschlag des österreichischen Fernsehens, als Zweitplatzierte der nationalen Endausscheidung beim ESC aufzutreten, allein deswegen, weil der Siegertitel "Das Beste", gesungen von der Gruppe Duett, nachträglich disqualifiziert wurde. Der hatte nämlich an einer Vorrunde der deutschen Vorentscheidung 1988 teilgenommen. Für Simone war der Auftritt beim ESC der Startschuss für eine Karriere in Österreich.

 

Azúcar Moreno aus Andalusien durften als Erste auf die Bühne, und da passierte schon die erste Panne. Denn zuerst fiel ihr Backgroundtrack aus, dann wurde er zu früh eingespielt, so dass der Dirigent Eduardo Leyva wie auch die beiden feurigen Spanierinnen nicht wussten, wann es wirklich los geht. Diese technische Panne sollte aber nicht daran schuld sein, dass es für den Titel "Bandido" nur für den fünften Platz reichte. Die Mischung von Discomusik und Flamencoelementen klang zwar sensationell und originell, es war jedoch gewöhnungsbedürftig, zumindest für den Juroren.

 

Die 16-jährige Emma aus Großbritannien bat um ein bisschen Liebe für unsere Welt, während Philippe Lafontaine ein Lied über seine Frau, die aus Mazedonien kam, vortrug. Er verzichtete auf eine Veröffentlichung, da der Titel "MacédoMienne" sehr persönlich sei.

 

Die Niederländer ließen sich von dem durchaus bekannten Duo Maywood vertreten, sie hatten aber wenig Glück. Dass die beiden Schwestern auch gerne teilen würden ("Ik will alles met je delen") half leider auch nicht, um eine bessere Platzierung als Rang 15 zu erreichen.

 

Die Gastgeber schickten Tajci ins Rennen, einen Marilyn-Monroe-Verschnitt, die bereit war, verrückte Sachen zu machen ("Hajde da ludujemo"). Sie hatte sicherlich unter den männlichen Juroren die meisten Anhänger gefunden, darum reichte es zum siebten Platz.

 

Die deutschen Teilnehmer Chris Kempers und der gebürtige Jugoslawe (nicht weit von Zagreb geboren) Daniel Kovac beschäftigten sich in dem Ralph-Siegel-Song "Frei zu leben" mit der Problematik der zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie konnten leider phonetisch nicht überzeugen und rutschten so gerade unter die ersten Zehn.

 

Neben der sinnlichen und ästhetischen israelischen Sängerin Rita gehörte die in Martinique geborene Französin Joëlle Ursull unbestritten zu den Attraktionen des Abends - das allein reichte aber nicht für den Sieg. In dem von Serge Gainsbourg getexteten Song "White And Black Blues" befasste sie sich mit der Geschichte des schwarzen Volkes. Ihre effektvolle Darbietung erbrachte ihr zwar den zweiten Platz - gemeinsam mit dem Iren Liam Reilly, der eine Reise durch ganz Europa in drei Minuten vollendete. Sie konnte jedoch die Spitze der französischen Charts erobern, und auch im übrigen Europa war sie erfolgreich.

 

Genauso erfolgreich war auch der Sieger des Abends, Toto Cutugno aus Italien. Er sang übrigens auch über Europa und zwar über die Vereinigung Europas, die 1992 vollendet sein sollte. Er holte damit den zweiten Sieg für Italien mit einem Lied, das wirklich sehr viel Optimismus ausstrahlte - zumindest was die Zukunft der Europäer betraf, denn die Zukunft Italiens beim Song Contest sollte bekanntlich sehr düster aussehen bis zum vorübergehenden Ausstieg.

   


 

 DIE TEILNEHMER

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Spanien Griechenland Belgien Türkei
Azucar Moreno
Christos Callow
Philippe Lafontaine
Kayahan Acar
"Bandido" "Horis Skopio" ”MacédoMienne" "Gözlerinin hapsindeyim"
M.: Raul Orellana &
Jaime Stinus
T.: José Luis Abel
D.: Eduardo Leyva
 M.: Giorgios Paleokastritsis
T.: G. Papagiannakis
D.: M. Rozakis
 M. & T.:
 M.: Philippe Lafontaine
D.: R. Brack
M. & T.:
M.: Kayahan Acar
D.: U. Eroglu
    
TUR 83 TUR 83 ESP 83 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Niederlande
Luxemburg Ver. Königreich
Island
Maywood
Céline Carzo
Emma
Stjornin
"Ik wil alles met je delen" "Quand je te rêve" "Give A Little Love Back
To The World"
"Eitt lag enn"
M. & T.:
A. Maywood
D.: Harry van Hoof
M.: Charles France
T.: Thierry Delianis
D.: Durber
M. & T.:
Paul Curtis
D.: Alyn Ainsworth
   M.: A.G. Olafsson
T.: Adalfstein A. Sigurdsson D.: J.K. Seljeseth
    
FIN 83 ARM 10 RUS14n ITA 60

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Norwegen Israel Dänemark
Schweiz
Ketil Stokkan
Rita
Lonnie Devantier
Egon Egemann
"Brandenburger Tor" "Shara barechovot" "Hallo, hallo"  "Musik klingt in die
Welt hinaus"
M & T.:
Ketil Stokkan
D.: Peter Knutsen
 M.: Rami Kleinstein
T.: Tzuria Lahav
D.: R. Levine
M.: John Hatting &
Torben Lendager
T.: Keld Heick
D.: Hendrik Krogsgaard
 M. & T.:
Cornelia Lackner
D.: B. Balint
    
FRA 60 GER 83 GBR  61 ITA  61

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Deutschland
Frankreich
Jugoslawien Portugal
Chris Kempers &
Daniel Kovac
Joëlle Ursull
Tajci
Nucha
"Frei zu leben"  "White And Black Blues" "Hajde da ludujemo"  "Há sempre alguem"
M.: Ralph Siegel
T.: Michael Kunze
D.: Rainer Pietsch
M.: George Augier
de Moussac
T.: Serge Gainsbourg
D.: R. Dupré
M.: Zrinko Tutić
T.: Z. Tutić & Alka Vujica
D.: S. Mihaljinec
M.: Jan van Dijck &
Luis Filipe
T.: Francisco &
Frederico Teotonio Pereira
D.: C.A. Monize
   
SLO15 SLO15 SLO15 POR 86

17.

AD

18.

AD

19.

AD

20.

AD

Irland Schweden Italien
Österreich
Liam Reilly
Edin-Ådahl Toto Cutugno Simone
"Somewhere In Europe" "Som en vind" "Insieme: 1992" "Keine Mauern mehr"
M. & T.:
Liam Reilly
D.: Noel Kelehan
M. & T.:
Mikael Wendt
D.: Curt-Eric Holmquist
M. & T.:
Toto Cutugno 
D.: G. Madonini
  M.: Marc Berry
T.: Mario Bottazi
D.: Richard Österreicher
    

 

 SLO15  YUG 89  

21.

AD

22.

AD

Zypern Finnland
Anastazio Beat
"Milas poli" "Fri?"
 M.: John Vickers
T.: Anastazio
D.: S. Selak
M.: Beat
T.: S. Engblom
D.: O. Ahvenlahti

 

 


  

DIE WERTUNG

 

Scoreboard© SVT

 

Scoreboard 86© JRT


 
         


 

AUS DER PRESSE

 

Presse 90 1© RP

 Presse 90 4© GONG

Presse 90 3© BILD & FUNK       Presse 90 2© HÖRZU                               
     


Die deutsche Vorentscheidung 1990


Nationale VE  -  " Ein Lied für Zagreb"
Datum 29. März 1990
Ort München
Halle Deutsches Theater
Moderation Hape Kerkeling
TV-Sender Bayerischer Rundfunk

Die zehn erfolgreichsten Produzenten des Jahres 1989, ermittelt durch Bestsellerlisten (TOP100-Singles und in diesem Jahr auch Langspielplatten) von Media-Control und der Zeitschrift Musikmarkt, wurden vom Bayerischen Rundfunk gebeten, einen Titel ihrer Wahl zur Vorentscheidung zum Song Contest 1990 einzureichen.

Es waren Drafi Deutscher, Ralf Zang, Hanne Haller & Bernd Meinunger, Roland Kaiser & Peter Wagner, Michael Staab, Achim Volker, Volker Barber & Mino Siciliano, Tony Hendrik, Karin Hartmann, Martin Engelien, Uwe Busse & K. Ruppich, Günther Berle.

Am 24. März und am 25. März 1990 wurden die zehn Teilnehmertitel dem Radiopublikum vorgestellt, das per Postkarte Isabell Varell zur Hörfunkssiegerin krönte. Im Finale in München landete sie nur auf dem sechsten Rang. Da ihr damaliger Ehemann Drafi Deutscher von der Korrektheit der TED-Abstimmung nicht überzeugt war, schaltete er nach der Sendung einen Rechtsanwalt ein. Über Probleme mit dem TED gab es schon im Jahr davor Beschwerden. Angeblich seien die Leitungen von abblockenden Fanclubs permanent besetzt gewesen, so dass eine telefonische Stimmabgabe innerhalb von zehn Minuten nicht möglich gewesen sei. Um dieses Problem zu beseitigen, stellte die deutsche Post im ganzen deutschen Gebiet 16 TED-Rechner zur Verfügung.

Hape Kerkeling moderierte bereits zum zweiten Mal das Ereignis, und die Künstler wurden von prominenten Gästen angekündigt.

Der Pressepreis, der durch 120 anwesende Journalisten direkt vor Ort ermittelt wurde, ging auch an den Siegertitel der Veranstaltung, "Frei zu leben". Die Gruppe Xanadu belegte, wie auch im Jahr davor, den zweiten Platz.

Chris Kempers und Daniel Kovac werden in Zagreb Neunte.

 

Finale
Startnr. Interpret*in Titel Komponisten/Autoren Pate*in Punkte Platz
1. Isabell Varell Melodie d'amour Drafi Deutscher / Anna Rubach Birgit Schrowange 3837 6.
2. Chris Kempers & Daniel Kovac Frei zu leben
Ralph Siegel / Michael Kunze Hans-Joachim Stuck 11955 1.
3. Jürgen Drews Alpenglühn Hanne Haller & Bernd Meinunger Wolfgang Fierek 1267 9.
4. Mara Laurien Wetten, dass...? Joachim Heider / Roland Kaiser, Friedhelm Lehmann Fritz Rau 2601 7.
5. Bandit Alles, was ich haben will Clemens Werner Ulrike von Möllendorff 4064 5.
6. Divo Melissa Mino Siciliano, Michele Centoza / Deborah Sasson Charly M. Huber 6004 4.
7. Xanadu Paloma Blue Tony Hendrik, Karin van Haaren / Anna Rubach Max Schautzer 8534 2.
8. Kennzeichen D Wieder zusammen Erich Virch, Dieter Dehm / D. Dehm, Martin Engelien St. Wald 24544 8.
9. Malibu Eine Nacht voll Zärtlichkeit Uwe Busse & Karlheinz Rupprich Ingrid Steeger 1180 10.
10. Starlight Hollywood ist besser als Latein Günther Behrle Elke Sommer 6723 3.

 

 

 

leon© ARD

COver© EMI

Daniel Kovac wurde am 27.09.1956 in Jugoslawien geboren. 1968 kam er nach Deutschland. Mit 16 gründete er seine erste Band. Seit 1979 arbeitete er überwiegend als Studiosänger und auch als TV-Moderator.

 

Chris Kempers wurde in Mönchengladbach am 07.01.1965 geboren und begann ihre Karriere als Chor- und Studiosängerin. Ralph Siegel wurde auf sie aufmerksam durch ihre Jennifer Rush-Imitation. Nach ihrem ESC–Auftritt trennte sie sich von ihrem Gesangspartner, bedingt auch durch private Probleme, sie schaffte aber nie den Sprung nach vorne. Sie spielte für einige Zeit im Musical "Grease" in Düsseldorf mit sowie in in ihrer Heimatstadt im Musical "Gambler".

 

 

 


Die deutsche Vorentscheidung 1989


Nationale VE  -  " Ein Lied für Lausanne"
Datum 23. März 1989
Ort München
Halle Deutsches Theater
Moderation Hape Kerkeling & Emily Wood
TV-Sender Bayerischer Rundfunk

Der Bayerische Rundfunk war bemüht, das Image des Song Contest bzw. der nationalen Vorentscheidung aufzupolieren. Dieses Jahr gab es keinen offenen Autorenwettbewerb. Die zehn erfolgreichsten Produzenten des Jahres 1988, ermittelt durch die Media-Control-Single-Charts anhand der Häufigkeit, mit der die Produzenten mit deutsch- oder fremdsprachigen Titeln im Zeitraum vom 01. Oktober 1987 bis 01. Oktober 1988 in diesen Verkaufslisten vertreten waren, waren berechtigt, an der Vorentscheidung teilzunehmen. Es waren dies:

Camouflage, Tony Hendrik, Dominoe, Fancy, Bernd Göke, Tato Gomez, Axel Henninger & Achim Völker, Dieter Rödel, Dieter Bohlen, John Antony Taylor 

Um einen besseren Überblick über die Beiträge für die Fernsehzuschauer zu verschaffen, wurde die Anzahl der Vorträge von 12 auf 10 gesenkt. Der Sieger wurde per TED bestimmt. Auch eine Neuerung, die anscheinend sehr viel Erfolg versprach. Am 25.02.89 und am 26.02.89 wurden die zehn Finalbeiträge den Radiohörern vorgestellt, die ihren eigenen Favoriten wählen konnten. Im Finale in München bekam die Gruppe Xanadu den “ARD-Hörfunkpreis“. 90 Journalisten wählten während der Veranstaltung Nino de Angelo und sein Team zum Sieger für den Pressepreis.

Hape Kerkeling, als aufkommender Komiker des deutschen Fernsehens gehandelt, führte durch die Sendung mit der Hilfe von Emily Wood und zehn prominenten Starthelfern (Paten). Leider blieb diese Veranstaltung nicht ohne Pannen: In der zweiten und dritten Einblendung der Telefonnummern wurde für den Titel "Diese Zeit" (Startnummer 10) eine falsche Durchwahlnummer angezeigt: Der Titel wurde Letzter, und Gerüchte über Manipulation verbreiteten sich sehr schnell.

Beim ESC erreichte Nino de Angelo nur Platz 14.

 

 

Finale
Startnr. Interpret*in Titel Komponisten/Autoren Pate*in Punkte Platz
1. Die Erben Bitte nicht noch mal Alexander Bassler / Bernd Kusserow Petra Schürmann 1799 7.
2. Xanadu Einen Traum für diese Welt Tony Hendrik / Burkhard Lasch Max Greger 10891 2.
3. Clou Heut' Nacht sind sie allein Jörg Sieber Katerina Jacob 1156 9.
4. Dorkas Ich hab' Angst Ralph Siegel / Bernd Meinunger Désirée Nosbusch 7973 3.
5. Francesco Napoli Viva l'amore Peter Columbus, O.Kels / Columbus, M. Krotus Roberto Blanco 1659 8.
6. ZouZou Ich such dich Stephan Gade / ZouZou Eder Alice & Ellen Kessler 1941 6.
7. Andreas Martin Herz an Herz Andreas Martin / Joachim Horn-Bernges Heiner Lauterbach 3855 4.
8. Canan Braun Wunderland Glen Stone, Tanja Penniston / T. Penniston, Ira Rödel Mandy Winter 2570 5.
9. Nino de Angelo Flieger Dieter Bohlen / Joachim Horn-Bernges Jürgen von der Lippe 14625 1.
10. Caren Faust Diese Zeit Th. Gesell/Hanswilli Großmann, Text: Bernd Reheuser Kurt Felix 841 10.

 

 

 

leon© ARD

COver© EMI

Nino de Angelo

Nino de Angelo, italienischer Abstammung, wurde am 18. Dezember 1963 in Karlsruhe geboren. Er wurde von Drafi Deutscher Anfang der 1980er Jahre entdeckt und produziert. Der Titel "Jenseits von Eden" brachte ihm den Durchbruch. Es folgten "Atemlos" (1984), "Doch Tränen wirst du niemals sehen" (1987), "Samuraj" und "Flieger" im Jahr 1989. Anfang der 1990er Jahre wandte er sich rockorientierten Titeln zu. Wegen einer schweren Erkrankung (Leukämie) zog sich er Ende der 1990er Jahre aus dem Showgeschäft zurück. Inzwischen singt er wieder.

Die 16-jährige Dorkas Kiefer belegte später mit ihrem Beitrag "Ich hab' Angst" den zweiten Platz für die BRD beim Intervisions-Wettbewerb Lyra in Bratislava. Die von Clou und Caren Faust interpretierten Beiträge kamen nicht auf den Markt. Die Gruppe Xanadu wurde auf der Verkaufsliste notiert. Nino de Angelo kletterte mit seinem Titel "Flieger" bis Platz 13. der deutschen Charts. Auch in Österreich und der Schweiz war er erfolgreich. 

 

 


Der Eurovision Song Contest 1989


 Logo89 

34. Eurovision Song Contest - 6. Mai 1989
       Lausanne
                              

Halle Palais de Beaulieu
Moderation Lolita Morena & Jacques Deschenaux
Pausen-Act Kunstschütze Guy Tell
Wertung 11 Juroren pro Land bewerten jedes Lied, die ersten zehn Titel bekommen die Punkte 12-10-8-7...3-2-1
Teilnehmer 22 Länder

 

Siegerland: Jugoslawien


france

Interpreten:

Riva

Titel:

"Rock Me Baby"

Musik:

Rajko Dujmic

Text:

Stevo Cvikic



Sieg89© GONG 

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Jugoslawien Riva Rock Me 137 22
2. Ver. Königreich Live Report Why Do I Always Get It Wrong 130 7
3. Dänemark Birthe Kjaer Vi maler byen rød 111 12
4.
Schweden Tommy Nilsson
En dag
110 10
5. Österreich Thomas Forstner Nur ein Lied 97 13
6.
Spanien Nina Nacida para amar 88 16
7. Finnland Anneli Saaristo La dolce vita 76 14
8. Frankreich Nathalie Pâque J'ai volé la vie 60 15
9. Italien Anna Oxa & Fausto Leali Avrei voluto 56 19
. Griechenland Mariana To diko sou asteri 56 19
11.
Zypern Fanny Polymeri & Yannis Savidakis Apopse as vrethoume 51 17
12.
Israel Gili & Galit Derech-ha-melech 50 2
13. Schweiz Furbaz Viver senza tei 47 18
14.
Deutschland Nino de Angelo Flieger 46 21
15. Niederlande Justine Pelmelay Blijf zoals je bent 45 4
16. Portugal Da Vinci Conquistador 39 9
17. Norwegen Britt Synnøve Johansen Venners nærhet 30 8
18. MA Irland Kiev Connolly & The Missing Passengers The Real Me 21 3
 19. MA Belgien Ingeborg Door de wind 13 6
20. MA Luxemburg Park Café Monsieur 8 11
21. MA Türkei Pan Bana Bana 5 5
22. MA Island Daniel Agust Haraldsson Pad sem enginn sér 0 20

 

  


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

  

Unknown© www.rts.ch

1989 kehrte der Song Contest dahin zurück, wo 1956 alles angefangen hatte: in die Schweiz. Im Palais de Beaulieu versammelten sich 22 Nationen, um den letzten Wettbewerb der 1980er Jahre zu bestreiten. Céline Dion eröffnete die Show mit einem kurzen Ausschnitt ihres SIegertitels von 1988 und stellt dann ihre neue Single vor "Where Does My Heart Beat Now". Dieser Titel wurde ihr erster großer Hit in den USA. Ihre Heimat Kanada, wie auch Japan, waren zum ersten Mal live zugeschaltet. Dass sie eine großartige Stimme besaß, hatte sie schon ein Jahr zuvor unter Beweis gestellt, und dass ESC-Teilnehmer von Medien und der Musikbranche als Künstler zweiter Kategorie betrachtet wurden, war auch eine Tatsache. Wieso sollte es also bei Céline Dion anders sein? Sie kam, sie sang und sie geriet in Vergessenheit - die Europäer hatten sie abgelehnt. Auch der deutsche Kommentator Thomas Gottschalk meinte, man werde von ihr wohl nicht mehr viel hören!
1992 sang Céline Dion den Titelsong in der Walt-Disney-Produktion „Die Schöne und das Biest“. Der Durchbruch war geschafft! Alle, die damals nicht an sie und ihr außergewöhnliches Talent glauben wollten, waren auf einmal total von ihr angetan. Mit Songs wie “The Power Of Love“ , “Think Twice“, “My Heart Will Go On“ (Titelsong von "Titanic") war sie nicht mehr aus den Charts wegzudenken. Unzählige Grammys und Oscars kamen dazu. Céline Dion avancierte zu der größten Pop-Diva der 1990er Jahre. Diese glanzvolle Weltkarriere hätte Jahre vorher beginnen können, wenn die Europäer gelernt hätten, den eigenen Produkten zu vertrauen.

Das Reglement wurde insoweit geändert, als es bei Punktegleichstand nun danach gehen sollte, wer die meisten 12er-Wertungen bekommen hat. 

 

 

Moderatorin 89© SRG/SSR

Jacques Deschenaux und Lolita Morena übernahmen die Rolle der Gastgeber.  

 

Jacques Deschenaux kommentierte seit 1973 im Schweizer Fernsehen die Formel-Eins-Übertragungen. Später leitete er die Sportredaktion des Senders TRS.

Lolita Morena war die Miss Schweiz und Vierte des Miss Universum-Wettbewerbs 1982. Sie moderierte auch z.b. die "Goldene Rose von Montreux" und arbeitete für das französischsprachige Fernsehen der Schweiz. Sie heiratete 1994 Lothar Matthäus, die Ehe wurde 1999 geschieden. Sie setzt sich als Tierschützerin gegen Pelze als Kleidungsstücke ein..

  

FAZIT

 

Den Auftakt machten die Sanremo-Sieger des Jahres Fausto Leali und Anna Oxa. Sie hätten zwar gewollt ("Avrei voluto"), dass sie auch den ESC gewinnen, aber dazu kam es nicht. Sie teilten sich mit der griechischen Sängerin Mariana den neunten Rang.

 

Aus Israel kam der 12-jährige Gili, begleitet von Galit, die schon ein paar Jahre älter war. Sein Song über die Straße des Königs ("Derech ha´melech") brachte ihm den zwölften Rang. Wesentlich besser erging es seiner gleichaltrigen Kollegin Nathalie Pâque aus Frankreich. Sie wurde nämlich Achte, indem sie nicht nur das Leben stahl ("J´ai volé la vie"), sondern auch den anderen Konkurrenten ein paar Punkte. Auf Grund massiver Proteste änderte die EBU die Altersregel und entschied, dass alle Teilnehmer das 16. Lebensjahr vollendet haben müssen, um teilnahmeberechtigt zu sein.

 

Kiev Connolly aus Irland ersang das schlechteste Ergebnis aller Zeiten für seine Heimat. Die Türken traten sehr folkloristisch auf, die Zeit war für solche Songs einfach noch nicht reif genug. Gleiches galt auch für die belgische Sängerin Ingeborg oder auch für die luxemburgische Gruppe Park Café, deren Leadsängerin Margret Parke eine gebürtige Amerikanerin ist. Ihr starker Akzent machte den Titel “Monsieur“ zunichte.

 

Die spanische Sängerin Nina schwor, dass sie nur für die Liebe geboren sei ("Nacida para amar"), was aber anscheinend nur den männlichen Juroren imponierte, sie wurde Sechste.

 

Die Gruppe Da Vinci aus Portugal konnte auch nicht besonders überzeugen, wie auch die Schweizer Gruppe Furbaz, die in Rätoromanisch sang.

 

Der in Karlsruhe geborene 26-jährige Sänger Nino de Angelo gehörte im Vorfeld des Wettbewerbs gemeinsam mit dem schwedischen Künstler Tommy Nilsson zu den aussichtsreichsten Kandidaten. Seine Darbietung wirkte verkrampft und von Nervosität geprägt. Er landete ganz abgeschlagen auf dem vierzehnten Rang. Sein Titel “Flieger“ stammte von Dieter Bohlen, der auch für den österreichischen Beitrag “Nur ein Lied“, vorgetragen vom 19-jährigen Thomas Forstner, verantwortlich zeichnete. Sein Schützling aus dem österreichischen Steier  konnte sich allerdings viel besser verkaufen: Er wurde Fünfter.

 

Gewonnen hat aber ein Land, das keiner auf seiner Rechnung hatte: Jugoslawien. Schon nach der dritten Wertung deutete sich an, dass die Gruppe Riva aus Kroatien den Sieg davontragen würde. Der Titel “Rock Me“ stammt von Rajko Dujmic, der auch die Beiträge von 1987 und 1988 geschrieben hatte und mit sehr guten Resultaten deutlich machte, dass die jugoslawische Musik den Anschluss zu den anderen Nationen gefunden hatte. Das Schweizer Publikum reagierte nicht gerade enthusiastisch während der Siegerehrung. Fast gänzlich fehlender Applaus und ein zum Teil bereits aufbrechendes Publikum waren die Reaktionen auf diesen überraschenden Sieg. Einen Hit konnten Riva mit ihrem Siegertitel nicht landen. 

 

  


 

 DIE TEILNEHMER

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Italien Israel Irland Niederlande
Anna Oxa &
Fausto Leali
Gili & Galit
Kiev Conolly &
The Missing Passengers
Justine Pelmelay
"Avrei voluto" "Derech ha-melech" ”The Real Me" "Blijf zoals je bent"
M.: F. Fasano
T.: F. Ciani &
F. Berlincioni
D.: Mario Natale
M. & T.:
Shaike Paikov
D.: Shaike Paikov
 M. & T.:
Kiev Connolly
D.: Noel Kelehan
M. & T.:
Jan Kisjes
D.: Harry van Hoof
    
TUR 83 TUR 83 ESP 83 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Türkei
Belgien Ver. Königreich
Norwegen
Pan
Ingeborg
Live Report
Britt Synnøve Johansen
"Bana Bana" "Door de wind" "Why Do I Always
Get It Wrong"
"Venners nærhet"
M. & T.:
Timur Selçuk
D.: Timur Selçu
M. & T.:
Stef Bos
D.: Freddy Sunder
M.: Brian Hodgson
T.: John Beeby
D.: Ronnie Hazlehurst
    M.: Inge Enoksen
T.: Leiv N. Grotte
D.: Peter Knutsen
    
FIN 83 ARM 10 RUS14n ITA 60

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Portugal Schweden Luxemburg
Dänemark
Da Vinci
Tommy Nilsson
Park Café
Birthe Kjaer
"Conquistador" "En dag" "Monsieur"  "Vi maler byen rød"
M.: Ricardo
T.: Pedro Luis
D.: Luis Duarte
M.: Tim Norell &
Ola Hakansson
T.: Norell, O. Hakansson & Alexander Bard
D.: Anders Berglund
M.: Maggie Parke &
Gast Waltzing
T.: M. Parke, Bernard Longcheval &
Yves Lacomblez
D.: Benoit Kaufman
M.: Søren Bundgaard
T.: Keld Heick
D.: Henrik Krogsgaard /
Benoit Kaufman
    
FRA 60 GER 83 GBR  61 ITA  61

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Österreich
Finnland
Frankreich Spanien
Thomas Forstner
Anneli Saaristo
Nathalie Pâque
Nina
"Nur ein Lied"  "La dolce vita" "J'ai volé la vie"  "Nacida para amar"
M.: Dieter Bohlen
T.: Joachim Horn Bernges
 M.: Matti Puurtinen
T.: Turkka Mali
D.: Ossi Runne
M.: Guy Matteoni &
G.G. Candy
T.: Sylvian Lebel
D.: Guy Matteoni
M. & T.:
  Juan Carlos Calderón
D.: Juan Carlos Calderón
   
SLO15 SLO15 SLO15 POR 86

17.

AD

18.

AD

19.

AD

20.

AD

Zypern Schweiz Griechenland Island
Fanny Polymeri &
Yannis Savidakis
Furbaz Mariana
Daniel Agust Haraldsson
"Apopse as vrethoume" "Viver senza tei" "To diko sou asteri" "Pad sem enginn sér"
M.: Marios Meletiou
T.: Efi Meletiou
D.: Haris Andreadis
M.: Marie Louise Werth
T.: Marie Louise Werth
D.: Benoit Kaufman
M.: Mariana &
Yannis Kyris
T.: Villy Sanianou
D.: Giorgios Niarchos
  M.: Valgeir Gudjonsson
T.: Valgeir Gudjonsson
    

 

SLO15 YUG 89  

21.

AD

22.

AD

Deutschland Jugoslawien
Nino de Angelo Riva
"Flieger" "Rock Me"
 M.: Dieter Bohlen
T.: Joachim Horn-Bernges
 M.: Rajko Dujmić
T.: Stevo Cvikić
D.: Nikica Kalogjera

 

 


  

DIE WERTUNG

 

Scoreboard© SVT

 

Scoreboard 86© SRG/SSR


 
         


 

AUS DER PRESSE

 

Presse 1a© NRZ

 Presse 89 2© BBV

                                      Presse 89 3© RP
    

Presse 89 4© GONG                                                                          
 

Presse 89 6© GONG
Presse 89 5© BBV

Der Eurovision Song Contest 1988


 Logo88 

33. Eurovision Song Contest - 30. April 1988
       Dublin
                              

Halle Simmonscourt Pavillion der Royal Dublin Society
Moderation Pat Kenny & Michele Rocca
Pausen-Act Videoclip "Don't go" von den Hothouse Flowers
Wertung 11 Juroren pro Land bewerten jedes Lied, die ersten zehn Titel bekommen die Punkte 12-10-8-7...3-2-1
Teilnehmer 21 Länder

 

Siegerland: Schweiz


france

Interpretin:

Céline Dion

Titel:

"Ne partez-pas sans moi"

Musik:

Attila Sereftug

Text:

Nella Martinetti



Sieg88© ARD 

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Schweiz Céline Dion Ne partez-pas sans moi 137 9
2. Ver. Königreich Scott Fitzgerald Go 136 4
3. Dänemark Hot Eyes Ka'du se hva'jeg sa 92 13
4.
Luxemburg Lara Fabian
Croire
90 17
5. Norwegen Karoline Krüger For vår jord 88 21
6.
Jugoslawien Silver Wings Mangup 87 19
7. Israel Yardena Arazi Ben-Adam 85 8
8. Irland Jump The Gun Take Him Home 79 10
9. Niederlande Gerard Joling Shangri-la 70 7
10. Frankreich Gérard Lenorman Chanteur de charme 64 19
11.
Spanien La Decada La chica que yo quiero (Made In Spain) 58 6
12.
Schweden Tommy Körberg Stad i ljus 52 2
  Italien Luca Barbarossa Ti scrivo 52 18
14.
Deutschland Maxi & Chris Garden Lied für einen Freund 48 11
15. Türkei MFO Sufi 37 5
16. Island Beathoven Sócrates 20 1
17. Griechenland Afroditi Fryda Clown 10 14
18. MA Belgien Reynaert Laisser briller le soleil 5 16
  MA Portugal Dora Voltarei 5 20
20. MA Finnland The Boulevard Nauravat silmät muistetaan 3 3
21. MA Österreich Wilfried Lisa Mona Lisa 0 12

 

  


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

  

Unknown© www.flickr.com

1988 feierte Dublin sein 1000-jähriges Bestehen, und der EBU-Generalsekretär Frank Naef feierte sein zehnjähriges Jubiläum. Die Reithalle auf dem Simmons Court der Royal Dublin Society war nach 1981 wieder der Austragungsort eines Song Contests der Superlative - nicht aus musikalischer Sicht, sondern was die Technik betraf. Die kleine Bühne wurde durch  Lichteffekte zu einem kleinen Weltraum. Es war nicht abzuschätzen, wo der Anfang und wo das Ende war. Vier Millionen DM soll das Ganze das irische Fernsehen gekostet haben. Auch die Einblendung der “TOP Five“ war eine technische Neuerung. Zwei große Videowände feierten Premiere beim ESC, und auch die Wertungstafel war computerisiert.21 Länder nahmen teil, nachdem Zypern sich zurückgezogen hatte. Kurz vor dem Finale wurde der Titel “Thimame“ (Ich erinnere mich) gesungen von Yannis Dimitriou  disqualifiziert, weil er schon 1984 im zypriotischen Finale teilgenommen hatte. Als Startnummer zwei rückte Schweden nach.

 

Johnny Logan sang zu Beginn der Veranstaltung den Siegertitel des vorigen Jahres, bevor Michelle Rocca und Pat Kenny das Publikum im Saal und vor den Bildschirmen begrüßen durften.

Moderatorin 88© RTÉ

 

Michelle Rocca wurde 1980 zur Miss Ireland gewählt und wurde im Jahr darauf Dritte bei der Wahl zur Miss International. Sie war hauptberuflich Model, moderierte aber auch ab und zu Fernsehsendungen. Sie heiratete den Musiker Van Morrison.

 

Pat Kenny war zunächst Radiosprecher und DJ und begann in den 1980er Jahren auch als Moderator beim irischen Fernsehesender RTÉ. Hier hatte er eine eigene Talk-Show und seit 1988 bis 2009 die "Late Late Show", in die auch öft die irische Vorentscheidung eingebettet war. 

 

FAZIT

 

Island startete mit dem Duo Beethoven und “Socrates“  und landete auf dem für Island "reservierten" 16. Rang, wie schon 1986 und 1987.

 

Tommy Körberg aus Schweden zog sich während der Probenwoche eine Stimmbandentzündung zu, so dass er bei der Generalprobe am Freitagabend überhaupt nicht auftreten konnte. Tommy Körberg ging schon 1969 als Newcomer für seine Heimat an den Start. 1988 gehörte er zu den etabliertesten schwedischen Künstlern, und er spielte auch die Rolle des Russen in dem von Benny Andersson und Björn Ulvæus produzierten Musical “Chess“. Sein diesjähriger Beitrag “Stad i ljus“ (Stadt aus Licht) wurde nur Zwölfter.

 

Die Türkei wurde wie auch 1985 von der Gruppe MFO vertreten. Erst beim siebten gemeinsamen Anlauf begriffen die Türken, dass bei einem Musikwettbewerb die Politik fehl am Platz ist und gaben dem griechischen “Clown“ drei Punkte. Ansonsten wurde der griechische Beitrag nicht besonders mit Punkten bedacht.

 

Die spanische Gruppe La Decada schwor, dass nur spanische Frauen gut genug sind "(La chiqua que yo quiero-Made in Spain") und der niederländische Sänger Gerard Joling suchte mitten in der Nacht nach einem Mädchen namens "Shangri-la".

 

Israel schickte die damals populärste Sängerin des Landes und Co-Moderatorin 1979 ins Rennen: Yardena Arazi. Der Song “Ben-Adam“ war einen Platz schlechter als ihr Beitrag von 1976 (damals als Mitglied der Gruppe Chokolate, Menta & Mastik) - Platz sieben für den Sohn Adams.

 

Aus Deutschland kamen Maxi & Chris Garden, das erste und bis heute einzige Mutter-Tochter Gesangsduo. Von den englischen Buchmachern sehr hoch gehandelt, mussten sich die beiden mit “Lied für einen Freund“ mit Platz 14 zufrieden geben. Es gab erheblich Tonprobleme bei ihrem Auftritt, möglicherweise ein Grund für das schlechte Abschneiden. Allerdings erinnerte das Lied möglicherweise die Juroren auch zu sehr an Elton Johns Titel "Song For Guy".

 

Der österreichische Wilfried bekam für sein Song “Lisa Mona Lisa“ keinen einzigen Punkt.

 

Manche Leute leben bekanntlich für den ESC, so wie Kirsten & Søren (Hot Eyes) aus Dänemark. Kirsten, im achten Monat schwanger, nahm mit ihrem Partner zum dritten Mal teil, und sie landeten überraschend auf dem dritten Platz - dies war vielleicht der Babybonus.

 

Die norwegische Sängerin Karoline Krüger aus Norwegen erreichte am Klavier sitzend mit „Für unsere Erde (For vår jord)“ den fünften Platz. Gérard Lenorman aus Frankreich war kein Unbekannter. Schon 1975 hatte er mit “La ballade des gens heureux“ einen Riesen-Hit. Beim ESC wurde er Zehnter.

 

Es ereignete sich vieles an diesem Abend, aber nur ein Punkt sollte in die Geschichte eingehen: die Wertung. So viel Spannung hatte man nie bei einem Song Contest erleben können. Sehr zutreffend meinte der Moderator des Abends Pat Kenny „Agatha Christie could write a poem about tonight“ (Agatha Christie könnte über diese Nacht ein Gedicht schreiben).

Tränen der Freude und des Leids standen so nah beieinander, dass die Zuschauer nicht wussten, ob sie sich über die Siegerin freuen oder einfach mit dem Zweitplatzierten Mitleid haben sollten. Ständiger Wechsel an der Spitze: Zuerst führte die Schweiz, zwischendurch holte der jugoslawische Beitrag “Mangup“ auf. Die 18-jährige in Kanada geborene Lara Fabian vertrat mit dem Song “Croire“ Luxemburg und übernahm zwischenzeitlich die Führung. Langsam aber sicher räumte der britische Interpret Scott Fitzgerald von hinten das Feld auf und setzte sich an der Spitze. In seinem dramatischen Song “Go“ bat er seine Geliebte zu gehen, bevor sie ihm noch einmal das Herz brechen würde. Diese Aufforderung brach wohl die Herzen einiger Juroren, bis auf das der jugoslawischen Jury, die als letzte aufgerufen wurde. In Führung liegend, musste er mit ansehen, wie seine Schweizer Konkurrentin Céline Dion nach erhaltenen sechs Punkten mit einem Punkt Vorsprung an ihm vorbei zog.

Unvergessliche Szenen spielten sich in diesem Moment ab. Die 21-jährige Kanadierin ließ den Kopf hängen, während Scott Fitzgerald ganz gespannt auf eine höhere Wertung hoffte. Die jugoslawische Jury hatte ihn aber völlig vergessen, und somit war es amtlich, dass die Schweiz zum zweiten Mal den Song Contest gewann. Céline Dion ließ ihren Tränen freien Lauf, und sie hörte erst auf zu weinen, als sie ihren Siegertitel “Ne partez-pas sans moi“ zum zweiten Mal an diesem Abend singen durfte. Der Song Contest als ein emotionaler Moment. 

  


 

 DIE TEILNEHMER

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Island Schweden Finnland Ver. Königreich
Beathoven
Tommy Körberg
Boulevard
Scott Fitzgerald
"Socrates" "Stad i ljus" ”Nauravat silmät muistetaan" "Go"
M. & T.:
Sverrir Stormsker
M. & T.:
 Py Bäckmann
D.: Anders Berglund
 M.: Pepe Willberg
T.: Kirsti Willberg
D.: Ossi Runne
 M. & T.:
M.: Julie Forsyth 
D.: Ronnie Hazlehurst
    
TUR 83 TUR 83 ESP 83 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Türkei
Spanien Niederlande Israel
MFO
La Decada
Gerard Joling
Yardena Arazi
"Sufi" "La chica que yo quiero (Made In Spain)" "Shangri-la" "Ben-Adam"
M.: Mazhar, Fuat & Özkan
T.: Mazhar Alanson
D.: Turan Yükse
M.: Enrique Peiro
T.: Francisco Dondiego
D.: Javier de Juan
 M. & T.:
Peter de Wijn
D.: Harry van Hoof
  M.: Boris Dimitshtein
T.: Ehud Manor
D.: Eldad Shrem
    
FIN 83 ARM 10 RUS14n ITA 60

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Schweiz Irland Deutschland
Österreich
Céline Dion
Jump The Gun
Maxi & Chris Garden
Wilfried
"Ne partez pas sans moi" "Take Him Home" "Lied für einen Freund"  "Lisa Mona Lisa"
M.: Atilla Sereftug
T.: Nella Martinetti
D.: Atilla Sereftug
M.: Peter Eades
T.: P. Eades &
O.J. Kilkenny D.: Noel Kelehan
 M.: Ralph Siegel
T.: Bernd Meinunger
D.: Mike Thatcher
M.: Klaus E. Kofler &
Ronnie Herbolzheimer
T.: Wilfried
D.: Harald Neuwirth
    
FRA 60 GER 83 GBR  61 ITA  61

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Dänemark
Griechenland
Norwegen Belgien
Kirsten & Søren
Aphroditi Frida
Karoline Krüger
Reynaert
"Ka'du se hva-jeg sa?"  "Clown" "For vår jord"  "Laissez briller le soleil"
M.: Søren Bundgaard
T.: Keld Heick
D.: Henrik Krogsgaard
 M. & T.:
Dimitris Sakislis 
D.: Haris Andreadis
M.: Anita Skorgan
T.: Erik Hillestad
D.: Arild Stav
M. & T.:
Joseph Reynaerts &
Philippe Anciaux
D.: Daniel Willem
    
SLO15 SLO15 SLO15 POR 86

17.

AD

18.

AD

19.

AD

20.

AD

Luxemburg Italien Frankreich Portugal
Lara Fabian
Luca Barbarossa
Gérard Lenorman
Dora
"Croire" "Ti scrivo" "Chanteur de charme" "Voltarei"
M.: Jacques Cardona
T.: Alain Garcia
D.: Régis Dupré
M. & T.:
Luca Barbarossa
M.: Gérard Lenorman
T.: G. Lenorman &
Claude Lemesle
D.: Guy Matteoni
   M.: José Calvario
T.: José Niza
D.: José Calvario
    
SLO15  

21.

AD

Jugoslawien
Silver Wings
"Mangup"
 M.: Rajko Dujmić
T.: Stevo Cvikić
D.: Nikica Kalogjera

 

 


  

DIE WERTUNG

 

Scoreboard© SVT

 

Scoreboard 86© RTÉ


 
         


 

AUS DER PRESSE

 

Presse 1a© BBV

 Presse 88 4 © BILD & FUNK

                                      Presse 88 5© GONG
    

Presse 88 2© BBV                                                                          
 

Presse 88 3© GONG

Die deutsche Vorentscheidung 1988


Nationale VE  -  " Ein Lied für Brüssel"
Datum 31. März 1988
Ort Nürnberg
Halle Frankenhalle
Moderation Jenny Jürgens
TV-Sender Bayerischer Rundfunk

Johnny Logan, der zweimalige Gewinner des Song Contests war Gast in der Frankenhalle. Die Tochter von Udo Jürgens, Jenny Jürgens, unternahm ihre ersten Schritte im Showgeschäft als Moderatorin des Abends. Ansonsten blieb alles beim Alten. Aus 566 Einsendungen erreichten zwanzig Titel die Radiovorentscheidung, aus denen dann mit Hilfe 600 ausgewählter Juroren die 12 Finalteilnehmer ermittelt wurden. Unter ihnen auch Cindy Berger und Bernhard Brink, der zum vierten Mal versucht, die Fahrkarte zum internationalen Finale zu lösen. Gemeinsam mit Gilda sang er "Komm' ins Paradies".

Bernd Meinunger zeichnete für sechs Beiträge als Texter verantwortlich. Die Saalabstimmung, ermittelt durch das Applausbarometer, fiel auf den einheimischen Christian Franke, vor Maxi & Chris Garden und Tammy Swift. Nach Dublin durften jedoch Maxi & Chris Garden mit "Lied für einen Freund", wo sie auf dem enttäuschenden vierzehnten Rang landeten.

 

Finale
Startnr. Interpret*in Titel Komponisten/Autoren Punkte Platz
1. Thomas & Thomas Träumen kann man nie zuviel Jean Frankfurter, / Irma Holder 2388 12.
2. Tommy Steiner Insel im Wind Hanne Haller / Bernd Meinunger, Ramona Leiß 3185 6.
3. Tammy Swift Tanzen geh'n Ralph Siegel, Text: John O´Flynn (B. Meinunger) 3172 7.
4. Bernhard Brink & Gilda Komm' ins Paradies Matthias Reim, Jörg Wiesner / Ingrid Reith 3538 3.
5. Michaela Ein kleines Wunder Rainer Pietsch / Bernd Meinunger 3171 8.
6. G.G.Anderson Hättest du heut' Zeit für mich Ekki Stein, Gerd G. Grabowski, Siegward Kastning 3508 4.
7. Rendevous Du bist ein Stern für mich Hans-Rolf Schade, Werner Petersburg, Jutta Gröters 2826 10.
8. Ann Thomas Regenbogenland Hanne Haller / Bernd Meinunger 3351 5.
9. Heartware Ich geb' dir mein Herz Jacques van Eijck / John Möring 3021 9.
10. Maxi & Chris Garden Lied für einen Freund Ralph Siegel / Bernd Meinunger 4475 1.
11. Christian Franke In deiner Hand Christian Franke / Andrea Andergast 2596 11.
12. Cindy Berger Und leben will ich auch Rainer Pietsch / Bernd Meinunger 3769 2.

 

 

 

leon© ARD

COver© EMI

Maxi & Chris Garden

Nach ihren zweiten Platz 1987 hinter der Gruppe Wind mit "Frieden für die Teddybären" war diese Teilnahme für Mutter und Tochter Garden der größte Glanzpunkt ihrer Karriere. Sie gingen in die Geschichte ein als das bis heute einzige Mutter-Tochter Duett, das je auf der ESC-Bühne stand.

Maxi (Meike) Garden tritt heute als Solokünstlerin mit Chansons, Musicals und eigenen Songs auf und arbeitet auch als Lehrerin an einer Musicalschule in Mainz und an der Musikschule Rodgau.

 

 


 

 

Die beiden Radiovorrunden wurden zwischen dem 17. und 21. Februar 1988 auf folgenden Sendern ausgestrahlt: 

NDR 1, SWF 1, SR 3, SFB 1, WDR 4, RIAS 1, BR 3

 

Radiovorrunde - Sendung 1
Startnr. Interpret*in Titel Komponisten/Autoren Finale?
1. Heartware Ich geb´dir mein Herz Jacques van Eijck / John Möring F
2. Bernhard Brink & Gilda Komm ins Paradies M. Reim, J. Wiesner / I. Reith F
3. Romantic Kleine Wunden Frank T. Lansky, Berhard Glückwunsch  
4. Tommy Steiner Insel im Wind Hanne Haller / Bernd Meinunger, R. Reiß F
5. Thomas & Thomas Träumen kann man nie zuviel Jean Frankfurter / Irma Holder F
6. Gabriela Musik mein Freund Karlheinz Bardo / Gabriele Bühler-Seitz  
7. Christian Franke In deiner Hand C. Franke / Andrea Andergast F
8. Franca Golin Liebeslied Christine Gohl-Hagen  
9. Duett* Das Beste Günther Gebauer, Peter Risavy / Michael Kunze  
10. Tammy Swift Tanzen geh'n Ralph Siegel / Bernd Meinunger F

 

* Der Titel "Das Beste" wird 1990 bei der österreichischen Vorentscheidung eingereicht und gewinnt. Er wird nachträglich disqualifiziert. "Duett" sind der Komponist des Liedes Peter Risavy & Monika Sutter.

 

 Radiovorrunde - Sendung 2
Startnr. Interpret*in Titel Komponisten/Autoren Finale?
1. Flexibel Land in Sicht Bernd Schütze & Frank Hoppe  
2. Denise Du tust mir gut Hanne Haller / Ramona Leiß  
3. Michaela Ein kleines Wunder Rainer Pietsch / Bernd Meinunger F
4. Cindy Berger Und leben will ich auch Rainer Pietsch / Bernd Meinunge F
5. ReBop Du gehst mir net aus´m Sinn Christian Franke / Andera Andergas  
6. Ann Thomas Regenbogenland Hanne Haller / Bernd Meinunger F
7. Rendevous Du bist ein Stern für mich H.R. Schade, W. Petersburg, J. Gröters F
8. Ute Geller Weil er dich liebt Hans Blum  
9. Maxi & Chris Garden Lied für einen Freund Ralph Siegel / Bernd Meinunger F
10. G.G. Anderson Hättest Du heut´Zeit für mich Ekki Stein, Gerd G. Grabowski, Siegward Kastning F

 


Die deutsche Vorentscheidung 1987


Nationale VE  -  " Ein Lied für Brüssel"
Datum 26. März 1987
Ort Nürnberg
Halle Frankenhalle
Moderation Christoph Deumling
TV-Sender Bayerischer Rundfunk

Kulissenänderung bei der nationalen Endausscheidung. Sie fand nämlich nicht in München statt, sondern in der Frankenhalle in Nürnberg unter der Schirmherrschaft von Caterina Valente. Unter der Christoph Deumling stellte die zwölf Finalisten aus insgesamt 574 Einsendungen vor. Die 12 Beiträge wurden jetzt wieder aus 20 im Radio gespielten Titeln per Demoskopie ausgewählt. Der Sieger wurde genauso ermittelt. Ralph Siegel schaffte es - teilweise unter Pseudonym -  mit fünf Titeln ins Finale einzuziehen, Bernd Meinunger als Texter sogar mit sechs. Lediglich Heike Schäfer mit "Sonntag, Sonntag" konnte sich nicht für das Finale qualifizieren.

In diesem Jahr gab es auch eine unverbindliche Saalabstimmung, gewertet nach der Messung der Applausstärke am Schluss jeder Darbietung. Die Gruppe New Generation gewann zwar diese erste Runde vor Cassy und Maxi & Chris Garden, sie wurde jedoch von den 500 von Infratest ausgewählten Juroren nicht so hoch bewertet. Bernhard Brink war bereits zum dritten Mal dabei, und Denise versuchte es zum zweiten Mal, genauso wie die Gruppe Wind, die zum zweiten Mal als Sieger hervorging und auch im internationalen Finale in Brüssel zum zweiten Mal den zweiten Platz belegte, eine außergewöhnliche Leistung!

 

Finale
Startnr. Interpret*in Titel Komponisten/Autoren Punkte Platz
1. Helen Christie Lieder der Freiheit Peter Elversen (R. Siegel) / Bernd Meinunger 3059 8.
2. Michael Hoffmann Ich geb' nicht auf Günther Moll / Michael Hoffman 3190 5.
3. Rouge Einer von uns Rainer Pietsch / Werner Schüler, Peter Constanz 3166 6.
4. Wind Lass die Sonne in dein Herz Peter Elversen (Ralph Siegel) / Bernd Bastino (Meinunger) 4445 1.
5. Sandy Derix Träume tun weh Claus-Peter Bobard (Ralph Siegel) / Bernd Meinunger 2902 11.
6. Bernd Schütz Band Visionen in der Nacht Bernd Schütze, Frank Hoppe 2929 10.
7. Michaela Das Licht eines neuen Morgens Rainer Pietsch / Bernd Meinunger 3054 9.
8. Bernhard Brink So bin ich ohne dich Joachim Heider / Gregor Rottschalk 3355 3.
9. Maxi & Chris Garden Frieden für die Teddybären Ralph Siegel / Bernd Meinunger 4370 2.
10. New Generation Viel zu schön Bernd Schütze, Frank Hoppe 2864 12.
11. Denise Die Frau im Spiegel Walter Gerke & Mick Hannes 3320 4.
12. Cassy Aus Ralph Siegel / Bernd Meinunger 3126 7.

 

 

 

leon© ARD

COver© EMI

Wind 

Die Gruppe Wind präsentierte sich reformiert und um eine Person reduziert. An Stelle von Rainer Höglmeier und Willie Jacob, die inzwischen die Gruppe verlassen hatten, ist Andreas Lebbing als neuer Leadsänger dazu gekommen. Vorher stiegen auch die Gründungsmitglieder Alexander Heiler und Christiane von Kutzschenbach aus. 

 

 


 

Die beiden Radiovorrunden wurden zwischen dem 20. und 27. Februar 1987 auf folgenden Sendern ausgestrahlt: 

BR 3, HR 1, SR 3, SFB 1, SWF 1, WDR 4, NDR 2

 

 

Radiovorrunde - Sendung 1
Startnr. Interpret*in Titel Komponisten/Autoren Finale?
1. Denise Die Frau im Spiegel W.Gerke, Mick Hannes F
2. Fabrizio di Matteo Engel der Nacht Nikolaus Esche  
3. Bernhard Brink So bin ich ohne Dich Joachim Heider / Gregor Rottschalk F
4. Jan Haarmeyer Lass mich am Leben Jan Haarmeyer  
5. Marianne Croix Ich fliege zu dir Marianne Croix  
6. Bernd Schütz Band Visionen der Nacht Bernd Schütze & Frank Hoppe F
7. Rouge Einer von uns Rainer Pietsch / W. Schüler, P. Constanz F
8. Michael Hoffmann Ich geb´nicht auf Günther Moll / Michael Hoffmann F
9. Joe Cool Band Du und ich Helmuth Both / Wolfgang Bramer  
10. Maxi & Chris Garden Frieden für die Teddybären Ralph Siegel / Bernd Meinunger F

 

Radiovorrunde - Sendung 2 
Startnr. Interpret*in Titel Komponisten/Autoren Finale?
1. Helen Christie Lieder der Freiheit Ralph Siegel / Bernd Meininger F
2. Jürgen Renfordt Zu verkaufen: ein schneeweißes Brautkleid W. Gerke, Mick Hannes / W. Gerke  
3. Michaela
Das Licht eines neuen Morgens Rainer Pietsch / Bernd Meinunger F
4. Heike Schäfer Sonntag, Sonntag Ralph Siegel / Bernd Meinunger
5. Wind Lass die Sonne in dein Herz Ralph Siegel / Bernd Meinunger F
6. Sandy Derix Träume tun weh Ralph Siegel / Bernd Meinunger F
7. Heinz Johann Lang Warum? Dave Carin  
8. New Generation Viel zu schön Bernd Schütze, Frank Hopp F
9. Andrea Porten Und ich wünsch' Hans-Günther Schmitz  
10. Cassy Aus Ralph Siegel / Bernd Meinunger F


Der Eurovision Song Contest 1987


 Logo87 

32. Eurovision Song Contest - 9. Mai 1987
       Brüssel
                              

Halle Palais du Centenaire
Moderation Viktor Laszlo
Pausen-Act Flötist Mark Grauwels
Wertung 11 Juroren pro Land bewerten jedes Lied, die ersten zehn Titel bekommen die Punkte 12-10-8-7...3-2-1
Teilnehmer 22 Länder

 

Siegerland: Irland


france

Interpret:

Johnny Logan

Titel:

"Hold Me Now"

Musik & Text:

Sean Sherrard (Johnny Logan)



Sieger© EBU 

 


 

PLATZIERUNGEN UND PUNKTE

 

Finale
Platz         Land  Interpret*inTitelPunkteStartnr.
1. Irland Johnny Logan Hold Me Now 172 20
2. Deutschland Wind Lass die Sonne in dein Herz 141 16
3. Italien Umberto Tozzi & Raf Gente di mare 103 7
4.
Jugoslawien Novi Fosili
Ja sam za ples
92 21
5. Niederlande Marcha Rechtop in die wind 83 12
  Dänemark Bandjo & Anne Cathrine Herdorf En lille melodi 83 19
7. Zypern Alexia Aspro-mavro 80 17
8. Israel Datner & Kushnir Shir habatlanim 73 2
9. Norwegen Kate Mitt liv 65 1
10. Griechenland Bang! Stop 64 11
11.
Belgien Liliane St. Pierre Soldiers OfLove 56 5
12.
Schweden Lotta Engberg Boogaloo 50 6
13. Ver. Königreich Rikki Only The Light 47 14
14.
Frankreich Christine Minier Let mots d'amour n'ont pas de dimanche 44 15
15. Finnland Vicky Rosti Sata salamaa 32 18
16. Island Halla Margrét Haegt og hljótt 28 4
17. Schweiz Carol Rich Moitié moitié 26 22
18. MA Portugal Nevada Neste barco à vela 15 8
19. MA Spanien Patricia Kraus No estas solo 10 9
20. MA Österreich Gary Lux Nur noch Gefühl 8 3
21. MA Luxemburg Plastic Bertrand Amour-amour 4 13
22. MA Türkei Seyyal Taner & Locomotif Sarkim sevgi üstüne 0 10

 

  


 

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

  

Unknown© www.flickr.com

Am 30. Jahrestag der EG-Gründung ging der ESC 1987 in Brüssel über die Bühne. 22 Nationen kamen in die Hauptstadt der Europäischen Union, um dieses Doppel-Ereignis mitzufeiern. Aus dem Sieben-Länder-Wettbewerb entwickelte sich der Song Contest zu dem größten Musikevent des Jahres - trotz des mangelnden Interesses der Medien und des Musikmarktes und trotz der Krisen, die von Zeit zu Zeit auftraten. Auch das niedrige Niveau der diversen Beiträge in den letzten Jahren schien kein Hindernis für die Fernsehanstalten der beteiligten Länder zu sein. Eine neue Rekordzahl an Teilnehmern wurde aufgestellt, auch, weil kein Land fehlte. Das wallonische Fernsehen RTBF hatte 1986 mit Sandra Kim gewonnen, turnusmäßig aber stellte der flämische Sender BRT den Vertreter 1987. BRT wollte eigentlich gern auch an der Organisation beteiligt werden, aber das wurde von RTBF abgelehnt.

 

 

Moderatorin 82© RTBF

Die bekannteste Popsängerin Belgiens Viktor Lazlo – in Deutschland bekannt durch ihr Duett mit Stefan Waggershausen „Das erste Mal tut‘s noch weh“ - übernahm die Rolle der Gastgeberin, aber ihr Erscheinungsbild konnte ihre eher brave und ruhige Moderation nicht aufpeppen. Auch das belgische Publikum schien das ganze Spektakel nicht so ins Herz geschlossen zu haben. 

Viktor Lazlo, eigentlich Sonia Dronier, wählte ihren Künstlernamen in Anlehnung an den fiktiven Widerstandskämpfer Victor László aus dem Film "Casablanca" mit Humphrey Bogart. Ihre Eltern stammten aus der Karibik. Sie studierte in Belgien und arbeitete als Model. In einem Nachtclub entdeckte sie ein Musikproduzent, der ihre erste Single "Casanova" produzierte. Ihr Debütalbum war auch in Deutschland und Japan erfolgreich. Ihren größten Hit "Breathless" sang sie beim ESC-Finale.  1994 sang sie mit Juliane Werding und Maggie Reilly gemeinsam "Engel wie du". Sie arbeitete auch als Schauspielerin. Ihr Album "Woman" erschien 2017.

 

FAZIT

 

Kate aus Norwegen eröffnete den Wettbewerb. Sie sang über ihr Leben ("Mitt Liv"), was aber nicht so aufregend war. Sie wurde nur Neunte. Rolf Løvland, Komponist des Siegertitels von 1985, schrieb die Musik dieses Beitrags. Der Text stammte von Hanne Krogh, Mitglied des Duos Bobbysocks.

 

Während die israelischen Vertreter Datner & Kushnir sich sehr witzig präsentierten, setzten die Österreicher auf Bewährtes: eine traurige Ballade und einen Interpreten mit enormer ESC-Erfahrung. Denn für Gary Lux war es bereit die vierte Teilnahme: 1983 noch als Mitglied der Gruppe Westend und 1984 im Chor von Anita, trat er 1985 und auch 1987 als Solist auf. Ursprünglich sollte er mit der eigenen Komposition „Träume der Zukunft“ in Brüssel antreten. Die Verantwortlichen des ORF entschieden jedoch, das Lied “Nur noch Gefühl“ ins Rennen zu schicken. Der sonst stimmsichere Gary verpatzte einige Passagen seines Songs, so dass der Titel zum Schluss nur 8 Punkte, 7 davon aus Griechenland, bekam.

 

Umberto Tozzi & Raff aus Italien waren um einiges erfolgreicher. Mit einer melancholischen Popballade im italienischen Stil sangen sie über die Sehnsüchte der Leute am Meer ("Gente di mare"). Umberto Tozzi, bekannt durch Songs wie “Ti amo“ oder “Gloria“, und Raf ("Self Control") bekamen fünfmal die höchste Wertung und landeten auf einem hervorragenden dritten Platz.

 

Die meisten Länder gingen in diesem Jahr mit poppigen Songs ins Rennen. Liliane Saint Pierre sang für die Gastgeber “Soldiers of Love“, Patricia Kraus aus Spanien sagte „Du bist nicht allein ("No estás solo"), die griechische Band Bang! sang “Stop“ und der luxemburgische Vertreter Plastik Bertrand sang über die Liebe ("Amour, amour").

 

Carol Riche aus der Schweiz war nicht in der Lage, das gute Ergebnis des vorigen Jahres zu wiederholen. Alexia aus Zypern sang "Aspro-mavro" (Schwarz-weiß) und war bei ihrer zweiten Teilnahme genauso erfolgreich wie 1981 als Mitglied der Gruppe Island.

 

Die finnische Sängerin Vicky Rosti musste um ihre Teilnahme wegen eines Streiks des staatlichen Fernsehens bangen. Als Mitfavoritin war es eine doppelte Belastung. Einen Tag vor dem Finale entschieden die Verantwortlichen des finnischen Fernsehsenders YLE, den Song Contest doch live zu übertragen. Vicky trat trotzdem ziemlich nervös auf, und sie landete mit dem rockigen Titel “Sata Salamaa“ (Feuer in der Nacht) auf Rang 15.

 

Lotta Engberg aus Schweden musste auch einige Probleme bewältigen. Ihr Titel “Fyra bugg och en Coca-Cola“ (vier Kaugummi und eine Coca-Cola) musste nach EBU-Vorschrift geändert werden, denn er konnte als Schleichwerbung gelten. In Brüssel sang sie zwangsweise “Boogaloo“. Lotta Engberg war vierzig Tage vor dem Finale Mutter geworden.

 

Für Deutschland startete zum zweiten Mal die Gruppe Wind, diesmal aber mit Andreas Lebbing als Sänger.  Für “Lass‘ die Sonne in dein Herz“ ließen die Juroren so viele Punkte fallen, dass es wieder für den zweiten Platz, wie auch 1985, reichte. Ein unerwarteter, aber toller Erfolg für die Gruppe Wind.

 

Der Sieg der Gruppe Wind wurde verhindert durch den Mann, der schon 1980 Katja Ebstein in Den Haag im Wege stand: Johnny Logan aus Irland. In den sechs Jahren nach seinen ersten Sieg versank er in einem künstlerischen wie auch privaten Tief. 1984 verpasste sein Schützling Linda Martin beim ESC in Luxemburg  knapp den Sieg. Der 32-jährige Johnny Logan, bürgerlich Seán Patrick Michael Sherrard O’Hagan, reiste um die ganze Welt, bevor sich seine Eltern in Australien endgültig niederließen. Nach der Schule machte er eine Ausbildung als Elektriker, er vergaß aber nie seine Vorliebe für die Musik. Mit 20 entschloss er sich, in seine irische Heimat zurückzukehren. Er studierte Pantomime. Bei einem Talentwettbewerb konnte er für Aufmerksamkeit sorgen. Daraufhin bekam er die Hauptrolle in dem Rock-Musical “Adam & Eve“. 1980 gewann er den Song Contest in Den Haag - Gleiches wünschte er sich auch 1987. Den Song “Hold Me Now“ betrachtete er als sehr persönlich, und er sollte ihm zu seinem Comeback verhelfen. Desto größer war seine Anspannung während der Punktevergabe. Johnny Logan machte den Eindruck, es ginge um Leben und Tod. Das Champagnerglas war ihm nicht aus der Hand zu nehmen. Und dann die Erlösung: Johnny Logan gewann als einziger Interpret zum zweiten Mal den Song Contest. Er stand emotional so stark unter Druck, dass es ihm sehr schwer fiel, seinen Titel nach der Siegerehrung noch einmal vollständig vorzutragen. Ein Bild, das wir sicherlich nie vergessen werden, wie auch sein Dank an Gott : „Thanks God!“

 

 


 

 DIE TEILNEHMER

 

SLO15 LIT13n MOL13 FIN13

1.

AD

2.

AD

3.

AD

4.

AD

Norwegen Israel Österreich Island
Kate
Datner & Kushnir
Gary Lux
Halla Margret
"Mitt liv" "Shir habatlanim" ”Nur noch Gefühl" "Haegt og hljott"
M.: Rolf Løvland
T.: Hanne Krogh
D.: Terje Fjaern
M. & T.:
Zohar Laskov
D.: Kobi Oshrat
M.: Kenneth Westmore
T.: Stefanie Werger
D.: Richard Österreicher
 M. & T.:
Valgeir Gudjonsson  D.: Hjalmar H. Ragnarsson
    
TUR 83 TUR 83 ESP 83 BLR 10

5.

AD

6.

AD

7.

AD

8.

AD

Belgien
Schweden Italien Portugal
Liliane St.Pierre
Lotta Engberg
Umberto Tozzi & Raf
Nevada
"Soldiers Of Love" "Boogaloo" "Gente di mare" "Este barco a vela"
M.: Liliane Keuninckx,
Gyuri Spies &
Marc de Coen
T.: Liliane Keuninckx
D.: Freddy Sunder
M.: Mikael Wendt
T.: Christer Lund
D.: Curt-Eric Holmquist
M.: Umberto Tozzi &
Raf Riefoli
T.: Giancarlo Bigazzi
D.: Gianfranco Lombardi
 M.: Alfredo Azinheira &
Jorge Mendes
T.: Alfredo Azinheira
D.: Jaime Oliveira
    
FIN 83 ARM 10 RUS14n ITA 60

9.

AD

10.

AD

11.

AD

12.

AD

Spanien Türkei Griechenland
Niederlande
Patricia Kraus
Seyyal Taner &
Locomotif
Bang!
Marcha
"No estas solo" "Sarkim sevgi üstüne" "Stop"  "Rechtop in de wind "
M.: Rafael Martinez &
Rafael Trabucchelli
T.: Patricia Kraus
D.: Eduardo Leiva
M. & T.::
Olcayto Ahmet Tugsuz
D.: Garo Mafyan
M. & T.:
Thanos Kalliris &
Vassilis Dertilis
D.: George Niarchos
  M. & T.:
Peter Koelewijn
D.: Rogier van Otterloo
    
FRA 60 GER 83 GBR  61 ITA  61

13.

AD

14.

AD

15.

AD

16.

AD

Luxemburg
Ver. Königreich
Frankreich Deutschland
Plastic Bertrand
Rikki
Christine Minier
Wind
"Amour-amour"  "Only The Light" "Les mots d'amour n'ont pas de dimanche"  "Lass die Sonne
in dein Herz"
M. & T.:
Roger Jouret &
Alec Mansion
D.: Alec Mansion
M. & T.:
Richard Peebles
D.: Ronnie Hazlehurst
 M.: Marc Minier
T.: Gerard Curci
D.: Jean-Claude Petit
 M.: Ralph Siegel
T.: Bernd Meinunger
D.: Laszlo Bencker
    
SLO15 SLO15 SLO15 POR 86

17.

AD

18.

AD

19.

AD

20.

AD

Zypern Finnland Dänemark Irland
Alexia
Vicky Rosti
Bandjo &
Anne Cathrine Herdorf
Johnny Logan
"Aspro-mavro" "Sata salamaa" "En lille melodi" "Hold Me Now"
M.: Andros Papapavlou
T.: Maria Papapavlou
D.: Jo Carlier
M.: Petri Laaksonen
T.: Veli-Pekka Lehto
D.: Ossi Runne
M.: Helge Engelbrecht
T.: Jacob Jonia
D.: Hendrik Krogsgaard
  M. & T.:
Sean Sherrard
(Johnny Logan)
D.: Noel Kelehan
    

 

 

SLO15 SLO15  

21.

AD

22.

AD

Jugoslawien Schweiz
Novi Fosili
Carole Rich
"Ja zam sa ples" "Moitié, moitié"
M.: Rajko Dujmić
T.: Stevo Cvikić
D.: Nikica Kalogjera
M. & T.:
Jean-Jacques Egli
D.: Noel Kkelehan

 


  

DIE WERTUNG

 

Scoreboard© SVT

 

Scoreboard 86© RTBF


 
         


 

AUS DER PRESSE

 

Presse 1a© RP

 Presse 87 3© BBV

Presse 87 4© BBV                   Presse 87 6© Frankfurter Rundschau                   Presse 87 7© Frankfurter Rundschau
    

           Presse 87 1© BILD am Sonntag                                                               
 

1987 Presse 1© GONG
1987 Presse 2© BILD & FUNK

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